Jahresbericht 2018


Zuerst in einfacher Sprache.

Danach kommt der ausführliche Bericht.

Der BUNI – Kultur- und Freizeittreff

Einleitung

1. Feste Mitarbeiter und Träger

2. Ehrenamtliche Mitarbeiter

3. Besucher

4. Kurse

5. Beratung und Information

6. Veranstaltungen

7. Öffentlichkeitsarbeit

8. Rückblick auf das Jahr 2018

9. Ausblick auf die Zukunft

10. Schlusswort

Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff 2018

Einleitung

Den BUNI – Kultur- und Freizeittreff gibt es seit 28 Jahren.

Im BUNI gibt es eine Cafeteria.

Ehrenamtliche Mitarbeiter machen viel von der Arbeit dort.

Ehrenamtlich bedeutet:

Sie machen die Arbeit um anderen zu helfen und bekommen kein Geld dafür.

Auch Menschen mit Behinderung arbeiten ehrenamtlich im BUNI.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter bekommen bei ihrer Arbeit Hilfe.

Aber ganz viel machen sie selbst.

Sie sind stolz auf ihre Arbeit und bekommen Anerkennung dafür.

Von dem Geld, das in der Cafeteria eingenommen wird, werden verschiedene Sachen bezahlt.

Zum Beispiel:

Dinge für die Küche

Werbematerial

Einrichtungsgegenstände

Feste

Gemeinsame Ausflüge von den ehrenamtlichen Mitarbeitern

Die Ehrenamtlichen bestimmen selbst über ihr Geld

und wie hoch die Preise sind.

Deswegen sind sie für alle niedrig.

Es gibt verschiedene Kurse, die einmal in der Woche stattfinden.

Es gibt auch viele andere Veranstaltungen.

Discos, Musikgruppen, Theater und vieles mehr stehen auf dem Programm.

Im BUNI ist das Publikum immer sehr gemischt. Alt und Jung, Männer und Frauen, alles ist immer gemischt und gleichberechtigt.

Inklusion heißt, dass Menschen mit Behinderung überall mit dabei sind.

Damit Inklusion funktioniert, müssen alle Leute mehr über Menschen mit Behinderung wissen.

Dann können sie Menschen mit Behinderung besser verstehen.

Und sie können auch lernen, mit Menschen mit Behinderung besser zusammen zu leben.

Das ist für Alle gut.

Darum will das BUNI, dass alle Leute lernen, was Inklusion ist.

BUNI ist eine Abkürzung.

BUNI bedeutet:

Begegnung, Unterhaltung, Nürnberg inklusiv

Menschen mit und ohne Behinderung können ins BUNI kommen.

Alle Menschen sind im BUNI willkommen.

Manche Menschen haben Vorurteile gegen Menschen mit Behinderung.

Das heißt:

Sie wissen viele Sachen über Menschen mit Behinderung nicht.

Darum wissen sie oft nicht, wie sie mit Menschen mit Behinderung umgehen sollen.

Manche Menschen mit Behinderung wissen nicht, wie sie mit Menschen ohne Behinderung umgehen sollen.

Wenn sich Menschen mit und ohne Behinderung besser kennen lernen, haben sie weniger Vorurteile.

Dann wissen sie besser, wie sie sich verhalten sollen.

Sie müssen keine Angst haben, etwas falsch zu machen.

Im BUNI können sich die Besucher besser kennenlernen.

Sie können ausprobieren, wie man am besten miteinander umgeht.

So werden sie offener, lockerer und selbstbewusster.

1. Feste Mitarbeiter und Träger

Reinhold Stubenrauch ist der Leiter und Geschäftsführer vom BUNI. Er wird vom Jugendamt der Stadt Nürnberg und vom BUNI - Kultur- und Freizeittreff der Lebenshilfe Nürnberg und noris inklusion gGmbH bezahlt.

Das BUNI gehört der Lebenshilfe Nürnberg und der Noris Inklusion gGmbH zusammen.

Auch der Bezirk Mittelfranken und der Freistaat Bayern zahlen etwas für die Mitarbeiter vom BUNI und Sachen, die sonst noch gebraucht werden.

Im BUNI arbeiten auch noch Martina Kraft und Anna Hohendahl.

Sie sind Sozialpädagoginnen.

Manuela Becker arbeitet als Heilerziehungspflegerin.

Dennis Petsch arbeitet als pädagoigsche Hilfkraft im BUNI.

Seit September mach Kathrin Brunner ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im BUNI.

2. Ehrenamtliche Mitarbeiter

Im BUNI arbeiten 35 ehrenamtliche Mitarbeiter mit und ohne Behinderung.

Ungefähr Hälfte davon hat eine Behinderung, die andere Hälfte nicht.

Es gibt auch noch Helfer, die nur manchmal im BUNI arbeiten.

Zum Beispiel bei Großveranstaltungen wie Rock im BUNI.

Dann sind es schon mal 45 ehrenamtliche Helfer.

Und die Musiker spielen alle für wenig Geld.

Das BUNI kann nur deswegen so viele Kurse und Veranstaltungen machen, weil die ehrenamtlichen Mitarbeiter mithelfen.

Die festen Mitarbeiter haben dadurch mehr Zeit.

Deshalb können sie mehr Veranstaltungen und Kurse organisieren.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen auch, Geld zu verdienen.

Das Geld geben sie für die Einrichtung aus, z.B. Tische, Stühle. Aber auch für gemeinsame Unternehmungen.

Zum Beispiel für den Ehrenamtlichen-Ausflug.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter zeigen, dass Inklusion funktioniert.

Das heißt:

Menschen mit und ohne Behinderung leben und arbeiten miteinander und verbringen ihre Freizeit ganz selbstverständlich zusammen.

Das kann funktionieren. Dafür ist das BUNI ein gutes Beispiel.

3. Besucher

Ins BUNI kommen ganz verschiedene Menschen:

Die meisten sind Erwachsene.

Manche Gäste haben eine Behinderung.

Es kommen auch viele Kinder von erwachsenen Besuchern und viele Jugendliche.

Es gibt auch alte Leute, die ins BUNI gehen.

Alle sind eingeladen.

An jedem Tag, an dem das BUNI geöffnet hat, kommen ungefähr 55 Besucher.

Wie viele Besucher genau kommen, ist aber sehr unterschiedlich.

Das hängt davon ab, welcher Wochentag ist und welche Veranstaltungen es gibt.

Es finden auch Kurse statt, wenn das BUNI zu hat.

So sind dann ungefähr 150 Leute in der Woche mehr im BUNI.

Das BUNI macht auch bei vielen Veranstaltungen mit, die wo anders stattfinden.

4. Kurse

Es gibt 17 Kurse im BUNI, wenn das BUNI zu hat.

Die meisten Kurse sind von Noris Inklusion und vom Bildungszentrum.

Deshalb ist im BUNI an jedem Tag viel los.

Das BUNI bietet jede Woche viele eigene Kurse an:

Die Teilnahme ist kostenlos oder kostet nur 1,- €

Kochen

Backen

Selbstverteidigungskurs für Erwachsene

Filmgruppe

Kickerkurs

Theatergruppe

Die Gartengruppe

Rechnen mit Geld

Töpfern

Bogenschießen

Fahrradwerkstatt

Chi Gong

Bauchtanz

Und manchmal noch andere Sachen z.B. Fußball im Sommer

Bei den Kursen kann jeder mitmachen.

Man muss sich nicht vorher anmelden.

Die Cafeteria ist dann auch immer geöffnet.

Im Sommer kann man auch draußen sitzen.

5. Beratung und Information

Wenn jemand Hilfe braucht, kann er sich im BUNI beraten lassen.

Die Besucher und die Mitarbeiter im BUNI lernen sich gut kennen.

