An die Pinnwand...

... heften wir aktuelle Informationen:

  • Hinweise zu TV-Sendungen

  • Interessantes zum Lesen

  • alles, von dem wir glauben, dass es für euch wichtig sein könnte...

  • oder was ihr den anderen mitteilen möchtet

        Also: Schaut mal wieder rein...

Hinweise:

21.8.2018
Priesterkinder - Wie die katholische Kirche sie verleugnet - NDR - funk mehr

19.7.2018
Frau tv ist zu Gast bei dem Priesterehepaar Edith und Waldemar Wolf - WDR mehr

9.4.2018
Bischof Kohlgraf offen für Debatte über Zölibat - katholisch.de mehr

14.3.2018
Stationen. Stefan Hirblinger über seine Entscheidung zwischen Beruf und Liebe - BR mehr

9.10.2017
Wir grüßen die VkPF und sagen: "Herzlich willkommen zurück im Netz!"

10.7.2017
Die Initiative pro concilio übergibt die Unterschriftenliste des Memorandums "Zeit zm Handeln" an Bischof Dr. Gebhard Fürst mehr

14.6.2017
"Die verheirateten Priester" - zum Umgang der Kirche mit ihren verheirateten Priestern - Christ in der Gegenwart

mehr

30.4.2017
"Priesterberuf in der Sackgasse" - Radiobeitrag über ein Podium zum Reformstau in der kath. Kirche - WDR 5 mehr

14.4.2017
"Vom Gottesdiener zum Göttergatten" - Film über die Großfamilie eines verheirateten Priesters - SWR mehr

7.4.2017
"Viri probati könnten die Seelsorge retten" - ein Denkanstoß des em. Kurienkardinals Walter Kasper - Schwäbische Zeitung

19.1.2017
Entäuscht äußert sich die Acherner
Initiative gegen den Pflichtzölibat - baden online mehr

10.1.2017
"Sieben Wegweiser in die Zukunft" - Offener Brief von elf Kölner Priestern - domradio.de mehr

11.11.2016
"Papst besucht sieben Ex-Priester, die geheiratet haben" - Radio Vatikan mehr

22.10.2016
"Eine Liebe, die nicht sein darf" - verheiratete Priester kritisieren die Doppelmoral der Kirche - JOURNAL das Magazin der Rhein Main Presse mehr

4.2.2016
"Mehr Ausnahmen bitte" - neues Interview mit Wunibald Müller zum Zölibat -
Christ & Welt mehr

1.10.2014
"Ein Priester und der Zölibat" - SWR und WDR mehr

17.7.2014
"Schweizer Bischofskonferenz empfängt Zöfra zum Gespräch"
- kipa (Katholische internationale Presseagentur) mehr

23.5.2014
"Der Papst würde es zum Weinen finden" - spielgel online mehr

18.5.2014
Die Italienerinnen machen es vor: "Heimliche Geliebte von Priestern schreiben an den Papst" - spiegel online mehr

25.4.2014
"Sexualität steht selten im Vordergrund" Interview mit Gabriella Loser Friedli - kipa (Katholische internationale Presseagentur) mehr

2.3.2014
"Wie die Geliebte eines Priesters liebt und leidet" - Trierischer Volksfreund mehr

29.12.2013
Appell an den Papst - der Psychotherapeut  Wunibald Müller fordert freiwilligen Zölibat - Süddeutsche Zeitung mehr

13.3.2013
"Zerissen zwischen Liebe und Beruf" - Interview mit Wunibald Müller - stern. mehr

13.3.2013
"Küssen verboten Das Zölibat" - TV-Doku auf You Tube - zdf. mehr

13.3.2013
"Die Lüge von der Enthaltsamkeit" - Anreißer zum stern-Titelthema vom 14.3.2013: "Ich liebe Gott (und eine Frau)". Leider habe ich den ganzen Artikel online nicht gefunden, er liegt uns aber in Druckversion vor - stern. mehr

