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Hochzeitspaar Dankesrede

Die ganz spontane Dankesrede, die die Braut oder der Bräutigam halten könnte...

(Regie-Anweisung: In Richtung Festgäste lächeln!)

Hallo!
Liebe Hochzeits-Gäste!
Liebe … (Aufzählung einiger Hochzeits-Gäste)
Hab‘ ich jemanden vergessen?
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Ach ja ... Lieber, angetrauter Schatz!
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

(Zu den Gästen)
Ich danke Euch allen, dass Ihr heute gekommen seid. Aber, vor allem der Braut / dem Bräutigam!
Ich finde, ohne sie / ihn wäre dieser Tag heute nur halb so schön.
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Ich weiß ja gar nicht, ob ich so auf die Schnelle überhaupt einen Ersatz gefunden hätte ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

(Zum Ehepartner)
Du bist hübsch.
Du bist lieb.
Und du hast Herz.
Mit dir kann ich herumalbern.
Mit dir kann ich plaudern und diskutieren.
Mit dir kann ich Zukunftspläne schmieden.
Und mit dir kann ich jetzt eine eigene Familie gründen.
Im Grunde genommen, bin ich ganz froh, dass ich DICH genommen habe ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Allerdings weiß ich bis jetzt noch immer nicht so recht, warum DU ausgerechnet mich genommen hast …?
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Ich meine: Hattest du denn gar keine Alternativen?
Gar keine Auswahl?
Mein Geld kann es ja wohl nicht gewesen sein ...
Davon ist momentan ja nicht so viel da ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Oder ... – hast du dich vielleicht echt auch ein bisserl wirklich in mich verliebt?
Jetzt kannst du mir ja die Wahrheit sagen, weil, jetzt haben wir beide ja schon das „Fangeisen“ am Finger ...

... den Ehering!
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

(zum Ehepartner)
Sag es mir ins Ohr … Warum hast du mich geheiratet?
(bekommt etwas ins Ohr geflüstert)

Ach so? Deshalb...?!!!
(schmunzelt)
„Weil ich so eine liebe Familie habe“, hat sie/er gesagt.
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Nun: Diesen Tag so besonders macht in der Tat auch die Tatsache, dass Ihr alle gekommen seid.

(Namentliche Aufzählung einiger Gäste)

Und wenn ich euch alle hier sitzen sehe, stelle ich mir die Frage, warum ich einige von euch so selten sehe?
Ein paar Festgäste sehe ich überhaupt nur bei Hochzeiten und bei Begräbnissen.
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

(Ruft)
Ja, muss denn immer erst etwas passieren, damit wir uns über den Weg laufen …!?
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Es wäre schön, wenn wir uns ab sofort öfter sehen würden.
(blickt auffällig zu den Hochzeits-Geschenken hinüber)

Ja, es wäre wirklich schön, wenn wir uns ab sofort ... ÖFTER ... sehen ... würden!
(schmunzelt)
Nicht, dass ich damit jetzt unbedingt die vielen Geschenke hier meine ... Nein, überhaupt nicht …
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Obwohl wir uns, angesichts eurer Gaben, nun schon überlegen, ob wir nicht doch öfter heiraten sollten ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Es muss ja nicht immer dieselbe / derselbe sein ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

(zum Partner)
Kleiner Scherz, Schatz ...

Also, was mich betrifft: Ich werde ganz bestimmt NIE WIEDER heiraten. Nie wieder!
(leise zum Partner)
Und du?
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Ich hoffe, Ihr hört aus dieser Rede ein bisschen heraus, dass es mir heute wirklich sehr gut geht.
(macht „demonstrativ“ einen Schluck vom Wein)
Prost!

Jene, die mich besser kennen, wissen allerdings, dass dem nicht immer so war ...
Wie euch wohl auch, ist es auch mir nicht immer gut gegangen.
Auch ich lag schon ziemlich am Boden, war unzufrieden. Und hatte Sehnsüchte, Wünsche, Träume ...
Ich erinnere mich genau:
Es war nachts. Ich war im Freien. Und vernahm nur das Grillen der Zirpen ...
Ähm: Das Zirpen der Grillen.
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Der Himmel, auf den ich starrte, war finster. Er war dicht bewölkt, und nicht einmal der Mond war ein Lichtblick.
Rund um mich war es in dieser Stunde sehr, sehr dunkel.
Doch plötzlich erschien am Firmament ein ganz schwach leuchtender Stern.
Doch, je mehr ich diesen Stern ansah, desto stärker begann er zu leuchten.
Es schien mir, als ob dieser Stern nur noch für mich leuchten möchte ... Ich war fasziniert von diesem Stern – und sah nur noch ihn.
Liebe Festgäste: Ich brauche euch nicht extra zu sagen, wer dieser Stern ist.
(zum Partner)
Es war der Stern, der DEINEN Namen trägt!
(küsst Partner zärtlich)

Ich weiß zwar nicht, ob das heute letztendlich der schönste Tag unseres Lebens ist – wer weiß, was noch alles kommt ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Aber bisher ist er es ganz bestimmt!

(zu den Festgästen)
Es ist schön, dass es euch gibt!
(Kurze Pause für Applaus)

Auch unsere Familien wurden mit dem heutigen Tag doch wesentlich erweitert. Jetzt haben wir plötzlich auch Schwiegereltern. Schwägerinnen und Schwager. Und ein paar Nichten und Neffen noch dazu.
Jetzt sind wir ja fast schon ein richtiger Clan. – So wie diese berüchtigten Groß-Familien in Sizilien ...

... die haben sich allerdings meistens wirklich nur bei Begräbnissen getroffen.
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Warum wir für unsere Hochzeitstafel ausgerechnet diesen Ort hier ausgewählt haben, ist leicht erklärt: Weil wir uns hier einfach rundum wohl fühlen.

(Ggf. folgen nun ein paar Worte über das Lokal; Anm.)

Und auch Ihr, liebe Festgäste, sollt euch heute hier besonders wohl fühlen. Für Proviant ist gesorgt. Die Musik macht ihr Bestes ... Und zu später Stunde wird es wohl auch noch eine kleine Überraschung geben.

Bitte seht es uns großzügig, verständnisvoll und wohlwollend nach, wenn wir Zwei an diesem Abend nicht mit jedem einzelnen Gast so ausführlich sprechen, wie es ihm eigentlich gebührt. Am liebsten würden wir ja mit jedem von euch mindestens zwei Stunden lang plaudern – aber dann sitzen wir ja in einer Woche auch noch da ...

... und kommen nicht und nicht zu unserer, mit Hochspannung erwarteten, Hochzeitsnacht ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Wie ihr wisst, sind wir beide noch Jungfrauen …
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Nochmals Danke, dass Ihr unserer Einladung gefolgt seid.

Wie wir inzwischen alle wissen, meinte Hanna-Renate Laurien:
„Verliebt sein ist eine Art Vorgeplänkel, eine Ouvertüre, nach der sich entscheidet, ob daraus ein Drama oder ein Lustspiel wird ...“

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass unsere Ehe – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Lust-Spiel wird.
Noch dazu, wo sich meine Braut / mein Bräutigam heute so schön gemacht hat (schmunzelt) – so schön, wie eben nur möglich ...
(Kurze Pause für Lacher der Zuhörer)

Danke!