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Auf der Suche nach der eigenen Identität

Nicht wenige der Geschichten, die im jüdischen Museum erzählt werden,

handeln von der Suche nach der eigenen (jüdischen?) Identität.

Manchmal wird diese Suche zur tragikomischen Recherche, wie bei Verena Leija-Mansour,

deren Vater Edmund aus Haifa stammte, aber mit dem Pass eines Mexikaners durch die Welt reiste,

eine Lustenauerin kennenlernte und heiratete,

vor der Geburt seiner Tochter aber wieder das Weite suchte

und schließlich in München eine neue Familie gründete,

die von den Verwandten aus Lustenau nicht viel wissen will.

„Meine Halbschwester Katharina kümmert sich bis heute rührend um ihre Eltern.

Den Kontakt mit ihr kann ich leider nicht leben. Sie fürchtet um ihr Erbe, weil ich

von Edmund eine offizielle Vaterschaftsanerkennung unter seinem echten Namen gefordert habe.

Ich würde gerne meine Identität berichtigt sehen und beweisen, dass nicht irgendein Mexikaner,

sondern Edmund Mansour, das „jüdische Etwas“ respektive der jüdische Mann auf dem Foto,

mein Vater ist.“ (das Objekt: Ein Foto des Edmund Mansour alias Sebastian Leija)

Kultur“ Zeitschrift Dezember 2010/Jänner 2011

Ausstellung, S. 60

Von Markus Barnay






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Verena Leija,
23.02.2015, 07:36
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Verena Leija,
23.02.2015, 08:11
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Verena Leija,
23.02.2015, 08:08
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