1.12.2011
Innsbrucks Alt-Bischof Stecher für Verheiratete als Priester - Die Presse.com. mehr

26.9.2011
"Wenn der Zölibat zum Doppelleben zwingt" -  Westfäische Rundschau. mehr

24.1.2011
"Liebe kommt von Gott" - Abendzeitung München. mehr

18.5.2000
"Die Ehe der Zölibatäre" - SKZ (Schweizer Kirchenzeitung) mehr

Infos:

Zwei neue Bücher zum Thema Zölibat
Anselm Bilgri, Priester und viele Jahre Mönch im Kloster Andechs bei München, fordert: "Der Zölibat muss reformiert werden." Warum, das begründet er
sehr fundiert gemeinsam mit dem Journalisten Gerd Henghuber in dem neu erschienenen Buch "Bei aller Liebe". Bilgri liefert theologische Begründungen und historische Hintergründe zum Thema, Henghuber ergänzt einfühlsame Interviews, die er mit Betroffenen, Priestern und Mönchen und deren Partnern/innen geführt hat. Ihr Fazit: So gering, wie amtskirchlicherseits gerne behauptet wird, ist der Einfluss des Pflicht-Zölibats auf die derzeitige katastrophal-dramatische Situation der katholischen Kirche keineswegs. Ganz im Gegenteil, und deshalb muss er schnellstens reformiert und als zwingende Voraussetzung zum Priesteramt aufgehoben werden. mehr
Ganz anders die zweite Neuerscheinung: Mit
"Nur ein Wort – Seulement une parole" legt die Journalistin Christina Talberg ihr Romandebüt vor. "Anna hat eine grüne Kunstlederjacke, ein Faible für Pariser Programmkinos und Filme aus kühlen Ländern. Und sie hat ein Problem: Sie liebt die Männer nicht, mit denen sie Sex hat. Und auch die nicht, mit denen sie keinen Sex hat. Pedro ist katholischer Slumpfarrer und politischer Flüchtling aus Kolumbien, wo seine umstürzlerischen Ideen nicht gerne gesehen werden. Auch er hat ein Problem: Er verliebt sich in Anna." Soweit der Klappentext. Ein Buch über Tabus und Redeverbote - und über das Risiko, der Liebe wegen auf den Regenschirm zu verzichten. mehr

Priesterkinder - Wie die katholische Kirche sie verleugnet
"Dieses Kind dürfte es eigentlich nicht geben." So beginnt ein kurzer Dokumentarfilm der Reporterin Nil Cakmak, der seit dem 21.8.2018 auf YouTube angeschaut werden kann. "Die katholische Kirche zwingt ihre Priester dazu ein keusches Leben zu führen. Und dennoch gibt es sie im Geheimen: Kinder katholischer Priester. Sie werden gezwungen unter dem Radar zu leben, nicht aufzufallen. Nur in den seltensten Fällen sprechen sie in der Öffentlichkeit. Eine davon ist Michaela. Sie hat sich mit STRG_F-Reporterin Nil getroffen und hat mit ihr offen über ihr Leben und die Schattenseiten, die der Zölibat auf ihre Familie gelegt hat, geredet." Auf YouTube ansehen

Heimliche Liebe - Verliebt in einen Priester
Frau tv (WDR) hatte am 19.7.2018 einen 8-minütigen Beitrag mit Edith und Waldemar Wolf im Programm, einem engagierten Ehepaar im Vorstand der V
ereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF. Sehr offen berichten die beiden über die schwierigen Anfangsjahre ihrer heimlichen Beziehung, über Reaktionen nach ihrem "Coming out" - Verständnis ebenso wie Anfeindungen - und über das Glück heute als Eltern und Großeltern. Einmal mehr stellt sich die Frage: "Warum kann es nicht beides geben - verheiratete und zölibatäre Priester?" Nicht nur im Blick auf den dramatischen Rückgang der Priesterzahlen - - - in einigen deutschen Diözesen halten sich bereits jetzt aktive und Ruhestandspriester die Waage!
Den Beitrag online (bis Juli 2019) ansehen (etwa ab Minute 16 bis 24).

