Aktuelles 2014‎ > ‎

Berichte 04/2014

27.4.2014
Aenn ist Mitglied bei der TierInsel-Umut Evi und sie hat sich entschieden ihren Urlaub in Mordogan zu verbringen. Natürlich kommt man als Tierfreundin nicht umhin auch vor Ort Hand anzulegen und zu helfen. Hier ihr Bericht mit vielen, vielen Bildern.

2 Wochen aktive TierInsel-Hilfe in Mordogan


Am 14. April machten wir uns mit viel Tierschutzgepäck, welches uns Doris aus München geschickt hatte, auf nach Izmir um ein paar Tage in der Türkei die aktiven TierInselhelfer in Mordogan zu unterstützen.
Nach der Ankunft am Flughafen Izmir mussten wir noch kurz auf unseren Mietwagen warten und dann gings erst mal ab nach Urla zu Sibel in die Tierklinik, um ein wichtiges Medikament zu übergeben. Und weiter gings nach Mordogan / Ardic, wo wir unsere Ferienwohnungen bezogen und uns nach dem langen Reisetag ausruhten.
Am nächsten Morgen trafen wir uns dann mit Aylin und Hans am Hamam. Und nun gings richtig los. Wir dachten wir wären schon ganz gut über Facebook und die TierInsel-Homepage informiert, aber was uns nun erwartete konnten wir nicht voraussehen. Aylin zeigte uns die täglichen Arbeiten im Hamam, angefangen mit der Abholung von Essensresten bei der Jendarmerie bis zur medizinischen Versorgung der Notfälle. Hans nahm uns dann mit zur Futtertour, wo wir all die Tiere kennenlernen dürften, die unter der direkten Betreuung der TierInsel als Straßentiere leben konnten. Unterwegs wurden uns auch immer wieder neue Welpen gezeigt. Diese sind unheimlich süß, aber wir ahnten schon, welch ein Leben ihnen bevorsteht.
Nun wussten wir, was zu tun war und konnten am nächsten Tag ordentlich mithelfen. Als erstes: Futter vorbereiten, hoffen, dass bei der Jendarmerie viele Essensreste zusammengekommen sind, um das wertvolle Futter zu strecken. Und doch schauten wir Aylin skeptisch dabei zu, wie sie genau die Rationen für jede Futterstelle zählte. Wir haben bestimmt 100 Hunde gezählt und dazu noch viele Katzen, die jeden Morgen gefüttert werden müssen und als Tierbesitzer weiß man schon, was ein Hund von dieser Größe benötigt, um einigermaßen gut genährt zu sein. Also sammelten wir auch unsere Essensreste oder kochten ab und zu zusätzlich Nudeln, die wir mit ins Futter gaben.
Dann mussten die Gehege und das Katzenhaus gereinigt werden. Dabei wird jedes Tier genau begutachtet, ob es weiterhin gesund ist. Und natürlich werden viele viele Streicheleinheiten eingefordert. Ahmet kümmert sich fast allein um das Katzenhaus, so dass wir dort überwiegend mit den Katzen spielen konnten und Aylin nur bei der medizinischen Versorgung helfen mussten. Also auf zu den Hunden. Dort sahen wir sie alle: Max, der wieder normales Futter fressen kann, Samira, die leider sehr nervös auf Kinder reagiert, der gutmütige Riese Aslan, mit seinen drei Beinen, der verspielte Fipsi, die leider etwas scheu gewordene Caramel, Odun, der sich nach der Schussverletzung so toll erholt hat und alle anderen.
Bei all diesen täglichen Arbeiten kamen immer wieder Anwohner vorbei, die Notfälle im Auto hatten oder medizinische Fragen stellen wollten. Und Aylins Telefon klingelte auch ständig, dort wurden neue Welpen gesichtet, hier braucht eine Straßenkatze Hilfe, usw. Dies zeigte uns, wie etabliert die TierInsel vor Ort ist und wie wichtig die Arbeit von Aylin und Claudia für die tierliebenden Einwohner weiterhin sein muss.
Trotz all dieser positiven Eindrücke wurden wir natürlich nicht vor den realen Problemen verschont: Katzen, die von Hunden attackiert wurden, die man nur noch beim Sterben begleiten kann, liebe Straßenhunde, die man am Strand beobachten und streicheln kann, die Abends heimtückisch vergiftet werden, Welpen, die trotz intensiver Betreuung leider nicht überleben, 40 km Fahrten, um das TierInsel-Auto zu tanken, Hunde mit Kopfverletzungen, weil Anwohner sie mit Steinen beworfen haben, weinende Anwohnerinnen, die Tiere aus ihrem Revier vermissen und immer wieder der Hunger der Straßentiere.
Am letzten Tag besuchten wir noch Burhans Tierklinik, dort besuchten wir Bionda und einen an Leishmaniose erkrankten Hund und stellten einen Junghund mit neurologischen Störungen vor, der leider an Staupe erkrankt ist. Alle drei Hunde sind wahnsinnig verspielt und liebevoll und so dankbar, dass ihnen durch die TierInsel geholfen wird. Ohne diese Hilfe wären diese Tiere zum leidvollen Sterben verurteilt und würden bei den Bedingungen vor Ort noch alle anderen Straßentiere mit den heimtückischen Krankheiten anstecken.
Die zwei Wochen vergingen sehr schnell, aber wir waren nach der körperlich sehr schweren Arbeit und den emotionalen Eindrücken wirklich sehr geschafft. Unser größter Respekt gilt Aylin, Claudia, Ahmet, Hans, Kaan und all den anderen die sich täglich für die wundervollen Tiere aufopfern. Danke auch an Max und Doris, für ihre wertvolle organisatorische Arbeit in München und riesen Dank an alle Vereinsmitglieder und namenslosen Spender, die diesen Tieren überhaupt erst eine Chance geben. Bitte lasst nicht nach, jeder Cent wird benötigt, um die tägliche Arbeit weiterzuführen und um die Bedingungen weiterhin zu verbessern.
 
