Homemade‎ > ‎

Magnetic Loop

 
Magnetic Loop Testaufbau
Alex, PY1AHD hat eine kleine, zerlegbare Magnetic-Loop-Antenne für den portablen Einsatz entwickelt. Diese Antenne wird unter "AlexLoop Walkham" vermarktet und hat mich inspiriert, etwas ähnliches nachzubauen.

Der erste Testaufbau war gleich erfolgreich:
- die zwei ca. 350 pF-Pakete eines kleinen Rundfunkdrehkos habe ich in Serie geschaltet, so dass die Spannungsfestigkeit sich verdoppelt und kein Strom über die verlustbehafteten Schleifer fließt
- diese Loop verträgt Leistungen bis mindestens 10 Watt problemlos
- bei einem Schleifenumfang von 3,4 m arbeitet sie von 6,45 bis 28,7 MHz
- das SWR beträgt über den gesamten Bereich 1,35.

Geplante Optimierungen:
- drei ca. 50cm lange gemuffte HT-Rohrstücke mit einem Durchmesser von 40 mm sollen als Träger verwendet werden. So kann die Antenne leicht zerlegt und transportiert werden
- die Schleife soll aus niederohmigerem und steiferem RG-214 gefertigt werden
- der Schleifendurchmesser soll auf ca. 1 m verringert werden, so dass der Frequenzbereich 6,9 bis 30 MHz überstreicht
- die Koppelspule soll feinjustiert werden, so dass bei ca. 1,5 m Aufbauhöhe über freier Wiese eine SWR von ca. 1,2 erreicht wird
- der Kondensator soll wassergeschützt in ein Gehäuse eingebaut werden
- ein zusätzliches 1,5 m langes HT-Rohr soll bei Bedarf als Mast dienen
- eventuell soll noch ein Spannungsindikator integriert werden, der die Abstimmung vereinfacht.  

Updates folgen asap...
 
noch nicht ganz fertiggestellte Magnet-Loop
Dieses Bild zeigt die fast finale Version. Verwendet wurden drei 50 cm lange HT-Rohre mit einem Durchmesser von 40 mm. Zwei weitere dienen als Mast, der z.B. von Einschraubhülsen für Wäschespinnen gehalten werden kann. Die große Schleife habe ich aus Flex-2000 hergestellt; RG-214 erwies sich doch nicht formstabil genug. Der Durchmesser beträgt nun knapp 1 m, so stellt sich mit dem vorhandenen Kondensator ein Frequenzbereich von ca. 6.9 MHz bis 32 MHz ein. 

Die Loop kann mit zwei unverlierbar montierten Klettbändern zum Transport im Durchmesser verkleinert werden. Die Speiseleitung ist ca. 4 m lang und kann ebenfalls mit einem roten Klettband in Ordnung gehalten werden. Im Betrieb dient es als "Stolperschutz". 

Zur Beschaltung der Koaxbuchsen und -Stecker an der Anpassbox:
Es sollten auf jeden Fall gute und möglichst vergoldete verwendet werden. Ich habe innerhalb der Anpassbox Innen- und Außenleiter verbunden. So kann der Übergangswiderstand minimiert werden. Das hat aber den Nachteil, dass beim Betrieb die volle Loopspannung an den Koaxstecker liegt. Alternativ könnte die Verbindung nur über den Innenleiter erfolgen und die Brücke im Kabel hergestellt werden. Der Stecker muss dann ohne Gehäusekontakt gebrückt werden.

Noch ein Tipp zu den HT-Rohren: sie lassen sich nur schwer zusammenstecken und auseinanderziehen. In den Muffen befinden sich Dichtungsringe. Ich habe ca. 50% der Dichtlippen abgeschnitten (jeweils in 90° Segmenten). Jetzt passt es wunderbar. 
 
Anpassbox
Dieses Gehäuse schützt meinen Drehkondensator. Dieser alte Rundfunkdrehko ist sehr gut für diese Anwendung geeignet: 
- die beiden Pakete haben in Serienschaltung eine Kapazität von 10 pF - 170 pF
- er hat ein 1:6-Getriebe
- die Bedienachse ist elektrisch isoliert.

