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Berichte 08/2014

Bericht über die Tierschutzarbeit in Mordogan im August 2014

Unsere Tierschutzarbeit in Mordogan geht unvermindert weiter, denn leider ist stets eine Vielzahl von Behandlungen der Straßentiere erforderlich. Die Arbeit erfordert einen hohen Einsatz und Zeitaufwnd von Aylin. Seit Claudia krankheitsbedingt keine Tierschutzarbeit mehr machen kann, obliegt Aylin zusätzlich zur täglichen Tierschutzarbeit auch die Berichterstattung, zu der ihr im Augenblick wenig Zeit bleibt. Und jetzt ging auch noch ihr Laptop kaputt, so dass derzeit der Informationsaustausch von ihrer Seite nur über die Handyverbindung erfolgen kann.

Im August kam es auch in 2 Fällen wieder zu Vergiftungen. In einem Fall kam die Information an Aylin zu spät, der Hund starb in ihren Armen. Im anderen Fall hatten die Anwohner nicht nur Aylin angerufen, sondern gleichzeitig den Hunden auch Salzwasser zum Erbrechen gegeben. Deshalb konnten sie von Aylin gerettet werden und sind mittlerweile wieder gesund.

In mehreren Fällen wurden auch wieder Straßentiere von Kraftfahrzeugen angefahren. Dabei erlitt ein Welpe ein gebrochenes Becken. Da die Behandlung viel Ruhe und wenig Bewegung verlangt und das Tier auch noch Ohrmilben hatte, kam er zum Auskurieren in die Station nach Karaburun. Bei einem ausgewachsenen Hund kam es infolge eines Autounfalls zu einem blutenden offenen Bruch eines Beines. Er konnte nach Izmir ins Büyüksehir Tierkrankenhaus transportiert werden und wurde dort umgehend operiert. Er befindet sich zur Genesung wieder in der Station in Mordogan. Mehr Glück hatte ein Rüde, der durch einen Autounfall nur eine Stauchung oder Prellung erlitt. Das konnte von Aylin binnen einer Woche wieder in Ordnung gebracht werden.

Das Zeckenproblem in der Station Mordogan, bei der die Zeckenbehandlungen der einzelnen Tiere nichts mehr brachte, konnte gelöst werden, indem von der Stadtverwaltung der gesamte Boden der Station mit einem Insektizid behandelt wurde. Bei einigen wenigen Tieren müssen im Augenblick noch die Folgeschäden mit Medikamenten behandelt werden.

Leider wurden auch wieder weitere Welpen ausgesetzt, die jetzt versorgt werden müssen. So wurde z.B. eine Mutter mit 7 Welpen an der Durchgangsstraße ausgesetzt, von denen 5 überlebt haben. Der Versuch, sie an mehreren Plätzen an Nebenstraßen zu versorgen, schlug fehl, da sie jedes Mal vertrieben wurden. Daher leben sie jetzt in der Station Mordogan. Da das Kennzeichen des Fahrzeuges, von dem die Tiere ausgesetzt wurden, von einer Zeugin festgehalten wurde, wird die Aussetzung polizeilich verfolgt.
Ein weiterer Welpe wurde direkt am Zaun der Station Mordogan ausgesetzt und dort am Morgen gefunden.

Wegen der Organisations- und Umzugsmaßnahmen infolge der Zusammenlegung von Mordogan und Karaburun konnten zunächst nur wenig Kastrationen durchgeführt werden. Unglücklicherweise brach sich die Amtsveterinärin danach den Arm und konnte bis zum Ausheilen des Armes keine Operationen ausführen. Daher konnten bisher nur 13 Katzen und 5 Hunde kastriert werden, ab jetzt aber können die Katrationen in erforderlicher Anzahl durchgeführt werden.

Die Schilderung aller anderen Behandlungen würde den Rahmen sprengen, deshalb führen wir nachfolgend nur einige beispielhaft auf.

So wurden Hunde behandelt, die an Staupe erkrankt waren, eine schwarze Katze mit einem Tumor im Bein, ein Welpe mit infektiöser Hepatitis, ein Welpe, der von ausgewachsenen Hunden angegriffen wurde, Hunde mit Infektions- und Parasitenproblemen und eine Hündin, die von einem Fuchs angegriffen worden war.




23.8.2014

Bionda ist noch am Freitag verstorben.


Bionda - gib nicht auf!

3.3. 2014

Bionda ist sehr scheu und lebt als Strassenhündin in der Nähe der Jandarma Station in Mordogan.
Aylin fiel auf, dass sie kahle Stellen im Gesicht hatte. Eine Behandlung in ihrem Revier war nicht möglich ...
und so wurde sie zuerst in unsere Pflegestation gebracht und dort nach tierärztlicher Anweisung medizinisch versorgt.




20.3.2014
Die Behandlung schlägt nicht an. Aylin bringt Bionda zu Dr. Burhan in die Klinik. 


13.5.2014
Bionda ist noch immer in der Klinik. Die Behandlung von Dr. Burhan schlägt gut an. 

23.7.2014
Bionda darf endlich wieder zurück in ihr altes Revier. Sie schaut wieder gut aus, ist fit und munter.  



 
  Und sie freut sich so!


22.8.2014
Aylin hat heute nachgesehen, wie es Bionda geht. Leider sind es keine guten Nachrichten, die wir erhalten haben. Laut Auskunft von Anwohnern geht es ihr seit einer Woche sehr schlecht. Sie frisst nicht mehr. Aylin hat Bionda sofort zu der amtstierärztlichen Station in Karaburun gebracht. Wenn es ihr in Kürze nicht besser geht, wird sie zu Dr. Burhan in die Klinik gebracht. 






Bionda, bitte werde wieder gesund – Du und Deine Kumpanen liegen uns doch alle so am Herzen!

Wie schon in unter der Rubrik Berichte 07/2014 erwähnt, bringen wir schwierige Notfälle weiterhin, aufgrund fehlender umfangreicher medizinischer Ausstattung der Amtsveterinärpraxis, zu unseren freiberuflich tätigen Tierärzten/Innnen, damit sie dort umfangreicher behandelt werden können.

Dafür brauchen wir dringend weiterhin Spenden!
Ebenso für den Kauf von Impfstoffen, Spot-On-Produkten zum Schutz gegen Blutsauger und für Spezialnahrung und Zusatzfutter.

Bitte unterstützen sie uns, damit wir unsere wichtige und sinnvolle Arbeit weiter fortführen können.
 



17.8.2014

Wir schicken Euch ein großes DANKE- Miau und Wuff aus Mordogan.

Gestern hat endlich wieder einmal so ein toller Flugpate für uns Futter und Leckereien mitgebracht.

Och... wie schön ist das immer für uns!




14.8.2014


Das Problem Blutsauger: Zecke, Sandmücke und Floh.


Goldie, unsere süße Maus, ist an Leishmaniose erkrankt. 


Leishmanien werden durch den Stich von Sandmücken übertragen. Diese Mücken entwickeln sich nicht im Wasser, sondern brüten in feu
chtem Boden. Sandmückenbiotope oder –brutplätze befinden sich eher im Hinterland, nie am Strand. Wenn die Nächte über 20 Grad warm werden, sind Sandmücken aktiv. Besonders gefährdet sind Tiere im Freien ab einer Stunde nach Sonnenuntergang bis zu einer Stunde vor Sonnenaufgang. Die Saison dieser Mücken beginnt überwiegend im Mai und dauert bis Ende Oktober.

Tiere an der Kette oder in festen Arealen sind diesem Erreger machtlos ausgesetzt. Sandmücken fliegen ausschließlich ruhende Opfer an. Laufen ist dagegen kein Problem.

Leishmaniose gilt auch heute noch als nicht heilbar bei Hunden. Die Sterblichkeitsrate erkrankter Hunde ist sehr hoch.
Impfungen gegen Leishmaniose gibt es nicht. Aber man kann Tiere mittels präparierten Halsbändern oder Spot On Präparaten schützen. Und das ist auch unsere Intention für unsere Schützlinge in der Pflegestation.

