Wohnen ist ein Menschenrecht!
keine Profite mit unserer Miete
keine Profite mit unserer Miete
berliner-wohnen-innis@posteo.de
Willkommen auf unserer Webseite! Wir sind ein Bündnis aus Mieterinnen und Mietern, die sich zusammengetan haben, um auf die dringenden Probleme im Wohnsektor aufmerksam zu machen und Änderungen zu fordern. Insbesondere wollen wir uns für eine soziale und ökologische Wohngemeinnützigkeit einsetzen und gegen überhöhte Betriebskosten und Mieten vorgehen.
Der Anlass für unseren Zusammenschluss waren die überzogen Heizkosten Forderung der Vonovia in Berlin in über 2000 Wohnungen. Viele Mieterinnen und Mieter haben Nachzahlungen. Wie sich herausgestellt hat, sind die Heizkosten an den Gasbörsenpreis gekoppelt.
Durch die spekulative Preisentwicklung auf den Gasbörsen sind unsere Heizkosten in die Höhe geschossen (bis zu 60ct/kWh). Unsere Heizkosten liegen deutlich über den Kosten die durch die Energiekrise zu erwarten wäre.
Wir haben auch einen gemeinsamen offenen Brief an die Vonovia unterzeichnet.
Folgende Häuser und Siedlungen sind in Berlin von den hohen Heizkosten betroffen:
Berlin-Wedding (31 Wohnungen): Es besteht ein Wärmecontracting mit der Vattenfall Energy Solutions GmbH. Die Heizkosten sind an einen monatlichen Index der Gas-Börse gekoppelt (EGIX). Dieser war vor allem im Spätsommer und Herbst 2022 von einem stark spekulativen Höhenflug geprägt. In der Spitze haben wir fast 60ct/kWh gezahlt. In der gleichen Straße gehört ein weiteres Haus der Vonovia, das an das Fernwärmenetz angeschlossen ist. Hier liegen die Arbeitspreise bei nur 10ct/kWh.
Berlin-Schöneberg (65 Wohnungen): Es besteht ein Wärmecontracting mit der G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH, an der die Vonovia zu 49 % und Getec zu 51% beteiligt ist.
Berlin-Mariendorf (ca. 1.500 Wohnungen): Es besteht ebenfalls ein Wärmecontracting mit der G+D. Für ein Teil der Wohnungen wurden "Fehler" bei der Abrechnung festgestellt. Allerdings ist nicht transparent, worin diese Fehler bestehen und, ob die Abrechnungen für die anderen Wohnungen korrekt sind.
Berlin-Tempelhof (620 Wohnungen): Seit Herbst 2021 wird die Wärmeversorgung von Vattenfall übernommen. Die Mieterinnen und Mieter haben Nachforderungen von bis zu 6.000 € erhalten. Die Vorauszahlungen sollen um bis zu 550 % angehoben werden! Wie sich inzwischen herausgestellt hat, waren zugrunde liegende Vergleichsrechnungen fehlerhaft. Die Umstellung auf Wärmelieferung ist in diesen Fällen unzulässig.
Berlin-Wannsee (55 Wohnungen): Am 15.01.24 haben sich die MieterInnen der Mehr- und Einfamilienhäuser in Berlin-Wannsee (14109 Berlin) getroffen und wegen der hohen Energiekosten für 2022, erhoben von Vonovia auf der Grundlage eines Vertrags mit der Vattenfall Energy Solutions, die MieterInnen- Initiative Glienicker Straße Berlin-Wannsee gegründet. Die Initiative hat vom Vermieter eine Offenlegung des Vertrags mit Vattenfall Energy Solutions gefordert, aber bis jetzt (Stand: 31.01.24) nicht erhalten.
Uns sind noch folgende Häuser und Siedlungen in anderen Städten bekannt:
Stuttgart (ca. 100 Wohnungen)
Frankfurt-Schwanheim (ca. 100 Wohnungen)
Wir fordern von die Vonovia und Deutsche Wohnen:
Weg mit den absurd hohen Nachzahlungen und Vorauszahlungserhöhungen!
Sofortiger Stopp aller Mahnverfahren!
Alle Abrechnungen sollen nochmal überprüft werden!
Feststellung, dass die Koppelung an die Gas-Börsenpreise nicht rechtens ist.
Vollständige Transparenz bei den Abrechnungen für Neben- und Heizkosten: Einsicht in alle Belege, Rechnungen, Zahlungsbelege, Service - und Lieferverträge.
Langfristige wollen wir eine Umstellung auf eine klimafreundliche und soziale Wärmeversorgung.
Des Weiteren fordern wir von der Politik in Bezug auf die Heizkosten und Wärme-Contracting:
Vermieter dürfen keine Gewinne mit Nebenkosten machen! Keine künstlichen Preissteigerungen bei Heiz- und Nebenkosten durch Tochterfirmen oder dubiose Wärme-Contracting Verträge!
Offenlegung der tatsächlich entstandenen Brennstoffkosten!
Keine Umlage von Investitionskosten über Nebenkosten beim Wärme-Contracting!
Information und Rechenschaft gegenüber den Mieter:innen bei Anpassung von Wärme-Contracting Verträgen!
Monatliche Information über die Heizpreise, wie sie für den monatlichen Energieverbrauch erfolgt!
Verbesserungen für Mieter:innen bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung!
Mitbestimmung bei der Vergabe von Betriebskosten!
Dienstleistungen von Tochterunternehmen müssen besser reguliert werden!
Gerne kannst du uns unter berliner-wohnen-innis@posteo.de schreiben, falls du auch betroffen bist von hohen Heizkosten oder du dich für eine soziale Vermietung organisieren willst.
Presseberichterstattung: