Flieg´ einen neuen Dreiecksweltrekord

vom Goldeck und kassiere 3000.- Euro Prämie!

Regelungen und Teilnahmebedingungen

• Unter dem Motto „Goldeck – Weltrekord“ legt der 1. Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Spittal/Millstätter See 3000.- Euro Prämie aus für einen neuen Weltrekord in der Kategorie „Declared distance around a triangular course“ (allgemeine Klasse; gemäß den Regeln des „FAI Sporting Code - Section 7D, Records and Badges“ aktuelle Version; Details siehe www.fai.org). Tipps zum Rekordfliegen siehe Anhang.

• Die Prämie wird nur einmal ausgeschüttet und zwar an denjenigen Piloten (m/w), der als Erster einen neuen Weltrekord aufstellt.

• Der Flug muss als Weltrekord von der FAI oder zumindest von der „National Airsport Control“ (NAC) des jeweiligen Teilnehmers anerkannt werden (Manfred Marte als NAC für Österreich). Es liegt in der Aufgabe des Teilnehmers, für die formelle Anerkennung zu sorgen.

• Nur Gleitschirmpiloten sind teilnahmeberechtigt.

• Jeder Pilot fliegt auf eigenes Risiko und eigenverantwortlich sowie unter Einhaltung der für den Gleitschirmsport relevanten Gesetze und Regelungen.

• Jeder Pilot muss Teilnehmer des „World xcontest“ sein und dessen Regeln befolgen. Es werden nur Flüge gewertet, die auch dort erscheinen, gewertet und zwischen 1. Jan. und 31. Aug. 2021 geflogen wurden. Die Piloten sollen im Kommentarfeld „Goldeck – Weltrekord“ eintragen.

• Die Teilnahme ist kostenlos.

• Kontakt: Sebastian Pliessnig (s.pliessnig@gmail.com) oder Gunther Socher (socher.g@pg.com)

• Jury: Sebastian Pliessnig, Thomas Stranner, Katharina Linder

• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

• Die Teilnehmer erklären sich bereit, dass der Verein und die Sponsoren dieses Promotion Event nach eigenem Ermessen medial nutzen dürfen.

• Preisverleihung gemeinsam mit Grillparty im Herbst (Ort und Termin werden noch bekannt gegeben).

• Sollte kein Rekord geflogen werden, gelangt die Prämie in einen „Jackpot“ und wird im darauffolgenden Jahr erhöht.

• Zwecks „Schwarmbildung“ bietet der Verein die Möglichkeit, einer WhatsApp-Gruppe beizutreten. Bei Bedarf einfach bei Gunther (0664/9683643) melden.

• „Start am Goldeck“ stellvertretend für alle Startplätze am Goldeck bis zu 3 km vom Gipfel entfernt.

Tipps zum Rekordfliegen

Rekordfliegen ist dem klassischen Streckenfliegen á la XContest sehr ähnlich; es sind nur wenige Dinge speziell zu beachten:

• Ein Rekordversuch muss vorab bei der „National Airsport Control“ (NAC) angekündigt werden. Manfred Marte ist NAC für Österreich. Ein Email (mmarte@gmx.net) oder Whatsapp (0650/81 22 700) vom Startplatz an Manfred genügt als formelle Ankündigung. Beispielsweise „Hallo Manfred, heute Rekordversuch vom Goldeck, liebe Grüße Gunther“.

• Beim sogenannten FAI-Dreieck muss der kürzeste Schenkel zumindest 28 % der Gesamtlänge aufweisen. Das ist ja nichts Neues.

• Bei „declared distance around a triangular course” muss der Startpunkt ein Eckpunkt des Dreiecks sein und darf nicht auf dem Schenkel liegen. Es ist eine strategische Überlegung, den „Startpunkt“ ins Tal zu setzen. Dann kann man abends einfach in den Goalzylinder gleiten und muss sich nicht mehr auf das Goldeck hochschrauben.

• Die „Deklaration“ des Dreiecks ist heutzutage sehr einfach: Das Dreieck als „Task“ vor dem Flug ins Vario eintippen und fertig. Dadurch wird der Task automatisch ins IGC-File geschrieben: - Starting Point mit 400m-Radius - Turn Point 1 mit 400m-Radius - Turn Point 2 mit 400m-Radius - Goal Point (= Starting Point) mit 400m-Radius

• Das Dreieck muss zu 100 % geschlossen sein. Daher Einflug in den Goalzylinder zwingend erforderlich!

• Aufgrund der 400m-Radien bei den Bojen wird nur die „optimierte“ Strecke als Rekorddistanz anerkannt.

• Nach dem Flug das IGC-File unter Bezugnahme auf die morgendliche Ankündigung an Manfred schicken, der die Homologierung des Rekords auf nationaler Ebene vornimmt. Manfred ist sehr kooperativ und macht das üblicherweise in wenigen Tagen.

• Der momentane Rekord liegt bei 237,1 km (Stand 5. Oktober 2020). Ein neuer Rekord muss zumindest 1,0 km mehr sein – also 238,1 km.

