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Erwerbsminderungsrente

Erwerbsminderungsrente sichert ab


Vorab folgende Information:



Sie sehen, es ist Einiges zu bedenken...


... die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen:
, dass in den letzten 5 Jahren 3 Jahre Pflichtbeiträge vorliegen, muss grundsätzlich erfüllt sein. Zum Beispiel bei Auszubildende gibt es eine Ausnahme.

... die medizinischen Voraussetzungen für eine volle Rente wegen Erwerbsminderung liegen bei Ihnen vor

wenn Sie wegen Krankheit oder Behinderung weniger als 3 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Die Deutsche Rentenversicherung prüft das anhand ärztlicher Unterlagen. Eventuell fordert sie weitere Gutachten an und stellt dann Ihr Leistungsvermögen fest. Hier finden Sie ein entsprechendes Formular.

Anhand des so genannten Berufsgruppenkataloges können die Mediziner das Leistungsvermögen evtl. besser beurteilen.  Hier klicken Sie dann bitte auf Ihre passende Gruppe. Anschließend finden Sie die genauen Berufe.

Hinweise zur Anwendung des Berufsgruppenkatalogs

Die Prüfung der Berufsunfähigkeit gem. § 43 Abs. 2 SGB VI in der bis 31.12.2000 geltenden Fassung beziehungsweise § 240 SGB VI in der Fassung ab 01.01.2001 erfolgt unter Berücksichtigung des

  • zeitlichen (quantitativen) Leistungsvermögens sowie positiven und negativen (qualitativen) Leistungsbildes,

  • bisherigen Berufs (Hauptberuf) und

  • der Verweisbarkeit

Diese Feststellungen ermöglichen im Berufsgruppenkatalog das Auffinden von Verweisungsmöglichkeiten in Abhängigkeit vom bisherigen Beruf und vom gesundheitlichen Leistungsvermögen der Versicherten. Erste Informationen über Berufe bietet das BERUFEnet der Bundesagentur für Arbeit. Verweisungstätigkeiten im rentenrechtlichen Sinne sind dem BERUFEnet allerdings nicht zu entnehmen.

Die Anwendung des Berufsgruppenkataloges setzt voraus:

  • Das Vorliegen eines genauen beruflichen Werdegangs des/der Versicherten und Angaben zu den Tätigkeiten. Bei einem evtl. Wechsel der Tätigkeiten müssen auch die Gründe für diesen Wechsel aktenkundig sein (vgl. Anl. zum Rentenantrag - Vordruck R210).

  • Den Nachweis aller während des Berufslebens erreichten Aus- und Weiterbildungsabschlüsse (vgl. Anl. zum Rentenantrag - Vordruck R210).

  • Eine Arbeitgeberauskunft über die Tätigkeit, die den bisherigen Beruf der/des Versicherten begründet Vordruck R3212. Sofern eine Arbeitgeberauskunft nicht mehr zu erhalten ist (zum Beispiel durch Konkurs des Arbeitgebers, Geschäftsaufgabe o. Ä.), sollte der/die Versicherte den Vordruck R3212 selbst ausfüllen. Diese Angaben sind durch geeignete Nachweise zu belegen. Geeignet hierfür sind zum Beispiel Kopie des letzten Arbeitsvertrages, Arbeitgeberzeugnis, detaillierte Stellenbeschreibung mit Angaben über die tatsächlich verrichteten Tätigkeiten sowie Nachweis über die tarifliche Einstufung und Nennung des maßgeblichen Tarifvertrages.

  • Bei Selbständigen zusätzlich eine Selbstauskunft (Vordruck R3220).

  • Das Vorliegen eines aktuellen, vom Beratungsärztlichen Dienst festgestellten qualitativen und quantitativen Leistungsvermögens.


Zur Feststellung, ob eine Erwerbsminderung vorliegt, ist es nicht erforderlich, ein ärztliches Attest vorzulegen. Entweder fordert der Rentenversicherungsträger ein Gutachten an oder schickt - bei Überschreiten eines bestimmten Lebensalters - einen Vordruck z. B. B3214 für den Hausarzt, der dann einen ausführlichen Befundbericht erstellen kann. Dadurch erübrigt sich möglicherweise eine ärztlichen Untersuchung.

