Bad Schandauer Altes Stadthaus

Urlaub im Denk-mal

Besichtigungen

Besichtigung der Baustelle Altes Stadthaus

Anmeldung unter E-mail reimann.fritz.f@gmail.com erforderlich Gruppengrösse max. 10 Personen. Auch Wunschtermine auf Anfrage möglich.

Termine

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Datum

20. Mai 2019

21. Mai 2019

22.. Mai

23. Mai 2019

24. Mai 2019

25 . Mai 2019

19. Mai 2019

Uhrzeit

17 Uhr

11 Uhr

15 Uhr

11 Uhr

11 Uhr

11 Uhr u. 17 Uhr

15 Uhr u. 17 Uhr

Geschichte des Hauses

Das heute sogenannte "Alte Stadthaus" war bis ins 19. Jhdt ein Bürgerhaus und wurde ca. um 1550 erbaut. Im Kern besteht das Haus auch heute noch aus dieser Zeit. Die besondere Stellung des Hauses zeigt sich auch in der Bauweise, im Gegensatz zu anderen Häusern in Schandau, in dieser Zeit, ist auch der erste Stock komplett aus Elbsandstein erbaut. Benannt wurde das Haus jeweils nach dem Besitzer unter anderem einmal als Höhnel-Haus bezeichnet. Im Jahre 1862 zum Stadthaus umgebaut und um ein Stockwerk erhöht. Nachdem die Stadtverwaltung in ein neues Haus umgezogen war, diente das Haus verschiedenen Zwecken u.a. Arztpraxen und Wohnungen. Nach der Wende stand das Haus über 10 Jahre leer, was weitere Schäden an der Bausubstanz verursachte, vor allen Dingen durch ein undichtes Dach. Nach dem Kauf des Hauses von der Stadt Bad Schandau wird das Haus mit großem Aufwand nach und nach saniert. In der Zwischenzeit ist das Dach komplett renoviert. Die alte Heizung, Elektrik und Wasserver- und Entsorgung komplett ausgebaut, zum Teil schon neu eingebaut. Alte Sandsteinplatten wurden im 1. Stock ausgebaut und nachdem die Erde auf den Gewölben entfernt wurde, wieder auf Leichtbetonböden eingebaut. 3 Gewölbe im Haus sind ebenfalls saniert, die Eingangshalle, ein Nebengewölbe und die Schwarzküche im ersten Stock. Nun steht die Sanierungen der Fassade und im Innenbereich die Sockelbemalung an, um das Haus für die Zukunft als wichtiges Baudenkmal für Bad Schandau zu erhalten. Im Haus sollen vier große Ferienwohnungen entstehen.

Vielen Dank für die Unterstützung und fürs Teilen auf:

www.startnext.com/bad-schandauer-altes-stadthaus .


Fassade

Fassade im heutigen Zustand


1. Entwurf der Fassadenrekonstruktion nach historischem Foto.

Haupteingang

Blick auf den Haupteingang, ausgebildet als Sitznischenportal, enstanden um ca. 1550. Leider ist man beim Umbau 1862 rigoros mit der historischen Substanz umgegangen und hat Löcher geschlagen damit der Putz überhaupt einen Halt hatte. Das Portal ist durch die Überformung völlig marode, aus den noch vorhandenen Resten kann das Originalportal aber rekonstruiert werden Die Tür ist von ca. 1810, sie wird nach Befund restauriert. Darüber das frei gestaltete Wappen von Schandau , entworfen wohl nach dem Stadtwappen von 1740.

Wappen

In der Aufstockung von 1862 befinden sich 2 Sächsische Kurwappen, das linke Wappen mit Kurhut ist mit der Devise des Hosenbandordens verziert, HONI SOIT QUI MAL Y PENSE. Beide Wappen werden nach heraldischen Gegebenheiten restauriert.

