Kunstfälschung
Wie arbeiten Kunstfälscher*innen
Wie arbeiten Kunstfälscher*innen
Du lernst einen der grössten Kunstfälscherskandale der letzten Jahrzehnte kennen: Wolfgang und Helene Beltracchi.
Lernziele
Du weisst, was den Wert und den Preis von Kunst ausmacht.
Du weisst, wie das Ehepaar Beltracchi die Kunstwelt hinters Licht führten.
Du weisst, wie Kunstfälschungen entdeckt werden können.
Auftrag 1: Überführung des Kunstfälschers Beltracchi (ca. 20'):
40 Jahre lang war der Maler Wolfgang Beltracchi als Kunstfälscher tätig. Wir schauen uns die Kurzdoku von Galileo an. Beantworte folgende Fragen:
Mit welchen Methoden hat Beltracchi den Kunstmarkt betrogen? Was hat er und seine Frau gemacht, damit seine Bilder echt wirkten.
Mit welchen Methoden wurde er überführt? Was hat das Labor beweisen können?
Was heisst: Es hat nicht den Wert - es hat nur den Preis.
Auftrag 2: Papierchromatografie (ca. 20'):
Der*die Fälscher*in hat einen Farbpunkt hinterlassen und du möchtest herausfinden, welcher Stift es war, um den*die Täter*in zu identifizieren:
Zeichne mit einem Bleistift 3cm oberhalb der Kante einen Strich auf ein rechteckiges Fliesspapier (siehe links auf den Bildern).
Beschrifte den Strich mit so vielen Zahlen wie es Stifte hat plus 1 für den Punkt X, den du vergleichen musst (Tat-Farbe).
Stelle das Papier senkrecht in 2cm Wasser, so dass der Strich 1cm oberhalb der Wasseroberfläche ist. Das Papier sollte möglichst gerade stehen und seitlich keine Wand berühren.
Das Wasser wird nun hochgezogen und zieht die schwarze Farbe mit hoch, die sich auftrennt. Du siehst nun, das Schwarz nicht gleich Schwarz ist sondern jede Stift-Marke eine unterschiedliche Farbmischung enthält.
Kannst du den Tat-Stift erkennen? Vergleiche mit deinen Kolleg*innen.
40 Jahre lang war der Maler Wolfgang Beltracchi als Kunstfälscher tätig. Durch sein künstlerisches Talent, sein Wissen bezüglich der Kunstgeschichte und seine handwerklichen Fertigkeiten füllte er die Lücken, die große Künstler in ihrer Entwicklung aufwiesen, mit eigens geschaffenen Bildern. Seine Frau Helene brachte die Gemälde anschließend aus “verschwundene Originale” auf den Kunstmarkt. Gemeinsam führte das Ehepaar Kunsthändler, Sammler, Galeristen und Experten auf der ganzen Welt hinters Licht. Erst das für 2,8 Millionen Euro verkaufte “Rote Bild mit Pferden” im Stil von Heinrich Campendonk, ließ die Fälschungen auffliegen und sorgte für einen Skandal.