Aktuelles 2017

10-Tage Kastrationsaktion im November 2017 in Tirnavos/Griechenland und Trikala/Griechenland.


22.11.2017 Dokumentation der Operationen an 10,5 Tagen.

Der hintere Ordner gehört zu Tyrnavos-Kastrationsaktion 11/2017. Der vordere blaue Ordner enthält die Operationsdokumentation von Trikala 11/2017.
Für jedes Tier führen wir eine Karteikarte. Dort werden Daten über das Tier festgehalten. Wie es aussieht, wo es eingfangen wurde, welche Microchipnummer es hat, Bemerkungen über die Operation, etc., etc. ...

Unser Dokumentationssystem (Kartei und Foto) hat in Griechenland begeistert und alle wollten Kopien unserer Unterlagen.




Hintern der Kulisse geht die Arbeit für den Tierschutz ohne Ruhepause weiter. Wir sind erst wenige Tage wieder zurück in Deutschland und die sonnigen Tage müssen ausgenützt werden, damit die Arbeitswäsche, die Handtücher, die Liegeunterlagen desinfiziert, gewaschen und getrocknet werden können. Das nicht verbrauchte OP-Material muss sortiert und bestandsmäßig erfasst werden. Die OP-Ausstattung muss desinfziert, gereinigt, repariert und verpackt werden, damit sie für den nächsten Einsatz verwendet werden kann.

Wir haben zwei Ordner voller Karteikarten für jedes Tier, dass wir operiert haben. Diese sind auszuwerten, damit wir die Zahlen bekannt geben können. Und dann sind da noch Hunderte von Fotos z.B. von jedem operierten Tier, die die griechischen Kollegen und die Stadtverwaltungen bereits zusammen mit den Formularkopien angefordert haben.

Und jetzt planen wir bereits den nächsten Einsatz im Mai 2018.

Arbeit hinter der Kulisse. Tag für Tag. Ohne einen Cent an Verdienst. Weder für den Aufwand noch als Entgelt.

Der Dank ist die Liebe und Zuneigung der Tiere, denen wir helfen konnten. Ihr Leben wird zukünftig besser sein. DANKE den Spendern und den Freunden, die unsere Arbeit zu schätzen wissen und uns unterstützen


Bildbeschreibung:
Wäsche, Handtücher, Decken - nur ein Teil davon.
Alles muss desinfiziert und gewaschen werden. In Eigenarbeit, denn keine Reinigung nimmt so etwas an. Weder in Griechenland, noch in der Türkei, noch in Deutschland.
Desinfektionsbad für die Liegeunterlagen
Trocknen - gut, dass es noch ein paar sonnige Tage gibt.
Auspacken, Sortieren, Zählen, Erfassen damit das Chaos wieder eine Ordnung bekommt.
Alles wird desinifziert, gereinigt, repariert, verpackt und bis zum nächsten Einsatz eingelagert.



Wir stellen euch das Team vor.





Melanie (Tierärztin) - Warum engagierst du dich für Kastrationen so stark?

Schon immer schlug mein Herz für Tiere, die am Wenigsten eine Chance auf ein schönes, unbeschwertes Leben haben.

Mit Kastrationen haben wir die Chance, das Leben der bereits geborenen Tiere zu verbessern. Hündinnen müssen sich nicht mehr um die vielen Welpen kümmern, Rüden jagen nicht mehr achtlos läufigen Hündinnen hinterher. Ein nicht kastriertes Straßentier sieht im Vergleich zu kastrierten oft ausgemergelt und ausgezehrt aus. Zeitgleich ersparen wir ungewollten Welpen einen harten Kampf ums Überleben.

Der Blick in die Augen dieser kleinen unschuldigen Geschöpfe gibt uns Kraft, bis spät in die Nacht zu arbeiten. Wir könnten stolz auf unsere tägliche Arbeit sein.

Aber wenn ich ehrlich bin, kehren nicht die Bilder wieder, die die schönen Momente widerspiegeln. Es ist der Welpe, der unterkühlt, ausgehungert und von Fliegenmaden übersät im Olivenhain gefunden wurde. Um dessen Leben wir kämpfen und doch kapitulieren müssen.











Ines (tierärztliche Assistenz) - Warum möchtest du dich bei einem Kastrationsprojekt im Ausland persönlich engagieren? ...

Ich bin ein großer Hundefan und seit neuestem haben sich auch Katzen in mein Herz geschlichen.

Nachdem ich viele Jahre als Pflegestelle ehrenamtlich gearbeitet habe, ist mir klar geworden, Kastration ist der einzig richtige Weg im Tierschutz und sollte unbedingt gefördert werden.
Gerade in den südlichen Ländern, wo es die Tiere oft besonders hart trifft, ist es wichtig sich um die Fellnasen zu kümmern.

Daher bin ich sehr froh, dass ich zusammen mit dem Tierärztepool als Assistentin direkt vor Ort helfen kann.
Ich freue mich auf den Einsatz mit dem Team der Tierinsel-Umut Evi in Nordgriechenland und hoffe wir können in den Einsatztagen zusammen viel erreichen für die Tiere.





Doris (Organisation und Dokumentation) - Warum engagierst du dich bei einem Kastrationsprojekt im Ausland persönlich?

Tiere sind für mich Lebewesen, über die der Mensch zu Unrecht einen (Be-)Herrschungsanspruch ausübt. Durch die Forschungsarbeiten in den letzten Jahren, die das Verhalten und die Intelligenz der Tiere herauszufinden versuchen, erkennt man, über welche große Intelligenz sie verfügen. Wobei das Wort „Intelligenz“ sicher sehr vielfältig interpretiert werden sollte. Ich empfinde es als beschämend, Lebewesen (im allgemeinen und insbesondere die "tierischen" Lebewesen) respektlos zu behandeln. Sie haben das gleiche Recht wie wir, auf ein selbstbestimmtes Leben.

Warum dann Kastrationen?
Unser aller Leben und die Natur ist auf unseren Planeten bereits in einer derartigen Weise nach dem Machtanspruch des Menschen gestaltet worden, dass sie nicht mehr naturgemäß ablaufen kann. Alleine wenn man das Thema „Massen-Tier-Haltung“ überdenkt, lässt sich erkennen, wie viel Qual, Leid und Zerstörung dahinter steckt.

Leid vermeiden – dazu gehört in meinen Augen auch die Durchführung von Kastrationen von Hunden und Katzen. Im In- und Ausland. Die Ursache des Problems der Straßentiere liegt beim Menschen. Tiere werden gezüchtet, als Haustiere verkauft und wenn sie zum Problem werden, vor die Türe gesetzt. Hündinnen an der Kette werden zigfach und immer wieder gedeckt. „Nutz“hunden entledigt man sich durch Tötung oder, „wenn sie Glück haben“ indem man sie auf die Straße entlässt. Straßentiere werden während der Tourismussaison so gut gefüttert, dass sie aufgrund ihres Ernährungszustandes einen sehr umfangreichen Nachwuchs produzieren.

Die Natur ist aus dem Gleichgewicht geraten.

Immer und immer wieder stellte ich für mich selber fest, wie sinnvoll diese Tierschutzarbeit ist. Denn die Suche nach einem guten Zuhause für Hunde und Katzen ist für einzelne ein großer Gewinn aber wird niemals zu einer Lösung des Problems Straßentiere führen. Daher engagiere ich mich, mit meiner Kraft, für diesen Tierschutz. In Deutschland für die Verwaltung und die Projektorganisation und vor Ort, um die Probleme „live“ zu erleben und auch dort selbst mit anzupacken.

                                                       



Max (Organisation und Helfer in der OP-Vorbereitung) - Warum engagierst du dich bei einem Kastrationsprojekt im Ausland persönlich?

3 Gründe:

Weil ich den noch ungeborenen Tierkindern ein qulavolles Sterben infolge von Krankheiten, Seuchen, Unterernährung und Vergiftungen in den ersten Lebensmonaten ersparen will.

Weil ich den Katzen und Hündinnen ein Leben in ständiger Schwangerschaft ersparen will, dass sie auszehrt und die Risiken an Tumoren, Geschwülsten und anderen Krankheiten zu leiden, vielfach erhöht.

Weil ich die Zahl der Straßentiere ohne Leidern und Töten verringern will, damit die vorhandenen Resourcen allen lebenden Straßentieren ein freies und besseres Leben ermöglichen.






Lisa ( Helfer OP-Vorbereitung, OP-Nachsorge, Pflege/Versorgung) - Warum möchtest du dich bei einem Kastrationsprojekt im Ausland persönlich engagieren?

Jeden Tag sehe ich Hunde in den sozialen Medien, die von unterschiedlichen Vereinen zur Vermittlung vorgestellt werden. Liebevolle Hundeaugen, deren Blicke mich mitten ins Herz treffen. Hunde an kurzen Ketten, Hündinnen mit ihren Welpen in dunklen Verschlägen, abgemagerte und sterbende Hunde auf den Straßen, Welpen im Pappkarton. Unmengen an Hunden, die wie Müll behandelt und in Tötungsstationen abgeschoben werden oder auf der Straße leben und sich jeden Tag aufs Neue durchschlagen müssen. Wenn ich könnte, würden ich jeden Einzelnen von ihnen aufnehmen und ihm oder ihr ein liebevolles Zuhause schenken. Doch ein vermittelter Hund macht Platz für einen neuen Hund von der Straße, ein Kreislauf ohne Ende, der durch reine Vermittlungen nie gestoppt werden kann. Ein Welpe jedoch, der gar nicht erst geboren wird, muss nicht ein Leben voller Entbehrungen auf der Straße verbringen und jeden Tag darauf hoffen, doch nochmal irgendwo ein warmes kuscheliges Körbchen, einen gefüllten Futternapf und liebende Menschen zu finden. Kastrationen und die Aufklärung der Bevölkerung vor Ort sind meiner Meinung nach die einzigen Wege Hundeelend langfristig einzudämmen und genau aus diesem Grund möchte ich mich bei einem Kastrationsprojekt im Ausland engagieren und mit dazu beitragen, dass es vielleicht irgendwann keine Hunde in dunkeln Verschlägen, Welpen in Pappkartons oder abgemagerte und kranke Straßenhunde mehr gibt.




                       


Maria (Helfer OP-Nachsorge, Pflege/Versorgung) - Warum möchtest du dich bei einem Kastrationsprojekt im Ausland persönlich engagieren?

"Ich finde, dass die Kastration von Straßentieren ein wichtiger und wirksamer Beitrag ist, die Vermehrung von ungewolltem Nachwuchs, auf den meist nur Leid und Elend wartet, einzudämmen. Vielleicht erreicht man durch Kastration und Aufklärungsarbeit der Bevölkerung, dass sich die Lebenssituation der Straßentiere mittel- und langfristig zum Positiven ändert.

Mein Einsatz im Tierschutz bestand bislang hauptsächlich darin, Tierschutzorganisationen finanziell zu unterstützen und als Pflegestelle Tiere aufzunehmen und mich bis zu ihrer Vermittlung in ein gutes Zuhause um sie zu kümmern.

Ich freue mich darauf, bei der Kastrationsaktion der Tierinsel - Umut Evi mitzumachen, um die Situation der Tiere vor Ort persönlich zu erleben und dabei zu helfen, dass die Tiere nach dem Eingriff gut betreut werden."


      


Angelika (Helfer OP-Nachsorge, Pflege/Versorgung) - Warum möchtest du dich bei einem Kastrationsprojekt im Ausland persönlich engagieren?

"Seit ich vor vielen Jahren erstmals das Elend der Straßentiere in Südeuropa mit eigenen Augen erlebt habe, liegen mir diese armen Wesen sehr am Herzen.
Mein Mann und ich machten damals die ersten Versuche, im Kleinen zu helfen. Während unserer Urlaube im Süden haben wir die Tiere gefüttert, im örtlichen Tierheim mitgeholfen und uns für vermittelte Tiere als Flugpaten zur Verfügung gestellt.

Dann trat meine Katze Sissi in unser Leben. Fortan haben wir uns darauf beschränkt, verschiedene Tierschutzorganisationen finanziell zu unterstützen - Sissi sollte nicht zu lange allein bleiben müssen.

Den Verein "Tierinsel - Umut Evi" unterstütze ich besonders gerne, weil er sich auf Kastrationsprojekte konzentriert. Natürlich freue ich mich riesig für jeden Hund und jede Katze, die in ein richtiges Zu Hause vermittelt werden. Trotzdem ist und bleibt die flächendeckende Kastration der Straßentiere das einzig probate Mittel, um das Tierelend langfristig zu reduzieren.
Eines dieser Projekte persönlich zu unterstützen ist ein lange gehegter Wunsch von mir. Und nun hat sich die Gelegenheit ergeben, dass die Tierinsel dringend Helfer für dieses Projekt im November gesucht hat. Ich bin meinem Herzen gefolgt und habe mich bei Doris gemeldet.
Meine Sissi wird es mir hoffentlich verzeihen, dass ich sie nun doch wieder längere Zeit alleine lasse. Ich werde sie auch sehr vermissen, aber ich weiß sie gut behütet und versorgt.

Und ich bin sehr dankbar dafür, dass es Menschen wie Doris, Max, Melanie und viele andere gibt, die sich mit so unendlich viel Energie für diese schwächsten der schwachen Kreaturen einsetzen. Sie dabei zu unterstützen, dass neues Leid vermieden wird, macht mich ein wenig stolz und glücklich. Und auch die Tiere sind dankbar. Sie zeigen es uns, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ihnen das Leben zu erleichtern ist jede Anstrengung wert!"







16. September 2017

 ZEHRA – die lange aber schöne Geschichte einer Hilfsaktion. Sie will auch darüber informieren, wie schwer es ist, Tierschutz in der Türkei zu betreiben. Kulturell bedingte Mentalitätsunterschiede spielen dabei immer wieder eine nicht unerhebliche Rolle.

Anfang November 2016
HALLO DORIS, schreibt eine Tierfreundin, die den Text einer türkischen Tierschützerin vor Ort an mich ins Deutsche übersetzt. Es gibt einen kranken Kangal Hund in Karpuzlu (ein Ort zwischen Enez und Ipsala) Die Hündin hatte vermutlich einen Unfall und wurde nicht behandelt. Sie kann nicht laufen und es geht ihr sehr schlecht. Sie ist wohl nicht kastriert. Rüden versuchten sich mit ihr zu paaren. Sie braucht dringend Hilfe.
Wir sehen das Video, das uns übermittelt wird und geben sofort den Auftrag, die Hündin zu einem Tierarzt zur Diagnose mit Behandlungsvorschlag und Kosteneinschätzung, zu bringen.
Dezember 2016
Wir erhalten die Information, dass Tierfreunde die Hündin nun (endlich) zu einem Tierarzt nach Istanbul gebracht haben. Istanbul ist vom Heimatdorf der Hündin 290 km entfernt. Die Fahrtzeit mit dem Auto dauert einfach mindestens 4,5 Stunden. Das Problem ist, nicht jeder der Tierfreunde besitzt einen Führerschein oder hat ein eigenes Auto. Auch findet man nicht viele Tierärzte, denen man besondere Notfälle anvertrauen will. So dauert es manchmal lange, bis die Hilfe anläuft.
Es wird berichtet, dass wohl verschiedene Brüche diagnostiziert wurden und man sich noch nicht entschieden hat, wie überhaupt behandelt/operiert werden soll.  Wir erhalten zudem Röntgenaufnahmen, die selbst uns als Laien erkennen lassen, dass die Schäden an Hüfte und beiden Hinterbeinen gravierend sind.
Wir drängen auf den Behandlungsvorschlag und die Mitteilung über die entstehenden Kosten. Es werden hohe Kosten für die Operation übermittelt. Allerdings ohne Information, welche medizinische Versorgung genau geplant ist.

