Adversarien / Zitate des Semesters / acta diurna



"Neues aus Crazytown ist nicht zu vermelden. 

   Wir armen Seher im Büchersaal
    Seh'n alle mit Grau'n den Laternenpfahl
    Und fürchten, der Grieche wird Hottentott:
    Erbarme sich unser der liebe Gott!

So maliziös klang Gleim in seiner Epistel an Flögel, mit welcher das schöne Buch von Wolfgang Promies beziehungsreich sein Ende nimmt und unsere heutige Vorlesung auch."

             Prof. Emma Ruin, Vorlesung "Uneigentliche Diskurse"  2. Mai 2016



"Unter literarischer Kritik verstand nun etwa der römische Kaiser Caligula etwas vollständig anderes als marktgängigen Journalistenjargon. 

Ich zitiere aus der Caligula-Biographie des Sueton:
  Den Dichter einer Atellanenkomödie verbrannte er wegen eines einzigen Verses, der eine zweideutige Anspielung enthielt, mitten in der Arena des Amphitheaters.

So fein waren einmal die Zeitläufte!"

                                             Prof. Dr. Erwin Aberfett, Proseminar "Literaturkritik" 29. 4. 2016

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Tolstoy, Rasputin, Others, and Me

Мой черный карлик целовал мне ножки,
Он был всегда так ласков и так мил!
Мои браслетки, кольца, брошки
Он убирал и в сундучке хранил.
Но в черный день печали и тревоги 
Мой карлик вдруг поднялся и подрос:
Вотще ему я целовала ноги -
И сам ушел, и сундучок унес!

Mein schwarzer Wicht küsste mir die Füßchen,
Er war zu mir so zärtlich und so lieb!
Meine Armbänder, Fingerringe und Broschen
Räumte er weg und schloss sie in einer Kiste ein.
Aber eines schwarzen, traurigen Tages
Stand er auf und wuchs ganz plötzlich an:
Umsonst küsste ich ihm die Füße.
Verließ er mich doch und nahm die Kiste mit!




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"Das sogenannte Leib-Seele - Problem wird uns in diesem Semester beschäftigen. Nicht im epistemologischen 'ertrage-und-entsage' - Modus, sondern wir wollen wirklich am Ende der Vorlesung mehr darüber wissen, statt bloß wieder homogenisierte Textbausteine aus philosophischer Kammerjägerperspektive in Händen zu halten 

Bruno Snells 'Die Entdeckng des Geistes' gehört in diesen Zusammenhang ebenso wie eine materialistische Kritik neurowissenschaftlicher Konzepte des Geistes. - Wollen mal sehen, wie ich in Form bin!"

     Prof. Bobby Holunder, Vorlesung "Philosophie des Geistes"  28. April 2016

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Klaus Peter Schroeder:

»Tod den Scholaren!«

Studentische Kriege, Revolten, Exzesse und Krawalle an der Heidelberger Universität von den Anfängen bis zum Ausgang des 20. Jahrhunderts.

Heidelberg 2016

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"Wer an meinem Grimmelshausen-Seminar teilnehmen will, der hat Georg Greflingers Der Deutschen Dreyßig-Jähriger Krieg von 1657 zu präparieren. Wer dafür eine Begründung verlangen sollte, ist draußen."
                                                         Prof. Erwin Aberfett, Erste Seminarsitzung 25. April 2016

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Universität Bockwurst (links Eingang zur Uni-Bar "Zum Lachs")   Sommersemester 2016





"Flavius Philostratus' Abhandlung Über das Training (dt. 2015) führen wir uns dann nach dem Aufwärmen zu Gemüte."

                                                    Dr. Lulu von Thürheim, "Uni-Sport mit Lulu"  20. April 2016




"Auch der Dünkel hat bessere Tage gesehen: Es ist doch ein wichtiger, verwickelter Streit, der neulich bei einem Gastmahl entstand, ob die Frau eines Doktors der Heilkunst über, oder unter einer Doktorin der Rechte sitzen müsse. (Ein Rangstreit von Helfrich Peter Sturz. Dieser er heute vergessene Satiriker lebte von 1736 bis 1779, studierte u.a. in Gießen, wie manch anderer Taugenichts, und verdiente wohl, exhumiert zu werden. Eine erste Bergung unternimmt Gabriele Crusius im aktuellen EUPHORION (1 / 2016). Da schaut mal rein!)"

                   Prof. Bobby Holunder, Vorlesung "Geschichte des Hochmuts 1"  19. April 2016




"Die Beyträge zur Geschichte merkwürdiger Bücher von Andreas Gottlieb Masch erscheinen im Herbst 2017 in einer von Prof'in Heide Ballschaum, Universität Bockwurst, kommentierten Auswahl."

                        #bockpress#         Pressemitteilung  17. April 2016





"Oft sehen wir die Wissenschaften nach der dürftigen Methode obscurum per obscurius voran, besser: zurück schreiten. Die Regression als solche aber als den geistigen Fortschritt schlechthin auszugeben, blieb der Theologie und ihren Hilfswissenschaften vorbehalten."

               Prof. Christian Freiherr von Auchjauche, "Watzumer Privatvorlesungen"  16. April  2016         
                                    

"In Bernals 'Die Wissenschaft in der Geschichte' (dt. Darmstadt, 1961) lesen wir dazu auf Seite 213: Nach dem 11. Jahrhundert wurde es offensichtlich, daß die besten Tage der islamischen Wissenschaft vorüber waren, obwohl kein Zusammenbruch erfolgte.
Analoges gilt für die islamische Welt nach dem 11. September 2001."

         Prof. Christian Freiherr von Auchjauche, "Watzumer Privatvorlesungen"  15. April 2016





"Aus dem Tao-te-king lese ich das 47. Kapitel:

'nicht aus dem hause gehn
doch alles wissen
nicht aus dem fenster blicken
und doch das Dau des himmels sehn

je weiter hinaus man geht
desto weniger weiß man
darum geht der weise nicht hinaus
und weiß doch
blickt nicht hin
und kann doch der dinge namen nennen
handelt nicht
und vollendet doch'

Über den chinesischen Vorsokratiker Mencius und seinen Landsmann, den chinesischen Aquinaten Chang-Tsai erteile ich übermorgen nähere Auskunft. Jetzt muss ich zum Zahnarzt. Gelobt sei Konfuzius. Wiedersehen."

                     Dr. Eberhard Tollkühn, Seminar für Sinologie / Privatissimum 12. April 2016





"Den Roman 'Stud. chem. Helene Wilfüer' von Vicki Baum setze ich als gelesen voraus."

           Prof. Martin Mauritius, Vorlesung 'Einführung in die organische Chemie'  11. April 2016



" - Religionen sind Pöbel-Affären, ich habe nöthig, mir die Hände nach der Berührung mit religiösen Menschen zu waschen... Soweit Nietzsche in Ecce Homo, Warum ich ein Schicksal bin."

  Der Hygieniker Prof. Hilarius Blau (Universität Bockwurst) in seinem Beitrag "Hygienefiktionen"  zum "Liber amicorum für John Dee 1527-2027"  )  #bockpress#  2016




"Mein Oberseminar 'Geoponica 6 / de agri cultura des Cato maior' findet im Sommersemester 2016 in meiner Dienstwohnung statt. Um Voranmeldung, die Getränkewünsche bitte enthalte, wird gebeten." 

                             Prof. Auchjauche, via Facebook  4. April 2016





"Beratungsklitschen kommen mir nicht ins Haus! Das ist sogar wissenschaftlich begründbar:

Georg Krücken, Kathia Serrano-Velarde:

Der Berater als Fremder: Eine soziologische Untersuchung zur Managementberatung in Universitäten. (KZfSS  68. Jg.  Heft 1  2016)"

    Prof. Dr. Friedrich Taubmann (Kanzler der Universität Bockwurst) in einem Rundschreiben 4. April 2016
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MSB: Avestica. Münchener Studien zur Sprachwissenschaft, Beiheft 25 (2016)




"Zum Semesterbeginn lese ich Euch, wie immer, die Verse des alten Johannes Plavius:
  Lernen
Das lernen ohne lust ist eine läre last /
Denn lehre wird durch geist und lieb' ein lieber gast.
Doch wird die list und lust nicht ohne last gefasst.
Wo derowegen lust und last ist so verhasst /
Daß man der lehre thut mit list nur überlast /
In solchem stalle liegt manch laster in der mast.  

Das könnt Ihr Euch ins Studienbuch schreiben."

     Prof. Bobby Holunder "Rede zum Sommersemester 2016"  30. März 2016  



"Sophie Albrecht starb 1840 in einem Hamburger Armenhaus. Ihre 'Fragmente aus dem Tagebuch einer Unglücklichen' erscheinen im Herbst 2016 bei #bockpress-audio#, gelesen von Bobby Holunder."
 
         Aus einer Pressemitteilung des #bockpress# - Universitätsverlags 29. März 2016




"Take the overused example found in William Styron's novel Sophie's Choice. Sophie arrives at a Nazi concentration camp with her two children. She is approached by an SS officer who tells her to choose one child to save from death. If she refuses to choose then they will both be killed. Sophie recognizes that she must save both her children but also that she cannot do so.
Wer sich sowas einfallen lässt? Moralphilosophen, wie Ihr Ehemann, gnädige Frau, die machen so etwas."

Bobby Holunder: Wie man verheirateten Frauen sagt, dass man ihnen an die Wäsche
                                      will. Ein Ratgeberroman.  #bockpress#  2016
                                                                                                                         

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TheGrovesOfAcademe.jpg





"Schiller bei McLuhan: 'Wenn der Mensch nur arbeitet, ist er nur teilweise beschäftigt. Wenn er voll und ganz beschäftigt ist, dann ist es Spiel oder Muße.' (Marshall McLuhan, Gewissensbisse der Wahrnehmung)."
           Prof. Walter Reihenschlager, Universität Bockwurst, im Nachwort seiner Übersetzung von John Barths Roman Giles Goat-Boy or The Revised New Syllabus of George Giles our Grand Tutor. (1966)

                  #bockpress#  2016    (im Erscheinen)




"Natürlich sage ich auch Interviewanfragen mal ab. Neulich zum Beispiel wollte irgendein Blatt von mir etwas über 'Regretting Motherhood' hören. Mutterschaft ist ein ernster und schwerer Beruf. Dass manche von uns den falschen wählen, ist nichts Neues.
Oder Heidi Klum kritisieren? Die Frau liest  ihren Mädchen sicher nicht das 'Traktat über die Mannequins oder das zweite Buch der Genesis' von Bruno Schulz vor, bevor sie sie neurotisiert. Aber das ist doch geschenkte Gratiskritik."

                                                 Prof. Bobby Holunder auf der Leipziger Buchmesse  17. März 2016



"In diesen geschlechterinflationären Zeiten könnte ich leicht missverstanden werden, wenn ich sage, dass mir, außer dem Ihren, nur noch ein Geschlecht bekannt ist, das ähnlich wenig oder weniger taugt als Ihres."

          Prof. Hektor Rottweiler  (Während des Rigorosums zur Kandidatin, die eines Plagiats verdächtigt ist. 15. März 2016  Medizinische Hochschule der Universität Bockwurst)                                                     




"Gegen die Anton Sittingers unserer Zeit sind wir freilich machtlos. Sie wachsen leider schneller nach als der Typus ihres Namensgebers. - Über den Brecht setzt Sie aktuell das April-Heft von German Life and Letters /Special Issue: Rethinking Brecht: A Special Number) in Kenntnis, sofern das nötig sein sollte."

     Prof. Erwin Aberfett, Einige Hinweis zu meinem Oberseminar 'B. Brecht und O. M. Graf' im SS 2016    
                                                       via  WhatsApp    14. März 2016               
                                                                                                                                                                                                    
                                                             




"Das erste, was wir tun müssen, ist, dass wir alle Rechtsgelehrten umbringen."
                  Shakespeare,  Heinrich VI  (Teil 2  IV,2)

                Inschrift über dem Eingang der Juristischen Fakultät der Universität Bockwurst




"Goethe / Reineke Fuchs, 10. Gesang, Vers 65ff.:

Nun vom Kamme zu reden. Zu diesem hatte der Künstler
Pantherknochen genommen., die Reste des edlen Geschöpfes,
Zwischen Indien wohnt es und zwischen dem Paradiese.
Allerlei Farben zieren sein Fell, und süße Gerüche
Breiten sich aus, wohin es sich wendet, darum acuh die Tiere
Seine Fährte sogern auf allen Wegen verfolgen;
Denn sie werden gesund von diesem Geruche, das fühlen
Und bekennen sie alle.

Was der Leser prima vista nur für eine kolossale Ironie halten mag, erweist sich bei näherem Hinsehen als eine aufs allerfeinste grundierte.
Goethe entnimmt die überraschenden Eigenschaften des Panthers offenbar dem hellenistischen Physiologus. Dort ist die Wildkatze ernstlich so beschrieben, wie sie der schalkhafte Reineke so augenzwinkernd und einnehmend beschreibt, als spräche er von sich:

Der Physiologus sagte vom Panther, er habe folgende Eigenheit: Er ist das freundlichste aller Tiere, ein Feind nur der Schlange; ganz bunt und schön ist er wie Josephs Rock, auch ruhig und sehr sanft. Wenn er gefressen hat und satt ist, schläft er in seiner Höhle; am dritten Tag aber erwacht er aus dem Schlaf, brüllt und ruft mit lauter Stimme, und fern und nah vernehmen die Tiere seinen Ruf. Von seinem Ruf aber geht jeglicher Duft und Wohlgeruch aus, und die Tiere folgen dem Wohlgeruch der Pantherstimme und kommen ganz nah zu ihm heran. (Physiologus. ed. O. Schönberger. Stuttgart,  2001  S.31.)"

   Prof. Erwin Aberfett: Vortrag "Der Fuchs an der Quelle. Zu Goethes Epos Reineke Fuchs."

                                                                                                                      Marburg,  7. März 2016
 




"Ich danke allen Kollegen und Kolleginnen, den Studierenden und Nicht-Studierenden für mannigfaltige Hinweise und Unterstützung. Aus ihnen schöpfe ich mehr Seligkeit als aus dem Zuspruch, den mein Werk vielleicht erfahren wird.

(Das seelische Zurückrücken kann so weit gehen, dass z. B. ein junger verliebter Mensch aus dem ersten heimlichen Händedruck mehr Seligkeit schöpft als später aus irgendeiner restlosen Gewährung, und dass für manche zarte und sensible Naturen - die keineswegs frigid oder unsinnlich zu sein brauchen - der Kuss, ja das bloße Bewusstsein des Wiedergeliebtwerdens alle gleichsam substantielleren erotischen Freuden übertrifft.
Georg Simmel, Psychologie der Koketterie)"

         Ernst von Übelwurm:  Der Stil des Lebens. (Danksagung)       #bockpress#  2016





"Betr.:  Mein Hauptseminar Georg Lukacs' Die Seele und die Formen im Sommersemester 2016

Da mich Zuschriften erreicht haben, wonach es einige Kommilitonen ablehnen, den Neudruck von Die Seele und die Formen (Bielefeld, 2011) wegen eines darin enthaltenen Vorworts der amerikanischen Philosophin Judith Butler ('Ordinäre Antisemitin mit venia legendi.') zu erwerben, stelle ich Kopien der 
deutschsprachigen Erstausgabe von 1911 zur Verfügung."

              Prof. Bobby Holunder, z. Zt. Nassau, Bahamas
 (in einem Schreiben an das Dekanat der Fakultät für Philosophie 25. 2. 2016)




"Zur Vorbereitung auf mein Oberseminar Thomas Murners Geuchmat und verwandte Narrenwiesen im kommenden Sommersemster empfehle ich die Lektüre des eben erschienenen Beitrags von Alison L. Beringer in Neophilologus (Februar 2016).
Sie mag im Ende unnütz sein, doch immerhin ist sie belehrend."

                                             Der Mediaevist Prof. Friedrich Bhaer
                   (elektronisches Vorlesungsverzeichnis / Eintrag vom 25. Februar 2016)



"Wir werden die deutsche Gegenwartslyrik Revue passieren lassen, nicht, weil sie mehr Schreiber als Leser hat, nicht weil sie mehr oder weniger nur aus Friederike Kempners oder gegenderten Friederike Kempners besteht, auch nicht, weil wir eine gedichteschreibende Akademikerin und hoffentlich bald Professorin sind, sondern um den folgenden Satz Lessing zu gendern: Die genaueste Erklärung des Witzes muß einem. der keinen hat, ebenso unbegreiflich sein, als einem Blinden die hinlänglichste Erklärung der Farben ist."

               Agnes Bernauer, poeta laureatus der Universität Bockwurst  2016 (Ankündigung Poetikdozentur SS 2016   per e-mail  23. Februar 2016  4 Uhr 15)






"In Lessings frühem Lustspiel Die alte Jungfer von 1749 ist die Dichterschelte schon explizit: Daß doch der Henker die Poeten holte! (Dritter Aufzug , zweiter Auftritt).

            Dr. Agnes Bernauer: Geschichte der Dichterschelte. (23. Kapitel 'Modelle': 'Geht doch!' Prolegomena zu einer Theorie triumphierender Häme.)
                                                Habil.-Schrift  #bockpress#  2016 (im Erscheinen)




"Im Sommersemester werde ich, anders als im elektronischen Vorlesungsverzeichnis vermerkt,
nicht über des Firmicus Maternus Vom Irrtum der heidnischen Religionen lesen - ich wurde darüber
belehrt, dass dies anstößig sein könnte - , sondern und aus gegebenem Anlass (!) meine Übersetzung von Pierio Valerianos Über das Unglück der Gelehrten vorstellen."

   Ideenhistoriker Prof. Albrecht von Scharfenberg (in einer e-mail vom 20.2. 2016 an die Verwaltung)


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JAHRBUCH FÜR UNIVERSITÄTSGESCHICHTE   Franz Steiner Verlag
                                                 
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"In Daniel Georg Morhofs Unterricht von der teutschen Sprache und Poesie  (Kiel 1682) lesen wir:

Ferner iſt die Teutſche Sprache in Europa
nicht beſtehen blieben/ ſondern hat ſich auch
in Aſia ſelbſt verbreitet/ iſt vielleicht auch
von dañen erſt heraus gekom̃en/ welches
noch von wenigen recht nach geforſchet iſt.

Vom Polyhistor a la Morhof ist der Polygraph a la Bobby Holunder zu unterscheiden."

     Prof. Dr. Malte Boxhornius  "Einführung in die deutsche Sprachgeschichte"   (Vorwort) 
                                   #bockpress# 2016  (im Erscheinen)





"In seiner Abhandlung Erotik des Reims (in: Spiegelungen. Studien zu Literatur und Kunst. Tübingen, 1987  S.81ff.) gerät der Autor Hermann Meyer zweimal ins Abseits.
Zunächst spielt er gegenüber Karl Kraus' Text Der Reim den kolossal Befremdeten (op. cit. S.93), entblödet sich weiter nicht, Kraus' großartige Verse Er ist das Ufer, wo sie landen, /  Sind zwei Gedanken einverstanden - dessen Gedicht Der Reim entnommen - vor sein dürftiges Tribunal zu zerren, um Kraus' Reimpoetik schließlich als 'isoliereten Anachronismus' meint entsorgen zu dürfen.
Meyers Rohheit musste wohl entgehen, dass die Schönheit eines poetologischen Motivs zuweilen ungleich größer sein kann als die Sachkritik an dessen Triftigkeit.   
Noch grotesker sind Meyers darauf folgende Ausführungen zu Thomas Manns zweifelhafter Darstellung des Koitus zwischen Felix Krull und der alten Schabracke Madame Houpfle alias Diane Philibert im ungeliebten Krull-Roman Manns, dem Meyer eine 'überwältigende Lusitgkeit'  (S. 96) attestiert.
Freilich musste Meyer entgehen, dass die mit allerlei Versreden  garnierten Schlüpfrigkeiten der alternden Madame Houpfle - Schlüpfrigkeiten, die dem Arsenal des gezierten Herrenreiters entstammen -, deren Herkunft Meyer bei Victor Hugo und dessen 'Hernani' verorten kann,  nichts weiter waren als die Projektionen einer alten, mannstoll gebliebenen Tucke, die sich zeitlebens weder ihrer Homosexualität (Eine Mißlaune der Natur?) schämen noch sich ihrer rühmen durfte."

Prof. Sitta Huf   (Votrag "Fehlerhaft" / Akademische Montagsmatinee der Universität Bockwurst
                                            15. 2. 2016    
 





"Untergangsszenarien kennen wir doch gut. Manchen unter Ihnen wird das Werk des alten Münsteraner Grattlers Otto Seeck Geschichte des Untergangs der antiken Welt wohl noch erinnerlich sein. - Oder doch nicht?"  (Prof. von Auchjauche)

          in:   Analecta und Additamenta  /  Neue Universitätsreden 2015   #bockpress# 2016 (im Erscheinen)




"Geld ist ein gesellschaftliches Verhältnis, das u.a. auch als Zahlungsmittel erscheint; wie Wasser ein chemisches Verhältnis ist, das u.a.  auch als Getränk fungiert."

                                     Prof. Alma Drexhage  ("Geld und Wasser"  Simmel-Vorlesung   5. 2. 2016)                                                   
 



"Über die historische Gewissheit.
Leipzig 1796. Vom Roman-Blankenburg, den haben wir aber gründlich satt. Wie die Gewissheit überhaupt."

       Anonymus/A: "Keiner küsst Freier und Huren leckt keiner" / Ein Haremsroman nach Paul Scheerbart
                                               (Anhang 2)


                 "Ihr träumt Euch Frieden um Euch her.  (Christian Weiße, Amazonen-Lieder)"
                                             op.cit. (Anhang 4, Motto)

                                          #bockpress# (im Erscheinen)    Februar 2016 



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"Auf die Gefahr hin, wieder zum Urheber eines Fehlerfortpflanzungsgesetzes erklärt zu werden - als ob ich Gauß persönlich wäre -sage ich Ihnen klipp und klar: wer prof. Theo Presbyter, diesem elenden Sybariten und Aufschneider, die Ehrensenatorenwürde unserer alma mater anträgt, kann nicht einer von uns sein. So viel Feindaufklärung muss auch in Zeiten politischer Überkorrektheit unbedingt sein."

                         Prof. Bobby Holunder, in einem Pressecommunique zur causa Presbyter  3. Februar 2016

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Catullus' Bedspread



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"Nimm hin das opfer meiner toten tage! Nicht wahr, George, Stefan George in seiner übergroßen Pein über den Tod des kleinen Max.
Aber die Wahrheit ist doch, dass wir den Tod meistens einen guten Mann sein lassen und der Trauer nicht lange nachtrauern:
               most people simply adapt far better to their loss than we tend to believe. Dan Moller in The Journal of Philosophy  2007 S.302."

        writer in residence und apl. Prof. Minna von Sohlen, Schreibseminar "Eutererinnyen" 2. 2. 2016




"Das arsenal-psychologische Dispositiv finden wir noch im frühen 19. Jahrhundert. In Johannes Müllers Untersuchung Über die phantastischen Gesichtserscheinungen (Koblenz, 1826) fragt sich der Autor in einem Appendix (Aristoteles über den Traum. Eine physiologische Urkunde), in welchem Teil der Seele der Traum erscheine und ob er eine Wirkursache des Intellekts oder der sinnlichen Apparatur sei. - Die Frage stellen, heißt sie unverständlich zu finden, oder?"

                                                Prof. Olaus Magnus   (Vorlesung  "Psychologie  VII")    1. Februar 2016

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A Companion to Metaphysics


"Wer Mr. Rosencrantz' Life and Death in der Juliausgabe (2015) des MONIST gelesen hat, weiß, dass eine metaphysische M-Theorie ohne sein Werk im Wortsinn nicht mehr denkbar ist."
  
        Prof. Bobby Holunder, Universität Bockwurst

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"Examensreif ist, wer Google Scholar souverän beherrscht. -
Oder, wie ich vor Jahren erleben durfte, einer, der mir in einer mündlichen Prüfung auf die Allerweltsfrage, was Philologen seien, recht altklug und charmant zur Antwort gab: Philologen sind Banquiers, wie Johann Georg Hamann in seinen Kreuzzügen des Philologen - Kleiner Versuch eines Registers über den einzigen Buchstaben P. - uns weiszumachen sich anheischig machte.  
Da musste ich kapitulieren und sagte: bestanden! Bei allen Apostillen!"

                        Prof. em. Walter Mossbrugger, gen. Konxompax   UniRadio Bockwurst 28. Januar 2016






"Über Talcott Parsons und George M. Platts The American University hatten wir uns in der vergangenen Sitzung verständigt. Kollege Vanderstraeten informiert euch aktuell darüber in seinem Beitrag in der Zeitschrift MINERVA  (Vol. 53  Issue  4  December 2015).
Versucht wenigstens mal, den Artikel zu orten! -
Publish or perish, der ganze impact-Blödsinn ist endemisch geworden, d.h. selbstreferentiell, womit ich zur heutigen Sache komme: dem impact des impact-factors. (Soziale Welt 2 / 2015), macht die Handys aus."

            Prof. Elisabeth Stöhr-Wrengermann, Vorlesung "Soziologie der Hochschule"    27. Januar 2016


                                         

  

"Und zum Schluss möchte ich allen meinen Mitarbeitern und auch meinem Caddy auf dem universitären Fairway, dem Pedell Ralf Frodermann, herzlich danken. Ohne Euch hätte ich niemals so oft einputten können!
Oder, um es in eine Frage unseres Schweizer Golferkollegen Ueli Gyr zu kleiden, dem wir, worauf man mich freundlichst hinwies, eine schöne Abhandlung zum Thema 'Humor in Golferwitzen' verdanken (FABULA  2015  56  3/4   S.289ff.): 'Im ernsten Spiel entspannt versagen? Ist das die Formel?' - Wir sehen uns auf dem Grün!"



            Prof. Dr. mult. Johannes Laurenburger
     Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde der Universität Bockwurst
       Abschiedsvorlesung 26. Januar 2016

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Leonardo Olschki:

 Geschichte der neusprachlichen wissenschaftlichen Literatur  3 Bde

                                                                                                                                    Leipzig 1919, 1922, 1927

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"Und? -  Stattdessen? -  Smith & Wesson?"

                  Lord Peter Wimsey (Universität Bockwurst), Diskussionsbeitrag "Watzumer Gespräche 2016:

 Überintegriert?
Zur Soziologie des Integrationskults"     23. Januar 2016




"Nehmen wir exemplarisch zwei sogenannte, d.h. selbsternannten 'Romane' dieser wohl dünkelhaftesten Fraktion der Mediokrität heute: Hoppe von Felicitas Hoppe aus dem Jahr 2012 und Vaterjahre von Michael Kleeberg aus dem Jahr 2014. Die Autorin / der Autor ist von sich und seinen autobiographischen Banalitäten in einem Masse überwältigt, dass Gott erbarm. Die juvenile Prosa ihrer Wirklichkeiten zeugt nicht von einem Bewusstsein von Nöten, sondern vom kecken Sendungsbewusstsein des um Zeit und Zelle unbekümmerten Zeit- und Zellengenossen von nebenan.
Ausser einem elaborierten Sendungsbewußtsein haben diese Leute keins.
Aber entschuldigen Sie: wer bin denn ich, mir einen solchen Schafssermon anzuhören, zu dem wir getrost und mit Fug auch das Romanschrifttum des F.A.Z. - Schmocks Dietmar Dath zählen dürfen, jüngst etwa seinen Roman 'Leider bin ich tot'. Ausscheidungen nur, Aus- und Abflußprosa, eine Parodie der Atmung."

                Prof. Dr. Wittib Hurtig, Vorlesung "Babyboomer-Prosa"     22. Januar 2016




"Da haben Sie mir ja einen schönen workflow ins Ohr gesetzt."

     Prof. Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, in der Senatssitzung am 12. Januar 2016 auf den Vorhalt der Universitätsverwaltung, er vernachlässige seine dienstlichen Obliegenheiten




Der lange Friede bringt nicht nur Entnervung hervor, sondern er läßt das Entstehen einer Menge jämmerlicher, angstvoller Notexistenzen zu, welche ohne ihn nicht entständen und sich dann doch mit lautem Geschrei um »Recht« irgendwie an das Dasein klammern, den wahren Kräften den Platz vorwegnehmen und die Luft verdicken, im ganzen auch das Geblüt der Nation verunedeln. Der Krieg bringt wieder die wahren Kräfte zu Ehren. Jene Notexistenzen bringt er wenigstens vielleicht zum Schweigen.
         Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen

      Prof. Auchjauche, Proseminar "Krieg als Purgatorium"  Handout der Sitzung vom 21. Januar 2016


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"War nicht der deutsche Professor jenes letzte Glied
         Membrum der Membraneität
Der Schöpfung, dran am siebten Tag der Kreation
         Der Schöpfer zeigen noch gewollt
Daß alles ein Dreck sei neben diesem Meisterstück
          Des Sabbats drin er sich selbst genügt?

War hier auch wohl nicht Heidegger in personam gemeint, so war es doch auf ihn und seinesgleichen gemünzt." 

   Jun.-Prof. Kilian Brustfleck, Gastvortrag (via Skype) "Universitas Literarum: Kommentierung eines Auszuges der Jamben Rudolf Borchardts, nebst einem Vergleich desselben mit Martin Heideggers Rektoratsrede."  
                        20. Januar 2016




"Johann Christoph Adelung war einer jener vielen Chronisten menschlicher Narrheit, über welchen die Zeiten hinweg gegangen sind. Seine  Geschichte der menschlichen Narrheit, oder Lebensbeschreibungen berühmter Schwarzkünstler, Goldmacher u. a. 8 Tle., (Leipzig 1785–99) liegt seit vierzig Jahren auf meinem Nachttisch und wird dort noch liegen, wenn ich daneben nicht mehr liege."

 Prof. Erwin Aberfett,  Vorlesung "Kleine Meister: G. F. Meier, J. A. Eberhard, Adelung und ich"
                               19. Januar 2016




"Der deplorable Cameo-Auftritt des Jazzpianisten Herbie Hancock in dem Film 'Ein unmoralisches Angebot' hat dem üblen Onkel-Tom-Klischee mehr Genüge getan als sämtliche Kinofilmauftritte Louis Armstrongs zusammen."
 
      Prof. Bobby Holunder, Vorlesung "Von der Erkenntniskritik zur Kritik der Erkenntnistheorie II / Exkurs: Onkel Toms Nemesis"     18. Januar 2016




"Jacob Bernays' Grundzüge der verlorenen Abhandlungen des Aristoteles über die Wirkung der Tragödie aus dem Jahr 1857 werden wir Satz für Satz durchgehen. Was ich 'philologische Einbildungskraft' nenne, wird sich dann erweisen, prozessural und im Material selber."

                    Prof. Erwin Aberfett, Blockseminar "Mutmaßungen übers Tragische"  17. 1. 2016 





"Das novellistische Traumgebilde mit dem Titel Immensee wird wohl keiner der hier Anwesenden noch kennen. Unter seinem letzten Satz, mit dessen Wiedergabe ich schließen möchte, liegt gleichwohl noch der gelehrteste Hund von heute metertief begraben:

Dann rückte er auch den Stuhl zum Tische, nahm eins der aufgeschlagenen Bücher und vertiefte sich in Studien, an denen er einst die Kraft seiner Jugend geübt hatte.

         Prof. Christian von Auchjauche (Vortrag Studium generale 'Gelehrtenmasken')  13. Januar 2016




"Wat den bin ic ein spile men."

            Prof. Bobby Holunder   Eröffnung der Zimelien - Abtlg.   Universitätsbibliothek    11. Januar 2016 




"Ja, weischt, Diskurs oder Krakeel, Zeitschrift für Mundartforschung oder Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Jacke wie Hose, Arsch oder Eimer, das Kind muss einen Namen haben, einen klingenden, einen wohlklingenden. "
 
                        Prof. Ulfrid F. Hobel (Proseminar / Stilübungen zu Uhland  8. Januar 2015)




"Dass Kollege Instruktionspsychologe Abbt neulich noch stark angetrunken in einem der hiesigen Bordelle aufgegriffen wurde, Borchardts Jamben vor sich hin stammelnd, konnte ich ihm noch nachsehen, doch jetzt ist das Maß voll. Ich scheiße nicht da, wo ich esse!"

         Prof. Bobby Holunder   Presseerklärung zur Suspendierung Herrn PD Dr.  Abbt     7. Januar 2016



"Es handelt sich bei diesem Phänomen um eine Art Rezenzeffekt. Würde zum Beispiel der Kollege Holunder plötzlich anfangen, gute Bücher zu schreiben, so gingen diese sicher in großer Zahl an den Mann, denn er war und ist ja schon sehr durch seine schlechten bekannt."

                      PD Dr. Axel Abbt  (Neujahrsempfang der Psychologischen Fakultät 6. Januar 2016)





"Kants Mutmaßungen in einer Fußnote §80 seiner Kritik der Urteilskraft sind, so wurde früh bemerkt, eine Präfiguration Darwins. Vorländer resümiert das bereits in seinen Kant-Buch von 1924 in einem eigenen Kapitel 'Kant und Darwin'.
Und wie es der Zufall will, finden wir in Hans Vaihingers Schrift ,Die Philosophie des Als ob /System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus' (1911) nicht nur eine Antizipation des postmodernen Blödsinns, sondern nichts weniger als seine anachronistische Pulverisierung: 'Eine Lösung des sogenannten Welträtsels wird es nie geben, weil das meiste, was uns rätselhaft erscheint, von uns selbst geschaffene Widersprüche sind, die aus der spielenden Beschäftigung mit den blossen Formen und Schalen der Erkenntnis entstehen.'
Selektion, Modifikation, Destruktion: wir sind unzweifelhaft in der späten Moderne angelangt."

               Prof. J. Heinrich Tieftrunk, Vorlesung 'Späte Kantianer'    5. Januar 2016





"Unser Vorlesungsreihe Artemidor, von Schubert, Freud. Traumdeutung Inc. beginnt erst am 11. Januar 2016.
Bis dahin trösten wir uns mit Jean Pauls Selina oder über die Unsterblichkeit der Seele (dritte Unterabteilung):
»Wir träumen eben allzeit,« sagt' ich, »ein vollendeter Wirkstillstand des geistigen Teils wäre einseitiger Tod und ihm müßte der verknüpfte körperliche nachsterben. Denn unser späteres Vergessen der dunkeln Traumvorstellungen spricht diesen ihr Dasein nicht ab, da ja die hellsten und lebendigsten der Hellseherinnen bis sogar auf ihre Handlungen mit dem Schlafe entschwinden für die Erinnerung.«"

                    Prof. Bobby Holunder  (in einm Schreiben aus Davos an Dr. Balian von Ibelin, z.Zt. geschäfstführender Kanzler der Universität Bockwurst 2. Januar 2016)


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Heinrich Kaspar Abel: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig, 1699


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"Der neue Gedichtband des poeta laureatus der Universität Bockwurst 2016, Rupert Mostrich, ist noch in seiner Geschmacklosigkeit epigonal. Schon sein Titel -  Aus der Reserve geleckt / Neue Texte - genügt kaum den Ansprüchen des ordinäreren Zotenreißers, auf den der Unfug Mostrichs offenbar abzielt."

                         Bianca Frodermann  (Uniradio Bockwurst  29. 12. 2015)



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Die vergessenen Briefsteller  des 19. Jahrhunderts

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"Deutsches Leben der Gegenwart, so war ein Buch betitelt, das 1922 in Berlin erschien. Paul Bekker schrieb darin über Schönberg: 'Wenn wir überhaupt an die Möglichkeit des Weiterlebens der Musik oberhalb der blöden Gewohnheit und des gedankenlosen Betriebes glauben, so können wir es nur in der Richtung der prophetischen Kunst Schönbergs für denkbar halten.'
Unterhalb ist das neue Oberhalb. - Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten."

          Prof. von Auchjauche, Über Pathos, Euphuismus und Grazie   (Vorlesung)  22. Dezember 2015




"In einem Vorwort versammeln sich für gewöhnlich die Generalumstände eines Werks.
Wir dürfen uns für unsere Zwecke hier auf die Angabe zwei ihrer vornehmsten Geschäftsträger beschränken:
des Belacqua aus dem Vierten Gesang des Purgatorios der  Danteschen Göttlichen Komödie sowie Emil Szittyas, (Das Kuriositäten-Kabinett. Begegnungen mit seltsamen Begebeneheiten, Landstreichern, Verbrechern, Artisten, religiös Wahnsinnigen, sexuellen Merkwürdigkeiten, Sozialdemokraten, Syndikalisten, Kommunisten, Politikern und Künstlern. Konstanz, 1923 / Nachdruck 1979)."

    Regula Protucius: Das kleine Bestiarium. (Vorwort 'tua res agitur')     #bockpress#  2015




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"Gustav von Gülichs Geschichtliche Darstellung des Handels, der Gewerbe und des Ackerbaus der bedeutendsten handeltreibenden Staaten (Bd. 1–5, Jena 1830–1845) lest ihr bitte bis Januar. - Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!"

  Prof. Bobby Holunder  (Vorlesung  "Philosophische Bettelsuppen von Stirner bis Schelsky") 11.12.2015




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Reiseführer für die Unikarriere | Kaiser | Buch (Cover)


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"Dass unser akademischer Filmclub am morgigen zweiten Advent den Jack Arnold - Klassiker High School Confidential aus dem Jahr 1958 zeigt, rührt nicht nur mich. Meine Frau und ich werden unbedingt kommen."

   Prof. Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst (in einem Danktweet an DEEP THROAT / Filmclub der Universität Bockwurst   5. Dezember 2015)



"Christian Thomasius' Schrift Vom elendem Zustand der Studenten (1696) wird die Universität Bockwurst als diesjährige Weihnachtsgabe ihren Mitgliedern und Förderern übermitteln.

Prof. Robert Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, hat dem grosszügig ausgestatteten Neudruck ein Vorwort sowie einen ausführlichen Kommentar beigegeben."

              Der Kanzler //  Rektorat //  #bockpres# Verlag   Pressemitteilung  2. Dezember 2015




"Ja, leck mich am Arsch! Nur zwei Leute melden sich, um die kleine Periode aus Ciceros Laelius zu übersetzen?!

  nos autem ea quae sunt in usu vitaque communi, non ea quae finguntur aut optantur,  

  spectare debemus.

Bildung ist Erkenntnis der Wahrheit, nicht Fachidiotentum. Das steht da."