Wie immer waren wirauch auf dem Katholikentag 2018 in Münster vertreten, um auf uns und unsere Situation als - meist heimliche - Lebensgefährtinnen katholischer Priester aufmerksam zu machen.
Die Stellwand mit unseren Statements wurde von ganz vielen gelese
n, und es war interessant, die Reaktionen zu beobachten - manchmal mit ein wenig Abstand, aber immer betroffen, zustimmend - nie negativ. Sie waren Anknüpfungspunkt für viele gute Gespräche, bei denen wir spüren konnten, wie wenig Rückhalt der Pflichtzölibat beim Kirchenvolk noch hat.

Wir haben unseren Stand mit der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF geteilt und waren somit auch ein wenig "Zuarbeiter" für deren Aktion: einen Brief an Papst Franziskus. Das Interesse war sehr groß und es gab durchweg positive Rückmeldungen. So war es nicht schwer, sehr viele Unterschriften zu sammeln. Nun hoffen wir, dass unser aller Anliegen ihn auch wirklich erreicht.

Alles in allem war es gut, dass wir mit unserer Teilnahme wieder auf uns aufmerksam machen konnten: Es gibt uns immer noch und - leider - unsere oft schwierige Situation auch.

Zwei neue Bücher zum Thema Zölibat
Zwei verheiratete Priester, beide Mitglied der
Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF, schreiben rückblickend auf ihr Leben. Entstanden sind dabei zwei höchst unterschiedliche Bücher, jedes auf seine Weise spannend zu lesen.
In
"Grenzgänge: Aus dem Leben eines Wanderpriesters" zieht Dieter Kittlauß die Bilanz seines Lebens: Vom Flüchtlingskind aus Schlesien über den Diasporakatholiken in der DDR bis hin zu seinem Werden zum Priester, dann die Heirat und schließlich, 1975, die Übersiedlung in den Westen, "der auch nicht nur goldig ist". Ein Spiegelbild von weit mehr als nur einem privaten Leben, sondern vor allem auch ein faszinierendes zeitgeschichtliches Dokument aus der Perspektive eines Menschen, der mit wachem Geist sich und sein gesellschaftliches Umfeld reflektiert. Leseprobe
Clemens Wilken, ehemals Jesuit, heute liebender Familienvater und Großvater, hat seine
'Lebenserinnerungen nach 90 Jahren' in seine Begegnungen und geistlichen Betrachtungen einfließen lassen. So wie er zeitlebens als Lehrer und Seelsorger Menschen eingeladen hat zu Besinnungswochenenden, zu Pilgerwanderungen und -fahrten, zu Gesprächen, so lädt er jetzt seine Leser ein, geistig-geistlich mitzugehen und sich selbst auf vertiefende Lebens- und Glaubenserfahrungen einzulassen: "Komm, geh mit!" Leseprobe

Bischof Kohlgraf offen für Debatte über Zölibat. "Die Zugangsbedingungen zum Priesteramt werden sich in den nächsten Jahren ändern," glaubt der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. Der Artikel auf katholisch.de bezieht sich auf ein Streitgespräch Kohlgrafs mit der Journalistin Christiane Florin, veröffentlicht in der neuen "Herder Korrespondenz" (nur im Abo zu lesen). lesen
Frei zugänglich ist dagegen der HK-Artikel "Starke Reserve" über den Gewinn, den die laisierten Priester der Kirche bringen könnten.

"Zwei Seelen wohnen, ach!" - Die Kunst der Entscheidung.
Zwischen zwei entgegengesetzten Polen stehen und sich entscheiden müssen. Der BR hat zu diesem Thema in seiner Reihe "Stationen" am 14.3.2018 eine 30-minütige Dokumentation gesendet. Unter anderem lässt uns der Priester Stefan Hirblinger; Mitglied der
Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF an seinen Erfahrungen mit der Zerrissenheit zwischen Liebe und Beruf und der Entscheidung für Frau und Kind teilhaben (ca. ab Minute 21). Den Beitrag online (bis 14.3.2019) ansehen.

