Ein Reserverad muss bei Reisen dabei sein. Die bei PKW gern beigelegten Reparatursets scheitern bei unseren Fahrzeugen schon an der Grösse der Räder. Und sollte man das (gar nicht so seltene) Pech haben, dass der Reifen eine massive Beschädigung aufweist, ist ein Weiterkommen anders nicht möglich. Beispiel: ein Klassiker
Weiteres Infos zum Thema: Reserverad, Ersatzreifen
EIne bei Reisefahrzeugen und erst rechtReise-LKW nicht sehr oft anzutreffende Transportmöglichkeit für ein Reserverad. Die meisten Reisenden haben eher zu wenig- als zu viel Stauraum.
Vorteile:
vor UV-Strahlung geschützt
Fahrzeugabmessungen ändern nicht
diebstalsicher
kaum konstruktiver Aufwand
Nachteile:
verbraucht wertvollen Platz im Aufbau
je nach Einbauort umständlich zu handhaben
Hochheben je nach Gewicht und Einbauort problematisch
das gewechselte Rad ist schmutzig (Bremsstaub, Strassendreck. Konsequenz = Reifenhülle)
Bemerkung: Neue Reifen sollten nicht über längere Zeit im Wohnraum transportiert werden, da sie gesundheitsschädliche Dämpfe abgeben können und stinken.
Improvisierte Hebevorrichtung für das Reserverad (Gianetti mit Michelin XZL 11.00R16 = 80 Kg) bestehend aus zwei Sandblechen und einem günstigen Seilzug. Als "Gegengewicht" dient die Beifahrerin oder bei Alleinreisen zwei Wasserkanister.
Eine typische Transportmöglichkeit für Reserveräder und bei einigen Geländewagen- LKWs ab Werk vorgesehen oder nachrüstbar. Von den hier vorgestellten Möglichkeiten die Einzige die, bei entsprechender Halterung, auch zwei Reserveräder (nebeneinander) zulässt.
Vorteile:
leicht erreichbar
verbraucht keinen wertvollen Platz
Dreck und Bremsstaub sind egal
geringer konstruktiver Aufwand
Nachteile:
je nach Gewicht ist eine Hebevorrichtung (fest verbaut oder improvisiert) zwingend nötig
nicht diebstalsicher, ist allerdings gewichtsabhängig
UV-Strahlung macht Reifen spröde (wobei der Reservereifen nicht schneller versprödet als die anderen Reifen)
je nach Aufbau u.U. problematische Bestimmungen (Abstand zum Unterfahrschutz)
Bemerkung: Der hinterste Punkt des Fahrzeugs darf maximal 40 cm (bzw. 45 cm) Abstand zum Unterfahrschutz haben. Das auf diese Bestimmung auch bei einer Polizei- oder Zollkontrolle geachtet wird ist nicht bekannt.
Bei vielen Geländewagen und Gelände-LKW ab Werk vorgesehene Transportmöglichkeit und die einzige hier vorgestellte Lösung die auch ohne weiteren Aufwand für den Alleinreisenden taugt.
Vorteile:
leicht erreichbar
Dreck und Bremsstaub sind egal
muss nicht hochgehoben werden, Hebevorrichtung idr. integriert
Fahrzeugabmessung ändert nicht
weitgehend vor UV-Strahlung geschützt
Nachteile:
ohne zusätzliche Sicherung nicht diebstalsicher
Dreck kann sich auf dem Reserverad anhäufen
je nach Anbauort verringert es den Rampenwinkel oder Böschungswinkel
schränkt den Platz für Zusatztank (Wasser oder Diesel) ein
Meist nur bei kleineren Geländewagen anzutreffen. Das Reserverad wird auf einem Dachträger transportiert. Wird oft für ein zweites Reserverad genutzt, das Erste ist am Heck oder unter dem Fahrzeug.
Vorteile:
verbraucht keinen wertvollen Platz
Nachteile:
Hochheben (ein z.B. 255/100R16 Rad wiegt 74 Kg)
ohne zusätzliche Sicherung nicht diebstalsicher
nur sehr umständlich zu erreichen
erhöht die Kopflastigkeit
ohne Reifenhülle läuft bei Regen ein Dreck- und Bremsstaubgemisch vom Dach herunter
IVECO und Bremach bieten keine Dachträger an (Eigenbau)
Anmerkung: Ein auf dem Dach liegend transportiertes Reserverad ist UV-Strahlung deutlich stärker ausgesetzt, als ein am Heck hängendes- oder an den Achsen montiertes Rad. Es sollte mit einer Reifenhülle geschützt werden.