Wasserfahren!?

Das Wasserfahren geht auf die frühere Flößerei zurück, welche auf den schiffbaren Flüssen der Schweiz ab Zürich, Bern und Konstanz stattfand. So wurde schon um 1200 diese Art der Fortbewegung in der Koblenzer Zollverordnung erwähnt. 1456 fand die Hirsebreifahrt statt. Sie war eine Wette zwischen den Städten Zürich und Strassburg, die beweisen sollte, wie schnell die Zürcher den Elsässern im Kriegsfall zu Hilfe eilen konnten.

Die Fischer und die Schiffer organisierten sich in Zünften, welche ihre Berufe sehr ernst nahmen. So konnte z. B. im Spätmittelalter in Basel eine Lehrzeit als Schiffer bis zu vier Jahre dauern, bevor er in der Zunft aufgenommen wurde.

Aus diesen Zünften wurde ab 1820 eine Art Genietruppen gebildet, welche ab 1850 in der schweizerischen Armee als Pontoniereinheiten und Sappeure für Flussüberquerungen und den Brückenbau eingesetzt wurden.

Ab 1869 wurden die ersten Wasserfahrvereine gegründet und man wandte sich vom nur militärischen Gebrauch ab und nutzte das Wasserfahren auch als Sport und als Wettkampf.

Als Grundstütze der militärischen Ausrichtung bilden die Vereine auch heute noch zukünftige Pontoniere in vormilitärischen Kursen aus.









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