Herzlich Willkommen zurück im Netz, liebe VkPF!
Nach dem unerwarteten und viel zu frühen Tod des Webmasters und langjährigen ehemaligen Vorsitzenden der
Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen im vergangenen Jahr war die Homepage der VkPF lange verwaist. Nun ist sie in neuer Aufmachung wieder online. Wir freuen uns und sagen euch ein herzliches: "Willkommen zurück!"

"Die verheirateten Priester"
"Wenn die Kirche mit den katholischen Priestern, die geheiratet haben, anders umginge, würde die Glaubensgemeinschaft ein anderes Antlitz erhalten."
Bezogen auf den Besuch des Papstes bei einer Gruppe junger, verheirateter Priester in Rom Anfang November 2016 mahnt der Autor des Artikels in Crist in der Gegenwart, Ausgabe 25/2017 vom 14. Juni 2017, einen neuen, anderern Umgang der Kirche mit ihren verheirateten Priestern an. lesen

"Priesterberuf in der Sackgasse"
WDR 5 stellt in seiner sehr hörenswerten Reihe "Diesseits von Eden" regelmäßig Themen aus der Welt der Religionen vor. In der Folge vom 30. April 2017 berichtet der Sender in einem etwa 6-minütigen Beitrag über eine Diskussionsrunde, die sich mit der Situation des Priesterberufs heute befasste: Die katholische Kirche im Stimmungstief: Priester und Gemeinden frustriert. Kritik gegen mangelnden Reformmut und Zölibat. Diskussion vor vollem Haus in der Wolfsburg, der katholischen Akademie des Bistums Essen mit Thomas Frings und Generalvikar Klaus Pfeffer. Autor: Simon Schwamborn.
Den Beitrag online anhören

"Vom Gottesdiener zum Göttergatten"
In der Reihe MENSCH LEUTE vom 14. April 2017 stellt der SWR einen Priester vor, der seit 20 Jahren verheiratet, Hausmann und mittlerweile Vater von acht Kindern ist. Warum er sich entscheiden musste zwischen Amt und Familie, das beschäftigt ihn bis heute. "Ich bedaure es, dass die Kirche nicht in der Lage ist,
zu unterscheiden zwischen Wesentlichem und nicht Wesentlichem ... Aber vielleicht - beim jetzigen Papst - kann sich ja was ändern."
Den Film online
(bis 12.4.2018) ansehen

... ouups? Nimmt da eine Diskussion Fahrt auf? "Viri probati könnten Seelsorge retten", titelt die Schwäbische Zeitung vom 7. April 2017: "Wir können so, wie es jetzt ist, nicht weitermachen", sagt der emeritierte deutsche Kurienkardinal Walter Kasper. Er pocht auf eine offene Diskussion über verheiratete Priester in der katholischen Kirche.
Konkret gehe es ihm nicht um die allgemeine Abschaffung des Zölibats - natürlich nicht! - nur um die Weihe von "viri probati", bewährten (verheirateten) Männern. Die Situation stelle sich aber in den verschiedenen Teilen der Welt sehr unterschiedlich dar. Kasper delegiert das Thema deshalb an die Bischofskonferenzen. Kardinal Marx - wie könnte es anders sein - beeilt sich, es umgehend zurück nach Rom zu weisen - mit dem üblichen: "Das muss auf weltkirchlicher Ebene entschieden werden."

Wobei ich mich dann immer frage
: Wo fängt die Weltkirche an? Sind wir nicht auch ein Teil davon?
Die Artikel der Schwäbischen Zeitung sind leider nach 30 Tagen nur noch im Archiv zu lesen - kostenpflichtig.