• Obige Angaben sind ohne Gewähr. Es empfiehlt sich, das gesamte Regelwerk der FAI zu Rekorden zu lesen: Dokument „Sporting Code S7 D - Records and Badges 2020“ als Download unter https://www.fai.org/civl-documents. Das Dokument wird üblicherweise im Mai des jeweiligen Jahres revidiert. Bitte beachten!

Goldeck – Tipps für auswärtige Piloten

Seit Jahrzehnten ist das Goldeck ein beliebter Flugberg speziell für Freizeit- und Genusspiloten. Neu hingegen ist, dass man das Goldeck für extrem weite Streckenflüge nutzen kann. Das verdankt man einem eher kürzlich entdeckten Wetterphänomen: Man kann am Goldeck nordseitig Thermikfliegen und dadurch vergleichsweise früh zu einem Streckenflug aufbrechen.

Im Allgemeinen bieten ja leichte NO-Wetterlagen (10 bis 15 km/h NO am Sonnblick) die besten Streckenflugbedingungen, da sowohl trockene aber auch gradientenstarke, kühle Kontinentalluft ins Fluggebiet gebracht wird. Leichter NO-Wind sorgt am Goldeck für luvseitige Thermik an den nach Norden bzw. Osten ausgerichteten Hängen, die ab Sonnenaufgang (etwa um 6h00 Uhr) beschienen werden.

Auffahrt mit der Bergbahn

Mit der Bergbahn gelangt man auf 1770 m Seehöhe und muss danach 250 m aufsteigen, um zu einem der beiden NO-Startplätze zu kommen. Kosten 19,50 Euro bzw. 5,50 Euro für Inhaber der Kärnten Card (www.kaerntencard.at). Erste Bergfahrt um 9h00 Uhr. Details zur Bergbahn unter https://sportberg-goldeck.com.

Auffahrt mit dem Auto über die Mautstraße

Öffnungszeiten-unabhängig und daher deutlich früher gelangt man auf das Goldeck, wenn man die Mautstraße „Goldeck Panoramastraße“ nutzt; Details unter https://www.goldeck-panoramastrasse.at/gp/de/index). „Parkplatz Seetal“ ins Navi tippen und losfahren. Maut 14,50 Euro bzw. kostenlos für Inhaber der Kärnten Card (www.kaerntencard.at). Man gelangt dabei auf 1900 m Seehöhe und muss noch etwa 180 m aufsteigen.

Wer nicht privat auffahren möchte, kommt idealerweise mit dem Zug zum Bahnhof Spittal oder parkt sein Auto dort (kostenloser P&R-Parkplatz), wo Taxis zur Auffahrt bereit stehen. Die Auffahrt von Spittal dauert etwa 35 min vom Bahnhof Spittal weg. Mit Taxi Ebner (Tel. 04762/3802) wurde ein Pauschaltarif von 56.- Euro vereinbart für ein PKW-Taxi; das reicht für 4 Piloten inkl. Rucksack. Alternativ kann ein 8-Sitzer für 70.- Euro gebucht werden, der am Vortag zu reservieren wäre.


Startplätze

Einen hochoffiziellen Startplatz gibt es nicht. Einziger Grund dafür ist, dass niemand die Haftung übernehmen will. Prinzipiell sind Gleitschirmpiloten willkommene Gäste, die überall eigenverantwortlich starten können, solange sie sich mit dem Weidevieh einigen, keinen Flurschaden anrichten und keine Zäune niederreißen.

Aus den zahlreich vorhandenen Wiesen haben sich etliche als tolle Startplätze erwiesen, wobei nachfolgend nur jene beschrieben werden, die sich für einen Weltrekordflug eignen:

• Startplatz 1 „Schafbichl“ (Koordinaten 46.756150 13.464380): Das ist der beliebteste Startplatz unter den Streckencracks. Man kann einerseits nach NO starten und die frühe NO-Thermik nutzen. Andererseits kann auch nach SO gestartet werden, sobald die Thermik aus SO überwiegt.

• Startplatz 2 „Alte Bergstation“ (Koordinaten 46.761650 13.457730): Unmittelbar östlich von der Bergstation der alten Gondel kann gut nach NO gestartet werden. Dieser Startplatz ist beliebt bei Piloten, die mit der Gondel auffahren, da es der kürzeste Weg zu einem NO-Startplatz ist.

• Startplatz 3 „Seetalnock“ (Koordinaten 46.754150 13.454210): Am Seetalnock startet man speziell in O-seitige Thermik. Nicht zu empfehlen, wenn der N-Wind zu stark bläst.


Landeplätze

Der Vollständigkeit wegen werden die beiden Landeplätze genannt: jeweils neben der alten wie auch neben der neuen Gondel-Talstation. Weltrekordflieger werden vermutlich irgendeine Wiese nehmen.

Sonstige Infrastruktur

Wer eine Toilette, Restaurant oder Wasser als Ballast braucht, geht zur „Panoramahütte“ – die einzige bewirtete Hütte, die unmittelbar unter dem Gipfel liegt.

Wetterinfos Goldeck

Webcam: https://www.bergfex.at/goldeck/webcams/c10553/

Wetterstation: https://lawis.at/station/