Schriften der Welt

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Dieser Artikel stammt aus der Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Schriften_der_Welt

 

Schriften der Welt

Die Schriften der Welt lassen sich nach der Art der jeweils verwendeten Schriftsysteme in unterschiedliche Schriftregionen einteilen. Die Einteilung stimmt gemäß der These „Das Alphabet folgt der Religion“ (David Diringer) weitestgehend mit den Einflussgebieten der Weltreligionen überein. So lässt sich in etwa sagen, dass katholisch und evangelisch beeinflusste Regionen in lateinischer Schrift schreiben, christlich orthodoxe Regionen in kyrillischer oder griechischer Schrift und islamische Regionen in arabischer Schrift. Mit dem Buddhismus wanderte das indische Schriftsystem nach Südostasien und über die Vermittlung durch chinesische Mönche die chinesische Schrift nach Korea und Japan. Jedoch ist die Geschichte der Schrift viel älter als die großen Religionen der Gegenwart und folgt der Ausbreitung von Philosophie und Geistesgeschichte ebenso, wie der der Schriftreligionen.


Ostasien

Dieser Bereich umfasst im Wesentlichen die chinesische Schriftzeichen (Hanzi), die japanische Schrift (Kana und Kanji) sowie die koreanische Schrift (koreanisches Alphabet und Hanja). Die chinesische Schrift verbreitete sich nach Korea und von dort aus nach Japan, beides Länder mit völlig anders gearteten Sprachen. Außerdem führte in beiden Ländern die Übernahme der fremden Schrift dazu, dass für die meisten Zeichen die originale Aussprache der koreanischen bzw. japanischen Wörter beibehalten wurden, aber mit den chinesischen Schriftzeichen auch die chinesische Aussprache übernommen wurde.

 

Chinesische Schrift

Ein chinesisches Schriftzeichen repräsentiert grundsätzlich ein einsilbiges Morphem der Sprache. Es handelt sich also um keine Silbenschrift, denn das Zeichen codiert die Bedeutung der Silbe, nicht ihre Aussprache. Gleichlautende Silben unterschiedlicher Bedeutung werden unterschiedlich geschrieben.

Schriftzeichen werden in China in sechs Kategorien eingeteilt:

    Piktogramme, z. B. für Berg.

    Ideogramme, z. B. „eins“, „zwei“ und „drei“.

    Zusammengesetzte Symbole, z. B. „Frau“ + „Kind“ = = „gut“.

    Phonogramme, die aus einem laut- und einem bedeutungsandeutenden Zeichen zusammengesetzt sind, z. B. / (mā, „Mutter“). Die rechte Komponente / (mǎ, „Pferd“) gibt die Aussprache an, während die linke Komponente (nǚ, „Frau“) den Hinweis auf die Bedeutung gibt.

    Entlehnungen, die wegen gleichen Lauts mit geringer Modifikation für eine andere Bedeutung verwendet werden.

Die Mehrzahl der chinesischen Schriftzeichen gehört der Kategorie Phonogramme an, und setzt sich aus einem begrifflichen, sinnbestimmenden Element und einem lautlichen Element (Deuter-Lauter) zusammen, das einen Hinweis auf die Aussprache gibt. Solche Zeichen werden typischerweise zur Codierung neuer Worte verwendet. Dennoch ist es normalerweise nicht möglich, ohne Kenntnis des Wortes und seiner Codierung auf Bedeutung oder Aussprache des Zeichens zu schließen.

Die Schreibrichtung war historisch von oben nach unten. Diese Spalten wurden dann von rechts nach links geschrieben, motiviert durch Verwendung des Pinsels als Schreibwerkzeug für Rechtshänder. Durch Kontakt mit der Lateinischen Schrift und Verwendung anderer Schreibwerkzeuge wird heute auf dem Festland im Alltag normalerweise von links nach rechts geschrieben und die Zeilen von oben nach unten angeordnet. Für Kalligraphie oder besondere Hervorhebungen im Schriftsatz wird aber immer noch die klassische Schreibrichtung verwendet.