"The Pope is waiting for the bishops to aks for married priests!"
wird Dom Erwin Kräutler, emeritierter Bischof von Xingu, der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens, in dem Online-Artikel "Now is the time for married priests" des National Catholic Reporter vom 16. März 2017 zitiert. Autor ist der amerikanische Jesuit Thomas Reese, einer der renommiertesten katholischen Journalisten in den USA. Leider ist der Blog nur in Englisch verfügbar. Für die, die es verstehen: es lohnt sich; auch ein großer Teil der Kommentare ist lesenswert! lesen

Eine weitere Initiative von Priestern, Diakonen und Laien, die Initiative pro concilio e.V.  im Bistum Rottenburg-Stuttgart, fordert die Priesterweihe verheirateter Männer. Um sich Gehör zu verschaffen, haben sie ein Memorandum "Zeit zum Handeln" veröffentlicht. 
Eine Ermutigung zu dem erneuten Vorstoß war unter anderem eine Aussage des emeritierten Kardinals Karl Lehmann vom November 2016 in Freiburg: "
Franziskus will, dass wir neue Wege gehen ... Manchmal muss man nicht erst darauf warten, bis sich der ganze große Tanker in Bewegung setzt ... Was hindert uns eigentlich daran, verheiratete Ständige Diakone, die einen großartigen Dienst in der Kirche leisten, auch zu weihen, damit sie priesterliche Dienste übernehmen können?“
Endlich gehen Initiativen auch in Deutschland verstärkt von den Betroffenen selber aus, wobei das wiederum nicht ganz richtig ist, denn vom Pflichtzölibat sind nicht nur die "betroffen", die ihn leben müssen, sondern er betrifft letztlich alle Katholiken. Darum hat die
Initiative pro concilio eine große Unterschriftenaktion gestartet und die Unterlagen an alle Gemeinden des Bistums verschickt.
Die Unterschriftenaktion ist inzwischen abgeschlossen, auf der Homepage der Initiative pro concilio könnt ihr aber einen Artikel zum Ergebnis nachlesen:
11.825 Unterschriften und 182 Beschlüsse von Kirchengemeinderäten, von denen 106 zusätzlich eine Stellungnahme abgaben, sowie das Votum des Diözesanrates wurden am 10. Juli 2017 dem Bischof des Bistums Rottenburg-Stuttgart, Herrn Bischof Dr. Gebhard Fürst, übergeben. lesen
Das Katholische Sonntagsblatt (Bistum Rottenburg-Stuttgart) zitierte im Januar 2017 Leonardo Boff, wonach 'Papst Franziskus möglicherweise den brasilianischen Bischöfen auf deren Bitten hin für eine "Testphase" den "Wiedereinsatz verheirateter Priester in der Seelsorge" erlauben werde'.
Man darf wohl zu Recht vermuten, dass eine solche "Testphase" nicht nach einiger Zeit wieder beendet wird und die verheirateten Priester ein zweites Mal in die Wüste geschickt werden!

Eine Acherner Initiative hatte sich im vergangenen Jahr gebildet, um gegen das Pflichtzölibat für katholische Priester zu agieren. Das Echo in der Bevölkerung war ermutigend, die Antworten von offizieller Seite hingegen nicht. Bei baden online steht ein ganzer Artikel zum Ergebnis der Achern/Oberkircher (Bistum Freiburg) Initiative gegen den Pflichtzölibat.

"Sieben Wegweiser in die Zukunft"
So haben sich elf "Goldjubilar"-Priester (Weihetermin:27.1.1967) des Bistums Köln in einem offenen Brief an Klerus und Öffentlichkeit gewandt. Neben den anonymen Großpfarreien mit ihren oft weit von den Gläubigen entfernten Verwaltungszentren beklagen sie u.a. auch die Einsamkeit in der zölibatären Ehelosigkeit, die
jetzt im Alter umso intensiver erlebt wird, als die früher mögliche Kompensierung durch Flucht in die Arbeit nicht mehr greift. domradio.de hat den Brief veröffentlicht. lesen
Dazu - ebenfalls von domradio.de - ein Interview mit einem der Verfasser, Monsignore Prof. Dr.
Wolfgang Bretschneider. Auch der Kölner Stadtanzeiger hat berichtet - der Redakteur ist selbst ein verheirateter Priester:
"In der Liste der Unterzeichner stehen bekannte Name: Franz Decker war viele Jahre Chef der Kölner Caritas. Günter Fessler gehörte mit dem „Netzwerk“ zu den heftigsten Kritikern Kardinal Joachim Meisners. Willi Hoffsümmer ist ein bekannter Autor geistlicher Texte." schreibt der Kölner Stadtanzeiger – Quelle: http://www.ksta.de/25520044 ©2017
Zum
Artikel
Eine kleine Reportage sendete der WDR in "Lokalzeit aus Köln" vom 12.1.2017 (verfügbar bis 19.1.2017).

