Franz-Kafka

Accident prevention measure in wood planers.

Finally, the introduction of round wood planers for safety waves is progressing in a favorable manner. A circular by the Imperial Lieutenancy Concerning district headquarters the guarantees the introduction of the security shafts, and the opinion of the Imperial Trade Inspectorate, which increasingly urges the use of these shafts and finally, the fact that already a number of companies are working with such shafts, and have been speaking favourably about the practical use of the round shafts - the technical significance regarding protection had never been denied -. Therefore the reasonable hope exists that in the foreseeable future the use of round shafts such as these will have spread inasmuch that in a company's assessment, the non-usage of this wave will be a feature pointing at increased risks above the normal level. Now, it would be desirable that the concern themselves more with the round shaft, because in the present state of things it actually looks as if it may require only the presentation of a final summary, to convince all stakeholders to make the round shaft a general facility within a short time. The reason for this lies in the fact that the round shaft occupies a very special position amongst protective technical facilities, because apart from its protective technical effect which is perfect, it still has a number of other benefits by being basically cheaper than the square shafts, and being cheaper to run, so that the implementation of those does not even challenge an entrepreneur's socio-political understanding , it simple recommends itself by a quick glance at it.

I - The round safety shaft protects perfectly.

Our illustrations show the difference between the square waves and the waves in round protection from a technical perspective. The blades of the square wave (Figure 1), are directly attached by screws to the shaft and rotate with its naked blade at 3800-4000 revolutions per minute. The danger to the workers occur predominantly because of the large gap between the cutter and the table surface. These waves were therefore used at either in ignorance of the danger, which then may have been even greater, and they were used with the awareness of a continuous risk which could not be avoided. An extremely cautious worker could probably make sure that at work, so when the outward motion of the piece of wood over the cutting blade occurred, no finger digit would stick out, yet the main danger mocked every precaution. The hand of the even the most cautious worker may have slipped into the gap blade or during backlash of the wood when pushing with one hand on the machine table and feeding it with the other hand through the blade shaft. This uplifting and backlash of the wood could neither be foreseen nor prevented because this already happened when the wood was overgrown in certain places or branching, or was when the blade did not revolve fast enough, or when the position was wrong or when the pressure of the hands on the wood was uneven. Such an accident did not pass without several phalanges, and even whole fingers being cut off. (Figure 2).

But all precautions, including all protective guards seemed to fail either by quite insufficient, or the one hand, reducing the risk reduced (By way of automatic covering of the blade gap with a protective sliding plate or by way of reducing the blade gap), on the other hand, the risk was increased when the wood chippings did not sufficient cavity space, so that the blade gap is clogged and often finger injuries happened, when the workers wanted to free up the blade gap of chippings.

And to comparing this square shaft, here is an example of a circular shaft in Figure 3 and 4, a safety shaft from the Machine Factory Bohumil Voleský, Prague-Libeň and in Figures 5 and 6 there is an original safety shaft for wood planers after the Schrader system, a product of Maschinen Factory Emil Mau and Co.
original text in German

Unfallverhütungs Maßregel bei Holzhobelmaschinen.
Bericht der Arbeiter-Unfall-Versicherung Anstalt für das Königreich Böhmen.
1911

