Fehlanpassungen?

Sind unsere durch Evolution entstandenen menschlichen Merkmale noch gut funktionierende Anpassungen, oder können sie unter heutigen Umweltbedingungen zu Nachteilen für menschliches Wohlbefinden und die nachhaltige Entwicklung unserer Art führen?

Als mismatch (in deutsch etwa: Fehlanpassung) bezeichnen Biologen Merkmale, die Anpassungen an frühere Umweltbedingungen sind, und unter den gegebenen Umweltbedingungen ihre Funktion nicht mehr in dem Maße erfüllen wie vorher. Sind Probleme der nachhaltigen Entwicklung auf verschiedenen Ebenen Anzeichen für die Wirkung von derartigen Fehlanpassungen?

Schließlich hat sich durch kulturelle Evolution die soziale und natürliche Umwelt von Menschen innerhalb weniger Generationen und weniger Jahrzehnte grundlegend geändert. Haben wir etwa ein “Steinzeithirn”, das diesen Veränderungen nicht gewachsen ist?

Auf der anderen Seite zeichnet auch eine besondere Flexibilität unsere Art aus: Wir Menschen, insbesondere unsere Wahrnehmung, unser Verhalten, unsere sozialen Normen, werden weniger durch Gene und maßgeblich durch das soziale Umfeld und Erfahrungen im Laufe unserer Entwicklung geprägt. Was für die vorherige Generation normal war, kann für die nächste Generation undenkbar und unakzeptabel sein, und andersherum. Unsere kulturelle Evolution geht Hand in Hand einher mit dieser Flexibilität unserer Art.

Inwieweit können wir unser Verständnis über diese Ursachen unserer menschlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen nutzen, um uns auf die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung vorzubereiten, und die Auswirkungen möglicher Fehlanpassungen zu vermeiden?

  • Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, ihr Verhalten bewusst zu ändern, so dass es keine negativen Auswirkungen für sie selbst und ihr Umfeld hat?
  • Müssen wir auch die (natürlichen, sozialen, kulturellen) Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, sich im Sinne ihrer eigenen und gesellschaftlichen Werte und Ziele zu verhalten?
  • Welche Rolle können (und sollten) Technologien, die soziale Umwelt, gemeinsam etablierte Regulierungen, soziale Normen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

siehe auch: Nachhaltigkeit & Verhalten/Nudging

Einige mögliche Fehlanpassungen bzw. Auswirkungen von Fehlanpassungen in der heutigen Zeit sind:

  • ungesunde Ernährung
  • Mangel an Bewegung
  • Suchtanfälligkeit
  • Soziale Isolation
  • Cybermobbing
  • Stress und Burn-out, Depression, Angststörungen
  • Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit
  • Ressourcenverbrauch, Materialismus
  • Sozioökonomische Ungleichheit

Ungesunde Ernährung

Unser Körper und unser Stoffwechsel sind an Umweltbedingungen angepasst, unter denen kalorienreiche (fett, zucker-, proteinreiche) Nahrung nicht in Massen vorhanden ist. So kann unser Körper diese Nährstoffe lange speichern und so viel Energie wie möglich aus der aufgenommen Nahrung herausholen, mit einiger Variation zwischen Menschen.

Unter heutigen Umweltbedingungen haben viele Menschen jedoch fast unbegrenzten Zugang zu fett-, zucker- und proteinreicher Nahrung. So leiden viele Menschen heute an Gesundheitsproblemen oder sterben durch Ursachen, die auf ungesunde Ernährung zurückzuführen sind: Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettsucht.

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, ihre Ernährung bewusst umzustellen und sich gesund zu ernähren, selbst wenn sie mit fett-, salz- und zuckerreichen Nahrungsmitteln in ihrer Umwelt konfrontiert sind?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, sich gesund zu ernähren?

Welche Rolle können (und sollten) Technologien, gemeinsam etablierte Regulierungen in der Nahrungsmittelproduktion, soziale Normen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

Mangel an Bewegung

Wir sind an Umweltbedingungen angepasst, unter denen wir uns viel bewegen müssen, um an genügend Nahrung zu kommen und uns am Leben zu halten. Unser Körper ist z.B an den Ausdauer- und Langstreckenlauf angepasst. Unter heutigen Umweltbedingungen müssen sich viele Menschen nicht mehr viel bewegen. So kann Mangel an Bewegung zu körperlichen und geistigen Gesundheitsproblemen führen.

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, sie regelmäßig zu bewegen und sportlich zu betätigen, selbst wenn sie mit einer Umwelt konfrontiert sind, in der Bewegung keine Notwendigeit ist?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, sich regelmäßig zu bewegen?