"Papst besucht sieben Ex-Priester, die geheiratet haben"
Radio Vatikan berichtet am 11.11.2017 über ein Treffen des Papstes mit sieben verheirateten Priestern, fünf Italienern, einem Spanier und einem Priester aus Südamerika. lesen
Zu dem Besuch im Rahmen der "Freitage der Barmherzigkeit" schreibt katholisch.de: "
Im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit begibt sich Papst Franziskus einmal im Monat unangekündigt zumeist in soziale Einrichtungen." Diesmal also nicht in eine soziale Einrichtung. Ein Hoffnungszeichen? Immerhin ist bekannt, dass ihm als Kardinal der Kontakt zu "seinen" verheirateten Priestern wichtig war. Hier noch ein Link zum ORF mit zwei Bildern.

"Eine Liebe, die nicht sein darf"
Unter diesem Titel hat die Rhein Main Presse einen Artikel aus Gesprächen mit verheirateten Priestern zusammengestellt. Zu Wort kommen Mitglieder der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF, die sowohl über ihre eigenen Erfahrungen berichten, als auch allgemeine Informationen zum Thema Zölibat geben. lesen 

Wir trauern um einen lieben Freund, um Claus Schiffgen, der viele Jahre Vorsitzender der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF war. Er ist am 20. Juli 2016 plötzlich, unerwartet und viel zu jung verstorben. Wir verlieren in ihm einen liebenswerten Menschen, der sich engagiert für die Belange der Priester und ihrer Frauen / Lebensgefährtinnen eingesetzt hat. Gerade aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen war er auch ein wichtiger Ansprechpartner für "Neu-Aussteiger", die nach Jahren des Priesterdienstes nun an der Seite einer Frau vor einem Start in ein neues Leben standen.
Wir beten für ihn und trauern mit seiner Familie.

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Wie schon in den vergangenen Jahren waren wir auch beim Katholikentag 2016 in Leipzig Teil des Stands der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF, mit unseren Flyern und einer neuen Info-Schrift (Ja, eine Neuauflage und Aktualisierung unserer Info-Schrift war leider notwendig, da das Problem "Zölibat" auch 2016 - 30 Jahre nach der Erstauflage - immer noch nicht aus der Welt ist!).

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iele Besucher/innen haben die Statements der Frauen auf unserer Pinwand mit Interesse gelesen, und meist waren sie Einstieg in ein Gespräch. Thema war natürlich auch immer, dass von den eigentlich betroffenen Frauen niemand als Gesprächspartnerin am Stand stehen konnte, aber unser Anliegen wurde trotzdem von allen Mitwirkenden gut vertreten. Es gab viele zustimmende Begegnungen, wenige kritische Stimmen, dafür viel Ermunterung weiter zu machen mit unserem Engagement, verbunden mit der ganz großen Hoffnung, dass es irgendwann wahr wird: "Den Pflichtzölibat gibt es nicht mehr."

"Das Leuchten der Dunkelheit"
hat
Elisabeth Spies ihre Biographie genannt, die Geschichte ihrer Liebe zu einem katholischen Priester in einem sehr lesenswerten Roman verarbeitet. Er bietet Einblicke in die kirchenrechtliche Problematik des Pflichtzölibats und in die menschliche Entwicklung und Tragik im Leben der Liebenden. Leseprobe