        Prof. Holger Öderland (Oberseminar Der Begriff des Faktums)  30. 11. 2015


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                                                               Maecenas und seine Erben


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"Der alte Richard M. Meyer - dank Nils Fiebig sind eine Vielzahl seiner Schriften seit 2014 wieder leichter greifbar für uns - wusste noch gar nicht, in welchem Maß er Recht behalten sollte, als er vor über hundert Jahren schrieb:

'Die Überfüllung der großen Universitäten ist bedenklich. Sie erschwert die Berührung zwischen Lehrer und Schüler, und darunter leidet die Erziehung der Dozenten.'

Ich darf Sie nun alle, die Sie uns hier freundlicher Weise die Ehre geben, an die zweifellos nicht ganz so überfüllte Bar bitten."

 Prof. Robert Holunder (anlässlich der Verabschiedung seiner Sekretärin Frl. Brinkmann)                    

                                                                                            28.11.2015



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Intoxication

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"Wissenschaften galten etwa noch Bonaventura als Techniken. Von den sieben freien mögen Sie gehört haben. Sie waren eingeteilt nach ihrer erkenntnistheoretischen Dignität, vom äussersten Licht, über das niedere und innere, bis hinauf zum höheren. Sieben Schöpfungstage, septem artes liberales. Die Wissenschaften galten noch nicht dem modernen Zweck der Gottleugnung, sondern dem Gegenteil, ja sie waren selber Gottesdienst.

Aber, oh je, zu solch höherem Blödisnn führte kaum - das 'kaum' an dieser Stelle ist freilich sub specie aeternitatis, also ironisch, gemeint - 600 Jahre später kein Weg mehr zurück. Hegel in der Vorrede der ersten Ausgabe seiner Wissenschaft der Logik: Es ist aber ein für allemal vergebns, wenn die substantielle Form des Geistes sich umgestaltet hat, die Formen früherer Bildung erhalten zu wollen; sie sind welke Blätter, welche von den neuen Knospen, die an ihren Wurzeln schon erzeugt sind, abgestoßen werden.

Nach der Pause werde ich Ihnen noch einige Auszüge aus Bonaventuras Soliloquium kommentierend vortragen. Dies Alleingespräch über die vier geistlichen Übungen hat meine bewährte Hilfskraft, Herr Niedergesäss, für Sie als App vorbereitet, lateinisch und deutsch."

               Prof. Delphine von Schauroth (Vorlesung 'Geschichte der Bildung')  26. XI. 2015




"Es ist wie ein Tick: seit ich über skandinavische Literatur lese, verwechsle ich Sigrid Undset und Selma Lagerlöf. Mein Mann übrigens Eichendorffs Taugenichts mut Schuberts Wanderer."

  Prof. Helene Britt (Vorlesung Einführung in die Nordistik, Schwerp. Fennisitk)

                                                                      25 . November 2015



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"Theologen sind Leute, die gewerbsmäßig um den kalten Brei herumreden. Die Theologie der Hölle, mit der wir uns zu befassen haben, ist ein barockes Syntagma, will sagen heißer Brei. Bis zur nächsten Stunde schaut ihr euch bitte darum in Eberhard Werner Happels 'Der Akademische Roman



Worinnen Das Studenten-Leben fürgebildet wird; Zusamt allem/ Was auf den Universitäten passiret/ wie diese bestellet werden/ [...] und was man von dem Academischen Leben zu wissen verlangen mag

Das Gute zur Lehre/ das Böse aber zur Warnung der Ehr-liebenden Jugend/ in einer schönen Liebes-Geschichte' von 1690 um. Viel Vergnügen!"

   Prof. Gertrud Stöhr (Vorlesung "Theologie der Hölle"  23. November 2015)


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"An tiefschürfelnden Brouillons ideologischer Provenienz herrscht kein Mangel, so überflüssig sie sind. Aber es gibt ja auch gedruckte Tageszeitungen noch, obwohl die meisten ihrer Abonnenten schon in einer besseren Welt sind."

                         Prof. Bobby Holunder (Presseclub Universität Bockwurst 22. 11. 2015) 



"Das Epyllion Das Verstummen der Wuchtbrumme von Prof. Dr. Gnom Steißbart (Institut für deutsche Sprache und ihre Didaktik / Universität Bockwurst) ist in einer Neuedition erschienen."

                                  #bockpress#  Pressemitteilung 21. November 2015



"Jeder gute Lehrer hat genau einen Musterschüler. Sich selber. Sonst wäre er keiner."

            Prof. Bobby Holunder (via TWITTER und Intranet 20. November 2015)



"Endoxa und Bubblization - Man soll aber weder mit jedem dialektisch disputieren noch soll man mit jemandem üben, den man zufällig trifft, wusste Aristoteles in seinem Organon, der Topik so gut wie nach ihm Cicero in seiner gleich betitelten Schrift -, der Kratzfuss vorm Anerkannten oder wie immer man Affirmation explizieren mag: sie taugt dem Erkenntniswilligen zu nichts, zu gar nichts."

   Prof. Wilhelm Unglaube, Logik des Scheins  // Vorlesung  19. November 2015




"Den 'schönen Stellen' in der Musik entsprechen in der Philosophiegeschichtsschreibung die integralen. Sie sind die Schamteile des philosophischen Gedankens und dienen ihrem Zweck nach sowohl der Lust des Denkens wie seiner Reproduktion.

Aus den Substanzbüchern der aristotelischen Metaphysik (1028b):

Wesenheit wird, wenn nicht in mehr, doch in vier Hauptbedeutungen gebraucht. Denn das Wesenswas (to ti en einai) und das Allgemeine (to katholou) und das Geschlecht (genos) wird für die Wesenheit eines jeden gehalten, und dazu viertens das Substrat (hypokeimenon).

Aus Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts (§31):

Das bewegende Prinzip des Begriffs, als die Besonderungen des Allgemeinen nicht nur auflösend, sondern auch hervorbringend, heiße ich die Dialektik -

Der Descartes kann als ein einizges solches Schamteil gelten, als Ursprung der modernen, neuzeitlichen Welt, als die kopernikanische Denkvulva schlechthin."

              Prof. Erwin Aberfett, "Schöne Stellen"   #bockpress#  im Erscheinen (XI 2015)

         



"Für den durchschnittlichen deutschen Kulturschmock bildet Paris die Hauptstadt seiner Projektionen.

In der Frankfurter Allgemeinen vom 15. November 2015 gerät etwa Cladius Seidl ins gleichermassen von Angst- wie Protestlust gezeichnete Schwärmen nach den Anschlägen vom dreizehnten.

Wer noch irgend an dem 'teilhaben' möchte, was der Mann in banausischer Entrücktheit 'geistige Tätigkeit' nennt, der solle nur weiter in Paris die Cafes etc. frequentieren.

Infolge der hohen Mieten seien die Mandarine von Paris gezwungen, die Cafes, die Stadt zu bewohnen. Da ist der Capccino zwar auch nicht billiger als 8,30€ die Tasse, aber immerhin sitzen überall andere Rollkragenpullover mit Gitanes Mais zwischen den Lippen und in Schwarz mit Les Temps Modernes in den Händen herum, um Diderots Aufkläurnug und gesottene Kalbsköpfe gegen orientalischen Despotismus und Barbarei zu verteidigen.

Soweit die behandlungsbedürftigen Halluzinationen Seidls."


Prof. Bobby Holunder   Presseclub Universität Bockwurst  15. November 2015 (Anmoderation)


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Review

Reviewed Work: Fakes!? Hoaxes, Counterfeits, and Deceptions in Early Modern Science by Marco Beretta, Maria Conforti
Review by: Donna Bilak

Isis
Vol. 106, No. 2 (June 2015), pp. 434-435


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"Speculum naturale, speculum doctrinlae, speculum historiale, den Namen des mittelalterlichen Enzyklopädisten Vincenz von Beauvais müssen sich nur die merken, die an der Prüfung teilnehmen wollen.

Meine Veranstaltung 'Wissenschaftliche Bestseller und Nachlässe im Licht profitorientierter Verlagspolitik' fällt heute nachmittag wegen einer auswärtigen Verpflichtung aus. In der kommenden Woche besprechen wir dann den den Fall 'Sein und Zeit bei Suhrkamp?' sowie die Nachlassverwurstung der entsprechenden Schriften des Soziologen Luhmann und des 'Unlöwen' Hans Blumenberg.

Zu einer Frage, die mich in diesem Zusammenhang aus dem Hörerkreis erreichte: warum Adorno Blumenberg in einem Brief an Horkheimer vom 18. November 1957 für ein Ordinariat ungeeignet hält ('Blumenberg, der wirklich für ein Ordinariat nicht geht'), weiß auch ich nicht."

         Prof. Milo Rambaldi  (Vorlesung 'Schleppkähne der Gegenaufklärung'  12. November 2015




"Zitatangaben machen wir so:


'Reviewed Work: Laughter in Ancient Rome: On Joking, Tickling, and Cracking Up by Mary Beard

Review by: David Christenson

Classical Philology

Vol. 110, No. 4 (October 2015), pp. 388-391'. Das ist weder rigide noch lächerlich!"
                  Dr. Erwin Aberfett, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.  9. 11. 2015



"Wenn Alban Berg einen Sänger in seiner Oper 'Wozzeck' ein Ach auf dem Halbton b singen lässt, ist das kein Zufall, meine Damen und Herren, sondern eine Grußadresse."

        Dr. Gradus ad Parnassum  (Oberseminar Oper  4. November 2015)



   " 'ich spreche fast gar nicht. Abends mehr, und am Clavier das Meiste.' "

      Prof. Gerlind Zwerg-Riese, Robert Schumann zitierend in ihrem Vortrag 'Imaginäre Institutionen und Davidsbündler'  3. November 2015)

   (erscheint in der Reihe 'Hochschulreden Universiät Bockwurst 2015/2016' als  Vol. 27 )

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"Wissenschaftler zählen zu jenen Tierfreunden, die fürs Zureiten ihrer Steckenpferde Geld bekommen. Ich zum Beispiel kassiere in diesem Semester gar nicht übel für die Auslegung eines einzigen Satzes. Er stammt von Cicero, aus dessen Schrift Über das Schicksal / de fato:

Si enim aliquid in eloquendo nec verum nec falsum est, certe id verum non est / Wenn nämlich eine Äußerung weder wahr noch falsch ist, dann ist sie gewiss nicht wahr. Wie dargelegt."

    Prof. Bobby Holunder  Vorlesung "Logik und Mantik  II"    2. November 2015




"'Wären wir Bienen, Ameisen oder lakedämonische Krieger, für die es persönliche Furcht nicht gibt und Feigheit das Schimpflichste war, so würden die Kriege weitergehen. Aber zum Glück sind wir bloß Menschen - und feig.'  So Schrödinger in 'Geist und Materie'.  - Dennoch gehen die Kriege weiter, und die Feigheit."


                                               Christian Freiherr von Auchjauche:  Historiographische Voluten.   #bockpres#  2015



"Fortbildung i. d. R. für Professor/innen:

Hochschuldidaktischer Einführungskurs für neuberufene Professorinnen und Professoren"


Prof. Dr. Hans Clawert / Prof. Dr. Puka Schimmelplatzer    31. Oktober 2015



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"Seit diesem Semester studieren wir an der Universität Bockwusrt Gay- and Lesbian-Studies, Queer-Studies." 

  • Dana Luciano and
  • Mel Y. Chen

Has the Queer Ever Been Human?

GLQ: A Journal of Lesbian and Gay Studies (2015) 21(2-3): 183-207;



"Im November 2016 jährt sch zum hundersten Mal der Todestag Sakis (Hector Hugh Munro). Aus diesem Anlass findet unter dem Tietel 'Reginald und Clovis, Nestbeschmutzung als Geschäftsgrundlage Sakis' eine Tagung statt. Ein ausführliches Programm folgt."

              Universität Bockwurst (Institut für Anglisitik) Pressemitteilung 25. Oktober 2015




"Armut verdirbt den Charakter, ebenso Arbeit."

              Prof. Erwin Aberfett  (Morgenmagazin Campusradio Uni Bockwurst 23. 10. 2015) 



"Lyrische Wasserleichen wie Georg von der Vring oder Heinz Piontek sind mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar, ein Fall für die Wasserschutzpolizei, wie die Dramen von Jean Anouilh und Jean Giraudoux."

   Prof. Wilhelm Unglaube, Oberseminar "Romanistisches Kolloquium"  21. 10. 2015



"Du weißt besser als wir alle, dass es um Dichtung, um Philologie, ihr Prestige und ihren Nimbus geschehen ist. Rudolf Pfeiffers Geschichte der Klassischen Philologie oder Peter Szondis Traktat über philologische Erkenntnis sind 'im Angesicht einer vor unseren Augen verwahrlosenden universitären Lehre' (Julika Griem in der FAZ vom 7. Oktober 2015) trübe Quellen geworden. Wo sind die Badegäste? Du bist der Wassermann."

Aus einem Brief Bobby Holunders an Robert Pinsky zu dessen 75. Geburtstag  20.10.2015



"Es ist geradezu, als wollte dieses Wissen oder dieser Geist des Wissens nicht in solche Köpfe, die hohl sind. Denn das Wissen des Geistes ist kein hohles, sondern ein flagrantes Wissen."

  Prof. Bobby Holunder, "Die Fellachisierung Mitteleuropas"  Vorlesung 16.10.2015



"Ich bin hier wegen der Gastdozentur, zu der man mich freundlicher Weise eingeladen hat, nicht um den Mahner, Be- und Umdenker zu markieren.

Wir lesen Ein Mann von sechzig Jahren, Hermann Kesten, und am Ende feiern wir Ende des Monats meinen sechzigsten."

   Prof. Erwin Aberfett, 1. Oktober 2015  Yale Review


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"Gogols Der Revisor und Ilfs / Petrovs Das goldene Kalb. Ein Millionär in Sowjetrussland sind die siamesischen Zwillinge russischer Satirekunst. Sie sind Klage und Klage über die Unsinnigkeit des Klagens zugleich."

  Prof. Bobby Holunder (Dekanatssitzung vom 24. September 2015  FB Slawistik)




"'Zeus, Flüchtlingshort,
Schau gnädig herab auf unseren Zug,
Der zu Meer von des Nilstroms Mündungen her,
Von den feinsandigen,
Aufbrach; und verlassend die heilge
Heimat, die an Syria grenzt, flohn wir' - heben die Hiketiden des Aischylos an. In ihrem Geist wollen wir unseren erschöpften Kollegen ein freundliche Willkommen zurufen!"

   Prof. Bobby Holunder / 22. September 2015 im Gästehaus der Universität Bockwurst



"Charles W. Morris'  Paths of Life: Preface to a World Religion (1942) wird im Rahmen einer über zwei Semester sich erstreckenden Übung ins Deutsche übertragen. Interessierte wollen sich bitte im Sekretariat Prof. Wirnt von Grafenbergs (Frau Möller) anmelden. Nach Terminabsprache werden sie einige Passagen aus Morris' Liber spectaculorum (Prof.Grafenberg) zur Probe ins Lateinische übersetzen. (Postdoc möglich.)"

                Büro Prof. von Grafenberg  20. September (elektronisches Vorlesungsverzeichnis)




"‘Thus I spoke; and speaking sigh’d;
—Scarce repress’d the starting tear;—
When the smiling sage reply’d—
—Come, my lad, and drink some beer.’"

  Prof. Bobby Holunder, Dr. Johnson zitierend, am Ende seiner Begrüßungsrede an die neuen    Stdudierenden seiner Hochschule.   18. September 2015




"Nach Walter Benjamins Einsicht schlafen Ibsens Frauen, Hedda und Nora, nicht mit ihren Männern, sondern gehen mit ihnen irgendeinem unbekannten Unheil entgegen.

Für deutsche Frauen gilt das nicht. Die gehen ihrem bekannten Unheil selbstbewußt und allein entgegen. Sie schlafen mit Schlafmitteln."

     Prof. Bernhard Bronnenbrück (Universität Bockwurst)  "Talk im Darm"   17. September 2015 






"sehr geehrte herren,

vielen dank für Ihren kleinen schlagabtausch in den aktuellen SEHEPUNKTEN.

http://www.sehepunkte.de/2015/09/kommentar/enno-buenz-ueber-rezension-von-das-exemte-bistum-meissen-1-87/

dass sich ein doktorvater vor seinen welpen stellt, ist klar.

 das hätte der besucher von st.petri zu bautzen ahnen müssen, bevor er sich da unbekümmerter als gut für ihn war löste.

freundliche grüße,

ralf frodermann



--
Prof. Bobby Holunder
 Vorzimmer Ralf Frodermann
Universität Bockwurst - Rektorat

- Dorfkrug -

D - 38170 Watzum  GERMANY"


------------------15. September 2015-----------------------------------------------------







"Universitäten sind heute irrelevante Institutionen, will sagen: Institutionen, die, selber irrelevant, relevante Bauteile fertigen, am ehesten mit der Institution Ehe vergleichbar.
Vordem klang es einmal so:

'Wir sind schließlich aufgefordert, die Integration der Wissenschaft in die bestehende Gesellschaft zu reflektieren und die Einrichtung dieser Gesellschaft in Zweifel zu ziehen.' (Cornelius Castoriadis, Durchs Labyrinth. Seele. Vernunft. Gesellschaft.  dt. Frankfurt a. M., 1981  S.191)

Heute erleben wir den Triumph des 'paktierenden Denkens'. (M. Klaue, Veschenkte Gelegenheiten. Polemiken, Glossen, Essays. Freiburg i. Br., 2014  S.30)
Spagatvirtuosen sind entsprechend häufig anzutreffen."

         Christian Freiherr von Auchjauche: Vorlesung über Wissenschaftspragmatik.

                                #bockpress#  2015   S. 722

   
 




"Anläßlich des 200. Geburtstages Lorenz von Steins am 15. November 2015 wird dessen Schrift Die Frau auf dem Gebiet der Nationalökonomie (Stuttgart, 1875) bei #bockpress# erscheinen.   Prof. Bobby Holunder hat ein Vorwort zugesagt."

                    #bockpress# Verlag  (Kontrolle & Kommunique  223/2015  IX 2015)






"Die ständische Gesellschaft, in der wir leben, kennt den Ausnahmezustand als Bringdienst, siehe die aktuelle Flüchtlingslage im fernen Europa. 'McDonaldisierung der Gesellschaft' nennt man das seit zwanzig Jahren. Ich meine damit auch diese Diskussion, die wir hier führen."

Prof. Erwin Aberfett (Universität Bockwurst) in einer Fishbowl-Diskussion / Melbourne

                                                 14. 09. 2015






"Die Böhlendorf-Lecture für fromme Lügen der Universität Bockwurst werden im kommenden Semester von Frau Dr. Karmann Ghia gehalten. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen wird ein Gedicht Richard Dehmels aus der Sammlung Weib und Welt stehen:


Störung


Und wir gingen still im tiefen Schnee,

still mit unserm tiefen Glück,

gingen wie auf Blüten,

als die arme Alte

uns anbettelte.

Und du sahst wol nicht,

als du ihr die Hände drücktest

und dich liebreich zu ihr bücktest,

wie durch ihr zerrissenes Schuhzeug

ihre aufgeborstnen

blauen Füße glühten.

Ja, ein Mensch geht barfuß

im eignen Blut durch Gottes Schnee,

und wir gehen auf Blüten."


Pressemitteilung Universität Bockwurst via TWITTER  13. September 2015





"Nunc id vides. nunc ne vides."

            Prof. Erich Aberfett:  "Nichtsichtbares."    #bockpress#   2015  (S. 122)





    "'O goldne Zeit, auf ewig hingeschwunden!
     Wie süß bethört es, deine ferne Spur
     In alter Sänger Sprüchen zu erkunden!'

Nun ist die Faulheit das einzige Fragment von Gottähnlichekit, das uns aus dem Paradies übrig blieb, wie Freidrich Schlegel meinte. Wie müssen sie hegen und pflegen. The Idler Academy ist ein verläßlicher Partner dabei."

     Prof. Bobby Holunder  10. September 2015 (Pressemitteilung zum Kooperationsvertrag)






"'Wie freut sich des Gewinns das sichre Herz,
Das keinen Einsatz wagt im hohen Spiel
Und des Beraubten nur im Traum zu denken
Mit Unmut  abweist - Ja, ich sahe den Geiz.'

Was Kurd Laßwitz in seinem Gedicht 'Der Geiz' dichterisch aufzuspüren verstand, ist der anale Charakter selber. Unter den heute lebenden Menschen ist er der vebreitetste von allen, ja er gilt geradezu als role model."

   Prof. i. K. Rudolf Zacapa (SciFi / Von Laßwitz zu Orphan Black /Vorlesungsankündigung WS
          2015/2016  7. September 201 via TWITTER)   







"Gurland nannte sich 'Vexator', wie Karl Kraus in seinem großen Theaterstück sich als 'Nörgler' bezeichnete.

aus:

Arcadius Rudolf Lang Gurland: Marxismus und Diktatur. (Leipzig,1930)
  
                           (Reprint / Vorerinnerung von Erwin Aberfett)         #bockpress#  2015






"Werke wie Lion Feuchtwangers Roman Die Füchse im Weinberg (Waffen für Amerika) oder Golo Manns Biographie Wallenstein sind unlesbar geworden. Aber nicht aus diesem Grund haben sie keine Leserschaft mehr. Sie hätten auch keine, gäbe es noch eine."

 Dr. Luise Mahnung,  Vortrag "NachLese" Sommeruni Bockwurst
                              5. September 2015 (Ankündigung)






"Die Abschiedsvorlesung Prof. Harold Yowitts (Institut für Soziokybernetik / Universität Bockwurst) findet am 5. Oktober 2015 in Hörsaal 5 statt. (18 Uhr c.t.)
Prof. Yowitt wird über sein Computergame

Schafft hier das Leben
gut und schön,
kein Jenseits ist,
kein Aufersteh'n.

sprechen."

                 Büro Prof. Yowitt    Pressemitteilung   5.September 2015

 





"Aus der Märtyrer- und Tagebuchliteratur schallt uns keine Botschaft mehr entgegen, schon gar nicht das trostlos-tröstliche 'Du bist nicht allein', wie Michael Maar in seiner populär-monographischen Schrift 'Tagebücher. Warum schreibt man sie? Warum liest man sie?' von 2012 fälschlich meint. (Vontobel Schriftenreihe 2050  S.86).
Aus Tagebüchern schallt eines nur uns entgegen: Du bist allein. Wie ich."

 
   Prof. Raimund Harmsdörfer (Psychologie):  Ich-Umbauten. Vorlesungsankündigung WS  2015/2016 3. September 2015 (elektronisches Vorlesungsverzeichnis der Universität Bockwurst)








"Der deutsche Kulturkonservatismus kennt keinen de Bonald.
In seinem Buch 'Die Krisis der europaeischen Kultur' aus dem Jahr 1917 - das erste Buch des opus magnums Rudolf Pannwitz' mit dem ein wenig rachitischen Titel 'Die Freihet des Menschen' - singt Pannwitz die alte Erlösungsarie Ex oriente lux (Orthographie und Interpunktion im Orig.):

'Einen ausweg aus der krisis der europäisdien kultur auf
irgend einem begangnen wege gibt es nicht melir . selbst
nietzsdie kann nicht unmittelbar richtig wirken . er ist für die
schwachen zu stark und selbst für die starken zu stark jene
madien einen Sozialismus diese einen individualismus aus
ihm man muss aber über beides hinaus sein und ein drittes
selbst sein um ihn überhaupt zu verstehn . für alle und keinen
für einen und alle ist der weg eine Verschmelzung unserer
unter sich verschmolzenen europäischen halbkulturen mit den
groszen orientalischen klassischen kulturen . geschehe wieder
was immer geschehn dass die jüngeren Völker scheinbar die
älteren kolonisieren wahrhaft von ihnen sich kolonisieren
lassen I kultur ist schlechthin etwas orientalisches etwas
aussereuropäisches etwas übereuropäisdies Subjektivismus
und experiment ist dagegen das europäische wir europäer
sind heute an den rand der grösze und des abgrundes gelangt
wir müssen zunächst zurück ob wir nun nur sicher stehen
oder ob wir noch vorwärts dringen wollen.'"


      Prof. Rainer Maria Mönchsbart    2. September 2015 im Telekolleg

     "Ethische Nationalökonomie"       Universität Bockwurst
 


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                                                                                 A N Z E I G E

Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts


Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 11 (Jg. 2014). 2015. VI, 529 Seiten (im Abo 108.00)
978-3-7873-2525-2. Gebunden

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"Das mündliche Staatsexamen?  -  'Kleine Gebrauchsanweisung für das mündliche Staatsexamen' der Juristin Regina Ogorek (in: Law Zone 2 / 2008) lesen, und beten.“

        Prof'in. Dr. jur. utr. Mechthild Tampa-Auchjauche

(Juristische Fakultät Universität Bockwurst   1. September 2015  'Abiturienten-Schnuppertag')




"Ich schließe mit den Worten eines berühmteren Rektors als ich es bin:

'Das Entmutigende in unserer Zeit ist nicht so sehr der Druck als solcher, der auf den Menschen lastet, sondern die Gefüfigkeit gegen ihn.' Und, meine Damen und Herren, ich schließe aus Ihrem Beifall an dieser Stelle, dass wir uns einige sind in der Auffassung, nicht einfach nur erudierte Menschen an unserer Lehranstalt der Arbeitswelt zuzuführen, sondern einer von Max Horkheimer bereits 1954 diagnostizierten 'Gefügigkeit' nach Kräften entgegen zu wirken. Ich danke Ihnen."

   Prof. Bobby Holunder  (dies academicus / Universität Bockwurst  31. August 2015) 




"Prof. Loke Klingsor, Quirn University, wird im kommenden Wintersemester für den erkrankten Prof. Erwin Aberfett lesen.

Prof. Klingsors Vorlesung 'Nicht die Zimmersche Chronik, keine Fabel erbaut dich mehr: Über rezeptionsästhetisches Ungenügen' findet jeweils montags von 18- 20 Uhr statt."

  Dr. Ernst Sebastian von Portorosso (Assistent Prof. Klingsors, via e-mail  30. August 2015)





"Entgegen anders lautenden Meldungen sind an der Universität Bockwurst keine sog. 'Börsentrottel' tätig. Auch ist ein Börsenhoroskopemagazin namens Arbis' Tratsch an der Hochschule nicht bekannt. - Wir bedauern die Falschmeldung." 

  Aus einer Pressemitteilung des Rektorats der Universität Bockwurst 29. August 2015



"Glück muss auch Spass machen." (Heiko E. Dohrendorf)

           Motto in: "Sentenzenstudien"  Ed. Robert Holunder   #bockpress#  2015





"Zudem war Arbeit ihm, was für das Schiff die Klippe;

Wenn er von Broterwerb und von Beruf nur hörte,

Umzog verächtlich stets ein Lächeln seine Lippe.

Mit seinem Gute fuhr er fort nun zu schlaraffen

Und blieb der große Herr, als den ihn Gott erschaffen."


Aus Alfred de Mussets Verserzählung Rolla (Zweiter Gesang) zitiert Prof. Bobby Holunder geistesabwesend o.a. Verse nach einer Feriensprechstunde am 28. August 2015 vor der Tür seines Büros in der Universität Bockwurst.


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Buchansicht


"Adornos bittere Bemerkung, ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben, war ein Tropfen auf den heißen Stein des gesunden Volksempfindens. Was als Kritik gemeint war und als Intervention, ist zur “Frankfurter Schule” verkommen und biedert sich an. Die linken Intellektuellen haben das Einfache, das nur schwer zu machen ist – die staaten- und klassenlose Weltgesellschaft – theoretisch liquidiert, damit sie sich endlich, im Verein mit dem Klassenfeind von einst, um die “nationale Identität” sorgen dürfen. Deutschsein, das ist wieder, nach der Methode Goebbels/Weizsäcker, Schicksal und Auftrag zugleich. Und dabei bereitet es doch in Wahrheit gar keine geistige Mühe, auf die Frage, was deutsch ist, die Auskunft zu erteilen: Herrschaft, Verwertung, Vernichtung."


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Christoph Strosetzki (Ed.):

Mirabiliratio.

Das Wunderbare im Zugriff der Frühneuzeitlichen Vernunft.

 Beihefte zum EUPHORION  88  2015

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"Die Röpkes, Euckens und von Hayeks sind bis heute die Stichwortgeber pseudo-liberalistischer Krisenerklärer geblieben. Meist Lohnschreiber und humorlose Humoristen."

    Prof. Dr. Abe Ravelstein   (VWL Universität Bockwurst)  Radio Bockwurst  26. August 2015




"Mein Oberseminar im WS 2015/2016, 'Kritik der Geplanten Obsoleszenz' im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 'Philosophie der Technik' (Handapparat: Ernst Kapp: Grundlinien einer Philosophie der Technik. ed. Mayer , Scholz. Hamburg, 2015), findet im Dorfkrug zu Watzum statt. Die ersten drei Runden gehen auf mich."

        Prof. Martin A. Heidegger (via Elektronisches Vorlesungsverzeichnis  25. August 2015)

            



"Die Vorlesung 'Dichte Verwaisung: Über einen Satz aus Marx' Kritik des Gothaer Programms (Das Recht kann nie höher sein als die ökonomische Gestaltung und dadurch bedingte Kulturentwicklung der Gesellschaft.)' von Prof. Dr. Wieland Porto muss im kommenden Wintersemester leider ausfallen und wird 2016 nachgeholt. Prof. Bobby Holunder wird eine Ersatzvorlesung anbieten. (Vom Zwetschkenbaum: Zu einigen Gedichten Albert Drachs / Werkausgabe  Bd. 10   Zürich, 2009)."

                               Büro Prof. Porto 24. August 2015




"Ich habe stets nur meine sexuellen Obsessionen geheiratet."

                Peter Papiergeld: "Das Florilegium der Diseuse."  Novelle.    #bockpress#  2015



"'Inklusion' ist ein staatliches Kostendämpfungsmodell: die Disziplin 'Sonderpädagogik' wird post festum zu Unsinn erklärt, die betreffenden Einrichtungen werden geschlossen und die Zielgruppe wird der Regelbeschulung zugeführt, um da sachkundig verüberflüssigt zu werden."

                         Dr. Ines Bracke Robert-Holunder-Professur für Sonderpädagogik

                             Universität Bockwurst  WS 15 / 16  (Syllabus via TWITTER 21. 8. 2015)



"Ausgerechnet in dem Fachorgan Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit (4 / 2015) vebreitet sich einer, dem die Welt Literatur ist, ein Literaturwissenschaft schaffender Literaturwissenschaftler also, über Finanzkrise, politische Ökonomie und Marktdiktatur etc. etc.

Eingangs seines Sermons zitiert er pflichtschuldigst locus classicus I (Papiergeldszene in FAUST II) und locus classicus II (Zolas Roman Das Geld) herbei, locus classicus III (William Gaddis' Roman JR) bleibt unerwähnt.

Gegen Ende seiner kulturwissenschaftlichen Extemporationen zum Thema 'Finanzkrise nach der Lehman-Pleite im Jahr 2008' kommt dieser Pseudo-Vulgärökonom richtig in Fahrt, indem er sich mit Blick auf die Geschehnisse in der Finanzwelt zwischen dem 12. und dem 15. September 2008 einen Novellenplot konstruiert, der ihn selbst offenbar so überwältigt, daß er, vom eigenen Dämon gänzlich hingerissen, schließlich nur noch ausrufen kann: 'Große Literatur.'

Dem Mann kann nicht geholfen werden!

Auch nicht mit dem Hinweis, es wäre schon genug, wenigsten allerlei, wenn er bei seinen Leisten bliebe und zum Beispiel Robert Musils kurzes Stück Inflation mit erklärenden Noten versähe und den Ausgaben der BILD-Zeitung vom 12. bis zum 15. September jeden Jahres als Supplement beiheften liesse."


                Prof. Otto A. Pfützenreuter  ( Syllabus  WS  2015 / 2016  via Facebook  21. August 2015)





"Der Türckische Pilgram


Diese erstermeldete Rähtsel ist von der dritten Art / und bestehet in vergleichen deß Türckischen Lügen Propheten Mahomets / mit einer grossen feurigen Schlange. Der Sonnenbett ist Morgenland / da das Liecht der Welt pfleget aufzugehen / Mahomet wird einer Schlange verglichen / wegen seiner vergifften Klugheit / die den Schlangen beygemessen wird / und solche hat er meisterlich erwiesen in seinem falschen Gesetz Alkoran / oder Koran genamet / in welchem er sich nach den Türcken / Juden und Christen gerichtet / und aus dreyen Religionen eine gemachet / ihnen auch verbotten / sich deßwegen in keine Wort Streit einzulassen. Zum andren wegen seiner Stärcke / dann er schnell / wie die Schlangen zu schiessen pflegen / mit Tyranney und Gewalt grosse Lande berucket / und die Kron deß Käyserthums aufgesetzet / wie dann auch die Schlangen Kronen aus dem Haubte haben. Kein Christlicher Ritter hat diese Mahometer überwinden können."

                                Georg Philipp Harsdörffer

(Vignette des Tagungsbandes "cuius regio, eius religio / Religionsgeographie heute."  Hg. Annedore Wenk-Weber      #bockpress#  2015

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Eingebetteter Bild-Link
"Der Graben zwischen Ideologiekritik und Kritik ist breit. Jörg Finkenberges Buch über Carl Schmitt ('Staat oder Revolution. Kritik des Staates anhand der Rechtslehre Carl Schmitts.'  Freiburg, 2015) und Marc Lillas interessierte Ein-Abwasch-Mißdeutung heterogenster Geister wie Schmitt, Heidegger, Benjamin u.a. im Geist Julien Bendas ('Der hemmungslose Geist. Die Tyrannophilie der Intellektuellen' dt. 2015) markiert das Ausmaß der Kluft. - Entschuldigung, hat der Hund eben gesprochen?"

     Prof. Bobby Holunder in seiner Ansprache zur Neueröffnung des Uni-Tierheims 19. 8. 2015  



"Der stille Don ist kein schweigsamer Mafioso, du Blödmann, sondern der Titel des sowjet-russische Machwerks von Genosse Scholochow, über den du deine Bachelorarbeit verfasst haben willst. Und hier mit der Juniausgabe 2015 der Oxford German Studies aufzukreuzen, imponiert auch niemandem! -  Diese studentische Dämlichkeit affiziert allmählich meine Geduld."

            Prof. Erna Vektor (Mündliche Prüfung 18. August 2015  FB Slawistik)    
                     


"Dass die bürgerliche Kälte im Konkurrenzzirkus mehr zählt als ein mitfühlendes Herz war in vorbürgerlicher Zeit bereits kanonisiertes Weltwissen, vgl. etwa Ahasverus Fritsch: Was gehet es dich an? Tractätlein von unnöthiger Bekümmernüß um andere Leute. (Regensburg,1686)"

           Bobby Holunder, The Beau and the Butterfly  (Vol. 107  Heft 8  2015  S. 67)



"Die Scharte war ausgewetzt. Sie hatte ihn umgebracht. Nachhaltig."
                Silke Schiwago: Mannweiberei. Roman.      #bockpress# 2015  (im Erscheinen)



"Nicht ohne Wehmut hält der Bielefelder Literaturwissenschaftler Wolfgang Braungart seiner Disziplin, der Neu-Germanistik, auf deren geisteswissenschaftlichen Intensivstation eine elegische Gardinenpredigt: W. Braungart: Standard: Literatur. Die Kunst, das Individuelle und Günter Eichs Himbeerranken. (in: Germanisch-Romanische Monatssschrift. NF  BAnd 65  Heft 1  2015  S. 63ff.) Zum Schluß (S.76) seiner hier und da gewiß denkwürdigen Darlegungen gibt der wackere Gelehrte seiner Leserschaft einen 'literaturwissenschaftlichen Gewissensspiegel" (sic!) an die Hand, in welchem wir u.a. lesen:
'(1) Ist mir wirklich klar, dass die Literaturwissenschaft zuallererst die Wissenschaft von der    Literatur ist?
 (7) Halte ich aus , dass Literatur mich unweigerlich zur Selbstreflexion auffordert und mich sogar so herausfordern kann, dass ich mich auch mit mir selber auseinandersetzen muss?'
Ist ihm klar, dass, wer solche Fragen stellt, sein innere Kündigung nicht nur öffentlich vollzogen hat, sondern bereits mit ihrer an sog. Deckerinnerungen gemahnende Kaschierung befasst ist?
Zum in Rede stehenden Thema selber halte man sich besser an folgendes:

'Denn es handelt sich ja nicht darum, die Werke des Schrifttums im Zusammenhang ihrer Zeit darzustellen, sondern in der Zeit, da sie entstanden, die Zeit, die sie erkennt – das ist die unsere – zur Darstellung zu bringen. Damit wird die Literatur ein Organon der Geschichte und sie dazu – nicht das Schrifttum zum Stoffgebiet der Historie zu machen, ist die Aufgabe der Literaturgeschichte.' (Walter Benjamin, Literaturgeschichte und Literaturwissenschaft)."

   Prof. Christian Friedrich von Augustenburg   Radio Bockwurst  16. August 2015



"Gefallenen Mädchen schlug in der europäischen Literaur ihre Stunde. In Thomas Hardys

Tess of the d’Urbervilles: A Pure Woman Faithfully Presented schlug sie besonders laut."
      Der Feminist / Zeitschrift für Gaga-Jobs (Sonderheft Miss Shakespeare? / August 2015)



"Seriöse Anleitungen zum akademischen Studium existieren nicht mehr. Gewinnbringendes Vorteilsdenken setzt auf nicht systematisierbare Zufälle und handstreichartiges Handeln. Selbstdenken war ohnehin stets überschätzt, ('Die Marotte des Selbstdenkens ist, daß jeder Abgeschmackteres hervorbringt als ein anderer.' Hegel).
   Bobby Holunder im Vorwort zum Neudruck von Johann Friedrich Herbarts
                Über philosophisches Studium.  (Göttingen, 1807)  #bockpress#  2015



"Der Semmelweis-Reflex ist unwiderlegbar. In Friedrich Engels' Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft lesen wir im Dritten Abschnitt: 'Der Handel entwickelte sich mehr und mehr zur Prellerei.' Die weltumfassende Prellerei heißt Globalisierung, möchte man hinzufügen. Orthodoxe Wissenschaft will davon nichts wissen und ignoriert noch ihre diesebügliche Ignoranz."
    Prof. Auchjauche in seiner Rezension von The Meaning of the Library: A Cultural History.
                  ed. by Alice Crawford.    Princeton University Press, 2015

     (in: Der Mettigel / Rezensionsorgan für die ges. Geschichtswissenschaft   8 / 2015)




"Selbstverständlich bleiben Nazis wie Martin Heidegger oder Carl Schmitt bis auf weiteres auf der Backlist deutscher Ideologie, wie etwa ein jesuitischer Obskurant wie Teilhard de Chardin auf der Backlist katholischer Querulanten geblieben ist."
  Der Theologe Dr. Günter Balsam, Universität Bockwurst, am 12. August 2015 in einem             Schreiben an die Theologische Rundschau und die Harvard Theological Review



"Dass selbst gröbster Unfug nicht vor akademischen Weihen gefeit ist, macht aktuell ein Beitrag in German Life and Letters (Vol. 68, 3 July 2015) deutlich. Darin setzt die Autorin Alexandra Ludewig eine besonders mißratene TATORT-Folge (Im Schmerz geboren von 2014) mit dem Stendhal-Syndrom in Beziehung. Bezüglich des Verhältnisses jener Kollegin zum Unsinn mag man mit Fug indes das Stockholm-Syndrom anführen. -  Die Zeitschrift ist sofort aus der UB zu entfernen, das Abonnement zu kündigen!"