Aenn


 Ankunft am Flughafen mit viel ausgesuchtem, wichtigem Spendengepäck.

Beim Auspacken wird natürlich ordentlich aufgepasst, dass wir nichts vergessen haben.
Aylin hat uns so viel erzählt und sich ganz viel Zeit genommen für uns.



Hans und Amelie bei der Futterzubereitung am alten Hamam. Die erste Futtersstelle am Shelter. Auch hier muss jeden Tag gefüttert und gereinigt werden.


Die zweite Futterstelle. Hier warten die Hunde schon im Umkreis auf die Ankunft der TierInselhelfer.
Neue Welpen in der Wurfhöhle. Leider gibt es auch immer wieder unkastrierte Hündinnen, die sehr scheu und schwer zu fangen sind. Aber es wird nicht aufgegeben.


Unser mitgebrachtes Katzenspielzeug wird getestet.


Und immer wieder neue Informationen und Änderungen des Tagesablaufs.


Die Pflegestation am und im alten Hamam: Hundegarten, Katzenzimmer und Einzelzimmer für die besonderen Pflegefälle.



Anwohner bitten um Hilfe.


Auch das passiert natürlich. Dabei ist das TierInsel-Auto so wichtig, sonst könnte keine Futtertour gemacht werden und keine Notfälle zum Tierarzt gebracht werden. Also alle schnell anpacken und reparieren.


Selbst ausgeschüttetes Futter wird mühsam aus dem Koffer gesammelt. Hier wird nichts vergeudet.



Fütterung und Dokumentation von neuen Welpen. Mama wird auch versorgt und somit Vertrauen gebildet, um sie nach der Stillzeit einfangen zu können und zu kastrieren.


Aussetzen von kastrierten Hunden in ihrem alten Revier.



Sichtung von neuen Welpen nach Informationen von Anwohnern.Erste Fütterung aus dem Auto.

Ein Junghund wird in Burhans Klinik untersucht.
Leishmaniose Aber der Hund wird nicht aufgegeben.
Bionda bei Burhan in der Klinik.


Abschiedsessen.








20./21.4.2014

Wir wünschen Euch allen schöne Ostertage!
Könnt Ihr Euch noch an unsere Arzu erinnern? Sie hat 2013 ein Zuhause in der Schweiz gefunden.
Denise und Werner haben auch dem kleinen Filou aus Portugal ein schönes Zuhause gegeben. Die zwei verstehen sich einmalig. Danke Euch beiden für Euer Herz für die Tiere!







Notfalltiere 13.4.2014

Das Tigerle wurde von einem Hund angefallen und gebissen. Vorsorglich haben wir eine Röntgenaufnahme von seinen Hinterbeinen anfertigen lassen, weil es große Schwierigkeiten beim Laufen hatte.
Es wurde eine Fraktur festgestellt. Aber es ist kein Durchbruch. Wir behandeln es nun in unserer Pflegestation weiter. Bitte drückt für ihn die Daumen, dass alles wieder gut heilt.


Die weiße Schönheit wurde von Aylin während der täglichen Futtertour gefunden. Sie hat einen großen Abszess im Gesicht. Die Wunden wurden in der Klinik gesäubert und wir behandeln sie nun in der Pflegestation nach ärztlicher Anweisung weiter.





5.4.2013

Aenn hat eine Berliner Gruppe der TierInsel organisiert. Heute haben sie sich zum ersten Mal getroffen. Und es war sehr nett und informativ. Aenn kennt die Situation vor Ort, denn sie war letztes Jahr in Mordogan.
Getroffen haben sie sich im Pee Pees Katzencafe. Geplant ist ein Infostand in Berlin. Wann und wo erfahrt ihr natürlich sofort, sobald die konkrete Organisation läuft.  
 Von links nach rechts: Aenn, Kristina, Su und Yüxsi.




Odun, siehe unter Berichte 07/2013

2.4.2014
Odun lebt nahe dem alten Hamam. Und dort wurde er jetzt angeschossen. Er hatte großes Glück!
Aylin wurde informiert, dass er an der rechten Schulter stark blutet. Trotz Notfallbehandlung war die Blutung nicht zu stillen. Da nach der Rasur und der Säuberung der Wunde nicht sicher war, ob der Knochen durch die Kugel verletzt worden war, haben wir ihn zu Dr. Burhan in die Klinik gefahren um eine Röntgenaufnahme anfertigen zu lassen. Odun muss zudem einige Zeit in der Klinik bleiben, da sein Blutverlust sehr hoch war.


Odun war bis Anfang September 2013 in Burhans Klinik in Behandlung. Dank Eurer Spenden konnten wir ihm helfen. Im September wurde er zudem kastriert. Danach durfte er wieder in Freiheit leben.