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Das "Totenreich" und die "Toten" ...

veröffentlicht um 21.10.2019, 04:17 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 21.10.2019, 04:18 ]

Jetzt, nachdem die Druckfahnen stehen, hängt der Erscheinungstermin von "Totenreich" noch davon ab, wie schnell die beauftragte Druckerei dafür Kapazitäten freimachen kann. In einem Monat, um den 20. November, wäre also durchaus eine realistische Perspektive. Was ein willkommener Anlass ist, ein wenig (aber nicht zu viel) über das Totenreich preiszugeben. Also, was genau ist das "Totenreich"?

Eine Waffe der "Toten" ... Designstudie Ulrich Seibert
In diesem Buch wurde Bezug genommen auf den zentralen Aspekt der ägyptischen Kultur, die im berühmten "Totenbuch" der Alten Ägypter ihren Ausdruck ebenso gefunden hat, wie in dem exorbitanten Aufwand, der für die Bestattung hochrangiger Würdenträger betrieben wurde. Man kann beinahe sagen, dass damals das ganze Leben auf den Tod ausgerichtet war, beziehungsweise auf das Leben nach dem Tode. Das Totenbuch schildert ausführlich die Voraussetzungen, die an ein Leben nach dem Tode zu erfüllen waren. Zum einen musste der Verstorbene auf die Reise in die Unterwelt (im Ägyptischen: die Duat) gut vorbereitet sein, denn allzu viele Gefahren lauerten auf dem Weg zur Prüfung. Wer nicht wusste, wie er diesen zu begegnen hatte (manchmal genügte es bereits, den Namen des jeweiligen Dämons zu kennen und diesen laut auszurufen, es gab aber auch Karten der Unterwelt, nach denen der Verstorbene sich zu richten hatte, ebenso Zaubersprüche, die in diversen Situationen helfen würden), war verloren. Mindestens ebenso kritisch war die "Prüfung" selbst, bei der das Herz des Verstorbenen in eine Waagschale gelegt wurde und gegen das Gewicht einer Feder der Göttin Maat aufgewogen wurde. War das Herz leicht, der Verstorbene also frei von Sünden, durfte dieser weiterleben. Ansonsten wurde er von dem Monster Ammit verschlungen.

Für das Buch wurde unterstellt, dass dieser Totenkult des Alten Ägyptens einen sehr realen Hintergrund hatte. Die Duat ist hier nicht nur ein Mythos, sondern ein realer Ort, ein Ort, von dem Angst und Schrecken ausgehen konnten. Und als eine der Protagonisten, die russische Archäologin Irina Markovna, den Eingang zu diesem Ort entdeckt und damit zum Auslöser dafür wird, dass dieser Eingang geöffnet wird, ist sie sich dessen nicht bewusst, dass sie damit zu einer Öffnung der Büchse der Pandora beigetragen hat. Denn die "Toten" verzeihen ein Eindringen in ihr Reich nicht so leicht ...

Und wer sind nun die "Toten"? Nun, das zu spoilern, wird mir im Traum nicht einfallen. Was ich preisgeben kann: auch wenn sie so aussehen sollten (nur ein kleiner Tipp: sie sehen im Buch überhaupt nicht so aus, wie auf dem Buchcover, was verschiedene Gründe hat - der Verlag wollte nicht spoilern, er wollte nicht, dass der falsche Eindruck entsteht, dass dies ein Horror-Roman sei und er wollte den Bezug zum Alten Ägypten verdeutlichen), so "tot" sind die gar nicht. Und sie sind auch nicht unbewaffnet. Nebenstehend eine Skizze nur einer ihrer Waffen (ich entwerfe manchmal Räume oder Gegenstände grafisch, um sie besser visualisieren und beschreiben zu können), ein Wurfstern, der, wenn richtig geworfen, eine verheerende Wirkung entfaltet ...

Secrets of the Ne'arin ...

veröffentlicht um 11.10.2019, 04:17 von Ulrich Seibert

... lautet der Titel einer Trilogie, deren erster Band - "Totenreich" - demnächst im JustTales-Verlag, Bremen erscheint.