Darum können sie gut miteinander reden.

Die Mitarbeiter können oft gute Ratschläge geben.

Oft können auch andere Gäste weiterhelfen.

Oder sie wissen, wer helfen kann.

Die Mitarbeiter vom BUNI arbeiten auch mit anderen zusammen, um Besuchern zu helfen.

Zum Beispiel mit dem Sozialdienst von noris inklusion oder den Beratern der Lebenshilfe oder von der Stadt Nürnberg.

Die Mitarbeiter vom BUNI trösten auch Besucher, wenn sie traurig sind.

Sie versuchen zu helfen, wenn es Streit gibt oder jemand Probleme hat.

6. Veranstaltungen

Diese Veranstaltungen gab es 2018 zusätzlich zum Cafeteriabetrieb und zum Kursprogramm im BUNI

Konzerte: 26

Nähen mit der Nähmaschine: 6

Stricken: 6

Bogenschießen-Workshops: 5

Progressive Muskelentspannung: 3

Qui Gong: 8

Dartturnier: 1

Töpfer-Workshop: 6

Busausflug: 7

Veeh-Harfen-Workshop: 4

Fotoprojekt: 1

Faschingsfeier: 1

Fahrrad-Workshops: 5

Kickerturnier: 2

Sonntagsmaler: 1

Tischtennisturnier: 2

Vernissage: 4

Ju-Jutsu-WS: 2

Serviettentechnik: 2

Industrial Dance Battle: 1

Osterbasar: 1

Theater – Workshop: 1

Disco: 3

Ehrenamtlichen-Sommerfest: 1

Garten-Frühjahrsputz: 1

Kanutour: 1

Seidenmalen: 2

Beach-Party: 1

Rock im BUNI: 1

Lagerfeuer mit Lesung: 1

Noris inklusion Sommerfest: 1

Ehrenamtlichen-Ausflug nach Dinkelsbühl: 1

Theaterauftritt WohnheimMontessori Jubiläumsfeier: 1

Kanufreizeit: 1

Inu-con Cosplaytreff: 1

DJ-Workshops: 3

Spieleabend: 3

Mittmachprobe Langwasserchor: 1

Lesung: 1

Weihnachtsbasar: 1

Jam Session: 1

Ehrenamtichen-Weihnachtsfeier: 1

Adventsfeiern: 3

Treffen der Down-Syndrom Gruppe: 10

Hygiene Belehrungen: 2

Vortreffen – Verhalten und Sicherheit bei Freizeiten: 2

DJ-Sitzungen: 11

Thekensitzungen: 11

Theaterbesuch der Theatergruppe WieduGaga: 1

Ausflug der DJ-Gruppe: 2

Lagerfeuer mit Musik: 1

Ausflug der Theatergruppe: 1

öffentliche Auftritte der Bauchtanzgruppe Bunis Oriental: 3

Auftritte der Bauchtanzgruppe im BUNI: 2

Preisübergabe: Feier des Nürnberger Herz-Preis mit den Ehrenamtlichen des BUNI: 1

Stadtfest und Preisübergabe Nürnberg Inklusionspreis der Lebenshilfe: 1

2018 gab es ein paar ganz besondere Veranstaltungen:

Industrial Dance Battle, Mitmachprobe Langwasserchor, ni-Sommerfest, Stadtfest der Lebenshilfe, 21. Rock im BUNI, Inu-Con Cosplay-Treff, die neuen Busausflüge, Theaterausflug ins Loni-Übler-Haus, Theater Wiedugaga Auftritt bei Montessorijubiläum, Ausflug der Bauchtanzgruppe nach Stuttgart mit Auftritt und Berichterstattung, neue Auflage der Jam Session, Gewinn der beiden Preise und die Veranstaltungen dazu.

Das waren zusammen 172 Veranstaltungen im Jahr 2018.

Und das ohne die vielen Kurse. Sonst wären es noch viel mehr.

Bei den Veranstaltungen wird Werbung fürs BUNI gemacht, damit neue Leute kommen.

In den Räumen vom BUNI gibt es auch Treffen, die nicht vom BUNI organisiert werden.

Zum Beispiel einmal im Monat das Treffen von Eltern von Kindern mit Down-Syndrom oder Kindergeburtstage.

7. Öffentlichkeitsarbeit

Es gibt eine BUNI-Seite im Internet:

www.bunitreff.de

Auf der Seite steht viel über das BUNI.

Zum Beispiel welche Veranstaltungen und Kurse es gibt.

Man kann dort auch die BUNI-CD anhören.

In der Cafeteria können die Gäste an einem Computer kostenlos ins Internet.

Die Mitarbeiter helfen, wenn sich jemand nicht auskennt.

Monatsprogramm

Jeden Monat gibt es ein neues Monatsprogramm.

Die Monatsprogramme werden an vielen Orten verteilt.

Zum Beispiel an:

Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Beliebte Lokale

Läden in Langwasser

Kultur- und Freizeittreffs der Stadt

Rathaus

Touristeninformation

Wohnheime

Leute, die in der Nähe vom BUNI wohnen

Flyer

Das sind Programme, auf denen steht, wann die Veranstaltung ist und was gemacht wird.

Plakate

Für noris inklusion und die Lebenshilfe macht das BUNI Plakate zum aufhängen.

Veranstaltungen

Im BUNI gibt es jede Woche Veranstaltungen.

Jeden Freitag spielt eine Band oder ein Musiker im BUNI.

Inklusive Musikgruppen

Stattwerk

Daniel Moser und Reinhold Stubenrauch treten immer wieder fürs BUNI auf.

Sie machen zusammen Musik.

Damit zeigen sie, dass auch Menschen mit Behinderung richtig gute Musik machen können.

Und das Menschen mit und ohne Behinderung Freunde sein können und zusammen arbeiten können.

Sie spielen Musik mit vielen elektronischen Instrumenten.

Blind Date mit Stubenrauch

Zu zweit machen die beiden Musiker andere Musik.

Sie spielen dabei auf vielen Instrumenten Musik aus vielen Ländern.

Die BUNI-CD

Auf der CD sind Lieder, die von Mitarbeitern und Besuchern vom BUNI aufgenommen worden sind.

Man kann die CD im BUNI kaufen.

Man kann die Lieder auch im Internet anhören.

Der BUNI Film

Bei youtube auf der Seite

www.youtube.com/watch?v=Xv2FjRchFtQ

gibt einen kurzen Film übers BUNI. Einfach anklicken und anschauen.

Verschiedene Werbeträger

Werbeträger sind Sachen, auf denen Werbung drauf ist.

Vom BUNI gibt es:

Rucksäcke

T-Shirts

Polohemden

Schürzen

Schirmmützen

Kulis

Feuerzeuge

Hier kann bzw. konnte man auch noch was über das BUNI lesen oder hören:

In den Monatsprogrammen vom BUNI

im Internet unter www.bunitreff.de

bei facebook

bei Instagram

In der Tageszeitung

Bei Radio Z

Im Langwasserkurier

In Versammlungen

Im Film der Lebenshilfe Nürnberg

Im Nürnberger Lebenshilfe Magazin

www.inklusionslandkarte.de

www.rock-im-buni.de

8. Rückblick auf das Jahr 2018

Der Bezirk und der Freistaat Bayern zahlen seit dem Jahr 2010 Geld für die offene Behindertenarbeit.

Deswegen gibt es viele neue Arbeitsplätze und neue Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Die Einrichtungen für Menschen mit Behinderung arbeiten jetzt zusammen.

In Nürnberg gibt es nun sieben solche Einrichtungen.

Das BUNI gehört auch dazu.

Im BUNI wurde gute Arbeit gemacht.