Benötigt wird:

  • eine kurze Angabe zu den Gesundheitsstörungen mit Selbsteinschätzung (Vordruck R215) ,

  • die Anschrift des Hausarztes (mit Tel.-Nr.) und ggf. weiterer Ärzte, bei denen eine Behandlung erfolgte,

  • Angaben zu Untersuchungen, stationären Krankenhausbehandlungen und Kuren der letzten 3 Kalenderjahre,

  • bei anerkannter Schwerbehinderung: Kopie des Anerkennungsbescheides bzw. des Schwerbehindertenausweises,

  • für eine teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit (nur für vor dem 2.1.1961 Geborene) eine kurze Auflistung der bisher ausgeübten Berufe in zeitlicher Reihenfolge einschließlich der Angaben des zuletzt maßgebenden Tarifvertrages und der Lohngruppe,

  • Es muss mit Ihrem Antrag auf Erwerbsminderungsrente auch festgestellt werden, inwieweit Sie in der Lage sind, Ihr derzeitiges (Rest-)Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt umzusetzen. Aus diesem Grund müssen Sie dem Rentenversicherungsträger ausreichend Angaben zum Beschäftigungsverhältnis geben. Hier bitte dieses Formular vom Arbeitgeber, bei dem Sie zuletzt beschäftigt waren, ausfüllen lassen. Wenn Sie gerade im Begriff sind den Antrag auf Erwerbsminderungsrente auf den Weg zu bringen, lassen Sie sich dieses Formular des Arbeitgebers ausgefüllt aushändigen und fügen es Ihrem eigenen Antrag bei.   
  • Kann man noch 3 bis 6 Stunden täglich arbeiten, prüft die Deutsche Rentenversicherung mit dieser Anfrage an Ihren Arbeitgeber eine Teilzeitbeschåftigung. Der Antragsteller bekommt diese Anfrage mit seinem positiven Leistungsbild und kann sie bei seinem Arbeitgeber abgeben.

Bitte folgende Checklisten beim Antrag auf Erwerbsminderungsrente unbedingt berücksichtigen:

1. Versicherungsrecht

2. Sozialmedizin

 


Zur allgemeinen Information:



 

Zur Übersicht der Feststellung von teilweiser bzw. voller Erwerbsminderung ab 01.01.2008 kommen Sie hier.


 


 

Wer vor dem 02.01.1961 geboren ist, der kann Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit (BU) haben. Entscheidend für die BU ist die zuletzt auf Dauer ausgeübte versicherungspflichtige Beschäftigung. Der Rentenversicherungsträger fragt unter anderem den letzten Arbeitgeber, welche Tätigkeiten tatsächlich ausgeübt wurden oder wie die Entlohnung war. Würde man dann z. B. als Facharbeiter angesehen, wäre vom Rentenversicherungsträger eine zumutbare Verweisungstätigkeit zu benennen. Bei ungelernten Arbeitern muss keine Tätigkeit benannt werden. Der Rentenversicherungsträger (hauptamtlicher Mitarbeiter) wird konkrete Aussagen zum Berufsschutz des jeweiligen Einzelfalles treffen können.
 
Kann der bisherige Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verrichtet werden, ist eine Verweisung auf eine andere Tätigkeit grundsätzlich zulässig. Der Kreis der zumutbaren Verweisungstätigkeiten richtet sich nach dem qualitativen Wert des bisherigen Berufes (Hauptberuf). Maßstab dafür ist die Dauer und der Umfang der Ausbildung.
 
Eine berufliche Qualifikation kann auch abweichend vom 'normalen' Ausbildungsweg erlangt werden. Ein Versicherter mit entsprechenden Berufskenntnissen ist auch ohne Ausbildung einem Ausgebildeten gleichzustellen. Als Indiz dafür kann auf die tarifliche Einstufung zurückgegriffen werden.
 