Welche Rolle können (und sollten) Technologien, gemeinsam etablierte Regulierungen z.B. in der Schule oder am Arbeitsplatz, soziale Normen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

Mit solchen Infokampagnen will die AOK Menschen zu mehr Bewegung anstoßen.



Quelle: https://www.gesundetaten.de/bewegtleben/pdf-download-form/

siehe auch: Nudging

Suchtanfälligkeit

Unser Gehirn hat ein sog. Belohnungssystem, welches uns dazu bewegt, in der Umwelt nach Dingen Ausschau zu halten oder Dinge zu tun, die für unser Überleben oder unsere Fortpflanzung wichtig sind: Nahrung, Paarungspartner, andere Menschen, neues Wissen, neue Ressourcen. Wenn wir diese Dinge finden oder etwas erreicht haben, empfinden wir ein positives Gefühl oder einen “Kick”. Dieses Gefühl motiviert uns dazu, uns wiederum in Zukunft anzustrengen, um weiter nach diesen Dingen zu suchen. So verleiht uns z.B. Ausdauersport ebenfalls eine Art Kick, weil es für unser Überleben wichtig war, uns zu bewegen. Dieses Belohnungssystem ist evolutionsgeschichtlich sehr alt, und wir haben es mit vielen Tieren gemeinsam.

Unter den heutigen Umweltbedingungen haben wir Zugang zu vielen Dingen, die uns diesen Kick geben: Nahrung, Alkohol, Kaffee, Drogen, Sex, soziale Medien, Computerspiele usw. So besteht die Gefahr, dass Menschen eine Sucht für diese Dinge entwickeln: sie geraten in einen Kreislauf, der durch ihr Belohnungssystem angetrieben wird: sie benötigen immer mehr von dieser Sache in immer kürzeren Abständen, und vernachlässigen dabei womöglich andere, für ihr Leben wichtige Dinge.

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, nicht in eine Abhängigkeit für bestimmte Dinge zu verfallen, selbst wenn sie mit einer Umwelt konfrontiert sind, in der diese Dinge in Massen vorhanden sind?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, nicht von Dingen abhängig zu werden?

Welche Rolle können (und sollten) Technologien, soziale Umwelt, gemeinsam etablierte Regulierungen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

Soziale Isolation

Wir sind vorrangig an ein Leben in Gruppen von bis zu 150 Menschen angepasst, in der jeder miteinander vertraut ist und jeden Tag miteinander in relativ engen Kontakt kommt. Beziehungen zu Menschen und Gruppenzugehörigkeit sind wichtige Grundbedürfnisse für menschliches Wohlbefinden, weil im Laufe der Evolutionsgeschichte das Überleben und die Fortpflanzung vom Gruppenleben abhingen. Berührung mit anderen Menschen, Lachen und Emotionen teilen, sich gegenseitig Dinge erzählen, gemeinsame Interessen haben, erzeugen Glücksgefühle.

Unter heutigen sozialen Umweltbedingungen leben viele Menschen nicht mehr in engen Gemeinschaften zusammen. Familien sind kleiner, und selten leben mehr als zwei Generationen unter einem Dach. Die Hälfte der Menschheit lebt heute in Städten. Dort werden menschliche Begegnungen vorrangig durch oberflächliche, kurzzeitige Begegnungen mit fremden Menschen geprägt. Darüber hinaus wird ein Großteil der zwischenmenschlichen Kommunikation heute über Telefon und Internet abgewickelt, in der die Begegnung zwischen Menschen auf ein Minimum reduziert wird - wir sehen keine Gesichter, berühren uns nicht, kennen den anderen nicht, teilen unsere Emotionen, Sorgen und Hoffnungen nicht mit diesen anderen. So vermuten einige Psychologen, dass eine soziale Isolation für viele Menschen zu Depression und Angststörungen beiträgt.

Mit solchen Infokampagnen will die DAK Menschen zu gesünderem Umgang miteinander (und mit sich selbst), in sozialen Medien und im "wirklichen Leben" anstoßen.


Quelle: https://www.philippundkeuntje.de/de/news/343/news-dak-gesundheit-mit-neuer-kommunikation

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, für sie wichtige soziale Beziehungen einzugehen und zu pflegen, selbst wenn sie mit einer Umwelt konfrontiert sind, in der viele Begegnungen oberflächlicher Natur sind, und über das Internet ablaufen?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, soziale Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten?

Welche Rolle können (und sollten) Technologien, soziale Umwelt, gemeinsam etablierte Regulierungen, soziale Normen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

(Cyber-)Mobbing, Kommunikation in sozialen Medien

Wir sind vorrangig an Kommunikation durch direkten Kontakt mit Menschen angepasst - Blickkontakt, Gesichtsausdruck und Stimme helfen uns in der Kommunikation mit Mitmenschen. Sie vermitteln nicht nur Worte sondern auch Emotionen und erlauben so emotionale Bindungen zwischen Menschen.