Das liegt daran, dass sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter sehr für das BUNI einsetzen.

Auch die Künstler, die Angestellten, die Leute von der Lebenshilfe und noris inklusion und der Stadtrat der Stadt Nürnberg haben viel für das BUNI getan.

Deswegen kann es viele schöne Veranstaltungen und viele zufriedene Besucher geben.

Aber es müssen immer noch Alle daran arbeiten, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz normal zusammen leben.

Menschen ohne Behinderung sollten daran denken, dass sie auch eine Behinderung bekommen könnten.

Spätestens, wenn sie alt sind.

9. Ausblick auf die Zukunft

Mit dem neuen Bus wollen wir weiter viele Ausflüge machen.

Es kostet fast nichts.

Wir haben eine Fotoausstellung.

Die Fotoausstellung wird an verschiedenen Orten ausgestellt.

Auf den Fotos sind die jungen ehrenamtlichen Mitarbeiter und auch Stammgäste vom BUNI zu sehen.

Vielleicht bekommen so noch mehr neue junge Leute Lust aufs BUNI.

Es gibt ein paar Sachen, die es dem BUNI schwerer machen, viele Gäste zu bekommen:

Der Eingang vom BUNI ist schwierig zu finden, wenn man nur die Adresse kennt.

Im BUNI gibt es keinen Alkohol.

Manche Leute haben Vorurteile gegen Menschen mit Behinderung

Trotzdem kommen viele Gäste ins BUNI.

Das liegt daran, dass sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter so sehr für das BUNI einsetzen.

Das soll so bleiben.

Außerdem gibt es gute Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen:

ASD

Stadtteilforum Langwasser

Integrationsrunde Nürnberg

Bildungszentrum

Arbeitskreis Kultur in Langwasser

Arbeitskreis Langwasser Nord

Arbeitskreis Offene Hilfen Nürnberg

Arbeitskreis Offene Hilfen Mittelfranken

Bündnis Familie

Zentrum aktiver Bürger

Jugendamt der Stadt Nürnberg

Brügg`nbauer

Rotes Kreuz

Integral e.V.

Rummelsberger

Radio Z

Bayrisches Rotes Kreuz

Evangelisches Stadtteilhaus Leo

Lebenshilfe Nürnberg

noris inklusion

Jugendtreff Geiza

Gemeinschaftshaus Langwasser

Die Zusammenarbeit soll es auch in Zukunft geben.

Auch im BUNI merken wir, dass alles teurer wird.

Besonders Energiekosten, also Heizung und Strom.

Außerdem müssen öfter alte Sachen repariert werden.

Deswegen muss das BUNI mehr Geld ausgeben.

Aber zum Glück müssen wir uns keine Sorgen um das BUNI machen.

Weil das BUNI so wichtig ist und gute Arbeit macht, bekommt es genug Geld.

Zum Beispiel seit dem Jahr 2010 vom Freistaat Bayern und vom Bezirk.

Und auch von noris inklusion gGmbH und von der Lebenshilfe Nürnberg und von der Stadt Nürnberg.

Vielen Dank dafür!

10. Schlusswort

Werden Sie unser Gast!

Kommen Sie ins BUNI und nutzen Sie die Vorteile:

Neue Menschen in der Cafeteria kennenlernen

Niedrige Preise

Angenehme Atmosphäre

Zusammen Spaß haben

Spielhalle mit Kicker, Billard und Dart

Töpferei

Werkstatt

Bühne

Kunstausstellungen

Günstige Angebote, zum Beispiel:

Sport

Bildung

Musik

Kultur

Wer genug Geld hat, kann auch ans BUNI spenden.

Oder Sie können ehrenamtlicher Helfer werden.

Das BUNI gibt es, weil viele Menschen mithelfen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Das BUNI-Team

Ausführlicher Jahresbericht 2018

Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff

Einleitung

1. Feste Mitarbeiter und Trägerschaft

2. Ehrenamtliche Mitarbeiter

3. Besucher

4. Kurse

5. Beratung und Information

6. Veranstaltungen

7. Formen der Öffentlichkeitsarbeit

8. Rückblick auf das Jahr 2018

9. Perspektiven

10.Schlusswort

Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff

Einleitung

Der BUNI - Kultur - und Freizeittreff wird jetzt nunmehr seit 28 Jahren und wurde auch im Jahr 2018 als offene Einrichtung im Sinne eines Gemeinwesentreffs geführt. Der Cafeteriabetrieb, als einer der vier großen inhaltlichen Bereiche, bildet gewissermaßen das Rückgrat. Ein Großteil der hier anfallenden Arbeit wird von inklusiven Gruppen ehrenamtlicher Mitarbeiter abgedeckt. Sie leisten diese Arbeit engagiert und unentgeltlich. Dies tun sie mit einem gewissen Maß an Anleitung und Betreuung, insgesamt aber mit großer Selbständigkeit und mit sichtlichem Stolz, einer internen Anerkennungskultur und gesamtgesellschaftlicher Würdigung. Es bestehen für einzelne Arbeitsgruppen, z.B. für das DJ-Team Wartelisten. Mit den verhältnismäßig geringen Einnahmen aus dem Betrieb wird eigenverantwortlich gewirtschaftet. Sie finanzieren das Kücheninventar, diverse Einrichtungsgegenstände, Projekte, Feste und gemeinsame Ausflüge der ehrenamtlichen Mitarbeiter mit und ohne Handicap.

Die weiteren drei wesentlichen Elemente des Freizeittreffs sind: regelmäßige Kursangebote und Workshops, Livemusik- und sonstige Veranstaltungen, sowie die Freizeitfahrten.

Public - Relations, bzw. öffentliche Meinungspflege ist gerade für das Ziel der Inklusion (behinderte Menschen sind selbstverständlich überall dabei) notwendig, da sie Informationen liefert, Neugierde weckt und Vorurteile abbauen hilft. Verständnis für die Situation und Anliegen behinderter Menschen und ihrer Angehörigen ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. In unserem öffentlichen Auftreten legen wir starken Wert darauf, die positive Wirkung von behinderten Menschen auf ihr direktes und mittelbares Umfeld und letztendlich für die ganze Gesellschaft deutlich zu machen. In diesem Zusammenhang bemühen wir uns auch, dies auf verschiedenen Ebenen darzustellen.

Aus diesem Grund wählten wir die Abkürzung "BUNI", die sonst vor dem "Kultur- und Freizeittreff" steht: Begegnung - Unterhaltung - Nürnberg inklusiv steht für das Kürzel! Kultur- und Freizeittreff der Lebenshilfe Nürnberg und noris inklusion gGmbH ist schon etwas lang für den alltäglichen Gebrauch. Gerne erwähnen wir aber in passendenden Gelegenheiten, dass hier ein gemeinnütziger Verein und ein städtischer Träger vorbildlich zusammenarbeiten, weil es um eine gemeinsame Zielsetzung, eben Inklusion, geht. In unserem Stadtteilzentrum scheint dies auch gelungen zu sein, denn die Mischung des Publikums ist die meiste Zeit und durchaus in jeder Hinsicht durchwachsen.

Dabei stellen wir immer wieder fest, dass, bei aller Informationsflut, durch direkten menschlichen Kontakt ein Einstellungswandel am wahrscheinlichsten ist. Das macht den Abbau von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Handicap am wahrscheinlichsten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von sozialer Intelligenz. Es bestehen aber auch bei Menschen mit Behinderung Ängste, Vorurteile und Fehlverhalten im Umgang mit den so genannten "Normalen", die sich nur durch konkrete Begegnungen und Erfahrungen positiv verändern können. Es ist diesbezüglich in der Alltagsarbeit immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Besucher vorsichtig neue Erfahrungen sammeln, neue Möglichkeiten ausprobieren und schließlich ihr Verhalten durch Offenheit und Selbstvertrauen gekennzeichnet ist.