Während wir noch versuchen diese Information zu bekommen, erfahren wir dass der Tierarzt bereits die Hündin operiert hat und das wir dafür nichts bezahlen müssten, weil sie die Hündin in ihrem Zustand nicht ohne Behandlung herausgegeben hätten können. Man bittet aber um die Bezahlung, die man für angemessen hielte. Wir treffen eine Einigung bei € 500. 
 Wiederrum etwas später erhalten wir ein Foto der Hündin nach der Operation und erneut Röntgenaufnahmen. Es zeigt die Operation nur der linken Seite der Hinterhand. 

Januar 2017
Wir erhalten die Information, dass es der Hündin gut. Sie läuft besser als vorher. Was weiterhin geplant ist, erfahren wir nicht. 

  
 Februar 2017
Wir bekommen Fotos von der Hündin aus der Klinik. Zudem den Hinweis, dass wir Geld für deren Kastration überweisen sollen. Die Tierschützerin, durch die wir auf Zehra aufmerksam gemacht wurden berichtet, dass sie den Hund bald abholen will, weiter pflegen und dann den Mann übergeben will, der sie auch vorher „verpflegt“ hätte.

Die Hündin soll also genau dorthin zurückgebracht werden, wo man sie schwer verletzt aufgegriffen hatte. Zu dem gleichen Besitzer, von dessen Existenz wir bisher nichts wussten.
Könnten wir mit so einer Entscheidung einverstanden sein?

Wir erfahren nicht, ob Zehra tatsächlich einen „Besitzer“ hatte. Die Beurteilung einer Zugehörigkeit zu Menschen ist in den Ländern mit einer Straßentierproblematik sehr schwer zu definieren, da, bis auf die Kettenhunde, Hunde und Katzen meistens frei herumlaufen. Vielleicht war es ein Schäfer, vielleicht ein Viehalter für Rinder. Vielleicht jemand der nur durch den Erwerb von Oliven und angebautem Gemüse den Lebensunterhalt von sich und seiner Familie finanziert. Vielleicht wurde Zehra, als besitzerlose Hündin, auch nur ein bisschen mit Brot durch diesen Menschen versorgt. Die Gegend in der Zehra ihre Heimat hatte, ist geprägt durch Landwirtschaft. Die Bewohner der kleinen Dörfer in der Türkei sind oft arm. Eine Kastration, geschweige eine größere Operation zu finanzieren ist meist nicht möglich. Sicher gibt es auch Fälle in dem man dies könnte, aber nicht will. Verletzte Tiere, insbesondere reine Straßenhunde und Straßenkatzen , die sich selbst überlassen werden, gehören zum Leben. Genauso wie die ständige Produktion von neuem Leben. Egal wie viele Welpen überleben können und werden.

Wir haben inzwischen für die Hündin einen Namen ausgesucht. ZEHRA. Der Name bedeutet die Blume, die Blüte.

Zehra, in diesem „teiloperierten“ und problematischen Zustand wieder „auf der Straße“ auszuwildern kam für uns nicht in Frage.

Eine befreundete Tierärztin, Nicole von Pro Kastrationsprojekte e.V. , sieht die Röntgenaufnahmen in Facebook und ist wie wir der der Meinung Zehra auf keinen Fall, ohne eine weitere Diagnose oder Operation, zurück zu geben. Wir zeigten die bisherigen Aufnahmen weiteren Tierärzten und es war gut zu hören, dass die bereits durchgeführte Operation, durch den Tierarzt in Istanbul, ihrer Meinung nach gut gelungen war.

Wir stehen vor der Frage, WAS TUN?

Eine weitere Operation finanzieren und Zehra danach an ihrem angestammten Platz zurückbringen oder versuchen in Deutschland ein Zuhause zu finden? Für einen Handicap-Tier, für die es nahezu keine Interessenten gibt?

Zehra wird mit ihrer massiven körperlichen Beeinträchtigung nie wieder in der Lage sein, schnell zu reagieren und von der Straße zu springen. Der nächste Verkehrsunfall dürfte wohl absehbar sein und dann hätte der Verein viel Spendengeld investiert um vielleicht zu hören, dass sie kurze Zeit später von einem Auto angefahren und tödlich verletzt wurde.
Zudem haben wir bisher keine Pflegeplätze für Notfalltiere in der Türkei gefunden. Und in der ganzen Zeit hat sich kein einziges Mal der Mensch in Zehras Heimatdorf gemeldet, der sie weiterhin „verpflegen“ wollte.

Wir fragen bei den Tierfreunden von EceHayder in Eceabat an, ob sie Zehra für die Dauer ihre Ausreisevorbereitung versorgen und verpflegen würden. Anfang März steht fest – wir suchen definitiv ein Zuhause in Deutschland da EceHayder uns bei Zehra helfen wird. Die Tierfreunde in Eceabat haben kein Gehege für Zehra. Mit den anderen agilen Hunden kann sie nicht zusammen leben und so muss Zehra leider bis zu ihrer Ausreise an einer Kette leben.

  Die Tierfreunde aus Enez, die Zehra ursprünglich aufgegriffen haben, bringen Zehra von Istanbul nach Eceabat.

Ende März fällt der Startschuss für Zehras Ausreise. Sie wird gechipt und gegen Tollwut geimpft.

  Zehra im April 2017. Sie liebt Welpen.

Im Juni wird Zehras Blut auf Tollwutantikörper getestet. Das Ergebnis ist einwandfrei. Mindestens 3 Monate muss jetzt Zehra noch in der Türkei bleiben, damit die weiteren Ausreiseschritte eingeleitet werden können.
Und Doris sucht…… sucht…….sucht und dann bekommt sie an ihrem Geburtstag im Mai eine E-Mail. Bitte melden Sie sich bei einer Interessentin für Zehra. Es ist Liane vom Gnadenhof Eifel. Doris ruft an und Liane sagt, sie bietet Zehra einen Platz für immer an! Wir schicken Liane die Röntgenaufnahmen und sie wiederrum spricht diese mit ihrem Tierarzt in Trier ab. Die Antwort: Wir schaffen das, auch mit diesem Befund.
Natürlich sind wir überglücklich!

Zehra soll nun so bald wie möglich nach Deutschland gebracht werden. Und wieder tritt ein Tierengel auf den Plan. Nesli hat ein paar Tage Urlaub und bietet an, Zehra abzuholen. 

Wir klären viele deutsche bzw. europäische und türkische behördlichen Anforderungen bereits von Deutschland aus, damit möglichst alles reibungslos läuft und es bei Zehras Papieren keinen Grund für Beanstandungen gibt. 

Nesli fliegt mit einer riesigen Transportkiste in die Türkei und am Folgetag wird ohne Probleme Zehras Gesundheitszeugnis durch die verantwortliche Behörde in Canakkale ausgestellt. Zehra selbst ist natürlich mit vorstellig.
Zehra wird sogar noch von Nesli und den Tierfreunden von Eceabat gewaschen, damit sie gut duftend und frisch gebürstet in Deutschland ankommt.


 



  Alles läuft perfekt und so kommen Nesli und Zehra sicher am 16.9.2017 am Kölner Flughafen ab.

Doris und Max holen die Beiden dort ab und liefern Zehra frei Haus.

Was sagt Liane als sie Zehra im Empfang nimmt? „Ich bin so glücklich. Ich wollte schon immer einen Kangal haben“. Anmerkung von uns: Kangals sind keine einfachen Hunde. Sie sind Hütehunde für Schafe und Ziegen und ihr Gebiss ist sehr massiv. Ihr Verhalten stark territorial. Liane hat viel Erfahrung mit allen Sorten von Hunden und ihren jeweiligen Charakterzügen. Daher war diese Vermittlung auch möglich.



Eigentlich wollte Liane am Abend um 21 Uhr keine Zusammenführung des Rudels (34 Hunde) machen. Aber als wir uns verabschiedeten, ist es plötzlich im Haus sehr still. Man könnte eine Stecknadel fallen hören. Kein einziger Ton dringt aus dem Haus nach außen. Wir sind gerade ein paar km gefahren, als das Handy klingelt. Ich bin es, Liane! Sie sagt, Zehra wäre ins große Wohnzimmer spaziert. Mitten durch das Rudel. Zehra hätte alles angesehen und dann ist sie zurück in den Eingangsbereich, wo ihre Liegeunterlage lag. Sie hat durchgeschlafen und kurze Zeit später haben bereits einige der kleinen Hunde Zehras Gesellschaft genossen. 

Liane, Zehra ist ein Mix, aber sie kommt der Rasse des reinrassigen Kangals sehr nahe. Wir wünschen euch eine wunderschöne Zeit zusammen und vor allem sehr viel Glück für die nächste anstehende notwendige Operation. Mach es gut Zehra – jetzt Sunny.

Wir danken ALLEN sehr, die zu Zehras schwieriger aber letztendlich gelungener Rettung beigetragen haben! DANKE Liane, dass Zehra diese große Chance bekommen hat.  







August/September 2017 - Eceabat/Türkei

Während in Canakkale Straßentiere spurlos beseitigt werden, leisten die Tierfreunde auf der anderen Seite der Meeresenge eine sehr gute Arbeit. Natürlich funktioniert das vor vor allem durch unsere finanzielle Hilfe. Denn Tierärzte können in dem Umfang, in dem wir Tiere kastrieren lassen, nicht kostenlos arbeiten. Nicht zu vergessen, es muss OP-Material und die Medizin gekauft werden. Tierarzthelfer bezahlt werden. Diese Tierschutzarbeit gelingt auch, weil vor Ort Tierfreunde sind, die nicht nur reden und jammern sondern aktiv tätig sind.

Die aktuelle Situation: In Eceabat sind momentan noch ca. 10 Hündinnen zu kastrieren. Das ist eine sehr gute Situation. Aber es gibt die umliegenden sehr kleinen Dörfer. Die Dorf-/Landbevölkerung lebt meist sehr ärmlich. Die Tierfreunde haben Fotos gemacht, auf denen man das sehr gut sieht. Die Menschen leben in winzigkleinen Gebäuden mit ihren Tieren. Dabei natürlich Wachhund und Katzen. Eine Kastration zu bezahlen ist unmöglich. Die Tiere vermehren sich. Die Welpen werden ausgesetzt oder getötet. Ausgesetzt z.B. in Eceabat, weil man weiß, dass es dort Tierfreunde gibt, die sich ihrer wahrscheinlich annehmen. Aber das ist keine Lösung. Necla hat mit ihrem Team ein Dorf besucht. Dort wären 18 Hündinnen zu kastrieren. Und dann gibt es natürlich noch weitere kleine Dörfer.

Wir mussten das Kastrationsprojekt in Eceabat Anfang August stoppen, weil wir kein Geld mehr auf dem Vereinskonto hatten. Durch den Aufruf zu einer Spendenaktion haben wir nun ein paar Tierfreunde gefunden, die es ermöglichen, dass wir die laufende Kastrationsarbeit fortführen können. Wir sind unendlich froh darüber. Denn jedes kastrierte Tier bedeutet weniger Tierleid.

Necla und ihr Team vor Ort werden jetzt die schwere Arbeit auf sich nehmen, die Menschen auf dem Land zu überzeugen, wie wichtig es ist, Hunde und Katzen kastrieren zu lassen, um den ständigen Nachwuchs zu unterbinden. Denn die meisten Welpen werden entsorgt oder erleben das 1. Lebensjahr nicht.







Lydia ist das 2. besitzerlose Straßentier, für das wir in 2017 ein sehr schönes Zuhause finden konnten.

Könnt Ihr euch erinnern? -
Veria/Nordgriechenland im Juni 2017?


Sofia, die Amtstierärztin fragt, ob wir nicht für Lydia ein Zuhause hätten. Und Lydia selbst fragt: Wollt ihr schon fahren? Wollt ihr mich nicht mitnehmen?

Wir mussten "nein" sagen. Aber Daniela hat es dann doch möglich gemacht, dass sie später nach Deutschland kommen konnte. Alexandra und Joachim haben sie vom Flughafen abgeholt, Charlotte und Horst hatten sich angeboten als Pflegstelle zur Verfügung zu stehen. Und schwupps - war das Welpenkind durch die Unterstützung des "tierärztepools" vermittelt.

 


Lydia - jetzt ist sie die "Prinzessin". Sie hat ein Zuhause für immer im Landkreis München. Das ist GLÜCK

Lydia erlebt das wunderbaren Gefühl  endlich ein Zuhause zu haben, umsorgt und geliebt zu werden. 


  Sie durfte bereits reisen und grüßt euch aus Italien.







Sachspenden im August und September 2017

 DANKE Maria fürs Vorbeikommen am Infostand und für die "mitgeschleppten" Sachspenden. Handtücher, Decken, Leckerpaste, Halskragen, Floh/Zeckenmittel, Futter - alles super!

 

    Vor einiger Zeit kam per Post bereits ein Paket von Susanne aus der Schweiz an. Danke für die Handtücher, Decken, Spezialnahrung, Medikamente, Scherköpfe und weitere Dinge.

  Danke Bianca. Sie hat aufgrund unseres Sachspendenaufrufes für eine kleine Station, die sich vor allem um schwer behinderte Hunde kümmert, wichtige Dinge gesammelt. Desinfektionsmittel, gute Heilsalben, Kinderstrumpfhosen. Sie sind dort besonders wichtig.

  Nesli hat uns große Dosen Hundenassfutter gespendet, das wir im November zu unserer Kastrationsaktion mitnehmen werden.





Jutta ist ein tatkräftiger Tierengel! DANKE Jutta für deine stetige Hilfe. Der Bettbezug mit dem Eichhörnchenaufdruck ist auch eine Spende und wird dazu dienen einen Käfig abzudecken, damit die Tiere mehr Ruhe finden.












Infostand Streetlife-Festival in München am 9. und 10.9.2017














10.9.2017 abends. € 46,40 waren in der Spendendose. Nicht ganz die Kastration einer Hündin. Es gab etliche Zusagen uns mit Sachspenden zu unterstützen. Interesse, einem unserer Sorgenkinder ein Zuhause geben zu wollen, hatte leider niemand. Wir hoffen, dass andere Angebote, uns zu helfen, endlich einmal wahr werden. Wir würden es uns sooooo wünschen.

Foto der Standbesetzung: Maria und Laika, Doris und Max.








10.9.2017
Maria und Laika sind am Stand. Maria war bei der letzten Kastrationsaktion in Juni 2017 in Agia/Griechenland mit dabei.





9.9.2017 Infostand auf dem Streetlife-Festival in München. Es ist bitterkalt, es regnet und die Resonanz der Besucher gering. SCHADE!


















Hallo ! 