Wer hier angesichts des Reihentitels das Genre "Fantasy" vermutet, liegt nur sehr am Rande richtig, denn das Genre der Trilogie ist vielleicht am besten mit "Mystery Abenteuer" umschrieben und "Mystery" ist mit "Fantasy" zumindest weitläufig verwandt. Wer aber Drachen, Dämonen, Hexen und Zauberer, Zwerge, Orks, unbekannte Kreaturen, Magie, andere Welten oder gar Aliens vermutet, liegt völlig falsch. (Beinahe) nichts davon ist in "Totenreich" enthalten. Auch wenn es dem Leser hoffentlich mehrfach den Atem verschlägt angesichts der fantastischen Erlebnisse der Protagonisten, spielt das Ganze dennoch in dieser, unseren Welt und berührt diverse uralte Mythen der Menschheit.

Auch die "Ne'arin", deren Name zugegebenermaßen mehr nach J.R.R. Tolkien klingt als nach einer irdischen Truppe, sind beziehungsweise waren real. Dass ihre Existenz nicht sooo allgemein bekannt ist, liegt darin, dass sie in historischen Aufzeichnungen nicht sonderlich prominent Erwähnung fanden. Dennoch ist ihre Existenz belegt und wissenschaftlich ausgiebig erforscht. Wer genau waren denn nun diese ominösen Ne'arin?

Das Wort "Ne'arin" ist altägyptisch (eigentlich semitisch; es war im Altägyptischen ein Fremdwort - Fremdworte hatten also wohl auch schon damals einen interessanteren Klang als Worte der eigenen Sprache ...) und bedeutet in etwa "Junge Männer", allerdings mit einer militärischen Konnotation. Für diejenigen unter euch, die mit Ägyptologie ein wenig vertraut sind: Gelegentlich wird der Name auch Na'runa ausgesprochen; das dazugehörige Lemma lautet "narn". Und die entsprechende Hieroglyphe sah beispielsweise so aus:

Ne'arin Hieroglyphe

Dass die Ne'arin es nicht zu einem Bekanntheitsgrad wie andere altägyptische Bevölkerungsgruppen gebracht haben, liegt wie gesagt daran, dass sie nur anlässlich eines einzigen Ereignisses (wenn auch in verschiedenen Quellen, an Tempelwänden in Abydos, Karnak oder Abu Simbel) überhaupt jemals erwähnt wurden. Aber im Laufe dieses einen Ereignisses spielten sie die wahrscheinlich wichtigste Rolle für eine der interessantesten Epochen des Alten Ägyptens. Ohne ihre erfolgreiche Aktion wäre Ramses II. bei weitem nicht so alt geworden und die Geschichte des Neuen Reichs (und damit vermutlich die Weltgeschichte) wäre mit einiger Sicherheit völlig anders verlaufen. Konkret geht es um die Schlacht bei Kadesch, in der die Ägypter unter Ramses II. gegen die Hethiter unter ihrem Großkönig Muwattalli II. kämpften. Der in seinem Streitwagen kämpfende Pharao war von feindlichen Truppen umringt, die das Lager der Ägypter völlig überraschend umzingelt hatten. In dieser für Ramses höchst prekären Situation erschien scheinbar aus dem Nichts plötzlich eine Truppe der benannten Ne'arin und haute ihren Pharao erfolgreich aus der Bredouille heraus. Ramses musste sich zurückziehen, gab die Schlacht in den ägyptischen Aufzeichnungen allerdings als Sieg aus (auch an der politischen Aufarbeitung von Fehlschlägen hat sich offensichtlich in den letzten 3.000 Jahren nicht allzu viel geändert ...).