Prophylaxe ist besser als eine Behandlung gegen den Erreger nach einer Infektion. Wir wollen diese Prophylaxe-Präparate günstiger für unsere Schützlinge besorgen. Die Verhandlungen laufen. Bitte helfen Sie uns bei der Finanzierung!

Goldie konnte dank der Patenschaft von Aenn und Mikail bei unserem Tierartz Dr. Burhan mit einem speziellen Leishmaniosepräparat behandelt werden. Sie durfte jetzt endlich wieder zurück zu ihren Freunden in die Pflegestation.






12.8.2014

Aylin berichtet, dass es ein sehr großes Zeckenproblem rund um das neue Hundeareal in Mordogan gibt. Sie schreibt wörtlich: “but meanwhile i tried every tick medicine including drops, sprays, everything. But in the area there are millions of ticks and belediye sprayed medicine to the ground once 3 weeks ago, unfortunatelly it didn't work. Always new ones are coming in a few days, and the dogs whic...h are weak or bad immune system are dying because of anämie or blood parasites........

Caramel und Nazli sind tot. Das trifft uns sehr, sehr hart.
Wir hatten so sehr gehofft, dass die behinderte Caramel (siehe Bericht vom 30.6.2014) doch noch ein schönes Zuhause in Deutschland finden kann. Jetzt ist es zu spät. Drei weitere Hunde sind in einem sehr kritischen Zustand. Und Aylin schreibt weiter: “and as an emergency action plan now we are emptying the area until it is cleaned properly”.

Die Hunde werden vorübergehend nach Karaburun, in die dortige Pflegestation gebracht.

Wir möchten für unsere Schützlinge in der Pflegestation Scalibor Halsbänder oder Advantix Spot On Präparate kaufen, um sie besser gegen die Blutsauger schützen zu können. Bitte helft uns dabei!




5.8.2014

Liebe Freunde der TierInsel,

Ende März 2014 fanden Kommunalwahlen in der Türkei statt. Seit diesem Zeitpunkt ist die Gemeinde Mordogan in die Gemeinde Karaburun eingemeindet. Der bisherige Bürgermeister von Mordogan, Herr Ahmet Cakir wurde neuer Bürgermeister von Karaburun.

Diese neue Struktur brachte auch bei unserer Tierschutzarbeit in Mordogan Veränderungen mit sich.

Die Pflegestation der TierInsel im „alten Hamam“ muss geräumt werden. Es wurde eine neue „Auffangstation Mordogan“ durch die neue Gemeindeverwaltung errichtet. Strom- und Wasseranschluss fehlen derzeit noch, so dass täglich viele Liter Wasser zu dem neuen Tierareal gebracht werden müssen. In der neuen Auffangstation sind derzeit nur Hunde untergebracht. Ein Areal für Katzen soll errichtet werden. Ein Behandlungscontainer wurde aufgestellt und mit gebrauchtem Mobiliar ausgestattet.

Die Kastrationen von Straßenhunden hat die bisherige Amtstierärztin von Karaburun übernommen. Sie führt auch kleinere Behandlungen im Rahmen ihrer zeitlichen und medizinisch/technischen Möglichkeiten durch. Leider fehlt es in den Räumen des Amtstierarztes an technischen Geräten wie z.B. einem Röntgengerät, Ultraschall oder Laborgeräten und Operationsmaterial.  

Umfangreichere Notfallbehandlungen können in die staatliche Tierklinik nach Izmir durch die Amtstierärztin eingewiesen und im Rahmen der dortigen Möglichkeiten behandelt werden.  

Auch stellt die Gemeinde seit Juli 2014 für die Straßentiere und die Tiere in der Auffangstation monatlich 300 kg Hundefutter zur Verfügung. Laut unseren Informationen werden aber für eine ausreichende Versorgung der Tiere weitere 300 kg Hundefutter und 60 kg Katzenfutter pro Monat dringend benötigt.

Aylin kümmert sich mit einem kleinen Helferteam ehrenamtlich täglich um die Tiere in der Auffangstation und in der alten Pflegestation, in der bislang noch die Pflegekatzen untergebracht sind.