  Prof. Bobby Holunder in einem Telegramm an den Direktor der Universitätsbibliothek der Universität Bockwurst  /  11. August 2015



"Karl M. Baers Buch Aus eines Mannes Mädchenjahren (Berlin, 1907, Nachdruck 1993) stellt zweifellos einen Meilenstein in der Gender-Forschung dar. Aber wo zum Teufel befindet sich die Verfilmung?"

           Die Filmwissenschaftlerin Dr.Ute Kurz-Lang 10. August 2015 Uni-Radio Bockwurst


"Die neuerdings wieder epidemisch gewordene Unsitte, dass Schmocks Romane und anderes schreiben (oder dass umgekehrt Romanautoren den Schmock geben), um auf diese Weise ein Narrenkostüm gegen ein anderes zu tauschen, sorgte für Speichelfluß und Krakeel im Literaturbetrieb. Zitierwut für Unterhaltung, wie etwa bei dem jungen, zweifellos berufsbedingt übergeschnappten Journalisten Rudi Reimer (geb. 1990), der seinem Roman Wurstgarn (#bockpress# 2015) keck einen Auszug aus Karl Rosenkranz' Ästhetik des Häßlichen (1853) voranstellt:
'Jeder Einsichtige wird begreifen, daß ich, bei allem Anstande, einen solchen bleichsüchtigen Pensionstsstil nicht schreiben durfte und daß ich überhaupt wohl auf den vorliegenden Fall Lessings Wort anwenden darf:
Ich schreibe nicht für kleine Knaben,
Die volelr Stolz zur Schule gehn,
Und den Ovid in Händen haben,
Den ihre Lehrer nicht verstehn.'
Unwillkürlich erinnert dies Spektakel in toto an Bertolt Brechts Parade des Alten Neuen, in der wir lesen:
Es kroch heraus auf neuen Krücken, die man nirgnds je gehen hatte, und stank nach neuen Dünsten der Verwesung die man nirgends je gerochen hatte.
Auf den bedeutungslosen Namensschildern solch pseudo-literarischen Abhubs lesen wir etwa: Kaufmann, Flender, Reimer, Lauenstein, Funk, Auchjauche jun., Holunder jun., Aberfett II. Bei ihren Werken handelt es sich um das Tote und das Leere, dass rasch vergessen sein wird."
 
        Ferdinand Deuttschau: Die deutsche Prosaliteratur seit dem Grafen Yoster. Mit einem 
                                       Exkurs zu E. W. Händler ("Krieg als Konjunkturmotor").
                             #bockpress# 2015  (im Erscheinen)




"Leslie Fiedlers Häme war eine läßliche Sünde. Lieber mit ihm und ihr falsch liegen als mit den Langweilern richtig."
      Prof. Meyer zu Müdehorst (Sommeruni Bockwurst / Gruppe Amerikanistik 7. August 2015)

"Reaktionäres Denken fand noch stets seine Hausgötter, von Rivarol bis Gomez Davila, eine veritable Freakshow."
    PD Dr. Gudrun Obstler  (Sommeruni Bockwurst / Gruppe Romanistik  7. August 2015)
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Ehmann / Karmanski / Kuhn-Zuber

Gesamtkommentar Sozialrechtsberatung

Herausgegeben von Prof. Dr. Frank Ehmann, RiBSG Carsten Karmanski, Prof. Dr. Gabriele Kuhn-Zuber

2015

(Ihre Fürsorgeanstalten zählen wir nicht!)

  Brecht, Die Mutter



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Beiträge zur Namenforschung 50 (2015): Tiernamen – Zoonyme / Band II (Heft 3/4): Nutztiere


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"Ich habe mir nicht 4 Jahre den Arsch aufgerissen, um dann von Ihnen so enttäuscht zu werden."
Darius Weinhart in einem Schreiben an den 'bockpress# - Verlag vom 1. August 2015, nachdem ihm dieser von  der Einstellung einer Buchreihe Mitteilung gemacht hatte. Innerhalb der jetzt eingestellten Reihe sollte Gustav Theodor Fechners Professor Schleiden und der Mond (1856) mit einer Einführung Weinharts erscheinen. 




"Nicht erst seit Bachelard beschäftigen uns Raumwissenschaftler die Räume. Die Räume beschäftigen uns, seit wir aus dem Paradies geräumt wurden."
         Prof. Ernst Neger (Votum auf dem Raumkongreß der Universität Bockwurst 28.Juli 2015)

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In Search of Sir Thomas Browne: The Life and Afterlife of the 17th Century’s Most Enquiring Mind (W. W. Norton & Company, 2015)

                    by Hugh Aldersey-Williams


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Felix. A. Theilhaber: 

  Die sexuelle Not der Studenten. In: Die Neue Generation. Helene Stöcker, 2. Heft, 14/2, 1914
     Neu herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Robert Holunder 
                                     #bockpress#  2015"                                                 
 

"Das Leben als Klausursachverhalt: Versuche über die Psychopathologie des juristischen Prüfungswesens

Günter Frankenberg
Kritische Justiz
Vol. 8, No. 4 (1975), pp. 425-429"

            
 Handapparat Proseminar "Juristische Realien" WS 2015/2016 Prof. Heinz Mauzfies
                                                              via Google Scholar





Die Studentenjahre für jeden in die Gesellschaft Hinweinwachsenden haben kaum irgendwie Bedeutsames aufzuweisen. Der Zuchtrute der Familie entlaufen, und in die Weide eines Berufes noch nicht eingepfercht, bedeutet das für die Studenten eine Fülle von Geschehnissen, die in ihrer Bedeutung überbetont werden. Sie vergilben mit dem Examen und sind schließlich völlig vergessen außer einer künstlich aufrecht erhaltenen Tradition, an die sowieso niemand mehr recht glaubt. Kocht man solche Erinnerungen alle zusammen zu einem Bri und gießt das Wasser der Illusionen ab, so bleibt überall der gleiche Bodensatz, bei allem und jedem: Schlagschatten der Jugend, Nachwehen von Idealen, die in einer früheren Zeit geboren wurden, gerade noch angelernt, der Träger schon unfähig geworden, aufzustehen, zu kämpfen und Opfer zu bringen, ganz gleich für was und wen. (Franz Jung, Der Weg nach Unten.)

Das Zitat ist Heft 4 des MAGAZINs (Sommer 2007 S.58) entnommen.

In Heft 1 (Herbst 2004  S.30) desselben Periodikums lesen wir:

Den warenförmig verfaßten Dingen wohnt als Telos inne, nicht gebraucht, sondern nur besessen werden zu können. Daher sind alle zu Spezialisten des Besitzes der Dinge geworden. Spezialisten des Besitzes der Dinge sind aber selbst Besitz der Dinge.

Unter dem Motto Nach Erschaffung des Weltalls gibt es aber nichts mehr zu schaffen (Augustinus, Bekenntnisse Buch XII) ist unter Leitung Prof. Christian Freiherr von Auchjauches eine Gesamtlesung aller zwischen 2004 und 2010 erschienen Hefte des MAGAZINs geplant. Uniradio Bockwurst plant einen Mitschnitt für ihre Reihe Miskatonic University.


      Universität Bockwurst  Pressestelle  ///  Pressemitteilung  ///      77hz / 23. Juli 2015





"Zu Luther fällt mir nichts ein. Dieter Fortes hübsches Stück von 1970 müsste wieder aufgeführt werden, über Luther und Münzer. Und Johannes Scherrs Der Student von Ulm. Zeit- und Sittengemälde aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts ist auch was.

(Andrew Patten äußerte sich jüngst zu Scherr im Themenheft World Authorship der Zeitschrift SEMINAR. A Journal of Germanic Studies. Vol. 51  2  2015  S.115ff.)

Aber eigentlich genügt es, wenn man sich den Wormser Bericht eines Zeitgenossen vergegenwärtigt. Es findet sich im Archiv für Reformationsgeschichte Jahrgang 80 aus 1989.

Hernach volgt wie doctor Martinus Luther zu Wurms einzogen ist vnd was man mit dem reychstag aygentlichen begryffen etc."


      Prof. Auchjauche (Sommeruniversität Bockwurst  'collegium historicum'  21. Juli 2015)





"Die erste Hälfte der anderen Hälfte ist bereits erschöpfter als die erste Hälfte insgesamt."

              Dr. Jutta Ziervogel, Vortrag "Reifikation und Trunkierung"  20. Juli 2015





„..diese sind aber solche Narren,

die da im Nebel stochern, wo gar keiner ist“


Ubbo Auchjauche: „Keiner lebt sein Leben“ / Rilke und Diphtonge für Anfänger

                                         #bockpress# 2015


„Ob er auch suchte oft schon das Weite,

Einstens für immer erwarb die Schwertleite,

Nicht zu vermeiden war doch die Pleite,

Ganz egal, wohin er auch reite;

Also im Arsch liegt hier der Gescheite,

nicht auf dem Rücken, nein, auf der Seite

wartet ganz stumm der Gebenedeite

auf neues Leben, es wäre das zweite.

Epilog

Wer ihm sein Grab auch immer bereite,

er hofft, dass es wintert und daß es drin schneite.“


(ibid.)






„Die russischen Frauen beklagen sich, wenn sie von ihren Männern nicht geprügelt werden – sie haben sie nicht lieb. Dies ist die Weltgeschichte. (Auch die Völker) wollen die Hundepeitsche.“

Hegel

„In Rußland wurde das Tabakrauchen 1634 bei Verlust der Nase verboten. In Konstantinopel wurde 1620 ein Türke mit durch die Nase gestoßener Pfeife zur Warnung durch die Straßen geführt.“

Hegel

Zitate im Programmheft der Aufführung des Studententheaters der Universität Bockwurst zum Semesterende am 19. Juli 2015.

Auf dem Programm stand:

Kritik und Antikritik

Ein Lustspiel von Ernst Raupach (1827)






„Ich bin nicht die Harvard Universität und Auchjauche ist nicht Emerson. Nein, ich werde ihn nicht feuern!“

Prof. Bobby Holunder in einer Stellungnahme vom 18. Juli 2015 zum Eklat um den Historiker Prof. Christian Freiherr von Auchjauche. Dieser hatte in einem 'Editorial der Schriftleitung' der Zeitschrift Petulantia (Heft 5 / 2105 Schwerpunkt zu Edith Cadivec) u.a. ausgeführt:

Gewiß ist die Erde nicht 'Schauplatz der einleuchtendsten und vollkommensten göttlichen Offenbarung', wie Schelling in seinem Dialog 'Clara/Über den Zusammenhang der Natur mit der Geisterwelt' schrieb.

Wer den Film 'Taxi zum Napf' über homosexelle Hunde gesehen hat, muss nicht Hundefreund oder schwul sein, um zu erkennen, dass die Literaturkritik a la Edmund Wilson (s. The Literary Worker's Polonius 1935) passe ist.










"Das Eine ist nun das Kapital, die dreieinige Wahrheit und Synthese aus Wert, Ware und Arbeit, ihr Komplement die katholische Trinitätslehre.
In den Heften 3-6 der Zeitschrift für Ideologiekritik sans phrase legt dies und anderes Manfred Dahlmann seiner Leserschaft sehr konzise innerhalb eines meta-ökonomischen Panoramablicks auseinander.
Was ist das Eine gewesen? Ein Spuk!
Nehmen wir jedoch eine Passage aus dem fünften Dialog der Schrift Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen des Giordano Bruno, und wir erfahren den Text, im Licht des eben Gesagten, als einen, der in Teilen buchstäblich wahr geblieben ist:

Denn wie der, der das Eine nicht versteht, nichts versteht, so versteht der alles, der wahrhaft das Eine versteht; und wer sich der Erkenntnis des Einen mehr annähert, kommt auch der Erkenntnis von allem näher."

                     Bobby Holunder ("Typoskripte/Flugblätter"   #bockpress#  2015)










"et ignotas animum dimittit in artes (versenkt seinen Geist in unerhörtes Beginnen) / Ovid Motto
Joyce 'Portrait des Künstlers' / Metamorphosen / Daedalus-Bezirk / Studienbeginn"

                             Bobby Holunder: "Metierpolitik"   #bockpress#  2015
 



"Zum Schluß dieser Vorlesung weise ich noch auf Henri Bergsons Unterscheidung zwischen offener und geschlossener Moral, zwischen dynamischer und statischer Religion hin. Bergson entwickelt diese Differenzierungen in seiner Schrift Les deux sources de la morale et de la religion aus dem Jahr 1932.
In ihrem Lichte werden wir im kommenden Wintersemester die islamische Religion als ein Muster herrschender Geistigkeit zu betrachten haben.

1934 schreibt Max Horkheimer in seinem Aufsatz Zum Rationalismusstreit in der gegenwärtigen Philosophie: Die objektive Unwahrheit von Behauptungen ist bloß eine notwendige, durchaus nicht die hinreichende Bedingung ihrer Ablehnung, besonders wenn die falsche Ansicht zur herrschenden Geistigkeit gehört.

Ganz zum Schluß darf ich noch auf den Vortrag 'Plagiate von gestern - heute gelesen / Über Herrn Theodor Mundstock und Jakob den Lügner' unseres Rektors hinweisen. Prof. Holunder spricht am 17. Juli im Audimax über Ladislav Fuks und Jurek Becker. Wer immer die sein oder gewesen sein mögen! - Schöne Ferien!"

                  Prof. Anke Algermissen-Fichte  (Vorlesung 'Die Weltreligionen IV'  10. Juli 2015)





"Professor Robert Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, feiert am 30. August 2015 sein sechzigjähriges Dienstjubiläum (d.v.).

Auf ausdrücklichen Wunsch des Jubilars werden auf offizielle Feierlichkeiten anläßlich des diamantenen Rektorats jedoch verzichtet. Ein informeller Empfang ist geplant. Von weiteren Nachfragen diesebzüglich bitten wir abzusehen."

                   Büro Holunder (Pressemitteilung)  10.Juli 2015




„Ich würde nicht von Integration sprechen, sondern ziehe den Begriff der Arrogation vor. Die Diskussion wird mir im übrigen ein wenig zu schuppig, denn alles kommt doch wohl darauf an,

daneben zu fischen, und doch zu fangen, Wahrheit ist keine Reduktionskost.

Ich habe ein Wort des Wissenschaftstheoretikers Ludwig Fleck im Gepäck, das ich Ihnen zitieren darf:

'Solche stilgemäße Auflösung, nur singular möglich, heißt Wahrheit. Sie ist nicht »relativ« oder gar »subjektiv« im populären Sinne des Wortes. Sie ist immer oder fast immer, innerhalb eines Denkstils, vollständig determiniert. Man kann nie sagen, derselbe Gedanke sei für A wahr und für B falsch. Gehören A und B demselben Denkkollektive an, dann ist der Gedanke für beide entweder wahr oder falsch. Gehören sie aber verschiedenen Denkkollektiven an, so ist es eben nicht derselbe Gedanke, da er für einen von ihnen unklar sein muß oder von ihm anders verstanden wird.'


     Bobby Holunder im Bockwurst-Talk vom 9. Juli 2015 („Paul Federns Zur Psychologie der

   Revolution: Die vaterlose Gesellschaft von 1919 im Licht aktueller Integrationsdebatten")











"Das Motte unserer neue Reihe entnehmen wir  - wie könnte es anders sein - einem Brief Lessings an den Pfaffen Lange in Laublingen:
                   
'....was ich den Leuten zu sagen habe, sage ich ihnen unter die Augen, und wenn sie auch darüber bersten müßten.'  

Unsere Neuen Briefe, die Neueste Literatur betreffend nehmen den alten Faden der Gelehrtensatire wieder auf, indem sie die allenthalben in Ehren stehende Technik des X-für-ein-U - Vormachens umkehren und ebenso sich der Rücksichtnahme auf geltende Usancen wie anderen Komforts verschließen, um allen Jüngern strudelnder Enthaltsamkeit einen Bleistift zwischen Schädel und Decke zu stecken." 

                    Prof. Bobby Holunder  (aus einer Pressemitteilung  8. Juli 2015)










"Under The Dome und im Käseofen/
Aus dem Bereich akademischer Imbezillität:
 
In der FAZ verbreitet sich heute (4. Juli 2015) Albrecht Schöne, der Göttinger Nestor deutscher Germanistik, über ein miserables
Produkt Günter Grass', das den Titel "Kot gereimt" trägt und offenbar der Gattung der Landserlyrik ("Front frei!") zuzurechnen ist.
Bizarrer Weise bläst Schöne den verblasenen Grass'schen Furz zu einem memento mori von barockem
Furor auf, ohne offenbar bemerken zu wollen, dass es sich nur um eine platte Pennälerlokuskritzelei (PLK) handelt,
die keiner Erwähnung wert ist.
Von John Gregory Bourkes "Scatalogic Rites of all Nations!  (amer. Original 1891  dt. "Buch des Unrats"  1992)
über Dominique Laporte (" Eine gelehrte Geschichte der Scheiße"   dt. 1991) bis Florian Werner ("Dunkle Materie: Die Geschichte der Scheiße" 2011) wurde die Koprophilie zweiter Ordnung nicht bloß in academicis gesellschaftsfähig. 
Grass und sein Deuter scheinen diese drei eminenten Fürze nicht gehört/gerochen zu haben und frönen
weiter jener erster Ordnung, die den Durchfall will.
 
"Die Limmburger Flöte" (1927) des Luxemburger Quisling Norbert Jacques gehört in den Umkreis solch nichtiger Dichtung."

                                           Ralf Frodermann Juli 2015
 







"Der ordinäre Fremdenhass ist in Deutschland notorisch.
In dem barocken Sprachkrieg des Wolfenbütteler Gelehrten Justus Georg Schottelius lesen wir:

Teutsche Kinder / bleibt nur einig /
Ihr könnt eintzig und alleinig
Euch beschützen und vermehren:
Frömde werden euch auszehren.
Teutsche kinder ihr seid Brüder /
Uneins werden reißt hernieder:
Liebt Vertraun und Einigkeit /
Dan ihr überwindlich seit.
Bleibt im Teutschen Bruder=Bande /
Laßt die Frömden aus dem Lande. 

Schaut euch bitte folgendes Heft noch einmal für die Prüfung an:

Quarterly Journal of Speech

Volume 101, Issue 2, 2015

Nach den Ferien führe ich euch in die Hölle ein. Wir studieren dann gemeinsam die Grausame Beschreibung und Vorstellung der Hölle des bereits erwähnten Schottelius. Unsere Studienfahrt führt uns an Weihnachten dann nach Wolfenbüttel. - Auf Wiedersehen!"

    
                    Prof. Auchjauche (Doktorandenkolloquium  6. Juli 2015)










"Das Abitur ist wertlos, der alte Freund vergessen:

Wilhelm Freund: Prima. Eine Hodegetik für die Schüler des obersten Gymnasial- und Realschul-Unterrichts, zugleich als methodisch geordnete Vorbereitung für die Abiturientenprüfung. In 104 wöchentlichen Briefen für den zweijährigen Primanerkurs. 2 Bände.  Leipzig um 1900.

Im deutschen Literatur- und Filmbetrieb sind 'Profiteure der Mediokrität' (Heiko E. Dohrendorf) wie Nora Gomringer und Tom Sommerlatte an die Stelle veritablerer Schmocks und Schmieren getreten.
Es ist wahrlich eine Lust, zu lehren!" 

            Prof. Bobby Holunder (Vortrag im Klagenfurter Hotel Palais Porcia 5. Juli 2015)








"Zu Beginn des Seminars wird die Kenntnis folgender Werke vorausgesetzt:


Al-Farabi
Über die Wissenschaften

De scientiis
Lateinisch–deutsch. Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Franz Schupp.
                       Hamburg, 2008



Erich Mühsam: Der Humbug der Wahlen. (1912)"


          Prof. Eberhard Goldast (Ankündigung  WS 2015 / 2016  3. Juli 2015 eKVV)


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"Im zweiten Akt von Becketts Warten auf Godot fragt Wladimir:

Du bist doch im Breisgau gewesen?

und Estragon antwortet:

Nein, ich bin nie im Breisgau gewesen! Ich habe meine ganze Lebenslust hier ausgepißt, sag ich dir. Hier, im Scheißgau.

Im kommenden Semester wird uns die Strukturgeologie des Breisgau beschäftigen. Sie bildet unseren erkenntnisleitenden Trigger."


    Prof. Raimund Solger, Vorlesung  2.Juni 2015 (Fb Geowissenschaften Universität Bockwurst)








"Überzeugungen findet man heute im Regal für nutzerorientierten Blödsinn.
Solche ideologischen Gadgets braucht kaum noch jemand. Das ist steam punk."

                              Dr. Nefario  (Hauptseminar "Hamburger Logik"  1. Juli 2015)

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"Die Dinge nehmen ihren Lauf, nicht den unseren, meine lieben Zuhörer.

'Dein seliger College, wie ich vernommen habe, dachte auch noch bis neulich daran, seine Werke herauszugeben, und nun höre ich leider!dass er Todes verblichen ist', schreibt Borstius aus Flensburg am 20. April 1654 an Joachim Jungius in Hamburg."


  Prof. Auchjauche, "Lebenszeit und Sendezeit / Ein Radiofeature"  30. Juni 2015 (podcast)




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book cover






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"Health Literacy bedeutet - vielleicht denken Sie dabei am besten an das analoge Leichte-Sprache-Konzept - einfach leichtes Sterben.
Wir wussten freilich schon immer, dass Arme, Liegengebliebene und Kaputtgegangene eher erkranken und früher sterben, aber jetzt wissen wir auch, wie leicht das leichter gehen kann."

                    Dr. Katarina Schloh  
           
 Assessorin im Fachbereich Gesundheitswissenschaften der Universität Bockwurst

            30. Juni 2015 (Kurzreferat // 34. Präventiv-Tag  Universität Bockwurst)








"In Schellings Philosophie der Kunst bereits finden wir diesen Typ des inferioren Moderators geistlosen Zeitgeistes en passant, angelegentlich seiner Auslassungen zum Epischen, erwähnt:

'Die Satyre übrigens hat eine doppelte Gattung, die ernste und
die komische. Beide Gattungen fordern die Würde eines sittlichen Cha-
rakters, wie er sich in dem edlen Zorn des Juvenal und des Persius
ausspricht, und die Ueberlegenheit eines durchdringenden Geistes, der
Verhältnisse und Begebenheiten in der Beziehung aufs Allgemeine zu
sehen weiß, da eben auf der Contraſtirung des Allgemeinen und Be-
sonderen die vorzüglichste Wirkung der Satyre beruht. Daß in Deutsch-
land diejenigen, die selbſt die Karrikaturen oder die Geschöpfe des Zeit-
alters sind, je und je in sich den Kitzel empfinden, mit einer groben
Feder satyriſche Gemälde des Zeitalters aufs Papier zu kritzeln, ist nicht
mehr zu verwundern, als daß überhaupt z. B. Menschen, die weder die
Welt, noch irgend einen Gegenstand derſelben erkannt haben, sich zur
Poesie und den edelsten Gattungen derselben fähig glauben.'

Ich wünsche euch allen schöne Ferien!"


                     Prof. Bobby Holunder, Vorlesung "Repliken 2015"  29. Juni 2015










"Nach dem Weltuntergang sagen die Deutschen gern: 'Davon geht die Welt nicht unter.'"

    Bobby Holunder, "Neue Provinzialbriefe" / Vorlesungen 1977-1980  CD-Box mit 30 CDs
   
                                  #bockpress# audio  Juni 2015



Abo



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"Wer sich unter den gegebenen Umständern über Diskriminierung beschwert, könnte sich
ebenso im Schwimmbecken über die Nässe beklagen."
 

    Georg Zapfzahn  / Luitgard Grasengel: "Kolleg Diskriminierung"  Ein Studienbuch.

                                           #bockpress#  2015  (Nachwort)





"Denken ist automatisiert, eine Art Cache, per analogiam, nicht per digitaliam, versteht sich.

Für die meisten solcher Denkoperationen genügt das Vorhalten von Hintergrundinformationen völlig

Peinliche Gespächspausen sind auf die Weise dann ausgeschlossen.

Die Angleichung an Maschinen hatte wir ja schon besprochen.

Der Gesprächsband „Platonic Occasions“ von Richard Begam und James Soderholm, Stockholm University Press 2015, enthält drei Kapitel. Part One: Art and Aestehtics, u.a. zu Flauberts Freuden der Banalität. Part Two: Evil, Death, Love, Politics, u.a. zur Kunst der Dunkelheit. Part Three: Philosophical Digressions, u.a. über Gedächtnis und Vergessen und Nietzsches Kuh.

Da unterhalten sich zwei wie Settembrini und Naphta! Kann ich nur empfehlen.

Im übrigen, und damit wollen wir für heute schließen, ist der Programmierer die Gestalt, in welcher der Idiot sich heute selbst begegnet."


              Kapitän Morosus (Gastvorlesung "Ad Libitum"  24. Juni 2015  Audit. Max.)






"Bitte lesen Sie diese Dinge! Denken ohne zu lesen, meinetwegen, aber umgekehrt? 



Degrees of Inequality: How the Politics of Higher Education Sabotaged the American Dream

by Suzanne Mettler
Basic Books, 261 pp., $27.99

The Student Loan Mess: How Good Intentions Created a Trillion-Dollar Problem

by Joel Best and Eric Best
University of California Press, 233 pp., $26.95

Financing American Higher Education in the Era of Globalization

by William Zumeta, David W. Breneman, Patrick M. Callan, and Joni E. Finney
Harvard Education Press, 255 pp., $29.95 (paper)

Locus of Authority: The Evolution of Faculty Roles in the Governance of Higher Education

by William G. Bowen and Eugene M. Tobin
Ithaka/Princeton University Press, 380 pp., $29.95

Paying for the Party: How College Maintains Inequality

by Elizabeth A. Armstrong and Laura T. Hamilton
Harvard University Press, 326 pp., $35.00

Aspiring Adults Adrift: Tentative Transitions of College Graduates

by Richard Arum and Josipa Roksa
University of Chicago Press, 246 pp., $18.00 (paper)"


     Prof. Aberfett (Folie 334 seiner Vorlesung "Geschichte der höheren Bildung"  23.6.2015)





"Paul Virillios rasender Stillstand erhellt, dass es um den sog. Zeitkern der Wahrheit schlecht bestellt ist. Auch ihm droht eine Kernschmelze. Ich möchte diese These an Günter Eichs Gedicht Muselmanische Taufe erläutern:


Wenn ich

deinen wirklichen Namen wüßte,

der mich lebendig macht

aus meinem tausend und einen

Dorn


Leicht verlernt man

die Zärtlichkeit,

wie ein Rad davonfährt,

das Telefon abgehängt wird,

wie man Schlaftabletten nimmt

und die Einsargung erwartet,

eins ums andere Mal."


      Dr. Ingeborg Lehrahm (Vorlesung "Leichte Onomatopoesie"  23. Juni 2015)             





"Die Fluchforschung steckt in den Kinderschuhen."

                           Prof. Hannes Mürbeskapsel: "Annex und Addendum / Kleine Schriften"

                                       #bockpress# 2015 S.455





Marburger Jahrbuch Theologie XXI


"Index falsi? - Ich glaube eher, das Ockhamsche Rasiermesser ist stumpf geworden."

   Prof. theol. Albert Zwotle (Übungen für Anfänger // Sonntagsseminare  21. Juni 2015)



„Machen wir uns nichts vor: natürlich schauen wir uns lieber alle acht Staffeln zum Beispiel der TV-Serie Entourage an, bevor wir uns auch nur einem der acht Bücher der aristotelischen Politik mit gleicher Aufmerksamkeit widmen.

Da geht es mir wie euch. Doch Unkenntnis und Ignoranz sind erst notwendige Bedingungen des Scheiterns bei Prüfungen, noch keine hinreichenden."


"Wissen Sie, in meiner Studie 'Deutsche Sprichwörter konterkariert' habe ich darauf hingewiesen, dass die Vorsicht Mutter der Porzellankiste sein mag, aber, nach Blake, eben auch eine reiche, häßliche alte Jungfer ist, die von der Unfähigkeit hofiert wird. Lesen Sie seine 'Sprichwörter der Hölle'!“


Stutzer wie Herr Nida-Rümelin beklagen den Akademisierungswahn, als welchen er die Lust der jungen Leute auf leicht verdientes Geld meint denunzieren zu müssen.

Keiner von uns will Kopfschlachter sein oder blue-collar-Armleuchter, sondern in white-collar-jobs seine Kontoauszüge bügeln! Ich weiß, wovon ich rede.“


              Bobby Holunder in der Talk-Show „Logik der Forschung“ Bockwurst TV 20. Juni 2015






 

"Von Doktor Schlechten

Wir mussten gestern so star saufen,
Daß mein Pferd und ich übern Haufen
Gefallen, sprach der Doktor Schlecht.
Und ich vermein, er redet recht,
Als er die Wahrheit wollt bekennen,
Den Esel nach dem Pferd zu nennen."


Georg Rodolf Weckherlin   zit. von Prof. Holunder 19. Juni 2015  Bockwurst TV





"Magnifizenz, in Arno Schmidts Kaff auch Mare Crisium heißt es zu Anfang, wo sich, wie Sie einmal schrieben, protestantische Geistfeindschaft und Totschlagsleutseligkeit des deutschen Studienrats der Vorkriegszeit ein Stelldichein geben:


Wer nach 'Handlung' und 'tieferem Sinn' schnüffeln, oder gar ein 'Kunstwerk' darin zu erblicken versuchen sollte, wird erschossen.

Bargfeld, den 10. März 1960

das INDIVIDUUMSSCHUTZAMT (gez.: Martin Ochs)


Holunder:

Ja, solcher Geist ist im kulturgewerblichen Berlin der Simulierer heute zu sich selbst gekommen. Verlage heißen dort Verbrecherverlag, Filmzeitschriften Revolver, das abgeschmackte Kokettieren mit Gangstertum und Delinquenz ist hier zur gängigen Masche der erbberechtigten Einfaltspinsel geworden."


                      Aus einem Interview mit dem Magazin DEIXIS 20/40   4/2015






"Peter Wust: Ein Abschiedswort. Neu herausgegeben im Auftrag der Peter-Wust-Gesellschaft von Herbert Hoffmann und Werner Schüßler. Nachwort von Werner Schüßler (= Edition Peter Wust. Schriftenreihe der Peter-Wust-Gesellschaft, Abt. Beihefte, hrsg. von Herbert Hoffmann und Werner Schüßler, Bd. 1), Berlin: LIT Verlag 2007. 2. Auflage Berlin: LIT Verlag 2008.
 
 
Stufen (Hermann Hesse)

 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"


                     Prof. Auchjauche, Folie 46 zur Vorlesung "Abschiedskitsch" 17.Juni 2015









"...-,'daß man in dem Augenblick, wo man von einer Sache nichts Richtiges vesteht, sich darauf hinausredet, daß man also von der Methodik spricht.' Adorno im Sommersemester 1968.
Und heute? In unserem Sommersemester 2015? 'Jetzt sind wir nur Leichen!' möchte man mit Grabbes Tankred aus dessen Hohenstaufendrama Kaiser Heinrich der Sechste ausrufen. Und mehr noch: sind wir auch Leichen, so haben wir doch Methode!"

              Prof. A.S.Weynfeldt  (während der Buchvorstellung des Reprints Ueber den physiologischen Schwachsinn des Weibes. (1900)  Mit einem Appendix zu Otto Weininger   #bockpress#  2015 am 16. Juni 2015   Universitätsbibliothek Bockwurst)






"Hübsche Mädchen und häßliche Männer heiraten oft.
Joyce. ULYSSES. NAUSIKAA.
Sag das diesem Arschloch und du darfst gleich gehen.
Und ich bring dem Idioten die Erzählungen
von Lorrie Moore mit. Nur wegen dem Titel 'Danke, dass ich
kommen durfte.'
Du blöder Arsch! Danke, dass ich kommen durfte! "

           Pater Peter Schwennesen, "Unter Nabobs" (Morgenandacht Bloomsday 2015)



Out of Press Now!!!


In der Reihe JUNK SCIENCE bei #bockpress# soeben erschienen:

Von der Neurasthenie zur Migräne und zurück: Nervenschwächen deutscher Pfarrerstöchter

  von Bobby Holunder!   Juni 2015





"Einmal Künstler, immer Künstler? Das ist Unfug! Die Vorstellung, ein Leben lang Schriftsteller zu sein, erschiene mir anmaßend. Ein paar Jahre lang, das geht in Ordnung, aber immerzu nicht. Ich bin intermittierender Künstler."

    Sir Andrew Marbot (Poetikvorlesung 15. Juni 2015 / Handout) 



"Mit dem Gedicht 'Wagenmeister' gewinnt Sebastian Dangerfield Bobby-Holunder-Preis 2015." 

     Universität Bockwurst Pressestelle  13. Juni 2015





"Das ist Pompom! Das ist keine Wortkunst, sondern das sind dissoziative Schübe! Tide zwischen zwei Ebben! Systematisierter Matsch."

      Dr. Thomas Tobor über R. Frodermann, Teilnehmer am diesjährigen 'Bobby-Holunder-Wettbewerb für zeitgenössische Lyrik'  12. Juni 2015 (nach Dr. Tobors Votum schied F. in der Vorrunde aus.




Wie Historiker nicht selten die Nähe großer Frauen und Männer suchten, suchen Literaturlehrer die Nähe von Autoren. Sie glauben, nicht selten zurecht, dass Autoren wirklich Tinte auf dem Füller haben und nicht nur mit Platzpatronen schießen wie gewöhnliche Klugscheißer und Onans.

Doch nicht genug damit, versuchen sich manche von ihnen obendrein an der Produktion primärer Texte und verschmelzen auf diese inverse Weise die Produktions- mit der Konsumptionssphäre, ein Abbild ökonomischer Gegebenheiten des späten Spätkapitalismus.

Die nächste Folie gibt Ihnen noch einen Literaturhinweis auf die Welpenforschung. Die akademischen Welpen wollen ja auch noch was werden außer Novizen und das geht nur via 'publish, publish, publish!':

'Was bedeutet Ordnung - was ordnet Bedeutung?

Zu bedeutungskonstituierenden Ordnungsleistungen in Geschriebenem'

Hrsg. v. Haß, Christian David / Noller, Eva Marie 2015“

         Prof. Auchjauche (Vorlesung 'Emergenz und Echo: Klipphochschule statt Studium')  12. Juni 2015





"In einer Zeit, da sich die produktive Philosophie aus den Ställen der wiederkäuenden Schulen zu den großen Dichtern geflüchtet hat, wie der Kunsthistoriker Max Raphael in seinem 'Anmerkungen über den Prosastil von Valery' bemerkt, darf es uns kaum wundern, diese Ställe keineswegs verwaist, sondern überlaufen zu sehen. 'Es gilt hier,' - ich zitiere Marx - 'was Hegel mit Bezug auf gewisse mathematische Formeln sagt, dass, was der gemeine Menschenverstand irrationell findet, das Rationelle, und sein Rationelles die Irrationalität selbst ist.' Es gilt also die völlige Leere als Substantialität schlechthin und die Substanz als prinzipielle Leerheit."

   Prof. Dina von Ungefähr  Vorlesung  "Denkkombüsen." (Zu Clara Viebigs Roman Das Weiberdorf)  

                                                                                                            10. Juni 2015




"Teil 1: Material


A: Philosophie


Bertrand Russell

(„Gibt es ein Weiterleben nach dem Tod?“ Die meisten von uns halten den weitaus größten Teil der konkreten Menschen für sehr schlecht.)




B: Deutsche Literatur:


'Warum bleiben wir in der Provinz? Weil die Zipfelmütze

sie nicht verläßt.'

G. Grass, Hundejahre (Die philosophische fünfundachtzigste und die gebeichtete

sechsundachtzigste Materniade)




C: Ethnologie


Der der die die das Daß verkehrt

schreiben eines besseren belehrt,

verdient wohl, dass man ihn ehrt.

    Inschrift auf einem Grabkreuz


„Darf der dat?“

„Der darf dat.“

„Dat der dat darf!“

           kölsch


D: Kulturwissenschaft


Sprache und Literatur (111) 2013

Themenhaft: App-Kultur"


    Handout 7 (Hauptseminar Über Läppischkeit Prof. Auchjauche  10. Juni 2015)






"Der Vortrag Fortiter in re, suaviter in modo: Ist die Wahrheit sachlich? von Prof. Dr. Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, muss aus organisatorischen Gründen auf das kommende Wintersemester verschoben werden. Wir bitten freundlich um freundliche Beachtung."

        Büro studium generale Universität Bockwurst gez. Wolfram Gleim  9. Juni 2015





„Asyndeton summativum, Asyndeton explicativum, Asyndeton enumerativum, Asyndeton consecutivum, Asyndeton adversativum: bummsfalldera Asyndeta!“

                 Dr. Moses E. Herzog,  Vorlesung Rhetorik der Rhetorik 8. Juni 2015




„Carl Maria von Webers Verspottung des eigenen Versemachens ist der selbstironische Versuch, den zwecklosen Sprung über den eigenen Schatten, binnenreimend und alliterierend, sich und dem Leser als zweckhaft vorzustellen:


Stürze sturmstark stracks wieder zu,

prächtig, machtreich, Sprachstrom du!

Bügel-, zügellos! Ziehe aus!

Rhythnisch festreich ist mein Gebraus!

Kämpfend, kampfvoll füllt sich der Mund,

schlingend, schlängelnd sträubt sich der Schlund.

Verse, wer sie hört, zittert nur,

gräßlich Gruftgraun folgt ihrer Spur.