Endlich schreitet die Einführung der runden Sicherheitswellen für Holzhobelmaschinen in günstiger Weise fort. Hierfür bürgt der Zirkularerlass der k. k. Statthalterei an die k.k. Bezirkshauptmannschaften betreffend der Einführung der Sicherheitswellen, sowie die Stellungnahme der k.k. Gewerbeinspektorate, welche mehr und mehr auf Verwendung dieser Wellen dringen und endlich die Tatsache, dass bereits eine ganze Anzahl von Unternehmen mit derartigen Wellen arbeitet und sich in günstiger Weise - die schutztechnische Bedeutung wurde niemals in Abrede gestellt - auch uber die praktische Verwendbarkeit der runden Wellen ausgesprochen hat. Es ist daher die begründete Hoffnung vorhanden, dass in absehbarer Zeit die runde Wellen eine deartige werden gewonnen haben, dass die Einreihung eines Betriebes Nichtverwendung dieser Wellenm als Merkmal für eine über das Normale erhöhte Gefahr wird bewertet werden können. Es wäre nur noch zu wünschen, dass die Fachzeitschriften sich mit der runden Welle mehr befassen, denn nach dem gegenwärtigen Stande der Dinge hat es tatsächlich den Anschein, als ob es nur einer letzten zusammenfassenden, in alle beteiligten Kreisen dringenden Darstellung bedürfte, um in kurzer Zeit die runde Welle zu einer allgemeinen Einrichtung zu machen. Dies hat seinen Grund vor allem darin, dass die runde Welle unter den schutztechnischen Einrichtungen eine ganz besondere Stellung einnimmt, da die abgesehen von ihrer schutztechnischen Wirkung, die überdies eine vollkommene ist, auch noch eine ganze Anzahl anderer Vorteile in sich vereinigt, indem sie im Grunde billiger ist als die Vierkantwelle, überdies billiger arbeitet, so dass die Einführung an das sozialpolitische Verständnis der Unternehmer nicht einmal Anforderungen stellt , sondern schon den bloss praktischen Blick sich sofort empfiehlt.

I - Die runde Sicherheitswelle schützt vollkommen:

Unsere Abbildungen zeigen den Unterschied der Vierkantwellen und der runden Wellen in schutztechnischer Hinsicht. Die Messer der Vierkantwelle (Abbildung 1), direkt durch Schrauben an der Welle befestigt, drehen sich mit ihrer nackten Schneide bei 3800-4000 Umdrehungen in der Minute. Die Gefahren für den Arbeiter durch den grossen Abstand zwischen Messerwelle und Tischfläche entstehen, treten deutlich hervor. An diesen Wellen wurde daher entweder gearbeitet in Unkenntnis der Gefahr, die dann womöglich noch grösser wurde, oder es wurde im Bewusstsein einer ununterbrochenen Gefahr gearbeitet, die sich nicht vermeiden liess. Ein äußerst vorsichtiger Arbeiter konnt wohl darauf achten, dass bei der Arbeit, also bei dem Hinwegführen des Holzstückes über den Holymesserkopf kein Fingerglied über das Arbeitsstück hinaus vorstand, aber die Hauptgefahr spottete jede Vorsicht. Selbst die Hand des vorsichtigsten Arbeiters musste in die Messerspalte geraten beim Abrutschen, bezw. bei dem nicht selten vorkommenden Zurückschleudern des Holzes, wenn er mit der einen Hand das zu hobelnde Stück auf den Maschinentisch aufdrückte und es mit der anderen Hand der Messerwelle zuführte. Dieses Emporheben und zurückschleudern des Holzes war weder vorherzusehen, noch zu verhindern, denn dies geschah schon, wenn das Holz an einzelnen Stellen verwachsen oder ästig war, wenn sich die Messer nicht schnell genug drehten, oder sich selbst schlecht stellten oder, wenn der Druck der Hände auf das Holz ungleichmäßig verteilt war.
Ein solcher Unfall aber ging nicht vorüber, ohne dass mehrere Fingerglieder, ja selbst ganze Finger abgeschnitten wurden. (Abbildung 2).

Aber nicht nur alle Vorsichtsmassregeln, auch alle Schutzvorrichtungen schienen dieser Gefahr gegenüber zu versagen, indem sie sich entweder als durchaus ungenügend erwiesen, oder zwar einerseits die Gefahr verminderten (Im Wege selbststätiger Zudeckung der Messerspalte durch Schutzblechschieber oder durch Verkleinerung der Messerspalte ), andererseits, die Gefahr erhöhten, indem sie den Spähnen keinen genügenden Fallraum gaben, so dass die Messerspalte sich verstopfte und häufig Verletzungen von Fingern vorkammen, wenn der Arbeiter die Spalte von Spähnen freimachen wollte.

