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Freiwilligendienst

 

Häh? Ein Freiwilligendienst darf Spass machen?

Bei uns soll er das sogar. Denn nur wenn wir aus ganzem Herzen handeln, leisten wir hochwertige Arbeit. Deshalb arbeiten wir mit dem lebensfrohen Dreiklang MENSCH, BILDUNG und KREATIVITÄT. So arbeiten wir nicht nur humanistisch, sondern auch humoristisch :-)  "Nimm Dir Zeit zu lachen -- das ist die Musik der Seele!"

Wir arbeiten für diesen einen Moment…  jeden Tag!
  
 
 


Im Mittelpunkt unserer friedens- und entwicklungspolitischen Freiwilligendienste steht die Idee von wechselseitigem LERNEN und HELFEN.

  LERNEN heißt: Wir wollen (insbesondere jungen) Menschen einen Ort des wechselseitigen, interkulturellen Lernens bieten, an dem sie wertvolle Erfahrungen sammeln, eigene kreative Ideen und Lösungsansätze ausprobieren, ein differenziertes Verständnis zu entwicklungspolitischen Fragestellungen erarbeiten, und einen aktiven Beitrag für mehr Gerechtigkeit und Frieden leisten können – gemäß dem Motto "miteinander leben – voneinander lernen". Daher kann der Einsatz auch als Lerndienst bzw. soziales Jugendbildungsjahr bezeichnet werden.


HELFEN heißt: Der Freiwilligendienst soll bedürftigen und benachteiligten Menschen möglichst sinnvoll, unmittelbar und nachhaltig helfen (Verbesserung der Lebensumstände, Bildung, Armutsbekämpfung, Friedensarbeit, Hilfe zur Selbsthilfe, etc.). Der Freiwilligendienst soll möglichst eine Entlastung – in keinem Fall aber eine Belastung – für das Sozialprojekt bzw. die Einsatzstelle sein (Evaluation). Als Einsatzstellen kommen möglichst vorbildliche Sozialprojekte an der Basis in Frage, die einen klaren Bedarf für Mitarbeit und eine Kompetenz zu Anleitung und Betreuung haben.

   


 Alphabetisierung an der Basis
  Armen Kindern ein Engel sein …




- Mitarbeit in (möglichst) vorbildlichen Sozialprojekten an der Basis
- Zielgruppen sind meist Kinder und Jugendliche (Strassenkinder, Waisen, Behinderte, Aids-Kranke, Arme, etc).
- Sozialpraktische Arbeit (unmittelbarer Kontakt mit benachteiligten Menschen)
- Wir leben und lernen an der Basis: Wir teilen die Lebenswirklichkeit der Menschen
- Unsere FW wohnen meist zu zweit oder zu dritt in WGs mitten im bunten Leben ihres Einsatzlandes
- Bildung als Schlüssel, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen
- Sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder, um Werte wie Respekt, Teamgeist und Fairness zu vermitteln



- Dauer: 13 Monate
- 38 Wochenstunden in Sozialprojekten an der Basis
- 30 interessante Bildungstage (Vorbereitung, On-Arrival-Training, Zwischentreffen, Nachtreffen)
- 30 Urlaubstage
- Pädagogisch-psychologische Begleitung durch Fachkräfte
- ehrenamtliches Mentorennetzwerk
- Tutoring durch Ehemalige (Länder-Koordinatoren)
-  partizipativer Ansatz: Mitgestaltung der Freiwilligendienste durch unsere Freiwilligen

