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Tagblatt Online, 13. Dezember 2012 01:35:00

Kunstvolles aus Kerzenwachs

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Elisabeth Schumacher zeigt eine ihrer Wachsschalen. Mit einer Kerze darin, erzeugt die Schale ein wunderbares Schattenspiel. (Bild: Salome Merz)

Elisabeth Schumacher gestaltet mit Wachs Objekte. Ihre Kollektion ist mit viel Weihnachtlichem ausgeschmückt. In ihren Kursen zeigt die Weinfelderin, wie man aus dem heiklen Material Schalen und Laternen formen kann.

SALOME MERZ

WEINFELDEN. Elisabeth Schumacher hält eine Schale aus Kerzenwachs in der Hand. Ihre Vorliebe zum Wachs erkennt jeder, der das Strahlen in ihren Augen und ihre Vorsicht mit dem Kunstwerk sieht. Die Schalen sind ein Blickfang und setzen wunderbare Akzente in einen Wohnraum.

Die Weinfelderin begann vor fünf Jahren in der Kerzenküche zu arbeiten. Schon da wurde ihre Faszination für den Wachs geweckt. «Das Gestalten mit Kerzenwachs verlangt viel Geduld und Fingerspitzengefühl, was mir gefällt.» Anfänglich hatte sie einfache Kerzen gezogen – schnell wurde ihr dies aber zu wenig. «Da muss mehr möglich sein», dachte sich Elisabeth Schumacher und suchte nach weiteren Wachsobjekten.

Suche nach richtigem Material

Als sie dann eine Schale sah, die nur aus Wachs bestand, fand sie diese faszinierend. Sie konnte aber die Herstellerin dieser Wachsschale nicht ausfindig machen. So musste sie selbst, Schritt für Schritt, herausfinden, wie sie diese herstellen konnte.

Die Schwierigkeit dabei sei gewesen, das richtige, formgebende Material zu finden, erzählt Schumacher. Auf der Suche nach der richtigen Herstellungsart sei nicht immer alles gut gegangen. «Einmal hatte ich versucht, Wachs über einen Ballon zu giessen. Dabei ist mir dieser aber zerplatzt, und der heisse Wachs spritzte auf mich und auf die ganze Wand.»

Nicht nur Wachsschalen

Schalen sind jedoch nicht das Einzige, was Elisabeth Schumacher aus Wachs gestaltet. Auch sternförmige Kerzen oder viereckige Laternen stellt sie aus dem für kurze Zeit heissen und flüssigen Material her.

In der diesjährigen Kollektion hat sie verschiedene, weihnachtliche Motive in den Wachs eingearbeitet. So sind in den Laternen Gewürze, Orangen, Nelken, Anis und Kaffee zu erkennen. In anderen Jahren hatte sie Rosen bearbeitet, im nächsten Jahr sind Blüten geplant. «Das Gestalten mit dem Wachs entwickelt sich ständig weiter. Immer wieder entdecke ich etwas Neues.»

Atelier bei ihr zu Hause

Die Objekte stellt Elisabeth Schumacher bei ihr zu Hause in Weinfelden her. Hauptsächlich arbeitet sie mit weissem Wachs, da dieser am besten wirke. In ihrer Kollektion hat es aber auch Wachsschalen in Orange und anderen Farben. Momentan ist es für Schumacher nur ein Hobby. Die Einnahmen für den Verkauf von ihren Dekorationen können knapp das Material bezahlen. Neben den eigenen Kunstwerken bietet Schumacher auch Kurse an, bei denen sie mit anderen Erwachsenen Wachskunst herstellt. «Diese Kurse sind immer ausgebucht. Zudem sind sie spannend, jedesmal treffe ich auf völlig andere Menschen.»

Die Wachsobjekte von Elisabeth Schumacher sind bis Ende Jahr in der Drogerie Aemisegger ausgestellt. Weitere Informationen unter www.wachsrausch.ch.






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