"Nachtcafé - Das Kreuz mit dem Sex"
Für ihren Umgang mit dem Thema Sexualität steht die Katholische Kirche immer wieder in der Kritik. Mit ihrer Verurteilung von Homosexualität und dem krampfhaften Festhalten am Zwangszölibat lebe die Kirche eine Doppelmoral, so der Vorwurf. In Personalfragen sei der Kirche auch im 21. Jahrhundert der Verzicht auf Sexualität immer noch wichtiger als die fachliche Eignung der Menschen. Welche Folgen hat das für die Betroffenen? Und warum reagiert die Kirche nicht auf die gesellschaftliche Wirklichkeit?  Im Nachtcafé diskutieren u.a. Krzysztof Charamsa, ehemaliger ranghoher Priester im Vatikan, Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, Stefan Hartmann, Priester ohne Amt und Vater einer Tochter, der Vatikanexperte Andreas Englisch und Marco Palmiro Stoop, der als 9-jähriger erfuhr, dass sein Vater Priester ist.
Die Sendung vom 21. Januar 2016 ist online nicht mehr verfügbar.

"Ein Priester und der Zölibat"
In einer Folge der WDR-SWR-Sendereihe "Planet Wissen" beschreibt der veheiratete Priester Anton Aschenbrenner seinen Weg vom Pfarreramt hin zu einem Leben mit Frau und Kind. Die Sendung vermittelt auch Hintergrundinformationen. Den Film online ansehen.

"Schweizer Bischofskonferenz empfängt Zöfra zum Gespräch"
Was für eine Meldung! Während überall sonst den Bischöfen die Anfragen der Zölibat-betroffenen Frauen in der Regel nicht mal eine Antwort wert sind, war eine Delegation der
Schweizer ZöFra zu einem Gespräch mit dem Präsidium der Schweizer Bischofskonferenz eingeladen. "Das Treffen vom Montag, 14. Juli, habe in einer 'angenehmen, aufmerksamen Atmosphäre' stattgefunden, sagte Gabriella Loser Friedli ... Heute gebe es 'mehr Raum' in der Bischofskonferenz, um auch über 'ganz schwierige Sachen' zu sprechen." lesen
Sogar Radio Vatikan war das eine Meldung wert! lesen

"Oh Gott! Kreuzweg Zölibat"
Unter diesem Titel hat Gabriella Loser Friedli ihre eigenen Erfahrungen und die ihrer Kolleginnen der vom Zölibat betroffenen Frauen Schweiz "ZöFra" in einem neuem Buch veröffentlicht. Ein Artikel dazu ist am 21.6.2014 im Tages Anzeiger erschienen. lesen
Sieglinde Dettenkofer-Lakmayer hat bereits 2009 unter dem Titel "Die Wunde, die erst im Himmel heilt" die Höhen und Tiefen ihrer Lebensgeschichte aufgeschrieben. Leseprobe
Weitere Hinweise unter "Literatur"

Beim Katholikentag 2014 waren wir in einem gemeinsamen Stand mit der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen VkPF vertreten.
Auch diesmal gab es wieder etliche Anfragen an uns, ebenso sehr lebhafte Diskussionen rund ums Thema "Zölibat" - überwiegend mit dem Tenor: "Die Kirche sollte den Pflichtzölibat endlich aufheben und den Priestern ihre Lebensweise freistellen." Hier spiegelte sich deutlich, was auch im Alltag der Gemeinden zunehmend erkennbar wird: Die Menschen leiden unter dem Priestermangel und den großen Seelsorgeeinheiten, mehr als die Bischöfe offensichtlich bereit sind wahrzunehmen. Es gibt keine Verständnis mehr für die Lebensweise "Zölibat" und das starre Festhalten daran. Der Zölibat wird nicht als "Geschenk" erlebt, wie Papst Franziskus es formulierte, sondern als Verlust, für alle - Priester und Gemeinde.

Beim Frühjahrstreffen 2014 stand die Vorbereitung unserer Präsens auf dem Katholikentag 2014 in Regensburg vom 28. Mai bis 1. Juni auf dem Programm.
Zu unseren Briefen an die Bischöfe und die DBK haben wir nach wie vor keine weiteren Reaktionen erhalten, außer der bereits bekannten Eingangsbestätigung. Dasselbe gilt für den mit den Ergebnissen unserer Gespräche und Umfragen gefüllten "Roten Rucksack" des Katholikentags 2012 in Mannheim.
Deshalb fassten wir den Beschluss, uns jetzt in einem Schreiben direkt an den Papst zu wenden - unabhängig von den  Italienerinnen, die - dankenswerterweise - schneller waren. Zu gegebener Zeit hier mehr dazu.