Man muss nicht, man kann aber aus dieser Kette der Ereignisse den Schluss ziehen, dass die Ne'arin wohl eine Art Elitetruppe des Pharaos war; immerhin ist in der Hieroglyphe die Krone Ober- und Unterägyptens enthalten, was auf eine starke Verbindung zum Königshaus hindeutet. Wenn eine Elite aber nie namentlich erwähnt wird (außer in dem einen Fall, wo ihr Wirken quasi die gesamte ägyptische Armee zum Zeugen hatte), dann könnte man daraus weiterhin den Schluss ziehen, dass die Arbeit der Ne'arin damals eher nicht als eine öffentliche Angelegenheit angesehen wurde. Wenn aber Geheimhaltung das oberste Prinzip war, ging es wohl auch um Geheimnisse. Womöglich waren die Ne'arin nicht nur Soldaten, sondern auch in der Informationsbeschaffung oder Spionageabwehr für den Pharao tätig, was ein durchaus plausibler Grund dafür sein könnte, die Decke des Schweigens über diese Truppe zu legen. Und wenn man schon eine absolute vertrauenswürdige und loyale Truppen hat und selbst das ein oder andere Geheimnis hütet, dann liegt es darüber hinaus nahe, diese Truppe mit der Sicherung dieser Geheimnisse zu beauftragen.

Solche Überlegungen waren es, die Angela (Fleischer) und mich dazu bewogen haben, just diese Ne'arin als verbindenden Rahmen in die Trilogie zu holen. Dieser Kunstgriff erlaubte es uns, diverse ägyptische (und in Band 2 andere) Mythen auf eine Weise zu verarbeiten, die einen neuen Blickwinkel darauf ermöglicht: den Blickwinkel des "Eingeweihten" (der allerdings mit dem ihm anvertrauten Geheimwissen naturgemäß nicht allzu gerne hausieren geht) ...

Na, schon neugierig? Ein paar Wochen müsst ihr euch schon noch gedulden ...

"Totenreich" im Landeanflug ...

veröffentlicht um 04.10.2019, 13:39 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 04.10.2019, 13:46 ]

Mannomann! Noch nie habe ich an einem Projekt gearbeitet, das sich über eine so lange Zeit hingezogen hat. Im Jahr 2011 war es, da haben Angela (Fleischer), eine Autorin aus Wien, und ich gemeinsam an einer Kurzgeschichte aus dem Star Wars-Universum gearbeitet. Sie hieß "The Padawan's Rebellion" und war für uns beide eine Art Schreibübung, ein Experiment, das wunderbar geklappt hat. Kurz darauf haben wir beschlossen, gemeinsam ein freies Projekt, einen Roman, anzugehen. Die Idee zu "Totenreich" kam uns am Telefon. Wir haben uns ein ruhiges Plätzchen in der Cloud gesucht und haben dort erst einmal Material gesammelt, Ideen für die Handlung, die Personen, die Schauplätze, Recherche-Ergebnisse und so weiter. Dies erklärt, warum die Handlung etwa im Jahr 2011 spielt. Da sich die politische Situation in Ägypten seitdem so stark verändert hat, dass wir große Teile des Buchs hätten umschreiben müssen, haben wir es einfach dabei belassen.

Totenreich Frontcover
Wir hatten viele tolle Einfälle und doch - die Geschichte war natürlich nicht völlig durchdacht worden, das war ja gerade der Zweck des Experiments gewesen: Lass uns mal drauflos schreiben und sehen, wohin uns, respektive die Protagonisten, das führt. Und, meine Herren, wir wurden ganz schön überrascht und die Geschichten hat sich auf eine Weise entwickelt, die wir selbst zu Beginn der Arbeit nicht für möglich gehalten hatten. Diese Vorgehensweise war sehr spannend und kreativ, hatte aber auch ihren Nachteil: Plötzlich, bei etwa zwei Dritteln des Buchs, befanden wir uns in einer Sackgasse. Egal, wie wir es drehten und wendeten, wir fanden keine Lösung, wie wir unsere Protagonisten aus dem Dilemma, in das wir sie gebracht hatten, herausführen konnten. Meine Vorschläge gefielen Angela nicht und ihre kamen bei mir ebenso wenig gut an. Wir legten das Projekt daher erst einmal für ein paar Wochen auf Eis.