1. Feste Mitarbeiter*innen und Trägerschaft

Seit der Eröffnung 1991 ist Reinhold Stubenrauch als Leiter tätig, er wurde 1995 vom Jugendamt der Stadt Nürnberg übernommen und ist seit 2003 auch als Geschäftsführer für das BUNI tätig. Die BUNI ist eigentlich eine gemeinnützige GmbH und hat als Gesellschafter die noris inklusion gGmbH, und die Lebenshilfe Nürnberg e.V.. Neben seiner Funktion als Kultur- und Freizeittreff bzw. Stadtteilzentrum in Langwasser Nord für die Stadt Nürnberg erfüllt der BUNI-Treff auch die Richtlinien der Offenen Behindertenarbeit (OBA). Personal und Ausstattung werden deswegen seit 2010 auch vom Bezirk Mittelfranken und vom Freistaat Bayern maßgeblich gefördert.

Von der BUNI - GmbH werden weiterhin die Sozialpädagoginnen Martina Kraft und Anna Hohendahl sowie die Heilerziehungspfleger-Helferin Manuela Becker und auf der Stelle der pädagogischen Hilfskraft Dennis Petsch als Teilzeitkräfte beschäftigt. Außerdem absolviert seit 2018 Kathrin Brunner ein Freiwilliges Soziales Jahr. Bis Mitte 2018 arbeitet Julia Meyer als Aushilfskraft. Interessenten*innen können sich gerne informieren und hier tätig werden.

2. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen

Im letzten Jahr sank die Zahl der regelmäßig tätigen ehrenamtlichen Mitarbeiter von 38 auf 35. Davon waren ungefähr die Hälfte Menschen mit bzw. ohne Behinderung.

Daneben gibt es einen festen Stamm (ca. 10 Personen) aus temporär aktiven Ehrenamtlichen im BUNI, die an Großveranstaltungen mitwirken oder an bestimmten Projekten beteiligt sind, sowie zwischen 5 und 10 Personen, die von sozial engagierten Unternehmen für Einzelaktionen abgestellt werden. Das umfangreiche Kurs- und Veranstaltungsangebot ist in erster Linie den regelmäßigen ehrenamtlichen Mitarbeitern zu verdanken. Sie leisten mit ihrer unentgeltlichen Mithilfe nicht nur eine finanzielle Entlastung (Finanzierung von Inventar und Unternehmungen etc.), vor allem schaffen sie durch ihr freiwilliges Engagement zusätzliche Freiräume, die zur Organisation und Durchführung erfolgreicher Kultur- und Integrationsarbeit notwendig sind. Das tatkräftige Engagement der "Ehrenamtlichen" ist aber auch ein anschauliches Praxisbeispiel. Hier wird modellhaft vorgelebt, dass Inklusion kein theoretisches Gebilde, sondern sehr wohl alltagstauglich ist. Wichtig erscheint zu erwähnen, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter im BUNI unentgeltlich und damit wirklich rein ehrenamtlich tätig sind!

3. Besucher*innen

Die durchschnittliche Besucherzahle mit ca. 55 Personen im offenen Betrieb ist etwas gesunken. Die Altersstruktur verändert sich langsam nach oben. Der Anteil der Menschen mit Behinderung, ca. 60 % in, veränderte sich diesem Zusammenhang jedoch nicht.

ca. 5 % Kinder von erwachsenen Besuchern

ca. 25 % Jugendliche und junge Erwachsene

ca. 50 % Erwachsene

ca. 20 % Senioren

Da alle Generationen vertreten sind, ergeben sich unkomplizierte Konstellationen, in denen sich diese Gruppen näher kommen können. Berührungspunkte zwischen Kindern/Jugendlichen und Senioren wie auch zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen ergeben sich gewissermaßen beiläufig. Der hohe Prozentsatz nicht behinderter Besucher, immerhin ca. 40% resultiert hauptsächlich aus dem Anteil der Kinder und Jugendlichen und neu gewonnen Gäste bzw. Ehrenamtlichen. Nach wie vor muss vergleichsweise viel an Werbung uns persönlichem Engagement eingebracht werden, um Gästen die Schwellenangst zu nehmen. Im lockeren Kontakt mit den Besuchern mit Handycap entwickeln gerade Kinder und Jugendliche einen unbefangenen und natürlichen Umgang. Auch die behinderten Besucher haben einen enormen Lernbedarf, da hier auch auffällige Defizite im angemessenen Umgang mit den Anderen (Nichtbehinderten) bestehen. Daneben treffen sich im Haus auch Menschen aus dem sozialen Umfeld unserer behinderten Stammbesucher, wie Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Mitarbeiter des FED und Beschäftigte z.B. aus den Wohnheimen.

Durchschnittlich wurde der BUNI - Kultur- und Freizeittreff pro Öffnungstag im Jahr 2018 von 55 Personen besucht. Nicht berücksichtig bei den Zahlen sind hierbei die unkalkulierbaren Besucherzahlen der Großveranstaltungen außerhalb des Hauses die, auch wegen personellem Aufwand, zu Schließungszeiten bzw. „Flauten“ an Folgetagen in der Einrichtung führten.

Daneben wird im Kursbetrieb außerhalb der Öffnungszeiten und im Rahmen von Kursen das Haus durch weitere ca. 150 Personen genutzt.

Wie bei jedem Betrieb dieser Art schwanken die Besucherzahlen des Hauses sehr stark in Abhängigkeit von Wochentag, Tageszeit und Veranstaltung (z.B. bei Ausflügen).

Die Besucher von Veranstaltungen außerhalb des Hauses, bzw. von Veranstaltungen an denen sich das BUNI beteiligte, sind bei der o.g. Statistik nicht erfasst. Nicht erfasst wurden in der durchschnittlichen Besucherzahl auch die Besucher von den externen Anbietern, für die das BUNI Räumlichkeiten vermietet, zur Verfügung stellt oder vermittelnd und unterstützend kooperiert (z.B. Veranstaltungen des BZ oder der noris inklusion).

4. Externe Anbieter

Auch außerhalb der Öffnungszeiten wird das Haus in weiteren 17 Kursen stark genutzt. Hierbei sind das Bildungszentrum mit ihrem Fachbereich Behinderte/Nichtbehinderte sowie die noris inklusion gGmbH hervorzuheben. Auch für diese Personen bzw. deren Kursleiter sind wir in der Regel die ersten Ansprechpartner.

Am Mittwoch und Freitag geben sich Kursteilnehmer außerhalb der Öffnungszeiten mit unseren Gästen der Cafeteria regelrecht die Klinke in die Hand. Die Einrichtung wird also von früh bis spät und auch am Wochenende, also 7 Tage in der Woche stark genutzt.

5. Beratung und Information

Beratung und psychosoziale Unterstützung im BUNI Kultur- und Freizeittreff zeichnet sich aus durch den freien, unbürokratischen Zugang für Hilfesuchende. Fast alle Beratungen finden in der Einrichtung statt. Die Konzeption des Kultur- und Freizeittreffs sieht, abgesehen von seltenen Krankenhausbesuchen, keine aufsuchende Arbeit vor. In dringenden Fällen werden Klient/innen zu anderen Beratungsstellen etc. begleitet. Durch den offenen, ungezwungenen Charakter in der Einrichtung und durch gemeinsame Aktivitäten entstehen zwischen Fachpersonal und Besucher/innen häufig Situationen, die zu vertraulichen Gesprächen führen. Der Übergang vom gelegentlichen Ratschlag zur Beratung ist dabei fließend und niederschwellig.

