kunst der vermittlung

KunstproduzentInnen und KunstrezipientInnen begegnen sich, wenn überhaupt, vorallem in Galerien. Wie funktionieren Galerien? Was leisten Galerien? Wer vermittelt die Kunst der Galerien? In diesem Seminar geht es um die kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit von Galerien für zeitgenössische Kunst. Die dabei auftretenden theoretischen Fragestellungen werden durch die konkrete Untersuchung der Galerie-Praxis des Kunstraum Niederösterreich überprüft.

Termine


Nur noch bis 16. Okober 2011
Beziehungsarbeit. Kunst und Institution
im Künstlerhaus k/haus Karlsplatz 5

Vorbesprechung: Fr., 7.10.2011, 14:00 bis 16:00 Uhr

Seminare + Exkursionen:

Fr., 02.12.2011, 13:00 bis 18:00 Uhr
       Treffpunkt im Kunstraum Niederösterreich, Wien 1; Herrengasse 13
        Vermittlung/Analyse der Ausstellung: ASK YO MAMA

Der Titel der Ausstellung Ask Yo Mama bezieht sich auf die afroatlantische Tradition des Signifying, Rap und Storytelling. Die Ausstellung Ask Yo Mama webt ein Netz zwischen Arbeiten von österreichischen Künstlerinnen wie Constanze Schweiger, Maruša Sagadin, Anna Zwingl und internationalen Künstlerinnen wie der Amerikanerin Yvette Mattern sowie der britischen Künstlerin Sonia Boyce.

Fr., 16.12.2011, 13:00 bis 18:00 Uhr
        Treffpunkt in der Nobilegasse 23

Programm: Beide Arbeitsgruppen informierten sich gegenseitig über die gemachten Erfahrungen mit den zwei verschiedenen Vermittlungskonzepten der Ausstellung ASK YO MAMA im Kunstraum Niederösterreich. Bildung von Kleingruppen zur Ausarbeitung eines individualisierten Vermittlungskonzepts im Hinblick auf die unterschiedlichen Charakteristikas der ausgestellten Werke.
Gemeinsame Debatte der entstandenen Vermittlungskonzepte.
Als Ergebnis der eingehenden Diskussion wird der Beschluss gefasst beim nächsten Seminartermin die Vermittlung eigener Arbeiten zu erproben.

Fr., 13.01.2012
, 13:00 bis 18:00 Uhr
        Treffpunkt in der Nobilegasse 23

Programm: Alle Seminarteilnehmer/innen unternehmen eine kurze Präsentation/Vermittlung einer selbst ausgewählten eigenen Arbeit. Dabei steht nicht die Qualität der vorgestellten Arbeit im Vordergrund, sondern die Qualität der Vermittlung dieser Arbeit. Als Gegenstand der Präsentation werden Arbeiten in sämtlichen Stadien des Arbeitsprozesses akzeptiert (Konzepte, Entwürfe, Zwischenergebnisse, Works in Project, Fragmente oder aber fertige Werke).

Vorbereitung:
Auswahl/Herstellung einer Arbeit und Entwicklung eines Vermittlungskonzepts. Die Vorbereitung wird von den Teilnehmer/innen selbständig bis zum 13. Jänner erarbeitet.

Durchführung:
Vorstellung/Vermittlung der eigenen Arbeit vor allen Kolleg/innen. Die Präsentation soll nicht mehr als 5 min in Anspruch nehmen. Anschließende Debatte/Kritik der Art der Vermittlung in ebenfalls nicht mehr als 5 min. Für die gegenseitige Vermittlungen und die allgemeine Debatte stehen insgesamt 5 Stunden zu Verfügung (von 13:00-18:00)

Ziel:
Alle Teilnehmer/innen bekommen die Gelegenheit ein adäquates Vermittlungskonzept ihrer selbstgewählten Arbeit auszuprobieren. Gemeinsames Erlernen von Präsentations- und Vermittlungformen, sowie die gemeinsame Kritik derselben.


Didaktische Mittel: Siehe die Fragen an zeitgenössische Kunst am Ende dieser Seite

Fr., 20.01.2012
, 13:00 bis 18:00 Uhr
        Treffpunkt im Kunstraum Niederösterreich, Wien 1; Herrengasse
Vermittlung/Analyse der Ausstellung: „Not just an image, but the whole world” (Comic)

Fr., 27.01.2012, 13:00 bis 18:00 Uhr
        Treffpunkt nach Vereinbarung

Galerien in 1010 Wien
hier findet sich eine Auswahl von Galerien in der Wiener Innenstadt

Link_Liste
  • Ohne Anspruch auf Vollständigkeit (die Liste wird sporadisch erweitert)
  • Als Anregung zum Einstieg ins weite Feld der Kunstvermittlung...
Kunstvermittlung Blog. Museumspädagogik in der Praxis
Kunstraum Niederösterreich. Partnerinstitution des Seminars Die Kunst der Vermittlung
Kunstpädagogik auf Wikipedia
Plattform Kunstdialoge. Kunstvermittlung und Kunstdialoge - Praxis, Theorie und Diskurs
Schnittpunkt. Ausstellungstheorie und Praxis
Access Art. Visual arts teaching, learning, practice
Art Mediation. Aktuelle Ausgabe #5 Tier