Ein Arbeiter der „Belediye“ für die tägliche Tierschutzarbeit wurde zugesagt. Allerdings steht auch hier die Umsetzung noch aus. Ebenso fehlt es an einem Kraftfahrzeug, das für die Tierschutzarbeit und als Notfallfahrzeug zur Verfügung steht. Hütten für die Hunde in der Auffangstation wurden bislang noch nicht geliefert.

 

Unser Helferteam vor Ort bittet uns weiterhin um Unterstützung in folgender Form:

  • Die Finanzierung der Kastration von Straßenkatzen. Die Amtstierärztin hat nicht genügend Kapazität, um auch noch Katzen kastrieren zu können. Dies ist aber dringend notwendig.

  • Kostenübernahme für die Behandlung komplizierter Notfallbehandlungen von Straßentieren durch niedergelassene Tierärzte.

  • Die Finanzierung von technischen Geräten, die in den Räumen der Amtstierärztin fehlen, sowie von medizinischem Material.

  • Die Finanzierung von Benzinkosten für die Benutzung eines privaten PKW für den Tierschutz vor Ort.

  • 300 kg Hundefutter und 60 kg Katzenfutter pro Monat.

  • Lieferung von Spezialfutter, Nahrungsergänzungsfutter, Vitaminen, Aufbaupräparaten, Nassfutter.

  • Medizin, die von der Gemeindeverwaltung nicht finanziert wird.

  • Mittel zur Parasiten- und Wurmbehandlung.

  • Impfstoffe z.B. gegen Staupe und Parvovirose, Leishmaniose, etc.

     

Die Aufzählung ist nicht abschließend. Aber es ist ersichtlich, dass die Hilfe der TierInsel weiterhin erforderlich ist. Daher bitten wir euch auch weiterhin um finanzielle Unterstützung.

In der Auffangstation leben einige unserer behandelten Notfalltiere. Für sie suchen wir dringend ein Zuhause.

Das Hauptinteresse der TierInsel ist nicht die Unterhaltung einer Auffangstation, in der Straßentiere dauerhaft leben müssen. Vielmehr sollen die Tiere, nach dem sie gesund gepflegt und kastriert wurden, wieder zurück auf die Straße in ihr Revier gebracht werden.

Darum werden die Hauptaufgaben der TierInsel auch weiterhin die Finanzierung und Organisation von Kastrationen, Notfallbehandlungen, medizinischer Versorgung und Notfallfütterung von Straßentieren bleiben.

 

Bitte helfen Sie uns dabei!



Vorstand TierInsel-Umut Evi e.V.
August 2014




4.8.2014


Mit einer Kastrationsaktion für Straßenhunde begann im November 2011 mit Claudia Zeitler, als Ansprechpartner vor Ort, die Arbeit der TierInsel-Umut Evi e.V. in der Stadt Mordogan.
Aylin hat Claudia seit April 2013 viele Stunden täglich bei der Tierschutzarbeit für Mordogan unterstützt.

Seit November 2013 hat Aylin sämtliche Arbeiten von Claudia übernommen.

Aylin ist für die zukünftige Arbeit der TierInsel unser Ansprechpartner für Mordogan.

Danke Claudia für Dein Engagement für die Straßentiere!






4.8.2014 Endlich!

Die gute Nachricht:
Seit langem können wir wieder einige kg an Futter für die Tiere in unserer Pflegestation durch Flugpaten in die Türkei schicken.

Die schlechte Nachricht: ...
Es dürften die letzten Sachspendenlieferungen dieser Art mit Flugpaten sein. Die Kosten für diese Hilfslieferungen sind zu teuer geworden. Leider fallen nun neben den Transportkosten von München zum Flugpaten und neben den Kfz-Kosten von Izmir nach Mordogan ab 1.8.2014 auch noch die neu zu bezahlenden Flug-Transportgebühren für SunExpress an.
Leider bekommen wir kaum Angebote von Flugpaten, die ab München nach Izmir mit SunExpress fliegen.

Für sehr eilige und absolut notwendig gebrauchte Hilfsmittel brauchen wir die Flugpatenschaften auch weiterhin.

Ein großer Dank geht an die Flugpaten: Suzan, Jana und Monika!