Dieser Vierkantwelle ist als Beispiel einer runden Welle in Abb. 3 und 4 eine Sicherheitswelle der Maschinenfabrik Bohumil Voleský, Prag-Lieben und in Abb. 5 und 6 eine Originalsicherheitswelle für Holzhobelmaschinen nach System Schrader, ein Erzeugnis der Maschinenfabrik Emil Mau und Co. in Dresden gegenüberstellt.

Die Messer dieser Welle liegen vollkommen geschützt eingebettet zwischen der Klappe (Welle der Firma Volesky) bezw. zwischen einen Keil (Patent Schrader) und dem massiven Körper der Welle. Sie liegen fest, unbeeinflusst von jeglicher Inanspruchnahme und ein Ausspringen der Messer ist ebenso ausgeschlossen wie ein Sichwerfen oder Sichbiegen. Auch ein Herausfliegen der Schrauben ist möglichst für den Fall eines Bruches verhindert, da diese Schrauben rund sind sind, tief in Aushöhlungen der Klappen liegen und überdies beim Patent Schrader viel weniger in Anspruch genommen werden, als die Schrauben der Vierkantwellen, da bei jenen die Schrauben selbst halten müssen, während bei dieser Welle die Schrauben nur die Klappen gegen die Keile zu drücken haben, was umso leichter geschehen kann, als diese Klappen nur mit ihren äussersten Enden fest aufliegen, während sie im Übrigen durch einen aus der Abbildung nicht ersichtlichen Zwischenraum vom Körper der Welle getrennt sind.

Dadurch, dass die Welle nach Patent Schrader hinterdreht ist - auch dies kann die Abbildung nicht deutlich zeigen - und vor den Messern in sanfter Neigung sich verflacht, ist verhindert, dass die Wellen sich verschmieren und gleichzeitig bewirkt, dass das Holz sich leicht in die Welle schiebt und die Spähne genügenden Fallraum haben.

Das Wichtigste jedoch in schutztechnischer Hinsicht ist, dass die Messer gerade nur mit ihrer Schneide vortragen und dass diese Messer, da sie mit der Welle förmlich verwachsen sind, ganz dünn sein dürfen, ohne die Gefahr eines Bruches.

Durch die angeführten Vorrichtungen ist einerseits die überwiegende Möglichkeit beseitigt, mit den Fingern in die Spalte der Vierkantwelle zu geraten, andererseits aber ist selbst für den Fall, dass die Finger in die Spalte kommen, bewirkt, dass nur ganz unbedeutende Verletzungen sich erreignen können, Risswunden, die nicht einmal Unterbrechungen der Arbeit zur Folge haben. (Abb. 7)

Durch den grossen schutztechnischen Erfolg der runden Wellen im allgemeinen ist eine grosse Anzahl verschiedener derartiger Fabrikate auf den Markt gelockt worden, die sich zwar zum grossen Teile in der angedeuteten Weise auch bewähren, zum kleinen Teil aber auch neben ihrer schutztechnischen Wirkung im gewissen Masse (dadurch dass sich die Messerspalten mit Spähnen leicht verstopfen, die Messer nicht genügend festhalten usw.) der arbeit hinderlich sind, von den Arbeitern ungern benutzt und dadurch die guten Schutzwellen kompromittieren. Jedenfalls handelt es sich in allen Fällen, in denen Unternehmer mit der Arbeit der runden Wellen unzufrieden waren, nur um deartige Fabrikate und die eigentliche Bedeutung der runden Welle wird damit nicht berührt.

