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R1 Fieldday SSB 2011

OPs
Unter DL0BV/p sind wir wieder in Grassel gestartet.

Obwohl dieses Mal McMurphy zu Besuch war, haben wir unser gestecktes Ziel weit übertroffen: 698 QSOs und über 120 Multis. Vielen Dank an alle Beteiligten und an die zahlreichen Besucher!

Der Aufbau
Der Aufbau lief wieder nahezu problemlos ab. Acht Mann benötigten von Ankunft vor Ort bis zur Einsatzfähigkeit der Station DL0BV/p etwas mehr als vier Stunden. Die zahlreichen über Jahre hinweg entwickelten Detailverbesserungen und die optimierte Beschriftung/Kennzeichnung von Teilen zahlen sich aus. So ist der 18m-Mast nun fast gefahrlos und von drei Personen aufbaubar. Ohne den angeschweißten Hilfsmast war der Aufbau nahezu lebensgefährlich und nur mit der gesamten Mannschaft von 10 Mann zu bewerkstelligen. Auch der Aufbau des Dipolmastes wurde optimiert und ist nun relativ rasch zu errichten. Nach vielen Evolutionsstufen über die Jahre ist der Holzfußboden nun auch stabil, wirklich leicht und einfach aufbaubar. Das Tunnelzelt und der überdachte Aufenthalts- und Besucherplatz haben sich bereits die letzten Male bewährt. An der Ergonomie der Station wurde nichts Grundsätzliches geändert. Der Kopfhörerverstärker und der Einsatz eines getrennt einstellbaren Lautsprechers haben sich erstmalig bewährt und die UMTS-gespeiste WLan-Versorgung hat das zweite Mal super funktioniert und ist nun Standard.

Der Wettbewerb
Der Startschuss fiel um 13:00 Uhr UTC. Nach zwei geloggten QSOs erschien McMurphy, hauchte uns HF ins Notebook und nichts ging mehr. Wir sind sofort auf Paperlog umgestiegen  und haben N1MM auf einem Netbook installiert. Leider mussten wir kurz Pausieren, um die auf Papier festgehaltenen QSOs in N1MM zu übertragen... Aber dann lief fast alles problemlos. Fast meint hier, dass der erstmalig geplante Einsatz der automatischen Rotorsteuerung nicht zum Einsatz kam, da wir für die Insatallation der Treiber eine zusätzliche Auszeit benötigt hätten. Das werden wir also auf nächstes Mal verschieben. Vor dem HF-Problem mit dem ursprünglichen Notebook hat die Rotorsteuerung sauber gearbeitet. Darüber hinaus konnten wir mit diesem Setup nur einen Bildschirm nutzen. 

Fieldday Site
Nicht nur das meteologische Wetter meinte es ausgesprochen gut mit uns, auch das Funkwetter war ok. Der solare Flux lag bei 114 und auf 20m waren sehr viele asiatische Stationen im All Asian Contest unterwegs. Das war auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite mussten häufig zwei Serials ausgetauscht werden oder es gab Stationen, die ausschließlich am AA teilnahmen. Leider war 10m nur sehr selten offen und auch auf 15m war nicht viel zu holen. Die objektive Auswertung steht noch aus und die werde ich asap nachliefern. 80m, 40m und 20m liefen gut. Zur Motivation haben wir dieses Mal ein "Live-Tracking" auf Papier eingeführt. Im Anhang sind die originalen Dokumente zu sehen: die blaue Kurve zeigt den Verlauf 2010, die rot gestrichelte zeigt unsere im Vorfeld abgestimmte Zielkurve und die Punkte wurde stundenweise in Echtzeit fortgeschrieben. Hier ist sehr schön unser anfängliches Problem zu erkennen. Ab ca. 21:00 Uhr UTC waren wir auf Zielkurs und dann sogar deutlich darüber. Das betraf erfreulicherweise auch die Multis und damit natürlich auch die Endpunktzahl, die ja aus dem Produkt von beiden gebildet werden. 

Das Ergebnis
Wir haben unser ambitioniertes Ziel von 600 QSOs um 98 übertroffen und sind sehr stolz. Was es nun tatsächlich wert ist, werden wir in den nächsten Wochen erfahren. Und das wir noch viel Potenzial nach oben haben, ist auch jedem klar... wir arbeiten daran, dieses abzuschöpfen. Ihr seid alle herzlich dazu eingeladen, uns bei den Detailverbesserungen, bei der Strategieplanung, als OP, als Auf- und Abbau-Helfer, als Catering-Supporter, als Sponsor etc. zu unterstützen. Wir haben den Aufwand mit nur zwei Masten, zwei Antennen und einem kleinen Zelt relativ gering gehalten... hätten da aber noch ein paar Ideen... Mal schauen, was die Auswertung sagt.

Auf- / Abbau
Der Abbau
Der generalstabsmäßig geplante Abbau verlief ebenfalls wieder problemlos und in deutlich kürzerer Zeit als der Aufbau. Nicht zuletzt hilft hier unser selbstgebautes Werkzeug zum Herausziehen der Bodenanker. 

Nochmals vielen Dank an alle tatkräftigen und an alle ideellen Unterstützer! 

Wer Lust hat, sich in unser Team zu integrieren, kann sich bei mir melden. Jede Art von Support können wir gebrauchen und es gibt sicherlich viel Raum zur persönlichen Fortentwicklung... und natürlich viel Spaß! 


Ein wenig Statistik