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4. Teil: Geld verdienen im Internet

Wie aus 30 Euro 10100 Euro wurden...


Der Handel mit Domainnamen

Ich habe bereits zahlreiche aussagekräftige, werbewirksame, leicht zu merkende Top-Domainnamen „getestet“. Mein Tipp: Achten Sie vor allem darauf, dass ein Domainname, den Sie haben und später mit Gewinn verkaufen wollen, leicht zu merken und somit werbewirksam ist.

Nahezu alle Top-Domains sind zwar bereits vergeben, aber es sind auch noch genügend werbewirksame Domainnamen frei. Außerdem werden jeden Tag welche verkauft bzw. versteigert. Z.B. auf Sedo.de.
Die Erdkugel dreht sich eben jeden Tag weiter: Bisherige Entscheidungsträger gehen, neue Chefs kommen …
Oder, denken Sie doch nur an die ganzen Newcomer mit ihren Start-up-Internet-Projekten, die aussagekräftige Domainnamen dringend benötigen.

Seit einiger Zeit bin ich nebenbei im internationalen Domainhandel tätig. Das heißt: Ich lasse Domains (Domainnamen) auf meinen Namen registrieren, nutze sie, und verkaufe sie später zum Teil wesentlich teurer weiter. Das ist für mich eine Art Börsenspiel – nur mit wenig Risiko.
Auch bei Domainnamen gilt: Günstig kaufen, teurer verkaufen!

Die Top-Domain, die ich um 10.100 Euro verkauft habe...

Rund 30 Euro habe ich für den Domainnamen Familienhotels.de bezahlt. Ein paar Jahre später, im März 2007, habe ich diesen Namen für – sage und schreibe – 10.100 Euro verkauft.
Wie kam es dazu?

Ich suchte und suche regelmäßig nach freien Domainnamen im Internet – zum Beispiel via United-Domains.de oder 1und1.de. – Sowie nach gebrauchten Domainnamen, die gerade zum Kauf angeboten werden. Zum Beispiel auf Sedo.de. Dort gibt es auch Domain-Versteigerungen …

Im Jahre 2007 stellte ich den, damals auf meinen Namen registrierten, Domainnamen Familienhotels.de in die Domainbörse von Sedo.de.
Ein Bieter bot mir dafür 700 Euro.
Ich dachte „lächerlich“ und pfefferte „9990 Euro“ zurück. – Als „mein letztes Angebot“, wie ich dazuschrieb (um ein bisschen Druck auszuüben).

Im Gegenzug bot der Bieter (oder die Bieterin – ich kannte ihn/sie ja nicht) – siehe da – gleich 5000 Euro.
Fünftausend Euro für einen einzigen Domainnamen!
Zuerst 700 Euro – keine 24 Stunden später 5000 Euro …?
Dieser Betrag erschien mir schon wesentlich vernünftiger …
Doch, was sollte ich nun tun?

Wäre ich sofort dankbar (was ich grundsätzlich ohnedies war …) und einverstanden gewesen, hätte ich dieses 5000-Euro-Kaufangebot nur noch mit einem einzigen Knopfdruck akzeptieren müssen.
Aber, ich wollte noch mehr Geld für diesen werbewirksamen, aussagekräftigen und leicht zu merkenden, Domainnamen.
Ich wollte, wie gesagt, 9990 Euro.

Mit dem verbindlichen Mindestpreis von 5000 Euro „in Händen“ stellte ich Familienhotels.de auf Sedo.de in die – Domain-Auktion.
Mit diesem Schritt war mir klar: Binnen weniger Tage würde mein Domainname nun garantiert weg sein. Entweder würde er für 5000 Euro an den „Erstbieter“ gehen, oder – für noch mehr Geld – durchaus auch an einen anderen Bieter.
Mittels Presseaussendung zum Preis von (damals) 150,- Euro plus MwSt. bewarb ich diese, „meine“ gerade laufende Internet-Auktion via Presseaussendung – natürlich auch in der dafür passenden Verteiler-Rubrik „Tourismus“.
Und siehe da:
Es wurden sogar 10.100 Euro daraus!