Bangest, bäumst baß dich, Pegasus, hoch -

trugst traun traurigern Reiter nie noch,

Chaisenträgerprosa kaum wert.

Schicksal schicjz's scharf! Schnell, o Pferd!

Angstschweiß brandheiß gleist Wang ab!

Sprache – renkst, schränkst, kränkst ihn ins Grab!



Carl Maria von Weber, ein dichtender Komponist, war ein umgekehrter E. T. A. Hoffmann.

Der war bekanntlich komponierender Dichter.“


Bobby Holunder:

Kapitel Dichterkomponisten (Klabund: Geschichte der Weltliteratur in einer Stunde / aus der Neubearbeitung #bockpress# vorauss. Herbst 2015)


                           #bockpres# newsletter  5. Juni 2015









"Eine der Ur-Aversionen machiavellistischen Denkens ist die gegen Kritik; diese ist prinzipiell immer
unerwünscht. Ich gebe euch ein aktuelles Beispiel aus der Welt des Feuilletons.

Bevor Jürgen Habermas die Überführung Kritischer Theorie in krisenfeste, inhaltsfreie Monologe vornahm, setzte er u.a. auf die Denunziation ideologischen Denkens, etwa in der Gestalt eines der Grundbücher bundesrepublikanischen Neokonservatismus (gefolgt von den Rohrmosers, Lübbes, Marquards usw.) der frühen Nachkriegszeit und einer Art reaktionären Pendants zur "Dialektik der Aufklärung" Adornos und Horkheimers: Kosellecks 'Kritik und Krise'.
An Reinhard Kosellecks 'Kritik und Krise' (Dissertation 1954,  Buchausgabe 1959: 'Kritik und Krise. Zur Pathogenese der bürgerlichen Welt') erinnert Caspar Hirschi in der FAZ vom 5. Juni 2015  ('Wer fürchtet noch Kritik?').
An Habermas' nüchternes Fazit von 1960 freilich nicht: 'die These des Buches, dass die als indirekte politische Gewalt etablierte Kritik notwendig die Krise auslöst, ist für sich genommen, nicht eigentlich überzeugend.' (Kultur und Kritik. Verstreute Aufsätze . 2. Auflage 1977  S. 357)
Die Gründe, die den Historiker Hirschi bewogen haben mögen, 'Kritik und Krise' aus der Mottenkiste zu holen und sein ideologisches Progamm aufzuwärmen, bleiben in dem Maße unerfindlich, wie Sprechort und Sprechzweck unberücksichtigt bleiben.
In der FAZ an 'Kritik und Krise' beschwörend und raunend zu erinnern, - 'Die heutige Wirkungslosigkeit der Kritik sagt daher nicht nur etwas über den Zustandd der geistigen, sondern auch der politischen Eliten aus.' Hirschi ibid. - sagt daher nicht nur etwas über den Zustand historiographischer Expertise, sondern auch über die Notwendigkeit krisensensibler Ideologieproduktion heute aus. - Nächstens, in einem historischen Exkurs, mehr dazu im Zusammenhang mit Turgot und de Maistre."

            Prof. E. Aberfett,  Übungen zu teichoskopischer Kritik  5. Juni 2015 (Seminarprotokoll))





"Edgar Zilsels Die sozialen Ursprünge der neuzeitlichen Wissenschaft (1976) darf ich Ihnen allen ans Herz lesen, wie auch meine Habilitationsschrift Der Handkuß aus schariatischer Sicht."

        Dr. Ali Aal   Doktorandenseminar "Neuzeitliche Wissenschaftsgeschichte"  3. Juni 2015 





"Stupidity, which will fulfil itself, is pedagogical stupidity."

                                           Prof. Dr. Bobby Holunder in seinem Votrag

Some remarks on Georg Simmels Es gibt keine Entropie des Seins. (GA 16 S.327)

  2. Juni 2015 Hotel THE RANDOLPH  Oxford / England




„Die juristische Differenz zwischen Eigentümer und Besitzer zum Beispiel erlaubt es sogar noch den schrecklichen Haarspaltern, ihre neurotische Erkrankung für Scharfsinn auszugeben.

Ganz etwas anderes ist es aber, wenn einer aus Gründen despektierlich ist.

Der Trierer Philologe Paul Dräger etwa – Kollege Holunder bezeichnet ihn bekanntlich als den Doktor Johnson von der Mosel - nennt das opus magnum Ernst Robert Curtius' – Europäische Literatur und Lateinisches Mittelalter – ein 'immer wieder zu Unrecht hochgejubeltes Sammelsurium'. (in seiner Edition der Querela magistri Paulini, Kurtrierisches Jahrbuch 50. Jahrgang 2010 S.70.“)


Prof. von Auchjauche im Universitätsclub der Universität Bockwurst 1. Juni 2015 (Aberfett-Adunanz)




"Alles ist doch Repristination!"

       Universitätspfarrer Dr. Joachim Camerarius  (Akademische Morgenandacht 29. Mai 2015)  



"Im Juniheft der Zeitschrift MERKUR mit dem Schwerpunkt 'Zur Lage der Universität' findet ihr ein Gespräch zwischen den Berliner Litertarakteuren Avanessian und Vogl, das ich euch zur Lektüre angelegentlich empfehle.

Über CHE-Programme, Hochschulamanagement, Drittmittelzirkus, kurz: über Bertelsmannisierung aller Fakultäten findet ihr dort nützliche und weniger nützliche Hinweise.

'die Produktion von traurigen Wissenschaftlerbiographien jetzt bereits absehbar', meint Joseph Vogl. Das nenne ich mal einen professoralen Pleonasmus!"


                                Prof. Bobby Holunder (Perioche-Vorlesung 28. Mai 2015)





"Prof. Holunder stellte heute in seiner Vorlesung 'Perioche - Logik der Zusammenfassung' den dritten Band der Werke des Ausonius vor. (Trier, 2015) Es handelt sich um die Spätwerke in der Übersetzung Paul Drägers, den Holunder den 'Dr.Johnson von der Mosel' nennt.

Dräger, so Holunder, schreibt in der Selbstanzeige seiner Ausonius-Ausgabe, Band 3:

'Erschreckend war für mich die Schludrigkeit, mit der viele Bücher gerade in jüngster Zeit in Druck gegangen sind (z. B. Amherdt, Combeaud, Greens Commentary, Filosini, Lolli, Mondin, Rücker usw. usf.). Ihre Verfasser dürften angesichts der Legionen von Fehlzitaten – von anderen Errata ganz zu schweigen – bei allen, die ein Buch Wort für Wort lesen, jeglichen Anspruch auf wissenschaftliches Arbeiten verloren haben. Dasselbe gilt für die Leichtfertigkeit, mit der u. a. alle Genannten die Leistung ihrer Vorgänger durch Nichterwähnung zu verdunkeln versuchen, indem sie sich dreist das Auffinden wichtiger Parallelstellen selbst zuschreiben: Dabei wird vergessen, dass wirkliche Gelehrte wie Schenkl (1883) oder Peiper (1886) noch ohne die jetzigen lexikalischen oder gar elektronischen Hilfsmittel ausgekommen sind – zudem so gut wie fehlerfrei. Wo immer möglich, habe ich sie rehabilitiert – und im Gegenzug das heute übliche, fehlerübersäte Plagiieren dokumentiert.'

Offenbar will Holunder mit solchen Koalitionen den Eindruck erwecken, auch er sei ein Außenseiter des Betriebs und als solcher per definitionem gegenüber den akademischen Kanalarbeitern nobilitiert. Er ist nur ein opprtunistischer Narr unter beamteten Narren, primus inter pares mit Jovialitätsneurose, subalterner Weisungsbefugter, Alkoholopfer."


                                         holunder-watch.com / blogsport-bockwurst.com  27. Mai 2015



   



"Dekan, Pro- und Studiendekan lehnen die Bezeichnung 'Autorenkollektiv' ab. Ja. leck mich doch am Arsch!

 'Ja, ihr seid die Leute, mit euch wird die Weisheit sterben.' Das möchte man wohl mit dem alten Herwegh und dem noch älteren Hiob hier ausrufen!!  - Scheißkerle"

  Prof. Bobby Holunder  (TOP 4 "Titularprofessuren Universität Bockwurst" Senatssitzung 20. Mai

                                          2015 /  laut Protokoll)





„Wie es an einer Universität einmal zuging erzählt euch Bernhard Jahn in der Zeitschrift für

Germanistik (2 / 2015):

Der Weg zur Professur.

Die Verflechtung des sozialen Lebens in Studenten-

und Universitätsromanen um 1900.

Ein Beitrag zur universitären Praxeologie des Alltags

Den praxeologischen Quatsch könnt ihr vergessen! Die Bücher aber, an welche Professor Jahn zu erinnern die Freundlichkeit hat, müsst ihr lesen. Meine Sekretärin hat dafür eine App eingerichtet. Wer sie zuerst runterlädt, erhält 200 credit-points.“


  Prof. Christian von Auchjauche  (Privatissimum "Der Orgelpunkt"  18. Mai 2015)






"'Nach Hegel schlicht die Religion in vollendeter Form, ist das Christentum vielmehr der Kult entwickelt zu einer solchen Gestalt, ohne die die aufgekläre Ratio selbst keinen Bestand hätte.' (D. Dumbadze: 'Religion, die IST'. Ideologie und unreglementierte Erfahrung. 

in: D.Dumbadze, Christoph Hesse (Hrsg.: Unreglementierte Erfahrung. Freiburg i. Br., 2015 S. 83)"


                  Prof. Jodokus Pflanzmann: Das Schuldgefühl Gottes / Kommafehler.

                                            (Vorlesung „Theologie der Täuschung“  15. Mai 2015)







"Das Kommentieren von Meta-Kommentierungen wie etwa Wolfgang Stegmüllers Kripkes Deutung der Spätphilosophie Wittgensteins. Kommentarversuch über einen versuchten Kommentar aus dem Jahr 1986 geht leicht in die diskurslogische Spreizhose, weshalb wir an dieser Stelle darauf verzichten, sie umfassender als zuträglich zu würdigen. -

Zum Schluss dieser Vorlesung möchte ich noch anmerken, dass meine neue Sekretärin seit gestern beurlaubt ist; sie hatte es für nötig befunden, mir ihr Enttäuschtsein darüber zum Ausdruck zu bringen, an ihrem Arbeitsplatz nicht in ausreichendem Maße sexuellen Belästigungen ausgesetzt zu sein. Ein verblüffender Fall von Sehnsucht nach positiver Diskriminierung, verdrehter Semantik und bockiger Erotik.

Mir blieb keine Wahl als die Beurlaubung.“


      Prof. Inge Timke, Vorlesung "de gubernatione mundi commentarius"/ Live-Interlinearübersetzung des Mathias Martini  (1613)






"'Das schriftliche Zeugnis hat nur Wert, insofern es interpretiert wird.' (Ferdinand de Saussure, Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Einleitung.)

Tsugio Sekiguchis Aufstz 'Was heißt doch? (in: H. Weydt, Hrsg., Aspekte der Modalpartikeln. Tübingen, 1977) hat unsere kleine Tagung inspiriert. Geben wir ihr Wert, indem wir sein schriftliches Zeugnis nach bestem Wissen und Gewissen interpretieren."


    Prof. Eberhard Distelfink in seiner Begrüßungsansprache zum DOCH-Kongress an der Universität

                                                         Bockwurst (FB Allg. Semiotik) 11. Mai 2015

        





Mag einer auch noch soviel sich mit der Welt herumgezankt haben, umhergeschoben worden sein, zuletzt bekommt er meistens doch sein Mädchen und irgendeine Stellung, heiratet und wird ein Philister so gut wie die anderen auch; die Frau steht der Haushaltung vor, Kinder bleiben nicht aus, das angebetete Weib, das erst die Einzige, ein Engel war, nimmt sich ungefähr ebenso aus wie alle anderen, das Amt gibt Arbeit und Verdrießlichkeiten, die Ehe Hauskreuz, und so ist der ganze Katzenjammer der übrigen da.

Im Haus Heidegger war es nicht anders als hier bei Hegel beschrieben, nur dass Frau Heidegger eine noch viel größere Antisemitin war als ihr Gatte.“

aus:

Bobby Holunder / Rezension seines Buchs 'Der Hierophant Heidegger' (#bockpress# 2014)  in:

Holunder über Holunder  (#bockpress#  2015)







„Nach eurem Studium habt ihr dann - außer Geldverdienen, das fällt natürlich aus! - viele Möglichkeiten:

'lyppenmenner, placzmeister, wirfelleger, zinckenzeler, kuppler, hurer, hurenwirtt, hurnejeger, lantzknecht, wurtsknecht, pfaffenknecht, henselin, winruffer, scharwechter, hengerßhunt, schelmenschinder, koltreger, sacktreger, seumer, wißner, farend schuler, et quos videmus hodie errabundos in Heydelberga clamantes: Schornsteinfeger schornstein, etc. Elso elso. Sauber sauber.'

Das wusste schon Jodokus Galtz 1489 in Heidelberg, den ich euch gerade zum Besten gegeben habe. (Zit. nach: Jürgen Miethke: Studieren an mittelalterlichen Universitäten. Chancen und Risiken. Gesammelte Aufsätze. Leiden, 2004 S. 194)

Prof. Christian von Auchjauche ('Quodlibet am Sonntag' / Studentenclub 10. Mai 2015)





"Donald Davidsons Auffassung, wonach Lebewesen ohne Gedanken oder Sprache nicht unfreundlicher zu behandeln seien als solche mit Gedanken oder Sprache, korespondiert mit unserer Auffassung, nach welcher der Übergang vor grünen Ampeln nicht weniger verweigert werden kann als der vor roten."

       Bobby Holunder: "Katabasis und Anthropophobie" Über L. Wittgenstein und T. Monk.

                                             #bockpress#  2015 (im Druck)




"Ein verbreiteter Typus des renitenten Berufskritikers und rigiden Querulanten heutzutage ist etwa der von Thomas Maul kürzlich beschriebende 'Rotzlöffel'. Der liest zum Beipiel zufällig in Abeggs Reisetagebuch von 1798

'Jetzo sind sie die Vampyre der Gesellschaft.'

(Kant über Juden / nach: J. F. Abegg, Reisetagebuch von 1798 / Eintrag vom 14.Juni)

Dann meint er gleich, den Stein der Weisen gefunden zu haben und Kant dem Hasen geben zu können.

Er ist jeder weiteren Denknotwendigkeit enthoben, indem er Denken zum Ausgedachten, zu einem isolierten Abtritt erklärt."


        Prof. Britta Lafarce   (Vorlesung "Meta-Philosophie"  8. Mai 2015)

(Frau Prof. Lafarce vertritt in diesem Sommersemester den Kollegen Koriander.)





"NOVA APOCALYPSIS

Endchrist endchrist du wurdest zum spott

Statt deiner kommt der Fliegengott.

 

Larven aus faulenden hirnen gekrochen

Sind nun ins leben hereingebrochen

 

Breiten sich dreist über alle gassen:

›Das reich ist unser: wir kommen in massen.

 

Der geht noch aufrecht – reisset ihn um

Der hat noch ein antlitz – zerret es krumm!

 

Der schreitet noch – er schleiche und hinke

Der schaut noch – macht dass er schiele und zwinke!

 

Kein arm: wir brauchen nur taster und greifer

Kein blut: wir brauchen nur gallert und geifer.

 

Hinweg mit seelen mit höhen und himmeln

Wir brauchen nur staub: wir die kriechen und wimmeln.‹"


Unvermittelte Rezitation Stefan Georges durch Prof. Bobby Holunder / Konzilssitzung Universität Bockwurst  7. Mai 2015 (nach Protokoll)











"Diskontinuitäten und Inkohärenzen:
Über kausale Klappstühle der Raum-Zeit"
 
   Vortragsankündigung Physikalisches Institut IV Universität Bockwurst  6. Mai 2015







"Wenn ich sage 'L-Wort', dann meine ich den Lancelot in der vorbildlichen Steinhoffschen Edition, nicht die gleichnamige TV-Serie, in der andauernd tüchtige Lesbierinnen übereinander herfallen, du Einfaltspinsel! - Kommen wir an dieser Stelle, gewissermaßen aus von dir gegebenem Anlass, noch zu Plessner und zu seinen Intuitionen zu Lachen und Weinen."

   Prof. Erwin Aberfett in einer mündlichen Zwischenprüfung (Mediaevistik)   5. Mai 2015







"Valentin Ickelsamers 'Die rechte Weis, auffs kürtzist lesen zu lernen', vermutlich Erfurt 1527, schicke ich euch noch per mail."

                       Dr. Ali Aal      (Kolloquium zur Vorlesung "LEGE"  4. Mai 2015)



 
 "Wenn die Deutschen gewusst hätten, dass sie Nazis waren, hätten sie einander umgebracht."
 
                   Prof. Bobby Holunder, Ringvorlesung "Deutsche Historienverwalter"  3. Mai 2015




"Heute bin ich davon überzeugt, dass an mir ein miserabler Deutschpauker verloren gegangen ist."
Prof. Dr. Boris Lempel     (Vorlesung "Einführung in die Didaktik des Deutschunterrichts"   1. Mai 2015




"Adorno nannte den alten Bloch, der mit "Atheismus im Christentum" an einer Art weiche-Birne-Syndrom zu leiden begonnen hatte, in einem Brief an Scholem  mit Nestroy einen "konfusen Zauberer".
(vergl. die Honigmetapher in aktuellen Deppenprodukten populärer Kultur: Alles in Honig; Honig im Kopf; Honigprotokolle  etc.etc.)

Aus Kants Tugendlehre in der Metaphysik der Sitten §12 :
'Das Hinknien oder Hinwerfen zur Erde, selbst um die Verehrung himmlischer Gegenstände sich dadurch zu versinnlichen, ist der Menschenwürde zuwider, so wie die Anrufung derselben in gegenwärtigen Bidern; denn ihr demütigt euch alsdann nicht unter einem Ideal, das euch eure eigene Vernunft vorstellt, sondnern unter einem Idol, was euer eigenes Gemächsel ist.'

Nebbich ist keineswegs die Mottowahl in der Einführung zu Carl Freytags Untersuchung 


 aus dem Jahr 2012; in der Tat handelt es sich um einen Prototyp allusiver Souveränität nebst hoch-ironischem Haloeffekt, indem Freytag einen achtjährigen Jungen namens David Günter aus Köln zitiert, der seiner Mutter den Bescheid erteilt 'Das ist Geschichte, das kannst du vergessen!", nachdem sie ihn an sein Versprechen erinnert hatte, sein Zimmer aufzuräumen."

              Erwin Aberfett: Invektiven, Sottisen und Vergebungsbitten.     #bockpress#  2015





"Lügen haben kurze Beine,

Bobby seine haben keine!"

   Graffito am Rektoratsgebäuder der Universität Bockwurst  1. Mai 2015


(Der Rektor der Universität Bockwurst, Prof. Bobby Holunder, weist in einer ersten Stellungnahme zu den Motiven des "Grafitto-Anschlag" auf zwei soeben erschienene Neudrucke bei #bockpress# hin:


Paul Plaut, Otto Lippmann (Hrsg.):
 
 Die Lüge in psychologischer, philosophischer, juristischer, pädagogischer,
juristischer, soziologischer, sprach- und literaturwissenschaftlicher und
entwicklungsgeschichtlicher Betrachtung.

                                                   Leipzig, 1927

 sowie:
 
Wilhelm Stok:
 

Geheimnis, Lüge und Missverständnis. Eine beziehungswissenschaftliche Untersuchung

 
     1929)

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"Von Sextus Empiricus zu elaboriertem Unfug, der zum Beispiel unter dem Ausdruck 'Supervenienz" hier und dort ventiliert wird oder besser: die Luft verunreinigt, ist es kein langer Weg, sondern ein kurzer."

       Prof. Bobby Holunder, Vorlesung "Vom Sultan zum Consultant / Ungeistketten"  30. April 2015

             




"'PAAR URNISCHE MÄNNLEIN, PAAR LESBISCHE WEIBER,

paar Reimer, paar Zoter, paar Schnüffler, paar Schreiber -

Kaffee, Zigaretten, Gefasel. Gegrein - -

in summa: ein Literaturverein.'

Erich Mühsam (1904)


'Der allgemeine Boden für die Komödie ist daher eine Welt, in welcher sich der Mensch als Subjekt zum vollständigen Meister alles dessen gemacht hat, was ihm sonst als der wesentliche Gehalt seines Wissens und Vollbringens gilt; eine Welt, deren Zwecke sich deshalb durch ihre eigene Wesenlosigkeit zerstören.

Einem demokratischen Volke z. B., mit eigennützigen Bürgern, streitsüchtig, leichtsinnig, aufgeblasen, ohne Glauben und Erkenntnis, schwatzhaft, prahlerisch und eitel, einem solchen Volke ist nicht zu helfen; es löst sich an seiner Torheit auf.'

Hegel, Vorlesungen über die Ästhetik"

aus:

„schwuchteln schnöseln, schubsen, zirpen: literaturbetrieb eimerweise.“

(Berufskunde Band 134   #bockpress# 2015)

von

Pseudo-Aenesidemus                                    erscheint am  3. Mai 2015












"Mit der Geburt seiner Kinder verlor er jedes sexuelle Interesse an ihren Müttern
und wandte sich wieder appetitlichen Huren und durchtriebenen Mistviechern zu."

              Christian Freiherr von Auchjauche (Hrsg.):

        "Postament und Piedestal" / Robert Holunder in Selbstzeugnissen.

                                                      #bockpress#  2015 (Nachwort) 





"Wer es liebt, in kleinen Dingen überall groß zu tun, und viere überall gerade sein zu lassen, ist ein X-Man. Migranten sind keine X-Men!

                   http://www.migazin.de/2011/09/01/arbeit-statt-integration/ "


      Prof. Auchjauche  Proseminar "Schiller und Huch über den 30-jährigen Krieg"  28. 4. 2015       "

          



"Im Jahr 1988 erschien bei der Züricher Bank Hofmann AG ein Privatdruck, der einige Aufsätze des Ökonomen George J. Stigler enthielt, darunter auch seinen exemplarischen Aufsatz 'Wirtschaftswissenschaften oder Ethik?'. Er singt darin humorvoll das Loblied der privatwirtschaftlichen Organisation, das alle Spatzen seines Schlages noch nach jeder Wirtschaftskrise von den Dächern zu singen pflegen: der Mensch ist ein Nutzenmaximierer, Armut Ansichtssache, Krise Chance usw. usw.

Diese provokante Postion wäre einzunehmen gegen Backhaus' Dialektik der Wertform. Anmeldung per e-mail."

            Dr. Else Britting (Anselm-von-Besate-Lecture R h e t o r i m a c h i a  SS 2015)

 





"Die leere Abstraktheit der allermeisten theistischen Diskurse heute entspringt der Angst vor derm jüngsten Gericht. 1993 hatte jene Angst Jan M. Lochmann in einem Artikel in der  Theologischen Zeitschrift (49. Jahrgang  Heft 1) thematisiert.

In Heinrich von dem Türlins Artusroman Diu Crone werden wir diessemestrig Motive eben dieser eschatologischen Angst aufzuspüren haben."

                             Prof. Dr. Lenelotte Mondsee  Vorlesung "Angst"     24. April 2015




"Wir kommen jetzt zur Einordnung des Zitats aus der 7. Epode des Horaz im siebenten (!) Abschnitt

des ersten Kapitalbandes von Marx:

'Acerba fata Romanos agunt

Scelusque fraternae necis',  heisst es da resümierend am Schluß.

Also ungefähr:

'Es treibt ein schweres Geschick die Römer um,

die Greuletat des Brudermordes' -

Romulus und Remus, England bzw. Irland und Amerika, Kain und Abel, Bruderzwist im Hause Habsburg, Herrschaften, hier droht ein typologisches Beben!"


 Prof. Aberfett  Vorlesung "Geschichte der Musikfeindschaft und des Bildungshasses"  24. April 2015





"Natürlich sind heute im allgemeinen Hundebesitzer um vieles köterhafter als ihre Hunde."

      Dr. Kathrin Welge-Forte (Veterninärmedizin Universität Bockwurst) Interview 23. 04. 2015 (epd)




"Der diesjährige dies academicus der Universität Bockwurst findet am 23. Oktober statt.

 -  Dem Feiern von Festen liegt immer, mehr oder weniger deutlich bewußt, die Tendenz zugrunde, unser ganzes ungeteiltes Selbst zeitweise zurückzugewinnen.  M. Kronenberg, Ethische Präludien. München, 1905 S.180 ('Über Feste und ihre Symbolik') -

U.a. wird Prof. Auchjauche zum Thema "Im Manuskript gestrichen - Nicht-makuliertes Wissen" einen gewiß nicht nur Editionsexperten interessierenden Vortrag halten. Sein textkritisches Augenmerk wird insbesondere einer verworfenen Notiz in der Deutschen Ideologie von Karl Marx und Friedrich Engels gelten: 'Es ist ja die alte Moral des Kleinbürgers, dass die Welt am besten bestellt ist, wenn ein Jeder es für sich so weit wie möglich zu bringen sucht und sich im übrigen nicht um den Weltlauf kümmert.'"

                  Pressestelle Universität Bockwurst  22. April 2015




"Victor Bromberts In Praise of Antiheroes: Figures and Themes in Modern European Literature, 1830-1980. (University Of Chicago Press, Chicago 2001) setzen wir als halb-bekannt voraus."

  Dr. Rolf Angostura (Universität Bockwurst FB Romanistik II)  20. April 2015 per Twitter an die Teilnehmer/Innen seines Oberseminars "The Happy Few".




"Gerechtigkeit, Willensfreiheit oder Unsterblichkeit der Seele sind sind keine genuinen philosophischen Gegenstände in der antagonistischen Gesellschaft. Die Helden der MARVEL-Filme sieht man schließlich auch niemals essen."


Prof. Bobby Holunder im Geleitwort (In die Klappse bei vollen Bezügen) zur kommentierten Neuausgabe von

Wilhelm Bleek,

Über den Ursprung der Sprache.  (Weimar, 1868)               #bockpress#  2015





„'Hat man irgendwo einen Vortrag gehalten, so empfiehlt es sich, rasch wieder abzureisen, um nicht den Vortragsbericht in der Zeitung lesen zu müssen: auch wenn er lobt. Da schreiben zumeist die Zeilenschinder, jämmerlich honoriert. Schulmeister am Ort oder Studenten, die Taschengeld brauchen und zeigen möchten, dass auch sie es verstehen, keß zu verreißen.'

Das wusste natürlich auch schon der Germanist Hans Mayer, dessen Erinnerungen wir dieses Zitat entnehmen.

Für mich war es also eine erwartete Überraschung (zugleich ihr genaues Gegenteil), als ich nach meinem Vortrag 'Werk und Machwerk: Anmerkungen zur pseudo-ästhetischen Produktion' neulich an einer Kunsthochschule am nächsten Tag im dortigen Käseblatt lesen musste, dass – ich zitiere – 'die Zeitläufte, die leider auch auf akademischem Boden mittlerweile jedem und jeden Arbitrage- Handel erlauben, der gewieften Unkenntnis gewogener scheinen als solideste Expertise a la Prof. Holunder.'

Habe mich selten verstandener gefühlt. -

Im Hotelzimmer noch lange in Twains Die Arglosen im Ausland.

Seine damalige Charakterisierung der Türken als 'aus Veranlagung und Gewohnheit schmutzigen, rohen, unwissenden, rückständigen, abergläubischen Volkes' sowie ihrer Regierung, 'deren drei Grazien Tyrannei, Habgier und Blut heißen', würde wohl heute den Kriegsfall eintreten lassen.“

  Prof. Bobby Holunder ("Graduale". Tage- und Nachtbücher. 2000 - 2007.   #bockpress#  2015)




"Der Göttinger Mittellateiner Professor Fidel Rädle, der uns auch schon über Streß im Mittelalter aufgeklärt hatte, legte 2006 eine Übersetzung des pornologischen Traktas des Andreas Capellanus vor, die euch allen ans Herz gelegt sei:

Andreas Capellanus: Über die Liebe. = De amore. (Ein Lehrbuch des Mittelalters über Sexualität, Erotik und die Beziehungen der Geschlechter) (Bibliothek der mittellateinischen Literatur. Bd. 1). Eingeleitet, übersetzt und mit Anmerkungen versehen. Stuttgart 2006)"

                    Prof. Otto Spielvogel (Klinische Psychologie), Vorlesung Penis perplexus   15. April 2015




"Rechtzeitig zum 90. Geburtstag Mechthild Schallschaums, emeritierte Professorin für Altgermanistik und Nordistik an der Universität Bockwurst, erscheint:


First in / First out:

Bocks- und Ziegengesänge mundtoter deutscher Dichtung in Deutschland seit 1990.

Eine Anthologie

Mit einem Anhang zu Baudelaires Gedicht 'Alte Frauen' ('Die Unform die da abstößt war ein Weib')


Ausgewählt und herausgegeben von Mechthild Schallschaum


#bockpres# 2015

Prof. em. Mechthild Schallschaum (Zauberer-von-Oz-Tagung 2014 in Watzum)"

                                                   Pressemitteilung Universität Bockwurst 13. April 2015  




"Ich lasse mich gern einen Faulpelz nennen, aber nicht von jedem."

                Dr. Sebastian Krippenstapel (Universität Bockwurst) bei der Präsentation seines neuen Buchs  "Absalom, Absalom! oder Vom Winder verweht: Der amerikanische Bürgerkrieg in Roman und Film."

                                                                                                           11. April 2015





„Friedrich Gentz, ein Kirchenvater des deutschen Konservatismus, war eben kein Anachoret.

Vielmehr war er der beflissene Stichwortgeber heilsversessener Betulichkeit weiter Kreise und ist es bis zum heutigen Tag, freilich eingeschränkt auf ihren noch gebildeten Teil, geblieben.

Ihr Credo formulierte er kanonisch in seiner Apologie Edmund Burkes:

'Es gibt überhaupt nichts, was den Menschen vom Wege wahrer Moralität und einer heilsamen Selbstprüfung, Selbstbesserung wirksamer abführen könnte als die Bemühung, ihm die Quellen seiner Übel, soviel als es möglich ist, außer ihm zu zeigen.'“

Prof. Aberfett, Vorlesung „Fuzzylogik der Geisteswissenschaften“ 10. April 2015




"Programmtipp:

'Im Arsch ohne Leumund: Zwei Ruinen im Hinkvergleich: Kurruine Wildbad im Nordschwarzwald und Braunschlag im TV.'

               Uniradio Bockwurst 12. April 2015  23 Uhr  Chitty Chitty Bang Bang"

                                                             Universität Bockwurst  Pressestelle  10. April 2015





"Dem ganzen hagiographischen Treiben in den Medien um den 200. Geburtstag Bismarcks ('ein wahnsinnig gewordener Bierstudent' Brecht) zum Beispiel wäre mit dem 10. Bild aus Brechts Stück Die Tage der Commune - eine Art Postludium oder Satyspiel zu Büchners Dantons Tod -  aus den Jahren 1948/49 Paroli zu bieten: 'Ach, Theodor, du alter Bock, greif mir nicht vor den Leuten untern Rock.'“

Prof. Auchjauche im Syllabus zu seiner Vorlesung

Antragsprosa, Zeugnissprache und andere Lügencodierungen:

Über binäre Nomenklatur nach Carl von Linne'.

(Hinweise für die schriftliche Hausarbeit) SS 2015                              April 2015





"Ihre Dysphorien ersparen Sie mir bitte, ich neige selbst zur Übellaunigkeit, ohne deshalb gleich weniger ernst genommen werden zu wollen."

    Porf. Auchjauche (Rigorosum 8. April 2015 gegenüber Kollege Aberfett)





„Wir sind hier ja nicht in Magic City oder Mystic Falls, aber auch wir haben unsere Geheimnisse.

Und wenn böse Zungen meiner Generation vorwerfen, wir seien nur Emo-Tanten und Biomuttis, seichte Schwule oder Berufslesben, die ihre Borniertheiten und Befindlichekiten unter die Leute bringen wollen, posthysterische Migräniker/Innen, bunte Neurastheniker/Innen oder ticketbewusste Biomuftis, dann gehe ich darauf gar nicht erst ein.


Ich lese Ihnen jetzt noch eine Ode August von Platens:

Los des Lyrikers

Stets am Stoff klebt unsere Seele, Handlung

Ist der Welt allmächtiger Puls, und deshalb

Flötet oftmals tauberem Ohr der hohe

Lyrische Dichter.



Gerne zeigt Jedwedem bequem Homer sich,

Breitet aus buntfarbigen Fabelteppich;

Leicht das Volk hinreißend erhöht des Dramas

Schöpfer den Schauplatz:



Aber Pindars Flug und die Kunst des Flaccus,

Aber dein schwerwiegendes Wort, Petrarca,

Prägt sich uns langsamer ins Herz, der Menge

Bleibt's ein Geheimnis.



Jenen ward bloß geistiger Reiz, des Liedchens

Leichter Takt nicht, der den umschwärmten Putztisch

Ziert. Es dringt kein flüchtiger Blick in ihre

Mächtige Seele.



Ewig bleibt ihr Name genannt und tönt im

Ohr der Menschheit; doch es gesellt sich ihnen

Selten freundschaftsvoll ein Gemüt und huldigt

Körnigem Tiefsinn.


Wir sind Euphorikerinnen und wir suchen Euphorie!

'Denn die Euphorie', sagt Freud, 'welche wir auf diesen Wegen zu erreichen streben' - und ich füge ein: auf den Wegen der Poesie – 'ist nichts anderes als die Stimmung unserer Kindheit, in der wir das Komische nicht kannten, des Witzes nicht fähig waren und den Humor nicht brauchten, um uns im Leben glücklich zu fühlen.'

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."


Die Berliner Schriftstellerin Teletta Lepra (28) in ihrer ersten Poetikvorlesung - Titel: Die Fürstin des Elends - des Sommersemesters 2015 am 8. April 2015 Universität Bockwurst







  "Ich kenne keinen Arthur Dent."

Der Physiker Prof. Rainer Wühlbecke // Antrittsvorlesung 7. April 2015 Universität Bockwurst auf eine Frage des Rektors Prof. Holunder. Dieser erwiderte auf das Eingeständnis Herrn Wühlbeckes: "Das kann ja heiter werden!"

                              


"Frühling 1853

Welch schauriger Lenz, der Sonne beraubt,

Um Pfingsten die Bäume noch nicht belaubt!

Der Eisbär sperrte den Rachen auf,

Propheten hemmten der Erde Lauf;

Die Hochgebildeten und Geweihten

Knieten vor Tischen, die prophezeiten!

Es war eine stechende Maienlust,

Das Säulein schrie in der Menschenbrust.


Mit diesen wunderlichen Worten des wunderlichen Gottfried Keller begrüße Ich Euch alle an der Universität Bockwurst. Ich bin nicht Euer Gesellschafter, sondern Euer Rektor. Überlegt Euch also zweimal, ob Ihr mich wirklich sprechen müsst. Schreit aber das Säulein, lässt Euch Frau Goi rein."


     Prof. Bobby Holunder in seiner Grußbotschaft an die neuen Erstsemester //  7. April 2015






"Schopenhauer befand den Koran für ein 'schlechtes Buch', andere nannten ihn 'Heidegger für Analphabeten'; unser Hauptseminar wird diesen und anderen Spuren unvoreingenommen nachgehen."

               Prof. Aberfett, aus seiner Ankündigung Hauptseminar  SS 2015 ("Directors Cut oder Kinofassung?: Weltgeschichtliche Betrachtungen") April   2015

                        





"Teil I der Tetralogie Reise durch die deutsche Deflation von Marion Schlixbier, Professorin für Eminent Writing an der Universität Bockwurst, trägt den Titel Der schwule Ephebe. Es beschreibt, wie Giacomo Casanova im Jahr 1760 in Stuttgart, das schon damals alles konnte außer Hochdeutsch, am Spieltisch das Fell über die Ohren gezogen wurde; im sechsten Kapitel des dritten Bandes seiner Memoiren erzählt Casanova davon.

Der schwule Ephebe trägt das Motto: 'Die tiefste Herabwürdigung des Weibes in der Eva ist durch dessen Verherrlichung und Adelung in der Maria (ave) überreichlich überwogen worden.' (Franz von Baader, Schöpfer einer religiösen Erotik)."

                                              Universität Bockwurst  Pressemitteilung  5. April 2015





"Bobby: Doch sag' mir endlich, was Du bist!

  Ein Geist: Mein Herr, ich sag's Euch: Sensualist!" 


     aus: "Die Passion Bobbys. Ein Mysterienspiel"  (Bühneweihfestspiel zu Gleims und Lichtwers 300.

                                                                                 Geburtstag im Jahr 2019)

                                                                                                              von B. Holunder



"Das neu-islamische Zelotentum, wie wir es etwa beim Univeralhistoriker Toynbee beschrieben finden, wird uns zu beschäftigen haben, namentlich vor dem Hintergrund der sich als voreilig erwiesenenen Einschätzung Hegels, wonach der Islam 'von dem Boden der Weltgeschichte verschwunden und in orientalische Gemächlichkeit und Ruhe zurückgetreten' sei."

    Hon. Prof. Dr. Siegmund Haarlaub (Vorlesungsankündigung SS 2015 'Weltgeschichte IV') 4/2015





„Prokrastination, die Erledigungsblockade, sucht in aller Regel kaum Wissenschaftler heim,

die ihren Forschungsbereich als eine notwendige Bedingung für den Fortbestand der Welt ansehen.“


"Wenn der Soziologe David Riesman heute, nicht 1994 in der seinerzeit noch existierenden Partsian Review über 'den übertriebenen Zwang zu kultureller Vielfalt' sich beklagte, würde ihn das zweifellos den Job kosten, Verdammung seiner Bücher inklusive. (Damnatio veritatis.)“


"Hans Barths Wahrheit und Ideologie von 1961 brachte ein wenig mediterrane Klarheit in die 'Anarchie der philosophischen Systeme'. Es handelte sich, meteorologisch gesprochen, jedoch nur um ein Zwischenhoch.“


Aus der Geschichte lernen auch Geschichtslehrer nur noch, dass ihre Profession eine Zukunft haben wird, vergl. John Lukacs: The Future of History. Yale University Press, 2011.“


Die Kollegen vom Pariser College de France haben einen neuen Lehrstuhl für Koran-Studien geschaffen. Damit gerät die an manchen bundesdeutschen Hochschulen praktizierte, bekenntnisorientierte Islamforschung in Zugzwang, weil sie sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen wird, sie verhalte sich zur akademischen Islamistik a la College wie Onanie zu Geschlechtsverkehr.“


Auszüge aus „Thousand Island Dressing / Blätterkunde“ von Erwin Aberfett (#bockpress# 2015)






"'(Anmerkung für meine Hochschulkollegen: über wechselseitige Beziehungen zwischen Goebbels' Stil und dem Erinnerungsbuch der Fliegerin Elly Beinhorn: 'Mein Mann, der Rennfahrer' lassen sich die interessantesten Seminaruntersuchungen anstellen.)' (V. Klemperer: LTI. Notizbuch eines Philologen. Heroismus. Statt eines Vorworts.   Halle / Saale, 1957) 

Dies wird im Sommersemester 2015 Gegenstand des Proseminars (ohne Pitch!) meines neuen Assistenten, Herrn Dr. Richard P. Drombuch-Daimler sein. Ich bitte um regen Zulauf."