1956 wurden in der Volksrepublik China aus verschiedenen Handschriften entwickelte einfachere Varianten chinesischer Schriftzeichen standardisiert und zur Norm in der Alltagsschrift erklärt, die so genannten Kurzzeichen, die später auch in Singapur angenommen wurden. Die ursprünglichen, komplexeren Langzeichen mit in der Regel mehr Strichen werden im Alltag nur noch auf Taiwan, in Hongkong, Macau und von Überseechinesen im Ausland verwendet, für Kalligraphie oder besondere Hervorhebungen auch in der VR China.

 

Japanische Schrift

Die japanische Schrift besteht im Wesentlichen aus drei Schriftsystemen, den chinesischen Kanji-Zeichen, der Hiragana- und der Katakana-Silbenschrift. Während es sich bei Chinesisch um eine isolierende Sprache handelt, bei der jedes Wort in jedem Zusammenhang unverändert bleibt, sind Koreanisch und Japanisch agglutinierende Sprachen, bei denen Endungen und Partikeln eine große Bedeutung haben. Dies führte dazu, dass sich in Japan zwei Silbenalphabete (Kana) herausbildeten, Katakana für Fremdwörter (ursprünglich in buddhistischen Texten) und Hiragana für japanische Partikeln und grammatikalische Endungen.

Kanji

Es existieren in der chinesischen wie auch in der japanischen Lesart etwa 3600 verschiedene Schriftzeichen des Kanji (漢字). Seit 1981 gibt es ministerielle Richtlinien, so dass heute 1945 Kanji in der Schule gelehrt und in Veröffentlichungen benutzt werden. Kanji werden für Verben, Adjektive und Substantive verwendet.

Was das Lesen von Kanji-Texten so enorm schwierig macht, sind die verschiedenen Lesungen für das gleiche Schriftzeichen. Es gibt eine Kun-Lesung, in der das Kanji nach der ursprünglichen japanischen Aussprache eines Begriffes ausgesprochen wird, und mehrere On-Lesungen (on = Laut) nach der chinesischen Aussprache zur Zeit der Übernahme eines Schriftzeichens.

 

Koreanische Schrift

Die koreanische Schrift ist eine Buchstabenschrift der besonderen Art. Sie ahmt die quadratische Form der chinesischen Schriftzeichen nach, gibt aber sämtliche Laute der koreanischen Sprache wieder. Korea führte unter König Sejong eine Alphabetschrift ein, die in Nordkorea die chinesischen Schriftzeichen (漢字, Hanja) ganz und in Südkorea zum größten Teil verdrängt hat. Zur Erinnerung an diese Erfindung wurde der 9. Oktober zum Hangeul-Tag. 1446 stellte König Sejong das neuerfundene koreanische Alphabet vor. Damals wurde das koreanische Alphabet Hunmin Jeongeum (訓民正音) oder »die richtigen Laute zur Unterweisung des Volkes« genannt. Das koreanische Alphabet ist unter den Schriftsystemen der Welt einzigartig, da es zu einem bestimmbaren Zeitpunkt von konkreten Personen und ohne Einfluss von außen erfunden wurde. Weiterhin ist es durch ein erklärendes Werk verbreitet worden. Das Alphabet hatte ursprünglich über 28 Buchstaben. Nachdem später einige von ihnen nicht mehr verwendet wurden, besteht es heute aus 14 Konsonanten und 10 Vokalen. Das Hunmin Jeongeum wurde zum Nationalgut Nr. 70 erklärt und 1997 in die Liste der UNESCO-Weltdenkmäler aufgenommen.