Mein Name ist Miriam. Vom Mai 2004 bis zum Mai 2007 war ich für die TierInsel im Hundeauffanglager in Kusadasi tätig. Auch für mich hatten die Kastrationen Priorität, und ich finde es großartig, dass Doris und Max nach so vielen Jahren immer noch weitermachen. Trotz der unglaublich hohen nervlichen Belastung und dem so frustrierenden "Kampf" Spenden zu erhalten. Die Zwei leisten so wahnsinnig wichtige Arbeit, um das Elend der Hunde und Katzen zu verringern. Ich weiß selber, wie gerne man manchmal am liebsten alles hinschmeißen würde, weil man einfach keine Kraft mehr hat.

Damals gab es noch zwei Personen, die mich sehr unterstützt haben und mir Kraft gaben, das waren Nesli Taylan und Karin Campbell. Schlechte Erfahrungen und Enttäuschungen gab es natürlich auch.

Nach den 3 Jahren im Tier-Asyl habe ich mich noch 2 1/2 Jahre um Straßenhunde gekümmert, und dann habe ich (heute würde ich sagen "leider ") die Türkei verlassen und bin mit meinen 6 Hunden nach Kenia geflogen, wo ich 5 Jahre blieb. Dort dauerte es sehr lange, bis ich mich daran gewöhnte, dass die herumlaufenden Tiere auf den Straßen keine Hunde sondern Ziegen waren. Hunde sah man selten, aber es wurden mit den Jahren mehr. Es gibt auch nicht viele, die es sich leisten können (und wollen) ihre Hunde kastrieren zu lassen. Die Kastration einer Hündin kostet ca.80 €! In einem Land in dem die Bevölkerung sehr, sehr arm ist. Durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit ist die Heilung der Tiere sehr schlecht. Eine Hündin muss 8-10 Tage in der Klinik bleiben und kriegt tägliche Antibiotikainjektionen. Es gibt zwei Tierheime vom KSPCA, eines in Nairobi, eines in Mombasa. Dort werden alle Hunde und Katzen kastriert. Hunde werden für ca.30 € vermittelt (kastriert und geimpft).

Nach Kenia habe ich mit nun noch 4 Hunden 3 Monate in Bulgarien und 10 Monate in Rumänien verbracht. Dort hat es mich, was die Massen an Straßenhunden angeht, stark an die Türkei erinnert. Um das Haus herum lebten 10 erwachsene Hunde, die täglich von mir reichlich Futter bekamen. Aber welch Angst sie hatten! Ich habe so gehofft, die Hündinnen zum Kastrieren ins Tierheim bringen zu können, wo es kostenlos gemacht wird (das Tierheim gehört einem deutschen Verein, der auch viele Hunde nach Deutschland vermittelt), aber es war nichts zu machen. So viele panische Hunde, das kannte ich von Kusadasi nicht, daher konnten wir keine Hündinnen einfangen, was zum Verzweifeln war. Welpen, die alt genug waren habe ich ins Tierheim gebracht, einen habe ich selbst behalten und den ältesten Erwachsenen, der Einzige, der keine Angst hatte, den habe ich vom Tierheim-Manager abholen lassen. Er und seine Familie kümmern sich wundervoll um die Hunde. Oft sind Volontäre aus Deutschland dort.

Danach sind wir nach Portugal gefahren worden, wo ich überhaupt keinen Hund auf den Straßen sah. Ich habe dort eine alte Hündin aus einem schrecklichen Zwinger mitgenommen, um ihr einen warmen, geschützten Lebensabend zu schenken.

Ich würde gerne irgendwann wieder in die Türkei gehen......





Liebe Tierfreunde der türkischen Straßentiere

Ende Juli 2017: Türkei-Eceabat-EceHayder

Dies ist die Liste der kastrierten Tiere seit März 2017

94 Hündinnen
27 Rüden
66 Katzen
9 Kater
Insgesamt wurden 196 Tiere kastriert.


Eceabat bittet darum, das dieses Projekt weiterlaufen kann. Momentan müssen wir es aus finanziellen Gründen stoppen. 


Sie schreiben:

In Eceabat sind noch ca. 10 nicht kastrierte Hündinnen. Diese Tiere müssen wir mit einem Team einfangen, sonst haben wir nach ein paar Monaten wieder die gleichen Probleme.


In den Dörfern müssen wir schauen, wieviele Tiere es gibt und mit dieser Arbeit haben wir angefangen.

Die Welpen von Hirten- und Hof-Hunden, werden kurz nach der Geburt ausgesetzt. Trotz der bisher gemachten Kastrationen sehen wir Welpen und Mütter, die wir zum Teil irgendwo finden, wo sie zusammen ausgesetzt wurden. Wir geben unser Bestes um uns um diese Tiere zu kümmern und sie irgendwo unterzubringen.

Wir sind recht müde, aber arbeiten weiter wegen dieser Tiere. Dank Eurer Hilfe konnten wir sehr wirkungsvoll arbeiten. Am Freitag waren wir in dem Dorf Seddülbahir, wo wir 18 Hündinnen vorfanden. Morgen werden wir diese zu ANKA bringen und mit dem verbleibenden Geld kastrieren lassen, soweit dieses ausreicht.

 Kann dieses Projekt weiterlaufen? Zur Zeit haben wir weitere 30 Hunde zum kastrieren und wir haben noch nicht in den anderen Dörfern nachgesehen.





Kastrationsaktion in Griechenland vom 15. mit 25.6.2017


SPUREN - Notfalltier Veria - Kastrationsaktion Juni 2017

Frieda ist noch nicht mal ein Jahr alt. Durch einen Verkehsunfall schwerst an den Hinterbeinen verletzt, wurde sie von einer griechischen Tierfreundin aufgenommen und verpflegt. Aber ihre psychische Kraft und die zeitlichen Möglichkeiten, sich um die Pflege von Frieda zu kümmern, reichten nicht mehr aus. Und so wurde Frieda zu uns gebracht. TierInsel- Umut Evi konzentriert sich als kleiner Verein auf die Kastrationsarbeit. Ein Tierheim oder Pflegeplätze für Tiere, haben wir leider nicht. Aber wer Interesse hat, mit uns diesbezüglich ehrenamtlich zusammen zu arbeiten, kann sich bei uns melden 😊.

An der Kastrationsaktion in Veria hat sich, wie bereits berichtet, "Robin Hope" aus Österreich finanziell beteiligt. Und Daniela und Günter, die Vorsitzenden, wollten sich persönlich von unserer Arbeit überzeugen und mithelfen. Danielas Verein sucht neue Zuhause und so hat sie auch ein großes Netzwerk, was Vermittlungen betrifft. Schnell war Frieda in Facebook eingestellt. Es fand sich eine entgeltliche Pflegestelle in Thessaloniki und dann ein Zuhause in Bayern. Es ist ein Gnadenhofplatz und Frieda hat 6 gleichgesinnte Kollegen. Wie ist das schön! Danke Daniela für deine Tierliebe.



SPUREN - Notfalltier Zina aus Veria - Kastrationsaktion Juni 2017

Zina lebte auf einem Firmengelände. Sie ist eine Pitbullhündin, die ev. zur Zucht eingesetzt wurde. Als man sie nicht mehr wollte, entledigte man sich ihrer. Zina hört nicht gut, was bei weißen Tieren nicht selten vorkommt. Und aufgrund desssen hatte sie einen Verkehrsunfall. Sie konnte ihre Hinterbeine nicht mehr richtig einsetzen. Ein Röntgenbild zeigte keine Verletzungen an der Wirbelsäule. Sie wir nun medik...amentös behandelt. Ysabella aus Veria hat ihr vorübergehend ein Zuhause gegeben. Auf Dauer kann sie aber bei Ysabella nicht bleiben. Zina geht es schon besser. Sie läuft, aber ist noch ein klein wenig wackelig. Mit entsprechender Fürsorge lassen sich sicher noch mehr Fortschritte erreichen. Wir stellen ein kleines Video ein, dass wir vor kurzem von Ysabella bekommen haben (kommt später, weil es sich momentan nicht hochladen lässt).

Auch ihre Verletzung am Fuß war seltsam. Es sah aus, als wäre sie mit einem Strick oder einer Drahstschlinge angebunden gewesen. Zudem war Zina recht dünn.

Als Straßentier kann sie nicht mehr leben, da sie sehr schlecht hört. Ihre Vermittlungschancen sind in Deutschland, aufgrund ihrer Rasse, sehr gering. Zina mag keine Katzen aber ist zu Menschen sehr lieb. Auch andere Hunde akzeptiert sie. Wir hoffen auf einen Platz im benachbarten Ausland, insbesondere Österreich. Bitte teilt diesen Aufruf damit Zina vielelicht doch einen Interessenten findet. Zina ist kastriert.

                     


SPUREN - Notfalltier Agia - Kastrationsaktion Juni 2017

Jedes Straßentier, das wir kastrieren, muss in Griechenland im Rahmen unserer Aktionen auf Leishmaniose getestet werden. Und so bestätigte sich auch bei dieser lieben Hündin, dass sie Leishmaniose hatte. Ihr Fell struppig und ausgedünnt. Ihre Augen schwer entzündet. Sie wird nun auf einer Pflegestelle behandelt. Sie hatte großes Glück und man sieht, es geht ihr schon viel besser.



SPUREN - Notfalltiere Agia - Kastrationsaktion Juni 2017

Sie brauchte Hilfe und wir waren da. Das war ihr Glück. Ihr Bein war durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Sicherlich lebte sie seit Wochen oder Monaten mit ihrer Verletzung auf der Straße. Ihr gesamter Gesundheitszustand war schwer beeinträchtigt. Sie wurde von Melanie operiert und nun wird sie von Evi, als Pflegestelle, gut betreut. Wir schätzen ihr Alter auf ca. 6 Jahre.










Wir sagen DANKE!

 DANKE Maria, dass du uns und den Straßentieren geholfen hast einen Ersatz für das abgesagte Kastrationsprojekt in Xanthi in der Kürze der Zeit zu finden. Das war wirklich super von Dir.
Unser DANK geht an die Stadtverwaltung von Agia, die es ermöglicht hat, in einer sehr kurzen Zeit das Kastrationsprojekt zu genehmigen. DANKE Sofia, Angestellte in der Stadtverwaltung, die dies organisiert hat. DANKE Evi, Stephanos, Sofia, Janis und die anderen Tierfreunde aus Agia die die Aktion mit unterstützt haben, in dem sie Straßentiere einfingen und uns gebracht haben. DANKE Evi für deinen tatkräftigen Einsatz am Ort des Kastrationsgeschehens.

 DANKE für die Übernahme der Übernachtungskosten in dem Hotel mit dem wunderschönen Ausblick und DANKE Sofia für die Einladung zum Abendessen.

Wir DANKEN allen Tierfreunden, die geholfen haben und die hier unerwähnt blieben und DANKE den Pflegestellen, die sich um Notfalltiere kümmern.

Wir kommen gerne wieder, um den Straßentieren in Agia zu helfen.

Ohne unsere Spender können wir diese Arbeit nicht leisten. Vielen herzlichen DANK für eure finanzielle Hilfe.








SPUREN - 25.6.2017 - 10. und letzter Kastrationstag im Juni 2017

Das ist nun der letzte Kastrationstag und das Ergebnis für Agia kann sich sehen lassen.

In 3 Tagen wurden 43 Hündinnen, 12 Rüden, 22 Katzen, 6 Kater und 12 Notfalloperationen durchgeführt. Gesamtzahl der Operationen 95.
Somit waren es in 10 Tagen 264 Operationen. 

Wie bereits gestern erwähnt, gibt es in Agia auch eine kleine Zwingeranlage auf dem Schlachthofgelände. Das Foto Nr. 2 zeigt einen Insassen. Die kleine Katze hatte Glück. Sie kam als einziges, noch übrig gebliebenes Baby, mit ihrer Mama zu uns. Die Mama wurde kastriert und die Augen der Kleinen, wovon eines bereits bei ihrer Ankunft bei uns geschlossen war, wird nun behandelt. Der Erfolg zeigt sich. Doris wollte ein Video drehen, aber sie hatte kaum Zeit zum Filmen. Max hat trotz seines genähten Fingers bis zum Schluss mitgeholfen. Genauso wie Alexandra, die auch einen kleineren Biss abbekommen hat, weil die Vitaminpaste zu verführerisch für eine Hündin war. Aber - alle Wunden sind ohne Komplikationen inzwischen verheilt.

Es gibt sehr viel zu tun im Rahmen so einer Kastrationsaktion und wir sind sehr, sehr dankbar um jede helfende Hand, die sich anbietet uns bei der Arbeit zu unterstützen. So zum Beispiel um die benutzten Käfige permanent zu säubern. 10 lange Tage am Operationstisch stehen - da muss man immer wieder das eine oder das andere Bein entlasten. Und nachdem auch der letzte Wartende operiert ist, wird gegen Abend zusammengepackt.

Wir hoffen, euch haben unserer Tagesberichte gefallen. Leider findet diese Arbeit noch immer viel zu wenig Unterstützer. Wir merken es auf unserem Konto, das bis November aufgefüllt werden muss, weil wir ja die nächste Kastrationsaktion finanzieren möchten. 

TierInsel - Umut Evi e.V. 
VR-Bank Mittelhessen e.G.
IBAN DE 30 513 900 00 00 799 931 07 Swift/Bic VBMHDE5F

Gerne hätten wir mehr Freunde, mehr Menschen, die uns zeigen, dass ihnen diese Tierschutzarbeit gefällt.  Nur durch mehr Freunde und Förderer können wir diese Arbeit - die Verminderung der Straßentierpopulation - intensivieren. 

 
Helft uns dabei - Helft den Tieren!



SPUREN  - 24.6.2017 -  9. Kastrationstag

Guten Morgen - gut geschlafen? Jaaa! Denn das ist für das Team wirklich wichtig, damit wir das Arbeitspensum schaffen. Und so geht es los, sobald wir in unserer Wirkungsstätte angekommen sind.

Melanie hatte sich 2014 in Xanthi für eine kleine, nackte Hündin entschieden, die sie in Deutschland gegen Räude behandelt hatte. In Kürze wurde aus dieser "Müll-Maus", denn sie lebte mit ihrem Bruder auf einer Mülldeponie, ein wunderschöne und sehr liebe, zarte Hündin. Die kleine braune Hündin hier in Agia, mit den tränenden und entzündeten Augen erinnert Doris sehr an das Erlebte. Und natürlich kann man nicht "darum herum" kommen, jetzt dieser Hündin zu helfen. Sie wir Leishmaniose positiv getestet und wir versprechen natürlich zu helfen. Aber darüber berichten wir später.

Es ist heiß - sooooo heiß. Im Operationsraum stockt die Hitze. Die Fenster können nicht geöffnet werden, weil massenweise Fliegen in den OP-Raum schwirren würden und diese dort nicht sein dürfen. Deshalb saust auch immer einer mit der Fliegenklatsche durch den Operationsraum, denn wir können nicht auch noch mit Fliegenspray arbeiten. Die Konzentration in diesen stickigen Räumen über 12 Stunden und mehr zu behalten ist nur durch Training und aufgrund eines sehr starken Willes zu bewerkstelligen. Und das können Melanie und Verena. Ebenso Joachim und Max. Und das gilt auch für Doris und Alexandra, denn wer aus der Narkose aufwacht könnte "in seiner Verzweiflung" auch zuschnappen. Aber Letztere arbeiten im großen "Zerteil"-Raum des Schlachthauses in dem es bei weitem "luftiger" ist. Im Kühlschrank ist immer Wasser und Saft. Leider fast ausschließlich in Plastikflaschen. Und so nimmt der Plastikmüll stetig zu.

