Workshop

Digital Companion

**Call for papers**

Überblick

Ohne Frage wird sich die Beziehung zwischen Mensch und Maschine durch artifizielle Intelligenz und damit verbundener Technologien auf ein neues Niveau heben, auf das echter Partnerschaft, und das Motiv des Companion erscheint hier nachgerade wie die Inkarnation von User Experience. Unter dem Begriff Companion Technology gibt es bereits sehr umfassende Definitionen, welche Qualitäten ein System aufweisen muss, um dem Menschen/Nutzer zu entsprechen, nämlich ein veritabler Begleiter zu sein. Interessant ist nun aber die Frage, wie sich das System dann verhält und wie es das tut. Es mag sich von selbst verstehen, daß ein intelligentes Fahrercockpit dem Ärger eines Autofahrers entgegenwirken sollte im Interesse der Fahrsicherheit, aber sollte das auch ein Schreibprogramm tun, wenn es den Ärger des Verfassers eines Beschwerdebriefs ausmacht?

Nun kann man sich aus dem Leitmotiv Companion abgeleitete Qualitäten bei einem Smartphone oder Auto noch recht gut vorstellen wegen des direkten Bezugs zu einem Nutzer, aber wie ist das bei Systemen, die in produktiver Arbeit genutzt werden, wo mehrere Nutzer mit einem System arbeiten, zum Beispiel in der Leitwarte eines Kraftwerks oder an einer Fertigungsmaschine, und wo das technische System so groß und komplex ist, daß es gar nicht mehr so recht als ein direktes Gegenüber auszumachen ist?

Der Nutzen eines Companion, verstanden als Reminder- oder Recommender System, mag im Einzelfall groß sein, aber im Hinblick auf die Zukunft der Arbeit, nämlich den Wandel zur Wissensarbeit, greifen solche Funktionen zu kurz. Wie kann ein System unter diesem Blickwinkel nicht nur etwaige Mängel des Menschen mitigieren, sondern kreative Problemlösungen unterstützen, gar induzieren?

Ziel des Workshops

Der Workshop soll durch Impulsvorträge eingeleitet werden, die die verschiedenen, angesprochenen Aspekte beleuchten und auch bereits bestehende Lösungsansätze, um dann in einem ersten Teil in einer Teilnehmerdiskussion Vorstellungen zu erheben und zu sammeln; dann deren Auswertung und Gliederung, um in einem zweiten Teil mit den Teilnehmern mögliche Querbezüge anzuschauen und zu erörtern.

Ziel des Workshops ist es, einen Brückenschlag zu schaffen zwischen den enormen technischen Neuerungen, zugleich Herausforderungen und neusten Ansätzen der User Experience, um eine entsprechende Community zu etablieren, gemeinsam Lösungen auszutauschen und zu treiben.

Beiträge

Teilnehmer haben die Möglichkeit, Positionsreferate, Forschungsreferate oder Anwendungsfelder als Beitrag einzureichen und im Workshop vorzustellen.