Frank Fiedler - Bischofswerda

Biologie und Heimatkunde


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Lebensbilder aus der Oberlausitz2014 in erweiterter 6. Auflage erschienen: Frank Fiedler, Uwe Fiedler: Lebensbilder aus der Oberlausitz. 60 Biografien aus Bautzen, Bischofswerda und Umgebung. Books on Demand, 2014, ISBN 3842351771, 336 S., Vorwort & Inhaltsverzeichnis. Auch erhältlich bei: Amazon, Thalia, buchhandel.de, buch24.de, libri.de.

Frank Fiedler wurde am 29.11.1930 in Dresden als Sohn des Dresdner Grafikers Kurt Fiedler geboren. Er wuchs im Ortsteil Blasewitz unmittelbar an der Elbe auf und interessierte sich schon frühzeitig für die Gewässerfauna. Seit dieser Zeit gehören biologische Beobachtungen v. a. von Tieren, die am oder im Wasser leben, zu seinen hauptsächlichen Interessensgebieten. Als Biologielehrer war er langjährig in Bischofswerda und Umgebung tätig. Hier begann er, sich intensiv mit der Heimatkunde zu beschäftigen und darüber zu publizieren. Über viele Jahre hat er zudem in einer großen Anzahl von weiteren Arbeiten auch andere Themengebiete behandelt, z. B. die Botanik oder die Ornithologie.
Frank Fiedler beteiligte sich 1972 und 1984 an der "Aktion Fischotter" der Martin-Luther-Universität Halle und war bis 1989 als langjähriges Mitglied im Kreisvorstand Bischofswerda des Deutschen Anglerverbandes zuständig für Kultur und Bildung. Für seine Verdienste um den Naturschutz verlieh ihm der Landkreis Bischofswerda 1994 anlässlich der Vereinigung mit dem Landkreis Bautzen eine Silberne Gedenkmünze. (c) Uwe Fiedler, 2014

Gewässerfauna

Nach der Ausbildung zum Biologielehrer nahm Frank Fiedler seine Tätigkeit 1950 in Steinigtwolmsdorf auf und kam über die Zwischenstation Großdrebnitz 1961 nach Bischofswerda. Die benachbarte Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft stellt wertvolle Anregungen für Naturbeobachtungen bereit. Die Steinbruchrestgewässer bei Demitz-Thumitz und die Wesenitz (Beitrag zur Wikipedia) sind Gewässerbiotope, die interessante Beobachtungen zur Fischfauna ermöglichen. Dabei konnte der Autor auch auf langjährige Erfahrungen als Angler zurückgreifen. Seine biologischen Beobachtungen zu Fischotter und Co. ergänzte er zunehmend mit Recherchen in historischen Quellen. Im Laufe der Zeit gelang es Frank Fiedler, sich mit der Naturgeschichte ein weiteres Arbeitsgebiet zu erschließen. 


Fischfauna

  • Die Fische des Kreises Bischofswerda. Bischofswerdaer Land 4, Beiträge zur Heimatkunde unseres Kreises, S. 36-42, 1986

  • Zu den Veränderungen der Fischfauna in der ehemaligen Äschenregion der Wesenitz (1591-1989), In: Sächsische Heimatblätter 2, Zeitschrift für sächsische Geschichte, Denkmalpflege, Natur und Umwelt, Verlag Klaus Gumnior Chemnitz, S. 127-133, 2003

  • Zu Biologie und Verhalten ausgewählter Fischarten in den Steinbruch-Restgewässern des Klosterberggebietes bei Demitz-Thumitz, In: NABU Landesverband Sachsen e.V.: Jahresschrift für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik in Sachsen, Heft 8, S. 100-111, Leipzig, 2006

Historische Teichwirtschaft

Der Autor arbeitete häufig und gern in seiner Freizeit in der Teichwirtschaft von Kleindrebnitz. Hier erwarb er Kenntnisse und gewann Anregungen, die in Arbeiten zur historischen Teichwirtschaft mündeten.