Evi (Bild zum 10:51 mit rotem T-Shirt), Griechin mit deutscher Erziehung spricht perfekt deutsch und griechisch. Sie managed pravorös die organisatorischen und bürokratischen Anforderungen dieser Aktion. Und sie ist sich auch selbst für keine Arbeit zu schade. Sie legt mit Hand an, um besonders ängstliche Hunde für die Sedierung zu halten und sie fischt aus einer Brühe aus Kot und Urin Doris Pantoffel heraus, der ihr dort hineingefallen war. Es fiel in dem Abflussschacht in dem die Hinterlassenschaften der Hunde hineingespült werden, die auf dem Gelände in keine guten Zwingern unterbracht sind. Wieder ein Beweis, dass Tierstationen keine Dauerlösung sein dürfen. Nicht bei Tieren, die nicht tiermedizinisch versorgt werden müssen oder die stark gehandicapt sind.

Alexandra - unser Goldschatz. Sie ist die Seele im Nachsorgebereich. Sie ist das Glück der kastrierten Straßenhunde.

Auch in Agia werden uns viele Hunde gebracht und wir müssen sehr genau kalkulieren, was wir überhaupt an Kastrationen noch schaffen können, denn morgen ist der letzte Kastrationstag. Und wir dürfen die Tiere nicht zu lange warten lassen, denn es sind zu wenig Schattenplätze da. Nasse Handtücher sollen vor Überhitzung schützen.

Maria aus München erreicht uns. Sie kennt die Arbeit des Tierärztepools bereits aus Kreta und schaut auf ihrer Reise durch Griechenland, bei der sie unterschiedliche Tierstationen besuchte, auch bei uns vorbei. Maria wird natürlich sofort zum Arbeiten eingesetzt. Instrumente waschen - mit der Fliegenklatsche im Operationsraum für Insektenfreiheit sorgen und so manches mehr.

Und immer wieder möchte man das eine oder andere Tiere am Liebsten mitnehmen. So wie die grau-weiße Terriermixhündin mit der absoluten Mix-Figur und den absolut liebevollen Gesicht, die Max hält. Sie ist sehr, sehr dünn. Ihr Revierplatz ist nicht der Beste. Und zum Abschied schaut sie Doris immer wieder fragend an: Darf ich mit????? Und Doris muss sagen: Es geht nicht. Ich habe keinen Pflegeplatz oder ein Zuhause.

Aber wer diese Zeilen liest, könnte ihr helfen.





SPUREN - 23.6.2017 - 8. Kastrationstag

An das Arbeiten in ehemaligen SCHLACHT-Häusern werden wir uns nie gewöhnen und der Tod ist in diesen Räumen noch immer zu spüren. Unsere Mission ist Straßentieren zu helfen und so müssen wir das ekelhafte Gefühl in unserem Inneren einfach versuchen wegzudrücken.

In Griechenland kennt man das Frühstücken nicht und so bereiten wir uns, mit einer Kaffeemaschine, die uns immer auf unseren Einsätzen begleitet, selbst einen leckeren Kaffee. Evi und Sofia haben für die weiteren Zutaten für ein Self-Made-Frühstück gesorgt. Ausreichend Brot, Honig, Orangensaft, Gurken, Tomaten, Oliven, Ziegenkäse - alles ist da. Und für die Bauchwehkandidaten Zwieback. Gestärkt beginnen wir unsere Arbeit. Auch in Agia arbeitet Melanie an zwei OP-Tischen. Aber unsere Arbeit wird nie eine "Fließbandarbeit" sein. Denn die "Qualität" hat, bei alle dem Andrang an Patienten, absoluten Vorrang. So manchen von uns fällt es schwer, nicht den ein oder anderen Kandidaten mit nach Deutschland zu nehmen. So lieb sind sie. Aber alle? Warum nur den, oder den....... das muss man ertragen können. Das Zurücklassen - das nicht massenweise mitnehmen. Das Festhalten an dem Ziel, der gesetzten Hauptaufgabe des Vereins - der Kastration der Straßentiere - das ist schwer. Aber es ist besser man erledigt eine Aufgabe gut als viele Einsatzmöglichkeiten schlecht. Und so - unterdrücken wir wieder das ungute Gefühl, dass in uns hochsteigt.

Über Alexandra und Doris, die im Nachsorgebereich tätig sind, hängen die großen Sägen, die zum Zerteilen der toten Nutztiere eingesetzt wurden. Melanie arbeitet im Tötungsraum, vermuten wir. Dahinter befinden sich die großen Wannen, die zum Ausbluten der Tiere dienen. Wir knuddeln die Tiere, die noch leben.






SPUREN - 22.6.2017 - Fahrt von Veria nach Agia 

Eigentlich hatten wir eine Kastrationsaktion in Xanthi, nahe der türkischen Grenze geplant. Aber diese wurde, ein paar Wochen vor dem geplanten Termin, leider abgesagt. Und so hatte Maria, die für uns auch die Kastrationsaktion in Tyrnavos im November 2017 in die Wege leitet, Interessenbekundigungen von Agia bekommen, dass wir doch zu ihnen kommen sollten, um zu kastrieren.

Es war also das erste Mal, dass in Agia eine Kastrationsaktion für Straßentiere überhaupt stattfand. Vor Ort organisiert von einer neu gegründeten örtlichen Tierschutzgruppe unter der Leitung von Stephanos, Evi und Sofia.

Und so ist es vollkommen normal, dass man aus dem das Beste machen muss, was man für die Durchführung einer solchen Aktion angeboten bekommt.

Am späten Nachmittag kamen wir am Kastrationsort, einem geschlossenen Schlachthaus an und die ersten Tiere warteten bereits. Müde, aufgrund der Fahrt, der drückenden Hitze und verstimmter Mägen beschloss Melanie zumindest die wartenden Katzen zu kastrieren.

Wir freuten uns sehr, Maria und Andriana aus Larissa zu sehen, die zur Begrüßung extra angereist waren.

Der lieben Hündin mit dem großen Tumor konnten wir leider, leider, leider nicht helfen, denn sie hat einen Besitzer, der sich um sie kümmern und sie von einem niedergelassenen Tierarzt behandeln lassen muss. Wir hoffen sehr, das das auch getan wird.








Durch die TierInsel-Umut Evi bisher finanzierte Kastrationen von Straßentieren in Eceabat/Türkei:

 

2015: 247 Tiere, davon 168 Hunde und 79 Katzen
2016: 267 Tiere, davon 111 Hunde und 156 Katzen
2017: 182 Tiere, Aufgliederung folgt.

Insgesamt 696 bezahlte Kastrationen. Zudem wurden Operations- und Behandlungskosten von Notfällen übernommen.








Stand 14.7.2017 Und was tut sich in Eceabat/Türkei?
Die Tierfreunde von EceHayder haben, durch unsere finanzielle Unterstützung, alleine in diesem Jahr seit Anfang März 182 Straßentiere zum Kastrieren in eine Tierarztpraxis gebracht.







SPUREN - Kastrationsaktion Veria vom 15. mit 21. Juni 2017 - Zahlen

Kastration von Straßentieren:
101 überwiegend große Hündinnen
22 Rüden

24 Katzen
8 Kater
14 Sonder- bwz. Notfalloperationen
eine Vielzahl von zusätzlichen Notfallbehandlungen

Operationen gesamt 169




DANKE für die uns dargebrachte, große Gastfreundschaft, durch die - für das Team kostenlose - Unterbringung in diesem wunderschönen Hotel in Veria durch die Stadtverwaltung. So schön durften wir noch nie wohnen! Daraus konnten wir viel Energie für den nächsten Arbeitstag schöpfen.

Das Gebiet um Veria gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten Griechenlands. Kulturhistorisch ist diese Region sehr interessant.

Absolut empfehlenswert: Olganos VL - Boutique Hotel. ...
Internet: www.olganos.com

 Foto: Frühstück



21.6.2017 Danke schön!

Zum Abschluss unseres Berichtes über Veria möchten wir, das Team der TierInsel - Umut Evi e.V., uns noch einmal ganz herzlich bedanken bei allen, die zum sehr guten Gelingen dieser Kastrationsaktion beigetragen haben. Wir beginnen bei der Stadtverwaltung von Veria, dem Bürgemeister Kostas Vorgiazidis, dem 5er Rat, der über Tierschutzangelegenheiten entscheidet und vor allen beim zuständigen Vize-Bürgermeister Vasilis Papadopoulos, bei Evi und ihrem Vorgesetzten Konstantinus, Angestellte der Stadtverwaltung die für das Tierheim und die Straßentiere zuständig sind. Bei der Amtstierärztin Sofia und ihrem Tierheimteam, insbesondere Leftharis, Manolis und den weitern Arbeitern im Tierheim.

Bei unseren organisierten griechischen Tierfreunden und Unterstützern, allen voran der Organisatorin Vasso Taki.

Aber auch den Tierschützern Ysabbella, Renia, Despina, Elisavet, Vasiliki und allen anderen die uns so fleißig Straßentiere gebracht haben.

Bei unseren mithelfenden und uns unterstützenden Tierfreunden aus Österreich, Daniela und Günter von der Tierschutzorganisation Robin Hope, bei dem Tierarzt vor Ort Andreas, der sich insbesondere um Notfalltiere kümmert,

Und den vielen Tierfreunden, die mit Essen, Süßigkeiten und viel frischem Obst für unser leibliches Wohl gesorgt haben.






Spuren - 21.6.2017 - 7. und letzter Kastrationstag in Veria.

Heute ist unser letzter Kastrationstag in Veria. Die Tage sind zwar für Körper und Geist sehr anstrengend. Aber ich meine, dass wir alle immer traurig sind, wenn wir fühlen und meinen, dass wir die Tiere "zurücklassen". Gleichsam wissen wir, dass es hier etliche Tierschützer gibt, die sich sehr wohl gut um die Straßentiere kümmern.

In der Nachsorge schauen wir auch die Zahnsituation der Tiere noch einmal an. Und wir entfernen Zahnbeläge. Wie das aussieht, zeigen Fotos. Sozusagen "kußfrisch" schaut dann das Gebiss der Straßentiere nach der Behandlung aus. Aber es gibt sehr, sehr wenig Tiere die dieser Pflege bedürfen. Warum? - Weil sie das Alter nicht erleben, damit sich dieser Zahnstein bilden kann.

Alexandra leistet enorm viel im Nachsorgebereich. Wir wissen, dass Alexandra das nicht hören will. Aber Alexandra - du bist mit ein "Herzstück" bei diesen Projekten. Danke dafür!

Die Aufräumarbeiten beginnen und die Tiere, die noch nach der Operation im Nachsorgebereich liegen und mitbekommen, dass wir auf- und einräumen, wollen nicht zurück bleiben. Ganz anders ist es während der Aktion. Da wollen sie aus diesen Bereich nicht raus.

Viel ist einzupacken und Max stöhnt enorm, wenn er immer wieder das ganze Material sieht, das im VW-Bus mitgenommen werden muss. Die kleine Lydia schaut uns fragend an: Was, ihr wollt gehen? Ja Lydia wir müssen, weil Agia auf uns wartet. Auch dort wollen wir 3 Tage lange kastrieren. Sofia sagt, wir sollen die kleine Lydia mit nach Deutschland nehmen. Ja, das werden wir, wenn sie ausreisefertig ist. Einen Pflegeplatz haben wir bei München. Und wer der sehr jungen Hundedame ein liebevolles Zuhause schenken kann, kann sich melden.

Wir danken dem "tierärztepool" sehr, dass er uns Tierärzte für diese Aktionen zur Verfügung stellt. Es ist unheimlich toll mit euch zusammen zu arbeiten. DANKE!



Spuren - 20.6.2017 - 6. Kastrationstag.


Wir haben überlegt, ob wir zwei von den Tagesfotos einstellen. Aber wir wollen auch informieren, was vorkommt. Und wir (und Menschen im allgemeinen) haben das Glück, dass wir den Tieren helfen können.

Nun zu den Ereignissen an diesem Tag. Natürlich werden unsere Aktionen immer interessiert verfolgt. Das ist auch gut so. Denn die TierInsel-Umut Evi will nicht im Geheimen arbeiten. Jeder kann sich von unserer Arbeit überzeugen - und wir helfen so gut es uns eben möglich ist. Sowohl aufgrund unserer Fachkenntnis, als auch auf Grund unserer maximalen Arbeitskraft und unserer finanziellen Ausstattung als Verein.

Sofia, Amtstierärztin von Veria kastriert Rüden, wann immer es jetzt zeitlich möglich ist. Und diese Teamarbeit streben wir auch sehr gerne an. Und dann bekommen wir "hohen Besuch". Ein Pater übergibt uns "die Hündin der Klostergemeinschaft" zur Kastration. Das empfinden wir natürlich als eine ganz besondere Ehre, hier helfen zu dürfen. Um 11.30 mussten wir an diesem Tag bereits einen Aufnahme-Stopp für Hunde durchsetzen. Die Nachfrage nach Kastrationen ist groß. Aber bei Temperaturen über 35 Grad ist es unmöglich die Tiere in der Hitze zu viele Stunden warten zu lassen. Auch eine Notfallhündin wird uns gebracht - Gebärmuttervorfall im fortgeschrittenen Station. Diese Situation kann zum Tod führen. Wir zeigen die Bilder, weil es lehrreich ist, sie zu sehen. Melanie weiß mit dieser Problematik bestens umzugehen. Und die Bilder nach dem Eingriff zeigen, wie gut es war, diese Straßenhündin einzufangen und mit ihr zu uns zu fahren. Durch eine medikamentöse Nachversorgung wird ihr Zustand auch noch besser werden. Im Nachsorgebereich, der gerade mal 10 qm groß ist und von Alexandra bestens betreut wird, sind teilweise 17 Hunde und einige operierte Katzen untergebracht. Groß und klein. Es gibt keine Beißerei - keinen Ärger. Nur mit der Gabe von Vitaminpasten muss man vorsichtig sein. Denn der Hunger der Tiere ist immens. Max freut sich über Pasta, die uns gebracht wird und empfindlich sollte man hier wirklich nicht sein - denn wir arbeiten eben unter schwierigen Bedingungen. Da kommt es dann auch schon vor, dass in der Toilette mal etwas neben der Schüssel liegt (das ist doch was - Straßenhunde, die die Toilette benutzen) und man nicht selten mit Patienten, ohne verschließbare Türe, den Toilettenraum benützt. Wir stellen auch ein Foto ein, dass Wurmbefall zeigt. Straßentiere bekommen keine Wurmkuren. Aber im Rahmen der Kastrationsaktionen befreien wir die Tiere davon, durch entsprechende Medikamente. Auch an diesem Tag haben wir Besuch im Operationsraum. Eine Studentin der Tiermedizin besuchte uns bereits letztes Jahr. Auch dieses Jahr schaut sie wieder vorbei und hilft an einigen Tagen als Assistentin mit. Unsere eigenen Magen- und Darmbeschwerden heilen wir mit dem Verzehr von Salzstangen und Cola und Max ist tapfer und versucht das Anschwellen des verletzten Fingers durch ein gelegentliches Höherlagern der Hand zu erreichen.