Aus den Wochen wurden Jahre. Angela hatte plötzlich einen verantwortungsvollen Beruf und kaum mehr Zeit zu schreiben und ich habe mich anderen Projekten zugewendet (z.B. dem Roman "Sensenbund"). Mehrfach bin ich zu "Totenreich" zurückgekehrt, doch die "Erleuchtung" stellte sich erst etwa zwei Jahre später ein. Ich habe sofort Angela kontaktiert, doch hatte sie gerade keine Zeit mehr, an dem Projekt mitzuarbeiten, weshalb ich mich voller Eifer alleine an die Fertigstellung machte. Während dieser Arbeit fand ich in meiner Ideensammlung eine weitere Romanidee, die ihren Ursprung im Alten Ägypten hatte. Binnen Sekundenbruchteilen stand für mich fest, dass beide Projekte Teile eines größeren Ganzen sein könnten. So entstand die Idee, aus "Totenreich", das eine in sich abgeschlossene Geschichte werden sollte (und auch wurde), einen, den ersten, Teil einer Trilogie zu machen. Angela war von der Idee sofort begeistert und sie kam kurz darauf mit einer weiteren Idee für einen dritten Band. Ich sollte den zweiten schreiben und sie würde sich, sobald sie wieder Zeit zum Schreiben finden würde, an die Ausarbeitung des dritten großen Geheimnisses der Ne'arin machen.

Doch mit der Fertigstellung des Buches einige Wochen später war seine Odyssee noch lange nicht zu Ende. Erst musste Angela mit dem Ergebnis einverstanden sein (was sie im Großen und Ganzen war), dann musste ein Verlag gefunden werden. Nun ist "verkaufen in eigener Sache" weder meine große Stärke, noch meine Leidenschaft. Ich habe einige Literaturagenturen angeschrieben und erst einmal ein paar Monate etwas anderes gemacht (z.B. an Band 2 der "Secrets of the Ne'arin", wie die Trilogie nun hieß, gearbeitet). Die ein oder andere der Agenturen hat das Manuskript angefordert und wieder gingen Monate ins Land. Dann hat eine Agentur die Vertetung des Werks versucht, doch die Publikumsverlage haben schließlich - wieder Monate später - abgewunken. Die Genres Abenteuer / Mystery würden momentan ganz schlecht laufen. Das mag so sein. Allerdings hat man dasselbe auch zum Thema "Magie" gesagt, als Joanne K. Rowling den großen britischen Verlagen "Harry Potter" angeboten hat. Da haben sich vermutlich sehr viele Verleger hinterher in den eigenen Allerwertesten gebissen ... Wie dem auch sei, wir standen wieder ganz am Anfang. Lustlos habe ich noch ein paar Verlage direkt angeschrieben und wieder Monate ins Land gehen lassen. Schließlich - inzwischen schrieben wir das Jahr 2017 - entschloss ich mich dazu, mich nicht mehr länger in irgendwelche Warteschleifen zu begeben und das Buch schließlich selbst herauszubringen, im Selfpublishing. Nachdem Angela ihr "Okay" gegeben hatte, erzählte mir schließlich ein Kollege, mit dem ich lose in Kontakt stand, vom JustTales-Verlag in Bremen und ich solle unser Buch doch mal dort hinsenden (danke übrigens, Gabriel Henry!). Und genau dort wird "Totenreich" nun auch in Kürze erscheinen.

Eigentlich war die Neuerscheinung des Buchs bereits für März 2019 geplant, doch wie es halt so spielt im Leben ... Mittlerweile ist das Cover da und auch ein geplanter Veröffentlichungstermin, doch nach all den Verzögerungen, die das Buch seit Beginn der Arbeiten erfahren hat, erschien es Andreas Eisermann, dem Chef von JustTales, ratsam, mit Terminbekanntgaben lieber vorsichtig zu sein. Recht hat er! Sagen wir also sicherheitshalber mal: "in Kürze".  Jedoch nicht vor Ende November!

Dass "Totenreich" in Ägypten spielt und viel mit altägyptischer Mythologie zu tun hat, davon war schon andeutungsweise die Rede. Auch das Cover lässt es erahnen. Und was es mit den Ne'arin auf sich hat ... davon in Kürze ...