  • Historische Teichwirtschaft im Raum Bischofswerda, Zwischen Wesenitz und Löbauer Wasser 3, Heimatblätter des Landkreises Bautzen, S. 41-49, 1998

  • Zeugnisse früherer wirtschaftlicher Tätigkeit am Laufe des Weickersdorfer Wassers, Zwischen Wesenitz und Löbauer Wasser 4, S. 3-7, 1999

  • Der Bürgerteich, In: Werbegemeinschaft Bischofswerda e.V. (Hrsg.), Bischofswerda 2009, Blatt Februar

Fischotter

Besonders die Arbeiten zum Fischotter fanden auch außerhalb Sachsens Beachtung. Der Autor erhielt dazu Anfragen z. B. von der Universita di Pavia (Italien, 1996), von der Generalitat de Catalunya Barcelona (Spanien, 1996) und vom Bundesamt für Naturschutz, Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm (1997). Zu Datenerhebungen verschiedener regionaler Forschungseinrichtungen und öffentlicher Verwaltungen (1972-2004) konnte beigetragen, Schüler- und Studentenarbeiten (einschl. einer Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg) unterstützt und eine breite Öffentlichkeit durch Publikationen in der Tagespresse (1994-2005) informiert werden. Prof. Dr. Michael Stubbe vom Institut für Zoologie der Martin-Luther-Universität Halle in "Geschichte und Perspektiven des Säugetierschutzes, Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg", Heft 1, 1998: "Im deutschen Raum sind Otterschutz und Feldforschung darüber hinaus u. a. mit folgenden Namen verbunden:...Frank Fiedler...". Mehrere Arbeiten zum Fischotter wurden in verschiedene Bibliografien aufgenommen (Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden, Museum für Tierkunde Dresden).

Dieses Bild basiert auf dem Bild Fischotter Lutra lutra3.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Factumquintus.

  • Der Fischotter, Lutra lutra L., im Kreis Bischofswerda, Bischofswerdaer Land 5, Beiträge zur Heimatkunde unseres Kreises, S. 41-48, 1987

  • Zum Rückgang des Fischotters in Sachsen in den Jahren 1884-1919 - Berichte in den "Schriften des Sächsischen Fischerei-Vereins", Abh. Ber. Naturkundemus. Görlitz, Bd. 64, Nr. 10, 1990

  • Beobachtungen an Querungen von Otterwechseln mit Verkehrswegen im Landkreis Bischofswerda, Veröffentlichungen Museum der Westlausitz 16, Kamenz, S. 60-66, 1992

  • Zum Vorkommen des Fischotters im Landkreis Bischofswerda, Ber. Naturforsch. Gesellschaft Oberlausitz, Görlitz, H. 2, S. 35-39, 1993

  • mit O. Zinke: Beobachtungen zu Biologie und Verhalten des Fischotters, Lutra lutra L, Veröffentlichungen Museum der Westlausitz 17, Kamenz, S. 66-77, 1993

  • Zur Fischotterbekämpfung in Sachsen bis zum Jahr 1920, Sächsische Heimatblätter 5, Zeitschrift für sächsische Geschichte, Denkmalpflege, Natur und Umwelt, S. 304-308, 1993

  • Abriß der historischen Verbreitung bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, Freistaat Sachsen, Landesamt für Umwelt und Geologie, Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege, Artenschutzprogramm Fischotter, S. 7-9, 1996


Heimatkunde

V. a. nach dem Ausscheiden 1991 aus dem Schuldienst begann Frank Fiedler, sich verstärkt für heimatge-schichtliche Belange zu interes-sieren. Diese Arbeiten waren zunächst schwerpunktmäßig dem heutigen Bischofswerdaer Ortsteil Großdrebnitz und seinen Persönlichkeiten gewidmet und werden seit Mai 2007 teilweise für das Biographische Lexikon der Oberlausitz aufbereitet. Der Autor hatte nach Groß- und Kleindrebnitz auch nach seinem beruflichen Weggang noch lange enge familiäre und freundschaftliche Bindungen.