Am Abend wird auch noch unserer VW-Bus zur Notfall- und Übernachtungsstation umgewidmet. Eine Hündin ist sehr matt. Damit sie permanet überwacht und mit Infusionlösungen versorgt werden kann, muss sie mit uns kommen. Melanie wird zu dem Abendesssen in unserem Lieblingsrestaurant in Veria nicht mitgehen, damit sie auch noch diesen Notdienst leisten kann. Danke Vassili für diese erneute Einladung. Hat wirklich super gut geschmeckt. Alles ist dort soooo lecker. Und danke für die nächtliche Führung durch das Rathaus.





Spuren - 19.6.2017 -  5. Kastrationstag.

Guten Morgen! Die spätoperierten Tiere haben immer das Privileg im Wellnessraum übernachten zu dürfen. Natürlich schaut es dort am Morgen entsprechend aus und nachdem wir ankommen, muss erstmal eine Generalreinigung durchgeführt werden. Lydia, das ausgesetzte Hundekind sucht ein Zuhause. Eleni fragt, ob wir sie nicht mitnehmen könnten? Baris und Yener helfen vormittags noch im Operationsraum mit. Operieren dürfen sie nicht, da ausländische Tierärzte ohne Genehmigung in Griechenland nicht arbeiten dürfen. Gegen Mittag veraschieden sie sich - die Arbeit in der eigenen Praxis in Kesan/Türkei wartet auf sie.

Und dann fliegen gegen Mittag Überschallflugzeuge über den Kastrationsort hinweg. Es gibt einen großen Knall. Die Hunde wollen ins Freie. Und Max wird gebissen.

Die Wunde am Finger muss genäht werden und danach muss die Arbeit, auch für Max, mit einem entsprechenden Schutzhandschuh weitergehen.

Zina die weiße Pitbullhündin wurde Opfer eines Verkehrsunfalls. Sie ist nahezu taub. Wahrscheinlich hatte sie das Auto nicht wahrgenommen. So wie es aussieht wurde die Hündin vielleicht zur Zucht eingesetzt und irgendwann auf die Straße geworfen. Zina hat erhebliche Probleme ihre Hinterbeine zu benutzen. Und an einem ihrer Hinterläufe hat sie eine Wunde, die von einem Strick oder Draht herrühren könnte. Zina wird kastriert und zum Röntgen gebracht. Es stellt sich heraus, dass die Wirbelsäule in Ordnung ist. Isabella wird sie mit entsprechenden Medikamenten behandeln. Auch Zina könnte großes Glück haben. Denn eine Tierärztin aus Wien hat sich gemeldet, die ihr ein Zuhause geben möchte. Wir würden es Zina sehr wünschen, denn sie ist zu Menschen ausgesprochen freundlich.

Eines der letzten Fotos zeigt, wie Menschen Tiere verstümmeln. Ein Ohr wurde diesem freundlichen Hund abgeschnitten.

Am späten Abend freuen wir uns auf griechischen Salat, leckere frittierte Kartoffeln, gegrillte Auberginen und Zucchini, Kicherebsenpaste, Pitabrot mit Knoblauch und natürlich ein gutes Glas griechischen Wein.



Spuren - "Snowball"

Gemeinsam sind wir noch stärker und "Snowball" hat sein Leben dieser Kooperation zu verdanken. Die TierInsel-Umut Evi hat diese Aktion finanziert. "Robin Hope", auf dem Bild links - Daniela die Vorsitzende - hat diese Aktion finanziell mit unterstützt und der "tierärztepool" stellt uns dankenswerterweise die wunderbare Tierärztin Melanie für unsere Aktionen zur Verfügung.

Snowball hat es geschafft! Befreit von tausenden von kleinen Maden und Flöhen, gut gestärkt durch kraftvolle Welpenmilch und versorgt durch die medizinischen Anweisungen von Melanie wurde Snowball dank der Spender von Robin Hope operiert. Snowball hat ein Zuhause, mittels Danielas Vermittlungsgeschick bekommen.

Übrigens: Snowball wird einmal ein sehr großer griechischer Hütehund werden. Wir wünschen dir alles Gute - kleiner Snowball. Du hattest großes Glück!


SPUREN - 18.6.2017 - 4. Kastrationstag.


Es ist ein schöner Tag. Wir freuen uns aufs Arbeiten. Was uns heute allerdings alles wieder erwartet, ist nur etwas für starke Nerven. Der Straßenhund, der gestern am späten Nachmittag angeliefert wurde und den wir mit Futter und Wasser gut versorgt hatten, ist tot. Wir können es nicht fassen. Er hatte so gut gefressen! Geschockt stehen wir vor dem Käfig. Aber Frieda, die gelähmte Hündin wartet bereits, dass wir ihren Käfig und sie sauber machen. Auch die anderen Übernachtungsgäste warten auf das Reinigen ihrer Unterkünfte und auf Futter. Snowball wird eingeliefert. Er ist nur wenige Wochen alt. Er ist voller Flöhe. Unendlich viele Maden versuchen bereits seinen Körper zu erobern. Viele Stunden werden wir damit beschäftigt sein um ihn weitgehend von allen Flöhen und Maden zu befreien, denn er darf noch nicht mit Chemie behandelt werden. Melanie stellt bei seiner Untersuchung fest, dass er zum Röntgen muss. Wahrscheinlich ist ein Hinterlauf gebrochen. Renia bekommt eine Autotür gegen das Auge geschlagen und Günter bemüht sich die Boxen von Kot, Urin und Erbrochenem zu reinigen. Sofia, die Amtstierärztin wird nun auch zusätzlich, zu all ihren Aufgaben, die die Bürokratie von ihr erfordern, kastrieren. Baris und Yener, Tierärzte aus der Türkei haben versprochen uns in Veria besuchen zu kommen. Das Versprechen haben sie gehalten. Und so werden die Räumlichkeiten immer enger und enger. Und wir operieren, operieren und operieren....... und am späten Abend wurden wir alle von Vassili, dem Vizebürgermeister von Veria in ein traumhaftes Restaurant mit Blick über Veria "zum Dinner" eingeladen.

PS: Du bist nicht namenlos gestorben, "Jeremy". Und du bist für immer in unseren Herzen.





SPUREN - 17.6.2017 - 3. Kastrationstag.

Die Tage sind sehr heiß. Am Vormittag kommt es wieder zu einem "Wolkenbruch". Um diese Jahreszeit ist so manches Tier voller Flöhe. Wir befreien sie von internen und externen Parasiten. Die Mittel dafür bekommen wir von keinem Hersteller gespendet. Wir müssen sie kaufen und jeder weiß, wie teuer sie sind. Aber es ist eine Wohltat für die Patienten ein paar Wochen frei von diesen "Lästlingen" zu sein. Vassili Papadoupolos schaut nach dem Wolkenbruch... nach dem Rechten. Und Jana, die letzten November hochschwanger Straßentiere einfing, damit sie von uns kastriert werden, hat nun eine süße Tochter die momentan noch die Zeit ihrer Mutter umfänglich beansprucht. Renia, hat uns schon im November bei der Katzenversorgung, dem Pflasterschneiden, der Instrumentenreinigung geholfen. Auch jetzt hilft sie wieder mit. Alexandra hat permanent im Nachsorgebereich alle Hände voll zu tun. Hier überwachen wir auch die operierten Katzen solange, bis sie uns wieder putzmunter anschauen. Frieda wird uns gebracht. Sie ist noch nicht mal ein Jahr alt und durch einen Autounfall sind ihre Hinterbeine gelähmt. Wir pflegen sie, baden sie und Daniela postet sie in ihrem großen Netzwerk. Frieda bekommt einen Platz bei einer Pflegestelle in Thessaloniki und dann findet sich auch ein neues Zuhause. DAS SIND DIE MOMENTE, DIE UNS ÜBERGLÜKLICH MACHEN. Wir bauchen für diese Notfälle Hilfe von anderen Organisationen und Privatpersonen. Denn was wäre wenn? Anmerkung: Wer Interesse hat, mit uns diesbezüglich zu kooperieren, meldet euch bitte. Natürlich wird in all der Zeit ständig kastriert. Und gegen Ende des Tages wird ein Hund gebracht der vollkommen abgemagert ist. Sein Fell ist nahezu nicht mehr vorhanden und auf seiner Haut sind offene Wunden sichtbar. Wir machen ihn sofort eine leckere Aufbauspeise und - er frisst. Die Reinigung des Räumlichkeiten steht noch an und dann geht's ab zum Duschen.








SPUREN - 16.6.2017 - 2. Kastrationstag 
 
Notfalltiere bleiben nie aus. Manchen Notfällen können wir helfen, schwere Fälle müssen z.B. für Röntgenaufnahmen oder zur umfassenden weiteren Versorgung in eine niedergelassene Praxis oder Tierklinik gebracht werden. Deswegen sind wir froh, wenn ansässige Tierärzte mit uns zusammenarbeiten. Ein junger Amtsveterinär aus einer benachbarten Gemeinde kommt zu Besuch und ist an unserer Arbeit interessiert. Daniela und Günter des österreichischen Tierschutzvereins Robin Hope kommen an. Sie sind mit dem Auto von Wien nach Veria gefahren und haben das Futter mitgenommen, dass wir nicht mehr in unserem VW Bus mitnehmen konnten. Robin Hope engagiert sich in Veria seit ein paar Jahren, hilft dabei, dass so manches Straßentier ein gutes Zuhause findet. An unserem Kastrationsprojekt hat sich Robin Hope bereitwillig sofort mit 1.000 Euro beteiligt. Das ist eine sehr wichtige finanzielle Unterstützung für die Kastrationsarbeit der TierInsel-Umut Evi e.V. Denn 10-tägige Kastrationsaktionen, mit 265 operierten Tieren sind nicht unter 10.000 Euro finanzierbar. Danke Daniela! Leider war für dieses Kastrationsprojekt eine Arbeitszeitbegrenzung von der Stadtverwaltung beschlossen worden. Schwierig für uns, weil wir doch so viel Tieren wie möglich helfen wollen. Kurzerhand entschloss sich Melanie an zwei Operationstischen zu arbeiten. Der Operationsablauf wird nun bestens optimiert. Aber wir hatten nur einen Operationstisch mitgenommen! Vassili, der Viezebürgermeister von Veria lies kurzerhand einen weiteren Operationstisch in ein paar Stunden zusammenschweißen. Das sind die Ideen und die Improvisation die bei diesen Aktionen so einmalig sind. Es zeigt: WENN MAN ETWAS ERREICHEN WILL - GEHT VIELES. Wieder erreicht uns ein Notfall. Die Augen der Katze sind nicht mehr zu retten. Aber sie wird ein Zuhause bekommen. Alexandra freut sich über ein veganes Mittagessen ganz besonders und da der alte Kühlschrank hygienisch sehr bedenklich aussieht, bekommt das Tierheim auch noch auf die Schnelle einen neuen größeren Kühlschrank in dem wir das viele Wasser, das wir bei dieser Hitze konsumieren, auch kühl lagern können. Evi ist Angestellte in der Stadtverwaltung. Sie ist für alle Angelegenheiten zuständig, die Straßentiere betreffen. Jetzt hilft sie der Amtstierärztin Sofia bei der umfangreichen Dokumentation der kastrierten Tiere. Ab und an massiert Evi die anwesenden Menschen und ihre Hände sind eine Wohltat für die verspannte Rückenmuskulatur - nicht nur unseres Teams.










Spuren - wir lassen niemanden alleine, wenn er den Gang über die "Regenbogenbrücke" bei uns antritt.

Ein Auto hat ihn angefahren. Die Röntgenaufnahme zeigt Beckenbruch.

Er stirbt in Doris Armen. Wenn es möglich ist, begleiten wir diesen letzten Schritt. Liebe geben - Liebe spüren.

Es sind gerade diese Tierspuren, die wir nie vergessen - Das Tier nie vergessen - DICH nicht vergessen.










SPUREN - 15.6.2017 - 1. Kastrationstag

Der Sturm am Abend des Ankunftstages hat das Strom- und Wasserleitungsnetz beschädigt. "Rumstehen? Warten? Das gibt es nicht! Melanie drängt zur Arbeit. Wir denken an nahezu alles und so sucht Doris die Einmalrasierer, die sie wohlwissend eingepackt hat. Vassili, der Vizebürgermeister ist vor Ort. Er ist wirklich ein "Mann der Tat". Nach kurzer Zeit ist alles geregelt. Wir haben Strom und Wasser. Sofia die Amtstierärztin führt bei allen Tieren einen Leishmaniose Test durch. Alle Tiere bekommen einen Mikrochip. Werden registriert. Jedes erhält einen Pass. Wir haben unsere eigene Dokumentation. Joachim hat diese Aufgabe übernommen. Seine Urlaubstage stellt er für diese ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung. Notfälle weden gebracht. Ein Rüde blutet aus dem Afterbereich. Ein weiterer hat einen dicken Abzess am Ohr. Die eingefangenen Katzen schreien laut in ihren Katzenboxen. In Veria sind die räumlichen Verhältnisse begrenzt. Hunde, die voller Flöhe sind werden nicht im "Wellnessraum" versorgt. Doris pflegt sie im Eingangsbereich. Im Laufe der Tage wird Doris als "Pickelmonster" bezeichnet, weil sie natürlich auch Stiche abbekommt. Evi, die die Registrierung der Tiere für Veria macht juckt es andauernd, obwohl sie keinen Floh abbekommt. Ein weiterer Notfall kommt. Die Hündin riecht erbärmlich und ist in einem schlechten Zustand. Sie bekommt sofot eine Infusion. Das Auto von Manolo muss als Infusionsständer dienen. Und das Obst das wir kistenweise in Form von Pfirsichen und Kirschen bekommen schmeckt "göttlich".












  Spuren - Die Hündin, der man nach der Geburt die Babies wegnahm.

Melanie sieht vieles, Melanie merkt vieles. Das macht die Erfahrung die man mit tausenden von Operationen sammelt.

Dieser Hündin wurden kurz nach der Geburt die Babies weggenommen. Die Gebärmutter kann sich nicht in dem Maße zurückbilden wie sie es tun würde, wenn die Hündin ihre Babies bis zu ihrer Selbstädigkeit versorgen könnte. Auch die Nichtabnahme der produzierten Milch ist sehr problematisch.

Und wie geht es den Müttern psychisch, denen man das antut?

Das passiert tagtäglich - gerade durch den permanenten Nachwuchs bei Nutztieren z.B. Milchkühen.

Das Wissen um das, was wir Menschen Tieren antun, brennt sich in unseren Herzen ein.






 Spuren - 14.6.2017- Ankunft Veria


Ich kann - als Tierfreund - nicht anders. Wer die vielen Tiertransporte auf den Autobahnfahrten erlebt, muss darüber berichten. Den wer im Flugzeug sitzt, um ins Ausland zu reisen, sieht davon nichts.

Mittag kamen wir in Veria an und fuhren umgehend zum Tierheim. Wir wurden vom Vizebürgermeister Vassili Papadoupolos, der Amtstierärztin Sofia, der Volontärin Eleni, und den Arbeitern im Tierheim schon erwartet und schnell war der vollgepackte VW Bus durch die vielen zupackenden Hände entladen. Zügig bereiteten wir den Operations- und Nachsorgeraum vor. 


Kaum waren Alexandra, Joachim und die Tierärztin Melanie am Tierheim angekommen wurde uns der erste grauenhafte Fund von Vasso gebracht.