"Das Kreuz mit der Liebe"
Eine sehr aktive Frau aus unserer Initiativgruppe ist an diesem Film beteiligt. Sie schreibt dazu:
"Im Jahr 2011 hat eine junge Regisseurin mit uns und zwei weiteren Paaren einen Dokumentarfilm zu der Zölibats-Problematik gedreht. Dieser Film wird nun erstmals im Fernsehen ausgestrahlt. Da wir finden, dass der Film sehr gut gelungen ist und viele Facetten des Problems aufzeigt, möchten wir Euch gerne die Sendetermine und ein paar Infos dazu senden. Vielleicht habt Ihr ja Lust, uns auf dem Bildschirm zu sehen oder zumindest ein bisschen die Werbetrommel für den Film zu rühren… ???"
Der Film lief in der ZDF-Reihe 'Das kleine Fernsehspiel' am 10. Juni um Mitternacht. Leider ist er bereits eine Woche später - im Gegensatz zu vielen anderen Sendungen -  online nicht mehr verfügbar.

Beim Frühjahrstreffen 2013 beschlossen wir, uns um eine Teilnahme auch beim nächsten Katholikentag 2014 in Regensburg zu bewerben.
Auf den Roten Rucksack und unsere Briefe an die Bischöfe und die DBK haben wir bis dato immer noch keine Antworten erhalten. Vielleicht glaubt man, solange man uns ignoriert und totschweigt, gibt es uns auch nicht.

Beim Katholikentag 2012 in Mannheim waren wir mit einem Stand vertreten, zugeordnet dem Bereich "Wege zu einer zukunftsfähigen Kirche".
An unserem Stand machten wir eine Umfrage zum Thema Zölibat: "Sollen Priester heiraten dürfen". Die Auswertung der Umfrage könnt ihr hier nachlesen.
Getreu der Aufforderung des Katholikentags, "einen roten Rucksack zu packen" mit Ideen, Vorschlägen und Wünschen für den Aufbruch in eine zukunftsfähige Kirche, packte eine unserer Frauen einen solchen roten Katholikentagsrucksack und schickte ihn an die Deutsche Bischofskonferenz. Gefüllt ist er mit den Abstimmungszetteln unserer Umfrage zum Thema Zölibat. Hier das Begleitschreiben dazu... den Brief lesen

Beim Frühjahrstreffen 2011 hatten wir beschlossen, der Dialogaufforderung der Bischöfe mit einem Brief zu antworten, in dem wir auf unsere Lebenssituation und die unserer priesterlichen Lebensgefährten bzw. Ehemänner aufmerksam machen. Die Bischöfe wurden in diesem Schreiben gebeten, mit uns in den Dialog zu treten, um zukünftig bessere und vor allem einheitlich-verlässliche Wege zu finden, mit der Problematik "Pflichtzölibat" umzugehen, solange dieser noch besteht. Desweiteren wünschten wir uns mehr Transparenz bei den Laisierungsverfahren, damit der Weg "danach" für den betroffenen Priester und seine Frau planbarer wird.
Dieser Brief wurde am 20. April 2011 an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und an alle Diözesanbischöfe verschickt. Leider haben wir bis heute nur aus einem einzigen Bischofssekretariat eine Antwort erhalten - eine Eingangsbestätigung ... den Brief lesen

Eigene Gedanken:

"Luise und Karl" -
eine erfundene Szene zur Beziehung zwischen Luise Rinser und Karl Rahner,
verfasst von Sieglinde Detten-
kofer-Lakmayer
weiter
(Aufführungsrechte bei der Verfasserin!)

"Wer wird den Stein wegrollen" - Gedanken von Ulla weiter