Literatur Liste
  • Bücher, Zeitschriftenartikel und Online-Quellen
  • Ohne Anspruch auf Vollständigkeit (die Liste wird sporadisch erweitert)
Leonie und Sabine Baumann: Kunstvermittlung zwischen Konformität und Widerständigkeit, Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel
Belinda Kazeem / Nicola Lauré al-Samarai / Peggy Piesche: Museum. Raum. Geschichte: Neue Orte politischer Tektonik. Ein virtueller Gedankenaustausch
Christian Kravagna: Konserven des Kolonialismus: Die Welt im Museum
Esther Leslie: Mehr Wert für die Inhalte: Die Verwertung der Kultur heute
Stella Rollig: Zwischen Agitation und Animation. Aktivismus und Partizipation in der Kunst des 20. Jahrhunderts
Suely Rolnik: Das Gedächtnis des Körpers kontaminiert das Museum
Jorge Ribalta: Mediation und Herstellung von Öffentlichkeiten. Die MACBA Erfahrung
Beata Anna Schmutz: Das Spiel in der musealen Kunstvermittlung (Magisterarbeit), Norderstedt: Grin Verlag 2004
Simon Sheikh: Öffentlichkeit und die Aufgaben der "progressiven" Kunstinstitution
Simon Sheikh: Repräsentation, Anfechtung und Macht: KünstlerInnen als öffentliche Intellektuelle

Renate Höllwart, Elke Smodics, Was hat das mit mir zu tun? Über Vermittlung, Kunst und Öffentlichkeit, in: Bundesimmobiliengesellschaft mbH (Hg.), Justizzentrum Leoben. Neue österreichische Gerichts- und Strafvollzugs-Architektur – ein Beispiel für ›Kunst am Bau‹, Löcker Verlag, Wien 2006, S. 170–176.

Renate Höllwart, Elke Smodics, Kunstvermittlung und Öffentlicher Raum, in: E. Sommer, C. Ohmert, K. Schulz (Hg.), Europäisches Symposium. Leben mit Kunst, Emden 2003, S. 123–140

Lord, B. (Hg..), The Manual of Museum Learning. Plymouth: AltaMira Press 2007

Nora Sternfeld, Das gewisse savoir/pouvoir. Möglichkeitsfeld Kunstvermittlung, in: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine ADKV (Hg.), COLLABORATION. Vermittlung.Kunst.Verein, Salon Verlag, Köln 2010.

Stiller, J. (Hg), Bildräume - Bildungsräume. Kulturvermittlung und Kommunikation im Museum. Dortmunder Schriften zur Kunst: Studien zur Kunstdidaktik, Band 5, 2007

Marion Thuswald im Gespräch mit Renate Höllwart, Claudia Ehgartner und Roman Schanner, Räume aneignen – Räume herstellen. Eine Gesprächsrunde zu Kunst- und Kulturvermittung und öffentlichem Raum, in: Marion Thuswald (Hg.), Urbanes Lernen. Bildung und Intervention im öffentlichen Raum, Arts & Culture & Education Band 4, Löcker Verlag, Wien 2010.


Ways of Looking
Questions to ask of any work [Source: Tate Gallery, Notes for Teachers]


Fragen an zeitgenössische Kunst

Persönliches Feedback
+ Was sind Deine ersten Reaktionen auf das Werk?
+ Was ist das erste Wort, das Dir beim Betrachten in den Sinn gekommen ist?
+ Was ist Dir zuerst aufgefallen?
+ Erinnert Dich das Werk an etwas?
+ Was denkst Du, was der/die KünstlerIn zum Ausdruck bringen will?

Kunstbetrachtung
+ Welche Materialien und Prozesse wurden für das Werk verwendet?
+ Was ist es? (Film, Foto, Zeichnung, Gemälde, Skulptur, Installation, Performance, etc.?)
+ Wo ist es? (Beschreibung des Ortes)
+ Ist es mit den anderen Werken der Ausstellung verknüpft?
+ Wie groß ist das Werk?
+ Welchen Effekt hat die Größe des Werks im Verhältnis zu Dir?
+ Ist es Zeit-basiert? (Beschreiben was passiert und wie lange es dauert)

Interpretation
+ Handelt das Werk von einer Person, einem Problem oder einem Thema?
+ Handelt es vom Leben?
+ Könnte das Werk eine symbolische, moralische oder politische Bedeutung besitzen?
+ Beinhaltet das Werk eine Geschichte oder Erzählung?
+ Welche Vorstellung von Zeit ruft das Werk bei Dir hervor?
+ Veranlasst Dich das Werk Aspekte von Kunst oder Leben anders/neu zu sehen?
+ Hat das Werk einen Titel?
+ Welche Informationen werden zum Werk zur Verfügung gestellt?
+ Beeinflusst diese Information Deine Art das Werk zu sehen?

Kontext
+ Wer ist der/die KünstlerIn?
+ Denkst Du, dass der Kontext des/der KünstlerIn etwas darüber verrät, warum oder wie das Werk gemacht wurde, oder wovon es handelt?
+ Wurde das Werk für einen besonderen Ort oder ein besonderes Ereignis hergestellt?
+ Steht es im Zusammenhang mit anderen Werken des/der KünstlerIn?
+ Steht es im Zusammenhang mit Werken anderer KünstlerInnen?
+ Steht es im Zusammenhang mit irgendeiner Kunst früherer Zeit?
+ Was sagt das Werk über Ideen und Vorstellungen der Gegenwart aus?
+ In welchem Zusammenhang steht es mit gegenwärtigen sozialen, kulturellen oder politischen Fragen?
+ Wurden für das Werk moderne Materialien und Technologien verwendet, oder erneuert es alte Prozesse?


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