Plaque

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Plaque                         „Unter Plaque versteht man den Zahnbelag“

 

Sein Wachstum geht in folgenden Phasen vor sich:

 

 1. Auf dem gesäuberten Zahn schlägt sich innerhalb von einigen Stunden aus Speichelbestandteilen

(Muzinen) ein sog. exogenes Schmelzoberhäutchen nieder. Es enthält vergleichsweise wenig

Bakterien.

 

 2. In der nächsten Phase (4 h - 2 Tage) lagern sich vorwiegend grampositive aerobe

Mikroorganismen (Streptokokken und Aktinomyceten) an. Kohlehydrate aus dem Nahrungsangebot

werden von diesen zu extrazellulären, klebrigen Schleimhüllen (Glykoproteinen) synthetisiert.

    Die Plaque wird so ein festhaftender Belag von makroskopisch sichtbarer Dicke. Sie wirkt wie eine

semipermeable Membran und saugt sich mit kleinmolekularen Nährstoffen voll, die von den Bakterien

leicht verstoffwechselt werden können.

 

3. Ab etwa dem dritten Tag des Plaquewachstums werden in den tiefen Schichten der Plaque die

grampositiven aeroben oder fakultativ anaeroben Mikroorganismen durch gramnegative Anerobier

(Fusobakterien, Prevotella, bewegliche Stäbchen, Spirillen, Spirochaeten) überwuchert.