Schwerpunkte in der Beratungstätigkeit sind u.a. Entscheidungsfindungsprozesse, Trauerbewältigung, Gewaltprävention, Konfliktmoderation, Unterstützung bei Konfliktbewältigung, Lebensplanung und Freizeitgestaltung, Informationen über Fachberatungsstellen, Dienste und Angebote in der Region, Herstellung von Kontakten zu anderen Fachstellen, sexualpädagogische Unterstützung, Beziehungs- und Gesundheitsberatung, Vermittlung inklusiver Ansätze, Verhaltensweisen und Einstellungen.

In Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten (z.B. Sozialdienst der noris inklusion, Wohnheimen) oder Betreuer/innen werden, falls notwendig, Problemlösungsstrategien für die Klient/innen erarbeitet.

Die Beratungen basieren auf einer wertschätzenden Grundhaltung und sind lösungsorientiert. Vorhandene Fähigkeiten und Potentiale der Klienten werden gestärkt und zukunfts- und zielorientiert eingesetzt.

Die Bandbreite der Hilfen umfasst auch Trösten, Strukturieren, in Konflikte eingreifen, Handlungsspielräume aufzeigen, Informieren und Ermutigen, die eigenen Bedürfnisse und Interessen zu erkennen, durchzusetzen helfen.

6. Veranstaltungen

Veranstaltungen zusätzlich zum Cafeteriabetrieb und zum BUNI- Kursprogramm im Jahr 2018

Konzerte: 26

Nähen mit der Nähmaschine: 6

Stricken: 6

Bogenschießen-Workshops: 5

Progressive Muskelentspannung: 3

Qui Gong: 8

Dartturnier: 1

Töpfer-Workshop: 6

Busausflug: 7

Veeh-Harfen-Workshop: 4

Fotoprojekt: 1

Faschingsfeier: 1

Fahrrad-Workshops: 5

Kickerturnier: 2

Sonntagsmaler: 1

Tischtennisturnier: 2

Vernissage: 4

Ju-Jutsu-WS: 2

Serviettentechnik: 2

Industrial Dance Battle: 1

Osterbasar: 1

Theater – Workshop: 1

Disco: 3

Ehrenamtlichen-Sommerfest: 1

Garten-Frühjahrsputz: 1

Kanutour: 1

Seidenmalen: 2

Beach-Party: 1

Rock im BUNI: 1

Lagerfeuer mit Lesung: 1

Noris inklusion Sommerfest: 1

Ehrenamtlichen-Ausflug nach Dinkelsbühl: 1

Theaterauftritt WohnheimMontessori Jubiläumsfeier: 1

Kanufreizeit: 1

Inu-con Cosplaytreff: 1

DJ-Workshops: 3

Spieleabend: 3

Mittmachprobe Langwasserchor: 1

Lesung: 1

Weihnachtsbasar: 1

Jam Session: 1

Ehrenamtichen-Weihnachtsfeier: 1

Adventsfeiern: 3

Treffen der Down-Syndrom Gruppe: 10

Hygiene Belehrungen: 2

Vortreffen – Verhalten und Sicherheit bei Freizeiten: 2

DJ-Sitzungen: 11

Thekensitzungen: 11

Theaterbesuch der Theatergruppe WieduGaga: 1

Ausflug der DJ-Gruppe: 2

Lagerfeuer mit Musik: 1

Ausflug der Theatergruppe: 1

öffentliche Auftritte der Bauchtanzgruppe Bunis Oriental: 3

Auftritte der Bauchtanzgruppe im BUNI: 2

Preisübergabe: Feier des Nürnberger Herz-Preis mit den Ehrenamtlichen des BUNI: 1

Stadtfest und Preisübergabe Nürnberg Inklusionspreis der Lebenshilfe: 1

Das waren zusammen 172 Veranstaltungen im Jahr 2018.

Highlights 2018: Industrial Dance Battle, Mitmachprobe Langwasserchor, ni-Sommerfest, Stadtfest der Lebenshilfe, 21. Rock im BUNI, Inu-Con Cosplay-Treff, die neuen Busausflüge, Theaterausflug ins Loni-Übler-Haus, Theater Wiedugaga Auftritt bei Montessorijubiläum, Ausflug der Bauchtanzgruppe nach Stuttgart mit Auftritt und Berichterstattung, neue Auflage der Jam Session, Gewinn der beiden Preise und die Veranstaltungen dazu.

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Während der Öffnungszeiten, also im öffentlichen Cafeteriabetrieb des BUNIs wurden allwöchentlich und regelmäßig noch folgende Kurse bzw. Gruppenangebote gemacht. Diese konnten bzw. können fast alle auch spontan und beinahe kostenlos besucht werden:

Selbstverteidigung für Erwachsene, Trainer mit 2. Dan

Kickertraining vom Profi (mehrfacher Deutscher Meister – ex. Jugend-Nationalspieler)

Theaterkurs von erfahrenen Pädagogen

Rechnen mit Geld, selbstorganisiert von den Thekenleuten

freitagliches Kochen (steht nicht im Programm)

freitagliches Backen (steht nicht im Programm – wg. kurzfristiger Organisation)

Bauchtanz, Semiprofitänzerin mit viel Auftrittserfahrung

Töpfern mit gelernter Keramikermeisterin

Filmgruppe mit erfahrene Pädagogin

Muskelentspannung mit erfahrener Übungsleiterin

Chi Gong mit erfahrener Übungsleiterin

Bogenschießen mit erfahrenen Turnier-Bogenschützen

Veeh – Harfe mit erfahrener Übungsleiterin (BZ-Kurs innerhalb unserer Öffnungszeiten)

Gartengruppe mit erfahrenen Gärtner*innen

Fahrradwerkstatt, Anleitung bzw. Reparaturunterstützung von Fahrrädern und basteln an den BUNI-Bikes (kostenlose Leihräder)

Dazu gibt es jeden Freitag Livemusik und im Sommer ist der Gartenbetrieb der Cafeteria geöffnet. Dort gibt es immer wieder auch Spontanaktionen wie z.B. Federball, Tischtennis, Boggia und vieles mehr.

Die 14 fortlaufende Kurse und der Cafeteriabetrieb, organisiert und durchgeführt vom BUNI, mit seinem niedrigen Preisniveau sind dazu gedacht, Menschen Bildung zu schenken, zueinander zu führen und Inklusion wahr werden zu lassen. Die zahlreichen kulturellen und sportlichen Workshops, sowie die Livemusik und andere Veranstaltungen haben den Zweck, Erstbesuchern die Schwellenangst zu nehmen „so eine Einrichtung“ zu besuchen – ein wichtiger erster Schritt. Gleichzeitig sind diese Events ein günstiges Forum für die Öffentlichkeitsarbeit, die auf Information, Toleranz und Imagewandel abzielt.

Innerhalb der Öffnungszeiten findet ein durchgängig betriebenes Cafe seine zahlreichen Besucher. Mit seinem qualitativ hochwertigen Angebot an Kuchen, Torten, Speisen und Getränken der Treffpunkt für Alle. Wobei es auch hier immer wieder zu gemeinsamen, spontanen Aktionen und Aktivitäten kommt. Allerdings ist das eher "Zufall" und nicht als Veranstaltung angesetzt. Hier steht die Arbeit an der Theke, zufällige Konstellationen, das Zusammensein, die spontane Begegnung, eben das Wohl der Gäste im Vordergrund.

7. Formen der Öffentlichkeitsarbeit

Die BUNI - Website: www.bunitreff.de

Im Jahr 2000 verwirklichte eine gemischt besetzte Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der ausschließlich ehrenamtlich tätigen "Web.Art - Gruppe" eine Internetseite für unsere Einrichtung. Seit dem hat sie sich mehrfach gewandelt. Natürlich ist sie nach wie vor eine deutliche Bereicherung unserer Öffentlichkeitsarbeit, da sie eine Wegbeschreibung und einen guten Eindruck in die Konzeption unserer Arbeit vermittelt. Daneben sind wir auch auf Instagram und Facebook präsent.