Prof. Dr. Bobby Holunder (Pressemitteilung Universität Bockwurst    1. April 2015)





"'Wer kann oder darf alles schreiben oder sagen, was uns sündigen Menschen alles in unserm Leben passiert und was für wunderliche Sachen uns vorkommen.'

Schreibt Glückel von Hameln zu Anfang des dritten Buchs ihrer Memoiren.

Wolfgang Max Fausts

Dies alles gibt es also. Alltag, Kunst, AIDS. Ein autobiographischer Bericht.  1999

kümmerte das nicht. Mich auch nicht, denn

mein Titel lautet: 'Dies alles gibt es also nicht. Miete, Wasser, Strom. Ein autobiographischer

                              Bericht.'   #bockpress#  folioreihe (232)   2015"


                                       Karin Sonne Strohmö       1. April 2015  Lesung Uni Bockwurst


   





"Multifunktionale Quasselkonsolen wie zum Beispiel Roger Willemsen - nach ihm ist joviales Geistreicheln und salbungsvolles Rumgequake usw. an den medialen Froschteichen der deutschen Gegenwart benannt, sind leicht zu begeistern, egal wofür.

 Seine Faszination etwa für den amerikanischen Salon- und Loungepianisten Keith Jarrett ist die Faszination des selbstverliebten Schwätzers fürs Geschwätz. Im Medienzoo Leute wie Ossi Urchs und sein Nachfolger Sascha Lobo."

                       DJ Wolfram    Uniradio Bockwurst  1. April 2015

                          




"Professor Andy Safian legt auf:

'Nabobs Longdrinks'

und:

'Wo aber Gechwätz ist, wächst

Das Rettende auch:

Wem folgt deutscher Gesang?' - Wir zeigen den Schwarzwaldfilm Der letzte Fußgänger (1960)

                                  Heinz Erhard statt Martin Heidegger!"


      Andy Safians Barcamp (pro memoria) am 1. April 2015 Universität Bockwurst ausverkauft!

                  --------------Pressestelle Universität Bockwurst  31. März 2015-----------------






„Als der Islam noch nicht zu Deutschland gehörte, in der Mitte des 18. Jahrhunderts etwa, fiel die Rede despektierlicher aus:

'Mahomed, ein bekannter Lügen-Prophet und Stifter einer neuen Religion...'

So der Lexicograf Christian Gottlieb Jöcher in seinem Allgemeines Gelehrten. Lexikon Band 3 Sp.45 (Leipzig, 1751)

Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender in der Ausgabe von 2014 enthält übrigens keinen Eintrag mehr zum Propheten des Islam.“

Susanne Drache:

Potlatchpleite: Zurückgewiesene Gaben.       #bockpress# 2015 (Nachwort)







"Zimmerfrau (m/w) zur Aushilfe

Ihre Aufgaben

  • Aushilfe auf Minijobbasis jeweils nach Bedarf (keine festen Mindesstunden)
  • Start jederzeit nach Vereinbarung
  • Einsatz während der Woche und auch an den Wochenenden
  • Unterstützung der Zimmerfrauen (m/w) bei der Reinigung der Gästezimmer sowie auch  der öffentlichen Gastbereiche gemäß Anweisungen

Unsere Anforderungen

  • Gute Deutschkenntnisse
  • Belastbarkeit und Flexibilität
  • Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit
  • gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen
  • gastorientiertes Denken



Hausdamenassistent (m/w)

Ihre Aufgaben

  • Mitverantwortlich für die reibungslosen Abläufe im Housekeeping, in den Zimmern und den öffentlichen Bereichen
  • Anleiten und Einarbeiten von Zimmermädchen, Auszubildende und Praktikanten
  • Einteilen der Zimmerfrauen für die tägliche Zimmerreinigung
  • Fundsachen verwalten und überwachen
  • Kontrollieren von Reinigungsarbeiten
  • Überwachung und Einhaltung der Qualitätsstandards und Ausstattung der VIP Zimmer
  • Pflanzenpflege und Dekorationsaufgaben 
  • Bearbeiten von Gästewünschen

Unsere Anforderungen

  • Einstellungsdatum: ab 15. April 2015 oder nach Vereinbarung
  • Abgeschlossene Ausbildung im Hotelfach, Vorkenntnisse im Bereich Housekeeping wünschenswert
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse
  • selbständige und strukturierte Arbeitsweise
  • gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen
  • Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit
  • Gastorientiertes Denken, freundlicher Umgang mit Gästen
  • Durchsetzungsvermögen, Belastbarkeit und Flexibilität
  • Organisationstalent."


          Gästehaus der Universität Bockwurst / Ansprechpartnerin: Frau Gudrun Sirius

                                                        (Stellenausschreibung 30.März 2015)





"Komparatistik I

Mehmet Ata erklärt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29. März 2015 al fesco die deutsche Integrationswelt und versteigt sich gegen Ende seiner keinesfalls als Analyse mißzuverstehenden Verlautbarungen pro domo zu der hanebüchenen Einsicht, die gewalltätigen Jugendgangs mit Migrationshintergrund rächten in Deutschland mehr oder weniger nur ihre Väter für deren erlittene Demütigungen als Gastarbeiter.
Die 68er hätten sich ja ihrerseits auch gegen ihre Väter und deren erlittene Demütigungen zur Wehr gesetzt und daraus sei bekanntlich die RAF hervorgegangen.
Naziväter wie Gastarbeiter? Antisemitische Schlägertrupps mit Koranabo wie Linksfaschisten mit Palituch?
Herr Ata könnte auf eine Katzengoldmine gestossen sein!

 

Komparatistik II

Winston Churchill zufolge handelt es sich bei Hitlers Mein Kampf (1925, 1926) um den 'Koran für die Deutschen'.

Alfred Rosenbergs Mythus des 20. Jahrhunderts (1930) wäre danach analog als Sunna und Hadithen jenes deutschen Korans aufzufassen."

                   

                                  Prof. von Auchjauche, Spektrum Bockwurst  23 / 2015  S. 4









Neuer Jingle Uniradio Bockwurst:


Abbildung


                                                                                                             März 2015





„'Der Verfall der Universitäten ist unverkennbar. Die Geisteswissensdchaften haben niemanden,

der willens wäre, ihre Tradition auf einem Katheder fortzusetzen. Vielemhr sind zwei Tendenzen in der Menge Befähigter, welche Anwartschaft auf ein Katheder zu haben meinen deutlich. Es sind nämlich diese entweder gänzlich von Verantwortungsgefühl freie Schöngeister, welche im Besitze eines Lehrstuhls desto sichrer und gefälliger zu privatisieren hoffen ohne um Geschichte und Würde ihres Wissensgebietes zu bekümmern, oder aber Condottiere-Naturen, welchen eine von jeder Sicherheit verlassene Akademie der aussichtsreichste Ort zu sein scheint, einen weitgehenden Einfluß im Sinne ihrer Sendung oder aber in dem ihrer privaten Macht sich zu erobern. Mehr und mehr wird daher die Hochschule ihre geisteswissenschaftlichen Lehrstellen in den Händen glänzender, fanatisierender Oratoren oder aber urbaner und nicht weniger glänzender Hochstapler sehen.' (W. Benjamin, Gedanken zu einer Analysis des Zustands von Mitteleuropa. 1923)

Meyer Schapiros Further Notes on Heidegger and van Gogh aus dem Jahr 1994, nur zwei Jahre vor Schapiros Tod also publiziert, machten noch einmal deutlich, welcher Anstrengung es bedurfte, den ungemein suggestiven Unfug des seinsphilosophischen Kunstdenkens Heideggers und seiner Adepten auch in der seriösen Kunstgeschichte einzudämmen.

In der nächsen Sendung kommen wir zu Oscar Wildes Lehrer in Oxford, dem legendären Walter Pater, um uns sodann der Kommödie The Turkey and the Turk von Chesterton zuzuwenden.“

       Dr, Oroknoz Alapol: „Interfaces“ – Fernkurs und Funkkolleg Universität Bockwurst 3 / 2015





„Aus Ihren Kreisen erging die Frage an mich, ob denn die Lektüre des dreibändigen Hauptwerks des NSDAP-Mitglieds Friedrich Sengle über die Literatur des Biedermeier anzuraten sei.

'Die Lektüre steht an der Schwelle des geistigen Lebens; sie kann uns hineinführen: sie bildet es aber nicht.' (Marcel Proust, Über das Lesen. Zu John Ruskins 30. Todestag)

Schon die Lektüre von Inhaltsverzeichnissen kann uns an jene Schwelle führen. Hier habe ich die drei Bände der 'Kleinen Schriften' des klassischen Philologen Friedrich Solmsen, 1904-1989, mitgebracht. Sie erschienen zwischen 1968 und 1982 im wackeren Olms-Verlag zu Hildesheim, der mir letzthin mitteilte, dass immerhin der dritte Band noch lieferbar sei.

Nehem wir etwa einen Titel wie 'The Wolrd of the Dead in Book 6 of the Aeneid' aus Band 3, ab Seite 419; ja, entzündet so etwas Ihren Geist denn nicht, meine sehr verehrten Damen und Herren!

Auch ein Motto vermag uns an jene Schwelle, von der Proust sprach, zu führen.

Hier zum Beispiel ein Wort der amerikanischen Dichterin May Sarton, das John le Carre seinem Roman Das Rußlandhaus voranstellte: 'Man muss schon denken wie ein Held, um wie ein anständiger Mensch handeln zu können.'

Und muss man nicht lesen wie ein Mönch, um wie ein anständiger Schriftsteller schreiben zu können?“


        Anonym: Biedermeier im Bratenrock Eine fiktive Vorlesung. #bockpress# März 2015





„Sprech ich uralisch? - Wenn Sie mich ernsthaft fragen, ob dies hier Ihr Examen sei, dann wäre das so, als wollte einer den Durst fragen, ob er gelöscht werden möchte.“

Dr. Wilhelm Schwarte- Kunte

Direktor der Versuchs- und Ausbildungskläranlage

Institut für Abfalltechnik der Universität Bockwurst  (mündl. Prüfung  26. März 2015)








"Der Intergrationsfilm 'Tee im Harem des Archimedes' kam 1985 in die Kinos.
Zum dreissigsten Jahrestag wird der Streifen im Audimax der Universität Bockwurst am Ostersonntag (unmittelbar nach dem Osterspaziergang mit allen Dekanen) um 17 Uhr gezeigt.
Prof. Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, gibt ab 16 Uhr eine Einführung unter dem Titel 'Flash Gordon ohne Fans'. Anschließend Fragegespräch und offene Diskussion. Anmeldung unter 'Doketismus light' beim ASTA."

                                  Pressestelle Universität Bockwurst  26. März 2015



„Deutsche Geschichtswissenschaft, das heißt auch immer: deutsche Rabulisitk.

Erinnern wir uns etwa an den sog. Historikerstreit des Jahres 1986. Ernst Nolte lud seine Leserschaft damals zu einem Gedankenexperiment ein, das der Habermas süffisant als 'geschmackvoll' zum Besten gab: man stelle sich vor, die PLO habe Israel vernichtet. Nolte: 'Dann würde sich für Jahrzehnte und möglicherweise für Jahrhunderte niemand trauen, die bewegenden Ursprünge des Zionismus auf den Geist des Widerstandes gegen den europäischen Antisemtismus ...zurückzuführen.' (Zit. nach: J. Habermas: Eine Art Schadensabwicklung. Frankfurt a. M., 1987 S. 128/129) Hitlerdeutschland und Israel, verschmolzen zu einem Opferarchipel kosmischer, inkommensurabler Größenordnung.

In diesem Zusammenhang ist er auch der beiden Hamburger Wehrmachtsausstellungen von 1995 und der dann kastrierten von 2001 zu gedenken. Der Historiker Hannes Heer hat das in seinem eben erschienenen Buch über den Vernichtungskrieg ohne Täter in angemessener Weise getan.

„'Wovor kann aber etwas Gewesenes gerettet werden?', müssen wir uns mit dem messianischen Denker Walter Benjamin fragen.

'Nicht sowohl von dem Verruf und der Mißachtung, in die es geraten ist, als vor einer bestimmten Art seiner Überlieferung.' - Damit will ich für heute schließen.“

Erwin Aberfett: Die Vorlesungen. (Abtlg. IV: Zur Geschichte) Band 12. (1997-2005) S.712

Mit einem Geleitwort von Bobby Holunder.

                                                    #bockpress# März 2015





„Die Zivilgesellschaft hat so viel mit dem Islam zu tun wie Babyschwimmen mit Kunstspringen.“

„Sex nach der Ehe? - Die Frage verstehe ich nicht.“

aus:

„Tessituren“ /  Interviews mit Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst.


                                                                                Berlin 2015 (im Druck)





"Zum Geiz haben solche Menschen ein libidinös zu nennendes Verhältnis. Nur ihre Liebe zu ihm ist noch größer als ihr Geiz selber."

aus, Bobby Holunder: "Der Geizige / Neue Konturen eines alten Sozialtyps"

                                                                                   #bockpress# März 2015  




"August Wilhelm Hupels Vom Zweck der Ehen (Riga, 1771  Nachdruck 2011) wird neben dem altfranzöischen Kuriosum Die fünfzehn Freuden der Ehe (dt. ed. Claudia Probst  Berlin, 1998) im Mittelpunkt unserer Vorlesung zur 'Soziologie der Ehe und ihrer Scheidung' stehen.

   Prof. Erwin Aberfett (Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis  SS 2015  Universität Bockwurst 3/15) 



„Den Rhetorikern unter Ihnen darf ich anvertrauen, dass Attizismus und Asianismus gleichsam die Folie oder das rhetorische Dispositiv bilden, auf der nicht wenige Diskurs um 9/11 bis zur Erkennbarkeit geronnen sind.“

Dr. Cal Lightman über den Roman Falling Man (2007) von Don DeLillo und den Film American Sniper (2014) von Clint Eastwood am 19. März 2015 im Wissenschaftskolleg der Universität Bockwurst. (Prudentius-Tage 2015)

.




"Der u.a. für Bildungsfragen im Frankfurter Zeitungsviertel zuständige Schmock Herr J. Kaube hat es in der heutigen Ausgabe der FAZ für nötig befunden, den Rektor der Freiburger Universität,
Herrn Prof. Dr. Schiewer, dafür zu tadeln, dass dieser diverse Revirements innerhalb der philosophischen Fakultät seiner Alma Mater vornahm. Schiewers Namen erwähnt Kaube, nach dem bewährten Muster beleidigter Leberwürste und betrogener Ehemänner, an keiner Stelle.
 
Von dieser Stelle aus aber sei Prof. Schiewer immerhin unsere Unterstützung hiermit erklärt."
 
 
Ralf Frodermann / Prof. Dr. Erwin Aberfett  (für den Rektor und die Direktionspartner)

  Universität Bockwurst
- Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit              18. März  2015





"Nehmen Sie das spanische Nationalepos, den Cid. Von Pierre Corneille bis Anthony Mann: man hat den Eindruck, die Weltgeschichte fand ihren Zweck einzig darin, auf der Theaterbühne und in Hollywood verwurstet zu werden."

  Bobby Holunder (vor amerikanischen Filmwissenschaftlern und Hispanisten 16. März 2015)

  "Butterfield 8"     via Twitter  / @bobbyholunder    17. März 2015




"Ich heisse Auchjauche, nicht Traumulus!"

      Christian Freiherr von Auchjauche  15. März 2015  Oxford Today



„Neben Raymond Queneaus Stilübungen, wofür sie seit langem schwärmt, liest meine Gattin mir jede Nacht und mit größter Verachtung aus Thomas Manns letzter Erzählung Die Betrogene vor.

'Ut aliquid fieri videatur'; im parfümierten Plauderton der Courths-Mahler erzähle der Meister aus Lübeck nur, und nicht frei von Häme, aus seinem geheimen, homoerotischen Nähkästchen. Die Betrogene sei nichts weiter als die Deckerzählung einer Klemmschwuchtel im verzweifelten Tonfall des gealterten Parodisten. Die gezierte Symbolik darin sei eine der Brechstange und über die Menopause habe ausgerechnet ein solcher Sykophant im Schafspelz nicht zu befinden. Wir hätten es mit den verklausulierten Konfessionsbruchstücken einer unerfüllt gebliebenen Aberration zu tun.“


 Bobby Holunder  "Butterfield 8"  via Twitter / @bobbyholunder  15.März '15










"Hans Paul Schwindts 'Die Mitmacher - Zur Pathogenese der neuen deutschen Universität. Teil V (figurae dramatis 3) - Die »Kreatur«, erschienen in Heft 6 der Zeitschrift TUMULT (2015), ist ein gutes Beispiel dafür, dass man offenbar nicht allen Universitätsmenschen dabei helfen muss, ihre Denkprozesse zu organisieren."

   Christian Freiherr von Auchjauche (Kongress It's OPEN ACCESS, STUPID! Uni Bockwurst 3/2015)




"'Zeitdruck ist eine verbreitete Erscheinung' schreibt Luhmann in Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristete.'. Das sagte mir gestern Abend Prinzessin Nikotin mit bedeutungsvollen Blicken. Johnny Trotz, unser New Yorker Fahrer, zeigte sich beeindruckt, entweder von den Blicken der Dame oder der Plattheit des Zitierten.“


   Bobby Holunder,  "Butterfield 8"             via Twitter / @bobbyholunder  14. März 2015





"Schreibt heute einer zwei, drei Sätze stubenreines Deutsch, wird er mit Lob überhäuft. Das Medium Gewalt tritt inzwischen unter den Gottsuchern an die Stelle frommer Rede:  'Violence to obey, honor, and connect with the gods'. (Alan Page Fiske, Tage Shakti Rai: 'Virtuous Violence. Hurting and Killing to Create, Sustain, End and Honor Social Relationships'. Cambridge, 2014 Chapter 8)"

  Bobby Holunder, "Butterfield 8"      via Twitter /  @bobbyholunder   13. März 2015





"Mit Frau von Braun kann die Konkurrenz um das Monopol auf Dumpfsinn als entschieden gelten.

'Viel Fleisch ums Geld’: Shakespeare als Zeitgenosse neuer Wirtschaftsformen

Von Christina von Braun

in:

Shakespeare Jahrbuch 2014 (150)"

AG Beowulf / Fachschaft Anglistik / Keltologie Universität Bockwurst  12. März 2015  (Ingo Raffauf)






Karl Kraus in seinem Gedicht Dichterschule:


'Und froh, dass sie die Syntax nicht beherrschen,

so wetzen sie auf ungegerbten Ärschen

und lassen hier und dort das Komma aus.

Dann aber tragen sie ein Nichts nachhaus,

das sie zuhaus zu einem Dreck ergänzen.'


Mit anderen Worten: Bildung ist die Laus, die einem heute immer zur falschen Zeit über die Leber läuft.“


     Bobby Holunder "Butterfield 8"  /  via Twitter  (@bobbyholunder)  11. März 2015







"Von Carl Philipp Emmanuel Bachs Versuch über die wahre Art das Klavier zu spielen (1753/1762 Reprint 2003) bis hinunter zu Der Tastenficker (2015) von Christian Lorenz Keyboarders der krypto-faschistischen Band Rammstein / Musik für hard-boiled Angestellte - handelte die Vortragsreihe im vergangenen Wintersemester.

Im Sommersemester werden wir u.a. zur Ilse Werner des Deutschpunk, Nina Hagen, sowie den an Anselm Kiefer, Heiner Müller, Karlheinz Stockhausen und Konsorten erinnernden Tiefsinnsumpf der Rotzlöffel um den sog. Blixa Bargeld kommen."

  Prof. Dr. Erwin Aberfett, "Formenlehre der Rockmusik II" Vorlesungsankündigung  SS 2015 (3/15) 





„Spätestens seit der einschlägigen Arbeit Siegfried Bernfelds Sisyphos oder die Grenzen der Erziehung aus dem Jahr 1925 steht es um die Schule im Bewusstsein der Öffentlichkeit nicht gut:

Thomas Lux


Du gehst zur Schule,

um zu lernen


Du gehst zur Schule, um rechnen und

lesen zu lernen, um eines Tages

Geld zu verdienen. Es – das Geld -macht

Sinn: Du brauchst

einen besseren Trecker, einen Anbau

zum Billardzimmer , du kaufst

deinen Tofu am liebsten gleich fassweise.

Das ist die einzige Möglichkeit , die Sachen

zu kriegen,

die du brauchst. Ausserdem hält es die Leute

kräftig bei der Arbeit – dafür.

Das ist vernünftig, deshalb gehst du

zur Schule, um zu lernen (und der Lehrer,

der schon

gelernt hat, wird für den Unterricht

bezahlt), wie

man es bekommt. Nun gut. Aber

Man lehrt dich weg von Poesie

oder, zum Beispiel, Tanzen (ist hübsch,

Liebes,

wirft aber keine Knete ab). Kein Gedicht

kaufte je einen Hamburger, jedenfalls nicht

sehr viele.

Stimmt, und deshalb siehst du jeden

Morgen -

es ist noch dunkel! - Kinder, wie Engel,

die man zur Exekution führt,

oder zu Banken. Ihre Körper leuchten

im Scheinwerferlicht. Unterwegs zur Schule.

(Aus dem Amerikanischen von Jürgen Brocan NZZ 2./3. Juli 2005)


'Selektionsmaschine oder demokratische Lernsituation?' lautete der provokante Untertitel einer Untersuchung von Hans-Peter Waldrich aus dem Jahr 2007.

Die Pädagogik hat die Schule überlebt wie die Arbeitsverwaltung die Arbeit. Der Rest ist Plädoyer, wie zuletzt die sympathische Intervention Andreas Gruschkas im Geist von Pestalozzi und Rouseaus Emile: Verstehen lernen. Ein Plädoyer für guten Unterricht. (2011)"


E. Aberfett/Ch. von Auchjauche (Hrsg.):


Schule ohne Bildung: Thesen und Anti-Thesen zur Wiedereinführung schwarzer Pädagogik.“


#bockpres# 2015 (Vorwort)








Arrangierter Flop des 'Es'


Ungenügen ward empfunden,

als nach vielen Kummestunden

die Ungleichung war aufgegangen


- niemand konnte mehr verlangen!-


in Wohlgefallen aber

nichts sich löste auf;


endlich ging es doch noch schief

- Kein Tier, kein Mensch, der widerrief! -


Alle Welt blieb unbefangen.


             Bobby Holunder, "Butterfield 8"  /  via Twitter (@bobbyholunder)  10. März 2015





„Die Glaubwürdigkeit stirbt offenbar so schnell ab wie sonst nur das Vermögen, Metonymien und Synekdochen leicht aufzufassen,

Vergangene Nacht, nach Vorführung historischer Newsreels, hatte ich mich in einem kleinen Kino in Upper Eastside über die Miniserien Band of Brothers / The Pacific (2001/2010) und den sowjetischen Kriegsfilm in fünf Teilen Befreiung (1969-1972) zu verbreiten. Als ich anmerkte, dass in Oserows Epos nicht an einer Stelle des Holocausts Erwähnung getan wird, wollte man mir keinen Glauben schenken.

Ich lud das Auditorium – ca. 23 Studenten und einige ihrer Professoren- für Übermorgen zu einer Privataufführung in unsere Suite im Plaza. Meine Gattin wird sich bedanken!“

                 Bobby Holunder, "Butterfield 8" / via Twitter (@bobbyholunder)  9. März 2015




"Auf die USA-Trilogie von John Dos Passos wies unlängst George Packer wieder hin; in seinem Buch Die Abwicklung. Eine innere Geschichte des neuen Amerika (2013  dt. 2014) situert er sein Schreiben in jener Tradition. Der kurze, konzise Abschnitt über Raymond Carver in Packers Buch gehört sicher zum Besten, was gegenwärtig populäre Literturbetrachtung zu leisten vermag. Eine Wohltat inmitten all der Afterdichtung und Beamtenphilologie nach der Postmoderne."

           Bobby Holunder, "Butterfield 8" / via Twitter  (@bobbyholunder)  9. März 2015




„Meine Vorlesung 'Seelenbeschäler und Vertikutierer: Kretin mit Mitte zwanzig?' wird versuchen die These zu begründen, dass, anders als im Abschnitt 'Gezeichnet' der 'Dialektik der Aufklärung' von Horkheimer und Adorno erläutert, die Menschen heute schon im Alter zwischen 20 und 30 dafür mit Kretinismus bestraft werden, weil sie die Ideen ihrer Teenagerjahre zwanglos verrieten.

Der vorgesehene Exkurs zu Semestermitte ('Zur Symbolik des GO-Spiels') setzt naturgemäss einschlägige Spielkenntnis und -erfahrung voraus.

Nota bene: 'Die Theorie verschafft ihren Trägern nicht das Heil.' (Horkheimer in einem Nachtrag zu seinem Aufsatz Traditionelle und kritische Theorie aus dem Jahr 1937. (Gesammelte Schriften Bd. 4)

   Jun.-Prof'in Ditta Nöthe (Historisches Seminar) im aktuellen Vorlesungsverzeichnis SS  2015




"Johann Kaspar Riesbeck und Gustav von Schlabrendorf standen für das alte Europa der armen Teufel und verkrachten Existenzen. Bob Belcher und Sterling Malory Archer sind die skurrilen posterboys unserer Tage. Die beiden ersten finden Sie in der berühmten 'Anderen Bibliothek', die anderen zwei bei Comedy Central und Netflix.  

Ich danke Ihnen für die freundliche Aufnahme hier in Berlin, an Ihrer Universität, in Ihrem Kreis."

     Prof. Bobby Holunder, Berliner Vortrag "Unbegünstigte Charakterköpfe in Text und Serie"  5.3.2015    



"Zu den ikonoklastischen Orgien im irakischen Mosul sei Lukians in aller Hilflosigkeit Erwähnung getan:

'...auch der nahe liegende Gedanke, dass es also offenbar völlig nutzlos ist, die Theorie gelernt zu haben, solange man nicht auch seine Lebenspraxis zum Besseren hin umstellt.'  Lukian (Symposion 34   Übs. J. Wildberger).

Des Kaisers neue Kleider werden nie wieder aus der Reinigung komme, doch die Wahrheit nur zu bald ans Licht, denn sie hasst den Aufschub."

    Prof. Dr. Lola Montez  (via Facebook)

Institut für Assyriologie und Hethitologie der Universität Bockwurst     28. Februar 2015






"T. Steinfeld: Der grobe Ton: Kleine Logik des gelehrten Anstands. (1991)

O. Wunderlich (Hg.): Entfesselte Wissenschaft. Beiträge zur Wissenschaftsbetriebslehre.

(1993) 2004

J. Jung: Der Niedergang der Vernunft – Kritik der deutschsprachigen Universitätsphilosophie.

(1997)

M. Lazzarato: Die amerikanische Universität als Modell der Schuldengesellschaft.

In: T. Macho (Hg.): Bonds. Schuld, Schulden und andere Verbindlichkeiten. (2014)


Alle (!) erschienenen Ausgaben der amerikanischen Zeitschrift Lingua Franca sind bis zum Semesterbeginn von allen Teilnehmern der Übung wenigstens kursorisch konsultiert worden."


  Literaturliste Prof. Bobby Holunders in der Ankündigung seiner Seminarübung "Denkkatatonie" im Sommersemester 2015

            (via e-mail  27. Februar 2015)






"Und dann sagte dieser alte Bock

mir ins Gesicht, dass ich die nötigen

Leistungspunkte nur erhalten

würde, wenn er meine Glocken

läuten dürfe.

Sofort fühlte ich mich diskrminiert

und habe Anzeige erstattet.

Mein Studium war mir ganz

egal geworden."

Raffael von Fieberhaft (Montgomery-Clift-Dozentur für Gay-Poetry / Aus einem noch unveröffentlichten Originalmanuskript mit dem Titel "Orgelpredigt des Kanonikus und Lord Fauntleroys Absichten.")

                                                                       Februar 2015




"Anthony Burgess' Roman 1985 erschien 1978. Houellebecqs Unterwerfung von 2015 ist das ordinäre Plagiat jener angelsächsischen Vorlage."

     Prof. Erwin Aberfett (Universität Bockwurst) Das literarische Oktett //  25. Februar 2015




"Almanache kennen wir nicht mehr; die Zeit ist über derartiges hinweg. Nebenbei: es ist eine Sache, in einen Fettnapf zu treten, aber ein ganz andere, sich in ihm pudelwohl zu fühlen."

  Prof. Bobby Holunder in einer Rezension zum "Almanach Universität Bockwurst 2015/2016" 2/2015




„Bitte erlaubt mir eine kurze Abschweifung für ein Beispiel.

Nicht immer hilft Google weiter, manchmal brauchen wir noch analoge Hilfe

Bei der Vorbereitung dieser Abschiedsvorlesung über 'Wissenschaftskritik und Bagatellproblematisches / Theodor Wiesengrund Adorno und David Kellogg Lewis' stieß ich auf ein Problem:

Der Einleitung der Studie 'Zur Metakritik der Erkenntnistheorie' von Theodor Adorno ist ein griechisches Zitat als programmatisches Motto vorangestellt:

Θνατὰ χρὴ τὸν θνατόν, οὐκ ἀθάνατα τὸν θνατὸν φρονεῖν.

Ein Sterblicher soll sterbliche, nicht unsterbliche Gedanken denken. (Übs. Ch. Rapp).

(fr. B20 Diels-Kranz = 263 Kaibel = fr. 230 Olivieri  = fr * 321 Rodríguez-Noriega = fr. 251 Kassel-Austin)

Epicharmos? Mein Hamster bohnerte und ich rief nach Hilfe.

Die Autorität in Fragen zu Epichrarmos ist ohne Zweifel die spanische Gelehrte Frau Dr. Lucia Rodriguez-Noriega Guillen, die an der Universität Oviedo lehrt.

Ich schrieb ihr heute früh noch rasch, und binnen eines Vormittags erhielt ich von ihr die bereits angegebenen Informationen zum Fundort und zur Übersetzung des Fragment des Epicharmos und kann hier nun damit glänzen.

Haltet euch also auch bei solchen Fragen besser immer gleich an die jeweils oberste Instanz!“


   Abschiedvorlesung des Metaphysikers Prof. Dr. Werner S. R. Stöhr (SJ)  24. Februar 2015





"Entweder ihr schaut euch die Serie Scrubs-Die Anfänger an oder den Film Frauenarzt Dr. Prätorius, von und mit Curt Goetz. Über Carl Wiemers Buch Krankheit und Kriminalität sprachen wir ausführlich. Die Approbationsordnung sieht das zwar nicht vor, aber ich sage euch, dass jeder, der mir verspricht als Arzt nicht nur und ausführlich (?) an die Kohle zu denken, das Physikum im Fach HNO bestehn wird."

        Prof. Dr. med.  Helmuth Pick (Audiomitschnitt des Examenskolloquiums 18.Febraur 2015)





"Auf meinem Nachttisch liegt auch nicht jede Nacht die Review of Metaphysics, aber wie man so schnell Ralph Ellisons Roman Der Unsichtbare in dem Film The Equalizer vergessen kann oder Stephen Kings Auftritt als Bachman in der dritten Folgen der dritten Staffel der Serie Sons of Anarchy, will mir nicht in den Schädel! Unser Seminar trug den Titel Philosophie des Films, nicht Philosophie des Vergessens.

           Dr. Ada X. Frodermann (Zwischenruf in einer Zwischenprüfung am 16.02.2015)




"In Abschnitt 16 des „vierten und letzten Teils“ seines Zarathustra kommt Nietzsche auf den islamischen Propheten und seinen Glauben zu sprechen:

Geht aus dem Weg allen solchen Unbedingten! Das ist eine arme kranke Art, eine Pöbel-Art: sie sehn schlimm diesem Leben zu, sie haben den bösen Blick für diese Erde.

Geht aus dem Wege allen solchen Unbedingten! Sie haben schwere Füße und schwüle Herzen – sie wissen nicht zu tanzen. Wie möchte solchen wohl die Erde leicht sein!

Nota bene:

Ferdinand Ebner:

Das Wort und die geistigen Realitäten – Pneumatologische Fragmente. Die Geschichte der Fragmente, hrsg. v. Richard Hörmann, Hamburg u.a.: LIT-Verlag, 2009

und:

Philosophical Inquiry: Volume > 38 > Issue: 3/4  Fall - Autumn 2014
Virvidakis Stelios, Living well and having a good life: interpreting the distinction."


Prof. Auchjauche  (Sonntagsvorträge der Universität Bockwurst 15.02.2015)







"Bei der Robert-Holunder-Stiftung wurde eine unselbständige Zustiftung errichtet für den fortdauernden Zweck des Unterhalts einer Gastprofessur in der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bockwurst."

                         Universität Bockwurst  Der Justitiar    15. Februar 2015




"Zu den 'Profiteuren der Mediokrität' (H.E.Dohrendorf) zählen heute etwa Leute wie der Filmheini Wilhelm Wenders oder Schriftstellerdarsteller wie Kermani oder Zaimoglu. Sie haben die Walsers und Rinsers beerbt. Ihre sogenannten Werke verdampfen die Trauerarbeiter ihres Hinschieds zu neuer Heißluft."
    
        Erwin Aberfett: "Ideologische Umlufttechnologie"   #bockpress# 2015  (Vorwort) s.a. moodle@bock 







"'Gesendet:
 Donnerstag, 12. Februar 2015 um 14:46 Uhr
Von: "Ralf Frodermann" <universitaet.bockwurst@gmail.com>
An: stebahne@sigmund-freud-institut.de, "ralf frodermann" <ralf.frodermann@gmx.de>
Betreff: @frau leuzinger-bohleber
sehr geehrte frau leuzinger-bohleber,
 
Ihren heutigen faz-beitrag haben wir nicht ohne befremden zur kenntnis nehmen müssen.
Ihre perfide insinuation am schluss Ihrer einlassungen, wonach uns "paris" drastisch vor augen geführt habe, was geschehen kann,
wenn  "solche" (sc. "muslimische") familien und kinder allein gelassen werden, kann nur als hohn auf die opfer verstanden werden.
 zum besseren verständnis der lage empfehlen wir u.a. die lektüre des editorilas der zeitschrift BAHAMASheft 70  winter  frühjahr 2015
sowie:
"Dass diese Familien in der Situation kulturalistisch verbrämter, ansonsten aber knallharter ökonomischer Abschiebung nicht
nur überduchschnittlich viele Schulversager und Kleinkriminelle produzieren, sondern noch weiter über dem Durchschnitt und alles andere als zufällig hochaggressive,
unbehrrschte Gangster und im Fall ideologischer Zuspitzung Intensivtäter und Mörder - das liegt natürlich an der islamisch
inspirierten Erziehung an der islamischen Binnenmoral." BAHAMAS 70 s.9
 
die unfähigkeit heutiger offizial-psychoanalyse zur analyse gesellschaftlicher dystopien wie dem islam/islamismus ist mit Ihrem beitrag leider einmal mehr unter beweis gestellt worden.

mit freundlichen grüßen,

ralf frodermann'

      Suaviter in modo, fortiter in re, kann ich da nur sagen."

 Dr. Frasier Crane  ( Morgenmagazin Radio Bockwurst   13. Febraur 2015)





„Im Vorwort zur ergänzten und revidierten Neuauflage seiner Attacke, seines Exposes 'Geistige und körperliche Arbeit' von 1989 schreibt Alfred Sohn-Rethel:

'Adorno formulierte den großartigen Satz, Historischer Materialismus sei die Ananmnesis der Genese; es bezeugt Adornos Geist, dass er diese – den Platonismus zerstörende – Einsicht in die Eleganz platonisierender Dialoge bringt.'

Die Fortsetzung unserer Überlegungen zu den Grundlagen der Mathematik im Sommersemester wird sich eben dieser Anamnese zu widmen haben. Ich empfehle euch insoweit schon einmal Gedächtnistraining, mit oder ohne Wittgenstein.

Noch einmal Sohn-Rethel: 'Ob die Mathematik innerhalb der Produktionssphäre oder außerhalb ihrer verbleibt, ist ein aufschlußgebender Gesichtspunkt bei der Beantwortung unserer Frage. ('Das Geld, die bare Münze des Apriori'. Berlin, 1990)

Auch wir werden uns mit diesem Gesichtspunkt im Sommer die Hände schmutzig machen müssen.“


                   Prof. Bobby Holunder: Grundlagen der Mathematik (9) / Vorlesung 11.2.2015





"Ratlosigkeit verhüllt sich gern; auch im deutschen Kino oder Roman. Um die Konsumenten bei der Stange zu halten, verkauft man ihnen ausgerechnet das dann gern als Cliffhanger.

Auf diese Weise will ich euch nicht in die Fortsetzung meiner Vorlesung im Sommersemester locken. Ich sage nur mit Zettel 635 'Gipp Ma noch was zu lesn.'"

          Dr. Ronald Rescheiße: Vorlesung "Zettels Traum//Schmidts Senf & studienratsmief" 10.2.15)

                  




„In Deutschland ist die Vorherrschaft des Nützlichen notorisch.

Ich lese Ihnen dazu einen Abschnitt aus einer Rede des Philologen August Böckh vom 30. September 1850:

'Jene weitverbreitete Richtung der zeit auf das, was dem praktischen Leben, dem Verkehr und Erwerb und Privatwohlstand Nutzen bringt, ist vortrefflich: denn sie erleichtert, fördert, schmückt das irdische Leben: doch wenn sie das Geistigere uns verkümmern, verbannen, ertöten will, ist sie banausisch und stößt edlere Seelen um so mehr von sich ab, als sie sich mit ihrer Aphilokalie sogar noch brüstet; sie wird dann notwendig misologisch und kann also freilich keine Philologie dulden, am wenigsten die des klassischen Altertums, welches gerade jener banausischen Gesinnung längst den Stempel aufgedrückt hat, den sie verdient. Mögen doch jene aussschließlichen des sogenannten Nützlichen bedenken, dass es auch ideale Güter gibt, mit deren Verluste zugleich die anderen ihren Wert verlieren!'

