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Noch 50 Tage bis zum Tolkien Tag!

veröffentlicht um 13.04.2012 03:28 von Sebastian Kleinen
Nur noch 50 Tage, dann ist es soweit! Der Tolkien Tag Niederrein öffnet zum 4. Mal seine Tore für Hobbits, Zwerge, Menschen, Elben, Orks und viele weitere Wesen Mittelerdes!
Ganz besonders kann sich dieses Jahr auf den größeren Veranstaltungsort gefreut werden. Schloss Walbeck bietet uns in diesem Jahr nicht nur ein großes Außengelende mit Wald, sondern auch viel mehr Platz an Vortrags und Ausstellungsräumen! Durch die Förderung durch das INTERREG IV A-Programm wird der Tolkien Tag in diesem Jahr erstmals zweisprachig durchgeführt. Es erwarten euch also Vorträge in deutscher und niederländischer Sprache. Viele Vortragende konnten wir bereits bestätigen. Einen besonderen Gast, den wir das erste Mal auf einer Veranstaltung der Deutschen Tolkien Gesellschaft begrüßen dürfen möchten wir euch heute schon einmal vorstellen.
 
Prof. Dr. Rudolf Simek
 
Rudolf Simek (* 21. Februar 1954 in Eisenstadt) ist ein österreichischer Philologe, Skandinavist und germanistischer Mediävist.
 
Von 1972 bis 1976 studierte Simek Germanistik, Philosophie und Katholische Theologie; anschließend im selben Jahr war er kurzfristig als Lehrer an einer Hauptschule tätig. Im gleichen Jahr trat er bis 1979 an der Universität von Edinburgh sein erstes hochschulisches Lehramt an. Nach der erfolgten Promotion 1980 und den Magister in Theologie 1981 in Wien, hatte Simek bis 1995 die Stelle als Leiter der Fachbibliothek des dortigen germanistischen Institutes inne und war dort gleichzeitig von 1981 bis 1989 Dozent. Die Dozentenstelle hielt er bis 1995 gleichzeitig trat Simek von 1990 bis 1995 eine Professur für Germanistik an der Katholischen Universität von Heiligenkreuz an; 1990 habilitierte er in Wien.
 
Seit 1995 ist er Professor und Lehrstuhlinhaber für Ältere Germanistik mit Einschluss des Nordischen an der Universität Bonn. 1999 erhielt er eine Professur für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Tromsø, 2000 in Sydney für Altnordische Studien. Zu diesen ordentlichen Professuren kommen zahlreiche Gastprofessuren und Dozentenstellen an europäischen und aussereuropäischen universitären Bildungsstätten. Längere Forschungsaufenthalte hatte er an den Hochschulen von Reykjavík, Kopenhagen, London, Oxford und Sydney. Von 2000 bis 2003 war Simek Vorsitzender der Internationalen-Saga-Gesellschaft.
 
Simek forscht und lehrt zur germanischen Mythologie und Religionen, den mittelalterlichen Sprachen und Kulturen Skandinaviens, der Renaissance des 12. Jahrhunderts und ihrer Literatur, zu den religiösen, mystischen und visionären Texten des Hochmittelalters, den volkssprachlichen Wissenschaftstexten des Mittelalters mit besonderem Blick auf die Naturwissenschaften, zu spätmittelalterlicher Reise- und autobiographischer Literatur sowie zu Literatur in den geographischen Randgebieten des (heutigen) deutschen Sprachraums. Simek hat zahlreiche Beiträge zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde und dem Lexikon des Mittelalters verfasst.
 
Im Zusammenhang mit Tolkien wurde Rudolf Simek durch sein Buch "Mittelerde: Tolkien und die germanische Mythologie." (C. H. Beck, München 2005) bekannt.
Hier geht Rudolf Simek den wichtigsten Namen, Stoffen und Motiven nach, die Tolkien der altskandinavischen Sagenwelt und Mythologie, den Eddas und Sagas des isländischen Mittelalters entnommen und in seiner neugeschaffenen Welt von Mittelerde verwendet hat. Trolle und Zwerge allenthalben, ein verfluchter Ring und ein zerbrochenes Schwert, gute Zauberer und gefährliche Drachen: Tolkiens Werke, vor allem der Hobbit und der Herr der Ringe und die Vorgeschichte dazu im Silmarillion, sind voller Elemente und Motive, die aus der nordgermanischen Mythologie stammen. Simek wendet sich auch an jüngere Leser, an die Filmfans, die gerne mehr über die Bedeutung der einzelnen Figuren erfahren möchten und all diejenigen, die einen Führer durch die mythologische Welt Tolkiens suchen. Genaue Quellennachweise und ein ausführliches Register machen das Buch zum nützlichen Nachschlagewerk.
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