 

Südasien und Südostasien

Ausgehend von den altindischen Schriften Brahmi und Gupta bildeten sich in der gesamten Region Silbenschriften heraus. Die bekannteste dieser Schriften ist die Devanagari-Schrift („Schrift der göttlichen Stadt“), in der Sanskrit geschrieben wurde. Gemeinsamkeit aller dieser Schriften ist, dass sie alle Silbenschriften sind und bei nahezu allen der Vokal »a« fast in jeder Silbe vorkommt. Soll ein anderer Vokal folgen, wird dies durch diakritische Zeichen über, unter oder neben der Silbe angezeigt. Die Form der Zeichen ändert sich mit dem verwendeten Schreibmaterial: Lassen die Birkenrinden in Nordindien gerade Linien zu, würden diese die in Südindien verwendeten Palmblätter spalten. Die Eckpunkte dieser Entwicklung sind die Devanagari-Schrift, bei der alle Silben an einer Linie wie an einer Wäscheleine aufgehängt sind, und die birmanische Schrift, die im Wesentlichen aus Kreisen besteht.

 

Nordindische Schriften

werden in folgenden Sprachen verwendet:

    Die tibetische Schrift (China-Tibet) ist von der Devanagari-Schrift abgeleitet, wirkt aber im Schriftbild enger und spitzer. Von ihr leitet sich die Passepa-Schrift der Mongolen ab.

    Nepalesisch (Nepal, in Devanagari)

    Panjabi und die religiösen Schriften der Sikh-Religion wird in der Gurmukhi (guru = Lehrer + mukhi = Mund) geschrieben

    Hindi (offizielle indische Staatssprache, geschrieben in Devanagari)

    Gujarati (Bundesstaat Gujarat, die Heimat Mahatma Gandhis; die Schrift ähnelt der Devanagari, hat aber nicht deren charakteristische Oberlinie)

    Bengalisch (Bangladesch und Bundesstaat Westbengalen) ähnelt der Devanagari-Schrift, ist aber vom Schriftbild her weniger kantig

    Oriya (Bundesstaat Orissa) ähnelt den nordindischen Schriften in der Struktur, aber nicht so sehr in der Form.


Südostasiatische Schriften

werden in folgenden Sprachen verwendet:

    Birmanisch (Amtssprache in Myanmar): Die birmanische Schrift ähnelt den südindischen Schriften von ihren abgerundeten Formen her, hat aber im Gegensatz zu den südindischen Schriften sieben Vokale und unterscheidet drei Tonhöhen, was das Vokalsystem erheblich komplizierter macht.

    Laotisch (Laos)

    Kambodschanisch (Khmer, Kambodscha, Kampuchea): Die Khmer-Schrift liegt zwischen der indischen Schrift und der Thaischrift und hat keine eigenen Zeichen für Vokale. Alle eigenständigen Zeichen sind Konsonanten.

    Thai (Thailand): Die Thaischrift ähnelt der Khmer-Schrift und hat wie diese keine eigenen Zeichen für Vokale. Alle eigenständigen Zeichen sind Konsonanten, die alle den Vokal »o« mit sich führen.

    Es existieren auf den Philippinen vier verschiedene native Schriftsysteme. Das aus Luzón stammende Baybayin wurde von zentralphilippinischen ethnischen Minderheiten zu Buhid, Hanunó'o und Tagbanwa weiterentwickelt. All diese Systeme sind Abugidas mit dem inhärenten Vokal [a]. Zudem besitzen sie allesamt drei Vokale, unterscheiden keine Tonhöhen und sind, außer der kolonialen Version des Baybayin, nicht in der Lage, alleinstehende Konsonanten darzustellen. Baybayin selbst leitet sich von der Kawi-Schrift ab.


