Rosendünger selbst gemacht!

Meine Rosen bekommen im Frühjahr Kompost und Hornmehl.
Da wir einen wirklich nährstoffarmen Sandboden haben, arbeite ich noch Urgesteinsmehl mit unter.

Sobald die Brennesseln und der Beinwell im Garten soweit sind (meist ab Mitte bis Ende April, ) beginne ich, Jauche herzustellen.
Das ist sehr einfach, kostet nichts und wirkt Wunder!


Und so mache ich`s:
Ca. 1Kg Beinwellblätter grob zerkleinern und in ein großes Kunststoff- oder Steingutgefäß geben. Bitte kein Emaille oder anderes Metallgefäß verwenden, da es mit der Flüssigkeit reagieren könnte.
Mit etwa 10 Liter Regenwasser auffüllen und so lange an einem sonnigen Ort stehen lassen, bis es aufhört, zu gären. Das dauert je nach Witterung 7-14 Tage.
Täglich umrühren, damit viel Sauerstoff ins Spiel kommt. Wenn es nicht mehr schäumt, ist der Gärungsprozess abgeschlossen und die Jauche kann verwendet werden.
Da die ganze Geschichte recht übel riecht, möglichst mit Deckel verschließen. Steinmehl oben aufgestreut mindert den Geruch ebenfalls.



Genau so setze ich auch die Brennesseljauche an. Man kann auch beide Kräuter mischen oder mit anderen Kräutern und Pflanzenteilen experimentieren. Nur mit samentragenden Wildkräutern sollte man vorsichtig sein, denn die Samen gehen durch die Gärung nicht kaputt und könnten sich so im gesamten Garten ausbreiten

Die Jauche verdünne ich 1/20 und gebe sie vor der Blüte im Mai und noch mal nach der Ersten Blüte Ende Juli an die Rosen.
Auch meine Sommerblumen und die Tomaten, Zucchinis und Kürbisse bekommen Jauche (ca. 1x wöchentlich..da Starkzehrer das ab können)

Im August bekommen die Rosen dann nur noch Beinwelljauche, da sie sehr Kaliumhaltig ist, und das Rosenholz so bis zum Winter besser ausreifen kann.

Guter Kaliumlieferant für Rosen sind übrigens auch Bananenschalen und Kaffeesatz!
Die Bananenschalen schneide ich klein, gebe sie an die Rosensträucher und grubber sie etwas ein. Ich habe den Eindruck, es bekommt den Rosen gut!

Im Herbst häufe ich die neu gepflanzten Rosen und die empfindlichen Sorten noch mit Kompost an (die anderen müssen ohne auskommen) und das war es dann.

Spritzen tue ich nichts, Läuse werden abgestreift oder den Meisen und Marienkäfern überlassen. Gegen Sternrußtau und Rosenrost unternehme ich ebenfalls nichts, habe aber festgestellt, dass die Rosen in den letzten Jahren widerstandsfähiger geworden sind...vielleicht durch den Beinwell?

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