Dazu gesellt sich eine wohlfeile Denunziation des Intellektuellen als vorlautem Hans-Guck-in-die Luft, dreistem Säkularaugur und bemitleidenswertem Papiertiger mit Weicheihintergund, der in Deutschland traditionell schlecht angeschrieben ist und in aller Regel als zum Abschuss freigeben gilt.

S.a.:

Philipp Felsch: 


Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960-1990.

München, 2015


Dietz Bering:

Die Epoche der Intellektuellen 1898–2001. Geburt – Begriff – Grabmal.

Berlin 2010

In der nächsten Vorlesungsstunde werde ich dann über den Beitrag des französischen Strukturalismus, Poststrukturalismus und Dekonstruktivismus zur Barbarisierung des Denkens sprechen.

S.a.:

Alex Gruber, Philipp Lenhard (Hg.)

Gegenaufklärung

Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft

Freiburg i. Br., 2011"


Prof. Dr. Erwin Aberfett, Vorlesung „Einführung in die Misologie“   WS 2014 / 2015






„Staatstragende Festivals wie die um Anti-Provinzialität bemühte, darum nur um so provinzieller wirkende Berlinale interessieren uns nicht.

Der Streifen 'Geld 1924/Von der Armut der reichen Leute/Bernard von Brentano-Schnitt' läuft auf

dem FilmFestival der Universität Bockwurst im nächsten Sommer.

Auch der Film 'Wer hat Angst vor Yaak Karsunke?' des studentischen Filmkollektivs 'Arbeitslose einstellen? Bin ich verrückt!' wird dann seine Premiere erleben.

Der Dokumentarfilm 'Eine Ursache ist keine Wirkung' von Bobby Holunder wird außerhalb des Wettbewerbs laufen. (Motto: 'Es entspricht übrigens dem bürgerlichen Horizont, wo das Geschäftenmachen den ganzen Kopf einnimmt, nicht im Charakter der Produktionsweise die Grundlage der ihr entsprechenden Verkehrsweise zu sehn, sondern umgekehrt. Karl Marx, Das Kapital. Bd. 2 / Entstehung des Protestantismus aus dem Geist des Kapitalismus etc.etc.')

Das Auchjauchsche Machwerk 'Mit Kanonenschlägen auf die Finger-imArsch-Literatur-Spatzen', eine Abrechnung mit Suresahnepoesien dieser Zeit al la 'Das Lächeln der Alligatoren', 'Die Sprache der Vögel', 'Johnny und Jean', 'Zeiden im Januar' und den Koalas usw. in 'Regentonnenvariationen' - allesamt mehr oder weniger rechtmäßige Enkelbastarde des Elaborats 'Schlafes Bruder' aus dem Jahr 1992 und der Sache, dem müden Gehalt nach, ein insgesamt miserables Hohelied auf Mittelmaß, Konformismus und Untalent, wie man es aus Deutschland gewohnt ist, – kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht im offiziellen Festivalprogramm gezeigt werden und läuft voraussichtlich im Fringe- Programm des FilmFestivals der Bockwurst Universität.“

Dietmar Strupp, Festivalleitung FilmFestival Universität Bockwurst 6. Februar 2015





„Atypische Berufe sind heute zum Beispiel Philosophieprofessor (John Dewey: Logik. Theorie der Forschung. dt. 2002), Hausfrau (Christian Freiherr von Auchjauche/Erwin Aberfett, Hrsg.: Neuer Hausfrauenreport. 2011) oder Pfandsammler (S.J.Moser: Pfandsammler. Erkundungen einer urbanen Sozialfigur. 2014 / Lizenzausgabe bpb 2015).“

Prof.'in Winifred Ölmez, Vorlesung 'Arbeit ohne Geld/Ökonomie der Berufskunde“ WS 14/15




"Warum unsere Studenten so angepasst sind? Konformismus macht sich bezahlt! Kritischer Konformismus macht sich doppelt bezahlt. 'Die unkritische und widerstandslose Ergebung in diesen Zustand ist ein wesentlicher Zug im Studentenleben.' Und nota bene: 'Eine banale Lebenseinstellung handelt Surrogate gegen den Geist ein.' (Walter Benjamin, Das Leben der Studenten)

Wenn die Bonner Kollegin Florin, deren Bonner Professorenkollegen so angepasst/unangepasst sein dürften wie ihre Studenten und ich, darüber in aufmerksame Grübeleien verfällt ( Ch. Florin: Warum unsere Studenten so angepasst sind. 2014), sieht man sich einmal mehr in der Ansicht bestätigt, dass sich für den Auswurf affirmativer Kritik a la Florin noch immer irgendwo ein medialer Spucknapf findet."   

      Prof. Holunder  ( Uniradio Bockwurst   Morgenmagazin Presseschau 4.Februar 2015)

 




Vorschau

Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, ediert Rumohrs Von der

Höflichkeit des Gelehrten.

Carl Friedrich von Rumohr:

Schule der Höflichkeit für Alt und Jung (1834)

Zweites Buch: Von der Höflichkeit der Gelehrten.

"Wir haben uns zu dem kostspieligen Sonderdruck entschlossen, um ein Zeichen gegen die Ignoranz und den laxen Ton in den Hörsälen und Seminaren zu setzen."  Holunder

                                            2. Februar 2015




"Schlechte Geschmäcker sind verschieden."

                  Prof. Auchjauche 1. Februar 2015 (Universitätskirche Bockwurst / Morgenandacht)



„Natürlich ist mir persönlich ein versponnener, katholisierender Schwärmer wie Novalis lieber als die Mutter aller Bedenken- und Bekenntnisträger, der feiste Doktor Luther.

Dessen Nachbeter, Mitbrüder und Betschwestern allerdings waren und sind in aller Regel noch widerwärtiger, antisemitischer, kaltherziger und pfäffischer als der Luther selber es je war.


Das Fragment des Novalis ist unter dem Titel ‚Die Christenheit oder Europa’ geläufig gewesen. Es stammt aus dem Jahr 1799.

Wir lesen da etwa:


‚Mit der Reformation wars um die Christenheit getan. Von nun an war keine mehr vorhanden. Katholiken und Protestanten oder Reformirte standen in sektirischer Abgeschnittenheit weiter von einander, als von Mahomedanern und Heiden.’

Und dabei hieß ‚Islam’ damals übersetzt ‚Unterwerfung’, und nicht ‚sechs richtige’.


Zum Schluss muss ich noch etwas nachholen.

In der letzten oder vorletzten Vorlesungsstunde (‚refutatio’ im Protokoll) hatte ich auf die Ablehnung einer Ehrendoktorwürde hingewiesen.

1991 hatte die Karl-Marx-Universität zu Leipzig - sie hatte ihren Namen längst verschämt als Tribut an die neuen Zeitläufte abgelegt – dem Schweizer Dramatiker Max Frisch den Ehrendoktor angedient, wohl quasi als umgekehrten Persilschein oder verspätetes Affidavit in eigener Sache.

Der weltberühmte Pfeifenraucher lehnte prompt ab, was die Alma Mater Lipsiensis mit dürren Worten einem nachfragenden Querulanten, merklich ungern, bestätigen musste.


Der Berliner Jansenist und Pedell unserer Lehranstalt, Herr Ralf Frodermann, überließ uns freundlicher Weise eine Ablichtung dieser trouvaille aus seinem so einschlägigen wie einzigartigen ‚Archiv der Absagen’.“


Prof. Dr. Philipp Hotz Vorlesung „Modernisierung der Natur / Frühromantik“

                                                        27.01.2015 unter dem Titel „Geistreiche Trottel“






„Wir kommen zu den vulgären Ansichten über die Geschichte.

Eine vulgär-geschichtsphilosophische Auffassung, nach der die Weltgeschichte eine Art Scheideanstalt oder Klärwerk ist, ein Sieb, das, nach dem historischen Filterprozess, die kernigen

Seinsnuggets übrig lässt.

Nehmen Sie das Gerede vom Liberalismus! Seine Ära ging bekanntlich mit dem ersten Weltkrieg zu Ende. Dennoch schwafeln nachfolgende Generationen weiter von ihm als sei er der Stein der Weisen selbst.

So prügelt man einen toten Hund, indem man seinen Kadaver kost.

Nehmen Sie die Wirtschaftssphäre: die Tauschgesellschaft oder Marktwirtschaft ist längst überlebt, dennoch wird ihr immer aufs Neue ein Nährboden geschaffen, der sie sie animieren soll, wiederaufzuerstehen. Wie sollte das geschehen?

Die Geschichte hat noch immer alle ihrer Wechsel fällig gestellt.“


                      Prof. Ingeborg C. Goetz, Vorlesung 'Meta-Historik IV'  26. Januar 2015




In der Sitzung der Ichabod-Crane- Gesellschaft am 25. Januar 2015 wurde der Vortrag Rilkes Nobilitierung der Armut aus beamtenrechtlicher Sicht mit der Holunder-Medaille der Universität Bockwurst ausgezeichnet.

In der Laudatio, die wie immer Prof. Bobby Holunder hielt, hieß es u. a.:

Unser Laureat Augustus van Dusen ist seit vielen Jahren nicht nur ein herausragendes Mitglied unseres Lehrkörpers, sondern auch ein guter Freund.

Um so mehr schmerzt es uns, dass er neuerdings auf eine Bielefelder Gurke setzt, die er versehentlich für eine Art Künstler hält. Diese Gurke hört auf den Namen Jochen Distelmeyer und sieht aus wie der Hausmeister Michel Houellebecqs.

Jochen hat von Odysseus gehört, vermutlich auch von Joyce und irgendwann 2005 Brad Pitt und Odysseus in TROY gesehen. Dann war er einmal mit Kafka im Kino und der hatte zu ihm gesprochen: 'Jochen, du musst jetzt nicht mehr singen. Du musst jetzt deinen Odysseus-Roman schreiben und den nennst du nicht ODYSSEUS, den nennst du OTIS. Und weil dich eine Menge anderer Gurken für ihren Salat brauchen, wird der Roman bei Rowohlt erscheinen und du wirst überwältigt sein von dir sein'.

Jochen stürzte sich in das jauchige Füllhorn seiner Popsängerblumfeldpoststrukturalistenhamburgerschulebedenkenhubereihubereisendungsbewusst-

seinshaldeinkonnkurrenzzutocofrolicundseraphikernderlandstrasseundhomergamaschen und ritt seinen Bielefelder Pegasus zum Wallach.

Ein Schmock namens Tobias Rüther küsst ihm erwartungsgemäß dafür in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung heute früh den Fußschweiß vom Glied.





ἀλλ’ ἐγὼ οὐδέν σε ῥέξω κακά, καὶ δέ κεν ἄλλον
σεῦ ἀπαλεξήσαιμι· φίλῳ δέ σε πατρὶ ἐίσκω.


Doch ich werde dir nichts zuleide tun, und auch andre
Möcht' ich von dir abwehren dem lieben Vater ja gleichst du.“



Abschließend sang der Universitätschor unter Leitung Prof. van Dusens dessen Vertonungen aus:


Alberts, Jürgen, Albert Scherer und Klaus Tscheliesnig. (Hrsg.).

Werkkreis Literatur der Arbeitswelt. Lauter Arbeitgeber. Lohnabhängige sehen ihre Chefs. Hrsg. von der Werkstatt Tübingen. -

München, 1971

Pressestelle Universität Bockwurst 25. Januar 2015





„Ich erkenne weder Leistungsbereitschaft noch Leistungsvermögen! Ja, selbst einen Leistungsstand vermag ich nicht wahrzunehmen.

Man muss schon ziemlich schlechter Laune sein, um bei euch keine zu bekommen.

Mit Arbeit allein ist da nicht mehr zu machen. Arbeit ist sowieso Scheiße und was für Spießrutenläufer und Schlägertypen.

Das Geschäft, das wir betreiben , ist ein müheloses oder es ist keins.

Womit ich beim Thema 'Sex' wäre.

Meine Frau hat, aus der Sicht eines Mannes, wie sich heute von selber versteht, einen neuen Roman

geschrieben: Wenn du außerhalb deiner Ehe wieder Sex willst, also überhaupt wieder Sex willst, dann kommst du zu mir. Kurztitel: Die weisseste Dämmerung (#bockpress# im Druck)

Nach dem Bestseller Shades of Grey fingen Frauen wie meine Frau zu schreiben an. In Gottes Namen!

Heute Abend jedenfalls wird sie in der Teppichmensa aus dem Werk lesen und ihr seid herzlich eingeladen. 20Uhr.

Zum nächsten Mal bereitet ihr bitte vor: David B. Dennis: Inhumanities: Nazi Interpretation of Western Culture. (Cambridge, 2012). Und komme mir keiner damit, das hätte mit Algebra nichts zu tun. Wer das dächte, dem müsste sein Hiersein verdächtig vorkommen.“


Der Algebraiker Prof. Witold Froberger in seinem mathematischen Doktorandenkolloqium am     

                                                                                                           22.Januar 2015






„Der in der sogenannten Arbeitswelt vorherrschende Zynismus wird im allgemeinen nur noch

von dem im sogenannten Liebesleben, insbesondere des sexuell dominierten, übertroffen.

Ob Sie sagen ' Liebe eine Karriere hinter als keine vor sich' oder „Arbeitslose einstellen? Bin ich verrückt! Bestatter holen sich ihre Leichen ja auch nicht vom Friedhof' (PRODOMO 13 2010 S.97) ist eine Geschmacksfrage des schlechtesten Geschmacks. Weitere Zoten erspare ich mir an dieser Stelle, Sie kennen alle welche.

Ich gebe Ihnen etwas parse time, diesen Befund zu verdauen, d.h. wir machen eine kurze Pause.“


Prof. Bobby Holunder

Nachtvorlesung 21. / 22. Januar 2015:

Über Wahrheit und Lüge im äußerst moralischen Sinn






„Die englische Schriftstellerin Virginia Woolf, deren Werk, nebenbei gesagt, über feministisches Flatulieren erhaben ist, formuliert das irrationale Moment allen Erbens mit gebotener Sachlichkeit:

'Die Gesellschaft gibt mir Hühnchen und Kaffee, Bett und Wohnung als Gegenleistung für eine bestimmte Anzahl von Papierscheinen, die mir eine Tante aus keinem anderen Grund als dem, dass ich ihren Namen teile, hinterließ.' (Ein eigenes Zimmer)

Doch wer vermag der Selbstgerechtigkeit, von der auch glückliche Umstände zuweilen nicht frei sind, eine Absage zu erteilen!“


Prof. Dr. jur. Nathanael von Wallenstein Weinstein: Erbrecht für Frauen

(22. Auflage!)

#bockpress# 2015 (Neues Vorwort zur 22. Auflage)







„Dr. Margit Brunner-Kuller

hieß die blöde, alte Trulla;


sie wähnte sich mit Recht verhasst,

auch war ihr Ruhm schon längst verblasst.


Und doch war sie das Meiste ein,

für unsern Drittmittelverein.

Drum sang man ihr ein Loblied fein,

das falscher konnte gar nicht sein.


Unlängst kniff sie das Arschloch zu,

jetzt ham wir endlich vor ihr Ruh'.


Dies blöde, alte Flintenweib

- bewundert viel und viel gescholten -

verkauft jetzt Höllenzeitvertreib,

wie wir es immer wollten.“


Graffito in der Damenumkleide der Hockeymannschaft (Damen) von Turbine Bockwurst


Rektor Bobby Holunder erstattete am 20.Januar 2015 Strafanzeige gegen unbekannt wegen Beleidigung





„Rosa Luxemburg zufolge gibt es in der Geschichte Worte und Situationen, die in einem Augenblick das vorhandene Kräfteverhältnis, den inneren Reifegrad der Gesellschaft so grell beleuchten, wie es sonst Jahre nicht vermitteln.

Ein solches Wort ist das Wort 'krass'.

Was ist krass?

Was aber ist krass?

Was aber ist noch krass?


TV-Serien wie HUNG oder THE CLIENT LIST, in denen erzählt wird, wie durch die Wirtschaftskrise depossedierte Durchschnittsleute zu männlichen und weiblichen Huren werden?

Erogene Gadgets, die sich Sekretärinnen vaginal applizieren, um sie bei Bedarf per Fernsteuerung vibrieren zu lassen?

Oder Goethe?:


Für euch sind zwei Dinge

Von köstlichem Glanz:

Das leuchtende Gold

Und ein glänzender Schwanz.

Drum wißt euch, ihr Weiber,

Am Gold zu ergötzen

Und mehr als das Gold

Noch die Schwänze zu schätzen.“


Dr. Hilde Talion (Juniorprofessorin Kulturanthropologie Universität Bockwurst)

Post-symbolische Semantik

Einfältige Prädikatisierung am Beispiel des Adjektivs 'krass'


Antrittsvorlesung 19. Januar 2015 (Transkription des Mitschnitts)






"Zuständig für Erhalt und Pflege von Kartenhäusern und Wolkenkuckucksheimen aller Art sind Netzwerke und Social Clubs. In ihnen herrscht Wirklichkeit im Wartestand.

Sehen Sie, unbezahlte Vorgänge sind unwirkliche Vorgänge, erst mit und durch den Bezahlvorgang tritt Wirklichkeit in Kraft.

Oder ein anderes Beispiel: Ich lese euch einen Auszug aus dem Brief des Abbe Galiani vom 18. Mai 1771 an Madame d'Epinay: 'Wie im politischen System ist es auch in der Republik der Wissenschaften; die Dummköpfe machen den Text, und die klugen Leute machen den Text, und die kligen Leute verfassen die Kommentare dazu. Darum erklärt Panurg die Tabellen der Physiognomie rurale und bildet sich mit aller Gewalt ein, dass er sie verstehe. Darum schrieb Newton einen Kommentar zu Daniel und zur Apokalypse...'

Und darum erzähle ich hier mein Zeugs.


Prof. Auchjauche sen. in der  Vorlesung "Weiche Vergleiche" Sommersemester 2011 (Nachgelassene Schriften / Vorlesungen Band 23  #bockpress# 2015)






"Du musst das nicht selber machen, es genügt, wenn du das unterrichtest!"

     Prof. Bobby Holunder gegenüber dem Sänger Thomas Quasthoff zu dessen beargwöhntem

      Jazz-Gesang.

               (Tagung Rhetorik der Retorsion 17. und 18. Januar 2015 Universität Bockwurst)



"Gott ist eine Schutzbehauptung."

       Prof. Ida von Richthofen (Universität Bockwurst) im Vorwort ihres Buches Die Angst der Tiere.

       Eine theologische Kassation.  #bockpress# 2015



"'Die Universität ist zum Bordell verkommen', klagt eine Forscherin, 'wo jedem ein Zimmerchen gewährt ist, der ausreichend Drittmittel einwirbt. Wer nicht genug anschafft oder auspacken will, bekommt Druck vom Zuhälter.' Die Alma Mater verkommt zur babylonischen Hure, die ihre Kinder nicht mehr nährt, sondern frisst."

   Angela Spelsberg und Matthias Burchardt   FAZ  15. Januar 2015

"Nahrung durch Hurerei? - Die Hure Babylon und ihre Semantik sind offenbar Frau Spelsbergs und Herrn Burchardts Sache nicht, aber verunglückte Bildersprache zeugt nicht nur allein von einem verunglückten Bildungshintergrund, sondern auch vom Engagement einer priviligierten Trauergemeinde. Dem Selbstmord des Pharmakologen Stefan Grimm scheint das kaum angemessen.

Uns bleibt einstweilen nur die Gewissheit unseres Rektors Prof. Holunder: Je suis Bockwurst!". Und die ständige Erinnerung an das Motto unserer Hochschule 'Universität Bockwurst ist der Ausgang des akademischen Menschen aus seiner selbst verschuldeten Verwurstbarkeit.'"


                   Dr. Gobelinus Weg    (Presseschau Uni Bockwurst 15. Januar 2015)




"Voltaires Erzählung 'Lobrede auf die Vernunft' wurde an einer Provinzhochschule gehalten. Es handelte sich bei ihr, wie neueste Forschungen ergaben, um die Universität Bockwurst. Voltaires allegorisierendes Abenteuer von Vernunft und Wahrheit ist so ketzerisch wie amüsant. Seine Bibelkritik - vgl. Francois Bessire: La Bible dans la correspondance de Voltaire. Oxford, 1999 / Voltaire Foundation - ist hier wohltuend absent"

    Dr. Peter Steingraf (Archivblätter Universität Bockwurst  345. Jg. Fasz. 1 / 2015) 




„Emil Ludwig, 1881-1948, ist ein heute nahezu vergessener Erfolgsschriftsteller. Wir können nicht alle seine Werke wieder zum Leben erwecken, möchten aber immerhin seine 'Zehn Gebote' in englischer Broschur bei unserer #bockpress# bringen.

Ludwig zählt in seinen zehn Geboten die Dinge auf, die man nach 1945 in Deutschland nicht mehr tun sollte, z. Bsp. den Ring des Nibelungen aufführen usw.

Wir bemühen uns gegenwärtig um eine Kopie des Ludwigschen Dekalogs.

Zur geistigen Situation damals insgesamt hören wir Carl Einstein:

'Die geistige Elite lebte ungefähr wie Papuas vor der Kolonisierung. Traum, Chimäre,Trans,

als dies galt ihnen als wirklichste Dinge, und die Wundergläubigen waren die Besten. Die anderen waren kleine Diebe, die aus Wälzern ihre Reportage stahlen.

Diese Intellektuellen waren in einer Zeit aufgewachsen, die keine Substanz besaß; darum wollte man vor allem modern sein und den Rekord der Fiktion schlagen; Traumsport.

Die Klubs der Eierleger, Symbolfabrikanten, Sexual- Sublimierer, Kaffeesatzleser, der Trupp von diplomierten Professoren in Somnabulismus, die Ornamentphilosophen, die Missionare nach rückwärts, die fortgeschrittenen Paläolithiker mit krassem Infantilismus, die Mystiker mit Rente, die Levantiner, die täglich in einer anderen Sprache schrieben und jede Sprache umbildeten, da sie keine kannten, die Nachttopfekstatiker mit Pensionsberechtigung, die Millionärinnen, die nach Beschäftigung suchten, die Pfiffigen, die auf die Idiotie der Reichen setzten, die verfehlten Halbkokotten, die auf keinen geraden Strich gehen konnten, die Lehramtskandidaten mit Privatleben mit goldnem Wort und tropfendem Käse im Kopf, all diese bevölkerte den fahlen Markt der Träume.Hier orakelten, malten, dachten die ewig Jungen, die professionellen Visionäre.'

(Carl Einstein, Die Fabrikation der Fiktion. ed. S. Penkert Buch V  Rowohlt Januar 1973)"

     Radio Feature des Hochschulradios Bockwurst 11. Januar 2014 ("Last Exit Bockwurst")






"Hugo Bettauer, der Autor des Romans 'Die Stadt ohne Juden' von 1922, wurde 1925 in seiner Redaktion ermordet. Pausenlos marschiert der Mob!"

            Prof. Bobby Holunder zu den jüngsten Ereignissen in Paris (bockwurst tv 10.1.2015)



„Die Deregulierung universaler Normativität brachte eine Departementalisierung der Ethik mit sich, vgl. etwa:

Dorff, Elliot N./Crane, Jonathan K. (Hrsg.) (2012). The Oxford Handbook of Jewish Ethics and Morality. Oxford University Press Inc.

Vgl. auch Howard Beckers berühmte Moralunternehmerweisheit:

'Abweichendes Verhalten ist das Verhalten, das Menschen so bezeichnen.'

Konnte Aristoteles zu Anfang des 7. Buchs seiner Nikomachischen Ethik das Wesen der Arschlöcher noch in drei Gattungen einteilen:

1. Minderwertigkeit

2. Unbeherrschtheit

3. tierisches Wesen,


so liegen die Dinge 2000 Jahre später disparater, vgl.

Scheler, Max: Das Ressentiment im Aufbau der Moralen

Herausgegeben von Manfred S. Frings

2. Auflage 2004. XX, 118 Seiten. kt € 12.-
ISBN 978-3-465-03335-6
Klostermann Seminar Band 9“


Prof. Auchjauche (Einführung in die Moralphilosophie WS 2014 / 2015)




 


„Mit Gott sind nicht die Gottsucher gestorben.“

„Zwischen Appeasement und Aggiornamento liegt der Hund begraben!"

„Seit es keine magischen Kinder mehr gibt, gibt es auch keine magischen Kindermädchen a la Mary Poppins mehr.“

„Ohne Whiskypsychose ist etwa ein Roman wie Faulkners Als ich im Sterben lag überhaupt nicht zu begreifen.“

„Die Rabulistik vieler öffentlicher Debatten heute ist bemerkenswert. Dagegen sind Schrebers 'Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken' das reinste Lehrbuch homosexueller Logik.“


Prof. Ezekiel Farragut (Vorlesung „Mythen des Abschaums“ 8. Januar 2015)




Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow alias Loriot ist nicht komisch. Weder als Nazi-Charge in dem Kriegsfilm Der längste Tag noch in irgendwelchen seiner sogenannten Sketche usw.

Der Humor der Humorlosen, als welchen wir den deutschen Humor zu bestimmen suchten, kommt

in Loriot zu sich selbst.

Es verwundert dann kaum noch, dass solche Herrschaften und Eiserne-Kreuz-Träger gern reinere Humorquellen anzapften, wovon ein Henner Löffler in der heutigen FAZ Kunde gibt.

Nach seiner Darstellung bediente sich Herr von Bülow bei wirklichen Schelmen wie John Cleese oder Jacques Tati, adaptierte sie für den deutschen Ungeschmack und konnte bei seinen Landsleuten aufs Gutgehen hoffen.


'Plagiat

Nennt man die gröbste Art von Okkupation, wozu Kühnheit und Unverschämtheit gehört und auch

wohl deshalb eine Zeitlang glücken kann.' (Goethe, Zur Naturwissenschaft überhaupt I,2. Münchner Ausgabe Bd. 12 S. 448. München, 1989)


Freilich vergisst der Löffler das Katzbuckeln nicht und nicht die kapitulierende Selbstblamage, wenn er am Ende seiner Enthüllungen leutselig fragt: 'Sollen wir Loriots Werk deshalb auch nur um ein Jota weniger lieben?' Und die Antwort auf diese alles wieder gutmachende Frage vergisst dieser deutsche Schmock vorsichtshalber auch nicht: 'Nein.'

Papa ante portas hält carte blanche. Wie Frau Dr. Schavan e tutti quanti.“

 Prof. Holunder  (Gastvortrag "Humor ist kein Witz"  Bamberg  6.Januar 2015  info via facebook)





"Eine maßgebliche Erinnerung B. S. Johnson in memoriam


In TAPIR 5 – Copyright bei den Autoren und Übersetzern –

Gedruckt von MaroDruck, Augsburg 1993

ISBN 3-926602-09-0 ( „fick mich, Drucker, fick uns“)


veröffentlicht der Schmock Ostermaier sein zweitbestes

Poem – „woyzeck tanzt wieder“


Bekommt noch jemand eine lufT?

  • ‚unterleib dreh ich mit’ –


Scheiß/ss drauf!

(Aufs zweite? Wir verbinden. )


Und B.S. Johnson? Dem das Heft,

das nahtlose, das nahtige, doch gewidmet? Dem Dichter: 1934-1974.


'I may reach a point'


'B.S. Johnson läßt sich in seiner Bedeutung für die literaturwissenschaftliche Diskussion vielleicht als eine Art schwimmender Eisberg bezeichnen:' cordelia borchardt (ibid.)


Halte mich!

Frucht der Furcht. 'wir möchten sie gern verlegen' / 'sehr gern' / 'Sie ja'"


Protokoll des Seminars "Einführung in die Interpretation pseudo-literarischer Texte" Prof. Auchjauche vom 5. Januar 2015





„'Die alte Universität', eine Novelle von Wilhelm Raabe, harrt noch ihrer Verfilmung. Wir wollen hoffen, dass dem so bleibt."

Prof. Auchjauche (Vorlesung „Unlesbar gewordenes“ WS 2014 / 2015

„Wollte man heute jemanden fragen, was es mit Max Beerbohms Essay Quia imperfectum in Hinsicht auf Goethes Italienischer Reise wohl an Ingeniösem auf sich haben möge, man erntete eine Wüstenei aus kaltem Befremden.“

Prof. Auchjauche („Unlesbar gewordenes“ ibid.)

Januar 2015





"Die philosophische Ästhetik wie die Musikphilosophie sind heute einer Sorte von kunstfernen Schleusenwärtern überlassen, deren Berufsrisiko kaum darin besteht, in ihren Zettelkästen zu verkümmern.

Im Gegenteil!

Titel wie 'Die Kraft der Kunst' (Ch. Menke 2013) lassen einen erschaudern vor lauter Luzidität und Chuzpe;

Einsichten von der Fallhöhe eines Satzes wie 'Jedes Kunstwerk ist etwas Gemachtes' (G. Hindrichs: Die Autonomie des Klangs. Eine Philosophie der Musik. 2014) geben den Blick frei auf philosophische Hochgebirgszüge, die man seit ´Croces und Adornos Tagen nicht mehr für möglich gehalten hätte."

   Prof. Auchjauche,  aus: Eine Krähe hackt selten allein einer anderen die Augen aus. 

  (Metarezensionen I / Neue Zürcher Zeitung 3. Jänner 2015 Figal über Hindrichs)


                            I  2015



„Das ist Neid, der grüne Neidhase zeigt sich hier.

Der heute vergessene Dramatiker und Gelegenheitsganove Georg Kaiser, dessen Werke ich jedenfalls sehr schätze, …

Lassen Sie es mich einfach mit seinen Worten sagen:

'Ein großer Teil meiner Arbeiten – und deshalb darf ich nie böse sein auf meine Schandtaten – ist nur dadurch entstanden, dass ich gehetzt war, dass ich schaffen musste... diese geldlichen Verpflichtungen wurden mit der Anstoß, meine Begabung zu steigern und fruchtbar zu machen, und das ist das Gute daran gewesen.... Man kommt zu solchen Dingen wie Universität Bockwurst nicht im Klubsessel – nur am Abgrund.' Ich wünsche Ihnen allen und auch den Erfindern dieser weihnachtlichen Farce frohe Weihnachten!“


Prof. Holunder zu aktuellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen angeblich fragwürdigen

Verwaltungshandelns der Universität Bockwurst und den Vorwürfen gegen Holunder persönlich wegen Scheckbetrugs, Urkundenfälschung und Veruntreuung von Spendengeldern.

Pressekonferenz Flims 24. Dezember 2014


„Selbstverständlich werde ich am heutigen Abend, wie angekündigt, den Vortrag 'Zum Bergengruen- Gedicht in Eugen Kogons Der SS- Staat' halten.“


Prof. Holunder, Flims 24. Dezember 2014





"';...und tatsächlich zeigt die gesamte Literaturgeschichte, dass die größten und greifbarsten Plagiate in den Werken gerade der größten Dichter zu suchen sind." Schreibt Poe in seinem Longfellow-Krieg. Da kann man doch bei mir ein Auge zudrücken!"

    Wieland Hobel (cand. rer. nat. Universität Bockwurst, nachdem sich Plagiatsvorwürfe gegen ihn auf VroniPlag Wiki erhärtet hatten.    Dezember 2014)





"Im kommenden Sommersemester werde ich Millöckers 'Der Bettelstudent' inszenieren. Die Rolle der Soubrette Bronislawa ('Aber innen bin ich Pöbel.') übernehme ich persönlich."

            Bobby Holunder in einem Telegramm aus Flims/Schweiz  13. Dezember 2014




Wir lesen in der Zeitschrift WILDCAT 97 (Winter 2014/2015) auf Seite 61:

„Paul Mattick verwies 1936 darauf, 'der größere Teil der heutigen intellektuellen Tätigkeit (ist) nicht der Produktion gewidmet, sondern Aktivitäten, die nur in einer Profitwirtschaft notwendig sind und in einer kommunistischen Gesellschaft wegfallen.'

Produktive Arbeiter werden immer intensiver ausgepresst, während eine wachsende Schicht 'fürs Nichtstun' bezahlt wird. Sie werden in ihren 'Bullshit Jobs' nicht fürs Faulenzen bezahlt, aber sie wissen, dass ihre Arbeit 'sinnlos' ist ( Manager, Rechtsanwälte, Akademiker, Finanzberater u.a.“)

Auch eine Sicht der Dinge, würde ich sagen und etwa den Beruf des Sozialpädagogen, des Lehrers und des Beraters der Liste hinzufügen wollen.


Prof. Peter Fix, Versicherungsmathematiker an der Universität Bockwurst in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Lohn als verkappte Arbeitslosenunterstützung revisited“ 12. Dezember 2014 in Lyon





„Von dem Bonner Ordinarius für Germanistik Oskar Walzel sollten Sie seine Memoiren 'Wachstum und Wandel' kennen, die 1956 in Berlin erschienen, von seinem Gießener bzw. Freiburger Kollegen und Nazischöngeist Walther Rehm dessen NSDAP- Mitgliedsnummer.

Walzels sogenannte Studentinnen und Studenten (sc. Studierende) hatte ihn 1936 wegen 'jüdischer Versippung' – Walzel war mit einer Jüdin verheiratet – aus dem Amt getrieben, Rehm blieb im Trockenen.“


Jutta W. Kröse (Robert- Boyle- Professorin der Universität Bockwurst) in ihrer Vorlesung „Geschichte der Germanistik in Deutschland Teil 3" am 11. Dezember 2014




„Die vergleichende Leseforschung steckt noch in den Kinderschuhen. Seit Schendas Habilitationsschrift 'Volk ohne Buch' aus dem Jahr 1969 ist jedoch in dieser Hinsicht nicht eben wenig geschehen.

Der Istanbuler Kollege Selahattin Dilidüzgün lenkt jetzt den Blick auf die desolate Leselage in der Türkei:
'In der Türkei ist das Lesen zu keinem Lebensstil geworden. Die pädagogische Vorgehensweise ist teilweise aufgrund methodischer Unwissenheit in eine Sackgasse geraten. Zweifelsohne gibt es Lehrerinnen und Lehrer, die ihren Beitrag zur Entwicklung von Lesekompetenz leisten. Dennoch müssen in der Türkei, in der im Jahr durchschnittlich nur 7,2 Bücher gelesen werden, Maßnahmen getroffen werden, die das Lesen und die Wahrnehmung gegenüber dem Lesen fördern. Der einfachste Weg in dieser Hinsicht ist zweifelsohne, die Kinder mit altersgerechten und qualitativ hochwertigen Büchern zu versorgen.' (Lesen und Leseverhalten bei Jugendlichen in der Türkei. in: IMIS- Beiträge 45 / 2014 S. 51).'

Da den Kindern überall auf der Welt aber leider mit keineswegs altersgerechten und qualitativ indiskutablen Computergames die Hirne unentwegt sturmreif geschossen werden, das Lesen faktisch abgeschafft bzw. ins rein Funktionale getreten ist – Formblätter, Vorschriften, Rechnungen, Mahnungen und Vollstreckungsbescheide etc. etc. lesen -, könnte ein Appell wie der Dilidüzgünsche nur amüsieren. Aber Unheil wie dieses ist niemals heiter.“


Prof. Ernst Schlaun (Ethno-Lese: Einführung in die vergleichende Leseforschung. Vorlesung WS 2014 / 2015   9. Dezember 2014)







„Die Orte, an denen sich die Dummheit gern ein Stelldichein gibt, sind leicht zu finden, Fuchs und Igel sagen sich da selten Gut' Nacht.

Im neuen Hegel-Jahrbuch 2014, S. 412 ff. zum Exempel liegt ein deleuzianisches Kuckucksei begraben und wartet aufs Ausgebrütetwerden. Es heißt 'Gift/Requiem – Über Logik und Erotik bei Hegel' und stammt von Senthuran Varatharajah

Zwar stellt dies gesamte Jahrbuch der zeitgenössischen Hegel-Forschung ein Armutszeugnis aus, doch Varatharajahs Durchfall schießt den Vogel ab.

Friedrich Ludwig Lindners Komödie ( sc. Der von Hegel'scher Philosophie durchdrungene Schuster-Geselle oder der absolute Stiefel. Drama in zwei Auftritten. Stuttgart 1844) war dagegen reinster Esprit.“


   Dr. Elisabeth Schorle (Uni Bockwurst) in einer Rezension des Hegel-Jahrbuchs 2014 via FACEBOOK   9. 12. 2014




"Mein Gattin und ich werden die Weihnachtsferien im Schweizerischen Flims verbingen. Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen sowie dem Verwaltungspersonal, den Freunden und auch den Studierenden der Universität Bockwurst frohe Weihnachten und ein gutes, neus Jahr 2015.

Mein 'Flimser Tagebuch XII  2014', das ich bereits an dieser Stelle dem Andenken des Wahlflimsers Wolfgang Hidesheimers widmen möchte - also noch bevor es geschrieben ist -, erscheint sukzessive  auf meiner website unserer Hochschule.

Ohne den Eindruck erwecken zu wollen, mit der Wurst nach dem Schinken zu werfen, sei allen Freunden der Muße über die Ferientage die Lektüre der biblischen Weihnachtsgeschichte und jener neo-stoischen Schrift des Justus Lipsius anempfohlen, die wir unter dem Titel 'de constantia' in unseren Bibliotheken führen."


Prof. Bobby Holunder (Rektor der Universität Bockwurst) in einem Rundschreiben (Dienstzirkular 44r55ee66  2014) vom 8. Dezember   2014






„'Ich habe es oft bemerkt, dass die Halbkenner und unreifen Köpfe viel schwerer zu befriedigen sind als die Meister und die Kenner, bei welchen sich immer eine gewisse Großmut und Liberalität des Urteils findet.'

Und ich habe Ihnen diese Worte aus dem Nachlass Schillers zitiert, um Sie vor dem Schlimmsten zu warnen, was Sie im Lehrberuf ereilen kann: Hochmut.

Bitte führen Sie sich alle bis zum nächsten Mal die folgende Untersuchung zu Gemüte:


Roland Bloch / Monique Lathan / Alexander Mitterle / Doreen Trümpler / Carsten Würmann (2014): Wer lehrt warum? Strukturen und Akteure der akademischen Lehre an deutschen Hochschulen, Akademische Verlagsanstalt, Leipzig, 274 Seiten, ISBN 978-3-931982-90-4


Porf. Holunder „Einführung ins akademische Studium. Eine Vorlesungsreihe.“ WS. 2014/15






„Die philosophische Gotteslehre wurde jüngst wieder vom Berliner Kollegen Volker Gerhardt aufgewärmt: Der Sinn des Sinns. Versuch über das Göttliche (München, 2014). Der Budenzauber schmeckt ihm offenbar aufgewärmt auch ganz gut.

