Symbole

     

Symbol oder Icon?


Mit Ernst Cassirer, der den Menschen geradezu als das „symbolverwendende Tier“ definiert, hält Langer den Symbolgebrauch für den wesentlichsten Faktor der conditio humana.


Langer verweist etwa auf die Funktion der Träume als symbolische Verarbeitung des Wachzustandes und bestimmt Kunst als Ausdruck des Gefühls im Medium einer „symbolischen Transformation“.



"Ein echtes Symbol entsteht am ehesten dort, wo ein Objekt, Laut oder Akt gegeben ist, der keinen praktischen Sinn hat, wohl aber die Tendenz, eine emotionale Antwort hervorzulocken und so die Aufmerksamkeit ungeteilt festzuhalten." Susanne K. Langer: Philosophie auf neuem Wege. Das Symbol im Denken, im Ritus und in der Kunst", Frankfurt a.M.: Fischer 1984

Hsü Wei: Bambus, 1540-90

Das Problem der Bedeutung


Normative Wissenschaften - solche, die Bedeutung zu bestimmen versuchen - lassen sich beschreiben als Lehre der Beziehungen von Dingen und Zielen.
 
Logik beschäftigt sich mit Dingen, deren Ziel in der Repräsentation liegt.
Ethik beschäftigt sich mit Dingen, deren Ziel in der Handlung liegt.
Ästhetik beschäftigt sich mit Dingen, deren Ziel in der Verkörperung von Gefühlen liegt.

Fragen der Wahrnehmung sind immer auch Fragen nach Sinn und Bedeutung. Diese gelten als älteste Probleme der Philosophie, der Erkenntnistheorie und damit auch der Ästhetik.

Warum?
Wir haben kein Vermögen, ohne Zeichen zu denken. Denken findet aber nicht in einzelnen, isolierbaren Zeichen statt, sondern als ein Strom von Gedanken im Bewusstsein, als ein kontinuierlicher Prozess.

Albrecht Dürer: Melencholia I, 1514

Zeichentheorie

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