kleine Literatur

Gilles Deleuze: Für eine kleine Literatur

Gemeinsam mit Félix Guattari legt Gilles Deleuze 1975 eine Untersuchung zu Kafkas literarischem Werk vor. Eine kleine oder mindere Literatur (littérature mineure) meint nicht Literatur von geringer Bedeutung oder Literatur einer kleinen Sprache, sondern vielmehr die Literatur einer Minderheit, die sich einer großen Sprache bedient. Für Deleuze und Guattari liegt in der kleinen Literatur ein revolutionäres Potential, das mit dem Ausdruck beginnt, und sich erst später darum bemüht, zu sehen oder zu begreifen. Dieser ästhetische Ausdruck zerbricht Formen und gibt Bruchstellen und neue Verzweigungen an. Im Seminar werden die Überlegungen von Deleuze und Guattari zum Ausgangspunkt, um über das Verhältnis von Bild und Sprache nachzudenken.

Gilles Deleuze und Félix Guattari: Kafka. Für eine Kleine Literatur, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1976.

Termine

1. Block:
Sa. 17. März 2012: 10:00-17:00 Uhr
So. 18. März 2012: 10:00-17:00 Uhr
Close reading der Kapitel I, II, III.

2. Block:
Sa. 14. April 2012: 10:00-17:00 Uhr
So. 15. April 2012: 10:00-17:00 Uhr
Referate:
Kapitel IV: Lisa, Marion
Kapitel V: Theresa, Flora
Kapitel VI: Elisabeth
Kapitel VII: Patricia, Tom, Sebastian
Kapitel VIII: Mikel
Kapitel IX: Georg

"Wie findet man Zugang zu Kafkas Werk? Es ist ein Rhizom, ein Bau..."


(Foto: Frcka)
 
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