Die Seiten werden beständig aktualisiert und fortgeschrieben. So ist dort das aktuelle Veranstaltungs- und Kursprogramm immer auf dem neuesten Stand auf der Homepage. Die BUNI-CD ist z.Zt. auf der Seite aus technischen Gründen nicht zu hören, ein Auszug davon ist aber als Musikvideo auf youtube zu sehen (Das BUNI-Lied)

Das BUNI - Internetcafe

Eine Flatrate erlaubt unseren "Usern" das kostenlose Internetsurfen in der Cafeteria. Unser Personal gibt jedem unerfahrenem Gast auf Nachfrage die fachgerechte Anleitung, um selbst im Netz surfen zu können. Dieses Angebot unserer Einrichtung wird gerne genutzt und unsere interessierten Besucher sind über einen wesentlichen Bestandteil unserer Zeit, eben das Internet, informiert. In naher Zukunft soll zusätzlich ein Wifi-Hotspot entstehen.

Der BUNI - Film

entstand im Jahr 2017. Ein Projekt von zwei Schülerinnen aus dem Labenwolf-Gymnasium, ist im BUNI und auf youtube unter

www.youtube.com/watch?v=Xv2FjRchFtQ zu sehen. Gute Lautsprecher oder Kopfhörer sind beim Ansehen von Vorteil. Er verdeutlich sehr anschaulich und herzerfrischend authentisch die Erfahrungen, die die beiden jungen Filmerinnen mit den Gästen des Hauses gesammelt haben.

Das BUNI - Musikvideo

Nun kam 2016 auch noch ein Musikvideo der neuen BUNI-Filmgruppe dazu. Dieses ebenfalls auf youtube zu sehen und zu hören. Zu finden unter Du kriegst alles was Du willst - Das BUNI-Lied oder

https://www.youtube.com/watch?v=ZhkKwC8BsjM

Der BUNI - Monatsprogrammflyer

Dieser wird an Wohnstätten für Menschen mit Behinderung, den städtischen Verteiler und Haushalte in der Umgebung sowie durch „eigene Hand“ in Lokale und Einrichtungen der Stadt verteilt. Zudem wird er über einen hauseigenen Internetverteiler ca. 1000 mal verschickt.

Urheberrechtlich gesicherte Bilder zu finden und zu veröffentlichen ist nicht so einfach. Deshalb hat Fotos und Grafik-Design für das Layout der Flyer Reinhold Stubenrauch selbst erstellt. Das Konzept, jugendliche Ehrenamtliche und Stammgäste als Titelmodelle zu verwenden, um so eine größere Identifikation von Jugendlichen mit dem BUNI zu erreichen und mehr junge Ehrenamtliche zu gewinnen, zeigte Erfolge. So konnten neue jugendliche Ehrenamtliche gewonnen werden und auch das Spendenaufkommen erhöhte sich indirekt über dieses Konzept. Da inzwischen sehr viele ehrenamtlich tätige junge Menschen auf den Flyern abgebildet waren, startete Stubenrauch eine neue Flyerserie mit Comicmotiven auf der Vorderseite, die immer einen Bezug zu einem Programmpunkt auf der Rückseite haben oder sich humorvoll mit dem Alltag im BUNI auseinander setzen (s. Homepage www.bunitreff.de Galerie – Flyer.)

Die Vorbilder – Wanderausstellung

Unter dem Titel „Vor – Bilder, junge Menschen engagieren sich“ wurden die aufwendig erstellten Portraitfotos für die Flyer für eine Wanderausstellung anschließend, erstmals zum 25-jährigen Jubiläumsfest und dann im Herbst, Winter 2016/17 im Heilig – Geist – Haus Nürnberg weiter verwendet. Neben der Ehrung der engagierten Jugendlichen hat die Ausstellung noch ein anderes Ziel. Bei gelebter Inklusion verblassen die Grenzen. Es treten Charakter und Stärken des jeweiligen Menschen in den Vordergrund. Auf den Bildern ist kaum oder gar nicht erkenntlich, ob der engagierte Jugendliche ein Handicap besitzt oder nicht. Weitere Ausstellungen sind geplant.

2018 bekam die Ausstellung den Tucherpreis für Innovative Anerkennungskultur verliehen.

Veranstaltungs-Flyer

Herausragende Veranstaltungen werden vor allem aus organisatorischen- und Kostengründen mit selbsterstellten Flyern und Plakaten extra beworben.

Newsletter

Alle unsere E-Mailkontakte bekommen einen monatlichen Newsletter mit unserem aktuellen Monatsprogramm. Wer dies nicht möchte, wird selbstverständlich aus dem Verteiler genommen.

Datenschutz hat dabei, entsprechend der Europäischen Datenschutzrichtlinien, eine sehr hohe Priorität.

Plakate

Alle Einrichtungen der Lebenshilfe und der noris inklusion erhalten für die BUNI - Veranstaltungen extra Plakate.

Veranstaltungen – auch als Anlass für Öffentlichkeitsarbeit

2018 organisierte der BUNI Kultur- und Freizeittreff 172 Veranstaltungen (nicht erwähnt die regelmäßig stattfindenden Kurse), und beteiligte sich dabei organisatorisch oder/und inhaltlich an neun Großveranstaltungen.

SuN - Stubenrauch und Nembach

Armin Nembach sowie Reinhold Stubenrauch stehen bei ihren musikalischen Auftritten immer wieder für die Einrichtung ein. Wobei Armin Nembach, nichtsehend, unter Beweis stellt, dass, trotz starker körperlicher Einschränkung Höchstleistungen erzielt werden können. Modellhaft wird vorgelebt und berichtet, wie ein freundschaftliches Verhältnis zu einem Menschen mit Behinderung für alle Beteiligten von Vorteil sein kann. In dieser Besetzung werden mit unterschiedlichsten, z.T. exotischen Instrumenten, sehr erfolgreich Eigenkompositionen präsentiert. Auftrittsorte waren bisher unter anderem verschiedenste Kulturläden in Nürnberg, wie Desi, Nachbarschaftshaus, Gemeinschaftshaus, die Meistersingerhalle, der alte Rathausaal, Maritimhotel, verschiedene große Bühnen auf den Plätzen der Stadt, aber auch Kneipen und Privatveranstaltungen.

Stattwerk

Daniel Moser wurde von Reinhold Stubenrauch im Kunstraum der Lebenshilfe Nürnberg als Maler angetroffen und als großes musikalisches Talent entdeckt. Seit dem spielen die beiden zusammen ausschließlich Eigenkompositionen aus den Bereichen Live-Techno, Rock und Jazz, Chill-out, die sie mit Hilfe von Sequenzertechnik und Loops auf die Bühne bringen. Dabei entsteht ein Klangspektrum, wie es einer so kleinen Besetzung kaum zuzutrauen wäre.

Jiu-Jitsu - Workshops

Das Erreichen des schwarzen Gürtels durch seine Ausbildung und unermüdliches Training im BUNI ging durch Presse und Fachzeitschriften. Armin Nembach arbeitete ehrenamtlich lange Zeit als nichtsehender Trainer, bestätigte mit seinem 2. Dan seine Kampfkunst und hält immer wieder noch Workshops im BUNI.

