Deutsch

Lesen, Schreiben und Gelesenes bewerten und einordnen zu können sind grundlegende Kompetenzen, die eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.

Über Texte werden nicht nur Informationen und Fakten vermittelt, sondern auch Ideen, Wertvorstellungen und kulturelle Inhalte transportiert. Da Wissen heute und sicher auch in Zukunft zum größten Teil in Texten aufgehoben und weitergegeben wird, hat Lesekompetenz auch außerhalb des Unterrichts einen hohen Stellenwert. Die Fähigkeit, geschriebene Texte zu verstehen und zu nutzen, stellt nicht nur eine zentrale Bedingung für die Weiterentwicklung eigenen Wissens und eigener Fähigkeiten dar, sondern ist zugleich auch Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ (Artelt u. a. 2005; Oerter 1999).

Die Sekundarschule Altenhagen setzt ein verstärktes Augenmerk - innerhalb der Gestaltung und Umsetzung unterrichtlicher Inhalte - auf die Etablierung der durchgängigen Sprachförderung in allen Fächern (sprachsensibler Unterricht). Dies ist ein Konzept (siehe auch Sprachförderkonzept), das Kindern dazu verhelfen will, die Unterschiede zwischen Alltagssprache, dem alltäglichen Kommunizieren und dem, was bildungssprachlich verlangt ist, beherrschen zu lernen[1]. Die Umsetzung der durchgängigen Sprachförderung in allen Fächern und die dadurch geförderte Entwicklung der Bildungssprache ist demnach Kernbedingung für einen gelingenden Bildungserfolg bei allen Lernenden. Ein weiterer Schwerpunkt des Sprachförderkonzeptes bildet das Leseförderkonzept der Sekundarschule Altenhagen, welches gesondert ausgewiesen ist.

Das Ziel des Sprachförderkonzeptes für unsere Schule und an dieser Stelle insbesondere für unsere Schüler*innen mit Fluchterfahrung (siehe auch DaZ-Konzept) lautet daher:

Zur Erreichung von Schreibkompetenz, Lesekompetenz und Wortschatzerweiterung soll hauptsächlich DaZ-Unterricht neben dem Regelunterricht im Rahmen des GO-IN-Verfahrens an unserer Schule, Förderunterricht und Binnendifferenzierung in allen Fächern für alle Schüler*innen durchgeführt werden.

Dies ist als ein Teil der individuellen Förderung zu betrachten.

Alle Schüler*innen sollen am Ende der Sekundarstufe I den sprachlichen Anforderungen schriftlich, mündlich und in der Lesekompetenz gewachsen sein, die für eine qualifizierte Allgemein- und Berufsausbildung oder für den Übergang in die Gymnasiale Oberstufe nötig sind.

Sprache soll durch Sprachförderung:

  • bewusster genutzt werden,

  • sprachliche Fähigkeiten intensiver gefördert werden und

  • dadurch besseres fachliches Wissen angestrebt werden.

Folgende Aspekte sind dabei zu beachten:

  • Förderung in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ist für Migrantenkinder und Kinder mit Fluchterfahrung von besonderer Bedeutung.

  • Der Spracherwerb ist sowohl im Mündlichen als auch in der Schriftform stark regelgeleitet und erfordert eine deutliche Orientierung an Sprach-strukturen und Regeln (z.B. Morphologie, Syntax).

  • Sprachförderung ist auch Grammatikunterricht!

  • Textverständnis und die Fähigkeit zur Textproduktion müssen besonders trainiert werden.

Im Idealfall bedeutet dies für alle unsere Schüler*innen:

  • Beobachtung und Beschreibung individueller Stärken und Schwächen,

  • Diagnose von Defiziten im Bereich der fachlichen Leistung und im Bereich des Lern- und Arbeitsverhaltens,

  • Formulierung von Förderempfehlungen,

  • Verabredung von Förderplänen zwischen Lehrern, Schülern und Eltern,

  • Überprüfung des Einsatzes schulischer Fördermaßnahmen.


[1] https://www.foermig.uni-hamburg.de/bildungssprache/durchgaengige-sprachbildung.html

DaZ-Konzept.pdf
Sprachförderkonzept der Sekundarschule Altenhagen.pdf
HP Leseförderungkonzpt.pdf

Bitte zum Vergrößern auf die Dokumente klicken (von links: DAZ; Sprachbildung; Leseförderung)