Gerade die beiden letztgenannten Punkte führen dazu, dass die Antenne sehr sanft und ohne negativen Handkapazitäts-Einflüsse abgestimmt werden kann. Außerdem ist anzumerken, dass die Antenne mit einer Hand gehalten und abgestimmt werden kann.
 
die Antenne inkl. Mastsegmenten in der Tasche
Hier ist die komplette Antenne in der Transporttasche verpackt. Sie hat keine kleinen und verlierbare Teile und die Masse beträgt nicht einmal 1,5 Kg. 1,75 Kg sind es inkl. der beiden Mastsegmente. Das Bild zeigt die Tasche inkl. dieser beiden Segmente.
 
21 MHz-Anpassung
 Hier die Anpassung über der Frequenz und das Smith-Chart bei 21 MHz.
 
Koppelschleife
Loopfixierung
Auf diesen Bildern sind die Koppelschleife und die Loopfixierung zu sehen. Um die Symmetrie sicherzustellen ist die Loopmitte mithilfe von Kabelbindern fixiert.
In der Rückseite des Mastes ist noch eine Bohrung. So kann die Loop auch aufgehängt werden.
 
Speiseleitungswimpel
Zubehör
Der rote Wimpel ist ein Klettband, welches beim Transport das Speisekabel rollenförmig fixiert und beim Betrieb als Warnwimpel verwendet werden kann, um "Stolperer" zu verhindern.

Als "Zubehör" habe ich noch zwei stabile Klettbänder zur Antennenbefestigung an z.B. Geländern hinzugefügt und ein Stück Seil, um die Antenne aufhängen zu können oder zu sichern.
  
Portabelstation (KX3, Palmpaddle und LiPo-Akku)Magnetic Loop im PortabeleinsatzEine Antenne mit gutem SWR zu bauen, ist eine einfache Sache... eine gute Antenne zu bauen, ist eine andere... Im Rahmen einer kurzen Portabelaktion in Liebenburg habe ich die Antenne getestet. Das linke Bild zeigt meinen KX3, mein Palmpaddle, ein PC-Headset und meinen 3,5 Ah-LiPo-Akku. Rechts ist die Antenne zu sehen. Mit den zwei stabilen Klettbändern ist sie an einem Geländer befestigt.
Das Handling im Feld ist ausgezeichnet und fast alles funktioniert wie geplant. Die Transporttasche der Loop kann sehr gut als Unterlage für die Station dienen. Das ist insbesondere bei SOTA-Einsätzen auf der Erde nützlich. "Fast" alles funktioniert einwandfrei meint, dass 10 m sehr stark von der Umgehung beeinflusst wird. Mit dem Aufbau am Gitter war nur ein SWR von ca. 2,5 erreichbar. Nachdem ich die Antenne ca. 3 m über Grund angehoben habe, lag es bei ca. 1,6.
 
RBN-Spots der Portabelaktion
In kurzer Zeit waren ca. 10 Stationen im Log: England, Polen, Finnland, Rumänien, Russland, Tschechien, Deutschland. Ich habe in den Modes "CW" und "SSB" gearbeitet. Für einen Nachmittag an einem Wochentag ist das ein gutes Ergebnis. Nach der Aktion habe ich mir angeschaut, was die Skimmer so von meinen CW-CQ-Rufen aufgenommen haben. Das Ergebnis ist links zu sehen. Auf 20 m und auf 15 m war ich immerhin mit ca. 6 dB S/N zu hören. In Irland mit 42 dB S/N und in Frankreich mit 32 dB S/N. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass mit dieser kleinen Antenne Europa sehr gut abgedeckt wird. 

Natürlich ist es keine Wunderantenne und in naher Zukunft möchte ich die Magnetic-Loop mit meinem Buddipole vergleichen. Auf jeden Fall ist es eine leichte  und unauffällige Antenne, die rasch aufgebaut werden kann und grundsätzlich funktioniert. So werde ich sicherlich auf meinen Reisen mit dem Wohnmobil auch für kurze Zeiten qrv.


Spot-Map