Interview im Livestream

veröffentlicht um 03.08.2019, 02:51 von Ulrich Seibert

Vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit, mein neues Buch im Studio von FFB Aktiv vorzustellen und einige Fragen dazu zu beantworten. Natürlich konnte in einer Stunde nur ein kleiner Teil der großen Thematik Neoliberalismus behandelt werden.

Die Diktatur des Monetariats - Ulrich Seibert im Gespraech mit Harald Buwert ‎(Studio FFB Aktiv)‎


Die Diktatur des Monetariats ab heute als Paperback erhältlich

veröffentlicht um 26.06.2019, 02:22 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 26.06.2019, 02:23 ]

Paperback - Die Diktatur des Monetariats
Seit heute kann die "Diktatur des Monetariats" als Paperback in allen Online- und Offline-Buchhandlungen bestellt werden. Auch wenn Amazon ankündigt, dass das Buch innerhalb von 2-3 Tagen lieferbar wäre, mag es sein, dass etwas mehr Geduld angebracht sein könnte. BOD schrieb von etwa 14 Tagen, bis die ersten Bücher ausgeliefert werden würden.
Am schnellsten ist es für schlappe 14,99 € wohl vermutlich über den BOD-Bookshop selbst zu bekommen, da es dann ohne Umweg direkt vom Hersteller geliefert wird (außerdem verdient der Autor ein paar Cent mehr bei jeder Bestellung über diesen Shop ;-) ).

Das E-Book dagegen wird wohl noch ein paar Tage dauern, da die Konvertierung aus der Printvorlage der vielen internen Textverweise wegen ein sehr aufwändiges Unterfangen darstellt. Aber für jemanden mit einem passenden Reader könnte es sich dennoch rentieren, zu warten, weil das E-Book eine Aktionswoche lang (nach Erscheinen) für nur 99 ct. angeboten wird. Danach kostet es auch noch meines Erachtens ziemlich faire 6,99 €.

Aber seinen wir uns ehrlich: Du brauchst eh beide Versionen: Die eine, um das Buch in Muße zuhause zu lesen und dabei Randnotizen zu machen, die andere als Nachschlagewerk und Argumentationshilfe in Diskussionen ... ;-)

Bibliografische Angaben: Die Diktatur des Monetariats

In wenigen Tagen: "Die Diktatur des Monetariats" erscheint ...

veröffentlicht um 19.06.2019, 04:12 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 19.06.2019, 04:15 ]

Die Diktatur des Monetariats
Nun hat das Sachbuchprojekt wider Erwarten den Abenteuer-/Mysteryroman "Totenreich" doch noch überholt. Letzterer wird nun am 19. Oktober dieses Jahres erscheinen, was mir die Möglichkeit gibt, mich um die Veröffentlichung der "Diktatur des Monetariats" ohne Zeitdruck und Terminkollisionen zu kümmern.

Worum geht es in diesem Buch? Sagen wir, es ist eine Art Kompendium, in dem alle wichtigen Fragen, die den Neoliberalismus betreffen, behandelt werden: Wer hat ihn ins Leben gerufen, vor allem wann und mit welchen Methoden. Wem nützt er und ... wem nicht! Welche Auswirkungen hat er auf uns und die Welt und wie haben seine Protagonisten es geschafft, dass auch die Menschen, die von ihm nicht profitieren können, die entsprechenden neoliberale Akteure gewählt haben und immer noch wählen? Gibt es Auswege aus diesem höchst problematischen System und was ist von den sozialistischen Ansätzen seiner Erzfeinde zu halten?