Ein Freiwilligendienst hat nicht nur Sonnenseiten. Sei Dir deshalb auch bitte über folgende möglicherweise "negativen" Aspekte bewußt:
1.) Du wirst eine steile Lernkuve durchlaufen müssen und Dich zeitweise überfordert fühlen ("Welcome to Crisis Zone!")
2.) Es wird Tiefpunkte geben und auch punktuelle Enttäuschungen: Du wirst eine Menge Frustrationstoleranz brauchen!
3.) Andere Länder, andere Sitten. Vieles in der fremden Kultur wird Dir erstmal seltsam vorkommen. Die Gefahr ist, dass Du schnell in Stereotype abgleiten willst ("Die Latinos sind alle unpünktlich!")
4.) Es bleiben immer Restrisiken (Autounfall, Naturkatastrophe, Überfall, Bürgerkrieg, etc.)
5.) Keine Rose ohne Dornen. Wir arbeiten und leben mit der Realität wie wir sie vor Ort vorfinden. Darüber jammern bringt nichts; entscheidend ist, was wir anpacken und positiv verändern können. Wer nach Ghana will, muss sich mit dem Thema Malaria beschäftigen; wer in eine Regen-Region geht, muss mit leichtem Schimmelpilz an Wänden in vielen Häusern rechnen. Das heißt nicht, dass wir Malaria oder Schimmelpilz verharmlosen wollen, aber: Informiert Euch bei unseren Ehemaligen (Euren Vorgängern) über die tatsächlichen Lebensumstände vor Ort. Wenn Du dir diese nicht zutraust, dann lass es bitte sein. 
6.) Basisnahe Projekte sind niemals perfekt: Die einheimischen Mitarbeiter sind schlecht bezahlt und deshalb selten hochquaziert; die Ausstattung der Projekte ist ärmlich und der Arbeitsalltag bietet Dir selten den voll-strukturierten Ablauf eines deutschen Sozialprojektes (Du wirst Dich manchmal "etwas in der Luft hängend" fühlen -- und mehrere Monate brauchen, bis Du sinnvoll integriert bist => auch deshalb sprechen wir von LERNdienst und NICHT von Entwicklungsdienst!). Eigen-Initiative, Selbstdisziplin, Hilfsbereitschaft und Improvisationstalent sind Grundvoraussetzungen. Wir wollen ganz bewußt basisnah leben und arbeiten und akzeptieren erstmal die Realität, wie wir sie vor Ort antreffen. Wer dazu nicht bereit ist, wird sich mit unserem Konzept schwer tun. In Theorie fallen uns natürlich immer 100 Dinge ein, die besser laufen könnten. Entscheidend ist aber, was wir gemeinsam tun, um die Situation zu verbessern.


   
 
 Eva in Südafrika
 Bildung in Bolivien
 Frieden in Chiappas
 Alex in St. Petersburg

Vorbereitungsseminar (16 Tage) mit super interessantem Programm und tollen Referenten, u.a.:

Andreas Zumach (Vordenker der Friedensbewegung und UN-Korrespondent), Xaver Kienle (Leiter des Behindertenzentrums Stuttgart, Workshop „Umgang mit Behinderten“), die Pädagogen Sabine Gundert (zur musikalischen Früherziehung und Alphabetisierung von Kleinkindern) und Hans Bühler (Pädagogische Hochschule Weinheim; Afrika-Experte), Karsten Eichenseher (Brennpunktsozialarbeit); Heike Milanoumi (Friedensarbeit mit Puppentheater); die Pädagogin und Supervisorin Sibille Heller (fid); die erfahrene Entwicklungshelfer Alexander Solyga („Entwicklungshilfe zum Anfassen" / DED) und Carmen Schickinger (KfW/GTZ); der Mediations- und Deeskalationstrainer Roland Straube, die Gesundheitsberaterin Bettina Rusche (Ernährung und Gesundheit), die Spanischlehrerin Isabel Gabilondo (Impuls-Sprachkurs), die chilenische Pädagogin und Psychologin Paulina Cordero („interkulturelles Lernen“), der Musiklehrer Philipp Backhaus (FW-Chor und Band), der Zauberlehrer Dr. Dieter Arnold (Workshop „Kindern ein Lächeln zaubern!“), der Gründer der Mobilen Schule Arnoud Raskin (Belgien); den Ausbilder im Bereich Interkulturelle Kommunikation Leonel Brug (Königliches Institut der Niederlande); sowie der Clownslehrer Kalle Pawlitschko (Berlin / Clowns ohne Grenzen), der Theaterlehrer Nacho (COMPA/ Bolivien) und der argentinische Sozialclown Nanny Cogorno aus Buenos Aires. Auch ein Tropenmediziner, ein Studienberater („wie geht’s nach der Rückkehr weiter?“) und eine Erlebnispädagogin werden wieder mit von der Partie sein. Ferner ist für die gesamte Dauer unser bewährtes Kern-Team anwesend: Dr. Johannes Müller; Vorstand Cordula Müller, Pädagogin Uta Forstat (Odenwaldschule), Dipl.-Psych. Pablo Schickinger, Katinka Alphai, Anna-Lena Solty, Thalea Gundert, Inge Shabli, Albrecht Egetmeyer (Elternsprecher); sowie unsere Länderkoordinatoren Andi & Kristina (Nicaragua), Kathi (Mexico), Claus & Matze (Bolivien), Jan (Brasilien); Selina (Peru); Hendrix & Puschel (Südafrika) Jessi (Palästina) und Maik (Guatemala).


—IMAGINE IF:
I
nitiative Menschen für Ausgleich, Gerechtigkeit, Interkulturelles Lernen, Nachhaltigkeit und Entwicklung durch Internationale Freiwilligendienste




























Kathi beim spielerischen Englisch-Unterricht in Nicaragua

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