Insbesondere die Kommunikation über das Internet erfolgt ganz anders - innerhalb weniger Sekunden können wir anderen, entfernten, sogar uns völlig unbekannten Menschen Wörter mitteilen, bzw. von anderen Menschen Wörter mitgeteilt bekommen. Wir wissen nicht, wer der andere ist, welche Erfahrungen er gemacht hat, oder wie er sich fühlt. Wir müssen dem Menschen am nächsten Tag nicht in die Augen schauen. Wir sind schneller dazu geneigt, Dinge zu kommunizieren, die wir von Angesicht zu Angesicht wahrscheinlich eher für uns behalten würden, denn Emotionen wie Empathie, Schuld- oder Schamgefühle haben eine weniger starke Auswirkung auf unser Kommunikationsverhalten.

Doch Worte behalten nach wie vor eine machtvolle Bedeutung: unser Gehirn verarbeitet sie und verbindet sie mit unserer Identität, sie werden Teil unserer Gedanken, unserer Erinnerungen und unserer täglichen Erfahrung. So kann Cyber-Mobbing zu einem großen Problem für die psychische Gesundheit von Menschen werden.

Darüber hinaus verschärft die Kommunikation auf sozialen Medien die in jeder großen und heterogenen Gruppe von Menschen existierenden Meinungsverschiedenheiten.

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, die zwischenmenschliche Kommunikation so zu gestalten, dass sie von Respekt, Perspektivwechsel und Toleranz geprägt ist, selbst wenn sie mit Kommunikationsmöglichkeiten konfrontiert sind, mit deren Hilfe Beleidigungen, Mobbing und Diskriminierung einfach und schnell für sie umzusetzen sind?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, respektvolle zwischenmenschliche Kommunikation im Internet aufrechtzuerhalten?

Welche Rolle können (und sollten) Technologien, soziale Umwelt, gemeinsam etablierte Regulierungen, soziale Normen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

Mit solchen Infokampagnen will die DAK Menschen zu gesünderem Umgang miteinander (und mit sich selbst), in sozialen Medien und im "wirklichen Leben" anstoßen.


Quelle: https://www.philippundkeuntje.de/de/news/343/news-dak-gesundheit-mit-neuer-kommunikation

Conversations with people who hate me

Dylan Marron erhält aufgrund seiner Arbeit und seiner Einstellungen viele negative, oft beleidigende Kommentare in sozialen Medien. In seinem Podcast kontaktiert er die Menschen, die ihm diese negativen Kommentare schreiben, spricht mit ihnen (wenn sie nicht auflegen), und oft ergeben sich daraus interessante Begegnungen zwischen zwei Menschen, die sich vorher nicht kannten.

Stress und Burn-out, Depression, Angststörungen

Die Stressreaktion ist evolutionsgeschichtlich sehr alt, wir finden sie in Reptilien, Fischen, Insekten. Sie erlaubt es Tieren, in Gefahrensituationen schnell reagieren zu können, indem sie schlagartig die Flucht ergreifen oder angreifen können, insbesondere nach der Wahrnehmung von Fressfeinden oder Konkurrenten. Hormone wie Cortisol und Adrenalin verursachen einen erhöhten Herzschlag, beschleunigen den Atem, kurbeln den Stoffwechsel an, lassen die Muskeln anspannen und erhöhen die Schweißproduktion. Da die Umwelt voller möglicher Gefahren ist, ist die Stressreaktion eine höchst wirksame Anpassung. Sie ist aber auch sehr energieaufwändig für den Körper, und ein ständiger Stresszustand kann zu Beeinträchtigungen der körperlichen und psychischen Gesundheit führen. So kann die Stressreaktion unter Umständen zu einer Fehlanpassung werden.

Auch die menschliche Fähigkeit für Sprache und Symbole, in Verbindung mit unserer Fähigkeit, an die Vergangenheit und Zukunft zu denken, können heute unter Umständen eine Art Fehlanpassung darstellen. Diese Fähigkeiten erlauben uns und erlaubten unseren Vorfahren, über abwesende Dinge (und sogar über nicht existierende Dinge) zu kommunizieren, aus der Vergangenheit zu lernen, und das gegenwärtige Verhalten nach zukünftigen Zielen auszurichten. Für die Herstellung von Werkzeugen, Planung von Jagd, das mühsame Erlernen all dieser Fähigkeiten, um sie in der Zukunft zu beherrschen, waren Sprache, Symbole und das "mentale Zeitreisen" hilfreich und erhöhten die Überlebens- und Fortpflanzungschancen.

