KUNST‎ > ‎MULTIMEDIA‎ > ‎

Fraktale

ERÖFFNUNGSPERFORMANCE
NEU GIER - Dialog der Generationen, 2015
25. Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK, Marstall Schwerin
Mehrkanalklangperformance mit Raumprojektion in Zusammenarbeit mit Miro Zahra und Rainer Heinrich Viltz


FRAKTALE
Mehr-Kanal-Klangperformance mit Raumprojektion

Fraktal (lateinisch fractus gebrochen) lehnt sich an die naturwissenschaftlich mathematische Chaostheorie
(fraktale Geometrie) an. Es bezeichnet hier sich selbst organisierende und selbstentwickelnde natürliche Strukturen,
die einander ähnlich aufgebaut sind. Unter der Bezeichnung fraktale Fabrik eine zentrale Stellung im Bereich des
Produktionsmanagement ein.
Dieses Modell bedient sich natürlicher Systeme als Vorbild. Die Fabrik besteht aus dezentralen Strukturen mit
kleinen Regelkreisen für intensive Kommunikation zwischen den Subsystemen der Fabrik. Die Fraktale sind
hierbei autonome, dynamische und selbstähnliche Gebilde, die nach dem Prinzip der Selbstorganisation und
Selbstoptimierung als eigenständige Unternehmenseinheiten agieren.

Sie wirken an ihrer Entstehung, Veränderung und Auflösung aktiv mit und richten ihre Ziele an den generellen
Unternehmenszielen aus. Dieses wirtschaftliche Modell lässt sich ohne weiteres auf zeitgenössische künstlerische
Arbeitsweisen übertragen. Viele Künstlerinnen und Künstler arbeiten heute projektbezogen in Gruppen kollektiv in
regem Gedankenaustausch zusammen. Leidenschaftlich geführte Diskussionen, aber auch das Scheitern und Brüche
sind hierbei fruchtbare Quellen für neuartige Lösungsansätze im Bereich der künstlerischen Produktion.

Wolkenbilder als Ausdruck der Fraktale in der Natur und Abbild der Evolution. Wie aus dem Nichts erscheinend,
schnell veränderbar und verschwindend. Gleichsam dem Leben, im stetigen Wandel der Erscheinungsformen
nicht vorsehbar, endlich unendlich.

Rainer Heinrich Viltz, Daniela Melzig und Miro Zahra, 2015