Wenn ihr euch fragt, warum und mit welchem Recht und Sachverstand sich ein Autor von leichter Belletristik an solch ein trockenes Fachthema wagt ... Nun, sooo trocken ist das Sujet nun nicht. Im Gegenteil, bei der ausgiebigen Beschäftigung mit dem Thema habe ich feststellen müssen, dass die Geschichte des Neoliberalismus und die Methoden, mit der die neoliberalen Akteure "ihr" System durchgesetzt haben, alle klassischen Elemente eines Verschwörungsthrillers aufweisen. Und damit kenne ich mich nun wirklich aus. Ich sage nur "Sensenbund" ... Und das Fachwissen? Immerhin habe ich mal an der Uni Regensburg Betriebswirtschaftslehre mit Nebenfach Volkswirtschaftslehre studiert. Da bekommt man durchaus das ein oder andere mit über Wirtschaftstheorien oder Kapitalismuskonzeptionen. Und dieses Wissen hat mir hervorragend dabei geholfen, Neoliberalismus als das zu entlarven, was es ist: Ein demokratiefeindliches, totalitäres Wirtschaftssystem, das mit "Markt" und "Wettbewerb" nur sehr wenig zu tun hat, bei dem es ausschließlich um Marktmacht und das Recht des Stärkeren geht und das nur vergleichsweise wenigen Reichen und Superreichen nützt. Aber ... lest selbst. Wenn sie nicht Realität wäre, sondern ein Autor diese Geschichte als Fiktion entwickelt hätte, würde kein Mensch sie für glaubwürdig erachten ...

Eine kleine Anmerkung noch für die ganz Flotten: Eine Woche nach Erscheinen wird das E-Book für nur 99 Cent zu haben sein, aber wirklich nur eine Woche lang! Haltet also die Augen offen, das Buch wird aller Voraussicht nach irgendwann zwischen 24.6. und 2.7. herauskommen, wann genau, weiß nicht einmal ich.

Endspurt für "Totenreich"

veröffentlicht um 18.01.2019, 09:11 von Ulrich Seibert

"Totenreich", der erste Band aus der geplanten Trilogie "Secrets of the Ne'arin" hat nun seinen ersten Korrekturgang durchlaufen. Nun müssen noch ein paar Hinweise der Lektoren eingearbeitet werden, dann geht das Manuskript zurück an den Verlag und das Lektorat. Zur Buchmesse soll's fertig werden. Etwas optimistisch, aber ich halte mich ran!

Es handelt sich dabei übrigens nicht um Fantasy, auch wenn sich die Titelreihe so anhört. Die Ne'arin (Übersetzung aus dem Altägyptischen: "Junge Männer") hat es wirklich gegeben. Sie waren im Alten Ägypten (Neues Reich) eine Art Elitetruppe, die den Pharao Ramses II. bei der Schlacht von Kadesch aus einer schlimmen Bredouille herausgehauen haben. Aber da sie außer in den Berichten über diese eine Schlacht nirgendwo sonst Erwähnung fanden, liegt nahe, dass sie ansonsten überwiegend hinter den Kulissen tätig waren ... was Raum für die Fantasie eines Autoren lässt.

In "Totenreich" geht es dementsprechend um einen Mythos aus dem Alten Ägypten, der bis weit in unsere Zeit Eingang in unsere Kultur gefunden hat und ... wie dieser Mythos durch eine zufällige archäologische Entdeckung wieder zur tödlichen Realität wird ...

Totenreich

veröffentlicht um 06.06.2018, 09:02 von Ulrich Seibert

Der Roman "Totenreich" (so der vorläufige Arbeitstitel) ist einen Schritt weiter!
Verlagsvertrag "Totenreich"

Heute habe ich den Verlagsvertrag mit JustTales, Bremen, unterzeichnet. Sobald meine Kollegin Angela Fleischer, die an diesem Buch kräftig mitgearbeitet hat, ihre Unterschrift ebenfalls daruntergesetzt hat, läuft die Verlagsmaschinerie an. Wenn alles glatt läuft, wird das Buch noch im Jahr 2018 erscheinen. Nähere Details zum Buch folgen in Kürze, jetzt wird erst einmal eine Flasche Sekt geköpft. Der Sommer dürfte dann ziemlich heftig werden, wenn zeitgleich die Korrekturen für ein Buch eingearbeitet werden müssen, während gleichzeitig ein anderes dringend fertiggestellt werden muss. Aber immer eins nach dem anderen!

Das Bild auf der rechten Seite ist übrigens nur ein selbstgestrickter Entwurf und wird aller Voraussicht nach nicht als Cover fungieren ...