Melanie riss sofort ihren Koffer auf, um das Notfallset herauszuholen. Jede Hilfe kam zu spät. Bei Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad hatte man die kleinen Welpen über den Zaun eines Tierareals ohne Mutter geworfen. Sie sind, auf Grund der Hitze oder der mangelnden Flüssigkeitszufuhr, kurze Zeit vorher alle gestorben.

Das sind die Spuren, die sich so bitter einbrennen. 




Gegen Abend ballte sich eine gewaltige Sturmfront zusammen. Verena, die Tierarzthelferin musste im Flugzeug einige Turbulenzen ertragen. In Thessaloniki gings dann nichts mehr weiter. Verena kam erst am nächsten Tag in Veria an. Aber wir beruhigten sie mit der Überraschung, was für eine wunderschöne Übernachtungsmöglichkeit unserem Team zur Verfügung gestellt worden war.






TIERSPUREN - verewigt für lange Zeit im Beton.

Spuren die auch wir versuchen, im Rahmen unserer Kastrationsaktionen, zu hinterlassen. Tierspuren, die in unsere Herzen eingemeisselt werden.

In den nächsten Tagen werden wir von unserem letzten Kastrationseinsatz in Veria und Ayia ausführlich berichten.

 

Von den Tieren und Menschen, denen wir begegnen durften.

Von den Tieren, von denen JEDES etwas Besonderes ist.


  

Kastrationsaktion vom 15. mit 21. Juni 2017 in Veria/Nordgriechenland

Bereits zum zweiten Mal wurde diese Aktion von Vasso Taki vorbereitet und zusammen mit der Stadtverwaltung organisiert. Herzlichen DANK dafür, liebe Vasso!

Die Gastfreundschaft, die uns dieses Mal zuteil wurde, hat unser Team überwältigt.

Dafür möchten wir uns sehr, sehr herzlich bei allen Verantwortlichen in der Stadtverwaltung bedanken, die dieses Projekt so wohlwollend unterstützten. Vasilis Papadopoulos, Vizebürgermeister von Veria, obliegt der Aufgabenbereich Tierheim und Straßentiere. Er hat sich darum gekümmert, dass unser Team in einem wunderschönen Hotel untergebracht wurde. Irini, kümmerte sich jeden Tag um ein opulentes Frühstück, damit wir auch gut gestärkt den Arbeitstag beginnen konnten. Vielen Dank Irini. Auch superschöne Einladungen zum Abendessen wurden arrangiert.

  Herr Papadopulos nahm sich jeden Tag Zeit, am Kastrationsort nach dem Rechten zu sehen. Sorgte für schattenspendende Zelte damit unsere Patienten nicht in der prallen Sonne warten mussten, immer ausreichend Getränke für das Team und nach einem heftigen Sturm mit Strom- und Wasserausfall hat sich der Vizebürgermeister umgehend um die Reparatur der Leitungen gekümmert, damit wir wir in kürzester Zeit weiter arbeiten konnten.

 Am letzten Abend erhielten wir eine persönliche Führung durch die Räume des historischen Rathauses.

 

DANKE, DANKE, DANKE sehr für dieses Entgegenkommen.





Mai 2017

Liebe Tierfreunde, unsere Schwerpunktarbeit ist und bleibt die Kastration. Weil wir felsenfest davon überzeugt sind, dass nur diese Arbeit die Masse an Straßentieren reduzieren kann.

Während unserer Einsätze und auch von unseren aktiven Tierschützern in den Ländern in denen wir tätig sind, erfahren wir natürlich immer wieder von Notfällen. Wir können aufgrund unserer geringen Spendenbudgets nur wenigen helfen. Medizinische Notfallhilfe gibt es nicht zum Nulltarif. Leider. Aber das eine oder andere Notfalltier "picken" wir heraus. Ihnen wollen wir eine Chance geben. Durch unsere Arbeit, bei der wir auch viel Leid ertragen müssen, entscheiden wir uns für diejenigen, die definitiv nicht mehr auf der Straße leben können.

Natürlich gibt es jetzt die Stimmen, die sagen: "Warum lässt man dieses Tier noch am Leben? Und auch diejenigen, die bereit sind solchen Tieren ein Zuhause zu geben, wird das immer und immer wieder gesagt: "Das wäre doch besser....das ist doch kein artgerechtes Leben.....".

Meist sagen das Menschen, die weder Mensch noch Tier aktiv helfen, die tierische Produkte essen und gleichzeitig nicht sehen können, wenn Tiere im Schlachthof getötet werden, die weder Zeit und Geld aufwenden um das Leid anderer zu lindern.

Wir bitten darum jeden, der eine starke Persönlichkeit und Liebe zu den Tieren hat, doch dem ein oder anderen Notfalltier ein Zuhause zu geben. Diese Tiere sind grandios. Viel "taffer" als die meisten Menschen bei der Bewältigung ihres Schicksals.

Und wer uns sagt, dass diese Lebewesen keine Freunde am Leben haben können und sie gleichzeitig nicht hat springen und freuen sehen, dem können wir nur sagen, er soll sich erst einmal mit dieserer Art Tierschutz aktiv beschäftigen, bevor er urteilt.

Und natürlich wird es immer wieder die Fälle geben, für die eine Euthanasie besser ist, als ein weiteres Leben auf dieser Welt. Das entscheiden wir immer wohlüberlegt im Team.








unser riesengroßer Wunsch - Yasar braucht ein Zuhause - bitte auf der "Startseite nach unten srollen  ........












30.5.2017

Danke Jutta für die riesige Sachspende in Form von Augentropfen.





20.5.2017

Liebe Tierfreunde, seit März läuft die Kastrationsaktion in Eceabat/Türkei. Bisher wurden 151 Straßentiere kastriert und die Aktion ist noch nicht zu Ende. Zuerst wurden überwiegend Hündinnen und Katzen kastriert, damit die Vermehrung unterbunden wird. Jetzt müssen die scheuen und die männlichen Straßentiere eingefangen werden. Bitte unterstützt diese Aktion durch Spenden. Die bekannte Stadt Canakkale liegt gegenüber Eceabat (auf der anderen Seite der Meerenge, der Dardanellen). In dieser Stadt hat kein Straßenhund eine Überlebenschance. Taucht einer in der Stadt auf, verschwindet er sehr schnell und wird nie wieder gesehen. Man kann sich ausrechnen, was mit den Tieren passiert. Es läuft dort seit Jahren so, wurde uns berichtet.

TierInsel-Umut Evi e.V.
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Notfallhund Zehra, Update 13.5.2017: Wir haben ein Angebot erhalten, dass Zehra auf einem privaten Gnadenhof leben dürfte...... wir freuen uns darüber natürlich riesig wenn das klappt.

Sie wurde zwei Mal durch einen Verkehrsunfall verletzt. Ihr Besitzer hatte sie nach keinem Unfall zum Tierarzt gebracht. Nachdem sie auf beiden Hinterbeinen nur noch auf ihren Mittelfußknochen kriechen konnte, hatten wir uns entschlossen, sie operieren zu lassen. Ein Bein wurde bei einem Tierarzt in Istanbul operiert. Da sie von den Tierfreunden, die uns auf sie aufmerksam gemacht hatten wieder zu ihrem alten Besitzer zurückgebracht werden sollte, haben wir uns entschieden sie nach Deutschland zu holen und hier ihre 2. OP durchführen zu lassen. Zehra wird nun von den Tierfreunden in Eceabat ausreisefertig gemacht. Sie kann im August nach Deutschland "fliegen".


              


10.4.2017 Notfallhund Emeli - ein Beispiel von so vielen dieser Art. Die meisten sterben ohne das einer hilft.

Uns wurde ein Video zugespielt, dass einen verunfallten Hund zeigt, der auf einer Straße in Ipsala/Türkei liegt. Die Autos fahren daran vorbei. Keiner hält an und kümmert sich um das Tier.

Wir setzen alles daran, dass der Hund in eine Tierarztpraxis gebracht wird, damit ihm geholfen werden kann. Schwierig - man muss bedenken, dass wir sind in Deutschland sind und das Tier verletzt auf einer Straße in Ipsala/Türkei liegt.

Aber dank unserer Kontakte erreichen wir, dass das Wunder vollbracht wird. Junge Menschen hatten an eine Tierschützerin in Edirne den Notfall gepostet. Sie hatten auch das Video in Facebook eingestellt und die türkische Tierschützerin hatte es verbreitet um Hilfe zu suchen. Und so konnten wir Baris, der in einer Tierarztpraxis in Kesan arbeitet verständigen, dass der Hund in die Praxis gebracht wird.


                                                                                                                                                                                            



Update vom 11.4.2017. Emeli frist und trinkt und wir hoffen, dass ihr durch die Operation eines Spezialisten sehr gut geholfen werden kann.

Der junge Hund hat große Schmerzen, ein Bein ist lt. Baris gebrochen, die Blase nicht beschädigt, aber der Kotabsatz funktioniert momentan nicht.
Sie wird überwacht ob sie Kot und Urin absetzen kann. Wir hoffen sehr, weil sie dann noch diese Woche operiert werden kann. "Drückt "Emeli" die Daumen

Update 12.4.2017

Die Behörden von Ipsala - Versprechen, Zusagen - aber wir sehen noch keine Verbesserungen und Erfolge und bekommen auch keine Antworten.

Wir erfahren, dass die Kinder bzw. Jugendliche, die das gesehen hatten, die Behörden verständigt hatten. Als diese eintrafen und das Elend sahen, wollten sie den Hund nicht anfassen und sind wieder weggefahren.

Die Tierschützer um Frau Nurhan Demirci Kalender bzw EDHAYKO haben über Ahmet Kara (Umweltzuständiger der Behörde) veranlasst, dass mit dem Bürgermeister von Ipsala über den Hund und die Ereignisse gesprochen wurde. Dieser sicherte zu, dass die Op-Kosten des überfahrenen Hundes von der Stadt übernommen werden würden.
Des Weiteren wurde zugesichert, dass die Hunde in der Ipsala Gegend, gerade in den kleinen Orten, die keine medizinische Versorgung genießen, aber welche brauchen, von den privaten Tierkliniken in der Nähe Hilfe bekommen. Die Tierschützer werden versuchen, diese Zusage noch in diesem Jahr durchzusetzen. Vielen Dank an Ahmet Kara, der sich für den Hund eingesetzt hat.

Update 18.4.2017

Emeli" aus Ipsala - die Operation
Baris schreibt: es war eine alte Fraktur, die die Kleine hatte.

Update Anfang Mai 2017

Keiner will die OP-Kosten für den Hund tragen. Wir sind in Kontakt mit der Tierarztpraxis. Natürlich werden wir in diesem Fall aushelfen.



8.5.2017


Täglich bekommen wir Mitteilungen über misshandelte Tiere. Egal ob aus der Türkei, Griechenland, Deutschland, Rumänien, Amerika, Dänemark, China oder sonstwo.

Und wir fragen uns:

Warum wird die Welt nicht besser bei all der Informationsflut, der Aufklärung?


Es liegt wohl in der Natur vieler Menschen grausam und egoistisch zu handeln.

 

                                                            Mach mit - handeln wir für eine Welt mit weniger Leid!





6.5.2017

Bald sind wir wieder vor Ort und dann werden wir etliche Tage von früh bis spät nachts durcharbeiten um möglichst viele Straßentiere in Veria/Griechenland zu kastrieren. Im Herbst letzten Jahres waren wir das erste Mal dort. Man braucht Zeit um eine gute Organisation zu etablieren. Unser Wunsch wäre es mit zwei Tierärzten zu kastrieren. Aber dazu fehlen bislang die Räumlichkeiten. Aber - vielleicht ist etwas in Sicht, dass diese Engstelle beseitigen könnte.






5.5.2017

Ece Hayder ist fleißig. Noch immer sind sie mit Einfangen und dem laufenden Kastrieren der Straßentiere beschäftigt.

Aktueller Stand: 138 kastrierte Straßentiere.

Die laufende Kastration von Straßentieren wird alleine durch die Spender der TierInsel-Umut Evi finanziert!




27.4.2017

Sooo toll! Danke Jutta.

So viele Augentropfen und andere wichtige Dinge. Wir helfen damit, in Kooperation mit den tierärztepool, nicht nur den Straßentieren in Griechenland.





24.4.2017

Gestern fand das erste Mal ein Tier"floh"-/ und Informationsmarkt auf dem Gelände der Tiertafel München statt, organisiert von der wunderbaren Andrea mit ihrem supernetten Team. Schön wars!

Wir haben 3 Handtücher gespendet bekommen, die wir bestens im Rahmen unserer Kastrationstage verwenden können. Und in der Spendendose waren € 22. Das sind die Kosten für die Kastration einer Katze.

                                                                      Vielen herzlichen DANK Tierfreunde!



24.4.2017

Danke Susanne für die Spende von Futter, einem Trinkbrunnen für Katzen und den vielen Medikamenten.

Wir werden durchsehen, was wir alles während unserer Operationstage verwenden können.





24.4.2017



Danke Marengo für die für uns so wichtige Spende von Welpenbrei!








10.4.2017

Kastrationsaktion Frühjahr 2017 in Eceabat.

Sie läuft schon seit Anfang März und inzwischen wurden 113 Straßentiere kastriert.

Hündinnen: 49
Rüden: 16
Katzen: 42
Kater: 6

In der Türkei können wir momentan (leider- da es unser Ziel ist, auch im Tierärztebereich zu kooperieren) nur mit türkischen Tierärzten zusammen arbeiten. Wir müssen mit ihnen besondere Tierschutzpreise vereinbaren, sonst können wir diese Arbeit über die örtlichen Tierkliniken nicht finanzieren.

Damit diese laufenden Kastrationsaktionen überhaupt funktionieren braucht es ein Team von zuverlässigen Tierschützern vor Ort und ein paar Tierfreunde die mit uns in englisch oder deutsch ständig in Kontakt stehen und uns die notwendigen Informationen in Form von Berichten und Fotos/Videos zukommen lassen.

                                                             






5.4.2017

Elisabeth und Jan - selbst in der Arztbranche tätig haben uns diese super Sachspende (es ist nicht mehr neu, funktioniert aber noch einwandfrei) zuteil werden lassen. Davon können wir normalerweise nur träumen: von einem tragbaren Ultraschallgerät und von einem tragbaren Röntgengerät.

Ersteres wurde uns durch Elisabeth und Jan ermöglicht. Wir sind überglücklich.





31.3.2017

€ 125 hatten wir von 2 Spendern für den Kauf des benötigten handlichen Sterilisators überwiesen bekommen, nachdem wir einen Aufruf gestartet hatten um ein neues Gerät zu kaufen. Der bisherige Steri ist im November während eines Kastrationseinsatzes kaputt gegangen. Das Geld reichte nicht aus.Wir telefonierten mit Firmen und mit möglichen Spendern. Und dann - hatten wir es geschafft. Wir hatten die Zusage einer Organisation, dass wir eine Spende für dessen Kauf bekamen. Gleichzeitig bekamen wir von der Bezugsfirma noch einen Nachlass. Wir danken allen, für das Entgegenkommen.







27.3.2017 Jaaaaaa! - Doris Wunsch ist in Erfüllung gegangen - uns wurde ein Zahnsteinentferner geschenkt.

Danke - danke - danke!























