Was Sie über Zusatzversicherungen wissen sollten!

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Die privaten Krankenversicherungen bieten teils in Kooperation mit gesetzlichen

Krankenkassen eine Vielzahl von Zahnversicherungen an. Eine solche Absicherung kann

nützlich sein, vor allem für Patienten, die im Bedarfsfall hochwertigen Zahnersatz wünschen.

Doch man sollte einiges wissen und bedenken:

 

 Es gibt zwei Arten von Zahnversicherungen:

 

a) Zahnersatzversicherungen

 

Diese bieten eine günstigere Prämie. Sie reduzieren allerdings lediglich den

Eigenanteil bei Zahnersatz.

 

b) Zahnzusatzversicherungen:

 

1. Diese richten ihre Erstattung an dem Gesamtrechnungsbetrag für den Zahnersatz

aus. Sie bieten darüber hinaus zusätzliche Leistungen wie Inlays, Implantate,

Prophylaxe und Kieferorthopädie. Empfehlenswert sind weitere Informationen von

Verbraucherzentralen und von der Stiftung Warentest z.B. in den Zeitschriften "test"

bzw. "Finanztest".

 

2. Die private Zahnzusatzversicherung deckt in der Regel nicht die Kosten für den gesamten

Zahnersatz ab, sondern nur für einen Teil (die Erstattung sollte bei mindestens 50 % vom

Rechnungsbetrag liegen) ab. Wichtig ist dabei, dass die Versicherung den vereinbarten

Prozentsatz kassenunabhängig erstattet, d.h. auch dann, wenn die gesetzliche

. Krankenkasse gar nichts zahlt.

 

3. Vergleichen Sie die Vielfalt der Angebote! Sie sollten darauf achten, dass eine

umfassende Zahnzusatzversicherung Zahnarzthonorare bis zum 3,5-fachen GOZ-Satz

erstattet, es keine Begrenzung der maximalen Erstattung bei Inlays und Implantaten gibt,

Implantatleistungen inklusive Knochenaufbau mitversichert sind, die Anzahl der Implantate

pro Kiefer nicht begrenzt und der Zahnersatz (Suprakonstruktionen) auf Implantaten

mitversichert ist.

 

4. Zu beachten ist, dass der private Versicherungsschutz nicht sofort nach Abschluss der

Police eintritt, sondern zunächst eine Sperrfrist und Erstattungsbegrenzungen nach

Leistungsstaffeln meist über vier Jahre gelten.

 

5. Gesetzliche Krankenkassen werben bei ihren Mitgliedern für Zusatzversicherungen im

Rahmen von Gruppenverträgen mit privaten Krankenkassen. Zu empfehlen ist auch hierbei,

zusätzliche Versicherungsangebote anderer privater Krankenversicherungen zum Vergleich

einzuholen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass bei einem Wechsel der gesetzlichen

Krankenkasse der Rabatt für die Privatversicherung erlischt.

 

6. Für Zahnersatzversicherungen werden Beiträge ab 10 Euro erhoben. Bei

Zahnzusatzversicherungen fallen je nach Leistungsangebot Beiträge ab 20 Euro an. Jüngere

Versicherungsnehmer zahlen geringere Beiträge.

 

7. Achten Sie darauf, dass nur von Ihnen gewünschte Leistungen im Versicherungsvertrag

enthalten sind. Inwieweit zusätzliche Versicherungen z.B. für Brillen, Heilpraktiker oder

Akupunktur notwendig sind, müssen Sie für sich entscheiden. Zu bedenken ist dabei, dass

diese zusätzlichen Leistungen das Versicherungsangebot und deren Vergleiche

unübersichtlicher machen.

 

8. Ihre Zahnärztin/lhr Zahnarzt ist kein Versicherungsmakler und kann Ihnen somit keine

Versicherung empfehlen. Bevor Sie eine private Zahnversicherung abschließen, sollten Sie

Ihre Zahnärztin/lhren Zahnarzt konsultieren, um feststellen zu lassen, welche

Zahn behandlungen in Zukunft bei Ihnen notwendig sein könnten und welches

Erkrankungsrisiko bei Ihnen vorliegt. Sie/Er kann Sie also darüber beraten, wie sinnvoll aus

medizinischer Sicht eine Zusatzversicherung für Zahnersatz unter Berücksichtigung Ihrer

persönlichen' Bedürfnisse und Befunde ist. Diese Untersuchungsergebnisse können

Grundlage für Ihre Auswahl unter den verschiedenen Versicherungsangeboten sein.

 

9. Bester Schutz vor Zahnverlust und notwendigem Zahnersatz ist eine optimale häusliche

Mundhygiene und die regelmäßige Vorsorge bei Ihrer Zahnärztin/lhrem Zahnarzt