Über mich


Beate Oliva
Lerncoach  -  Mixed-Media-Artist

Mit mir und den Bildern war es schon ziemlich verrückt. Als Kind malte ich sehr gern, Kunst war mein Lieblingsfach und so wählte ich Kunst auch als Leistungskurs.  Ich hoffte,  dort endlich das zu lernen, was ich nicht konnte: Perspektive, Proportionen,  Licht und Schatten....  Aber meine Hoffnung zerschlug sich schnell, was ich lernen wollte, war Voraussetzung und kein Thema im Unterricht.  Und so quälte ich mich durch die Jahre und vor allem durch die 5-stündigen Praxisblöcke.  Ich wusch ständig Pinsel aus, fegte, holte Kaffee - egal was , die Hauptsache ich sah beschäftigt aus, denn das was ich dort tun sollte, konnte ich einfach nicht.

Ich gab mir große Mühe, aus Büchern oder in Kursen zu lernen,  auch das vergebens. Glücklicherweise gab es ja auch noch die Theorie - und damit rettete ich mich durch die Jahre.

Danach rührte ich fast 20 Jahre lang weder Pinsel noch Farbstifte an, war ich doch überzeugt, dass  alle Mühe vergebens  sei.  Aber der Wunsch, malen zu können blieb.

Ich versuchte dies und das und stieß irgendwann auf einen Zeichenlehrer, dem klar war, wo mein Problem lag. Und so begann ich zu zeichnen, ja blieb sogar dabei, obwohl meine Ergebnisse zwar Welten besser waren als jemals zuvor,  aber nicht wirklich gut... Und: Zeichnen war und ist anstrengend für mich. Dann entdeckte ich das Journaling und war völlig fasziniert. Geht es hier doch darum, Bilder zu erschaffen auch ohne gut zeichnen, malen zu können. Und das Ganze vollkommen stressfrei, weil es dort nicht um schöne Ergebnisse geht, sondern um das Tun. Ich las sehr viele Bücher zum Thema, leider gibt es sie bislang nur in englischer Sprache,  da das Journaling in Deutschland noch nicht wirklich bekannt ist. Ganz schnell stellte sich bei mir die Routine ein, so oft wie möglich, oft täglich, meine Seite zu gestalten. 

Mittlerweile kann ich mir mein Leben ohne  das Journaling gar nicht mehr vorstellen.  Malen, Zeichnen, Kleben, Collagen erstellen, Fotos einarbeiten,.. ja, nach Herzenslust herumpantschen gehört für mich seit langem zum Tag. Hunderte von Bildern entstanden so und Dank der Journale gibt es auch kein Problem mit der Aufbewahrung. Die Journale nehmen im Bücherregal nicht viel Raum ein und doch haben meine Bilder einen ihnen gebührenden Platz.