Danke Jutta!
Handtücher, eine Decke, Einmal- und OP-Handschuhe, Nahtmaterial, Augentropfen.......








15.3.2017

Für die TierInsel - Umut Evi steht die Finanzierung der Kastration von Straßentieren an 1. Stelle.

Die wunderbare Nina hat unser Anliegen gezeichnet:

"Eine Kastration verhindert Tierleid"

Im Hintergrund sieht man gebrochene Herzen und die Gesichter von Hunden und Katzen, die nicht mehr leben (ihre Augen wurden durch ein X ersetzt).

Wer wie wir der Meinung ist, dass die Verfolgung dieses Zieles sehr wichtig ist und dies mit einem Aufkleber auf seinem Auto oder durch das Versenden von Postkarten unterstützen möchte, kann gerne ein paar Exemplare (gegen eine Spende für Porto) bei uns anfordern.






1.3.2017 Update: Der Nachwuchs der Straßenhunde und Straßenkatzen kommt bereits laufend auf die Welt. Und leider können wir, in den ersten beiden Monaten 2017, nur 1/3 der Spendeneinnahmen des letzten Jahres als Eingang verzeichnen. Dieser Eingang deckt nicht einmal ein Kastrationsprojekt ab. Ohne die erforderlichen finanziellen Mittel, um die wichtigsten Dinge bezahlen zu können, sind uns die Hände gebunden. 4 Stationen in der Türkei (Enez, Ipsala, Eceabat und Candarli) und 3 Stationen in Griechenland (Veria, Tyrnavos und Xanthi) fragen bei uns "händeringend" an, ob wir nicht weiterhin helfen "ihre" Straßentiere zu kastrieren.


In der Türkei kommen die erschwerten Bedingungen hinzu, derzeit überhaupt Kastrationsprojekte durchzuführen. Die politische Lage trübt sich immer mehr ein. Momentan ist es uns nur möglich mit einheimischen, niedergelassenen Tierätzen vor Ort zu arbeiten. Die Voraussetzung dafür ist, das dies Tierärzte sind, die die nötige Erfahrung in der Chirurgie vorweisen können. Denn eine gute Kastrationstechnik will gelernt und lange und umfangreich praktiziert worden sein. Und die Preise für deren tierärztliche Leistungen sollten in dem Umfang, in dem sie erforderlich sind, auch von uns finanziert werden können.  







Wir haben dem Tierschützerteam in Eceabat, EceHayder, die Zusage gegeben, dass sie sofort mit einem Kastrationsprojekt, das mit der laufenden Verbringung von  eingefangenen Straßenhunden und Straßenkatzen in eine Tierarztpraxis zur Kastration durchgeführt wird, beginnen können. Wir hoffen, dass unsere Spender unsere  Arbeit weiterhin unterstützen werden und wir mit der Finanzierung keine Probleme bekommen. Dieses Frühjahreskastrationsprojekt beinhaltet die Kastration von mindestens 150 Tieren.

Für Candarli können wir derzeit keine Hilfe anbieten.


Schon jetzt planen wir mit dem deutschen Tierärzte- und Helferteam in Nordgriechenland zu kastrieren. Diese Kastrationstage könnten im Juni 2017 stattfinden. Beabsichtigt ist in Veria und Xanthi zu operieren. Hierfür fehlen uns momentan die kompletten Geldmittel.


Hundestation Ipsala - über Facebook stellen wir immer wieder viele Fotos über die Situation in der Hundeauffangstation ein. Zwei Tierärzte kümmern sich, derzeit ehrenamtlich, um dieses Heim. Wir haben 14 Säcke Trockenfutter für erwachsene Tiere und 6 Säcke Welpenfutter gekauft (Gesamtkosten € 350), damit der Ernährungszustand der Tiere verbessert.

Eine Organisation aus den Niederlanden hatte geplant in Enez und Ipsala Straßenhunde durch einen türkischen Tierarzt aus Istanbul kastrieren zu lassen. Natürlich befürworten wir dieses Vorhaben, weil uns dazu das Geld fehlt und beide Orte dringend diese Tierschutzarbeit benötigen.  


Unsere Tierfreunde von Tyrnavos erwarten uns im November 2017.







Neben den Kastrationen gibt es immer wieder Notfalltiere, die einer tierärztlichen Versorgung bedürfen. Oder wir werden um Futterspenden gebeten.

Wir hoffen, dass wir den ein oder anderen Wunsch, auch in 2017, erfüllen können. Bitte, bitte - unterstützt unsere wertvolle und nachhaltige Tierschutzarbeit.


Unsere Bankdaten:


TierInsel-Umut Evi e.V.
VR-Bank Mittelhessen e.G.
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12.2.2017

Liebe TierInsel-Freunde,

die Nachfrage nach unserer Arbeit ist enorm. Immer wieder bekommen wir neue Anfragen: Könnt ihr nicht kommen um Straßentiere zu kastrieren?

Leider ist es nicht ganz so einfach diese Frage mit: "ja wir kommen" zu beantworten.



Wir erklären hier kurz, warum das so ist.

Wir brauchen Geld um mehrtägige Kastrationsaktionen überhaupt planen und finanzieren zu können.
Im Durchschnitt kalkulieren wir mit  € 50 pro Operation. Darin sind enthalten: Die Kosten der Tierärzte, die für absolute Spezialhonorare arbeiten (in der Regel machen das niedergelassene Tierärzte vor Ort nicht), gutes Operationsmaterial und alle notwendigen pharmazeutischen Präparate, die während eines Operationsbetriebes benötigt werden. Ebenso die Kosten (Abschreibung) für die Operationsausstattung, die wir an den Ort des Operationsbetriebes transportieren (Operationstische, Sterilisator, Operationslampen, etc.). Die Flugkosten oder Fahrtkosten für das Tierärzteteam mit Helfern. Ebenso
Futter, Vitamine und Mittel zur Behandlung gegen Parasiten.

In der Regel versuchen wir zu vereinbaren, dass sowohl die Unterbringung des Teams als auch die Verpflegungskosten von den Behörden vor Ort übernommen werden.


Was wir dafür geboten: Die Kastration der Tiere und die Durchführung aller notwendigen Operationen die bei Notfalltieren erforderlich werden (z.B. Amputationen von Gliedmaßen, Operationen bei Wundverletzungen, Augenoperationen, Leisten- und Nabelbrüche, Tumoroperationen, Zahnoperationen, etc.). Leider können keine orthopädischen Operationen durchgeführt werden, da hierfür eine Spezialausstattung des Klinikbetriebes erforderlich ist. Zudem führen wir eine umfangreiche Nachsorge der operierten Tiere durch.


Wenn absehbar ist, dass wir eine Kastrationsaktion finanzieren können, kümmern wir uns darum, dass die Behörden unsere Arbeit genehmigen und sie uns die geeigneten Räumlichkeiten und Gehege zur Verfügung stellen.

Und - ohne ein sehr aktives Team von Tierschützern vor Ort geht gar nichts. Denn die Helfer vor Ort fangen fortwährend Straßentiere ein und wildern sie, nach einer individuellen Genesungszeit auch wieder in deren angestammten Revier aus. Zudem ist es ihre Aufgabe Notfalltiere länger zu versorgen und zu pflegen. Und wir sind sehr dankbar, wenn uns die Tierfreunde vor Ort auch im Rahmen des "Klinikbetriebes" unterstützen.





14. - 22. Januar 2017

In 9 Tagen fuhren wir von München nach Tyrnavos/Griechenland – Veria/Griechenland – Ipsala/Türkei – Enez/Türkei – Eceabat/Türkei – Xanthi/Griechenland und wieder zurück nach München. 6 ausführliche Gespräche wurden mit den Bürgermeistern, Tierfreunden und Tierärzten in den jeweiligen Orten geführt. „Tierheime“ wurden aufgesucht, um nach den Insassen zu schauen und deren Lage zu verbessern.

Die Hälfte der Strecke begleitete uns „Can“. Die Setterhündin aus Eceabat. Souverän meisterte sie die anstrengende Zeit um sich vom Dauerbewohner einer Hundestation zur „Prinzessin mit Schloss“ zu verwandeln.

Tyrnavos/Griechenland

Hier planen wir eine weitere Kastrationsaktion, die Herbst 2017 durchgeführt werden soll. Der Vizebürgermeister, unsere Ansprechpartnerinnen Maria und Andriana haben nach Absprache mit uns mit den Vorbereitungen für diese Aktion begonnen. Der Ausbau des Klinikareals soll verbessert und vollendet werden. Die Arbeitsabläufe unter den örtlichen Tierfreunden werden noch mehr optimiert. Zudem konnten wir auch eine umliegende Gemeinde von unserer Arbeit so begeistern, dass auch deren Straßentiere in die Kastrationsaktion mit einbezogen werden sollen.

Diese Zusammenarbeit ist sehr vielversprechend.

Ipsala/Türkei

Die Hundestation in Ipsala bereitet uns die größten Sorgen. Die Versorgung der Hunde war nicht ausreichend gewährleistet. Die Sterblichkeitsrate der Tiere ist mit Sicherheit hoch. Jedes Mal, wenn wir vor Ort sind, finden wir etliche Tiere, insbesondere Jungtiere, Alte und Kranke nicht mehr vor. Die von uns gekauften und angelieferten Kunststoffpaletten waren über 4 Wochen nicht in die Hundehäuser verbracht worden. Alle Hunde mussten auf dem kalten und nassen Boden, ohne jegliche Wärmemöglichkeit, liegen. Wir haben Verständnis für die ungewohnte und schwierige Wettersituation in diesen Tagen. Aber deshalb einige Tage keinen Weg zur Versorgung der Tiere zu finden zeugt nicht von einem Empfinden für diese Lebewesen.

Zwei Mal sprachen wir mit dem Bürgermeister von Ipsala. Herr Kerman gab den 2 Arbeitern, die für das Wohl der Tiere im Tierheim zuständig sind, ausdrückliche Anweisungen diese täglich mit den, von Kantinen abzuholenden, Essensresten zu füttern. Auch die Reinigung des Areals ist stark verbesserungsbedürftig. Die Oberaufsicht für die Straßentiere obliegt Hülya, einer Angestellten der Stadtverwaltung. Auch sie war bei unseren Gesprächen und dem Besuch im Tierheim mit vor Ort.

Auf Anweisung des Bürgermeisters soll nun ein örtlicher Tierschutzverein in Ipsala gegründet werden. Zudem sollen Hundehütten in Ipsala für die Straßentiere aufgestellt werden, die wiederum die Arbeiter des Tierheimes bauen. Wir haben zugesagt uns mit den Materialkosten an dem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen. Der Bau von 20 Hundehäusern wurde zugesagt.

Baris, ein Tierarzt aus Enez hat bisher 2 Mal im Monat nach den Tieren gesehen. Zukünftig wollen Baris und Yener, ein Tierarzt aus Kesan, mit dem er gemeinsam eine Tierarztpraxis betreiben wird, wöchentlich nach den Tieren im Tierheim schauen und sie, wenn nötig, medizinisch versorgen.

Wir danken Herrn Kerman für die große Gastfreundschaft und Gesprächsbereitschaft, die er uns bei jedem Besuch zu teil werden lässt. Und wir hoffen, dass wir die beiderseitige Zusammenarbeit zum Wohle der Straßentiere intensivieren können. Herr Kerman befürwortet ein Leben der besitzerlosen Tiere auf der Straße. Er unterstützt die Kastrationsbemühungen und wir hoffen dass wir gemeinsam die Versorgung der Tiere, sowohl mit Futter als auch mit Medizin, verbessern können.

Ein Großteil der Sachspenden, die wir von Deutschland aus mitgebracht haben, war für die Hunde im Tierheim von Ipsala bestimmt. Wir haben 12 Liegeflächen aus Kunststoff in die Hundehäuser gestellt. Zudem wurden endlich alle Paletten in die Hundehäuser verbracht. Die Firma Ridder hat uns viele Badeteppiche gespendet, die auf die Paletten und in die Kunststoffschalen gelegt wurden. Zudem hat die Firma Alsa Hundewelt Liegeunterlagen aus Plüsch gespendet, die verteilt wurden. Eine Mama hatte 10 Tage alte Welpen, die jämmerlich schrien. Sie bekamen ein warmes Bett aus Kunstfaser und Decken in die Liegeschale. Zuvor lagen sie auf einer vollkommen verdreckten, nassen und kalten Plüschunterlage. Die einzige Unterlage, die von 10 vorhandenen Liegeunterlagen in die Hundehäuser verteilt worden war.

Enez/Türkei

Auch der Bürgermeister von Enez, Herr Bostanci, hat sich für ein Gespräch mit uns Zeit genommen. Wir besprachen die anstehende Kastrationsaktion, die durch einen holländischen Verein finanziert und durch einen türkischen Tierarzt ausgeführt wird. Die Kastration der Straßentiere ist in diesem Ort sehr wichtig, weil Enez aufgrund seiner Lage am Meer in den Sommermonaten von vielen Städtern aus Istanbul oder Ankara aufgesucht wird. Viele bringen ihre Haustiere mit und lassen sie nach ihrer Abreise zurück. Ab Herbst suchen die Tiere verzweifelt nach Futter und einzelne Einheimische lösen das Problem durch Tötungen. Auch wurde das Problem der Futterversorgung und das Aufstellen von Hundehütten mit dem Bürgermeister besprochen. Ein Hundeheim (außer ein kleines Gelände/Gebäude zur kurzfristigen Versorgung von Notfalltieren) lehnen wir strikt ab, da dieses auf die Dauer zu einer reinen Entsorgungsstation für Hunde werden würde.

In Enez sind wir auf einen guten Weg und froh, dass der holländische Verein unseren finanziellen Engpass überbrücken kann.

Eceabat/Türkei

In Eceabat arbeitet ein sehr gutes Team von türkischen Tierschützern. Auch hier benötigen wir dringend die Finanzierung des nächsten Kastrationsprojektes ab März 2017, das von einem regionalen Tierarzt durchgeführt werden könnte. In Enez gibt es derzeit keine Möglichkeit die Tiere an einem vorübergehenden Kastrationsort zu operieren. Es fehlt die Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Wir müssen in den Räumen einer privaten Klinik operieren lassen.

Wir haben dem Team von EceHayder 350 kg Nassfutter für Hunde übergeben, das von der Firma Alsa Hundewelt gespendet wurde. Zudem Trockenfutter für Welpen, Liegeunterlagen für Hunde und Katzen und Pflegemittel.

In Canakkale sprachen wir mit dem Tierarzt Hakan, bei dem derzeit zwei spezielle Notfalltiere der TierInsel-Umut Evi behandelt werden. Über sie werden wir gesondert berichten. Das Team von EceHayder wird durch die TierInsel - Umut Evi auch hinsichtlich der Bezahlung von Notfalltieren unterstützt. Die Spenden an die örtliche Tierschutzorganisation sind derzeit noch zu gering, um die laufend anfallenden Tierarztkosten alleine tragen zu können.

Nachdem uns die Amtstierärzte von Canakkale die noch erforderlichen Ausreisepapiere für die Hündin Can ausgestellt hatten, traten wir die Rückreise an.

Ein großer Dank, geht an das Team von EceHayder, die uns zu einem sehr guten vegetarischen, selbst gekochten, türkischen Abendessen eingeladen hatten.