Sedo bekam damals 10% Provision, doch über den Rest des Geldes freuten sich meine Familie, das Finanzamt und die gesetzliche Sozialversicherung.

Ein weiteres Beispiel:
Für den – ähnlich aussagekräftigen und werbewirksamen – Domainnamen Familienangebote.com investierte ich insgesamt rund 100 Euro. Im Jahre 2014 wurde er mir allerdings für exakt 5400 Euro abgekauft …
Somit habe ich mit nur zwei Domainnamen rund 15.000 Euro gemacht!

Und wenn ich das kann, dann können das viele andere auch. Oder noch besser als ich!
Sofern Sie derartige Gewinne an „normalen Handelsbörsen“ erzielen können: Hut ab vor Ihnen! Für mich persönlich ist der Handel mit Domainnamen jedenfalls wesentlich kalkulierbarer.

Domain-Tipps

Auch auf den Verdacht hin, dass wir Zwei künftig Konkurrenten sein könnten…: Sehen Sie sich regelmäßig bei Domain-Auktionen um! Zum Beispiel auf Sedo.de. Achten Sie aber auch darauf, welche Suchbegriffe (Domainnamen) sich aus dem aktuellen Tagesgeschehen ergeben. Wer dafür zu bequem ist, dem ist in dieser Hinsicht wohl kaum zu helfen.
Und wenn Sie einen erworbenen Domainnamen wieder verkaufen wollen, dann seien Sie bloß nicht zu teuer!

Natürlich müssen Sie beim Domainverkauf ggf. keine konkreten Preisangaben machen.
Wenn ich suche, ist es mir allerdings wesentlich lieber, wenn ich nicht nur ellenlange „Verhandlungsbasis“-Einträge vorfinde, sondern ganz konkrete Preisvorstellungen des Anbieters zur jeweiligen Domain.
Idealen falls Festpreise!
Doch darauf werden jetzt wohl ohnehin immer mehr Domain-Anbieter kommen, die – aufgrund ihrer nahezu wahnwitzigen Preisvorstellungen – ihre an sich ganz guten Domainnamen seit Jahren einfach nicht an den Mann bringen …

Nicht nur für mich persönlich stellt ein aussagekräftiger Domainname eine Wertanlage dar, obwohl man nicht exakt wissen kann, inwiefern sich die Bedeutung von Domainnamen künftig entwickeln wird. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass sich der Wert von aussagekräftigen Domains noch sehr weit nach oben bewegen wird.

Tipp: Lieber einen wirklich aussagekräftigen Domain-Namen um z.B. 1000 oder 3000 Euro übernehmen, als „irgendeinen“ um 290 Euro. Die realistische Möglichkeit des (lukrativen) Weiterverkaufs einer klaren, generischen und aussagekräftigen Domain ist stets zu bedenken.

Doch, achten Sie bei der Registrierung bzw. beim Weiterverkauf eines Domainnamens auf etwaige Namensrechte, Markenrechte usw., die Sie nicht verletzen dürfen!

E-Book und ähnliches als Geld-Chance?

Know-how, Fachwissen, außergewöhnliche Unterhaltung bzw. wesentliche Informationen haben in der Regel ihren Preis.
Ganz egal, ob Fachbücher, Rechtsanwalt, Steuerberater, Kurse oder Werbeagentur – alles kostet Geld. Für alles müssen Sie bezahlen.
Aber warum schreiben Sie (!) kein E-Book? Haben Sie denn nichts Interessantes zu sagen?
Denken Sie doch auch einmal darüber nach!

Wenn ich heute ein gedrucktes Buch verkaufe (mein erstes wurde im Jahre 1999 veröffentlicht), bekomme ich als Autor – sofern ich dafür überhaupt einen Verlag finde – vielleicht zehn Prozent vom Verkaufspreis. Das wäre bei einem Ladenpreis von 13,90 Euro gerade mal 1,30 Euro brutto.

Überlegen Sie sich mal, welche Informationen bzw. Geschichten Sie im Internet, um, sagen wir NUR 7,90 Euro verkaufen könnten. Und zwar als E-Book! Zum Beispiel via Amazon (Kindle).
Denn dort bekommen Sie Tantiemen von bis zu 70 Prozent!