Shifters - die Lebenszeit des Taschenbuchs geht zu Ende ...

veröffentlicht um 06.01.2018, 06:14 von Ulrich Seibert

Shifters Taschenbuchausgabe
Ziemlich genau drei Jahre ist die Taschenbuchausgabe von Shifters nun auf dem Markt. Doch nun geht die Auflage zu Ende, die Möglichkeit, das Buch über den Buchhandel zu bestellen, wird es nur noch wenige Wochen lang geben. Danach landen die paar wenigen Restexemplare bei mir, als eiserne Reserve für Lesungen.

Wenn ihr das Buch also noch nicht habt und lieber in Papier schmökert als in digitalen Dateien, dann solltet ihr noch rasch zugreifen. Das 524 Seiten dicke Buch kostet (in Deutschland) schlappe € 12,95 und ist in der Printausgabe meines Wissens nach leider nur noch bei Amazon erhältlich. Ihr wisst ja: Wer zuerst kommt, liest zuerst!

Politisch nichts mehr zu sagen?

veröffentlicht um 11.09.2017, 03:42 von Ulrich Seibert

Hi Leute!

Ich wurde darauf angesprochen, dass mein BLOG-Betrieb mit politischen Themen nahezu eingeschlafen sei. Ob mir denn ausgerechnet in der heißen Phase des Wahlkampfes nichts mehr einfallen würde?

Oh doch. Mir fällt jede Menge ein. Aber es ist mir zu unergiebig geworden, immer nur "kleine" Themen aus dem Zusammenhang herauszunehmen und zu diskutieren. Da kommt außer ein wenig Empörungsmanagement nicht wirklich viel dabei rum. Es kostet Herrn Schulz keine einzige Stimme, wenn ich an dieser Stelle seine verlogene Wahlstrategie entlarve. Abgesehen davon, dass ich gar kein Interesse habe, Herrn Schulz Stimmen abzujagen. Vernünftige soziale Gesellschaftspolitik ist ohne zumindest die SPD nicht mehrheitsfähig, eine Chance, die immerhin eines Tages besteht, jedenfalls wenn die SPD-Basis es irgendwann auf die Reihe bekommen sollte, den neoliberalen Seeheimer Kreis in seine Schranken zu verweisen.

Den BLOG werde ich - zumindest vorerst - noch nicht ad acta legen. Wahrscheinlich werde ich ihn in einigen Monaten wieder brauchen. Bis dahin arbeite ich an einem größeren politischen Werk, einem Buch über Neoliberalismus, in dem es auch um die Zusammenhänge all der Themen, die uns am Herzen liegen geht und um die Information, was genau dieser Neoliberalismus eigentlich ist. Selbst unter hochrangigen Politikern herrschen da durchaus ganz böse Missverständnisse. Somit rentiert sich mein BWL-Studium (samt VWL-Elementen) für diesen Lebensabschnitt doch noch ...

Dieses Buch hat gleich mehrere Antriebsquellen: Zum einen waren da diverse Vorträge, die ich über Neoliberalismus halten durfte, wo mir auch als Feedback gesagt wurde, dass es schön wäre, wenn man das auch alles noch einmal nachlesen könnte. Die zweite wesentliche Inspiration ist das Buch Reichtum ohne Gier von Sahra Wagenknecht. Insbesondere die Analyse, die sie dort zum Neoliberalismus anstellt, ist die beste, die mir bis dato untergekommen ist. Wenn diese sogar von einem CSU-Granden wie Peter Gauweiler gelobt wird, dann sollte sie auch für CSU-Jünger ungiftig sein. So gut wie die Analyse ausgefallen ist, so dürftig fand ich ihre Skizze zum Ausweg aus dem Dilemma. Ich bin der Ansicht, dass ihr Ansatz an den Realitäten in Deutschland und der EU vorbeigeht, dass ihre Vision langfristig vielleicht hilfreich sein mag, kurzfristig aber keinerlei Wegweiser für die Überwindung dieses unltrarechten Wirtschaftssystems bietet, von dem sogar der Papst sagt, dass es tötet.

Ich hoffe, dass meine eigenen Ideen da vielleicht ein wenig zielführender sein werden. Man wird sehen.

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