BUNIS Oriental

Die natürlich inklusive Bauchtanzgruppe des BUNIs Oriental tritt in bunten Kostümen und mit choreographischen Bauchtanzarrangements nicht nur bei sämtlichen Veranstaltungen auf, an denen der BUNI Kultur- und Freizeittreff beteiligt ist, sondern hat es längst, auch über „den Tellerrand“ hinaus geschafft. Sehr erfolgreich traten sie bei Hochzeiten und Stadtteilfesten auf und waren auch dort die Publikumsmagneten. Es erschienen bereits mehrere Artikel in Bauchtanz-Fachzeitschriften und 2018 erhielt die ehrenamtliche Leiterin Elke Lautenschlager den Inklusionspreis der Lebenshilfe.

Verschiedene Werbeträger

Es steht weiterhin die Rucksackspende der Firma „Friedrich Lederwaren“ mit dem BUNI -Logo zum Verkauf. Zudem ist die Nachfrage nach T-Shirts und Sweetshirts mit dem Logo sehr hoch. Daneben gibt es Kulis, Mützen, Schürzen, Feuerzeuge , Aufkleber.

Die BUNI-CD

Diese ist ein zusätzlicher Werbeträger der so, weil ausverkauft, nicht mehr im Verkaufssortiment zu finden ist, der aber auch weiterhin Resonanz findet und als integratives Projekt dauerhaft für sich selbst spricht. Bei diesem Projekt wurde mit jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Behinderung zusammen auf professionellem Niveau im BUNI und im Studio eine CD eingespielt. In eigenen Texten und mit selbstkomponierter Musik werden lustige aber auch romantisch Gefühle ausgedrückt, die Inklusion mit beinhaltet. In einer Geräuschkollage wird die akkustische Lebenswelt in einer Produktionsstätte von noris inklusion gGmbH, in der Menschen mit Behinderung arbeiten, „groovig“ hör- und fühlbar gemacht.

Medien allgemein

Berichterstattungen, Informationen und Veranstaltungsankündigungen über den BUNI - Kultur- und Freizeittreff im eigenen Monatsprogramm, bei Radio Z, in den Veranstaltungsblättern und Tageszeitungen der Stadt, in Mitgliederbriefen und Versammlungen, im Langwasserkurier, in Berichten und Broschüren von noris inklusion Nürnberg, sowie im Film der Lebenshilfe und im Nürnberger Lebenshilfe Magazin.

In unregelmäßigen Abständen werden immer wieder Artikel und Veranstaltungshinweise in den Zeitungen veröffentlicht. Leider werden wir, trotz aller Anstrengungen und mittlerweile international anerkannt als Einrichtung mit vorbildlichen inklusiven Leistungen kaum als Stadtteilzentrum, Gemeinweseneinrichtung oder Kulturladen mit Livebühne wahrgenommen. Worte wie „Behindertenarbeit“ und alles was sich damit für die Öffentlichkeit und Presse gedanklich verbindet überdeckt fast alles. Das ist nicht einzelnen Personen anzulasten. Es ist eine allgemeine soziologische Problemstellung und in der Wahrnehmungspsychologie umfassend unter „Stigma“ bekannt und wissenschaftlich abgehandelt. Inklusion ist nach wie vor eine Zielsetzung, die noch nicht in den Köpfen, geschweige denn bei den Menschen wirklich angekommen ist. Wir arbeiten weiter daran und werden durch Inklusion vielen Menschen gerade auch ohne Handicap weiterhin Gutes tun.

Onlinewerbung

Wir bestücken mit unseren Auftrittsdaten diverse Online-Veranstaltungskalender wie Frankentipps oder Kubis. Per E-Mail wird monatlich ein Newsletter-Programm verschickt. Bei Interesse bitte eine Mail bitte bunitreff@yahoo.de schicken. Auch auf facebook und instagram kann man inzwischen etwas über das BUNI lesen.

BUNI - Bikes

Die kostenlosen Leihfahrräder vom BUNI, welches an verschieden Punkten von öffentlichem Interesse (z.B. Universitäten , Kulturläden usw.) geparkt sind auch Werbeträger für unsere Einrichtung. Zudem wird nur gegen Besuch und Unterschrift der Geschäftsbedingungen im BUNI (Prüfen des Rades vor der Fahrt auf Fahrsicherheit) die Codenummer für das Schloss herausgegeben. Die Räder sind Spenden und werden in Gruppenarbeit durch Reparatur und Design zum BUNI-Bike hergerichtet.

8. Rückblick auf das Jahr 2018

In 2017/18 wurde erfreulich viel für einen BUNI-Bus gespendet, ein dringend notwendigen Anteil zur Maßgeblichen Förderung durch Aktion Mensch. Letztes Jahr startete die nahezu kostenlos Ausflugsserie mit viel Erfolg.

Ein besonderer Dank geht für die Spendenaquise an Manfred Röthlein, der schon wieder an einem neuen Projekt (neue BUNI-Küche) arbeitet.

Maßgeblich beteiligte sich weiterhin die Stadt Nürnberg an der Übernahme der Kosten die das Haus allgemein Verursacht.

Seit dem Jahr 2010 und auch im letzten wie in diesem Jahr fließen in maßgeblicher Höhe Fördergelder vom Bezirk und vom Freistaat. Dies hat zu einem erheblichen Wandel in der ganzen sogenannten Offenen Behindertenarbeit Nürnbergs (OBA) geführt. Es wurden viele neue Stellen und Einrichtungen geschaffen, neu eingerichtet und ausgestattet. Diese kamen zusammen und vernetzten sich, und es wurde eine gemeinsame Kooperationen organisiert.

Nürnberg ist nun flächendeckend mit Anlaufpunkten für Menschen mit Handicap bestückt, die so mehr Anteil an der Gesellschaft finden können. Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff bleibt dabei weiter seiner Angebotsvielfalt an alle Menschen im Stadtteil, wie auch für ganz Nürnberg und darüber hinaus, treu.

Der enorme Output bei den vergleichsweise niedrigen Investitionen ist nach wie vor unverändert hoch (siehe Veranstaltungen, Besucherzahlen etc.) und lässt sich nur durch das hohe Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter, von Künstlern, Kollegen und vor allem den verantwortlichen Entscheidungsträgern in der Lebenshilfe, von noris inklusion gGmbH und dem Stadtrat der Stadt Nürnberg selbst erklären.

Dennoch müssen gesamtgesellschaftlich gesehen weitere Anstrengungen erbracht werden, um Menschen mit Handicap mit sogenannten "Nichtbehinderten" zusammen zu führen. Um vor allem den sogenannten "normalen Menschen" das typisch menschliche - die Menschlichkeit - nahe zu bringen. Hierbei leisten "Behinderte" einen unschätzbaren Dienst. Charaktereigenschaften wie z.B. Rücksichtnahme, Geduld, Toleranz werden gerade durch Menschen mit Handicap geschult und auf die Probe gestellt. Und wir sollten nicht vergessen, Behinderungen aller Art warten spätestens im Alter auf fast jeden von uns.

Wenn allerdings, was durch die zunehmende Vernetzung in letzter Zeit sehr häufig geschieht, größere homogene Gruppen von Menschen mit Behinderung den BUNI - Kultur- und Freizeittreff aufsuchen, fällt auf, das echte Begegnungen mit Menschen ohne Behinderung erschwert werden, da Gruppen die Tendenz haben, unter sich zu bleiben. Dies stellt zunehmend eine Hürde für echte Inklusionsarbeit dar, weil es schwer ist, das Gruppengefüge aufzubrechen und neue Bekanntschaften zu ermöglichen. Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff bittet deshalb darum, Inklusion direkt vor Ort stattfinden zu lassen und uns möglichst gleich mit inklusiven Gruppen zu besuchen.

