Betreff: Aussprache zum "Einsteiger Training Standard"
Es herrscht seitens aller Parteien (Trainer, Kursteilnehmer, Turnierpaare) Unverständnis über den Stand der aktuellen Situation, des Teilnahmeverbots von Paaren höherer Turnierklassen und dessen Begründung.
Der Vorstand weist zunächst darauf hin, dass die konkrete Organisation des Trainingsbetriebs, die Einteilung von Trainingsgruppen sowie die Ausgestaltung sportlicher Konzepte grundsätzlich zur laufenden Geschäftsführung und sportlichen Leitung des Vereins gehören. Diese Aufgaben werden durch den Vorstand in enger Abstimmung mit den jeweiligen Trainer*innen wahrgenommen.
Die Satzung des TC RWC weist die Vereinsführung ausdrücklich dem Vorstand zu (§ 22 der Satzung). Zudem sieht die Satzung ausdrücklich einen Vorstand Sport vor. Weiterhin ist gemäß § 2 Abs. 2.1 der Satzung die „tanzsportliche Weiterbildung durch Einrichtung und Unterhaltung eines regelmäßigen Tanzsporttrainings unter fachlicher Anleitung eines Tanzsporttrainers und/oder Fachübungsleiters“ Bestandteil des Vereinszwecks. Leistungsbezogene Gruppeneinteilungen und Zugangsvoraussetzungen sind im organisierten Sport üblich und dienen einer zielgerichteten sowie für alle Beteiligten geeigneten Trainingsgestaltung.
Zum Antrag 1 stellt der Vorstand fest:
Die Einrichtung des „Einsteiger Training Standard“ erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch der verantwortlichen Standardtrainerinnen. Ziel war die Schaffung einer Vorturniergruppe, um fortgeschrittene Breitensportpaare sowie Neueinsteigerinnen in den Turniersport gezielt auf eine spätere Teilnahme am regulären Turniertraining vorzubereiten und den Übergang in die bestehenden Turniergruppen flüssiger zu gestalten.
Das Trainingskonzept wurde hierzu gemeinsam mit dem verantwortlichen Trainer Til Ottburg abgestimmt. Inhaltliche Schwerpunkte des Kurses sind insbesondere:
- Choreografietraining im Basisbereich,
- Grundlagen der Fußtechnik,
- strukturierter Einstieg in turniersportliche Trainingsmethoden.
Darüber hinaus lagen dem Vorstand im Vorfeld mehrfach konkrete Anfragen von Mitgliedern nach einem genau solchen Trainingsangebot vor. Ziel war ausdrücklich die Schaffung eines geschützten und niedrigschwelligen Einstiegsformats für Paare ohne oder mit nur geringer Turniererfahrung.
Im Verlauf des Trainingsbetriebs zeigte sich jedoch, dass die Teilnahme höherklassiger Turnierpaare dazu führte, dass sich Teile der eigentlichen Zielgruppe im Kurskonzept nicht mehr wohlgefühlt haben. Einzelne Mitglieder haben den Kurs aus diesem Grund bereits wieder verlassen. Der Vorstand sieht sich daher in der Verantwortung, die ursprüngliche Zielsetzung und Funktion des Trainingsangebots zu erhalten.
Die Beschränkung der Teilnahme auf die vorgesehene Zielgruppe erfolgte daher nicht willkürlich, sondern auf Grundlage sportfachlicher Erwägungen sowie zur Wahrung des ursprünglich vorgesehenen Trainingskonzepts.
Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass die Teilnahme von Paaren an mehreren Trainingsgruppen auch eine zusätzliche finanzielle Belastung für den Verein darstellt. Der Verein hat sich daher zuletzt intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie Mehrfachnutzungen im Turniersportbereich verursachungsgerechter abgebildet werden können, insbesondere bei Paaren, die mehrere Trainingsgruppen oder Sektionen parallel besuchen. Hintergrund sind insbesondere die höheren Trainerkosten im Turniersportbereich.
Eine unbegrenzte Öffnung des „Einsteiger Training Standard“ auch für höherklassige Turnierpaare würde diesem Ziel entgegenstehen und wäre mit der angestrebten finanziellen und organisatorischen Struktur des Turniersportbereichs nicht vereinbar.