Xanthi/Griechenland

Die TierInsel – Umut Evi e.V.  hatte sich bereits im Herbst 2014 an einem Kastrationsprojekt in Xanthi beteiligt, das durch eine deutsche Tierschutzorganisation in Kooperation mit dem Tierärztepool durchgeführt wurde. Seit dieser Zeit fand keine weitere mehrtägige Kastrationsaktion statt.

Wir wurden im Herbst gebeten, ob wir nicht in Kooperation mit dem Tierärztepool eine weitere Kastrationsaktion in Xanthi durchführen könnten. Eine neu gegründete örtliche Tierschutzorganisation bemüht sich derzeit in Absprache mit uns alle Anforderungen, die ein solcher Einsatz erfordert, abzuklären und zu organisieren. Wenn es gelingt, könnte im Mai oder Juni in Xanthi den Tieren geholfen werden.

Veria/Griechenland

In Veria besteht ebenso ein erheblicher Bedarf an einer weiteren Kastrationsaktion. Aber wie überall sind die Anforderungen hoch, damit wir mit deutschen Tierärzten überhaupt arbeiten dürfen. Und so kann eine Kastrationsaktion, die für Februar in den Räumen der Amtstierärztin im Tierheim vorgesehen war, vorerst nicht stattfinden. Stattdessen planen wir jetzt im Mai oder Juni einen mehrtägigen Einsatz.

Wir besuchten in Veria die privat finanzierte Hundeanlage von unserer Ansprechpartnerin für Veria, Vasso und der Tierfreundin Isabella. Eine paradiesisch große Anlage, die einer griechischen staatlichen Einrichtung gehört und günstig durch den örtlichen Tierschutzverein gemietet wurde. Das darauf befindliche Haus müsste etwas renoviert werden und könnte dann zur Klinik umfunktioniert werden. Was könnte man nicht alles machen, wenn man genug Geld hätte!

Danach besuchen wir noch das Tierheim in Veria. Sofia, die Amtstierärztin, freut sich uns zu treffen. Sie zeigt uns die Hündin „Barbie“. Sie musste 3 Operationen überstehen. Sie hatte 2 Tumore. Einen im Bauchbereich, einen weiteren an den Genitalien. Melanie hatte Barbie im November operiert. Sofia hatte die Anschlussbehandlung u.a. mit einer Chemotherapie übernommen. Es gleicht einem Wunder wie toll Barbie aussieht. Alles ist bestens verheilt. Sie ist gesund und kräftig. Das ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit!

6 Orte, die mit uns gerne kooperieren. 3 in Griechenland – 3 in der Türkei. Sie alle erkennen, wie sinnvoll es ist, Straßentiere zu kastrieren.

Wir hoffen so sehr, dass wir ihre Erwartungen erfüllen können, indem wir die Spenden bekommen, die wir für diese Arbeit dringend benötigen.

Alle Kosten dieser Fahrt wurden von den Vorstandsmitgliedern Max und Doris privat bezahlt.


Bilddokumentation Tyrnavos/Griechenland

Das Schneechaos und die Kälte ist auch über Tyrnavos hereingebrochen - wir laden die mitgebrachten Käfige für die nächste Kastrationsaktion aus - Maria und Andriana freuen sich über die mitgebrachten Hundemäntelchen - Besprechung beim Vizebürgermeister von Tyrnavos, der die Organisation der nächsten Kastrationsaktion mit übernimmt.


Bilddokumentation Ipsala/Türkei


Das ist Ipsala, eine kleine Stadt in der Türkei direkt an der griechischen Grenze. Das Rathaus von Ipsala. Bilder vom 2. Gesprächstermin mit dem Bürgermeister von Ipsala, Herrn Mehmet Kerman (nachdem wir mehr als erschreckt waren über den Zustand der Hunde im Tierheim).
Auf dem ersten Bild sitzt neben Max Walleitner, der Tierarzt Yener Eker und ihm gegenüber der Tierarzt Baris Kasimoglu. Auf dem letzten Bild stehend, die Angestellten der Stadt, die Anweisungen vom Bürgermeister erhielten, wie sie die Tiere versorgen sollten. Die Dame auf dem Bild ist Hülya. Sie ist zuständig für das Wohl der Straßentiere und der Tiere im Tierheim.  Auf der Couch ein Bürger Ipsalas, der einen örtlichen Tierschutzverein gründen soll. Mit dem Rücken zu uns, der Dolmetscher Osman.


Eine Seitenstraße in Ipsala,auf dem Weg zur Hundestation. Dieses liegt außerhalb der Stadt inmitten eines, von Landwirtschaft geprägten Gebietes. Das offizielle Hundeheim von Ipsala.


Gehege einer Hündin mit ihren wenige Tage alten Welpen. Es waren die einzigen Welpen, die dort waren. Inzwischen sind bereits 3 von 5 Welpen verstorben. Von den 10 Unterlagen, die wir im November mitgebracht hatten waren 2 in diesem Gehege. Der Boden war kalt und nass, denn es hatte in den letzten Tagen geschneit. Und die 2 Unterlagen waren nicht nur kalt und nass, sondern auch sehr dreckig.




Eigentlich könnte diese Anlage schön gestaltet sein.  Einige der Hunde sind frei und laufen außerhalb der Anlage herum. Viele der Hunde, die im Mai oder im Herbst 2016 noch da waren, waren nicht mehr zu sehen. Vor allem auch Jungtiere.





Die Insassen in den Arealen.


Die Gehege waren stark verschmutzt. Und wahrscheinlich waren, aufgrund der Wetterverhältnisse, die Hunde einige Tage nicht versorgt werden. An diesem Tag haben sie Knochen zum Fressen bekommen.



Etliche der ca. 30-35 Insassen sind sehr stark unterernährt - dem Tode nahe. Insbesondere alle noch verbliebenen Junghunde sind sehr, sehr mager. Man sieht es nicht so, denn die Hunde haben derzeit ein längeres Fell. Einige haben sichtbare Hautkrankheiten. Manche sind dabei ihre Lebensgeister bald zu verlieren. Es ist ein sehr trauriger Anblick. Wie kann man das nur ignorieren und einfach wegsehen????????


Um die Weihnachtszeit herum wurden die Kunststoffpaletten angeliefert, die von uns gekauft wurden, damit die Hunde eine hygienischere Liegefläche bekommen. Die Paletten lagen 4 Wochen vor der Anlage, ohne in die Anlage verteilt zu werden. Alle Hunde mußten auf dem kalten, nassen Boden in den Hundehäusern liegen, denn das Dach ist undicht und das Wasser tropft in die Schutzhäuser.


 Der Container in dem die Medikamente aufbewahrt werden, die zur medizinischen Versorgung der Hunde von uns gekauft und bezahlt wurden.


Wir geben diese Tiere nicht auf - wir haben Liegebetten aus Kunststoff und Sachspenden mitgebracht. Decken, Badeteppiche und Plüschunterlagen und hoffen, dass sie nicht entwendet werden.



Wo es möglich war, haben wir diese verteilt. Im Außenbereich und in den Hundehäusern.


Den Hundekindern haben wir ein kuscheliges Bett zurecht gemacht. Für einige waren es wenige Tage, in denen sie - außer von ihrer hingebungsvollen Mutter - Wärme durch Menschenhand verspüren durften.




In allen Hundehäusern wurden die Paletten und die Liegebetten verteilt. Ebenso die Decken, Badeteppiche und Plüschunterlagen. Dankbar wurde diese von einigen Tieren umgehend angenommen.



Wir können mit unserem VW Transporter nur begrenzt Sachspenden zu den Stationen vor Ort transportieren. Die maximale Zuladung wird immer erreicht.
Für Ipsala haben wir ein paar Säcke mit Trockenfutter mitgenommen. Die würden gerade mal für ein paar Tage reichen, wenn man die Tiere damit "normal" füttert. Die Säcke wurden in eine öffentliche Einrichtung gebracht und die Arbeiter sollten 1/2 Sack täglich abholen und die Hunde im Tierheim damit versorgen. Baris war bei der Einlagerung der Säcke mit dabei.




Bilddokumentation Enez/Türkei




In Enez regnete es heftig. Sturzbäche flossen die Straßen entlang. Das Gespräch mit dem Bürgermeister von Enez, Herrn Abdullah Bostanci, Max und Türker. Türker, unsere Kontaktperson für Enez liebt Goethe.


Bilddokumentation Eceabat/Türkei 










 Canakkale liegt Eceabat gegenüber. In Canakkale findet man keinen Straßenhund. Jeder Hund der von den Einwohnern zum Abholen gemeldet wird, verschwindet auf immer und ewig.



 Sachspenden für EceHayder

 2. Bild ganz rechts. Diesen Kater wollten wir einfangen und zum Tierarzt bringen. Er hatte eine Augenverletzung. Keine Chance!

 Die Auffangstation von EceHayder



 Hier beginnt die Reise von Can in ein neues Leben

 Unsere Notalltiere beim Tierarzt


 Aktive vom Team EceHayder mit Max. Hier wird kein Baby erstickt. Diese Kleinen haben einen guten, betreuten Platz.




Bilddokumentation Veria/Griechenland

Vasso, unsere Ansprechpartnerin in Veria gibt 9 Hunden und 4 Katzen ein Zuhause, davon 4 Dreibeinern und 2 Einaugen. Ein durch einen örtlichen Tierschutzverein gemietetes Gelände ist für 50 Hunde ein Zuhause.


Das Hundeheim der Stadt in dem wir operierten. Die beiden armen Seelen haben den Winter im Freien bisher einigermaßen gut überstanden. Sie erkennen uns sofort wider. Sofia, die Amtstierärztin mit einem ausgesetzten Welpen.  











Januar 2017 - Griechenland und Türkei

Die Bilder gleichen sich. Sie sind aus den Regionen, in denen wir den Straßentieren helfen. Dieses Jahr ist ein ungewöhnlich strenger Winter mit niedrigen Temperaturen und viel Schnee.

Ganz schlimm ist die derzeitige Situation für die Tierkinder, die im Spätherbst auf die Welt gekommen sind.


                                                    

 





Kurzerhand haben wir uns entschlossen "wärmende" Sachspenden für die Straßentiere in die Türkei zu bringen.
Die Liegeunterlagen, Decken und das Trockenfutter ist für die Hundeauffangstation in Ipsala bestimmt.
Das Team von EceHayder bekommt Dosenfutter.
Und die Käfige werden für unsere nächste Kastrationsaktion in Tyrnavos benötigt.


Leider finden wir nicht oft Firmen, die unsere Arbeit mit Sachspenden unterstützen.
So mußten z.B. auch die Kunststoffbetten, die ebenso für die Hundestation in Ipsala bestimmt sind, gekauft werden.
























Ein großer Dank geht an diese Firmen, die sofort bereit waren unsere Tierschutzarbeit zu unterstützen.

DANKE


Alsa Hundewelt, die unsere Arbeit immer sehr hilfsbereit unterstützen.

Jetzt mit Dosenfutter und

   wärmenden Liegeunterlagen aus Kunstfasern.









Firma Erwin Müller, die eine wärmende Bettdecke, große Handtücher und Bettbezüge gespendet haben.



  Marengo, die uns speziell mit Puppy-Futter hilft.
























Türkei/Ipsala

Leider fehlen uns Fotos, wie die Verhältnisse derzeit in Ipsala sind.

Bereits im Dezember 2016 haben wir, aus hygienischen Gründen, 30 Kunststoffpaletten als Liegeflächen für die Tiere in der Hundeauffangstation in Ipsala gekauft.

Der Verein Vehist e.V. hat einige Säcke Futter für die Straßentiere in Ispala anliefern lassen. Das ist dort ganz dringend nötig. DANKE!


  Firma Ridder, die uns Badematten als wärmende Liegeunterlagen für die Hundestation in Ipsala, zur Verfügung gestellt hat.


 

Danken möchten wir auch Daniela Böhm, die unseren Sachspendenaufruf als Privatperson nachgekommen ist und Decken geschickt hat.

Wer kennt sie nicht, die wunderbaren "Sissy Filme" mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm.

Karlheinz Böhm hat sein späteres Leben der Hilfe für Menschen in Äthopien gewidmet. Und Daniela, seine Tochter, ist eine sehr engagierte Tierschützerin, die z.B. die Mahnwachen am Münchner Schlachthof organisiert.

Daniela schreibt Bücher. Es sind Geschichten mit und über Tiere. Wer mehr darüber erfahren möchte, der kann es über ihre Internetseite: http://www.danielaböhm.com/ tun.

Danke Daniela, dass du uns ein Paket für die Tiere in der Hundestation in Ipsala geschickt hast.


 



Danke Andrea M. und ihren Freunden, die für uns Hundemäntelchen und Trockenfutter gesammelt haben.

 



3.1.2017







Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet am 3.1.2017 über die Arbeit der TierInsel - Umut Evi e.V. in der Türkei und in Nordgriechenland "Tierschutz als Menschenschutz".













1.1.2017

Liebe TierInsel-Freunde

812 finanzierte und organisierte Operationen in 2016 in der Türkei und in Griechenland durch die TierInsel-Umut Evi. Das ist eine gigantische Leistung. Wir sind unheimlich stolz darauf, mit relativ geringen Mitteln so viel bewirkt zu haben. Was ist das Geheimnis dieses Erfolges?

1. Unsere Spender, die uns vertrauen, dass wir ihr Geld sehr sinnvoll und verantwortungsbewusst ausgeben. Wir teilen nicht nur irgendwelche Zahlen mit und berichten von irgendwelchen Tätigkeiten. Wir dokumentieren umfangreich unsere Arbeit vor Ort. Mittels Fotos, schriftlichen Dokumentationen und auch Videos. Viele Menschen wirken bei unseren Kastrationsaktionen mit. Unsere Arbeit ist erlebbar, wie wir den Tieren helfen.

2. Die zuständigen Behörden vor Ort, die erkennen, wie wichtig und sinnvoll diese Tierschutzarbeit ist und uns die Genehmigung für unsere Einsätze erteilen und uns auch mit Unterbringungsmöglichkeiten, Verpflegungen, Impfstoffen, Helfern, etc. entgegen kommen.

3. Die tatkräftig engagierten Tierfreunde vor Ort, die uns bei den Kastrationsaktionen vielfältig unterstützen. Ohne diese Tierschützer funktioniert auch unsere Arbeit nicht. Daher können wir – auch wenn wir es uns sehr wünschen würden - , nicht helfen, wenn es diese Menschen nicht gibt oder wenn sie sich nicht engagieren wollen.

4. Die Zusammenarbeit mit Tierärzten, die ihren Beruf leben und für die im Rahmen der Tierschutzarbeit das Geldverdienen in den Hintergrund tritt. 2016 haben wir mit dem Tierärztepool.de (deutscher Verein), mit einem Team von drei türkischen Tierärzten aus dem Süden der Türkei und mit einem Tierarzt aus Canakkale zusammen gearbeitet.

5. Menschen, die sich für die Arbeit der TierInsel-Umut Evi stark machen und viel Zeit, Geld, Energie, Geduld und Verständnis in diesen Tierschutz investieren.

Wir danken allen sehr, die zu diesem Erfolg der Tierschutzarbeit beigetragen haben.

Wir wünschen allen Menschen, die diesen Planeten, mit all seinen Bewohnern schätzen und schützen, ein gutes neues Jahr 2017!

Max und Doris, Vorstand TierInsel-Umut Evi e.V.