9. Perspektiven

Das bewährte Konzept soll auch in Zukunft fortgesetzt, gleichzeitig aber auch immer wieder neuen Erfordernissen angepasst werden. So wurde ein Kleinbus angeschafft, der es ermöglichen soll, den Inklusionsgedanken im wahrsten Sinne des Wortes zu transportieren. Auch bei diesen Ausflugsfahrten werden Menschen mit und ohne Behinderung zusammen sein. So können Besucher, die allein viele Freizeitmöglichkeiten nicht wahrnehmen könnten, in einer gemischten Gruppe neue Aspekte des gesellschaftlichen Lebens, von Kultur, Sport und anderen Aktivitäten zu niedrigen Preisen erleben und lernen, sich nach und nach auch in ungewohntem Terrain sicher zu bewegen. Gleichzeitig wird so der Inklusionsgedanke weiter in die Öffentlichkeit getragen, wenn Menschen mit Behinderung nicht nur an speziellen Veranstaltungen, sondern an jeglicher Freizeitaktivität ganz selbstverständlich teilnehmen und, wie auch immer sonst im BUNI - Kultur- und Freizeittreff, gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung ihre Freizeit verbringen, neue Freunde und Bekannte finden und Zugang zu vielfältigen Aspekten des alltäglichen und kulturellen Lebens erhalten.

Auch mit Hinblick auf die 2019 stattfindenden Inklusionskonferenz, in deren Arbeitsgruppen das BUNI durch seine ehrenamtliche Mitarbeiterin Renate Serwatzy und durch seine hauptamtlichen Mitarbeiter vertreten sein wird, wird Einfluss genommen werden. Vor allem im Handlungsfeld Kultur, Freizeit, Sport sieht das BUNI sehr viele Ansätze die Inklusion voran zu bringen. Es sollten nachhaltige Netzwerkstrukturen und konkrete Ansprechpersonen über zwingende notwendige Fortbildungen in den Kultureinrichtungen installiert werden. Barrierefreiheit in jeder Hinsicht sollte weiter entwickelt werden. Inklusion sollte selbstverständlich in den Leitbildern von allen gesellschaftlichen Organisationen verankert werden. Die Mitarbeiter in kulturellen Einrichtungen sollen sensibilisiert und Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Handicap abgebaut werden. Begriffliche Diskussion sind notwendig (Was ist Inklusion - was ist Arbeit mit oder für Menschen mit Behinderung). Förderstrukturen sind auf ihre Zielsetzung und Tauglichkeit bezüglich Inklusion zu prüfen (Stichwort Inklusion als Worthülse). Es sind vorerst gezielt (mit Quote) später selbstverständlich inklusive Gruppen aber auch Menschen mit Behinderung aus den Bereichen Schauspiel, Film, Sport, Musik und Malerei zu fördern und in ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen (z.B. quotierte Auftrittsmöglichkeiten in den Spielstätten und Kulturläden der Stadt).

Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff liefert eine Programmvielfalt und ein Angebot, das sich mit den anderen Kulturläden der Stadt Nürnberg messen kann. Trotz der Widrigkeiten, die sich aus der Lage (die Adresse entspricht nicht dem Eingang), dem alkoholfreien Ausschank, und aus der nicht vorurteilsfreien Sichtweise vieler (auch gebildeter) Menschen ergeben, wird die Einrichtung vom Publikum dennoch gut angenommen. Das hat direkt mit dem hohen Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu tun.

Kooperationen

Gerade auch in Zusammenarbeit und Kooperationen mit anderen sozialen Einrichtungen und Strukturen sind für uns wichtig. So arbeiteten wir mit dem Jugendamt, dem KuF, dem ASD, dem Stadtteilforum Langwasser, dem Inklusionsrat Nürnberg, dem BZ- Fachbereich Behinderte - Nichtbehinderte, dem Jugendamt, dem AK Kultur Langwasser Nord, dem Bündnis Familie, dem Zentrum Aktiver Bürger, der Aktion Mensch, dem Radio Z, dem BRK, der ev. Jugend Leo, den Brügg`nbauern, dem Integral e.V. den Rummelsbergern, dem Netzwerk Bürgeschaftliches Engagement, dem Freistaat und dem Bezirk Mittelfranken, der Stadt zusammen. Natürliche vor allem auch mit den Trägern unserer Einrichtung, nämlich der Lebenshilfe Nürnberg und der noris inklusion ist eine sehr gute Zusammenarbeit vorhanden und wird weiterhin gepflegt.

Allgemeine Preissteigerungen vor allem im Energiesektor und höhere Ausgaben bei den Personalkosten halten sich im üblichen Rahmen und werden als solche leider als unvermeidbar wahrgenommen. Aber auch immer mehr nutzungs- und altersbedingte Reparaturen führen zu einem Anstieg der Ausgaben. Dennoch bestehen für die Einrichtung keine unmittelbaren Überlebensängste. Die offenkundige Notwendigkeit der getanen Arbeit zeigt sich unter anderem daran, dass erstmals ab 2010 die OBA in Bayern und damit auch der BUNI - Kultur- und Freizeittreff als „Traditionsbetrieb“ durch den Freistaat und den Bezirk bei Personal- und Sachkosten deutlich gefördert werden. Allerdings entstand dadurch natürlich auch der Anspruch, das bezuschusste Geld kontrolliert durch ausgeklügelte Nachweisverfahren richtig verwendet zu wissen. Dieser enorme Anstieg an bürokratischer Arbeit hat mit dem eigentlichen Ziel wenig zu tun und wird in seiner Detailgenauigkeit von den Pragmatikern vor Ort als sehr hinderlich und wenig vertrauensvoll empfunden. Dennoch hat die Förderung vieler Orts erst inklusive Projekt möglich gemacht und unserer gemeinnützigen GmbH finanzielle Entlastung und Planungssicherheit gebracht. Auch bei den Gesellschaftern unserer gemeinnützigen GmbH, noris inklusion gGmbh und Lebenshilfe Nürnberg e.V. besteht ein einhelliges Interesse, die Einrichtung weiter zu finanzieren. Herzlichen Dank an die Geldgeber im Namen aller Beteiligten!

10. Schlusswort

Werden auch Sie unser Gast und überzeugen Sie sich selbst! Nutzen sie dabei die vielen Vorteile, die unser Haus zu bieten hat. Ein Besuch unserer Einrichtung darf nicht nur, er soll in ihrem eigenen Interesse stehen. Mitleid und Samaritertum sind hier nicht gefragt. Menschen mit Behinderung schenken selbstlos positive Energie. Natürlich freuen sie sich über den selbstverständlichen Kontakt mit ihrer Umwelt und so können auch sie Freude schenken, nur indem sie die Einrichtung besuchen. Die niedrigen Preise und die angenehme Atmosphäre, das reichhaltige Angebot in den Bereichen Cafeteria, Spielhalle, Töpferei, Werkstatt und Bühne, sind Gründe genug, das Haus zu finden (bitte auf unserer Homepage die Wegbeschreibung studieren – nicht Adresse ins Navi eingeben!) Es sind vielschichtige und hochwertige, zum Teil sogar kostenlose Angebote in Spaß, Sport, Bildung, Musik und Kultur, die sie erwarten. Wer über ein Zuviel an Mitteln verfügt und die inklusive Idee bzw. die Einrichtung unterstützen möchte, darf natürlich dem BUNI - Kultur- und Freizeittreff Manpower, Geld oder Sachspenden zukommen lassen. Das Haus lebt von einer humanen Gesellschaft, deren kulturelle Entwicklung sich an der Art des Umgangs mit ihren Schwächsten messen lässt. Von Menschen, die sich engagieren, die sich zeigen, die anderen und gerne auch sich selbst helfen. Machen sie den Menschen wieder zum Mittelpunkt...

… vielleicht bei einem Besuch im BUNI!? :-)

Wir freuen uns auf Sie,

Das BUNI-Team