Naher Osten

Im Bereich des Fruchtbaren Halbmondes sind die frühesten Schriftsysteme der Welt zu finden. Die Erfindung der Schrift begann dort vermutlich mit der Keilschrift (Wortschrift und Silbenschrift). Erheblich jünger sind die verschiedenen ägyptischen Schriften (Hieroglyphen, Hieratisch, Demotisch), die hebräische Schrift (Konsonantenschrift) und die arabische Schrift (Konsonantenschrift). Abgeleitet von einer älteren Stufe der arabischen Schrift ist die äthiopische Schrift (Silbenschrift). Man nimmt heute an, dass die Erfindung der Schrift mit der Buchführung im alten Mesopotamien ihren Anfang nahm. Hohlkugeln aus Ton (sog. „Bullen“) enthielten verschiedene tönerne Symbole, die auf der Außenseite zur Kontrolle in den Ton eingedrückt waren. Eine Änderung des Betrages war nur durch Zerschlagen der Tonhülle möglich. Später ersetzten Zeichnungen der Symbole diese Hohlkugeln und deren Abdrücke. Auch wenn die ägyptische Hieroglyphenschrift auf den ersten Blick wie eine Bilderschrift aussieht, war sie doch nicht weit davon entfernt, eine Buchstaben- oder zumindest Konsonantenschrift zu werden. Konsonantenschriften sind auch die hebräische und die arabische Schrift. Wer in diesen Schriften liest, muss sich die Vokale selbst hinzudenken. Die Punktuationen, die in beiden Sprachen verwendet werden, finden nur bei Kinderbüchern und religiösen Schriften Verwendung.

 

Keilschrift

Im Mesopotamien des 4. vorchristlichen Jahrtausends, in einem Gebiet zwischen Euphrat und Tigris, begann im Nahen Osten die Geschichte der Schrift. Das Land gliederte sich in das Reich der Akkader im Norden und dem der Sumerer im Süden. Im sumerischen Uruk werden die ersten Tontafeln mit Keilschrift hergestellt. Diese ersten schriftlichen Aufzeichnungen stellen keine Mythen oder Versdichtungen dar, sondern sind in erster Linie landwirtschaftliche Listen und Tabellen, die als Gedächtnisstütze für die Buchführung und als Informationen über die soziale Verwaltung des Reiches verstanden werden können. Durch die Aufzeichnungen wird deutlich, dass die Sumerer sowohl Eigentumsurkunden einführten, wie auch Rechensystem und Zahlungsmittel und darüber hinaus mit Zinsen und Darlehen umgehen konnten.


Hieroglyphen

Die frühesten Hieroglyphenfunde stammen aus dem Zeitraum von 3000 v. Chr., es ist aber nicht gesichert, ob die Schrift nicht schon früher entstand. Bis ca. 390 n. Chr. bleibt die Schrift im Wesentlichen erhalten, die Anzahl der verwendeten Zeichen erhöht sich aber von etwa 700 auf erstaunliche 5000. Erst durch den Ägyptologen Jean-François Champollion wird die Hieroglyphenschrift 1822 entziffert und damit die Geschichte des Alten Ägypten bekannt.

Die Hieroglyphenschrift besteht, wie die Piktogramme der Keilschrift aus der gleichen Zeit, aus stilisierten Zeichnungen. Sie unterscheidet sich aber von ihr insofern, als die einzelnen Zeichen die Lautung der gesprochenen Sprache wiedergeben. Dadurch können mit ihrer Hilfe sowohl konkrete als auch abstrakte Realitäten dargestellt werden. Landwirtschaftliche und medizinische Texte werden ebenso niedergeschrieben wie Texte zu Erziehungsfragen, Gebete, Legenden, Rechtstexte und verschiedenartige Literatur. Die Hieroglyphenschrift erlaubt eine enorme Vielfalt und Originalität, weil sie drei Arten von Zeichen enthält:

 

Phönizisches Alphabet

Der Ursprung phönizischer Zeichen ist bis heute ungeklärt. Nach einer Theorie entwickelte sich diese neuartige Schrift aus einer schrittweise umgewandelten Keilschrift; eine andere These besagt, dass sich die phönizischen Zeichen aus dem Demotischen abgeleitet hätten.