Wir lesen da etwa solchen Blödsinn:

'Der Glauben ist kein fester Besitz, keine unter allen Bedingungen gleiche Fähigkeit, und er ist in allem ein uns stützendes, ein erhebendes Gefühl, das uns Kraft gibt, Schweres und Schwerstes zu bestehen, bleibt er dennoch eine Leistung, die uns das Leben nicht erst am Ende abverlangt, sondern tagtäglich von uns fordern kann, sobald es uns um etwas geht.'

Dass die Philosophie nicht erbaulich sein solle, hatte schon Hegel den Betschwestern aller Länder ins Stammbuch geschrieben, aber dieser alte Berliner ist in Berlin vergessen.

Wie die 'Dahlemer Vorlesungen' des Kollegen Klaus Heinrich, der in gut zwei Jahren 90 wird.

Ob Gerhardt seinen Mumpitz im Weierstraß-Hörsaal der Humboldt-Universität als 'rationale Theologie' verkauft oder als deus ex cloaca, wie ich sagen würde, ist einerlei.

Festzuhalten bleibt, dass das philosophische Vermögen dieser Tage die Fliegengewichtsklasse mit Gerhardts Elaborat unterschritten hat.“

  Prof. Dr. Serenus Dahierfür (Seminar 'Religionsphilosophie als Therapieersatz' WS 2014 / 2015)

Nota bene:

Brian Leftow: God and Necessity.  Oxford, 2012   s.a. Leftow-Rezension in RATIO (2014).

            Anm. der Redaktion






„Angelegentlich der Besprechung des Lukrez gibt Theodor Mommsen in seiner Römischen Geschichte eine Beschreibung des literarischen Lebens in Rom unmittelbar vor dem Bürgerkrieg. Sie wirft Licht auch auf das traurige Erscheinungsbild literarischen Lebens unserer Tage, das durch verstaubte Herz-Lungen-Maschinen wie Sinn und Form, Kursbuch, Neue Rundschau und Akzente nur künstlich noch sich am Leben erhält.

Ich zitiere Mommsen:

'Ein eigentliches Publikum, in dem Sinne wie die volkstümliche Literatur ein Publikum hat, fehlte den römischen Alexandrinern so gut wie den hellenischen' – das könne Sie getrost mit 'schreiberlingenden Berlinerinnen und Berlinern' übersetzen; egal wo diese Leute wohnen mögen, Berlin ist ihr Alexandria -': es ist durchaus die Poesie der Clique oder vielmehr der Cliquen, deren Glieder eng zusammenhalten, dem Eindringling übel mitspielen, unter sich die neuen Poesien vorlesen und kritisieren, auch wohl in ganz alexandrinischer Weise die gelungenen Produktionen wieder poetisch feiern und vielfach durch Cliquenlob einen falschen und ephemeren Ruhm erschwindeln.'

Damit kehre ich zu dem Feigling Cicero zurück.“

Prof. Auchjauche  (Vorlesung Römische Geschichte  VI  5. 12 . 2014)





"AlleTeilnehmer meines Oberseminars „Thomas Manns Zauberberg / Sechstes Kapitel haben die folgenden Quellen zu konsultieren:

Agrippa von Nettesheim:

De incertitudine et vanitate scientiarum ("Von der Ungewissheit und Eitelkeit der Wissenschaften") Köln 1527

Innozenz III:

Vom Elend des menschlichen Daseins. Ed. Geyer 1990"


Dr. Franziska Ak (via Facebook an ihre Studierenden) 4. Dezember 2014





„’Der Islam ist ein Sieg der Trivialität und die große Masse der Menschen ist trivial....

Er schließt den abendländischen modernen ‚Fortschritt’ völlig aus, nach beiden Seiten dieses Begriffes: 1. als Rechtsstaat, 2. als unbedingtes Vorwärtstreiben von Erwerb und Verkehr, und damit erhält er sich heute bei Kräften, zum Unterschied zum Abendland. ...

Sehr absonderlich, und sonst in der Geschichte der Religionen kaum wieder in diesem Grad vorhanden, ist der enorme Stolz auf diese Religion, das Gefühl der absoluten Überlegenheit über alle anderen, die völlige Unzugänglichkeit für jede Einwirkung, sich auswachsend zu einem angeborenen Dünkel und grenzenloser Überhebung im allgemeinen. Was sich dann in praxi verträgt mit Mangel an jeder tiefen Bildung und an klarem Urteil in den gewöhnlichen Geschäften des Lebens....

..; der betreffende Kriegsprediger weiß, dass seine Zuhörer nur durch den Fanatismus zu erregen sind, mag auch der wirkliche Zweck des Krieges nichts mit dem Glauben zu tun haben....

Weitere Folgen des Despotismus, wenigstens im wesentlichen sind: Gewundene Wege werden in allem Tun den geraden vorgezogen; Trölerei, Hinziehen von Allem; während Offenheit und Geltendmachung wirklicher gründe als Anmaßung gilt, dürfen nur Schmeichelei und Intrige zum Ziele führen; allgemeines gegenseitiges Misstrauen; Grundmotiv: der Egoismus ist weniger auf Ehren und Auszeichnungen als auf Geld und Gut gerichtet; Mangel jeder Dankbarkeit an den einstigen Wohltäter.’

Ich habe so ausführlich aus Jacob Burckhardts Historischen Fragmenten (21, 22, 23 ed. Dürr. Nördlingen, 1988) zitiert, um Sie daran zu erinnern – hier am Beispiel der islamischen Religion -, dass wir Historiker nicht zuvörderst protokollführende Gemütsmenschen, bekenntnisorientierte Autoren schmieriger Halbbildungsromane und politisch korrekter Gutachten, verzückte Schiedsrichter oder salbadernde Stellenstreber mit Sendungsbewusstsein sind, sondern bestenfalls die Spucknäpfe und nüchternen Croupiers am Spiel-, will sagen Katzentisch der Weltgeschichte.“


Prof. Auchjauche (Vorlesung WS 2014 / 2015)




"Wer die Historia Augusta mit den res gestae des Augustus verwechselt, wie einige unter Ihnen in der letzten Hausarbeit, verwechselt auch wohl seine Frau mit einem Hut."

     Prof. Auchjauche (Kolloquium zur Vorlesung  WS 2014 / 2015)



"Es gibr eben Seuche und Seuche."

 Prof. Dr. Rudolf Knurrhahn (Direktor des Instituts für Tropenmedizin der Universität Bockwurst) am 1. Dezember 2014 in seiner Vorlesung "Ebolaria. Abgerichtete Komplizen und Viren".




"Heiliges Prodigium! Seit wann ist ein Wort nur die Haut des Begriffs! 'Armut ist die größte Plage, Reichtum ist das höchst Glück'. Das ist schon die ganze Weisheit hier.

Rom zur Zeit des Bürgerkriegs – Ihr kennt das vermutlich aus der HBO- TV-Serie ROM – hieß nichts weniger als Untergang des Abendlandes.

In Lucans Worten: 'Je um fassender die Weltmacht, desto rascher ihr Fall.' ( bellum civile 7, 420).

Der Fall der römischen Republik ist in diesem Semester unser Fall!“


   handout zur Vorlesung "Römische Geschichte (VI)" Prof. Auchjauche  WS  2014/2015






„Sie, Sie gehen ins Theater und zu all den Dingen, die New York bietet. Ich könnte irgendwo leben so wie ich jetzt lebe. Ich gehe nicht aus. Ich sehe niemanden. Ich tue nichts. Es ist also nicht nötig, dass ich in New York bin.“


  Mit diesen Worten Greta Garbos lehnte der Historiker Professor Freiherr Chrisitan von Auchjauche einen Ruf an die New Yorker Columbia University ab.
Sein neues Buch "Fatale Rehabilitierungen. Von Cardanos Lobrede auf Nero zu Joachim C. Fests Hitlerbiographie" (#bockpress#  im Druck) wird im Rahmen der Sendung 'Durchtrunkene Räume' am 22. Dezember 2014 auf Uniradio Bockwurst vorgestellt. 


                   Pressestelle Universität Bockwurst 26. November 2014






"Zwei der großen Epen der Neuzeit, welche die Kreuzzüge glorifizierten, werden bis auf weiteres in meinen Seminaren nicht mehr traktiert. Zwei Zitate machen überdeutlich, warum!


Von heil'gem Zorn entbrennt der fromme Krieger,

Und glüh'nden Blicks erwidert er im Flug:

Ich bin Tancred, nichtswürdiger Betrieger!

Ich, der für Christus stets die Waffen trug.

Durch ihn nur ward ich seiner Feinde Sieger,

Und dies erproben sollst du bald genug;

Denn meine Rechte hat der Herr erkoren,

Dein treulos Herz dir rächend zu durchbohren.


Tasso (1544-1599), Das befreite Jerusalem (7, 34)




Auf Gottes heitre Stirne mußte Falten

Gerufen haben ihre Missetat,

Daß er allübrall Türk' und Mohr ließ schalten

Mit Raub und Mord und Schande früh und spat;


Ariosto (1474-1533) Der rasende Roland (17,6)"



Prof'in. Anna Pihl  (Bonanno-Lehrstuhl für Italienische Literatur) Pressemitteilung 25.11.2014







"Freilich bete ich lieber ein paar Novenen mit einem gelehrten Jesuiten wie Athanasius Kircher, als im Bootcamp mit euch den Strank zu lesen!"


Twist Endings

Willem Strank
Marburger Schriften zur Medienforschung [54]
300 S. / zahlreiche Abbildungen
29,90 €
ISBN 978-3-89472-891-5
Juli 2014


Prof. Dr. Walter F. Ostmann (Bockwurst University of Applied Sciences and Media) in seiner Vorlesung  "Twist Endings im Hörspiel" am 24. November 2014






"Aus der Drei-Zeitalter-Lehre des Scholastikers Joachim von Fiore wurde vor ca. 500 Jahren die Lehre von den vier Höllenkreisen im Wirtschaftsleben:

1. Ende der Prosperität

2. Überproduktion

3. Krise

4. Stagnation

Dies Schema gibt zugleich das Formprinzip von Brechts Theaterstück Die heilige Johanna der Schlachthöfe ab. Und eben dort finden wir auch das Mantra heutiger Wirtschaftsweisheit:

'Gegen Krisen kann keiner was!

Unverrückbar über uns

Stehen die Gesetze der Wirtschaft, unbekannte.

Wiederkehren in furchtbaren Zyklen

Katastrophen der Natur!'  (5. Bild)"


Prof. Friedhelm Korte:  "Idelogische Wechselstuben. Typologien IV"     #bockpress# 2014





"'Ausgezeichneter Männer Tun und Wesen der Nachwelt zu überliefern, was von alters her Brauch war, hat selbst in unserer Zeit das Menschengeschlecht, obwohl es gegen seine eigenen Angehörigen gleichgültig ist, nicht unterlassen, sooft sich ein großes und augenfälliges Verdienst durchsetzen und sich über das gemeinsame Gebrechen kleiner wie großer Staaten emporschwingen konnte, die Unkenntnis des Rechten und die Missgunst.'

Was Tacitus über seinen Schwiegervater Agricola sagte, kann auch ich wohl über den meinen - unseren verehrten Robert Holunder - von Herzen sagen!" 


  Dr. Edward Casaubon in seiner Hochzeitsansprache am 22. 11. 2014 Hilton Hotel Washington D.C.





"Snobismus hat man mir vorgeworfen! In Thackerays 'Buch der Snobs' ist u.a.  über Universitätssnobs das Nötige nachzulesen. Über einen wie mich steht da allerdings:'Bedenken Sie, wie schwer es für einen Götzen der Snobs ist, kein Snob zu sein.'"


               Prof. Bobby Holunder 21. November 2014  (Empfang des Senats im Capitol Washington)





„Da möchte man mit Theseus aus Racines Phädra ausrufen:


'Ha!

So weit darf deine Frechheit sich vergessen

Mir in das Angesicht? Zum letztenmal!

Aus meinen Augen! Geh hinaus, Verräter!

Erwarte nicht, daß ich in Zorneswut

Dich mit Gewalt von hinnen reißen lasse!'“



Der Romanist Dr. Wilfried Schönbrunn, Universität Bockwurst, nachdem man ihn öffentlich und mehrfach (in der Germanisch-Romanischen-Monatsschrift) des Plagiats bezichtigt hatte.

November 2014

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Fachkräftemangel? - Blödsinn! Fachmaschinenmangel steht vor der Tür!



NOTA BENE:

Brynjolfsson / McAfee:

The Second Machine Age: Work, Progress, and Prosperity in a Time of Brilliant Technologies

New York, 2014



Flugblatt Universität Bockwurst November 2014--------------------------------------






"Weil mit dem Ausgang des homo academicus aus seiner selbst verschuldeten Verwurstbarkeit vorläufig nicht zu rechnen war, wurde auch für ihn der 'Ratgeber' erfunden. (Beispiel: Birger Priddat: Wir werden zu Tode geprüft. Wie man trotz Bachelor, Master & Bologna intelligent studiert. Hamburg, 2014)

Am Ende droht überall, auch im lippischen Detmold, Arbeitslosigkeit: 'Detmold hieß: Arbeitslosigkeit, Arbeitslosigkeit und nochmals Arbeitslosigkeit.' (Lothar Vosseler: Der Kanzler, leider mein Bruder, und ich.  Berlin, 2004  S.138)"

 Aus der Broschüer "Studieren in der Provinz heute" (Hrsg. bockwurst factory/think tank) XI 2014




„’Wäre die ganze Erde ein Meer von Eiweißlösung und ihr Radius fünfmal länger als in Wirklichkeit, so wäre selbst diese Masse nicht ausreichend, für die zufällige Entstehung von so streng spezialisierten Fermenten, wie sie für das Ingangkommen des Lebens unerlässlich ist.’“

Schreibt Stanislaw Lem in seinem vor fünfzig Jahre erstmals erschienenen opus magnum ‚Summa Technologiae’.

Die letzte Konferenz an der Universität Bockwurst in diesem Jahr findet zu Ehren des 50jährigen Jubiläums von ST statt und widmet sich u.a. der Frage, weshalb der Einspruch gegen die Evolutionstheorie (B.Müller, Das Glück der Tiere. 2000/2009) nicht nur berechtigt, sondern unvermeidlich war.

Die gesamten Gebühren dieser Konferenz gehen auf Wunsch des Rektors der Universität Bockwurst, Prof. Dr. Bobby Holunder, an die ‚Feldküche Uschi’, einer Wohlfahrtsorganisation zur Unterstützung mittelloser Studentinnen. (vergl. Laura D.: Mein teures Studium. Studentin, 19 Jahre, Nebenjob: Prostituierte. München, 2008)"


"Ohne Geld studieren? - Prof. Bobby Holunders Workshop „Roulette. Eine Einführung.“ beginnt am 1. Advent um 20 Uhr im Casino Bad Harzburg.

Zur Einführung ist die Schrift 'Liber de Ludo Aleae' (Buch der Glücksspiele) des italienischen Humanisten Cardano zu studieren."


Pressestelle Universität Bockwurst XI 2014





"Die akademische Preisfrage des WS 2014 / 2015 entnehmen wir dem Buch 'Anitisemitismus Volksstaat. Zur Pathologie kapitalistischer krisenbewältigun' von Ulrich Enderwitz. (2. erweiterte Auflage Freiburg i. Br., 1998   S. X) :

Wird die Welt in einzelne, gar nicht mehr staatlich organisiserte, sondern von Kapitalinteressen abgesteckte und aufrechterhaltene Wohlstandsenklaven zerfallen, eingebettet in ein Meer aus politischem Chaos, ökonomischem Zerfall und ökologischer Zerstörung?

Die drei ersten Preisträger erhalten je ein Exemplar der Neuübersetzung von Ralph Waldo Emersons Essay Vom Krieg und einen Reisegutschein zu Tobias Smolletts Lieblingsdestillerie in Schottland."


                  Rektorat Universität Bockwurst     17. November 2014  (gez. Holunder)







«Für mich ist Gott keine Gefahr mehr / Gänzlich braucht Gott mich – / wohin sonst

soll Gott / Gottes Nacktheit tun, / wohin sonst / soll Gott / Gottes Leere tun, / wohin sonst / soll Gott

/ Gottes Nichts tun / wohin sonst / soll Gott / Gottes endloses Ende tun, / als / in / mich?» 


                                               Anne Carson


"Noch nie zu vor sind die Metasprachen der Kustoden üppiger ins Kraut geschossen, nie zuvor wucherte der Fachjargon mit penetranterer Arroganz rings um das Schweigen aller lebendigen Sinns.
Archivalische Pseudovitalität umschließt nun, was einstmals gelebtes Leben gewesen. Innerhalb all der Halb- oder Sekundärbildung ist es dem Gedicht nicht mehr möglich, als reines Gedicht zu überleben und den Leser ohne fremde Nachhilfe direkt anzusprechen. Akademische Verstiegenheit und platteste Popularität sind allerorten im Schwange und bedingen einander, da jede der beiden die andere in notgedrungener Dialektik polarisiert."
           George Steiner , In Blaubarts Burg (4)  dt. Frankfurt a. M., 1972


Anlässlich des 40. Jubiläums der berühmten Wissenschaftssatire 'Die Geheimsprache der Kustoden: Voruntersuchungen zu ihrer Erforschung' von Wagenknecht und Wieckenberg aus dem Jahr 1976 (Deutsche Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte Bd. 50   Nr.1   S. 259-280), wird unter der Leitung Bobby Holunders eine Luxusausgabe des gelehrten Schabernacks für das Jahr 1976 in Aussicht gestellt.
Einigen der bereits graduierten Studenten des Georg-von-Trapezunt- Instituts für Buchgestaltung der Universität Bockwurst, aus deren Kreisen der Vorschlag der Neuedition bei #bockpress#  kam, dankte Prof. Holunder im Rahmen eines kleinen Empfangs für ihr aussergewöhnliches Engagegment, ihren Mut und ihre Toleranz.


Büro Holunder  Universität Bockwurst   16. November 2014






"'Abba, Vater, so es möglich wäre,

Gib, dass dieser Kelch vorübergeht.

...

Bin allein. Ringsum nur Pharisäer.-

Leben ist kein Gang durch freies Feld.'


Mit Pasternaks 'Hamlet'-Gedicht aus seinem 'Schiwago' wollte man mir neulich ABBA nahelegen, und mit deinem Geschreibsel über Profx. Hornscheidt, derx /diex /nixx/ wir demnächst an unsere geschlechtsneutrale Hochschule zu berufen gedenken, hast du der Torheit einen neuen, besonders glänzenden Halo-Effekt geschenkt, sogar mit lucus-a-non-lucendo-Beigeschmack.

Du warst bestimmt bei Lehrer Ast die größte Blüte!"


            Prof. Holunder per email an Antonia Baum anlässlich ihres Artikels in der F.A.S.  über Profx. Hornscheidt vom 16. 11.2014


                                                                             16. November 2014





Unter dem Betreff "Entpflichtungsgesuch" erreichte das Büro des Rektors der Universität Bockwurst, vor wenigen Stunden die nachfolgend in Auszügen wiedergegebene e-mail des erst jungst an die Hochschule berufenen Soziologen Prof. Dr. Jerome Caxon. Der Vorgang ist, nach den Worten des Rektors Prof. Holunder, um so bedauernswerter, als Prof. Caxon als jüngster je an der 'Bockwurst' lehrender Wissenschaftler schon mit 29 Jahren in den Ruhestand versetzt zu werden wünscht. (Anm. der Red.)

„Was das Fass zum Überlaufen gebracht hat?


Neulich habe ich im Seminar das Märchen 'Rosen' von Georg Simmel lesen lassen.

Der impressionistische Soziologe stieß meinen Doktoranden übel auf, weil sie damit gar nichts anfangen konnten.


'...; die Masse aber wird sich nie am Reiz der Dinge befriedigen, sondern ihre Erregung an den Besitz knüpfen, weil der Nachbar ihn entbehrt, an die Entbehrung, weil der Nachbar im Besitz ist.'


Ratloses Schweigen.

Mir entfuhr es: 'Ja, mit der Schauspielkunst eines Trevor Howard kann ja auch niemand mehr etwas anfangen.'


Schweigen, noch ratloser.


Dann waren Berufsaussichten und Horkheimers Die Universitätsphilosophie und ihre Vertreter dran:


'Weil aber Wahrheit und Liebe seit Jesus Christus und lange vor ihm, seit es eine Gesellschaft gibt, störend und daher gefährlich sind, muss der Zugang zu philosophischen Lehrstühlen, besonders in Zeiten wie den gegenwärtigen, in Perioden des Zerfalls, den Rückgangs produktiver Phantasie, den Ungefährlichen reserviert bleiben, den Autoritären, den Kalten und Pedanten, den Zuverlässigen. Durch zwei Umstände vor allem ist in Europa dafür gesorgt.

Durch die schlechte Bezahlung – nur beschränkte Geister lassen sich auf eine solche Karriere ein – und durch die Wachsamkeit der Fakultäten – sie lassen keinen heran, der nicht kuscht. Zwischen dem Gang der Universitäten und der Geschichte besteht eine prästabilierte Harmonie.'


Vor dreißig Jahren hätte das noch jeder F.A.Z.- Fatzke - kurz F.A.Z.ke!- verstanden.

Heute ist das hermetischer als der verdammte Satz des Anaximander in Heideggers Auslegung.

Aus diesen und anderen Gründen komme ich hiermit um meine vorzeitige Emeritierung ein.  gez. Caxon. Soziologie II Universität Bockwurst.“

                                            November 2014



   



Vortragsankündigung Universität Bockwurst / studium generale WS 2014/2015:


Anti-Rhetorik des Argwohns


Stilistisches Raffinement durch Figuren weckt von Hause aus Verdacht und lässt Hinterhalt, Betrug Täuschung argwöhnen, zumal wenn sich die Rede an einen souveränen Richter wendet, vorwiegend an Tyrannen, Könige und Männer in hoher Stellung; ein solcher nämlich ergrimmt sogleich, wenn er von einem versierten Redner wie ein dummer Schuljunge durch Figuren überlistet wird.“

Longinus, Vom Erhabenen (17,1) ed. Schönberger Reclam 1988



Alles, was gesagt werden kann, kann in Leichter Sprache gesagt werden.

Barocker Sprachwust ist verdächtig.

In der Kürze liegt die Würze.


Prof. Holunders Vortag im Rahmen des studium generale am 24. Dezemer 2014   18 Uhr c. t.

             Hauptgebäude  ( Hörsaal "Frühschoppen")


Pressestelle Universität Bockwurst  13. November 2014





"Die neurophysiologischen Gehirnvorgänge zu ermitteln ist eine Kärrnerarbeit, die wir getrost Computern überlassen dürfen. In §17 der Monadologie von Leibniz - sie erschien übrigens just vor 300 Jahren - erhalten wir folgenden, wichtigen Bescheid: 'Angenommen, es gäbe eine Maschine, deren Struktur zu denken, zu fühlen und Perzeptionen zu haben erlaubte, so könnte man sich diese derart proportional vergrößert vorstellen, dass man in sie eintreten könnte wie in eine Mühle. Dies vorausgesetzt, würde man, indem man sie von innen besichtigt, nur Teile finden, die sich gegenseitig stossen, und niemals etwas, das eine Perzeption erklären könnte.' Also krabbelt lieber wieder unter euren Stein, wenn der Gegenverkehr nicht so stark ist."

Prof. Dr. Almut Schkiah 11.11.2014 (Weizenbaum - Lehrstuhl für Bionik Universität Bockwurst                                                                                            Karnevalsvortrag)





"Vater, Sohn und Heiliger Geist der Operation 'nation building' sind in den drei Staffeln der amerikanischen TV-Serie DEADWOOD fernsehtheologisch nachgezeichnet.

An diesem Tag ist auch des Buches Daniel J. Goldhagens über die willigen Vollstrecker zu gedenken, sowie des 1997 bei Siedler in Berlin erschienene Bandes 'Briefe an Goldhagen'.

Und Sie was ja, was Sie tun, wenn Sie sagen: 'Wenn es lediglich darum geht, konkurrierende Interpretationen als gleichwertige Meinungen nebeneinander zu stellen oder zu vergleichen, dann dient derlei allein dazu, den aktuellen Marktwert der Meinung und den ihres Urherbers zu ermittlen.'

        Prof. Bobby Holunder in seiner Eröffnungsrede zum Kongress "25 Jahre Ex-DDR"

            7. - 9. 11. 2014 Universität Bockwurst

Das abschliessende Zitat seiner Rede hat Rektor Holunder dem Text 'Schwadroneure und Empiristen. Zwei verfehlte Versuche, die Wahrheit Goldhagens sich anzueignen - eine Anti-Kritik' entnommen. Er erschien in dem Band Initiative Sozialistisches Forum (Hrsg.): 'Das Konzept Materilaismus / Pamphlete und Traktate.'  Freiburg i. Br., 2009  (Anm. der Red.)

 



„Am heutigen Tag gedenken einige wohl auch des Leipziger Reclam Verlages und seines erstrangigen Lektorats, dessen bevorzugter Geschmack keineswegs die Geschmacklosigkeit zu sein beanspruchte.

Ein laokratisches, ochlokratisches Banausentum hat sich damit nicht lange mehr aufgehalten. Aller Grabschmuck ist längst verblüht.

Ich greife wahllos zwei Beispiel heraus, Forster und Wolker:

'Desungeachtet giebt es schwerlich eine Gefahr, welche die Europäer noch zur Zeit weniger zu befürchten hätten,als die Erschöpfung aller Quellen ihres mannigfaltigen Wissens. Auf die Erhaltung der Unwissenheit scheint sogar von jeher eine größere Anzahl Menschen absichtlich bedacht gewesen zu sein als auf die Erweiterung der Grenzen menschlicher Erfahrung;'

Georg Forster in der Vorrede seiner Übersetzung von Volneys Die Ruinen und Das natürliche Gesetz. 1885 bei Reclam in Leipzig erschienen.

Und Jiri Wolker erwähne ich, dessen Verse die unvergessene Frau Seehase 1977 im Leipziger Reclam-Verlag in zweiter Auflage erscheinen lassen konnte. Mögen sie in Frieden ruhen, die Verse.“

        Dr. Foghorn Matuschanskayasky  Backwater University in einem Grußtelegramm  8.11.2014

 



"Neo Rauch soll uns seine Geburtsurkunde zeigen! Niemand im postfaschistischen Deutschland hüben und drüben nannte 1960, als Rauch zur Welt kam, seinen Knaben 'Neo'. Erst 1999 tauchte 'Neo' bekanntlich in dem Film MATRIX auf."

      Dr. Nike Elberfeldt  Protokoll Sektion IX: Der große Schlaf und seine Kunden / Guy Debord und Vincent van Gogh "Die anderen Maler, egal wie sie darüber denken, halten sich instinktiv fern von Diskussionen über den heutigen Handel." (letzter Brief von van Gogh)

                                   "25 Jahre Ex-DDRl"  Kongress Universität Bockwurst  7. - 9. 11. 2014




"'In his excellent book The Great University Gamble: Money, Markets and the Future of Higher Education (2013), UK scholar Andrew McGettigan gives one of the best analyses of market-driven approaches to university reform that I have seen. McGettigan shows how education has moved from being a public good to an ‘individual financial investment’, one that – in the end – will not only be detrimental to economic interests but also to students, society and democracy at large.  While the book is focused on the British system, Australian readers will have no trouble drawing the connections between England and our own beleaguered tertiary system, as Ben Etherington pointed out in a Sydney Review of Books essay earlier this year.' 

Schreibt Rachel Morley im Higher Education Special der Sydney Review of Books vom 31. Oktober 2014. - Schreibt euch das gut hinter die Ohren!"

                                      Prof. Holunder  Bockwurst TV  7. November 2014


                                                                     



"'Ich komme zu dem Schluss, dass Naturwissenschaft als eine Form des Denkens in einem Kontext der Geschichte existiert und immer existiert hat und dass ihre Existenz auf historischem Denken beruht. Daraus wage ich zu folgern, dass niemand die Naturwissenschaft verstehen kann, wenn er nichts von Geschichte versteht; und dass niemand die Frage beantworten kann, was Natur ist, wenn er nicht weiß, was Geschichte ist.' So Collingwood in The Idea of Nature aus dem Jahr 1945. Und soviel zum Reduktionismusproblem naturalistischer Obskuranten insgesamt.-

In der nächsten Vorlesungsstunde spreche ich über das Decamerone des Boccaccio im Rahem meiner Darlegungen zum Gesamtthema Anfang und Ende der Frivolität. Zu Beginn werden wir den Film BOCCACCIO 70 aus dem Jahr 1962 ansehen."

           Prof. Heinrich M. Seiler, Lehrstuhl Metaphysik Universität Bockwurst / Vorlesung vom

                                          6. November 2014 (8-10  'Der Weltgeist als Dashcam')

 





"Zwischen 'Wer hat Angst vor Virginia Woolf?'. 'Szenen einer Ehe' und 'Der Gott des Gemetzels' war einfach noch Platz für meine eigene, erbärmliche Ehestory 'Geiz und Darmverstopfung. Meine Jahre mit Gerda T.' So einfach ist das."

                 Else Frodermann (Universitätsmäzenatin des Monats Oktober 2014) 5. November 2014

                      




"Dumm, faul und schwul: damit kannst du es in Berlin zu etwas bringen, aber nicht in meinen Kollegien! Wenn ich sage 'Verkaufte Braut', dann rede ich von Smetana oder Ophüls, nicht von armen, anatolischen Mädchen, die einem familiären Menschenhandel als Produktionsmittel dienen müssen."

    Prof. Schanker (nach studentischen Zeugenaussagen)


"ja solde si in der helle  sin des übeln tiuvels brut" ("Die sollte lieber in der Hölle die Braut des Satans sein."  Nibelungenlied / 7. Aventiure  Anm. der Redaktion)

     Prof. Schanker über seine Sekretärin Frau Pohl (nach deren Zeugnis)


Zwei der zahlreichen Entgleisungen Prof. Otfried Schankers (59)! Sein Lehrstuhl für mittelalterliche Semiotik wurde ihm mit sofortiger Wirkung entzogen. Ein Strafverfahren gegen ihn ist anhängig.


Büro des Rektors  gez. Holunder         4. November 2014

  Nachr.: Partneruniversitäten Killoderkur / Killsieall / Killeinander / Kilkelly  (Joyce Finn's Hotel)








"Amy Winehouse (1983-2011) in memoriam


Die Kindheit* ist so lange Teil des Lebens oder ein wirklicher Zeugenberg, wie sie nach Rehabilitierung verlangen darf. Schillers 'Der Mensch ist da nur Mensch, wo er spielt', hat das ausgesprochen.

In Zeiten aber, da sich das Vieh zum Kaiser salben lässt, gerät manches in Vergessenheit.


*Tony Bennett ('Growing Pains' mit dem Count Basie Orchester) und Rilke ('Und wurden so vereinsamt wie ein Hirt) haben sie in ihren Elegien für die Kinder besungen."


   Dr. Minna Merian-Deuto, Flüsterkneipe Universität Bockwurst (3. November 2014)





4. Preis für das Gedicht "Schürzenjäger/In" von Bobby Holunder im Wettbewerb Bockpoem 2014!

Nachfolgend dokumenteiren wir Prof.Holunders kleinen Wurf:


Schürzenjäger/In


In jüngster Zeit häufen sich

Beschwerden über

männliche Entgleisungen vor

sexuellen Frontalzusammenstößen;

Hafis, der weltweise Wein – und Weiberfreund,

sei gepriesen für sein Verse, aus welche

wohl nicht die Tölpel,

doch wohl der Wohlmeinende lernen

mag können,


„Ja, schrecklich sind die Frauen, Listen zu

erfinden!“ (Euripides, Iphigenie bei den Taurern. Ed . Dräger Reclam 2014 V.1032)


wie die Kunst des Beiwohnens



„In den letzten Jahren wurde das Konzept des ständig anwachsenden Bruttosozialproduktes und des damit verbundenen Wirtschaftswachstums erst alig in der Geschichte der Menschheit mit gewichtigen Argumenten angezweifelt.“ Holger Strohm, Friedlich in die Katastrophe, Ffm., 1981)


auszuführen sei.


XI  2014











"Dafür, dass deutsche Schauspielerei auch in Hollywood nur Schmieres sein kann, zeugte jüngst der Auftritt des Filmheinis Werner Herzog in dem Tom-Cruise-Streifen Jack Reacher aus dem Jahr 2012. Herzog spielt darin einen russischen Bösewicht, den er - offensichtlich ein Kopierversuch der Vorlagen Brando (DER PATE) und dem weit übeschätzen Gimpel Bruno Ganz (DER FÜHRER) - so überzeugend gibt wie eine Zitrone eine Banane geben würde."

   "Bulletin Noir" 4/2014  des Filminstituts der Universität Bockwurst   31. Oktober 2014







"Prof. Holunder plant die Neuedition der Dissertation Felix Noeggeraths im Jahr 2016; das wäre Hoeggeraths 100. Promotionsjubiläum. Walter Benjamin nannte seinen Freund Noeggerath 'das Genie' und noch der alte Gershom Scholem schrieb einen Essay über die beiden Freunde.
Aber denken Sie, dass man die Doktorarbeit so einfach auftreiben kann? Pustekuchen!
  • Ralf Frodermann

    P.P. Ist es möglich, uns die folgende Dissertation als pdf zuzusenden: Felix Noeggerath: "Synthesis und Systembegriff in der Philosophie. Ein Beitrag zur Kritik des Antirationalismus." Erlangen, 1916 ?

    mit freundlichen Grüßen,

    Ralf Frodermann ralf.frodermann@gmx.de 38170 Watzum

  • Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg
    Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg

    Lieber Herr Frodermann, aus urheberrechtlichen Gründen ist es uns leider nicht möglich dies zu tun. Eine Fernleihbestellung ist in diesem Fall auch nicht möglich, da wir Dissertationen nicht mehr in die Fernleihe geben (hoher Verlust dieser Arbeiten). Eventuell können sie den kostenpflichtigen Dokumentenlieferdienst Subito nutzen.

    Es tut mir leid, dass ich ihnen keine positivere Nachricht zusenden kann.

    Mit freundlichen Grüßen Stefanie Hotze

  • Heute
  • Ralf Frodermann
    Ralf Frodermann

    liebe frau hotze, vor 24 jahren erheilt ich postwendend eine xerox-kopie der dissertation von noeggerath. sie ist leider in usa verloren gegangen. danke jedebfalls für Ihre mühewaltung. freundliche grüße, frodermann

  • Ralf Frodermann
    Ralf Frodermann

    subito hat leider abgewunken.- kann ich die dissertation von noeggerath vor ort in Ihrer bibliothek kopieren ?

  • Ralf Frodermann
    Ralf Frodermann

    meinung eines kollegen zum vorgang "fernleihe 2014":

    "die digitalisierung führt erst dazu, dass bücher für überflüssig erklärt werden und alle serviceleistungen um gedruckte bücher (verlagswesen, fernleihe) aufhören, und dann im rahmen der monopolisierung der digitalen vertriebswege dazu, dass zugang nur noch nach befugnisprüfung (akademischer titel), bonitätsprüfung (wer nicht kostenintensiv zur staatsbibliothel persönlich hinfahren kann, ist raus aus dem spiel) und gesinnungsprüfung (digitale daten bekommt nur, wer in den ganzen blöden online-communities vernetzt ist) möglich ist."

  • Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg
    Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg

    Lieber Herr Frodermann,

    natürlich können sie die Publikation vor Ort einsehen. Da wir eine Magazinbibliothek sind, müssen wir diese aus dem Magazin bestellen. Dies dauert immer einen Werktag.

    Wenn sie vorbei kommen wollen, wenden sie sich bitte vorher an das Team der Information in der Hauptbibliothek: ub-hb-info@fau.de

    Diese werden die Diss. für sie bestellen und im Lesesaal bereit legen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen Stefanie Hotze"


                     Ralf Frodermann / Privatsekretär Prof. Bobby Holunders  (Memo 29.10.2014)








"Auch unsere Studenten sind unpolitisch. Von mir wollen die immer nur eines: Empfehlungsschreiben. Wir sind doch nicht an der Payne-University! Julie Schumachers 'Dear Committee Members' (New York 2014) hat alles dazu angemessen dargestellt. Lesen Sie heute die F.A.Z."

      Prof. Bobby Holunder, Rektor Universität Bockwurst 29. Oktober 2014  "Blauer Bock"





"Scheiß auf 'best practice', Bildung ist Valium fürs Volk. Und wie es heute um sie bestellt ist, erfahren wir von dem wackeren Hartmut Krauss aus Osnabrück, der in einem aktuellen Rundschreiben den Bildungsverfall als Ausdruck soziokultureller Krisenentwicklung analysiert. -
Zum Schluß möchte ich Euch allen danken! Ihr habt es nicht immer leicht mit mir gehabt, aber glaubt mir: ich auch nicht."

Schlußworte der Dankesrede Prof. Freiherr von Auchjauches anläßlich der Verleihung der Bobby-Holunder-Medaille für Bildungsforschung am 27. Oktober 2014 am Grab Wilhelm Buschs in Mechtshausen
                                              



„Anders als der Kollege Raulff in seinem Buch 'Wiedersehen mit den siebziger Jahren' meint, war Odo Marquard* kein 'Wilhelm Busch der Nachkriegsphilosophie' oder der 'traurige Clown der Forschungsgruppe Poetik und Hermeneutik,' sondern bildete gemeinsam mit dem Schmock und Schmittianer Johannes Gross ('Gibt es einen Faschismus mit menschlichem Antlitz?' / 'Der akribische Bericht, noch jede Anmerkung lesenswert, gibt im kleinsten Ausschnitt das große (sic!) Bild der disziplinierten Verwüstung, des Debakels der bürgerlichen Institutionen, der pedantischen Niedertracht, die Deutsche zwölf Jahre getragen, ertragen (sic!) haben.' Johannes Gross über Winfried Seibert: Das Mädchen, das nicht Esther heißen durfte), die Doppelspitze ideologischer Kittproduktion in den weitläufigen Sümpfen der FAZ jener Jahre.“

   Dr. Uwe Gerhab  (Literaturarchiv Universität Bockwurst)   25. Oktober 2014


* Professor em. Marquard in Giessen/Lahn gelang der Coup, im Historischen Wörterbuch der Philosophie - unter dem Eintrag das Böse - die törichte Phrase seiner Alten von der "Entbösung des Bösen"unterzubringen, und sie auf diese Weise vorerst unsterblich zu machen.
Das wiederum erinnert die Freunde vergessener Arztwitze an den folgenden Jokus: Kommt Sokrates zum Arzt. Der fragt ihn: 'Na, was macht das alte Übel?' 'Sitzt zuhause und drischt Phrasen', erhält er zur Antwort.  (Anm. der Redaktion)








"Im Grunde bin ich eine Art akademischer Galanteriewarenhändler und gar kein Rektor."
 
