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Neu ab 1. Juli 2014

Durch das Rentenpaket steigen Erwerbsminderungsrenten:

Zwei Jahre mehr Zurechnungszeiten.

Wer gesundheitlich angeschlagen ist und deshalb kaum noch arbeiten kann und in Erwerbsminderungsrente gehen muss, bekommt aktuell in etwa eine Rente, als hätte er noch bis zum 60. Geburtstag weiter mit dem alten Durchschnittsverdienst gearbeitet. Diese rechnerische Verlängerung nennt man Zurechnungszeit. Durch das Rentenpaket der Bundesregierung wird die Zurechnungszeit um zwei Jahre bis zum 62. Geburtstag verlängert. Das erhöht die Erwerbsminderungsrente.

Beispiel: Wer mit 30 - zum Beispiel nach einem schweren Autounfall - schon nicht mehr arbeiten kann, hat bis dahin durch seine eingezahlten Beiträge nur geringe Rentenansprüche erworben. Bei seiner Erwerbsminderungsrente wird künftig so getan, als ob er bis zum 62. Geburtstag (bislang: 60. Geburtstag) mit seinem bisherigen Durchschnittsverdienst weiter gearbeitet und Versicherungsbeiträge an die Rentenkasse abgeführt hätte. Diese Zurechnungszeiten sollen dafür sorgen, dass auch Versicherte, deren Erwerbsminderung in jungen Jahren eintritt, finanziell einigermaßen abgesichert sind.

Im Beispielfall werden künftig die 32 fehlenden Rentenbeitragsjahre zwischen 30 und 62 ähnlich bewertet wie die tatsächlichen Beitragsjahre bis zum 30. Lebensjahr. Hat der Versicherte vor dem Unfall gut verdient und hohe Beiträge an die Rentenkassen abgeführt, werden auch die fehlenden Versicherungsjahre bis zum 62. Geburtstag entsprechend hoch bewertet - und umgekehrt. Das Gros der Erwerbsminderungsrentner gehörte allerdings vor dem Eintritt ihrer Erwerbsminderung nicht zu den Gutverdienern.

Durch die verlängerte Zurechnungszeit wird die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente um 41,50 Euro (West) bezieungsweise 37,50 Euro (Ost) erhöht. Das hat das Bundesarbeitsministerium berechnet. Hiervon profitieren allerdings nur diejenigen, die ab Juli 2014 neu in eine Erwerbsminderungsrente gehen.


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