Startseite‎ > ‎Beratung‎ > ‎

Rehabilitation


Kennen Sie den Grundsatz "Reha vor Rente"? Oder „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“?

Die Deutsche Rentenversicherung setzt sich dafür ein, dass Menschen nach Unfällen oder schweren Erkrankungen bald wieder eine Arbeit aufnehmen können. Nach dem ersten Grundsatz „Reha vor Rente“ bietet sie medizinische und ggf. berufsfördernde Rehabilitation zum Beispiel an:

  • dem Arbeitnehmer eine behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung

  • dem Arbeitgeber einen Firmenservice: hier erfährt er, was der Arbeitgeber für eine gesunde Belegschaft tun könnte. Bei einer gesunden Belegschaft reduzieren sich die Krankschreibungen und somit auch die krankheitsbedingten Personalausfälle, die je nach Krankheitshäufigkeit und -dauer hohe Kosten verursachen können.


Beim DRV-Beratungsservice für Firmen wird darauf geachtet, dass die Maßnahmen zum dauerhaften Erhalt der Mitarbeitergesundheit und deren Fachwissen mit möglichst wenig Aufwand ein- und durchgeführt werden können. Wichtig ist, dass schon bei den ersten Anzeichen von gesundheitlichen Problemen Maßnahmen wie z.B. eine zielgerichtete Rehabilitation getroffen werden. Wenn akute oder chronische Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden, kann sofort mit einer Therapie begonnen werden, die auf die Bedingungen am Arbeitsplatz abgestimmt ist und so eine optimale Behandlung gewährleistet.

Den DRV-Service können alle Arbeitgeber vom Kleinbetrieb bis zum Großkonzern in Anspruch nehmen.


YouTube-Video


Für die gesetzliche Rentenversicherung gilt: Erst dann, wenn eine Reha es nicht schafft, jemanden wieder so fit zu machen, dass er wieder arbeiten kann, wird eine vorzeitige Rente bewilligt. Doch wer früher in Rente geht, muss mit Abschlägen rechnen. Deshalb ist es der gesetzlichen Rentenversicherung besonders wichtig, die Gesundheit ihrer Versicherten aufrecht zu erhalten und dafür zu sorgen, dass sie dauerhaft erwerbsfähig sind und bleiben.

Was gibt es für wen?

Die Deutsche Rentenversicherung betreut als größter Sozialversicherungsträger Europas versicherte Arbeitnehmer. Die Rehabilitationsangebote sind dementsprechend vielfältig: Neben den regulären klinischen Rehabilitationsleistungen bietet die Rentenversicherung auch Nachsorge bei Tumorerkrankungen, Anschluss-Reha nach einem Krankenhausaufenthalt und Behandlungen für Abhängigkeitskranke an. Auch denen, die sich aus gesundheitlichen Gründen beruflich neu orientieren müssen, hilft die Deutsche Rentenversicherung. Sie bietet ein breites Rehabilitationsangebot für Versicherte aller Altersgruppen für alle akuten oder chronischen Erkrankungen. Das schließt auch Leistungen für Angehörige ein.

Wo und wie?

Die Lebensarbeitszeit wird sich verlängern: Auch und gerade deshalb gehören Rehabilitationsleistungen mit zu den wichtigsten Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung. Sämtliche Rentenversicherungsträger im Bundesgebiet verfügen über spezialisierte Rehabilitationseinrichtungen, die jeweils auf bestimmte Krankheiten ausgerichtet sind und mit den effektivsten Geräten für Diagnostik und Therapie arbeiten.
Rehabilitation wird in der Regel stationär durchgeführt. Aber immer mehr bieten die Rentenversicherungsträger auch ambulante Reha an - dem Wunsch vieler Versicherter nach Flexibilität entsprechend: In diesen Fällen besuchen die Patienten die Klinik nur während der Therapiezeiten und sind abends und an Wochenenden zu Hause. Mischformen sind möglich. So kann eine Rehabilitation stationär begonnen und ambulant fortgeführt werden.
Seit dem 1. Januar 2008 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf das so genannte Persönliche Budget für die Ausführung von Sozialleistungen. Wer das wünscht, kann von der Rentenversicherung für die notwendige Rehabilitation auch einen Geldbetrag erhalten. Damit kann sich jeder seine Reha selbst organisieren. Nach der Rehabilitation Um den Erfolg einer Reha nachhaltig zu sichern, bieten die Rentenversicherungsträger je nach Erkrankung spezielle Nachsorgeprogramme an. Deren Ziel ist es, Rehabilitanden auch nach dem Klinikaufenthalt zu unterstützen. Dabei arbeiten die Rentenversicherungsträger eng mit Selbsthilfegruppen wie der Rheumaliga und den Behindertensportverbänden zusammen.

