Ernährung

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Ernährung

 

Zwischen Karies und Ernährung bzw. der Verfügbarkeit an Zucker besteht weltweit eine signifikante

positive Korrelation. Zuckerreiche Diät fördert das Plaquewachstum; je dicker die Plaque ist, umso

mehr Zucker kann zu Milchsäure abgebaut werden.

Auch Stärke kann kariogen werden, indem durch Hitzebehandlung ihre Moleküle gespalten und bakteriell

abbaubar werden

.

Kariogenität verschiedener Produkte

 

Milch, Käse etc. verursachen keine Säureproduktion, natürliche Fruchtsäfte sind relativ geringfügig

kariogen. Durch Saccharoselösung, Karamel sinkt der Plaque-pH tief und anhaltend ab, noch stärker

durch Genuß von Kindertee, Kartoffelchips, Milchschokolade, süßen Kuchen oder Cornflakes.

Die Kariogenität eines Produkts hängt ab von der

-Konzentration des Zuckers: schon ab 1,5 - 2% (in Kindertees, Limonaden) kommt es zu

vermehrter Säürebildung

-verfügbaren Form des Zuckers: Feiner Zucker ist kariogener als körniger Zucker (verfügbare

Oberfläche!), raffinierter vs. roher Zucker ergibt keinen Unterschied

-gleichzeitigen Aufnahme anderer Substanzen: beim Mitessen nichtkariogener Nahrung “verliert”

sich der Zucker teilweise im Speisebolus, ev. kommt es zur Pufferung von Säuren

-Frequenz der Aufnahme: Wenig süße aber häufig konsumierte Produkte können im gleichen Maß

 

Zahnschäden verursachen wie selten verfügbare mit hoher Zuckerkonzentration.

 

Praktikable Ansatzpunkte für zahngesunde Ernährung

Die durchschnittlichen Nahrungmittel, die ein Bürger in Deutschland zu sich nimmt, müssen als

kariogen angesehen werden.

Es gilt daher, a.) Kinder erst gar nicht an süße Speisen zu gewöhnen und

b.) möglichst oft zahnschonende Alternativen für kariogene Produkte einzuführen, die häufig und lange Zeit konsumiert werden, aber ernährungsphysiologisch nicht notwendig sind: Süßer Kindertee, süße Zahnungsmittel, süßer Vitaminsirup, Biskotten, süßer Brotaufstrich, Milchschnitten etc. lassen sich weitgehend durch ungesüßte Getränke, Topfen, Butter, Käse und frisches Obst etc. ersetzen. Dies liegt weitgehend im Einflußbereich der Eltern.