Der Durstige Wurstfisch

Blutzone - Dieser Bereich unterliegt der Sicherheits-Klassifikationierung Beta

Ein elendes Dreckloch, eine Zumutung und eine absolute Schande für unsere schöne Stadt Nicht nur, dass in diesem sogenannten "gastlichen Haus" zu jeder Tages- und Nachtstunde die liederlichen Burschen und die wilden Weiber ein- und ausgehen, es dringen auch beständig obszöne Gesänge und abscheuliche Gerüche nach draussen, welche auf das zügellose Leben jenseits der Türe hinweisen. Man schenkt scharfen Trunk in überreicher Zahl aus, und es sollen an manchen Abenden nicht weniger als vier Fässer mittelmäßigen Bieres verbraucht worden sein. Und das, obgleich wir Trockenheit haben!

Mir ist wohl bewusst, dass das Kriegsvolk einen Ort braucht, sich von den Strapazen der Schlacht zu erholen, doch sollte man sie hierbei nicht auch noch ermutigen. Die Taverne steht immerhin mitten an der Hauptachse! Besser wäre es, dergleichen Spelunken irgendwo an den Stadtrand zu bannen, und überdies strenge Vorschrift in Bezug auf Ausschank, Sperrstunde und insbesondere Ruhezeiten zu wahren.

Vergebliche Eingabe an den provisorischen Rat, vom "Durstigen Wurstfisch" zur Reklame an den Eingang gehängt.

"In die Schlacht - Blutpakt!

An den Tisch - Wurstfisch!"

Gängiger Schlachtruf in Blothgard

GeträEnkekarte


frisches Aal vom Fass: 2 Kupfer

Wein-Scholle: 4 Kupfer

Aalperol-Sprizz: 5 Kupfer

Gin-Fisch: 6 Kupfer

Fishtails:

je 6 kupfer

Hai-Tai

Caipiranha

Hailander

Gefrorener Haiquiri

Fish on the Beach

Sex on the fish

Kurze:

Je 1 Kupfer

Bifischtitwo


(2018 / 1. Jahr der Neubesiedelung)

(Simon Faber)

Du wirst das Haus recht schnell finden, denn es ist, südwärts kommend, nicht mehr als zehn Schritt hinter dem Aufgang in die Unterstadt. Sie haben ein besonders großes Stadthaus genommen, was sicherlich dreissig Familien beherbergt hatte, und es nach ihren Bedürfnissen umgebaut. Von außen wenig mehr als ein gewaltiger Kasten mit Dutzenden an Fenstern, und einer übergroßen, neu eingesetzten Türe, ist es im Inneren durchbrochen, so dass die Schankhalle sich über drei Stockwerke erstreckt. (Es heißt, die Gefahr des Einsturzes sei nicht gegeben, da die Menge der Schnapsfässer bis zur Decke reichen würde).

Der Schankraum ist angetan mit Schmuck und Waren aus aller Herren Länder, mitgebracht von den mannigfaltigen Patronen des Paktes. Eine vertikale Theme ziert die Nordseite, welche über Treppen auf drei Ebenen begehbar ist. Der Raum davor ist mit festem Stein ausgelegt und mit Stroh gedeckt, darauf befinden sich insgesamt zehn lange Tafeln. Dahinter, an der Südseite, findet sich die Bardenbühne, welche dieser Tage durch ein engmaschiges Fischernetz geschützt ist (es gingen wohl allzu viele Barden verloren). an der Westseite ist Raum zu Tanz und Fröhlichkeit, welche sich häufig in Impromptu-Hakas äußert. Die Ostseite führt über Treppen ins Gebälk und in die höheren Stockwerke, wo sich die Ruhe- und Verrichtungsräume finden. Dies alles ist erleuchtet von Kerzenschein, Öllampen, Fackeln und Feuern; was sich eben so findet - deswegen sind immer auch einige Eimer mit Wasser und Löschsand zur Hand. Die gelblich-schummrige Atmosphäre wird nur aufgelockert, wenn einmal ein arkan Begabter aus dem Mysterienviertel zu Gast ist, und wohl einen erhellenden Zauber für den Abend wirkt.

Brief der Soldfrau Selenya Silberhaar an eine Waffengefährtin

"Ähm ... was für eine Musik habt ihr normalerweise hier?"

"Oh, wir haben hier beide Sorten. Sänger und Trommeln."

...

"Jakob, sicher, dass das der richtige Ort ist?"

Die "Blauen Brüder" im Gespräch mit dem Wirt, kurz vor einem dramatischen Auftritt.