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Ob da was reinkommt - oder nicht - die Kiste muss auf Dach ...

veröffentlicht um 04.05.2017, 03:56 von Knut Harms
Seit dem wir die erste Grobzeichnung unserer Einraumwohnung gemacht haben, wollte ich so eine coole Alukiste auf dem Dachgepäckträger haben! Diese Idee spukte immer in meinem Kopf rum.

Und nun, wo demnächst die Sommerreise losgeht und wir allerlei sperriges Wassersportzeugs wie Neoprenanzüge, Flossen, Taucherbrillen, Luftmatratze etc. mit nehmen wollen, haben wir uns dieser Herausforderung gestellt.

Die Befestigung hat mir dabei gar keine Kopfschmerzen bereitet, sondern vielmehr die geeignete Kiste zu finden. Die gibt es von 50 EUR bis open end, dementsprechend von einem Hauch aus Aluminium bis hin zu richtig stabilen Profikisten.

Fündig sind wir bei der Firma Aluec (www.alutec.net) aus München geworden. Die Kisten werden aus Aluminium in Europa produziert und für die Bereiche A/B (Einstieg) über C mit stabilem 1 mm Alu bis hin zu D für den gewerblichen Einsatz angeboten.

Unsere D157 hat genau das Maß, was wir uns wünschen (Außenmaße 78 x 58 x 41 cm, 157 Liter) und wiegt nur etwas mehr als 8 kg. Die Box ist so bemessen, dass die Teleco Deutschland Satellitenschüssel weiterhin genügend Platz zum Ausrichten hat.

Die äußerst stabile Kiste hat zwar eine umlaufende Gummidichtung, ist aber generell nicht wasserdicht und nach der fachkundigen und freundlichen telefonischen Beratung stand fest, dass ich den Boden noch mit Silikon abdichten muss, denn der Fahrtwind würde uns ansonsten Regenwasser in die Kiste drücken.

► Also, ran ans Werk:

1. Nähte abdichten: Das macht mir immer Spaß. Versiegeln mit Kartuschenpresse, Holzspatel und Seifenwasser ist eine heimliche Leidenschaft von mir und war in 15 Minuten erledigt.

2. Der Rand bei den hochwertigen Kisten ist über aufgesteckte Aluprofile verstärkt. Der Boden liegt nicht direkt ebenerdig auf und muss an den Stellen, an denen die Streben des Dachträgers laufen, mit Holz in der richtigen Stärke ausgefüttert werden. Das bedeutet eigentlich nur Siebdruckplatte zuschneiden und mit Lohmann GmbH & Co. KG doppeltseitiger Klebeverbindung für den Automotive Bereich fixieren (das Zeug ist übrigens wirklich gut).

3. Eigentlich wollte ich aus Gewindestangen U-förmige Verankerungen erstellen. Wiebkes Einwand war aber mehr als berechtigt. Die gebogene Gewindestange wird nach dem Erwärmen nie wieder die ursprüngliche Stabilität bekommen. Also Plan B, der viel einfacher zu realisieren war. Einfach die Kiste mit Stahlschrauben 8 x 50 mit Scheiben, selbstsichernden Muttern und Flachverbindern an den Längsträgern des Dachgepäckträgers verschrauben.

Also Bohrstellen sorgsam ausmessen und durch die Kiste und das eingeklebte Holz bohren. Damit kein Wasser an dem Loch eintritt, habe ich innenseitig zwischen Scheibe und Boden eine Dichtung zugeschnitten und eingelegt.

5. Nun die Kiste sorgsam auf die Träger montieren und fertig. Glücklicherweise hat Sohnemann geholfen, ansonsten wäre es eine echte Quälerei gewesen.

Ich finde das sieht mega-stark aus.

Und nun seid ihr dran: Was sagt ihr dazu? Gefällt es euch?

Viele Grüße
Knut







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