Es wurden Stimmen laut, welche aufgefutterte Vierkantwellen für einen genügenden Ersatz der eigentlichen runden Wellen erklärten. Dies kann nur insoweit zugestanden werden, als die obigen Einwendungen nicht zutreffen, die Messerspalten sich also nicht verstopfen, die Messer genügend festgehalten werden, das Holz genügend leicht über die Welle geht, die vier Schraubenreihen nicht eine Gefahr bedeuten usw (Abb. 8 eine von der Firma Volesky ausgeführte Auffutterung).

In letzter Zeit wurde für Abrichthobelmaschinen ein neuer Ersatz für die eigentlichen runden Wellen empfohlen. Die Einrichtung hiebei ist derart getroffen, dass die Vierkanntwelle von eine Stahlhülse umgeben wird, wodurch der gefahrbringende Abstand zwischen Tischfläche und Messerwelle, wie bei der runden Welle, verringert und überdies die Messerschraubenmuttern von der Stahlhülse verdeckt sind und ein Abfliegen derselben im Falle eines Bruches verhindert wird. Bei einer derartigen Welle, konnen allerdings die alten Messer der Vierkantwelle und die gleichen Messerschleifmaschinen verwendet werden.

II)Die runde Sicherheitswelle ist im Grunde billiger als die Vierkanntwelle:
Bei der Vierkanntwelle, deren freiliegende Messer viel größeren Anforderungen Stand halten müssen, konnten nur mindestens 8 mm dicke, künstlich verhärtete Messer verwendet werden, während, wie schon erwähnt, bei der runden Welle, 1 ½ mn starke Messer aus naturhartem Stahl genügend. Überdies entfallt die Notwendigkeit der Anschaffung jeglicher anderen Schutzvorrichtung, die sich bei der alten Vierkanntwellen nicht umgehen ließ.

III)Die runde Sicherheitswelle arbeitet billiger als die Vierkanntwelle:

Vor allem ist natürlich das Schleifen dieser schmalen Messer weit leichter und schneller auszuführen als jenes der starken Messer der Vierkanntwelle. Überdies aber haben die Messer der runden Welle eine weit größere Abnutzungsflache. Während die Abnutzungsflache der Vierkanntmesser nur 15-16 mm betrug, betragt sie bei den Messern der runden Wellen ca. 28, also fast noch einmal soviel.

Da die Messer der runden Welle einen weit geringeren Luftwiderstand zu überwinden haben, als jene der Vierkanntwellen, ersparen sie gegen jenen an Kraft. Ihr Gang wird dadurch auch viel ruhiger und es wird jenes Heulen der alten Vierkanntwellen vermieden, welches förmlich ihre Gefahr anzeigte.

IV) Die runden Wellen arbeiten auch besser.
Da z.B. Bei den runden Wellen nach Patent Schrader der gesamte Arbeitsdruck der Messer direkt gegen den massiven Körper der Wellen liegt, wird ein bedeutend sauberes Hobeln des Holzes bewirkt und die Messer brauchen keinen so Großen Spahn, wie die Messer der Vierkanntwelle.
Auf der runden Welle können schwache und starke Späne gehobelt werden, ebenso wie hartes und oder weiches Holz. Es können selbst von roh bearbeiten Werkstücken ohne jede Gefahr Spähen heruntergeschrubbt werden, was bei den alten Vierkanntwellen eine häufige Gefahrenquelle bildete.

Der rasche Messerwechsel bei den runden Wellen, vor allem aber die Möglichkeit, ohne Herausnehmen der Hobelmesser zu kehlen (diese Möglichkeit war allerdings auch bei den alten Vierkanntwellen, bestehlt jedoch nicht bei allen runden Wellen) verbürgt ein rasches Arbeiten.

Überdies beschleunigen die runden Wellen die Arbeit auch dadurch, dass sie durch ihre vollkommene Gefahrlosigkeit ein unbedenkliches Arbeit gestatten.

Franz Kafka – Bericht der Arbeiter-Unfall-Versicherung Anstalt für das Königreich Böhmen.
1911
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