Monika Martin

Monika Martin, meine Schlager-Prinzessin

 
Monika Martin, Gerald Vukits
Monika Martin mit Gerald Vukits

Ich mag sie. Ich mag ihre Stimme. Ich mag ihre Lieder ... Die Steirerin Monika Martin ist eine der erfolgreichsten Schlagersängerinnen im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihre zarte, sanfte Stimme und ihre Lieder wie „La Luna Blu“, „Du warst da, als der Sommer kam“ und „Eisprinzessin“ berühren mich einfach.
Im Juni 2007 hatte ich eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens – mit Monika Martin!

Es war zwei Wochen vor der Veröffentlichung ihres Albums „Aloha Blue“.
Als Journalist durfte ich mir diese CD vorab anhören und war gleich ganz hingerissen. Und zwar von Monika Martins Lied „Eisprinzessin“, das sich auf diesem Album befindet. Ich war derart bewegt, als ich mir dieses Lied daheim zum ersten Mal anhörte. Beim zweiten Mal noch mehr. Und beim dritten Mal hat es mich innerlich fast zerrissen.
Nach dem zehnten Mal Anhören mailte ich der Monika Martin, dass die „Eisprinzessin“ unfassbar super ist.
Und sie hat mir zurückgemailt.
Nun wollten wir uns unmittelbar vor einem ihrer Auftritte im österreichischen Groß-Enzersdorf (NÖ), nahe meinem Wohnort, zwecks Fotos treffen.

Nach diesem Treffen notierte ich in mein Tagebuch Folgendes:
Soeben komme ich von Monika Martins Soundcheck in Groß-Enzersdorf zurück, wo sie heute Abend ein Konzert gibt. Ich kam hinein, in den Vorraum zum Konzert-Saal – und drinnen machte sie gerade ihren Soundcheck.
Ich bestellte mir einen kleinen Mokka und stellte mich so in die Doppelflügel-Türe zum Saal, sodass sie mich gleich sehen konnte.
Kurz darauf geschah das Unvorstellbare:
Da erklangen plötzlich die ersten Töne „meiner“ Eisprinzessin.
Live gesungen.
Von ihr!
Von Monika Martin.
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Beim Refrain der „Eisprinzessin“, der mir überhaupt am besten gefällt, winkte mir Monika Martin von der Bühne aus zu.
Das war so wie in einem romantischen Hollywood-Film: Der berührende Refrain. Der Star auf der Bühne. Singt. Und winkt ihm, dem kleinen Fan, der sie zusehends vergöttert, zu.
Na klar winkte ich zurück.
Und gleich nochmals der gefühlvolle Refrain ...
Und wieder schossen mir die Tränen der Rührung in die Augen.

Um mich herum hatte gerade das Catering-Service seine Dienst-Besprechung für die bevorstehende Abendveranstaltung. Und wenn mich jetzt irgendwer ansah, musste er glauben, ich bin ein bisschen bescheuert. Ich meine, wer weint schon in aller Öffentlichkeit drauf los, nur weil er ein Lied hört, das sonst noch gar niemand kennt …?
Mehr noch ...

Nachher kam Monika Martin von der Bühne zu mir und sagte mir, dass sie dieses Lied „Eisprinzessin“, das ja auf ihrer neuen CD in Kürze überhaupt erst veröffentlicht werden würde, noch niemals zuvor in der Öffentlichkeit gesungen habe. Jetzt, beim Soundcheck, habe sie es deshalb gesungen, weil sie wusste, dass ich da bin und es mir so gut gefällt.
Da hieß es erst einmal kräftig durchatmen für mich ...

Ob ich bei der Verabschiedung – noch dazu! – ein Bussi auf die Wange von ihr bekam, bleibt zwar mein Redaktionsgeheimnis. Aber eines kann ich Ihnen verraten: Es war die rechte ...

Der Grund für dieses Treffen war Folgender:
Anlässlich des Vatertags 2007 erzählte mir Monika Martin die berührende Geschichte über ihre „beiden Väter“. Nach Groß-Enzersdorf brachte sie mir nun Fotos von ihnen mit, die ich veröffentlichen durfte. Deshalb trafen wir uns.
Monika Martin erzählte mir von ihrem Stiefvater Rudolf, den ihre Mutter heiratete, als Monika sechs Jahre alt war.
„Zu ihm sagte ich Papa“, erzählte sie mir. Doch ihr Stiefvater starb, als Monika 19 Jahre alt war, 68jährig an Krebs. Ihren leiblichen Vater Hans hat sie nie gesehen. Er kam 1987 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
Kurz davor habe sie mit ihrem leiblichen Vater zwar erstmals telefoniert, und die beiden wollten einander auch treffen. Doch kurz vor diesem ersten Treffen mit seiner Tochter starb er.
Ich glaube, dass ihre beiden Papas heute sehr stolz auf sie wären …
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2012 trafen wir uns zum Interview in einem Wiener Hotel. Es war unser bislang persönlichstes Gespräch.
Monika Martin weiß, dass ich ein großer Fan von ihr bin. Bei diesem Interview 2012, im Hotel, sagte Monika Martin etwas Wunderschönes zu mir. Sie fragte mich, ob es denn meiner Frau nichts ausmache, wenn ich sie, Monika Martin, treffe und immer wieder von ihr schwärme.
Ich antwortete: „Nein!“
Monika fragte nach: „Bist du dir sicher?“
Ich: „Na sicher!“
In diesem Moment läutete mein Handy. Meine Frau wartete, dass ich sie, wie vereinbart, auf dem Rückweg vom Interview im Wiener Einkaufszentrum Donauzentrum abhole. Doch ich musste meine Frau versetzen, weil ich immer noch bei Monika Martin im rund 25 Kilometer entfernten Hotel saß. Nachdem ich das Telefonat mit meiner Frau beendet hatte, meinte Monika:
„Also Gerald, eines sage ich dir: Wenn ich deine Frau kennen lerne – und ich hoffe, das ist bald – werde ICH einmal mit ihr reden. Weil es geht nicht, dass du sie wegen mir versetzt.“
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Als ich an diesem Abend nach Hause kam, fragte ich meine Frau gleich: „Ehrlich: Hättest du mich auch versetzt, wenn du, sagen wir, ein Interview mit deinem Film-Schwarm Kevin Costner gehabt hättest und ich hätte irgendwo auf dich gewartet?“
Und weißt du, liebe Monika, was mir meine Frau aus dem Stand geantwortet hat?
Sie sagte: „Na sicher!“
Also bitte, liebe Monika, mach dir bloß keine Gedanken über meine Frau. ;)