Presse

14. Juni 2011: Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Umbau Jetzt!


Auch die Kastanienallee soll barrierefrei und sicherer werden!

Das Aktionsbündnis Umbau Jetzt! fordert den barrierefreien Umbau der Kastanienallee und die
räumliche Trennung von Straßenbahn- und Radverkehr auf dem Straßenzug Weinbergsweg/
Veteranenstraße, Kastanienallee, Pappelallee und Stahlheimer Straße.


Berlin-Prenzlauer Berg. Das von Anwohnern der Pappelallee in Prenzlauer Berg initiierte Aktionsbündnis
Umbau jetzt! spricht sich für den Umbau der Kastanienallee in Prenzlauer Berg aus und fordert darüber
hinaus ein Bürgerbeteiligungsverfahren für den Umbau des/der Weinbergswegs/Veteranenstraße, der
Pappelallee und der Stahlheimer Straße. Als Grundlage für die Umgestaltung favorisiert das
Aktionsbündnis die Umbaupläne des Pankower Bezirksamt für die Kastanienallee. Der gesamte
Straßenzug vom Rosenthaler Platz bis zur Wisbyer Straße bildet in den dicht bebauten und intensiv
genutzten Gründerzeitquartieren eine wichtige, den Stadtraum prägende Achse. Die Straßenraumprofile
und Nutzungsanforderungen der genannten Straßen gleichen sich weitgehend, die anspruchsvollen
Anforderungen an die Gestaltung ebenso.

Barrierefreie Straßenbahnhaltestellen
Die Straßenbahn hat für den Straßenzug auf seiner gesamten Länge große Bedeutung. Ausdrücklich
begrüßt das Aktionsbündnis Umbau jetzt! deshalb die bereits gebauten barrierefreien Kaphaltestellen, die
das Aus- und Einsteigen für mobilitätseingeschränkte Menschen wesentlich erleichtern und somit
richtungsweisend für einen barrierefreien und attraktiven ÖPNV in Berlin sind. Der Forderungskatalog der
Umbaugegner von „Stoppt K21“ sieht keine barrierefreien Kaphaltestellen in der Kastanienallee vor. Dieser
implizierten Ausgrenzung mobilitätseingeschränkter Menschen tritt das Aktionsbündnis Umbau Jetzt!
entschieden entgegen.

Fahrradverkehr
Das Aktionsbündnis Umbau jetzt! spricht sich für möglichst breite Radangebotsstreifen zwischen den
Straßenbahngleisen und den Stellplätzen aus. Die Radangebotsstreifen sollen über barrierefreie
Kaphaltestellen geführt werden. Ebenso unverzichtbar ist die räumliche Trennung des Straßenbahn- und
Radverkehrs. Ein Radangebotsstreifen gehört nicht zwischen die Straßenbahngleise. Wird der
Radangebotsstreifen separat vom Kfz- und Straßenbahnverkehr geführt, erhöht sich die Verkehrssicherheit
für den Radverkehr.

Kfz- und Wirtschaftsverkehr
Um für die Radangebotsstreifen zwischen den Kaphaltestellen genügend Platz zu schaffen und trotzdem
nicht ganz auf Stellplätze zu verzichten, empfiehlt das Aktionsbündnis Umbau jetzt! in den Gehweg
eingerückte Parkbuchten zwischen genügend großen Baumscheiben. Ein Teil der Parkbuchten soll als
Lieferzone ausgewiesen werden, um gute Bedingungen für den notwendigen Wirtschaftsverkehr zu
schaffen und keinen Anlass für das Halten auf den Radangebotsstreifen zwischen Parkbuchten und
Straßenbahngleisen zu bieten.

Tempo 30
Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Fußgänger- und Radverkehrs, der Lärmbelastung und aus
Gründen der präventiven Verkehrssicherheit fordert das Aktionsbündnis Umbau jetzt! Tempo 30 für weite
Teile des gesamten Straßenzugs. Denn eine ohne Behinderungen mit 30 km/h fahrende Straßenbahn ist
pünktlicher und angenehmer als eine ständig beschleunigende und abbremsende Straßenbahn mit
Höchstgeschwindigkeit 50 km/h, die von zwischen den Gleisen fahrenden Radfahrern oder anderen
„Hindernissen“ ausgebremst wird.

Zusammenfassung
Der gesamte Straßenzug soll möglichst für alle Verkehrsarten nutzbar sein und weiterhin Raum für
Geschäftsauslagen und gastronomische Außenmöblierungen bieten. Gleichwohl soll der Straßenzug als
eine beliebte Flaniermeile urbanen Lebens den Anforderungen einer sicheren und stadtverträglichen
Abwicklung des Verkehrs genügen. Um das zu gewährleisten, ist ein gegenseitiges Aufeinanderzugehen
mitsamt der Bereitschaft zur Kompromissfindung erforderlich – denn schließlich sind Straßen keine
Privaträume für Wenige, sondern sie gehören Allen!
























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Tino Kotte,
01.06.2011 14:16
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