Projekt

Projektbeschreibung

Im Zuge der Recherche für das Projekt haben sich bis jetzt folgende Themenschwerpunkte und mögliche Visualisierungsstrategien entwickelt. Ein wesentlicher Teil der Arbeit soll sich auf die Professionalisierung und Institutionalisierung des Bestattungswesens konzentrieren. Schon jetzt ist zu erkennen, dass die Pluralisierungs-, Säkularisierungs- und Rationalisierungsprozesse in der westlichen Gesellschaft, die Veränderung in der Trauerkultur und Bestattungsrituale maßgeblich mitbestimmt haben. Hinzu kommen noch ökologische Faktoren die die Bestattungsformen in dem letzten 100 jahren maßgeblich mitverändert haben. Städtische Friedhöfe, virtuelle Friedhöfe, Bestattungsunternehmen, Hospize, Trauergruppen, Trauercafés und Krematorien usw. können diesbezüglich ein guter Ausgangspunkt sein, diese These zu visualisieren. Im Detail, sollen sowohl Interviews und Bildmaterial von Einzelpersonen, Institutionen, Betrieben, staatlichen Einrichtungen und Vereinen, angefertigt werden. An dieser Stelle kann auf ein bestehendes Netzwerk der Pegasus GmbH und der IFZW GmbH zurückgegriffen werden, die eine Unterstützung des Projektes zugesichert haben. Das individuelle Porträt des Trauernden kann dann Rückschlüsse auf Veränderung der Trauerkultur innerhalb der westlichen Kulturkreise ermöglichen. Hierzu sollen zum einen Interview Anfragen an Betreiber von Trauerseiten im Internet gestellt werden, als auch der weg über Diakonie und Kirche genommenen werden um mit Trauernden in Kontakt und ins Gespräch zu kommen.

Um ein Multimediales und vielschichtiges Ergebnis zu produzieren ist das Projekt so angelegt das, das gesamte künstlerische Material von 4 bis 6 Personen/ Studierenden/ Künstlern angefertigt werden, welche zeitweilig als Arbeitskreis zusammen agieren, ihre individuellen Eindrücke in ihr jeweiliges Medium umsetzten. Dies hätte gleich mehrere Vorteile. Es käme zu Interdisziplinärem Austausch, ließen sich leichter kunsthistorische Bezüge aufbauen und nicht nur das Thema, sondern auch das Abbildungsmedium würde zur Diskussion gestellt.Der Erfahrungs-/Bewertungsaustausch könnte die Vielschichtigkeit der Arbeit steigern.

Am ende des Projekts soll zunächst ein Ausstellung und ein Ausstellungskathalog stehen. Hier Soll der Besucher zum einen die Möglichkeit haben, sich mittels unterschiedlicher visullen Eindrücke ein Bild über die das thema zu verschaffen. Zum Anderen soll der Ausstellungsbesucher in einen Diskurs eingebunden werden und erfahrungssteigerung mit dem thema tot genieriert werden. Möglich sind an dieser stelle Vorträge und Podiumsdiskusionen, Interaktive Ausstellungsgegenstände (Särke urnen usw)

Die Laufzeit des Projekts sich auf ca 18 monate beschrenken und in einer ca zwei wochen langen Ausstellung im Raum Leipzig münden. Danach sind Koorberationen mit Kreamtorienbetreiber, Hospitzen und Friedhöfen denkbar, die ihre Räumlichkeiten für besucher öffnen wollen.Nach erfolgreicher beendigung des Projektes, kann an dieser stelle auch über eine puplikation nachgedacht werden, um das Gsammelte Bild-, und Textmaterial einer breiten Öffentlichkeit zur verfügung zu stellen.

Modellcharakter des Projektes

Das Projekt soll Pluralisierungs,- Säkularisierungs- und Rationalisierungseffekte sowohl im privaten Bereich, als auch aus institutioneller Perspektive beleuchten. Dadurch können sich kontrastierende Blickwinkel innerhalb eines Ausstellungsrahmens ergeben und beeinflussende Faktoren können, selbstständig durch den Betrachter, erfasst werden. Es soll sich nicht ausschließlich künstlerisch mit dem Thema befassen werden, sondern auch in eine informative/wissenschaftliche Ebene eingebunden werden. Im Rahmen eines Ausstellungskontext können dafür zusätzlich Interviews (Text, Video), Vorträge und Podiumsdiskussionen genutzt werden, um einen öffentlichen Diskurs zu ermöglichen.





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