KUNST

GRAFIK | INSTALLATION | MULTIMEDIA

Zu Beginn der konzeptuellen künstlerischen Arbeit werden thematische Fotografien am Computer bearbeitet. Diese stammen aus freigegebenen Archiven oder werden von mir digital oder analog angefertigt. Aus den digitalen Grafiken entstehen Druckvorlagen, welche mit Hilfe eines manuellen Druckverfahrens auf die Träger übertragen werden. Der Abdruck der Grafik erscheint malerischer als die Vorlage, welche durch die Transparenz des Glases noch verstärkt wird.
Als Träger werden die verschiedensten Glasarten und Materialien verwendet. Alte Fensterscheiben, Fund Glas, Fensterscheiben, Mosaiksteine, Seide, Seidenpapier, Transparentpapier, etc..Wichtig dabei ist die Transparenz des Materials, um ein Durchscheinen zu garantieren. Das Bild erlangt dabei eine gewollte Unschärfe und Tiefe.
Durch Überlagerung von mehreren Glasschichten entsteht eine Dreidimensionalität, wie sie zum Beispiel in einem Pop up Buch verwendet wird.Die Überlappung der Zeiten und geschichtlicher Ereignisse, die nicht verleugnenden Zusammenhänge der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind inhaltlich eng mit der Materialauswahl verbunden.
Die entstehenden Schatten als Symbol für das Lebendig werden der Vergangenheit kann mit Hilfe der neuen Medien die verschiedensten Aspekte und Kunstformen eröffnen. Die Glasdruckbilder erinnern oftmals an alte Fotoplatten,
welche in den Anfängen der Filmkunst verwand wurden. Aus den Glasdrucken und deren geworfenen Schatten oder Fotografien entstehen wiederrum Videosequenzen.
So schließt sich das Band zwischen den Generationen.
Mir ist es ein Anliegen Materialien und Techniken zu vermischen, zu experimentieren, zu forschen und neue Medien sowie Ausdrucksformen zu kreieren, meine Arbeitsweise zu vertiefen und fortzuführen. Diese in den
geschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext zu stellen. Unbequeme Fragen mit Hilfe von künstlerischen Mitteln zu untersuchen und zum Diskurs in die reale oder virtuelle Öffentlichkeit zu stellen.
Kunst als Mittel der Integration, des Aufzeigens, der Anteilnahmen, des Reflektierens, als Hoffnungsträger und als Hilfe der nonverbalen Kommunikation und des Verstehens, aber auch als eine Gefahr der Bildmanipulation.
Der Kontext entscheidet über Ausdruck und Deutung.
Musik, Tonaufnahmen, Fotografien, Filmsequenzen und Schattenfotografien werden zu medialen Installationen. Künstlerische Weggefährten, die das politische und gesellschaftliche Geschehen begleiten.

Daniela Melzig, Januar 2016

 
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