Grundriss

Im Grundriss, sieht man den großen Altan mit seitlichen Treppen, diese führen in das erhöhte Erdgeschoss. Im 1. Obergeschoss befinden sich neben dem halbgewendelten Treppenhaus ein grosszügiger Flur. In diesem sind inzwischen wieder die alten Sandsteinplatten auf den sanierten Gewölben verlegt. In der rechten Wohnung ist eine gewölbte Schwarzküche erhalten.

Auf dieser Etage befindet sich ein kleiner Innenhof mit Nebenräumen. Links und rechts führt jeweils eine Treppe auf die Gartenterrasse. Der erste Stock wird auch als Bell Etage bezeichnet und war auch entsprechend ausgestaltet. In den Gewölbeschüttungen fanden sich viele Bruchstücke von verschiedenen Kachelöfen. Vor dem Umbau von 1862 waren wohl auch noch Renaissance Decken vorhanden bzw. Überformungen aus dem 18.Jh. mit profilierten Stuckdecken von diesen sogenannten Vouten konnten viele Bruchstücke geborgen werde. Die Fotos dieser Seite zeigen den Bauzustand vor den entgültigen Farbfassung.

Einganshalle

Rechts: Blick in die schöne, gewölbte Haushalle.

Links: Blick von der Haushalle auf den Treppenanlauf, darüber befindet sich die historische Befensterung mit Eisengitter. Das Fenster diente zur Belichtung der dort befindlichen unteren Schwarzküche, diese wurde beim Umbau des Hauses 1862 aufgegeben. Heute jedoch noch erkennbar an den teils schwarz verrauchten Wänden.

Sandsteingewände

2 sanierte Sandsteingewände

Im 1. Stock mit darüberliegenden Wandnischen, man kann sehen wie unbefangen gebaut wurde an den völlig verschieden gestalteten Nischen. Diese Nischen waren wie die grossen Wandnischen vermauert und wurden freigelegt.

Alle Innenraumaufnahmen zeigen einen Zwischenzustand vor der entgültigen Farbfassung.




Sockelbemalung

Sockelbemalung im 1. Stock

In diesem sogenannten Fenster sieht man 3 verschiedene Zustände. Unten die marmorierte Barockgestaltung. Darüber rechts eine Überformung dieser Sockelbemalung. Links oben eine Überfassung aus dem 19. Jh..

Wohnung

Im ersten Stock befindet sich die restaurierte Schwarzküche mit Gewölben. Rechts Blick in eines der Wohnzimmer mit Wandnischen und Korbbogen.

Kachelofen

Dieser Kachelofen wurde wohl in einer der vielen Kachelofenfirmen in der Stadt Meissen im 19 Jh. produziert. Zum Ziergitter gibt es eine schöne Geschichte: Als ich das Haus übernommen habe, fehlte das Ziergitter an der Warmhalteöffnung. Das Haus war vor der Renovierung einmal am Tag des offenen Denkmals geöffnet. Auch eine Mutter mit Tochter besichtigten das Stadthaus. Monate später, ich hatte die Begegnung schon vergessen sprach mich die Mutter an, Ihre Tochter würde mich gerne sprechen und sie kam dann auch vorbei, in der Hand ein Gegenstand in Zeitungspapier eingewickelt, diesen überreichte Sie mir mit den Worten: ", Ich habe gedacht, das Haus ist in so einem schlechten Zustand, es wird sicher bald abgerissen. Als wir wieder einmal in dem offen stehenden Haus spielten habe ich diese Tür als Andenken mitgenommen," und überreichte mir diese Tür mit den Worten "Da Sie sich jetzt um das Haus kümmern möchte ich es Ihnen zurückgeben".

Nun schmückt die Originaltür wieder den historischen Ofen und wird eine der Ferienwohnungen zieren.

Der Kachelofen wird allerdings nicht mehr heizbar sein, da die im 19. Jhdt. gebaute Entrauchung des Ofens mehr als abenteuerlich, teils mit waagerechten Kanälen quer durch die Räume verlief.

Mit diesem Plakat wird am Objekt für die Unterstützung des Startnext Projekts geworben