Aus der tarifrechtlichen Definition der Gehaltsgruppe ist der qualitative Wert der Tätigkeit abzulesen. Sie enthält die ausbildungsmäßigen Voraussetzungen und Tätigkeitsmerkmale, Ausnahme: Der tariflichen Einstufung kommt keine lndizwirkung zu, wenn die Einstufung in eine Gehaltsgruppe auf anderen als Qualitätsmerkmalen beruht, zum Beispiel körperliche Schwere, besondere Beeinträchtigung durch Lärm, Bewährungsaufstieg und so weiter (BSG-Urteil vom 20.08.1974, AZ: 4 RJ 363/73, SozR 2200 § 1246 Nr. 3).
 
Um eine qualitative Bewertung des bisherigen Berufs (Hauptberufs) vornehmen zu können, hat die Rechtsprechung des BSG Mehrstufenschemata für die Arbeiter- und Angestelltenberufe entwickelt. Das Mehrstufenschema für die Arbeiterberufe umfasst 4 Stufen und das für die Angestelltenberufe 6 Stufen. Die Stufen 1 bis 4 des Mehrstufenschemas für die Angestelltenberufe sind mit den Stufen 1 bis 4 des Stufenschemas für die Arbeiterberufe im Wesentlichen identisch. Lediglich die Stufen 5 und 6 sind eine Besonderheit des Mehrstufenschemas für die Angestelltenberufe. Bei der nachfolgenden Darstellung des Mehrstufenschemas wird zugunsten einer Zusammenfassung auf begriffliche Differenzierungen in den beiden Schemata verzichtet. Dies entspricht auch der rückläufigen Trennung zwischen Arbeitern und Angestellten in den Unternehmen und Tarifverträgen.
 
Die Stufe 4 des Mehrstufenschemas für die Arbeiterberufe ist abweichend von der nachfolgenden Darstellung maßgebend für Vorarbeiter mit Vorgesetztenfunktion beziehungsweise besonders hoch qualifizierte Facharbeiter.
 
Mehrstufenschema:
Wenn der Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung abgelehnt wird, können evtl. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - auch als "berufliche Reha" bekannt - von der Deutschen Rentenversicherung gewährt werden. Diese werden erbracht, um die Erwerbsfähigkeit entsprechend der Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen und die Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern. 

Die behinderungsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen ist ein Beispiel. Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitsplätze für schwerbehinderte und gleichgestellte Mitarbeiter behinderungsgerecht zu gestalten und mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen auszustatten - soweit dies für den Arbeitgeber finanziell und technisch/organisatorisch zumutbar ist. Er kann Zuschüsse erhalten.

Die Antragstellung erfolgt mit den Formularen der Deutschen Rentenversicherung "G 100" und "G 130". Grundsätzlich stellen Beschäftigte den Antrag bei der Rentenversicherung und Arbeitslose bei der Bundesagentur für Arbeit.
 
Für den Fall, dass Sie sich nach der Aussteuerung aus dem Krankengeldbezug bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden und Arbeitslosengeld beantragen, wird voraussichtlich die Agentur für Arbeit prüfen, ob Sie noch eine versicherungspflichte Beschäftigung von mindestens 15 Stunden wöchentlich ausüben können. Hierzu hat der ärztliche Dienst der Agentur für Arbeit ein Gutachten zu erstellen. Dies erfolgt in der Regel anhand Ihrer Angaben sowie den medizinischen Befundunterlagen. Ihre Erklärung zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht ist erforderlich. Dadurch wird voraussichtlich ein persönliches Erscheinen beim ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit eingespart. Den erforderlichen Gesundheitsfragebogen als unverbindliches Muster finden Sie hier. Für die Agentur für Arbeit hätte der bisherige Arbeitgeber dieses Formular auszufüllen. Wenn der Lebensunterhalt nicht gesichert ist, kann man Arbeitslosengeld II beantragen.
 
Weitere nützliche Hinweise finden Sie hier.
 
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