Unter heutigen Umweltbedingungen sind Menschen immer seltener wirklichen Gefahrensituationen ausgesetzt, die lebensbedrohlich wären. Heute wird Stress vielmehr durch soziale und psychische Faktoren verursacht: wahrgenommener Leistungsdruck und Erwartungen in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Familie, Lampenfieber und Nervosität in der Öffentlichkeit, wahrgenommene Zeitnot, Sorgen um die Zukunft, Erinnerungen an traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit, Versagensängste, Verstrickung in negative Gedanken, Mobbing. Manchmal können uns Sprache, Symbole, das "mentale Zeitreisen" in die Vergangenheit und Zukunft und die Stressreaktion in solchen Situationen helfen, indem sie uns anspornen, aktiv zu werden. Doch in vielen Situationen werden diese Gedanken und Reaktionen hervorgerufen, ohne dass sie zu nützlichem Verhalten veranlassen. Insbesondere bei Auslösern, die psychischer Natur sind: Ängste, Druck, Selbstkritik, Sorgen um die Zukunft, usw. In diesen Situationen können Stress und negative Gedanken nur noch mehr von diesen Auslösern verursachen - noch mehr Ängste, Druck, Selbstkritik und Sorgen - und die Person handlungsunfähig machen. So können unsere Gedanken und die Stressreaktion zu einer positiven Rückwirkung werden, die sich selbst verstärkt, und schließlich zu Burn-out, Depression und Angststörungen führen kann.

"Although we humans have gained the ability to extract ourselves from the physical jungle, through language we are now recreating the danger of the jungle in our heads again and again."

Joseph Ciarrocchi & Louise Hayes (In: Wilson, D.S. & Hayes, S. (2018). Evolution and contextual behavioral science. S. 118)

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, ihr Leben so zu gestalten, dass sie weniger anfällig auf Stress, Leistungsdruck und Selbstkritik sind, selbst wenn sie mit einer sozialen Umwelt konfrontiert sind, in der Leistung, Aussehen, Glücklichsein, Karriere und Reichtum als Maßstab gelten?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, ein für sie lebenswertes Leben zu führen, in der Stressreaktionen, Erinnerungen und Gedanken größtenteils eine positive Rolle für ihr Verhalten spielen?

Welche Rolle können (und sollten) Technologien, soziale Umwelt, gemeinsam etablierte Regulierungen, soziale Normen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

In den letzten 10 Jahren sind die Fälle der gemeldeten Depressionen in Deutschland stark angestiegen. Dabei ist unklar, inwieweit ein höheres Bewusstsein über Depression und andere psychische Erkrankungen in der Bevölkerung zu diesem Anstieg beiträgt.

Ein kurzer Film (in englisch) über die Funktion und Evolution des menschlichen Geistes. Mögliche Diskussionsfragen:

  • Welche Arten von geistigen Prozessen erfahren wir täglich und gar sekündlich in unserem Wachzustand?
  • Welche Funktionen erfüllen diese Prozesse (Gedanken, Emotionen, Erinnerungen) unseres Gehirns? Was war ihr Anpassungswert im Laufe unserer Evolutionsgeschichte?
  • Warum können diese Anpassungen unter den heutigen (sozialen) Umweltbedingungen zu Problemen für menschliches Wohlbefinden führen?
  • Welche Möglichkeiten seht ihr, diese negativen Folgen abzumindern? Was kann man als Individuum tun? Was können/sollten wir als Gesellschaft tun? Was kann/sollte Bildung tun?

Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit

in Bearbeitung

Ressourcenverbrauch und Materialismus

in Bearbeitung

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, ihr Konsumverhalten so zu gestalten, dass es weniger negative Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch und auf Ökosysteme hat, selbst wenn sie mit Umweltbedingungen konfrontiert sind, die solch ein Konsumverhalten erschweren?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, ihr Konsumverhalten so zu gestalten, dass es weniger negative Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch und auf Ökosysteme hat?

Können wir Menschen dazu motivieren und befähigen, ihren Lebensinhalt und ihr Selbstwertgefühl weniger von materiellen Dingen oder anderem Konsum abhängig zu machen, selbst wenn sie mit einer sozialen Umwelt konfrontiert sind, in der der Besitz und Konsum von diesen Dingen (Markenkleidung und Fast fashion, die neuesten Technologien, Reisen, Autos, usw.) als Maßstab für Ansehen und Erfolg gelten?

Oder müssen wir auch die Umweltbedingungen so ändern, dass es Menschen leichter fällt, ihren Lebensinhalt und ihr Selbstwertgefühl weniger von materiellen Dingen oder anderem Konsum abhängig zu machen?

Welche Rolle können (und sollten) Technologien, die soziale Umwelt, gemeinsam etablierte Regulierungen (bezüglich Werbung?), soziale Normen, Medien, Erziehung und Bildung spielen?

Soziale Ungleichheit

in Bearbeitung