     Prof. Bobby Holunder, Rektor Universität Bockwurst   25. 10. 2014 Deutsche Rektorenkonferenz





"Zum Thema 'Sterbehilfe' erfahren wir aus der deutschen Literaturgeschichte nicht sehr viel. Theodor Storms Novelle 'Ein Bekenntnis' bildet eine Ausnahme, auf die Ethikräte hinzuweisen sind."
 
       Prof. Bobby Holunder in seinem Absageschreiben an den deutschen Ethikrat.  23. 10. 2014





"'Wenn der Jüngling auf die Universität kommt, so ist gemeiniglich sein erster Gedanke, bald fertig zu werden; denn das Studieren kostet Geld, und man will doch auch gern bald sein eigenes Brot essen;' soweit Johann Heinrich Jung-Stilling."

             Prof. Waltraud Schindler in ihrem Vortrag "War Jung-Stilling auch Druse?"  21.X.2014


            


Sehr geehrter Herr Prof. Hoeres,                                           21. Oktober 2014
 
ob die FAZ, deren Tage als Printmedium gezählt sind, einst mit dem alten Carl Schmitt als "Frankfurter Allgemeine Langeweile" oder heute mit dem jungen,
leninistischen Salonfutorologen und FAZ-Feuilleton-Schmock Dietmar Dath als "Frankfurter Hundsgemeine Zeitung"
durchgeht, kann dem einen so schnuppe sein, wie dem anderen Ihre in der heutigen FAZ abgedruckte Würzburger
Antrittsvorlesung, der wir entnehmen, dass eine konservative Zeitung eine konservative deutsche Nachkriegsregierung protegierte, was im Großen und Ganzen nun eben keine Überraschung darstellt. Damals nicht und heute nicht.
 
Immerhin sollte man seriöser Weise im Umkreis der FAZ Gründung 1949 mindestens aber zweier einschlägiger Werke Erwähnung tun:
 
1. Hermannus Pfeiffer (Hrsg.): Die FAZ. NAchforschungen über ein Zentralorgan (1988)
 
und
 
2. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. (2003)
 
Und keinesfalls das berühmte Zitat des FAZ-Mitgründers Paul Sethe unterschlagen:
 
"Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“
     (DER SPIEGEL 5. Mai 1965)
 
 
nota bene:
 
 
 
 
mit freundlichen Grüßen,
 
Ralf Frodermann
 

 
Ralf Frodermann
Hauptstr. 32

38170 Uehrde Watzum

GERMANY
www.universitaet.bockwurst.de.vu

"Jeder ist sich selbst ein Würstchen." T.W.Adorno "Unrat und Engel" 1952 (Noten zur Literatur Anhang)





"Ich werde ohne wenn und aber den Mikado von Gilbert und Sullivan im hiesigen Bobby-Holunder-Theater der Universität Bockwurst inszenieren. Die lächerlichen Proteste des japanischen Botschafters werden sogar Gegenstand der Inszenienrung sein!"

                           Juliane Barberitze / Artist in Residence Universität Bockwurst   WS 2014 / 15



"Mit oder ohne ausgelebter Sexualität, wie gesagt: wer anal sagt, muss auch banal sagen."

      Prof. Gisbert von Bomberg in seinem Vortrag "Fachsprachen in bundesdeutschen Flat-rate-Puffs"

                                  Minden (Westf.) 19. Oktober 2014




"Die Universität Bockwurst ist ein pseudo-akademisches Fringe-Festival. Mehr als das eine, weniger als das andere."

           Dr. Charly Backfuss  (Tutor Neurowissenschaften) Erstsemesterparty 17. X. 2014  23Uhr46



"Wer, nach siebzehn Folgen South Park, die Welt immer noch für eine Art Konglomerat sozialer Systeme hält und der Auffassung ist, Machtverhältnisse - etwa das zwischen Student und Professor, Vermieter und Mieter etc. - seien verhandelbar, ist an unserer Hochschule nicht an der richtigen Adresse."

    Professor Holunder anlässlich der Erstsemsterbegrüßung Auditorium Maximum Universität

     Bockwurst am 14. Oktober 2014 



"Frau Professorin Ida Fersensporn ist mit sofortiger Wirkung von allen ihren Ämtern zu suspendieren.

Frau Fersensporn bekleidete seit 1977 den Lehrstuhl für Klassische Archäologie an der Universität Bockwurst. Nach einer sexistischen Bemerkung während der jüngsten Senatsversammlung ("An meinem Institut wird man ja nicht mal sexuell belästigt.") ist ihr Verbleib im Lehrkörper untragbar geworden."

gez. Holunder (Rektor)    4. Oktober 2014



"Und wenn Sie keine Familie haben, wird Ihnen eine gestellt. Mit Heine zu reden, dessen Verse Freud in seiner viel zu wenig bekannten Abhandlung 'Zur Gewinnung des Feuers' anführt und die auch diese Ansprache beschliessen sollen:

                                      Was dem Menschen dient zum Seichen,

                                       Damit schafft er seinesgleichen."


 Prof. Bobby Holunder in seiner Ansprache zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2014

 




"'Alle kriegen alle Tage so viele Informationen, dass sie ihren Verstand verlieren. Sie hören so viel zu, dass sie vergessen natürlich zu sein. Das ist eine nette Geschichte.'

So weit Gertrude Stein, die Mutter aller lebischen Nervensägen."

                                 Gisela Rehbein:  "Einführung in die Amerikanistik"    #bockpres# 2014

           



"Ja, ja, 'Bewußtsein als Verhängnis', 'Philosophie der Erlösung', Alfred Seidel, Philipp Mainländer und viele junge Selbstmörder und Reaktionäre mehr!

Das waren allesamt Abführmittel kleinbürgerlichen Weltverdrusses zu Zeiten, da es noch keine guten Psychopharmaka und nachhaltige Neuroleptika gab."

      Dr. Max Klinger (Uni-Apotheke) / Lehrstuhl Prof. Auchjauche        1. Oktober 2014     bockwurst tv




Muggletonianer im Harz

Mit den „collected poems“ von Edward Palmer Thompson auf den Brocken...

„Ach, mit welchem Eifer müßten wir uns anstrengen, nicht um ein höher gelegenes Stück Erde unter den Füßen zu haben, sondern die von irdischen Trieben entfesselten Begierden.“

Petrarca, Familiarum rerum libri IV (Die Besteigung des Mont Ventoux)

Aufgefangener Funkspruch Prof. Bobby Holunders vom 29. September 2014  7 Uhr 19




"Beispiele für wohlfeiles Kritikastern gibt's wie Sand am Meer. Angefangen mit dem sechsbändigen Wälzer 'Lessings Plagiate', das der Hamburger Spinner Paul Albrecht - übrigens Absolvent unserer medizinischen Hochschule, was ich nur ungern zugebe - 1888 veröffentlichte, bis auf den heutigen Tag.

Manches ist reine Frechheit! Zum Beispiel ein Anschreiben an KollegeWolf Singer, das mir zugsespielt wurde und das ich hier verlesen möchte als Beipiel vorlauten und ungezogenen Handelns eines Übermütigen:


'sehr geehrter herr prof. singer,

mit interesse haben wir Ihren artikel in der heutigen FAZ (17.09.2014) zur kenntnis genommen.


die positivistische melange aus biologischem reduktionismus, prolongierter erkenntniserwartung ad calendas graecas

und naivem kunstverständnis, die auch Ihren o.a. beitrag charakterisiert, stösst niemandem mehr sauer auf.

alle diesbezüglichen schlachten können, spätestens seit dem "positivismusstreit in der deutschen soziologie" und einem unseligen hype um eine sog. "evolutionäre erkenntnistheorie" a la lorenz und vollmer, in epistemologischer hinsicht wohl als exemplarisch geschlagen gelten.


und auch die kunstphilosophie, die man einmal "ästhetik" nannte, kann seit der nachgelassenen "Ästhetischen Theorie" adornos als abgearbeitet angesehen werden.

vermutlich kommt auch die neuro-ästhetik nicht umhin, sich gelegentlich den erkenntnissen der tradition zu widmen, will sie nicht gefahr laufen, den nordpol andauernd wieder neu zu entdecken, und forschungen für sich zu reklamieren, die sie nirgendwo anders, als im land der blinden zu königen machen wird.



mit freundlichen grüßen,



ralf frodermann



PS:

die publikationen des französischen neuro-wissenschaftler stanislas dehaene ( etwa:"Denken. Wie das Gehirn Bewusstsein  schafft"  dt. 2014) geben einen maßgeblichen begriff davon, was zukünftig unter "Bewusstsein", "Geist" und "Subjektivität" zu verstehen sein wird.'


Kommentar überflüssig!"


                 Prof. Bobby Holunder  27. Septmber 2014  Abu Dhabi








 




"Ich bin noch keine Endorser, wenn ich sage, dass ich Ardbeg Whisky trinke, neben meiner Frau auch attraktive Frauen bewundere und dicke Bücher zu meinem Vergnügen lese.""

                   Bobby Holunder am 25. September 2014 vor seinem Abflug nach Abu Dhabi zu Mitarbeitern



"Die berühmte Hamlet-Frage stellt sich unseren Studierenden heute anders: 'Android oder iOS Tablet? Das ist hier die Frage.'  Unseren Kids so gut wie denen vom West-Eastern Divan Orchestra vom Daniel Barenboim. Und wenn du denen vorliest 'unmöglich, einen Zustand, der in den realen ökonomischen Bedingungen gründet, durch ästhetischen Gemeinschaftswillen zu beseitigen', dann kriegen die entweder Schnappatmung oder nicken."

                   Dr. Susanne Velour, Dirigentin des Universitätschors "Harmonicon Ferdinand Ries"    IX 2014




"Ich bin immer gerne in Göttingen. Zuerst gehe ich dann ans Grab des alten Hermann Lotze, lese da ein wenig in seinem 'Mikrokosmus' - heute die Stelle 'es fehlte nie an tiefisnnigen Umhüllungen des Geständnisses, dass der Gesamteindruck der Geschichte kein ungemischt erhebender, sondern überwiegend ein wehmütiger ist' - und dann überstehe ich auch so einen Historikertag mit Müh und Not.

Was hier gehauen und gestochen ist, weiß ich auch nicht ganz genau; es geht laut Tagungsmotto um Verlierer und Gewinner der Geschichte. Der Islam beispielsweise ist beides. In einem unserer Fachorgane las ich dazu jüngst: "Richtig ist, dass im Herrschaftsbereich des Islam, der 'dümmsten aller Religionen' (Michel Houellebecq) der von klein auf antrainierte Hass auf alles Schöne, die starren, auf verklemmtem Misstrauen basierenden Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern, arrangierte Ehen und ähnliche Zwangsmaßnahmen konstitutive Bestandteile im Sozialisationsprozeß sind. Dass der Wegfall von Konkurrenz im Liebeswerben zu ausgeprägten Verkümmerungen von Verstand und Charme sowie zu charakterlicher Deformation führt, ist Teil der Misere." (BAHAMAS 69  Herbst 2014  S.50) In der gleichen Ausgabe dieser Zeitschrift findet sich übrigens auch eine sehr interessante Einlassung zu den emsigen Exkulpationsbemühungen diverser Kollegen hinsichtlich der Schuldfrage Weltkrieg I. (S.19ff)

Na ja, wie dem auch sei. ich wäre lieber daheim und würde mir Staffel 7 der Serie Mad Men genehmigen. Aber einer muss ja nun immer zu diesen Tanzveranstaltungen, und ich hab dieses Mal eben die Tanzkarte gezogen."


Der Historiker Prof. Dr. Otto Kugelblitz  von der Universität Bockwurst im Vorfeld des 50.   

              Deutschen Historikertages September 2014 in Göttingen

   





"Ich spreche gern in diesem Zusammenhang von der 'interreligiösen Gärung'. Seit sich aber alle akademische Theologie wieder zur bekenntnisorientierten Rocky-Horror-Picture-Show zurückgebildet hat, haben zum Beispiel die Edinburgher religionspsychologischen Vorlesungen von William James aus den Jahren 1901/1902 kaum noch Leser. Eine deutsche Ausgabe ist unter dem Titel 'Die Vielfalt religiöser Erfahrung' seit 1997 beim Insel-Verlag zwar wieder greifbar, aber, um gleich Brackwasser in den Wein zu giessen, mit einem Vorwort des Karlsruher Kollegen Sloterdijk. Dieser weltliche Pfaffe ist sei Jahrzehnten in Deutschlandt für alle Fragen der  Mystikmüllrecycling usw. zuständig. Sein Textbausteinmarkt ist überfüllt, an der Kasse wartest du Stunden. Alle Produkte sind Sonderangebote, sogar die in der Religionsetage. Professor James musste noch denken."

               Prof.  Boby Holunder, Laienpredigt am 21. September 2014  Universitätskirche Bockwurst

                                        




"Viele Student/Innen sind nur Maulhuren! Sie kochen nicht mal mit Wasser, sie kochen mit Spülicht. Fast überall wird nur noch mit Abwasser gekocht, nicht bloß hier bei uns. Woran das liegt? 'Die Produktionsweise rebelliert gegen die Austauschweise', schreibt Friedrich Engels. Daher rühren die allermeisten der unentwegt produzierten Widersprüche im Mikro- und Makrobereich.

Manche posten jetzt schon von ihrem Sterbebett aus und werden dafür von ihrer peer-group gelikt."


         Willi Lehmann (cand. phil.) Masterarbeit "Atomistik von Demokrit bis Fechner"  2014  S.45




„Meine Studenten und Studentinnen sind fast alle Film- und TV-Serien-süchtig. Also bin ich zu Kompromissen gezwungen, die aber nicht zu faul sein sollten.

Ich komme dann zum Beispiel mit ins Kino, um mir den kritischen Migrationsfilm Elysium anzusehen. Auf der Erde, die im Jahr 2156 - da spielt der Film - eine Müllkippe geworden ist, ist keiner mehr integrierbar und alle wollen nach Elysium, einer klimatisierten Raumstation ohne Körpergeruch.

Im Gegenzug sind meine Studierenden bereit, die Stellen aus Homers Odyssee zu übersetzen und zu interpretieren, die etwa in der vierten Staffel einer Serie namens Prison Break explizit zitiert werden.

Schrecklich ist sie und lästig und wild und nicht zu bekämpfen;

Abwehr gibt es da nicht, und Flucht vor ihr ist das beste.

heißt es etwa im zwölften Gesang über das Monstrum Skylla, und Scylla ist zugleich der Name einer todbringenden Organisation in der erwähnten Serie.Dass die Kinder diese berühmte Stelle dann auch noch obendrein auf meine Gattin beziehen müssen, muss ich Ihnen nachsehen." 


Der Gräzist Prof. Volker Eberhard Kortfunke im Interview mit der Bockwurst Uni Zeitung (BUZ)

Herbst 2014






"Das Verhältnis von Lesen und Schreiben hat Borges im Vorwort zur ersten Auflage seiner Universalgeschichte der Niedertracht - die Forschungsgruppe Phonetik und Restmäeutik unter meiner Leitung bereitet die Auskoppelung des darin enthaltenen Stücks Ein Doppelgänger Mohammeds als kommentierte Sonderedition im Auftrag der Swedenborg-Gesellschaft vor! -  gültig bestimmt: 'Lesen ist jedenfalls eine Tätitgkeit, die dem Schreiben den Vortritt läßt: sie ist entsagender, höflicher, intellektueller.' Dem heute vorherrschenden Banausentum in Schule und Hochschule dürfte sich ein solcher Satz kaum leichter mehr zu erschliessen sein als die Hauptsätze der Thermodynamik in den pädagogischen Bordellen und didaktisierenden Hurenhäusern früherer Tage."

    Prof. Christian Freiherr von Auchjauche "Curriculacra/Bildung als Abtritt"  #bockpress#  2014                                          



"'The proper study of mankind is man,' sagt Pope, und ich sage: wer nicht arbeitet, soll auch nicht verdursten!"

                    Bauleiter Erwin Bingel / Richtfest Neubau Hauptgebäude   16. September 2014



"An jeder Universität, an jeder ihrer Fakultäten gibt es Lokalgößen, Matadore der jeweiligen Kreisligen gewissermaßen. Diese Leute veröffentlichen in der Regel Zeugs, das von anderen Lokalgrößen aufgegriffen wird, von sonst jedoch niemandem. Das ist eben das akademische Kastensystem, wie wir es kennen.

In der Philosophie zum Beispiel stößt man bei solchen Leuten regelmäßig auf readers-digest-Titel wie 'Welt und Unendlichkeit', 'Lebenswelt und Weltall' oder 'Denkwege der Chemie'. Einer wie Sinclair Lewis' Babbitt stellt sich so Philosophie vor, liest den Quatsch aber natürlich auch nicht. - Hier bei uns bin ich so eine Lokalgröße."


 Prof. Bobby Holunder anläßlich des Sektempfangs der mit "egregia cum laude " ausgezeichneten Doktoranden der Philosophischen Fakultät der Universität Bockwurst am 13. September 2014 im 'Großen Saal der Hemmung'.






„Neulich traf ich in irgendeinem duty- free- shop zufällig eine ältere Kollegin aus Frankreich, die mir gleich wieder mit ihren Meinungen zu Coco Chanel, den 'Querelles des Anciens et des Modernes' und dem alten Roland Barthes auf die Nerven ging.

Ich sagte ihr, dass ich keine Parfums benutze, für die Zeit Louis le Grands nicht zuständig sei und Roland Barthes, den ersten Satz seiner kleinen Streitschrift 'Kritik und Wahrheit' von 1966 ausgenommen, gar nicht gelesen habe.

Aufdringliche Kuh!“


Regina Schley- Seefeld (Professorin für romanische Literaturwissenschaft Universität Bockwurst via facebook IX '14)






"Ja nun, Rassismus! Walter Benn Michaels' Autobiography of an Ex-white Man erschien in der Zeitschrift BAHAMAS (Heft 56  Herbst 2008) in deutscher Übersetzung. Eine Rezeption fand kaum statt.

Kant hatte schon einige Jahrhunderte früher geschrieben 'Was ist eine Rasse? Das Wort steht gar nicht in einem System der Naturbeschreibung, vermutlich ist also das Ding selber überall nicht in der Natur.' (Über den Gebrauch teleologischer Prinzipien in der Philosophie. Anm. d. Red.)

Sobald die neuen 3D-Drucker Brot drucken, werden solche Debatten allgemein so gegenstandslos und gespenstisch sein, wie sie es für Professoren wie Miachaels und Kant immer waren."


                                         Prof. Bobby Holunder  Morgenandacht Radio Bockwurst 15.September 2014                        




„Der Däne Yahya Hassan, dessen Sachen auf Deutsch in diesem Jahr bei Ullstein erschienen sind, ist ein antisemitischer Ex- und Popmoslem- Holden- Caulfield.

Mit seinen Gedichten macht man es am besten wie der Dinosaurier in Jurassic Park mit dem Handy, das er zufällig gefressen hatte.“

Für mich tun's auch ein paar Kapitel aus den Agni Purana."

         Dr.  Bärbel Dreese (Yoga- und Gleichstellungsbeauftragte der Universität Bockwurst) 11.09.14




"Goethe-Forscher wie Julia Gauss oder Hans Tümmler sind heute undenkbar."

             Gymnasiast Heinrich Wellenbrink  (16) Erster Stipendiat der Holunder - Stiftung   IX 2014



"Mein Großvater fertigte in seiner Werkstatt Schlüssel an, manchmal auch verbotene.

Ein 'Dietrich' etwa verhält sich zu einem 'General' wie die Astrologie zur Kosmologie oder der Sternenhaufen zum Sternbild."

                           Christian Auchjauche: Negative Epistemologie   #bockpresse#  2014  Vorwort

        


"Erklärungsbedürftiges Personal haben Sie überall. Nehmen Sie den Kollegen Jansen von der privaten Zeppelinuniversität aus Friedrichshafen. Nachdem ihm sein ganzer akademischer Heißluftballon um die Ohren geflogen war, ist er jetzt zurückgetreten und darf sich dafür heute in der FAZ die Nerven maniküren lassen. - Wer Drittmittel eintreiben muss, ist früher oder später immer im Arsch."

               Prof. Bobby Holunder   11. September 2014    bockwurst tv





"Wissen Sie , ich bin wahrscheinlich nicht mehr so dämlich wie ich es mit siebzig war, aber ich bin immer noch sehr, sehr dämlich. Das nennt man Remission."

         Prof. em. Wolfgang Flussgott beim Rektoratsempfang zu Ehren seines 100. Geburtstages IX 2014

                 



"In Jura Soyfers Gedicht  An alte Professoren heißt es zum Schluß:


'Nur manchmal - es sind seltne Augenblicke,

Da ruhn durch Brillen eure Blicke

Auf uns so eigentümlich: anderswo und starr,

Als wenn ein wilder Ruf, ein flatternd Haar

In euch was Fernes, Zartes rühre,

Das lange, lange her schon war.'


Ja nun, eure Blicke ruh'n jetzt auf mir und sollten doch besser auf den Betrieben und Werkstätten ruh'n, wo ihr fehlt. Das Ferne und Zarte, was sich in euch rührt, liebe Erstsemester und Erstsemesterinnen, und das lange, lange schon her war, ist die Geldgier. Uns allen wünsche ich viel Erfolg beim Scheffeln!"

     Prof. Erich von Unrath in seiner Begrüssungsansprache vor jüngst Immatrikulierten am 5. 9. 2014





„Ich hab' kein Fernsehen. Ich guck mir immer Groucho Marx und Truman Capote in der Johnny-Carson- Show an, auch gern Joan Rivers. You tube! Das ist komisch, sehr sogar.

Mich treibt nichts um, außer vielleicht die Frage, warum in Joyces Dubliners Hauptmanns Michael Kramer erwähnt wird. In einer der Stücke.


Lesen sollten Sie das:


Novemberpogrom 1938

Die Augenzeugenberichte der Wiener Library, London


(dt. Frankfurt a. M., 2008)"

Prof. Holunder während der Vorstellungsrunde in der TV- Show SPEED DATING am 3. September 2014




"Seh ich aus wie die Klagemauer? - Du Pappkopp willst in Amerikanistik promoviert werden und erklärst hier, dass die beiden Galgenvögel aus John Steinbecks 'Of mice and men' die Vladimir- und Estragon- Ertsbesetzung Becketts gewesen sei? -  Das könnte von mir sein."

                 Zwischenruf Prof. Bobby Holunders während eines Rigorosums am 1. September 2014



„...Niemand käme doch etwa auf den Gedanken, aus Edgar Poes Gedicht ISRAFEL das vorangestellte Koran- Motto zu entfernen....

Und lassen Sie mich denn schließen mit der Aufforderung an alle Muslimas in Europa und in den Vereinigten Staaten, ihre Kopfbedeckung, ihren Hidschab, aus Protest gegen den unbarmherzigen Terror der ISIS- Milizen und aus Mitgefühl mit deren Opfern so lange abzulegen, bis das Morden aufgehört hat. Ich erinnere Sie alle nur an Lysistrata.“

Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, bei der Programmankündigung der Autumn School Universität Bockwurst 2014

Thema:

„Die Morgenlandfahrt“

Eine djihadistische Lektüre des Prosastücks von Hermann Hesse


(in Kooperation mit dem BAAD / Bockwurst Akademischer Austauschdienst und dem Senat der UB)


Rektorat / Universität Bockwurst August 2014




"Die Schmockautorin und Grinsekatze Judith Hermann, die im Literaturbetrieb ungefähr das mimt, was  Commerzbank-Postergirl und ebenfalls Grinsekatze Lena Kuske in der ernsten Welt der Anlagberatung zu geben hat, wartet mit einem neuen Buch auf: Aller Liebe Anfang. Darin geht es offenbar vornehmlich um eine in Deutschland seit altersher im Brustton des Voluntarismus daherkommende Sehnsucht nach dem erlösenden Ausnahmezustand. Der Rezensent der FAS schreibt: 'Das Buch endet mit einem brutalen Schlag in einem "goldenen Augenblick". Veränderung ist immer möglich. Die Welt, unsere Welt, ist kein Roman, kein Bild. Alles kann ganz anders sein. Wir haben es selbst inder Hand.' (24. August 2014)

 Ob Frau Hermann nur mit der allgemeinen Dämlichkeit oder schon mit dem neuen Kalifen von Bagdad d'accorf geht, ist nur noch eine Frage der Perspektive,"


                              Prof. Bobby Holunder,  Rektor der Universität Bockwuurst (Presseclub 24.08.2014)




"Beatus ille, qui procul negotiis, sag ich immer. Geholfen hat's nix."

                          Professor Christian Freiherr von Auchjauche       19. August 2014 in Zahna

 

"Ob der Kiesel noch alle Bretter im Zaun hat, weiß ich nicht. Als er sich am 4. August in der FAZ fragte, ob der Führer ein guter Schriftsteller gewesen sei, war ich jedenfalls nicht überrascht. Mit Ernst Jünger, der seinen Führer 'Kniebolo' nannte, nahm der Nachkriegskult um Hitler seinen Anfang: 'Am Abend wurde durch den Rundfunk Hitlers Tod bekanntgegeben, der dunkel ist wie vieles, das ihn umwebt. ... Es heißt, dass sich der große Mann vergiftet hat.' So Jünger unter dem 1. Mai 1945  in Strahlungen II, Die Hütte im Weinberg.

Nächstesn kann sich der Kiesel ja einmal den Rosenberg vornehmen und sich und seine der Tarnung müden Leserschaft fragen, ob der Verfasser des 'Mythos des 20. Jahrhundert' ein guter Vegetarier war. An diesem schönen Ort darf ich es 'springtime for Hitler' nennen, was wir mit derartigen Zuhältereien deutscher Geistewissenschaft a la Professor Kiesel erleben dürfen."


                                   Bobby Holunder     Tischgespräche in Highclere Castle  August 2014 




"Das Lorenz-Oken-Institut für Bleichgeschwindigkeit, welches wir am heutigen Tag feierlich eröffnen, wird die Universität Bockwurst profilieren und ihr Ansehen im In- und Ausland mehren. Über seiner Eingangspforte sehen wir in Magenta die Worte eingemeisselt:

'Wie heißt das Tier? Ist die Auster?'

'Das Tier heißt Affe. Ich glaub' mich laust er.'

Mögen Sie nicht zu früh verbleichen!"


                                              Prof. Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst am 9. August 2014





"Sarah Kane, die englische Dramtikerin, die sich 1999 erhängte, heißt in Deutschalnd Sarah Khan, lebt aber noch und veröffentlichte 2009 wenig unheimliche Geschichten unter dem Titel 'Die Gespenster von Berln. Unheimliche Geschichten'. 

Ausser dem deplacierten Capote-Motto ('Ich verstand schließlich, dass der Tod die zentrale Kraft des Lebens ist. Das ist der Grund, warum ich Champagner liebe und im Ritz wohne.') ist das Buch, mitsamt seiner unpassenden Empfehlung des notorischen Daniel Kehlmann auf der Rückseite, Ausdruck jener deutschprachigen Mediokrität zwischen zwei Buchdeckeln, die seit geraumer Zeit und vornehmlich mit Blick auf Berliner Schreibheinis und Schreibheidis unter der Bezeichnung 'Reichskindergarten' (H.E.Dohrendorf) hier und da geläufig und allegemein verlacht ist.


Dr. Hilmar Grabenbrust  (z. Zt. Brocken / Harz  5. Augsut 2014  Postkarte an B.Holunder)




"Wir sind hier nicht in der Liga der außergeöhnlichen Gentlemen! Der Politikwissenschaftler Franz Neumann, der vor fast genau 6o Jahren verunglückte, formulierte es so:

'Wenn wird es mit der Humanisierung der Politik ernst nehmen, wenn wir vermeiden wollen, dass sich ein Demagoge die Angst und Apathie zunutze macht, dann dürfen wir, Lehrer und Studenten, nicht schweigen. Hochmut, Trägheit und Abscheu vor dem Schmutz der Tagespolitik müssen wir unterdrücken. Wir müssen reden und schreiben. Der Idealismus, wie er so großartig in Schillers Briefen zum Ausdruck kommt, darf uns nicht nur eine schöne Attrappe sein, er darf nicht wieder zum berüchtigten "Oberlehreridealismus" werden, der in der Vergangenheit die reaktionärsten und freiheitsfeindlichsten Ziele verkleidet hat. Nur durch unsere eigene verantwortliche erzieherische Tätigkeit kann aus den Worten des Idealismus Geschichte werden.'

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viel Erfolg und die Genugttung desselben!"


             Prof. Bobby Holunder, Rektor der Universität Bockwurst, zum Abschlussjahrgang 2014



"Ein Satz, der es in sich hat, ist ein Satz, der es einem erlaubt, außer sich zu sein. Zum Beispiel: 'Von einem jeden wird erwartet, dass er sich permanent zum Affen macht und ohne Rücksicht auf Scham oder Selbstachtung zu allem bereit ist: die Selbstzurichtung als Subjekt zum Zwecke der Selbsterhaltung verschlingt das Individuum und wird dadurch zunehmend selbstzweckhaft.' So etwa Clemens Nachtmann in einem Interview mit dem Hallenser Magazin bonjour tristesse (#16 Sommer 2014 S.12)

Das sitzt der Lage der Dinge doch wie angegossen an oder?"

          Prof. Bärbel Kuproweit  Zentrum für Translationswissenschaften Universität Bockwurst  (VIII 14)



"Ich habe keine Zeit zum Denken! Komme ja kaum zum Schreiben!"

          Bobby Holunder  2. Juli 2014 in:  DER HELGOLÄNDER ("Seltener Vogel auf Stippvisite")



"Ferienlektüre? Wie jeden Sommer:  'Staatssubjekt  Kapital' von Heinz Langerhans, Joyces 'Dubliners' und Andersons`Winesburg, Ohio', betreffend der Weiterbildung.

Betreffend der Unterhaltung die Großstadtlyrik des Römers Martial, in der Schnurschen Übertragung, die leider dem Nazi Otto Weinreich gewidmet ist.

Nach meiner letzten Scheidung war mein damaliger Mann so liebenswürdig und voller Format geblieben; er schickte mir zuletzt ein passendes Epigramm Martials:

'Da ihr doch so gänzlich einander ähnelt,

böses Weib und du Scheißkerl, der ihr Mann ist,

woher kommt's, dass ihr nicht in Harmonie lebt?'

Ja, wenn wir das immer wüssten!"


     Dr. Dolores "Dolly" Doller  (Kosmetikschule Universität Bockwurst)         Kampen auf Sylt    Juli 2014




„Frau Schavan ist die designierte Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl in Rom.

Wenn ihr die FAZ heute ins Essen spuckt, ist das bedauerlich.

Kollege Piper von der Universität Düsseldorf bleibt gut beraten, sich nicht bange machen zu lassen!

Wir haben seitens der Universität Bockwurst keine Veranlassung gesehen, das Ehrendoktorat Frau Schavan nicht anzutragen. Auch moralisch zweifelhafte Erfolgsstrategien sind nicht ehrenrührig oder? Frechheit siegt nicht nur, sondern ist das Fallbeil der Stunde.“


Prof. Bobby Holunder am  28. Juli 2014 in Pompeji/Italien zur Causa Schavan





„Auf die Schul- und Schülernovellen von Rilke Musil, Emil Strauß, Friedrich Torberg, Hesse e tutti quanti zu Anfang des 20. Jahrhunderts, folgten eine Reihe mehr oder weniger geschliffener Bedenkenträgerelaborate mit Identikationsparkplätzen.

Dazu zählen etwa:

Uwe Koch, Georg Heinzen: Von der Nutzlosigkeit, erwachsen zu werden. 1985


Douglas Coupland: Generation X. 1991

Florian Illies: Generation Golf. 2000

Georg Heinzen: von der Nutzlosigkeit, älter zu werden. 2012

Heute können sich nur noch Anwälte leisten, den Beruf des Schriftsteller auszuüben.

In Berlin ist das der geschätzte Kollege von Schirach mit seinen Krimis, in München Kollege von Becker, der uns mit seinem eben erschienenen Generationskohortenbuch BABYBOOMER. DIE GENERATION DER VIELEN zu unterhalten sucht, und hier an der Universität Bockwurst bin ich das, in aller Bescheidenheit.“

                  Dr. Alva von Seilitz (Justitiar der Universität Bockwurst und Autor diverser Gartenbücher)


" 'Das Abspringen von einem Gegenstand zum anderen entstand nicht mehr durch tolle Laune, sondern durch launige Tollheit und war wohl zunächst der buntscheckigen Zeitungslektüre beizumessen, womit sich Börne damlas Tag und Nacht beschäftigte.'
Soweit Heine über Börne. Und, ceteris paribus, über mich."

                      Bobby Holunder im Interview mit der Zeitschrift MODELLPLATONISMUS (4/2014) 


"Wir bereiten eine deutsche Ausgabe der MICROCOSMOGRAPHIA ACADEMICA von F.M.Cornford vor. Bobby Holunder, unser Rektor, hat ja schon vor zwölf Jahren Cornfords sechseinhalb Seiten Religion in der Universität ins Schwäbische übertragen und hatte die Absicht, daraus ein Hörbuch mit Jogi Löw zu machen.
Na ja, wie sagt Cornford zu Beginn seiner MA im Jahr 1908:

'If you are young, do not read this book; it is not fit for you;
If you are old, throw it away; you have nothing to learn from it;
If you are unambitious, light the fire with it; you do not need its guidance.
But, if you are neither less than twenty-five years old, nor more than thirty;
And if you are ambitious withal, and your spirit hankers after academic politics;
Read, and may your soul (if you have a soul) find mercy!'"

Dr. Carlo Welpe          19. Juli 2014          Uni-Kiosk




"Ja, der Tabak-Friedhof in Schötmar ist platt. Ich weiß auch nicht, wo ich jetzt meine Stumpen herkriegen soll.
Besonders Frau Friedhof war immer sehr nett zu uns Hausmeistern, Rauchen war Ehrensache bei ihr.
Unser Chef, der  Herr Professor Holunder, hat mir gesagt, dass es nur noch einen Schutzraum für Raucher bei uns in der Universität gibt, und das wäre sein Büro.
Da sitz' ich denn jetzt oft in meinen Pausen.
Holunder liest uns vor - DER FIXER von B. Malamud, 100 Jahre alt, der Mann, mit einem Motto, dass ich nicht vergessen kann: 'Wider alle Vernunft beflecken Ströme von Blut die Erde...'"

                 Egon Genz- Eiermann  (3. Hausmeister auf dem Sommerfest der BOCKWURST Juli 2014)                               




"Thomas Wolfe schreibt 'Ich glaube, dass wir hiert in Amerika verloren sind, aber ich glaube auch, dass wir eines Tages neue entdeckt werden.'
Und das glaube auch ich, was unsere Universität betrifft.
Es führt kein Weg zurück! -
Zur Frage nach biopolitischer Demographie hier bei uns: Youth Bulge, also zu viele Schläger in Badelatschen, kümmert uns nicht. Wir werden bald eine reine Frauenuni sein.

         Pressekonferenz 7/2014   Prof. Dr. Robert Holunder (Rektor der Universität Bockwurst) 



"Holunder muss man mögen."

                           Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung  14. Juli 2014



"Ob Goethe Moslem war? - Der Islam gibt bekanntlich das traurigste Bild einer fatalen Heteronomie ab; Goethes Werk steht ein für ihren genauen Widerpart: Autonomie."

                                             Bobby Holunder


"Uns hat die Philosophie der Mathematik zu kümmern, nicht ihr operatives Geschäft."
                         Prof. Dr. rer. nat. Fürchtegott von Wind  (Gödel-Institut der Universität Bockwurst)

"Ein Schwein nicht zu schlachten, ist so verwerflich wie eine Frau nicht zu begehren. Und umgekehrt."
           Prof. em. Freimuth Adele Pudel  (Justus-Liebig-Professur für Veterinärmedizin und Saatgut)


"Um es mit Mr. Huxley zu sagen: 'Wie jeder vernünftige und empfindsame Mensch verabscheue ich Arbeit.'"
                cand.phil. Percy Stuart auf die Frage, wovon er nach seinem Studium der Botanik zu leben
                                 gedenke.


"Leider gbt es nur so wenige, die die Leidenschaft aufbringen, von sich abzusehen."
                     N.N.


"Intentionalisten, Funktionalisten, kumulative Radikalisierung! Das alles beschreibt doch nur die Vorhaut des Vorgangs! Selbstredend sind die einschlägigen Texte Kritische Theorie zu konsultieren, samt den ihr verpflichteten Einlassungen im Umkreis des Freiburger ISF und der Berliner Zeitschrift BAHAMAS.
Wie die Vulgärökonomie die Ursachen der Krisen nicht kennt, kennt die nachbürgerliche Geschichtsschreibung nicht die Modalitäten ihrer Bewältigung auf Gutsherrenart, d. h. in Deutschland die durch Vernichtung ins Werk gesetzte."

    Bobby Holunder anlässlich der Vorstellung des neuen Buchs von Hans Mommsen "Das NS Regime und die Auslöschung des Judentums in Europa" (Göttingen, 2014)  Anfang Mai 2014 in Berlin.
                        

Anm.:
Nachdem Prof. Holunder auf die Arbeiten Hilbergs und den Film Lanzmanns in der offensichtlichen Absicht hingewiesen hatte, das Spätwerk Prof. Mommsens als obsolet zu diffamieren, wurde er des Dsikussionspodiums verwiesen.



"Hardy Krüger war der Steve McQueen für Arme, wie Uwe Friedrichsen der Hardy Krüger für die Ärmsten war."

                                        Wacholder Wenger, Professor für Theaterpädagogik   SS 2014



"Carmen de mundo et partibus? - Nie gehört! Ich bin Professor, kein Lexikon."

     Prof.em. Rudi Zedler am Rand der Feierlichkeiten anläßlich seines goldenen Promotionsjubiläums
          am 2. Mai 2014 im Universitätsdorf  Watzum.