Filmen

Allgemeine Gedanken

Als Teenager faszinierte mich die Welt der Super-8 Kameras. Für mich selbst jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten, hatte ich doch das Glück, im Freundeskreis jemanden zu kennen, der so etwas besaß. Na ja, nicht er, sondern sein Vater. Deshalb beschränkten sich unsere Ausflüge in die Welt der Filmschaffenden auf wenige Sekunden dauernde Stop-Motion-Sequenzen mit Lego-Figuren und ähnliche Experimente.

Dann kamen die Smartphones mit ihren Möglichkeiten und wieder war ich gefesselt, schaffte aber dennoch nicht den Sprung, mehr zu filmen als einige unambitionierte 10-Sekünder der üblichen Sorte: Spaziergänge, Geburtstage, Ausflüge.

Bis heute kann ich aber nicht davon lassen, beim Betrachten von Filmen, TV-Serien usw. nicht nur auf den Inhalt zu achten, sondern auch auf die filmischen Aspekte: Licht, Kamerafahrten, Perspektiven. Wie gern würde ich das auch ausprobieren! Letztlich sind es zwei Punkte, die mich hier einschränken:

  1. Anwendungsfälle - Ich bin viel zu selten auf Urlaubsreisen, um neue und interessante Landschaften, Orte und Menschen im Film festzuhalten. Hier, in meinem direkten Umfeld fehlt es mir an Inspiration, was ich filmen könnte.
  2. Rechtliche Aspekte - Da ich das als Hobby betrachte, scheue ich Ausgaben für zum Beispiel Musik, die ich ohne urheberrechtliche Bedenken einsetzen kann. Gerade in Deutschland habe ich das Gefühl, es drohen an jeder Ecke Abmahnungen, wenn man Personen, Gebäude, Fahrzeuge usw. filmt und das veröffentlicht. Natürlich respektiere ich sowohl das geistige Eigentum von Künstlern als auch die Privatsphäre meiner Mitmenschen. Doch scheint mir das ein sehr schmaler Grad zu sein und der trübt den Spaß am Filmen.

So bleibt mir meist nur übrig, meine Filme lediglich im privaten Umfeld zu teilen. Ich habe begonnen, sie auf YouTube hochzuladen, weil das eine hervorragende Plattform ist, die es Kreativen einfach macht, etwas zu veröffentlichen. Der Betrachter bekommt immer für sein Gerät (egal, ob TV, Computer, Tablet oder Smartphone) die bestmögliche Möglichkeit, die Videos zu konsumieren. Meine Videos sind aber fast ausschließlich als "privat" kategorisiert, so dass sie nicht gelistet werden und man den exakten Link kennen muss.

Ein neuer Ansatz - mein Vlog

Letztes Jahr habe ich einen dreiwöchigen Roadtrip (westliches Kanada mit dem Wohnmobil) in einem ca. 45-minütigen Film dokumentiert. Das hat mir derart Spaß bereitet, dass ich jetzt doch wenigstens ein paar Videos öffentlich zeigen will. Dazu startete ich im März 2018 einen Vlog. Meine Zuschauer begleiten mich auf dem Weg von der ersten Idee, über die Vorbereitung, mein verwendetes Equipment, filmische Techniken bis zum Kurzfilm, der eine mehrtägige Radtour visualisiert.