Weitere Schwerpunkte der heimatkundlichen Arbeit sind natur- und landwirtschaftsgeschichtliche Themen sowie Biografien zu Biologielehrer-Kollegen aus dem Raum Bischofswerda.

  • Bemerkenswerte Gehölze in Bischofswerda, Die Stieleichen des Lutherparkes, Bischofswerdaer Land 6, Beiträge zur Heimatkunde unseres Kreises, S. 78-82, 1988

  • Ehregott Bruno Barthel: Lehrer, Kantor und Heimatforscher, Bischofswerdaer Land 8, Beiträge zur Heimatkunde unseres Kreises (Jubiläen - Gedenken), S. 97-98, 1990

  • Unvergessen - dank seiner Beiträge in einem heimatkundlichen Lesebuch, Dem Bischofswerdaer Oberlehrer Wilhelm Winkler zum Gedenken, Sächsische Zeitung, Ausgabe Bischofswerda, S.11, 9./10.01.1993

  • mit H.-W. Otto: Der "Hunger" im Süden der Stadt Bischofswerda, einst und jetzt, Zwischen Wesenitz und Löbauer Wasser 6, S. 69-80, 2001

  • H.-W. Otto, F. Fiedler: Ernst Emil Wustmann (1864 - 1923). Ein Bischofswerdaer Lehrer erforschte die "niedere" Tier- und Pflanzenwelt von Bischofswerda, Veröffentlichungen Museum der Westlausitz 25, Kamenz, S. 41-50, 2004

  • mit M. Hüsni: Regierungsrat Prof. Dr. Bruno Steglich (1857-1929) - ein bedeutender Wissenschaftler Sachsens, In: Sächsische Heimatblätter 2, Zeitschrift für sächsische Geschichte, Denkmalpflege, Natur und Umwelt, Verlag Klaus Gumnior Chemnitz, S. 176-180, 2004

  • Erinnerungen an die historische Verbreitung des Wolfes in der Umgebung von Bischofswerda, In: M. Hüsni, A. Mikus (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher, Nr. 1, S. 44-48, Burkau 2006

  • Zum 150. Geburtstag von Bruno Barthel. Ein Großdrebnitzer Lehrer widmete sich den Problemen der Landwirtschaft, In: M. Hüsni, A. Mikus (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher, Nr. 2, S. 32-33, Burkau 2007

  • August Leppelt - Ein Wegbereiter naturkundlicher Heimatforschung nach dem 2. Weltkrieg, In: M. Hüsni, A. Mikus (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher, Nr. 2, S. 43-46, Burkau 2007

  • Seltenes altes Ackergerät aus dem ehemaligen Erbrichtergut Belmsdorf, In: M. Hüsni, A. Mikus (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher, Nr. 2, S. 55-56, Burkau 2007

  • Zum 75. Geburtstag von Hans-Werner Otto, In: M. Hüsni, A. Mikus (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher, Nr. 3 (ISSN 1866-7872), S. 17-20, Burkau 2008

  • Naturerlebnisse auf den Spuren des Dichterförsters Gottfried Unterdörfer, In: Mathias Hüsni (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher, Nr. 3 (ISSN 1866-7872), S. 73-78, Burkau 2008

  • Zum Salzfuhrwesen in Großdrebnitz in den Lebenserinnerungen von Prof. B. Steglich, In: M. Hüsni, Schiebocker Landstreicher, Nr. 4 (ISSN 1866-7872), S. 55-56, Burkau 2009


Das Erbgericht Kleindrebnitz: Zwischenzeitliches Zuhause von Frank Fiedler.

Erbgericht Kleindrebnitz