Günstige E-Books haben, meiner Meinung nach, eine vielversprechende Zukunft.
Einmal schreiben. Immer wieder verdienen!
Und für die Kunden: Sofort (z.B. am PC) herunterzuladen und zu genießen bzw. ggf. in gedruckter Form als Taschenbuch zu bestellen!

Auf welchem Gebiet kennen Sie sich aus? Worin sind Sie Fachmann bzw. Fachfrau?
Dann schreiben Sie doch ein etwa 70-seitiges E-Book und verkaufen Sie es direkt auf Amazon! Wer oder was hindert Sie daran?
Ist Ihnen eigentlich klar, dass SIE nur JETZT leben? Dass Ihr Gehirn ein exklusiver Speicher ist, den nur Sie haben? – Aufgrund IHRES Lebens, aufgrund IHRER bisherigen Erlebnisse und Erfahrungen? Und dass einzig und allein Sie selbst dafür verantwortlich sind, was Sie aus Ihrem Leben nun machen? – Was Sie wagen bzw. was Sie sich nicht trauen?

Wir sind umgeben von Neidern, Skeptikern und Störenfrieden! Doch, es liegt einzig und allein an Ihnen, sich von diesen Fesseln, die Ihnen das Leben womöglich zur Hölle machen, zu lösen.
Tun Sie einfach das, was SIE wirklich wollen! Folgen Sie Ihrem Herzen und Ihrem wahren Bauchgefühl!
Das Internet (YouTube, Kindle etc.) hat schon so viele talentierte Menschen hervorgebracht, die vor 20, 30 Jahren, als man noch auf große Buchverlage und klassische Medien angewiesen war, wohl völlig unentdeckt geblieben wären.

Ich habe bisher nicht nur mit e-Books Geld verdient, sondern auch, indem ich auf Bestellung Word-Dokumente gemailt habe. Auf diese Art und Weise wurden Hochzeitsreden, Geburtstagsreden etc. versendet, die die Kunden noch bearbeiten und auf ihre persönlichen Verhältnisse abstimmen konnten, ehe sie zum Vortrag gelangten.
Bedenken Sie, dass sich Vorlagen für diverse Reden bzw. Hochzeitszeitungen und ähnliches durchaus auch für internationale Übersetzungen eigenen. Das heißt: Sie schreiben eine gute Rede, lassen diese in zahlreiche Sprachen übersetzen und verkaufen diese eine Rede künftig international… Wenn Sie pro Redenverkauf, sagen wir, 9 Euro verlangen und pro Tag verkaufen Sie z.B. 20 Reden … also da kann dann im Monat schon ein beachtlicher (Zusatz-)Verdienst zusammen kommen …;) Zumal Sie ja auch nicht nur eine Rede, sondern mehrere Reden zu den unterschiedlichsten Anlässen anbieten könnten.

Soziale Netzwerke

Geld verdienen lässt sich zunehmend in sozialen Netzwerken, z.B. als „YouTuber“. Wenn Ihnen Tausende Leute glauben, was sie dort via Videos von sich geben, welche bezahlten Produkt-Tests Sie machen, wofür Sie werben usw., kann sich die Mühe ganz schön lohnen. Die Herausforderung, besser gesagt: die Schwierigkeit liegt „nur“ darin, Tausende Leute sowie eine gewisse Nachhaltigkeit zu erreichen.
Ich denke, dass sich die Menschen immer mehr von Oberflächlichkeiten und Banalitäten verabschieden wollen. Und dass diese immer unerträglicher werden.

Für mich ist es schlichtweg unfassbar, welche völlig bedeutungslosen Dinge z.B. via Facebook veröffentlicht werden. Dem dann auch noch zu folgen, mag zwar eine Zeitlang irgendwie neu und amüsant (gewesen) sein. Aber auf Dauer…?

Zur Erinnerung: Konzentrieren Sie sich im Internet nur auf Ihre Stärken! – Darauf, was SIE (!) unverwechselbar macht.
Mit dem Hund Gassi gehen und sich die Haare blond färben (beides zählt zu gern geposteten „Facebook-News“), das können Milliarden andere auch …;)