Werdegang und Ziele

Ich habe an über 120 Pro-Tour Turnieren auf der ganzen Welt teilgenommen, war mehrfach bei Welt- und Europameisterschaften (nur mein Traum von Olympia hat sich bislang nicht erfüllt, vielleicht ja 2016!) und habe noch über 80 private Turniere weltweit gespielt.

Die Reisen gingen in rund 40 verschiedene Ländern in alle Ecken der Welt und in fast alle dieser Länder mehrfach.

 

Ich habe schon in unglaublichen Sporthallen gespielt. Wer einmal in einer Arena vor zig tausend Zuschauern spielt, der wird dieses Gefühl niemals vergessen. Oben seht Ihr Bilder von den ausverkauften Hallen "Spirodoume" in Charleroi (BEL) mit 8000 Zuschauern und von der "S.Oliver Arena" in Würzburg (GER) mit 3000 Zuschauern.


Bei Welt- und Europameisterschaften hat es meistens noch viel mehr Fans in den Hallen. Aber es ist immer etwas anderes, ob man Einzel spielt oder mit der Mannschaft.

 

Ich habe bei den Turnieren weltweit sehr viele Menschen kennen gelernt und viele Freunde gefunden. Ich habe auch einige bekannte Leute außerhalb des TT-Sports kennen gelernt.
Oben rechts seht Ihr ein Bild mit dem ehemaligen Fußballstar des FC Bayern München, Giovane Elber. Darunter seht Ihr ein Bild mit Arnold Schwarzenegger beim Killerspin Turnier in Ohio. Mit ihm zusammen war ich auch bei RTL im Fernsehen.


Als Profispieler steht man natürlich immer unter besonderem Erfolgsdruck.

Man ist es seinem Sponsor schuldig, Siege einzufahren und man will natürlich auch seinen Trainer nicht enttäuschen, aber am meisten ärgere ich mich immer selber wenn ich verliere.


Ich gehörte seit 2002 permanent zu den TOP-100 der Weltrangliste. 2007 bin ich einmal kurz aus den TOP-100 gefallen, zwar nur einen Monat lang, aber das war für mich Zeichen genug etwas tun zu müssen. Ich bin damals innerhalb eines halben Jahres um 30 Plätze gefallen, oft reichen ein paar unglückliche Niederlagen zum falschen Zeitpunkt.

 

Meinen damaligen Trainer in der Bundesliga in Würzburg, Matthias Landfried, habe ich dann auch als Privattrainer verpflichtet. Er hat damals sehr hart mit mir trainiert und wir konnten den Abwärtstrend aufhalten und ich meine Leistungen stabilisieren. Ich habe eine sehr gute Bundesligasaison gespielt, war lange im hinteren Paarkreuz der beste Spieler und habe mir die beste Bilanz nur durch einen Blackout im Spiel gegen Plüderhausen versaut. Trotzdem war der verdiente Lohn dass ich zur Rückrunde ins vordere Paarkreuz aufgestiegen bin. Ich habe dann im vorderen Paarkreuz so gut gespielt wie noch nie.

 

Für mich war nicht nur das Training selber mit Matthias wichtig, sondern auch, dass er mich optimal auf die Spiele eingestellt hat. Ich habe vorne eine 6:9 Bilanz gespielt, dabei Spieler wie Lucjan Blaszczyk, Cheung Yuk, Trinko Keen und Feng Zhe geschlagen und gegen Spieler wie Jan-Ove Waldner, Robert Svensson und Chu Yan Leung nur denkbar knapp mit 2:3 verloren!

 

Matthias und ich haben sicherlich härter trainiert wie alle anderen. Wir sind zu den unmöglichsten Zeiten in der Halle gestanden, haben in Charleroi in der riesigen Spiroudome Arena trainiert als alle anderen trainingsfrei gemacht haben, haben über ganz Ostern trainiert und alle haben uns für verrückt erklärt als wir noch am Abend nach der Rückkehr vom Championsleague Viertelfinale in die Halle sind um einige spezielle Dinge für die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel gegen Grenzau zu machen, als alle anderen schlafen gegangen sind.


Matthias und ich lachen heute noch darüber als Florea in die Halle reingeschaut hat weil Licht gebrannt hat und er gesagt hat dass es auf der ganzen Welt nur zwei Spinner gibt die um diese Zeit an einem Samstag Abend noch trainieren. Aber der Erfolg hat uns recht gegeben. Am nächsten Tag habe ich Cheung Yuk und Lucjan Blaszczyk in super Spielen geschlagen!

 

Schade, dass Matthias und ich jetzt in verschiedenen Vereinen sind. Er hatte auch ein super Angebot aus Frankreich, wir hätten dort im selben Club sein können, aber hat sich für einen anderen Verein entschieden. Ich trainiere aber trotzdem so oft wie möglich bei ihm, vor allem vor wichtigen Spielen und zur Vorbereitung auf Welt- und Europameisterschaften und er betreut mich auch international für die slowakische Nationalmannschaft auf der ITTF Pro Tour / ITTF World Tour. Es ist für mich wichtig um in der Weltrangliste weiterhin mit den besten Spielern mithalten zu können. Die jungen Spieler schlafen nicht, da muss man mehr machen!

 

2009 war ein tolles Jahr, als ich in Frankreich 22:8 gespielt habe und eine Reihe von Weltklassespielern geschlagen habe wie Kalinikos Kreanga, Joo Se Hyuk, Christophe Legout, Patrick Chila, Jean-Michel Saive und Petr Korbel.

Bei der WM erreichte ich die Runde der letzten 32 und habe ein tolles Spiel gegen den späteren Weltmeister Wang Hao gemacht. Zwei Monate später habe ich die US Open in Las Vegas gewonnen, im Finale gegen Adrian Crisan.

2010 konnte ich bei den Ungarn Open gegen eines meiner großen Vorbilder gewinne. Jörgen Persson!

 

Meine besten Ergebnisse spielte ich 2009, als ich Platz 56 in der Weltrangliste erreichte und 2012, als ich die Nummer 51 der Welt war.

 

Ganz auf diesem sehr hohen Niveau werde ich vielleicht zukünftig nicht mehr spielen können, da man fast alles andere zurückstellen muss, um zu den 50-60 besten Spielern der Welt zu gehören, ich aber begonnen habe, verstärkt Lehrgänge anzubieten, um mein Wissen als Trainer weiter zu geben. Ich muss meine internationalen Aktivitäten gezielt auswählen und versuchen mein Leistungsniveau so gut wie möglich zu halten, wenigstens bis 2016, wo ich mir meinen großen Traum erfüllen möchte, mich für die Olympischen Spiele in Brasilien (Rio de Janeiro) zu qualifizieren. Auch wenn ich meine Prioritäten nach und nach verschiebe und meine Trainerlaufbahn forciere, werde ich aber sicherlich noch einige Jahre in der Lage sein, fast jeden Spieler im Bereich der besten 100 Spieler der Welt zu schlagen.

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