Zahnpflege im ersten Lebensjahrzehnt

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Wird in den ersten Lebensjahren die Mundhygiene durch die Eltern verabsäumt, können die Plaques

ungehindert wachsen. Zusätzlich werden noch (z. B. via Teelöffel) Keime aus karies- und

gingivitisträchtigen Mündern der Eltern in den Mund der Kinder übertragen.

Aufgabe der Eltern in den ersten Lebensjahren ist daher, für die Gesundheit der eigenen Mundhöhle

und die Zahnpflege des Kindes zu sorgen: Das Kind wird dabei auf den Rücken gelegt (bessere Sicht,

Fixation des Kopfes) und die Zahnpflege mit einem Wattestäbchen begonnen. Hat das Kind sich an

die Manipulationen im Mund gewöhnt, kann die Zahnbürste genommen werden. Die Zahnpasta ist

verwendbar, sobald das Kind sie verlässlich wieder ausspucken kann.

Von Kindern zwischen 5 und 8 Jahren darf man nicht erwarten, daß sie bereits in der LagZahngesundheite sind,

selbständig eine Mundhygiene durchzuführen, die auch hinreichend kariespräventiv wirkt. Eltern

müssen noch nachhelfen! Häufige Zahnpflege-Fehler, die Kinder in diesem Alter machen, sind:

- Ausschließliches Säubern der bukkalen Flächen

- Nichterreichen der 6-Jahres-Molaren

- unsystematische Vorgangsweise (Auslassen wechselnder Bereiche)

- systematische Fehler (z.B. Überspringen bestimmter Partien beim Umwechseln der Bürste)

-Mangelhafte Feinbewegungen (langsame Riesenkreise statt schneller Rüttelbewegungen)

- Horizontalbewegungen (“Schrubbertechnik”) an Stelle von Vertikalbewegungen

 

Die Grundeinstellung der Eltern zur Mundhygiene, ihr darausfolgendes Bemühen, Kenntnisse zu

erwerben, zu verbessern und an das Kind weiterzugeben, korreliert direkt mit der Anzahl der

Kariesläsionen bei 15jährigen!