Rechtzeitig handeln

Wer gesundheitliche Probleme hat und fürchtet, dass er bald nicht mehr arbeiten kann, sollte rechtzeitig eine medizinische Rehabilitation (Reha) beantragen. Eine frühzeitige und gezielte Hilfe durch eine Reha kann gravierende Gesundheitsschäden und krankheitsbedingte Fehlzeiten beim Arbeitgeber verhindern. Die Kosten für die Reha übernimmt grundsätzliche die Deutsche Rentenversicherung. Lassen Sie sich als Rehabilitanden (eigentlich immer bei einem Lebensalter < 60) im Verlauf der Reha vergleichsweise frühzeitige Rückmeldung über die sozialmedizinische Beurteilung / "Zwischenvisite" geben. So haben Sie mehr Raum für die Auseinandersetzung und können ggf. weitere Perspektiven für sich finden.

Näheres zur arbeits- und berufsbezogene Orientierung in der medizinischen Rehabilitation finden Sie hier.

Gute Tipps finden Sie hier.

Hiermit kann ich mein "Wunsch- und Wahlrecht" beantragen.

Nach der medizinischen Rehabilitation

Mit der Entlassung aus der Klinik ist die Rehabilitation oft noch nicht beendet. Wer wieder richtig gesund werden will, muss auch weiterhin etwas für seine Gesundheit tun und im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball bleiben". Hierbei unterstützt die Deutsche Rentenversicherung (DRV), indem beispielsweise Funktionstraining, Rehabilitationssport oder andere geeignete Maßnahmen, wie z. B. MTT (Medizinische Trainingstherapie) finanziert wird. Auch eine ambulante psychosomatische Nachsorgeleistung kann für bestimmte Patientengruppen angeboten werden.

Voraussetzung ist grundsätzlich, dass der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin in der Rehabilitationsklinik die Teilnahme an weiteren sportlichen oder therapeutischen Maßnahmen für notwendig erachtet. Von dort wird Ihnen eine entsprechende Verordnung ausgestellt und die Deutsche Rentenversicherung übernimmt die Kosten der Übungs- bzw. Therapiestunden im Rahmen der geltenden Vereinbarungen.

Funktionstraining und Rehabilitationssport werden in wohnortnahen Selbsthilfegruppen bzw. Sportvereinen angeboten und in der Regel für sechs Monate im Anschluss an den Klinikaufenthalt von der DRV finanziert wird.

Alternativ kann die regional tätige Rentenversicherung z. B. bei entsprechender Verordnung auch ein gezieltes Kraft- und Ausdauertraining an medizinischen Geräten unter fachlicher Anleitung im Rahmen der MTT finanzieren. Mehr als 300 Einrichtungen in Niedersachsen und Bremen gewährleisten auch hierfür ein flächendeckendes, qualifiziertes Angebot. Bei der DRV Bund heißt das „IRENA“.

Bei der ambulanten psychosomatischen Nachsorge nach dem Curriculum Hannover werden vom regional tätigen Rentenversicherer in der Regel 25 Gruppensitzungen sowie im Einzelfall weitere individuelle Gespräche mit speziell ausgewählte Therapeuten vereinbart. Hierbei können auch gemeinsame Sitzungen mit Ehegatten, Partnern oder Arbeitgebern zur nachhaltigen Verbesserung Ihrer gesundheitlichen Situation beitragen. Die nachgehende Therapie sollten Sie zeitnah nach Beendigung Ihres stationären oder ambulanten Klinikaufenthaltes aufnehmen. Die Kostenübernahme erfolgt bei allen Leistungen normalerweise für sechs Monate. Eine Verlängerung ist nicht möglich.

Ihr berufliches Comeback können Sie mit dem "betrieblichen Eingliederungsmanagement" (BEM) nach § 84 Sozialgesetzbuch IX gestalten. Sollte eine Reintegration auf den bisherigen Arbeitsplatz im Rahmen des BEM nicht möglich sein, so macht es eventuell Sinn, sich vom Arbeitgeber hierüber eine Bescheinigung ausstellen zu lassen. Diese Bescheinigung wird ggf. bei der Kranken-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung benötigt. Diese Bescheinigung finden sie hier. 

Zusätzlich finden Sie unter Downloads z. B. ärztliche Befundberichte, die z. B. die Sachbearbeitung versendet, wenn sich Rückfragen ergeben. Hier haben Sie schon jetzt die Möglichkeit, diese Unterlagen anzusehen und zu nutzen.

Siehe auch unter:

1_Sicherung des Rehabilitationserfolges.pdf

2_Teilhabe am Arbeitsleben.pdf

Hier finden Sie eine Übersicht verschiedener Projekte, die durchgeführt wurden, um arbeitsbedingte Rückenbelastungen zu verringern.

Weitere nützliche Hinweise finden Sie hier.

Untergeordnete Seiten (1): Reha für Reife
Ċ
BEM.pdf
(1079k)
Andre H,
17.10.2015, 06:49
ą
bem.jpg
(76k)
Andre H,
09.08.2015, 02:02
Comments