Blogeintrag – 25. April 2026
(Ein Imkerkrimi aus Hundesicht)
Also Leute, setzt euch hin, ich muss euch was erzählen.
Seit zwei Wochen benehmen sich die Mädels in einem unserer Völker, als hätten sie alle gleichzeitig beschlossen, in die Pubertät zu gehen.
Kaum kommt der Chefwärmepumpenimker – in die Nähe, geht das große Gebrause los.
Ich sag’s euch: Ich halte da lieber Sicherheitsabstand. Man hat ja schließlich nur eine Nase.
Der Chef läuft seit Tagen rum wie ein Detektiv:
„Wollen sie schwärmen? Sind sie krank? Haben sie Stress? Futtermangel?“
Ich beobachte das alles von meinem Platz im Schatten und denke:
„Chef, irgendwas hast DU verbockt…“
Dann die Durchsicht:
Verdeckelte Brut da.
Honigraum voll im Eintrag.
Aber keine Maden, keine Stifte, keine Königin.
Die Stimmung im Volk?
Sagen wir mal: leicht reizbar. So wie ich, wenn jemand meinen Futternapf verrückt.
Und plötzlich höre ich den Chef murmeln:
„Oh… Moment… da war doch was…“
Ich spitze die Ohren.
Er erinnert sich an die letzte Durchsicht.
Eine Brutwabe.
Ein etwas unglücklicher Winkel.
Ein leises Krachen.
Und davor hatte er die Königin noch gesehen.
Ich sag’s ja immer:
„Chef, du bist ein guter Imker – aber deine Feinmotorik ist ausbaufähig.“
Tja.
Es sieht ganz so aus, als hätte er die Chefin… nun ja… versehentlich plattgedrückt.
Die Mädels sind seitdem weisellos – und entsprechend schlecht gelaunt.
Kann ich verstehen. Wenn mir jemand meinen Rudelführer wegdrückt, wäre ich auch nicht begeistert.
Aber der Chef wäre nicht der Chef, wenn er nicht sofort einen Plan hätte:
Er hat eine neue Königin bestellt.
Sanftmütig. Schwarmfaul.
Also quasi das Gegenteil von mir.
Jetzt warten wir auf die royale Lieferung.
Sobald sie eintrifft, geht’s wieder an den Bienenstand.
Erst checken, dann einweiseln.
Ich bin dabei – natürlich mit Sicherheitsabstand und professioneller Miene.
Bleibt spannend.
Und ich sag’s euch:
Wenn die neue Chefin da ist, werde ich sie persönlich begrüßen.
Mit meinem besten „Ich-bin-der-Betriebsleiter“-Blick. 🐾🐝