Das phönizische Alphabet enthält nur Konsonanten, und auch heute noch enthalten die Schriften semitischer Sprachen, z. B. Hebräisch und Arabisch, nur sehr wenige Vokale. Es wird vermutet, dass das phönizische Alphabet als Quelle für die aramäische, die hebräische und die Arabische Schrift diente.

 

Aramäische und hebräische Schrift

Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurde im Land Aram, im heutigen Syrien, das aramäische Alphabet verwendet, das in nur wenigen Details vom ehemaligen phönizischen Alphabet abweicht. In dieser Schrift werden einige Bücher des Alten Testamentes verfasst. Die ältesten Schriftfunde des alten Hebräisch, auch als eckiges Hebräisch bezeichnet, gehen bis in das 10. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die größten Teile des Alten Testamentes wurden in Hebräisch niedergeschrieben. Schrift und Sprache unterscheidet sich nicht wesentlich von der heutigen offiziellen Schriftsprache Israels. Neben einer Druckschrift werden für das alltägliche Schreiben Kursivbuchstaben verwendet. Die bekanntesten Schriftfragmente sind die Lederrollen aus Qumran am Toten Meer, die in Hebräisch und Aramäisch verfasst wurden.

 

Griechische Schrift

Bei der Übernahme der phönizischen Schrift ist den Griechen ein folgenreicher Fehler unterlaufen, als sie z. B. das »Alef« nicht als einen (semitischen) Konsonanten erkannten, sondern für den Laut »a« hielten. Sie übernahmen aber noch die semitischen Buchstabennamen (Alpha, Beta, Gamma …), deren Verwendung die Etrusker und in ihrer Folge die Römer aufgaben (a, be, ce …).

 

Lateinische Schrift

Besonderheiten, die sich in der lateinischen Schrift herausbildeten, wurden nach und nach von anderen Schriftsystemen übernommen. Die Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinbuchstaben (Majuskeln und Minuskeln) kam erst mit der Renaissance auf, als die Humanisten die lateinischen Texte in karolingischen Minuskeln lasen und die Inschriften auf den altrömischen Monumenten vor Augen hatten. Die Abstände zwischen den einzelnen Wörtern gibt es zum Beispiel im Chinesischen nicht.

 

Georgische Schrift

Das georgische Alphabet umfasst 33 Buchstaben und jeder Buchstabe entspricht einem Phonem. Es hat als Schrift- und Literatursprache eine lange Tradition. Die Anordnung der Buchstaben im Alphabet entspricht der Reihenfolge des Griechischen Alphabets, obwohl die Buchstaben keine Abwandlungen der Griechischen Schrift sind. Am Ende des georgischen Alphabets befinden sich alle Laute, die im Altgriechischen keine Entsprechung haben. Die Schreibrichtung der georgischen Schrift ist von links nach rechts.

 

Kyrillische Schrift

Im Jahre 862/3 sollten von zwei Gelehrten, den Brüdern Konstantinos (827–869) und Methodios (815?–885), im Auftrag des Kaisers Michael III. zur Vorbereitung der moravisch-pannonischen Slawenmission Kirchenbücher ins Slawische übersetzt werden. Zu diesem Zweck entwickelte Konstantinos eine neue Schrift, die (später) sogenannten Glagoliza. Als um 893 in Bulgarien auf der Basis der griechischen Majuskeln unter Heranziehung spezifisch slawischer Elemente der Glagoliza eine neue slawische Schrift geschaffen wurde, erhielt diese in Erinnerung an den Klosternamen des Konstantinos »Kyrill« fälschlich den Namen Kyrilliza (Kyrill-Schrift).


Runen

Runen nennt man die Buchstaben des alten germanischen Alphabetes. Sie wurden gewöhnlich in Holz, Knochen oder Metall geritzt, später auch in Stein eingemeißelt, daher bestehen die Zeichen fast nur aus geraden Linien. Es gab 24 verschiedene Zeichen. Nach den Anfangsbuchstaben dieses Alphabets nennt man es auch Futhark. Runen wurden auch zu magischen Zwecken gebraucht.